Malteser: Steckbrief, Charakter und Pflege im Alltag
Größe, Wesen, Fellpflege und Gesundheit klar erklärt
Malteser: Was Sie zu Charakter, Haltung und Pflege wissen sollten
Der Malteser gehört zu den kleinen Gesellschafts- und Begleithunden und wird vor allem wegen seines freundlichen, menschenbezogenen Wesens geschätzt. Im Rassestandard ist er als kompakter Hund beschrieben, mit einer Widerristhöhe von etwa 21 bis 25 cm beim Rüden und 20 bis 23 cm bei der Hündin, bei einem Gewicht von rund 3 bis 4 kg. Typisch ist das lange, glatte, seidige Haarkleid in Weiß, das optisch beeindruckt, im Alltag aber Pflege braucht. Wer sich für einen Malteser interessiert, sollte daher nicht nur auf die Optik schauen, sondern auch auf die tägliche Routine, die damit einhergeht.
Im Alltag ist der Malteser meist aufmerksam, verspielt und stark auf seine Bezugsperson fixiert. Damit daraus kein „Dauer-Anhänger“ wird, sind frühe Gewöhnung ans Alleinbleiben, klare Regeln und gute Sozialisation sinnvoll. Ohne regelmäßiges Bürsten verfilzt das lange Haar, und die Augenpartie kann bei hellen Hunden schnell zum Problem werden, wenn Tränenfluss und Verschmutzung nicht sauber gemanagt werden. Gesundheitlich lohnt sich bei kleinen Hunden ein besonderes Augenmerk auf Zahnpflege, weil kleine Rassen häufiger zu Zahnstein und Erkrankungen am Zahnapparat neigen. Wenn Sie das im Blick haben, ist der Malteser ein unkomplizierter Begleiter, der auch in der Wohnung gut zurechtkommt, solange Bewegung, Beschäftigung und Nähe im Alltag nicht zu kurz kommen.

Steckbrief: Malteser
- FCI-Klassifikation: Gruppe 9 (Gesellschafts und Begleithunde), Sektion 1.1, Standard Nr. 65.
- Größe (Widerristhöhe): Rüde 21–25 cm, Hündin 20–23 cm.
- Gewicht: 3–4 kg.
- Herkunft / Patronat: zentrales Mittelmeergebiet, Patronat Italien.
- Lebenserwartung: meist etwa 12–15 Jahre (abhängig von Haltung, Pflege und Gesundheit).
- Fell: lang, glatt, seidige Textur, ohne Locken.
- Farbe: reines Weiß, helle Elfenbeintönung zulässig.
- Charakter (typisch): lebhaft, wachsam, intelligent, stark menschenbezogen.
- Pflegeaufwand: hoch, regelmäßiges Bürsten und Pflege der Augenpartie sind im Alltag wichtig.
- Haltung: oft gut für Wohnung geeignet, wenn Bewegung, Beschäftigung und Nähe im Alltag passen.
Vom Hafenhund zum Familienbegleiter
Die Herkunft des Maltesers: Eine Geschichte von Anmut und Intelligenz
Der Malteser wirkt heute wie ein typischer kleiner Begleithund. Seine Wurzeln liegen aber nicht im Wohnzimmer, sondern in den Küstenorten des zentralen Mittelmeerraums.
Der Name „Malteser“ wird häufig automatisch mit der Insel Malta verbunden. Historisch ist das nicht so eindeutig. In der Überlieferung wird der Begriff eher mit alten Hafen und Küstenbezeichnungen in Verbindung gebracht. Diese Herkunft passt auch zur frühen Aufgabe der Hunde: In Häfen, Lagerhäusern und auf Schiffen hielten kleine, flinke Hunde Mäuse und Ratten kurz. Das erklärt, warum der Malteser trotz seiner geringen Größe oft aufmerksam und erstaunlich wach ist.
Schon in der Antike taucht die Hunderasse beziehungsweise der Typ kleiner, langhaariger Hunde in Beschreibungen auf. In alten Schriften werden kleine Hunde unter einer Bezeichnung erwähnt, die dem späteren Rassenamen ähnelt. Parallel dazu findet sich die Rolle als Begleiter in wohlhabenden Haushalten. Der Malteser war nicht nur „nützlich“, sondern wurde früh als Statushund geschätzt, der Nähe sucht und sich eng an Menschen bindet.
