Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung ver­glei­chen: Kos­ten, OP, Krank­heit & Kli­nik

GOT-Erstat­tung, War­te­zei­ten, Nach­sor­ge und Limits in 2 Minu­ten ein­ord­nen.

Junge Frau berührt liebevoll die Nüstern eines braunen Pferdes auf der Weide – Symbolbild für Vertrauen, Fürsorge und Tiergesundheit.

Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung: Wel­che Kos­ten wer­den über­nom­men und wor­auf kommt es an?

Tier­arzt- und Kli­nik­rech­nun­gen beim Pferd kön­nen schnell sehr hoch wer­den, beson­ders bei Not­fäl­len wie einer Kolik. Allein eine Kolik- oder Grif­fel­bein-OP kann sich rasch auf 5.000 bis über 10.000 Euro sum­mie­ren. Genau des­halb ist die Kern­fra­ge nicht, ob eine Pfer­de­ver­si­che­rung „viel ver­spricht“, son­dern ob Ihr Tarif die teu­ren Pra­xis­fäl­le sau­ber abdeckt: OP, Dia­gnos­tik, sta­tio­nä­re Behand­lung, Medi­ka­men­te sowie Vor- und Nach­be­hand­lung.

Wich­tig ist dabei vor allem der Blick auf die GOT-Erstat­tung. Tier­ärz­te rech­nen nach der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te ab, im Not­dienst kom­men beson­de­re Regeln und zusätz­li­che Gebüh­ren dazu. Vie­le Tari­fe leis­ten nur bis zu einem bestimm­ten GOT-Satz, häu­fig bis zum 2‑fachen Satz, wäh­rend eini­ge Anbie­ter im Not­fall auch höhe­re Sät­ze abbil­den. Wenn Ihr Tarif nied­ri­ger erstat­tet als die Kli­nik abrech­net, zah­len Sie die Dif­fe­renz selbst, oft genau im teu­ers­ten Moment. Im nächs­ten Schritt zei­gen wir des­halb ver­ständ­lich, wie sich OP-Schutz und „Voll­schutz“ unter­schei­den, wel­che War­te­zei­ten typisch sind (Kolik teils deut­lich kür­zer) und wel­che Limits Sie vor dem Abschluss unbe­dingt prü­fen soll­ten.

Inhalts­ver­zeich­nis

Wei­te­re Absi­che­run­gen, die Pfer­de­hal­ter häu­fig zusätz­lich brau­chen

Wei­te­re Absi­che­run­gen für Ihr Pferd

Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung deckt Tier­arzt- und Behand­lungs­kos­ten ab. Zwei wei­te­re Poli­cen sind für vie­le Pfer­de­hal­ter min­des­tens genau­so rele­vant: die Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung für gro­ße Ein­mal­ri­si­ken wie Kolik oder Chip-OPs und die Pfer­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung für Schä­den an Drit­ten. Bei­de The­men wer­den oft unter­schätzt, bis der ers­te ech­te Scha­dens­fall ein­tritt.

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Das Wich­tigs­te im Über­blick

Ori­en­tie­rung vor dem Tarif­ver­gleich

Was leis­tet eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung und wann lohnt sie sich?

Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung kann je nach Tarif OP-Kos­ten, Behand­lun­gen bei Krank­heit und Ver­let­zun­gen sowie Kli­nik­auf­ent­hal­te abfe­dern. In der Pra­xis unter­schei­den sich Tari­fe weni­ger durch gro­ße Wer­be­ver­spre­chen, son­dern durch Details wie GOT-Erstat­tung, War­te­zei­ten (zum Bei­spiel bei Kolik), Nach­be­hand­lungs­zeit­räu­me, Selbst­be­tei­li­gung und Jah­res­li­mits. Die Tabs geben Ihnen eine kla­re Ori­en­tie­rung, ob für Ihr Pferd eher ein rei­ner Tier OP-Schutz reicht oder ob ein Kran­ken­voll­schutz sinn­voll ist und wor­auf Sie beim Ver­gleich ach­ten soll­ten.

Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung erstat­tet Kos­ten, wenn Ihr Pferd tier­ärzt­lich behan­delt wer­den muss. Abge­rech­net wird in der Regel nach Rech­nung, die Leis­tung rich­tet sich nach den Bedin­gun­gen Ihres Tarifs. Rele­vant sind dabei vor allem die erstat­tungs­fä­hi­gen Kos­ten­ar­ten (Behand­lung, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, Kli­nik), die Erstat­tung nach GOT sowie Gren­zen wie Selbst­be­tei­li­gung und Höchst­leis­tun­gen. Fast immer gibt es War­te­zei­ten, außer­dem kann es je nach Anbie­ter Gesund­heits­fra­gen geben und bereits bekann­te Vor­er­kran­kun­gen kön­nen aus­ge­schlos­sen sein.

Pra­xis-Check:

  • Wel­che Kos­ten­ar­ten sind aus­drück­lich ver­si­chert?

  • Wie hoch ist die GOT-Erstat­tung im All­tag und im Not­dienst?

  • Gibt es Jah­res­li­mits oder Sub­li­mits (z. B. für Dia­gnos­tik)?

  • Wie lan­ge gel­ten Vor- und Nach­be­hand­lung bei OPs?