Spätestens in der römischen Zeit ist der Malteser als Gesellschaftshund gut belegt, später auch in der Renaissance. Darstellungen zeigen kleine, helle Hunde in Salons und auf Porträts, oft an der Seite elegant gekleideter Personen. Genau diese Linie zieht sich bis heute durch: Der Malteser ist ein Hund, der den Menschen sucht, schnell auf Stimmungen reagiert und sich im Alltag stark an seiner Bezugsperson orientiert.
Für die heutige Haltung ist die Geschichte mehr als nette Folklore. Sie erklärt, warum der Malteser einerseits ein echter Nähehund ist und andererseits geistig beschäftigt werden möchte. Wer das ernst nimmt, bekommt einen unkomplizierten Begleiter. Wer ihn nur trägt und „mitlaufen lässt“, riskiert typische Themen kleiner Begleithunde wie schlechtes Alleinbleiben, Nervosität oder ständiges Melden.
Alltagstauglich, wenn Nähe und Regeln zusammenpassen
Haltung und Erziehung beim Malteser: So bleibt der kleine Begleiter entspannt
Der Malteser ist ein klassischer Nähehund. Damit das im Alltag gut funktioniert, braucht er eine klare Routine, frühe Erziehung und Aufgaben, die zu seiner Größe passen.
Der Malteser bindet sich stark an seine Bezugsperson und möchte am liebsten überall dabei sein. Genau deshalb ist das Thema Alleinbleiben bei dieser Rasse oft ein Knackpunkt. Viele Malteser tun sich mit längeren Zeiten allein schwer, lassen sich aber mit einem kleinschrittigen Training daran gewöhnen. Entscheidend ist, dass Sie das ruhig aufbauen und nicht erst dann starten, wenn es „muss“. Sonst entstehen schnell Stress, Unruhe oder Frust, die sich später schwerer abstellen lassen.
In der Erziehung ist der Malteser meist lernwillig und kooperationsbereit, gleichzeitig aber sensibel. Harte Ansagen und Schroffheit bringen bei ihm selten gute Ergebnisse. Besser funktioniert eine ruhige, freundliche Konsequenz, bei der Regeln verlässlich bleiben. Ein Malteser testet Grenzen gerne aus, weil er schnell lernt, womit er durchkommt. Wenn Bett, Sofa oder Futter vom Tisch mal erlaubt und mal verboten sind, lernt er nicht „situationsbedingt“, sondern er lernt, weiter zu probieren. Genau hier entscheidet sich, ob er später angenehm mitläuft oder ob er Ihnen im Alltag sprichwörtlich auf der Nase herumtanzt.
Für die Haltung ist frühe Sozialisation Gold wert. Treffen mit ruhigen, passenden Hunden, Welpenspielgruppen und kontrollierte Alltagssituationen helfen, damit der Malteser später gelassen bleibt und nicht aus Unsicherheit reagiert. In Familien ist außerdem wichtig, dass Kinder nicht zu stürmisch sind. Der Malteser ist klein, und ständiges Hochheben, Drücken oder hektisches Anfassen kann ihn überfordern. Wenn Sie klare Spielregeln setzen, ist er meist ein sehr angenehmer Familienhund.
Bei der Auslastung gilt: lieber regelmäßig und passend, statt selten und zu viel. Der Malteser ist verspielt und unternehmungslustig, braucht aber keine Marathonrunden. Sinnvoll sind mehrere kurze Spaziergänge, Schnüffelzeiten und leichte Kopfarbeit. Intelligenzspiele, kleine Suchaufgaben oder Tricks bringen oft mehr als reine Strecke. Wenn ihm diese Auslastung fehlt, kann er mit „frechen“ Ideen reagieren, zum Beispiel mit Unruhe oder Forderungsverhalten.
Zur Haltung gehört beim Malteser auch die Pflege, weil sie direkt den Alltag beeinflusst. Das lange, seidige Fell sollte regelmäßig, oft täglich, gebürstet werden, damit es nicht verfilzt. Auch die Augenpartie braucht Aufmerksamkeit, weil Haare und Ausfluss Reizungen begünstigen können. Zusätzlich lohnt sich eine feste Zahnpflegeroutine, denn kleine Rassen wie der Malteser sind vergleichsweise häufig von Zahnstein betroffen. Wenn Sie Pflege und Training als normale Alltagsbausteine etablieren, wird der Malteser zu dem, was die meisten sich wünschen: ein ruhiger, freundlicher Begleiter, der gern dabei ist, aber nicht dauerhaft am Bein klebt.
Wesensstark, anhänglich, oft erstaunlich wachsam
Charakter beim Malteser: So tickt die Rasse im Alltag
Der Malteser ist ein klassischer Begleit- und Familienhund, der sehr nah am Menschen lebt. Viele Malteser sind fröhlich, verspielt, intelligent und aufmerksam. Sie möchten ihre Bezugsperson am liebsten überallhin begleiten und genießen Nähe deutlich mehr als Distanz. Das macht sie zu tollen Alltagsbegleitern, kann aber auch dazu führen, dass sie ungern allein sind und das Alleinbleiben bewusst aufgebaut werden muss.
Oft wird gefragt, ob Malteser „Kläffer“ sind. Das ist kein Automatismus. Malteser bellen im Normalfall nicht dauerhaft, und ob ein Hund viel bellt, hängt stark von Erziehung, Gewöhnung und dem Alltag ab. Typisch ist eher: Der Malteser meldet, wenn ihn etwas verunsichert oder wenn er gelernt hat, dass Bellen Aufmerksamkeit bringt. Mit ruhiger, klarer Erziehung wird er meist angenehm im Haus und draußen.
Wichtig ist auch die sensible Seite dieser Rasse. Malteser reagieren häufig fein auf Stimmung, Tonlage und Unruhe. Ein freundlicher, konsequenter Umgang passt hier besser als Druck. Gleichzeitig können Malteser gelegentlich dickköpfig sein, vor allem wenn Regeln ständig wechseln oder sie mental unterfordert sind. Dann wirken sie „frech“ oder testen Grenzen. Wer Struktur, kurze Trainingseinheiten und passende Beschäftigung kombiniert, bekommt einen sehr umgänglichen kleinen Hund mit viel Charme.
Stärken
- sehr menschenbezogen und anhänglich
- lebhaft, verspielt, oft schnell lernend
- wachsam und aufmerksam im Alltag
- meist gut als Familienhund geeignet, wenn respektvoller Umgang passt
- handliche Größe, häufig gut wohnungstauglich bei ausreichender Beschäftigung
- bellt nicht automatisch viel, Erziehung macht hier den Unterschied
Schwächen
- mag Alleinsein oft nicht und braucht Training dafür
- kann bei fehlender Routine Trennungsstress entwickeln
- sensibel, reagiert häufig auf Hektik oder harte Ansprache
- kann scheu gegenüber Fremden starten, bis Vertrauen da ist
- gelegentlich stur oder „testet“ Grenzen
- hoher Pflegeanspruch kann Stimmung und Alltag belasten, wenn er unterschätzt wird
Klein, elegant und sofort zu erkennen
Körperliche Merkmale beim Malteser
Der Malteser ist ein sehr kleiner Begleithund, der vor allem durch sein langes, weißes Haarkleid und den „feinen“ Körperbau auffällt. Viele Merkmale sind im Rassestandard klar definiert.
Der Malteser ist klein und länglich gebaut. Die Rumpflänge soll die Widerristhöhe deutlich übertreffen, im Standard wird als Richtwert genannt, dass der Körper etwa ein Drittel länger ist als hoch. Dadurch wirkt der Hund eher elegant als kompakt, mit gerader Rückenlinie bis zum Rutenansatz. Auch die Proportionen des Kopfes sind festgelegt, inklusive eines deutlich ausgeprägten Stopps.
Typisch sind die großen, lebhaften Augen mit dunkler Farbe und schwarzen Lidrändern, dazu eine schwarze Nase. Die Ohren sind hoch angesetzt, dreieckig und werden hängend getragen, eng an den Kopf anliegend. Diese Pigmentierung und der wache Ausdruck prägen das „Gesicht“ der Rasse stark und sind optisch ein gutes Erkennungsmerkmal.
Das markanteste Merkmal ist das Haarkleid: dicht, glänzend, schwer herabfallend, von seidiger Textur und über den ganzen Körper lang und glatt, ohne Locken oder Kräuselung. Auf dem Rumpf soll das Haar länger sein als die Widerristhöhe und wie ein Umhang bis Richtung Boden fallen. Im VDH-Rasselexikon wird zudem ausdrücklich genannt, dass der Malteser keine Unterwolle hat. Das erklärt, warum die Rasse oft als wenig haarend beschrieben wird, gleichzeitig aber konsequente Pflege braucht, weil das lange Haar leicht verfilzt, wenn es nicht regelmäßig gebürstet wird.