  • Wel­che War­te­zei­ten gel­ten für Kolik, Chips/OCD und Krank­heit?

Der Unter­schied ist ein­fach: Eine OP-Ver­si­che­rung schützt vor gro­ßen Ein­mal­rech­nun­gen rund um Ein­grif­fe, ein Voll­schutz kann dar­über hin­aus lau­fen­de Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik und Medi­ka­men­te abde­cken. Die Tabel­le passt sehr gut in die­sen Tab, weil Nut­zer das The­ma sofort ver­ste­hen. Wich­tig ist nur, dass die OP-Spal­te nicht „zu hart“ mit Ja/Nein arbei­tet, son­dern dort, wo es üblich ist, klar macht: „oft nur im Zusam­men­hang mit einer OP“.

Merk­mal Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung (Voll­schutz)
Deckung chir­ur­gi­scher Ein­grif­fe
Nar­ko­se & Kli­nik­auf­ent­halt
Ambu­lan­te Behand­lun­gen
Sta­tio­nä­re Heil­be­hand­lun­gen
Vor­sor­ge (Imp­fun­gen, Wurm­kur) ✅ (abhän­gig vom Tarif)
Dia­gnos­tik (z. B. MRT, Rönt­gen)
Medi­ka­men­te
Alter­na­ti­ve The­ra­pien (IRAP, PRP) ✅ (abhän­gig vom Tarif)

Wenn Sie das gro­ße OP-Risi­ko absi­chern wol­len, reicht oft eine gute OP-Poli­ce, für wie­der­keh­ren­de Tier­arzt­kos­ten ist Voll­schutz die pas­sen­de­re Lösung.

Vie­le Tari­fe wir­ken auf den ers­ten Blick ähn­lich, unter­schei­den sich dann aber bei Leis­tungs­gren­zen. Häu­fig sind Zeit­fens­ter rund um OPs (Vor- und Nach­be­hand­lung), Tages­pau­scha­len für Kli­nik­un­ter­brin­gung oder Begren­zun­gen bei Dia­gnos­tik und The­ra­pien. Auch der GOT-Rah­men ist ein typi­scher Knack­punkt, weil im Not­dienst zusätz­li­che Gebüh­ren und höhe­re Sät­ze mög­lich sind. Beim Voll­schutz lohnt der Blick dar­auf, ob kon­ser­va­ti­ve Behand­lun­gen (ohne OP) wirk­lich drin sind und wie hoch mög­li­che Limits pro Jahr aus­fal­len.

Pra­xis-Check:

  • Gibt es ein Jah­res­li­mit oder hohe Höchst­gren­zen?

  • Wie lan­ge ist Nach­be­hand­lung nach OP ver­si­chert (z. B. 10 bis 15 Tage)?

  • Sind Kli­nik­un­ter­brin­gung, Dia­gnos­tik und Medi­ka­men­te klar gere­gelt?

  • Wie ist Zahn­the­ma abge­deckt (Behand­lung vs. Extrak­ti­on)?

  • Wer­den alter­na­ti­ve The­ra­pien nur begrenzt erstat­tet?

Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung lohnt sich vor allem dann, wenn Sie hohe Ein­mal­ri­si­ken oder regel­mä­ßi­ge Behand­lungs­kos­ten plan­bar machen möch­ten. Das gilt beson­ders bei Not­fäl­len, weil Kli­nik, Dia­gnos­tik, OP und Nach­sor­ge schnell in den fünf­stel­li­gen Bereich gehen kön­nen. Zusätz­lich kann die GOT im Not­dienst teu­rer aus­fal­len, und es gibt eine fes­te Not­dienst­ge­bühr. Wer spät abschließt, ris­kiert häu­fi­ger Aus­schlüs­se wegen Vor­er­kran­kun­gen. Wer sehr früh abschließt, hat meist die bes­te Chan­ce, einen Tarif ohne Leis­tungs­lü­cken zu bekom­men.

Typi­sche Situa­tio­nen:

  • Kolik mit Kli­nik und mög­li­cher OP

  • Lahm­heit mit Bild­ge­bung und Ver­laufs­kon­trol­len

  • Wie­der­keh­ren­de Pro­ble­me (Haut, Atem­we­ge, Stoff­wech­sel)

  • Zahn­be­hand­lun­gen, die sich über Ter­mi­ne zie­hen

  • Not­fäl­le am Wochen­en­de oder nachts (Not­dienst)

Ein sinn­vol­ler Ver­gleich setzt bei den Punk­ten an, die im Leis­tungs­fall wirk­lich zäh­len. Star­ten Sie nicht mit dem Bei­trag, son­dern mit dem Schutz­pro­fil: OP-only oder Voll­schutz, gewünsch­te GOT-Erstat­tung, War­te­zei­ten und Limits. Ach­ten Sie bei Kolik auf die kon­kre­te Son­der­re­ge­lung, weil eini­ge Tari­fe hier deut­lich kür­ze­re War­te­zei­ten haben als bei ande­ren OPs. Prü­fen Sie auch, ob und wie Chips/OCD gere­gelt sind, weil dafür oft län­ge­re Son­der­war­te­zei­ten gel­ten. Danach erst macht Preis­ver­gleich Sinn, weil Sie dann Tari­fe ver­glei­chen, die wirk­lich das glei­che leis­ten.