Bei der Farbe ist der Standard streng: reines Weiß ist vorgesehen, eine blasse Elfenbeintönung ist zulässig. Die Rute wird als einziger großer Bogen getragen, der die Kruppe berührt oder nahe daran liegt. Im Gangwerk wird ein gleichmäßiger, „gleitender“ Bewegungsablauf beschrieben, im Trab mit kurzen, schnellen Tritten. Insgesamt ergibt das den typischen Malteser-Look: klein, sehr gepflegt wirkend und trotz Größe erstaunlich präsent.
Tierarztkosten planbar halten
Welche Absicherung für Ihren Malteser sinnvoll ist
Viele Tierarztkosten entstehen nicht nur durch eine große OP, sondern durch Diagnostik, Medikamente, Kontrollen und wiederkehrende Behandlungen. Mit der passenden Absicherung vermeiden Sie, dass medizinische Entscheidungen am Geldbeutel hängen.
Eine Hundekrankenversicherung ist die breiteste Lösung, weil sie je nach Tarif nicht nur Operationen, sondern auch ambulante und stationäre Behandlungen abdecken kann. In der Praxis sind genau diese „Alltagskosten“ oft der größere Posten: Blutwerte, Röntgen, Ultraschall, Medikamente, Infusionen oder Therapien. Achten Sie hier besonders auf Erstattung nach GOT, Wartezeiten, Selbstbeteiligung und darauf, wie der Tarif mit rassetypischen Risiken oder Fehlentwicklungen umgeht.
Wenn Sie vor allem das Risiko großer Einmalrechnungen abfedern möchten, ist eine Hunde-OP-Versicherung häufig der passendere Einstieg. Sie konzentriert sich auf Operationen inklusive notwendiger Vor- und Nachbehandlung, während laufende Tierarztkosten in der Regel bei Ihnen bleiben. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie kleinere Rechnungen bewusst selbst tragen möchten, aber bei OP-Kosten ruhig schlafen wollen.
Unabhängig davon gehört die Hundehalterhaftpflicht für viele Halter zur Basis. Sie schützt Sie, wenn Ihr Hund Personen verletzt, Sachen beschädigt oder einen Vermögensschaden verursacht. Je nach Bundesland kann sie sogar vorgeschrieben sein. Für die Auswahl sind Deckungssumme, Mietsachschäden, Leinenzwangthemen und die Mitversicherung von Welpen oder Fremdhüten typische Prüfpunkte.
Bei der Hundekrankenversicherung empfehlen wir in unserem Vergleich zwei klare Optionen: HanseMerkur Hundekrankenversicherung als Leistungssieger und die Hundekrankenversicherung von Cleos als Preis-Leistungs-Sieger. Welche Variante besser passt, hängt davon ab, wie viel Sie im Alltag absichern möchten, ob Ihnen ein möglichst hoher Leistungskatalog wichtig ist oder ein stimmiges Verhältnis aus Beitrag und Schutz im Vordergrund steht.
Die Hundekrankenversicherung übernimmt je nach Tarif viele Tierarztkosten über das Jahr. Das umfasst Behandlungen, Diagnostik wie Labor oder Bildgebung, Medikamente und oft auch Operationen mit Vor- und Nachbehandlung. Prüfen Sie GOT-Erstattung, Wartezeiten und Selbstbeteiligung, weil diese Punkte im Leistungsfall entscheidend sind. In unserem Vergleich liegt HanseMerkur vorn beim Leistungsumfang, Cleos beim Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Hundehalterhaftpflicht schützt Sie, wenn Ihr Hund einen Schaden verursacht. Das kann im Alltag schnell passieren, zum Beispiel bei einem Biss, einem Sturz oder einem Schaden an fremdem Eigentum. Achten Sie auf eine hohe Deckungssumme und darauf, dass wichtige Bausteine enthalten sind, etwa Mietsachschäden und Schäden durch ungewollten Deckakt. Je nach Bundesland kann eine Pflicht bestehen, deshalb lohnt sich ein kurzer Check der Anforderungen.
Die Hunde-OP-Versicherung ist sinnvoll, wenn Sie vor allem hohe OP-Kosten absichern möchten. Sie greift typischerweise bei chirurgischen Eingriffen nach Unfall oder Krankheit und übernimmt je nach Tarif auch die notwendige Vor- und Nachbehandlung. Für viele Halter ist das der passende Einstieg, weil die größten finanziellen Risiken abgedeckt werden. Wichtig sind die OP-Leistungsgrenzen, die Wartezeit und ob Nachbehandlungen ausreichend lange mitversichert sind.