Ver­gleichs-Check­lis­te:

  • GOT-Erstat­tung (All­tag vs. Not­dienst)

  • War­te­zei­ten (Kolik, Unfall, Chips/OCD, Krank­heit)

  • Nach­be­hand­lung und Kli­nik­un­ter­brin­gung

  • Jah­res­li­mit und Sub­li­mits (Dia­gnos­tik, Vor­sor­ge, The­ra­pien)

  • Selbst­be­tei­li­gung und Aus­schlüs­se

Wenn Sie schon wis­sen, ob Sie OP-Schutz oder Voll­schutz möch­ten, kön­nen Sie im nächs­ten Schritt Tari­fe mit iden­ti­schen Eck­da­ten ver­glei­chen. So sehen Sie schnell, wel­cher Schutz zu Ihrem Pferd passt, ohne dass wich­ti­ge Punk­te wie GOT, War­te­zei­ten oder Nach­be­hand­lung unter­ge­hen.

Die­se Leis­tun­gen ent­schei­den im Ernst­fall

Was deckt eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung kon­kret ab?

Bei der Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung steckt die Wahr­heit sel­ten in einer gro­ßen Über­schrift, son­dern in den Leis­tungs­de­tails. Man­che Tari­fe sind im Kern ein OP-Schutz, ande­re über­neh­men zusätz­lich Behand­lun­gen bei Krank­heit und Ver­let­zung, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und Kli­nik­auf­ent­hal­te. Ob sich das für Ihr Pferd lohnt, hängt vor allem davon ab, wel­che Kos­ten­ri­si­ken Sie rea­lis­tisch absi­chern möch­ten und wie Ihr All­tag aus­sieht.

Damit Sie nicht „nach Gefühl“ ent­schei­den, lohnt ein Blick auf die typi­schen Leis­tungs­bau­stei­ne und die Punk­te, die spä­ter über die Erstat­tung ent­schei­den, zum Bei­spiel der GOT-Rah­men, Not­dienst­kos­ten, War­te­zei­ten, Selbst­be­tei­li­gung und kon­kre­te Limits.

Eine gute Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung kann deut­lich mehr abfe­dern als die OP-Rech­nung selbst. Im Kran­ken­voll­schutz sind je nach Tarif häu­fig ambu­lan­te Behand­lun­gen (zum Bei­spiel bei Lahm­heit, Haut­pro­ble­men oder Atem­we­gen), sta­tio­nä­re Heil­be­hand­lun­gen in der Kli­nik sowie die dazu­ge­hö­ri­ge Dia­gnos­tik und Medi­ka­ti­on mit ein­ge­schlos­sen. Bei OP-Tari­fen liegt der Schwer­punkt dage­gen auf chir­ur­gi­schen Ein­grif­fen unter Nar­ko­se samt typi­scher Vor- und Nach­be­hand­lung. Wie lang die­se Zeit­räu­me gel­ten, ist nicht ein­heit­lich. Man­che Bedin­gungs­wer­ke defi­nie­ren kon­kre­te Fens­ter, etwa weni­ge Unter­su­chungs­ta­ge vor der OP und eine begrenz­te Anzahl an Tagen nach der OP.

Beson­ders rele­vant ist die Fra­ge, wel­che „Kos­ten­ar­ten“ wirk­lich erstat­tungs­fä­hig sind. In der Pra­xis geht es neben der Behand­lung selbst häu­fig um bild­ge­ben­de Dia­gnos­tik (Rönt­gen, Ultra­schall, Labor, teils auch CT/MRT), Medi­ka­men­te und Ver­bands­ma­te­ri­al, Kli­nik­un­ter­brin­gung sowie Nach­sor­ge. Je nach Tarif kön­nen auch rege­ne­ra­ti­ve Ver­fah­ren wie IRAP/PRP oder Stamm­zell­the­ra­pie ent­hal­ten sein, dann meist mit kla­ren Höchst­be­trä­gen pro Jahr oder pro Fall.

Ein zen­tra­ler Prüf­punkt ist die Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te (GOT). Die GOT gibt im Regel­fall einen Gebüh­ren­rah­men vor, der je nach Umstän­den gestei­gert wer­den kann. Im Not­dienst kom­men zusätz­li­che Regeln dazu: Leis­tun­gen müs­sen dort min­des­tens zum 2‑fachen Satz abge­rech­net wer­den und kön­nen bis zum 4‑fachen Satz rei­chen. Zusätz­lich fällt eine Not­dienst­ge­bühr an, die in der GOT gere­gelt ist (50 Euro pro Behand­lungs­fall). Genau des­halb soll­te Ihr Tarif Not­dienst­rea­li­tä­ten abbil­den, sonst ent­ste­hen trotz Ver­si­che­rung spür­ba­re Eigen­an­tei­le.

Eben­so wich­tig sind die typi­schen Gren­zen und Aus­schlüs­se. Fast immer gilt: Vor­er­kran­kun­gen vor Ver­trags­be­ginn sind nicht ver­si­cher­bar, und vie­le Tari­fe arbei­ten mit War­te­zei­ten oder beson­de­ren War­te­zei­ten für bestimm­te The­men. Häu­fig sind auch Posi­tio­nen wie spe­zi­el­les Futter/Zubehör, Zeit­ge­büh­ren oder Fahrt­kos­ten nicht oder nur ein­ge­schränkt erstat­tungs­fä­hig. Das ist kein „Klein­ge­druck­tes Detail“, son­dern kann im All­tag den Unter­schied machen, ob eine Rech­nung fast kom­plett erstat­tet wird oder nicht.