Fellpflege, Augenpartie und Zähne im Griff
Pflege beim Malteser: So bleibt Ihr Hund sauber, gesund und frei von Filz
Beim Malteser steht und fällt viel mit der Pflege. Wenn Sie eine feste Routine haben, bleibt das lange, helle Haarkleid schön, und typische Problemstellen wie Augenpartie, Ohren und Zähne machen deutlich seltener Ärger.
Das lange, seidige Fell braucht regelmäßiges Bürsten, am besten täglich oder mindestens so oft, dass keine Knoten entstehen. Besonders schnell verfilzt es hinter den Ohren, an den Achseln, an den Innenschenkeln und dort, wo Halsband oder Geschirr scheuern. Arbeiten Sie Strähne für Strähne bis auf die Haut, ohne zu reißen. Wer das Fell lang trägt, kommt um diese Routine kaum herum. Alternativ kann ein pflegeleichter Schnitt beim Hundefriseur den Alltag deutlich entspannen, wenn Ihnen „praktisch“ wichtiger ist als „bodenlang“.
Die Augenpartie ist bei hellen Hunden ein Klassiker. Tränenfluss kann zu Verfärbungen führen, wenn Feuchtigkeit und Schmutz im Fell bleiben. Wischen Sie den Bereich täglich sanft mit einem weichen, leicht feuchten Tuch, und halten Sie die Haare um den inneren Augenwinkel kurz, damit nichts reizt. Wenn die Augen gerötet sind, es stark riecht, eitrig wird oder die Flecken plötzlich deutlich mehr werden, gehört das tierärztlich abgeklärt, weil dahinter auch Entzündungen oder ein Problem mit dem Tränenabfluss stecken kann.
Bei Ohren und Haut gilt: kontrollieren ja, überpflegen nein. Schauen Sie mindestens einmal pro Woche in die Ohren. Wenn es unangenehm riecht, stark verschmutzt ist oder Ihr Hund häufig kratzt und den Kopf schüttelt, lassen Sie das prüfen. Reinigen sollten Sie nur bei Bedarf und mit geeigneten Produkten, nicht mit Wattestäbchen tief im Ohr. Beim Baden ist weniger oft mehr. Nutzen Sie ein mildes Hundeshampoo, spülen Sie gründlich aus und trocknen Sie das Fell wirklich komplett, damit Haut und Ohren nicht „feucht bleiben“.
Zahnpflege wird beim Malteser gerne unterschätzt, gerade kleine Rassen neigen schneller zu Belägen. Am wirksamsten ist regelmäßiges Zähneputzen, idealerweise täglich, mit Hundezahnbürste und Hunde-Zahnpasta. Starten Sie langsam über Gewöhnung und kurze Sequenzen, dann wird es für viele Hunde zur normalen Routine. Ergänzend helfen Kauartikel oder Zahnpflege-Gels, die tägliche Pflege ersetzen sie aber nicht. Wenn Sie Mundgeruch, gerötetes Zahnfleisch oder sichtbaren Zahnstein bemerken, ist ein Dentalcheck sinnvoll.
Gesundheit im Blick behalten
Häufige und rassetypische Krankheiten beim Malteser
Der Malteser gilt oft als robuster kleiner Begleithund. Trotzdem gibt es Erkrankungen, die bei kleinen Rassen und beim Malteser häufiger auftauchen als bei vielen größeren Hunden. Wenn Sie typische Warnzeichen kennen und regelmäßig kontrollieren lassen, werden Probleme oft früher erkannt und lassen sich besser behandeln. Dazu zählen vor allem Themen rund um Zähne, Knie, Atemwege, Augen und in seltenen Fällen angeborene Lebergefäß-Veränderungen.
Gerade bei kleinen Hunden kann sich Zahnstein schnell aufbauen und das Zahnfleisch dauerhaft reizen. Typische Hinweise sind Mundgeruch, gerötetes Zahnfleisch oder Futter, das plötzlich „komisch“ gekaut wird. Unbehandelt kann daraus eine Parodontitis werden, die Zähne lockert und Schmerzen verursacht. Regelmäßiges Zähneputzen ist die wirksamste Vorsorge. Bei stärkerem Befall hilft meist nur eine professionelle Zahnbehandlung.
Beim Malteser wird häufiger über eine verrutschende Kniescheibe gesprochen. Das zeigt sich oft als kurzes „Hüpfen“ oder ein plötzliches Entlasten des Hinterbeins, das nach wenigen Schritten wieder normal wirkt. Je nach Ausprägung kann es bei leichten Fällen lange stabil bleiben oder sich schrittweise verschlimmern. Früh hilft oft Muskelaufbau und Gewichtsmanagement. Bei höherem Schweregrad wird eine OP häufiger empfohlen, um Folgeschäden zu vermeiden.