Für die Nut­zung im All­tag zählt am Ende auch die orga­ni­sa­to­ri­sche Sei­te. In vie­len Tari­fen ist die Wahl von Tier­arzt und Tier­kli­nik grund­sätz­lich frei, teils sogar mit zeit­lich begrenz­tem Aus­lands­schutz. Trotz­dem lohnt sich der Blick in die Bedin­gun­gen, ob es Ein­schrän­kun­gen gibt und wie lan­ge Aus­lands­auf­ent­hal­te abge­deckt sind.

Wenn Sie die­se Punk­te sau­ber prü­fen, wird der Ver­gleich deut­lich ein­fa­cher: Nicht „wer klingt gut“, son­dern wel­cher Tarif Ihre ech­ten Kos­ten­trei­ber abdeckt, mit pas­sen­den GOT-Gren­zen, sinn­vol­len Limits und nach­voll­zieh­ba­ren Regeln für Nach­be­hand­lung, Dia­gnos­tik und Kli­nik.

Die Leis­tun­gen der Anbie­ter im direk­ten Ver­gleich, trans­pa­rent und nach­voll­zieh­bar

Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung im Ver­gleich: So fin­den Sie den pas­sen­den Schutz

Bei der Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung sind die Unter­schie­de zwi­schen den Tari­fen oft grö­ßer, als es auf den ers­ten Blick wirkt. Nicht nur der Bei­trag, son­dern vor allem War­te­zei­ten, GOT-Erstat­tung, Limits, Selbst­be­tei­li­gung und der kon­kre­te Leis­tungs­um­fang ent­schei­den dar­über, ob eine Rech­nung spä­ter wirk­lich „durch­läuft“ oder ob Sie einen rele­van­ten Teil selbst tra­gen.

Ein Ver­gleich lohnt sich des­halb beson­ders dann, wenn Sie OP-Schutz und Voll­schutz sau­ber von­ein­an­der tren­nen möch­ten und gleich­zei­tig Klar­heit brau­chen, wie Dia­gnos­tik, Kli­nik­auf­ent­halt, Nach­be­hand­lung und Vor­sor­ge im jewei­li­gen Tarif gere­gelt sind. Genau die­se Punk­te sind in der Pra­xis häu­fi­ger aus­schlag­ge­bend als ein hoher Wer­be-Pro­zent­satz.

Wer nach Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung Ver­gleich sucht, möch­te meist nicht nur irgend­ei­nen Tarif, son­dern einen Schutz, der zu den ech­ten Kos­ten­ri­si­ken passt. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel Not­fäl­le mit Kli­nik­auf­ent­halt, umfang­rei­che Dia­gnos­tik bei Lahm­heit, wie­der­keh­ren­de Behand­lun­gen und, je nach Pferd, auch The­men wie Zäh­ne, Haut, Atem­we­ge oder Stoff­wech­sel. Der Knack­punkt ist: Vie­le Tari­fe decken ähn­li­che Bau­stei­ne ab, aber mit sehr unter­schied­li­chen Gren­zen, Zeit­fens­tern und Erstat­tungs­lo­gi­ken.

Beson­ders wich­tig ist die Tren­nung zwi­schen „Leis­tung ist grund­sätz­lich ent­hal­ten“ und „Leis­tung ist ent­hal­ten, aber nur unter Bedin­gun­gen“. Typi­sche Bei­spie­le sind Nach­be­hand­lung nach OP, bild­ge­ben­de Dia­gnos­tik oder alter­na­ti­ve The­ra­pien. Auch War­te­zei­ten wer­den häu­fig falsch ein­ge­schätzt, weil ein­zel­ne Leis­tungs­be­rei­che (z. B. Kolik oder Gelenkchips/OCD) in man­chen Tari­fen eige­ne Regeln haben. Wenn Sie die­se Details vor­ab ein­ord­nen, ver­mei­den Sie spä­ter Über­ra­schun­gen im Leis­tungs­fall.

Damit Sie nicht Äpfel mit Bir­nen ver­glei­chen, soll­ten Sie zuerst Ihr Ziel defi­nie­ren: Reicht ein OP-Schutz als Absi­che­rung gegen gro­ße Ein­mal­rech­nun­gen oder soll ein Voll­schutz auch lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten und Dia­gnos­tik abde­cken? Danach wird ein Ver­gleich schnell klar und die Aus­wahl nach­voll­zieh­bar.

Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung Ver­gleich: Alli­anz, GHV und Uelz­e­ner

Die­se Kri­te­ri­en soll­ten Sie im Ver­gleich immer prü­fen

  • Leis­tungs­um­fang: OP, ambu­lan­te Behand­lun­gen, sta­tio­nä­re Heil­be­hand­lung, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, Vor­sor­ge

  • Erstat­tung und Gren­zen: Erstat­tungs­satz (z. B. 80 % oder 100 %), Jah­res­höchst­gren­zen, Sub­li­mits (z. B. Dia­gnos­tik, alter­na­ti­ve Ver­fah­ren)

  • GOT-Erstat­tung: bis zu wel­chem Satz erstat­tet wird und wie Not­dienst­si­tua­tio­nen abge­bil­det sind

  • War­te­zei­ten: all­ge­mein, sowie mög­li­che Son­der­re­geln für Kolik, Unfall oder Gelenk-/Chip-The­men

  • Selbst­be­tei­li­gung: fix oder pro­zen­tu­al, und ob sie pro Fall oder pro Jahr wirkt

  • Aus­schlüs­se: ins­be­son­de­re Vor­er­kran­kun­gen und tarif­li­che Aus­schluss­lis­ten

Die fol­gen­de Über­sicht zeigt die wich­tigs­ten Unter­schie­de der Anbie­ter auf einen Blick. Sie ist als Ori­en­tie­rung gedacht. Maß­geb­lich sind am Ende immer die kon­kre­ten Tarif­be­din­gun­gen und Ihr gewähl­ter Tarif­stand.

Leis­tung Alli­anz Smart Alli­anz Kom­fort GHV Uelz­e­ner
War­te­zeit ab Ver­trags­be­ginn Unfall: kei­ne
Kolik: 7 Tage
Krank­hei­ten & Gelenk Chip OP: 3 Mona­te
Unfall & Vor­sor­ge: kei­ne
Kolik: 7 Tage
Krank­hei­ten: 1 Monat
Labor­kos­ten: 6 Mona­te
Gelenk Chip OP: 12 Mona­te
Ver­zicht: bei naht­lo­sem Wech­sel mög­lich
Kolik & Unfäl­le: 5 Tage
Krank­hei­ten: 2 Mona­te
12 Mona­te: bestimm­te Dia­gno­sen
Ver­zicht: bei naht­lo­sem Wech­sel mög­lich
Ver­si­cher­ba­re Pfer­de Ab 8 Wochen
Kei­ne akti­ven Renn­pfer­de
Kei­ne bestimm­ten Krank­hei­ten
Ab 9 Wochen bis 16 Jah­re
Chip oder Lebens­num­mer erfor­der­lich
Kei­ne OP in letz­ten 12 Mona­ten
Nur pri­va­te Pfer­de
Ab dem ers­ten Lebens­tag
Jah­res­höchst­gren­ze 15.000 € OP, 5.000 € ambu­lant Kei­ne OP, 5.000 € ambu­lant 50.000 € gesamt, 15.000 € für Augen 15.000 €, 25.000 €, 50.000 € gesamt
GOT-Satz bis 2‑fach bis 2‑fach bis 2‑fach, im Not­fall 4‑fach unab­hän­gig vom GOT-Satz
Vor­sor­ge 100 € / Jahr 100 € / Jahr 100 € / Jahr 500 € / Jahr
Zäh­ne ras­peln In Vor­sor­ge­pau­scha­le ent­hal­ten Ein­ge­schlos­sen bei medi­zi­ni­scher Not­wen­dig­keit In Vor­sor­ge­pau­scha­le ent­hal­ten
Ver­si­cher­te Ope­ra­tio­nen Alle not­wen­di­gen OPs
Aus­nah­me: z. B. Kop­per, Wir­bel­säu­le, Kas­tra­ti­on
Nur gelis­te­te OPs
Aus­ge­schlos­sen: Kop­per, ECVM, Gau­men­se­gel
Alle OPs nach War­te­zeit
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren
max. 2.000 € / Jahr
Tier­kli­nik nach OP 10 Tage ohne Limit 15 Tage ohne Limit 15 Tage, max. 35 €/Tag unbe­grenzt
Gelenk Chip OP
bis 1.500 €

ohne Limit

max. 1.500 € am OP-Tag
Rege­ne­ra­ti­ve The­ra­pien
1.500 € / Jahr

2.500 € / Jahr

1.500 € / Jahr
Nur wenn Reha-Bau­stein ent­hal­ten ist
Aus­lands­schutz
EU, CH, NO bis 12 Mona­te

Welt­weit inkl. geplan­te OP
Alter­na­ti­ve Metho­den ✅ Aku­punk­tur, Homöo­pa­thie
aus­ge­nom­men: manu­el­le The­ra­pie, Bio­re­so­nanz
✅ z. B. Laser, Blut­egel, Homöo­pa­thie (300 €)
Phy­sio­the­ra­pie (300 €)
❌ Nur über Reha-Bau­stein
max. 3.000 €, 20 % Selbst­be­tei­li­gung
Sons­ti­ge Leis­tun­gen Bei­trag ab 3. LJ +3 %
Tele­the­ra­pie über OP
Not­fall­ge­bühr 50 €
Strah­len­the­ra­pie: 1.500 €/2.500 €
Bei­trag ab 16. LJ +3 %
Chip­kos­ten: 30 €
Labor­kos­ten: 400 €
Tele­be­ra­tung über Vor­sor­ge
Not­dienst­ge­bühr: 50 €
Bei­trags­dy­na­mik: +5 %
War­te­zeit für spe­zi­el­le OPs: 1 Jahr
Bei­trag berech­nen & online bean­tra­gen ➤ Alli­anz anfra­gen ➤ GHV berech­nen ➤ Uelz­e­ner berech­nen