Ein anfallsartiger, trockener „Hup“-Husten, Würgen oder Atemnot bei Aufregung kann bei kleinen Rassen auf einen Trachealkollaps hinweisen. Das Problem entsteht durch eine Schwäche der Luftröhren-Struktur, wodurch sich die Luftröhre verengt. Übergewicht und starke Belastung können Beschwerden verstärken. Ein gut sitzendes Geschirr statt Halsband ist oft sinnvoll. Die Behandlung reicht je nach Verlauf von Medikamenten und Management bis zu spezialisierten Verfahren.
Beim Malteser fällt die Augenpartie schnell auf, weil Tränenfluss und Reizungen sichtbarer sind. Beim trockenen Auge (KCS) fehlt Tränenflüssigkeit, das Auge wird rot, schmerzt, und es kann zäher Ausfluss auftreten. Ohne Behandlung drohen Hornhautprobleme und Sehstörungen. Frühzeitige Diagnose per Tränentest und eine konsequente Therapie sind hier entscheidend. Bei anhaltendem Reiben, Kneifen oder starker Rötung sollten Sie zeitnah zum Tierarzt.
Selten, aber wichtig: Bei kleinen Rassen kann ein angeborener Lebershunt vorkommen, bei dem Blut an der Leber vorbeigeleitet wird. Mögliche Anzeichen sind schlechtes Wachstum, wiederkehrende Magen-Darm-Beschwerden oder neurologische Auffälligkeiten, die sich nach dem Fressen verstärken können. Die Diagnose erfolgt über Blutwerte und bildgebende Verfahren. Je nach Befund ist eine Operation oder ein enges medizinisches Management notwendig. Wenn der Verdacht im Raum steht, lohnt sich die Abklärung in einer erfahrenen Klinik.
FAQ zum Malteser: Haltung, Pflege, Gesundheit
Was Sie schon immer über Malterser wissen wollten
Wie groß und schwer wird ein Malteser?
Ein Malteser gehört zu den kleinen Begleithunden. Im Rassestandard liegt die Widerristhöhe bei Rüden typischerweise bei 21–25 cm, bei Hündinnen bei 20–23 cm. Das Idealgewicht wird mit etwa 3–4 kg angegeben.
In der Praxis gibt es Abweichungen, wichtiger als eine Zahl ist ein schlanker, gut bemuskelter Körper: Sie sollten Rippen fühlen können, ohne dass sie „spitz“ hervorstehen.
Wie alt werden Malteser im Schnitt?
Viele Malteser erreichen 12–15 Jahre, einzelne auch mehr. Entscheidend sind Genetik, Gewicht, Zahngesundheit und eine saubere Vorsorge (Impfungen, Parasiten, regelmäßige Checks).
Bei kleinen Hunden sind Zähne oft ein unterschätzter Hebel: Wer früh an Maulpflege und Kontrollen denkt, beugt teuren und belastenden Baustellen vor.
Ist ein Malteser ein guter Familienhund und auch für Anfänger geeignet?
Oft ja, wenn die Erwartungen passen. Malteser sind in der Regel menschenbezogen, lernen gern und sind im Alltag meist unkompliziert. Für Familien gilt: Wegen der kleinen Statur sollten Kinder den Hund ruhig und rücksichtsvoll anfassen können.
Ein Malteser ist kein „Spielzeughund“, sondern ein sensibler Begleiter, der klare Regeln, Ruhezeiten und eine freundliche, konsequente Erziehung braucht.
Wie viel Bewegung braucht ein Malteser täglich?
Der Malteser ist kein Marathonläufer, aber auch kein Sofakissen. Sinnvoll sind mehrere kurze Spaziergänge plus Spiel und Kopfarbeit, insgesamt oft 45–90 Minuten am Tag, angepasst an Alter und Kondition.
Viele Malteser lieben Suchspiele, kleine Trickeinheiten oder Nasenarbeit. Das lastet aus, ohne die Gelenke zu überfordern.
Kann ein Malteser alleine bleiben?
Alleinsein fällt vielen Maltesern schwer, weil sie stark auf ihre Bezugsperson fixiert sind. Realistisch ist: Mit Training klappt es, aber „stundenlang jeden Tag“ ist für viele Tiere nicht ideal.