Nut­zen Sie die Tabel­le am bes­ten wie eine Check­lis­te: Mar­kie­ren Sie zuerst die Punk­te, die für Ihr Pferd wirk­lich gesetzt sind. Das sind oft Din­ge wie eine hohe GOT-Erstat­tung, kur­ze War­te­zei­ten bei Kolik, kla­re Regeln zur Nach­be­hand­lung und ein Jah­res­li­mit, das auch bei teu­rer Dia­gnos­tik oder Kli­nik­auf­ent­halt nicht sofort „auf­ge­braucht“ ist. Erst wenn die­se Punk­te ste­hen, lohnt sich der Preis­ver­gleich, weil Sie dann Tari­fe gegen­über­stel­len, die ein ähn­li­ches Risi­ko abde­cken.

Wich­tig ist dabei: Nicht jeder Tarif ist auf brei­ten Schutz aus­ge­legt. Man­che Kon­zep­te sind bewusst güns­ti­ger kal­ku­liert, grei­fen dafür bei Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­ten oder The­ra­pien deut­lich enger. Das kann pas­sen, wenn Sie genau die­sen begrenz­ten Grund­schutz möch­ten. Wenn Sie dage­gen einen ech­ten Rund­um­schutz erwar­ten, soll­ten Aus­schlüs­se und Limits kon­se­quent gegen­ge­prüft wer­den.

Ein gutes Bei­spiel dafür ist AGRIA. AGRIA bie­tet in der Pfer­de-Kran­ken­voll­ver­si­che­rung zwei Vari­an­ten an: Grund­schutz und Pre­mi­um. Der Tarif arbei­tet mit 80 % Erstat­tung und ver­zich­tet laut Pro­dukt­dar­stel­lung auf eine Begren­zung auf den GOT-Satz. Für Kolik und Unfäl­le gilt eine Son­der­re­gel bei der War­te­zeit, für Krank­hei­ten gibt es grund­sätz­lich eine War­te­zeit.

Wich­ti­ge Ein­schrän­kun­gen, die Sie bei AGRIA ken­nen soll­ten (Stand: 06/2025):

  • Grund­schutz: Tier­arzt­kos­ten bis zur gewähl­ten Ver­si­che­rungs­sum­me von 5.000 € pro Jahr. Gleich­zei­tig sind zen­tra­le Bau­stei­ne nicht ver­si­chert, dar­un­ter Reha­bi­li­ta­ti­on, CT/MRT/Szintigraphie, diver­se alter­na­ti­ve Behand­lun­gen sowie medi­zi­ni­sche Tier­nah­rung und Nah­rungs­er­gän­zung. Auf­fäl­lig ist auch, dass laut Pro­dukt­blatt selbst ver­schrei­bungs- oder apo­the­ken­pflich­ti­ge Medi­ka­men­te, die vom Tier­arzt abge­ge­ben oder ver­ord­net wer­den, aus­ge­schlos­sen sind. Dazu kommt eine fes­te und varia­ble Selbst­be­tei­li­gung.

  • Pre­mi­um: Hier sind höhe­re Jah­res­sum­men mög­lich, typi­scher­wei­se 10.000 € oder 20.000 €. Der Schutz ist brei­ter als im Grund­schutz, trotz­dem blei­ben kla­re Gren­zen. Im Bedin­gungs­werk fin­den sich unter ande­rem Begren­zun­gen bei Zahn­frak­tu­ren (mit Ober­gren­ze pro Jahr) sowie Aus­schlüs­se für Leis­tun­gen ohne medi­zi­ni­sche Not­wen­dig­keit. Im Pro­dukt­blatt sind zudem Aus­schlüs­se bei Prä­ven­ti­on, Akupunktur/Homöopathie und nicht ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln genannt.

AGRIA kann je nach Ziel sinn­voll sein, ver­langt aber eine bewuss­te Ent­schei­dung für das jewei­li­ge Leis­tungs­pro­fil. Wer eine mög­lichst brei­te Absi­che­rung sucht, soll­te nach der Tabel­le gezielt prü­fen, ob die eige­nen Muss-Kri­te­ri­en (Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, Nach­be­hand­lung, Jah­res­li­mit) wirk­lich ohne har­te Ein­schrän­kun­gen abge­deckt sind.

Wei­ter­füh­ren­de The­men, die Pfer­de­hal­ter ken­nen soll­ten

Wei­te­re wich­ti­ge Ver­si­che­run­gen und Fak­ten rund um Ihr Pferd

Die Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung ist ein wich­ti­ger Bau­stein, aber in der Pra­xis hängt die finan­zi­el­le Sicher­heit oft an wei­te­ren Punk­ten: Haf­tungs­schä­den durch das Pferd, teu­re OP-Risi­ken und die Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te (GOT), nach der Tier­ärz­te abrech­nen. Die fol­gen­den The­men hel­fen Ihnen, typi­sche Kos­ten­fal­len bes­ser ein­zu­ord­nen und die pas­sen­de Absi­che­rung gezielt zu ergän­zen.