Am besten funktioniert ein langsamer Aufbau in Mini-Schritten (Sekunden, Minuten, dann länger), kombiniert mit Ruhetraining, klaren Ritualen und ohne großes Abschiedsdrama.
Wie aufwendig ist die Fellpflege beim Malteser?
Eher hoch. Das lange, seidige Haar kann schnell verfilzen, deshalb ist tägliches Bürsten bei vielen Hunden die beste Routine. Dazu kommen Augen- und Pfotenbereich sauber halten und je nach Felllänge regelmäßige Termine beim Hundefriseur.
Wer wenig Zeit oder Lust auf Pflege hat, wird mit dem Malteser oft nicht glücklich.
Haart ein Malteser wenig und ist er für Allergiker geeignet?
Viele Malteser haben keine Unterwolle und verlieren im Alltag oft weniger Haare. Trotzdem gilt: „Hypoallergene“ Hunderassen gibt es nicht.
Allergien reagieren meist auf Proteine aus Speichel, Hautschuppen oder Urin, nicht auf das Haar selbst. Wenn eine Hundeallergie im Raum steht, hilft nur ein realistischer Testkontakt und ärztliche Abklärung vor der Anschaffung.
Welche rassetypischen Gesundheitsprobleme kommen beim Malteser vor?
Wie bei vielen kleinen Rassen können Knieprobleme (Patellaluxation) und Zahnprobleme (Zahnstein, Parodontitis) häufiger vorkommen. Auch tränende Augen und Reizungen rund ums Auge sind ein Thema, das man im Alltag im Blick behalten sollte.
Seltener, aber wichtig: Leber-Shunts bzw. Gefäßanomalien werden bei Maltesern als relevante Differenzialdiagnose beschrieben, vor allem wenn Wachstum, Entwicklung oder Verhalten auffällig sind. Wer früh reagiert, verbessert die Chancen auf eine gute Behandlung deutlich.
Mehr Orientierung rund um Alltag, Gesundheit und Absicherung
Weitere Inhalte, die Hundehaltern weiterhelfen
Rasseportraits beantworten die Basisfragen. Im Alltag tauchen aber oft andere Themen auf: Welche Symptome sind ernst, wie bleibt der Hund gesund, und welche Absicherung passt wirklich zur eigenen Situation? Diese Bereiche führen Sie direkt zu den Inhalten, die Hundehalter am häufigsten brauchen, klar erklärt und ohne Umwege.
Hier finden Sie kompakte Erklärungen zu häufigen Krankheiten bei Hunden, inklusive typischer Warnzeichen. Sie erfahren, wann ein Tierarztbesuch sinnvoll ist und welche Diagnostik oft dahintersteckt. Dazu gibt es Hinweise, wie Behandlungen ablaufen und warum Kosten schnell steigen können. Ideal, wenn Sie Symptome besser einordnen möchten.
Im Hunderatgeber geht es um das, was im Alltag zählt: Haltung, Erziehung, Pflege und Ernährung. Sie bekommen praktische Tipps, die Sie direkt umsetzen können, plus klare Orientierung für typische Situationen. Auch Themen wie Alleinbleiben, Beschäftigung und Routine werden verständlich erklärt. Gut, wenn Sie langfristig stabil aufstellen möchten.
Zusammenfassung
Der Malteser ist ein kleiner Begleit- und Familienhund, der durch sein langes, weißes Haarkleid und sein stark menschenbezogenes Wesen auffällt. Wer sich für die Rasse interessiert, sollte neben dem Charakter vor allem die Alltagsthemen realistisch einplanen: konsequente, freundliche Erziehung, frühes Training fürs Alleinbleiben und eine passende Auslastung mit kurzen Spaziergängen und Kopfarbeit. So bleibt der Malteser entspannt und entwickelt sich zu einem ruhigen, angenehmen Mitbewohner.
Pflege ist beim Malteser kein Nebenthema, sondern Teil der Haltung. Regelmäßiges Bürsten verhindert Filz, die Augenpartie braucht Aufmerksamkeit und Zahnpflege lohnt sich besonders bei kleinen Hunden. Gesundheitlich sind vor allem Zähne, Knie, Atemwege und Augen typische Bereiche, die bei Problemen schnell Diagnostik und wiederkehrende Kosten nach sich ziehen können. Wer Warnzeichen kennt und Kontrollen ernst nimmt, erkennt vieles früher und kann gezielter handeln.