Frau steht an einem Pferdegehege und legt Stirn an den Kopf eines braunen Pferdes – Symbolbild für Nähe, Verantwortung und Haftung.
Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht

Wenn Ihr Pferd Per­so­nen ver­letzt oder Sachen beschä­digt, haf­ten Sie als Hal­ter oft in vol­ler Höhe. Die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht fängt die­se Kos­ten ab, im All­tag, auf der Wei­de, im Stall und unter­wegs. Hier sehen Sie, wel­che Bau­stei­ne für Reit­be­tei­li­gung, Fremd­rei­ter und Miet­sach­schä­den wich­tig sind.

Frau umarmt ihr braunes Pferd in sonnigem Außenbereich, beide wirken entspannt – Symbolbild für emotionale Bindung und OP-Vorsorge.
Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung

Eine OP in der Kli­nik kann schnell sehr teu­er wer­den, zum Bei­spiel bei Kolik, Chip oder schwe­ren Ver­let­zun­gen. Die Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung über­nimmt je nach Tarif Ein­griff, Nar­ko­se und Kli­nik, oft auch Vor- und Nach­be­hand­lung im fest­ge­leg­ten Zeit­raum. Hier erfah­ren Sie, wor­auf Sie bei GOT, War­te­zei­ten und Limits ach­ten soll­ten.

Frau geht mit ihrem Hund an der Leine in eine Tierarztpraxis – Symbolbild für Tierarztbesuche und die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT).
Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te

Tier­ärz­te rech­nen nach der GOT ab, im Not­dienst gel­ten häu­fig ande­re Sät­ze und zusätz­li­che Gebüh­ren. Das beein­flusst, wie hoch Rech­nun­gen aus­fal­len und wie viel Ihre Ver­si­che­rung am Ende erstat­tet. Hier ler­nen Sie, wie Sie GOT, Not­dienst und Erstat­tung im Tarif rich­tig ein­ord­nen und typi­sche Lücken ver­mei­den.

Von Rou­ti­ne­be­hand­lung bis Not­fall-OP: Was wirk­lich ver­si­chert ist

Wel­che Kos­ten deckt eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung und wann greift sie?

Tier­arzt­kos­ten beim Pferd kön­nen schnell hoch wer­den, vor allem wenn Dia­gnos­tik, Kli­nik­auf­ent­halt oder eine OP dazu­kom­men. Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung kann die­se Aus­ga­ben abfe­dern, aber nicht jede Poli­ce deckt auto­ma­tisch alles ab. Ent­schei­dend ist, ob Sie einen rei­nen OP-Schutz wäh­len oder einen Tarif, der auch ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Behand­lun­gen ein­schließt. Wer die typi­schen Leis­tungs­bau­stei­ne kennt, erkennt schnel­ler, wel­che Kos­ten im All­tag rea­lis­tisch erstat­tet wer­den und ab wann der Schutz tat­säch­lich greift.

Ob die Tier­kran­ken­ver­si­che­rung für Pfer­de zahlt, hängt zuerst vom Zeit­punkt ab. In vie­len Tari­fen star­tet der Schutz nicht sofort für jeden Leis­tungs­be­reich, son­dern nach War­te­zei­ten. Bei eini­gen Anbie­tern sind unfall­be­ding­te Ein­grif­fe sofort oder sehr schnell ver­si­chert, Kolik-OPs haben teils kur­ze Son­der­war­te­zei­ten von weni­gen Tagen, für Krank­hei­ten gilt häu­fig eine län­ge­re War­te­zeit. Das ist wich­tig, weil Kolik und Unfall in der Pra­xis genau die Fäl­le sind, bei denen schnell hohe Rech­nun­gen ent­ste­hen.

Wel­che Kos­ten­ar­ten abge­deckt sind, hängt stark davon ab, ob Sie OP-Tarif oder Voll­schutz haben. OP-Tari­fe kon­zen­trie­ren sich auf chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe inklu­si­ve Nar­ko­se und Kli­nik, je nach Bedin­gun­gen auch Vor- und Nach­be­hand­lung im defi­nier­ten Zeit­raum. Voll­schutz-Tari­fe kön­nen zusätz­lich ambu­lan­te Behand­lun­gen, sta­tio­nä­re Heil­be­hand­lun­gen, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und teil­wei­se Vor­sor­ge­leis­tun­gen ein­schlie­ßen. Ach­ten Sie dabei weni­ger auf Über­schrif­ten, son­dern dar­auf, ob Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und Kli­nik­un­ter­brin­gung aus­drück­lich gere­gelt sind und ob es Limits pro Jahr oder pro Leis­tungs­be­reich gibt.

Ein Punkt, den vie­le erst im Ernst­fall mer­ken, ist die Abrech­nung nach GOT und die Not­dienst­lo­gik. Im tier­ärzt­li­chen Not­dienst fällt eine Not­dienst­ge­bühr von 50 Euro an. Zusätz­lich müs­sen Leis­tun­gen min­des­tens zum zwei­fa­chen Satz berech­net wer­den und dür­fen bis zum vier­fa­chen Satz stei­gen. Wenn Ihr Tarif den höhe­ren Rah­men nicht mit­geht, bleibt trotz Ver­si­che­rung ein spür­ba­rer Eigen­an­teil, gera­de bei Wochen­en­den, nachts oder in der Kli­nik.