Wenn Sie zusätzlich Tierarztkosten planbar halten möchten, ist die Wahl der passenden Absicherung entscheidend. Für umfassenden Schutz eignen sich je nach Bedarf Hundekrankenversicherung oder als fokussierte Lösung eine Hunde-OP-Versicherung, ergänzt durch die Hundehalterhaftpflicht als Basis. Wichtig sind dabei immer die Details wie GOT-Erstattung, Wartezeiten, Limits und Selbstbeteiligung, weil sie im Leistungsfall den Unterschied machen.
Häufige Fragen
Was ist ein „Mini Malteser“ und gibt es dafür einen eigenen Rassestandard?
Einen eigenen Standard gibt es nicht. „Mini Malteser“ ist keine klar definierte Bezeichnung, oft sind damit einfach kleinere Tiere gemeint, die trotzdem noch im normalen Gewichtsbereich liegen können.
Eine gezielte Zucht auf extrem klein erhöht das Risiko für Gesundheitsprobleme. Wenn Ihnen ein „Mini“ angeboten wird, lohnt sich ein genauer Blick auf Herkunft, Gesundheitsvorsorge und Seriosität.
Tränenflecken beim Malteser: Was steckt dahinter und was hilft?
Tränenflecken entstehen meist durch dauerhaften Tränenfluss und verfärbtes Haar rund um die Augen. Auslöser können Reizungen, ungünstige Haarlängen am Auge, verengte Tränenkanäle oder Entzündungen sein.
Sinnvoll ist ein pragmatischer Ablauf: Haare am Auge sauber freihalten, täglich sanft reinigen, und bei häufigem Kneifen, Rötung oder starkem Tränen eine tierärztliche Abklärung einplanen.
Welche Versicherung ist für einen Malteser sinnvoll: OP-Schutz oder Krankenversicherung?
Für Malteser sind zwei Kostentreiber typisch: planbare, wiederkehrende Tierarztkosten (Diagnostik, Medikamente, Kontrollen) und einzelne teure Eingriffe. Eine Hunde OP-Versicherung deckt vor allem Operationen, Narkose und Nachbehandlung ab. Eine Hundekrankenversicherung ist umfänglicher und sichert zusätzlich ambulante Behandlungen, Diagnostik und Medikamente ab.
Was kostet ein Malteser im Monat realistisch?
Das hängt stark von Anspruch und Gesundheit ab. Planbar sind Futter, Pflegeprodukte, Parasitenprophylaxe, Hundesteuer und Zubehör. Dazu kommen Fellpflege (wenn Sie schneiden lassen) und Vorsorge beim Tierarzt.
Unplanbar sind Diagnostik und Behandlungen bei akuten Beschwerden oder chronischen Themen, die sich bei kleinen Rassen schnell summieren können. Wer das sauber kalkuliert, bleibt auch im Ernstfall handlungsfähig.
Ähnliche Hunderassen zum Malteser
Sie mögen am Malteser das freundliche Wesen, die handliche Größe und die gute Alltagstauglichkeit in Wohnung und Familie, sind aber noch unsicher, ob genau diese Rasse zu Ihnen passt. Dann lohnt sich ein Vergleich mit ähnlichen kleinen Begleithunden. Die folgenden Alternativen teilen entweder das liebevolle Temperament, die Eignung für die Wohnung oder ein ähnliches Fellprofil, unterscheiden sich aber bei Pflegeaufwand, Aktivität und Charakter.
Havaneser: Sehr nah verwandt, charmant und anpassungsfähig, meist etwas robuster im Alltag und in vielen Fellfarben zu finden.
Bologneser: Ähnlicher Typ, oft ruhiger und besonnener. Gute Wahl, wenn Sie weniger Temperament und mehr Gelassenheit möchten.
Maltipoo: Mischung aus Malteser und Pudel, oft verspielt und menschenbezogen. Pflege und Fell können je nach Hund stark variieren.
Bichon Frisé: Fröhlicher, robuster Begleiter mit lockigem Fell und regelmäßigem Pflegebedarf. Passt, wenn Sie einen gut gelaunten Familienhund suchen.
Bolonka Zwetna: Meist unkompliziert und kompakt, oft als angenehmer Wohnungshund beschrieben. Sinnvoll, wenn Sie einen kleinen Alltagsbegleiter möchten.
Coton de Tuléar: Weiches Fell, sanftes Wesen und häufig sehr menschenbezogen. Gute Alternative, wenn Sie den „Kuschelhund Typ“ lieben.
Shih Tzu: Kleiner Begleithund mit langem Fell, im Alltag oft gemütlicher und weniger fordernd, dafür mit konsequenter Fellpflege.
Über den Autor
Daniel Moser
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