Wich­tig ist auch, was nicht oder nur ein­ge­schränkt ver­si­chert ist. Vor­er­kran­kun­gen vor Ver­trags­be­ginn sind in der Regel nicht abge­deckt, teils gibt es Aus­schlüs­se für bestimm­te Dia­gnos­tik oder The­ra­pien oder nur begrenz­te Bud­gets für alter­na­ti­ve Ver­fah­ren. Bei man­chen Tari­fen sind Leis­tun­gen nur erstat­tungs­fä­hig, wenn eine medi­zi­ni­sche Not­wen­dig­keit klar begrün­det ist. Des­halb lohnt sich ein kur­zer Rea­li­täts­check: Wel­che Kos­ten ent­ste­hen bei Ihrem Pferd am ehes­ten, eher OP-Risi­ko, eher wie­der­keh­ren­de Dia­gnos­tik, eher Medi­ka­men­te und Ver­laufs­kon­trol­len, und passt der Tarif genau dazu.

War­um sich eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung für vie­le Hal­ter rech­net

Wann und für wen ist eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung sinn­voll?

Ob sich eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung lohnt, hängt sel­ten an einer ein­zi­gen Zahl. Ent­schei­dend ist, wie schnell Sie hohe Tier­arzt­kos­ten aus eige­ner Tasche stem­men kön­nen und wie wich­tig Ihnen eine freie Ent­schei­dung für Dia­gnos­tik, Kli­nik und The­ra­pie im Ernst­fall ist. Gera­de beim Pferd ent­ste­hen hohe Rech­nun­gen nicht nur durch OPs, son­dern auch durch Dia­gnos­tik, sta­tio­nä­re Behand­lun­gen und Not­dienst­si­tua­tio­nen. Wer das sau­ber absi­chern will, soll­te weni­ger nach „bes­tem Tarif“ suchen, son­dern nach einem Schutz, der zur Nut­zung Ihres Pfer­des, zum Gesund­heits­zu­stand und zu Ihrem finan­zi­el­len Spiel­raum passt.

Sinn­voll ist eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung vor allem dann, wenn Sie das Kos­ten­ri­si­ko plan­bar machen möch­ten. Das betrifft nicht nur sel­te­ne Extrem­fäl­le, son­dern auch typi­sche Ver­läu­fe: wie­der­keh­ren­de Lahm­hei­ten, auf­wen­di­ge Bild­ge­bung, län­ge­re Kli­nik­auf­ent­hal­te oder Medi­ka­men­te über Wochen. Je inten­si­ver das Pferd genutzt wird, des­to wahr­schein­li­cher wer­den genau die­se Kos­ten­punk­te. Wer regel­mä­ßig trai­niert, Tur­nie­re fährt oder ein Pferd mit höhe­rem Ver­let­zungs­ri­si­ko hält, pro­fi­tiert häu­fig beson­ders von einem brei­te­ren Schutz.

Ein wich­ti­ger Trei­ber sind Not­fäl­le außer­halb der Sprech­zei­ten. Im tier­ärzt­li­chen Not­dienst wer­den die Gebüh­ren­sät­ze min­des­tens ver­dop­pelt und kön­nen bis zum vier­fa­chen Satz stei­gen, zusätz­lich fällt eine Not­dienst­ge­bühr von 50 Euro an. Das ist gesetz­lich in der GOT gere­gelt und macht Rech­nun­gen am Wochen­en­de oder nachts spür­bar teu­rer.

Prak­tisch wird es bei der Fra­ge: OP-Schutz oder Voll­schutz. Ein OP-Tarif kann sinn­voll sein, wenn Sie das gro­ße Risi­ko absi­chern möch­ten und lau­fen­de Behand­lun­gen selbst tra­gen kön­nen. Ein Voll­schutz passt eher, wenn Sie auch kon­ser­va­ti­ve The­ra­pien, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und sta­tio­nä­re Heil­be­hand­lun­gen abge­si­chert haben möch­ten. Ach­ten Sie dabei kon­se­quent auf War­te­zei­ten und dar­auf, wie Kolik, Unfall und Krank­hei­ten getrennt gere­gelt sind. Je nach Anbie­ter sind Kolik und Unfäl­le teils sehr schnell ver­si­chert, Krank­hei­ten haben oft län­ge­re War­te­zei­ten.

Auch Alter und Gesund­heits­zu­stand spie­len eine gro­ße Rol­le. Je frü­her Sie abschlie­ßen, des­to bes­ser ist die Chan­ce, ohne Ein­schrän­kun­gen ange­nom­men zu wer­den. Bei älte­ren Pfer­den wird es je nach Tarif schnel­ler eng, oft nicht wegen des Alters allein, son­dern wegen Vor­er­kran­kun­gen, Aus­schlüs­sen oder der gefor­der­ten Nach­wei­se. Des­halb ist „früh abschlie­ßen“ weni­ger ein Spar­trick, son­dern eher eine Fra­ge der spä­te­ren Ver­si­cher­bar­keit.

Wäh­rend die Kran­ken­ver­si­che­rung Ihr Pferd und Ihr Bud­get vor hohen Behand­lungs­kos­ten schützt, sichert die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht Sie vor Scha­den­er­satz, wenn Ihr Pferd Drit­ten einen Personen‑, Sach- oder Ver­mö­gens­scha­den zufügt. Gesetz­lich vor­ge­schrie­ben ist sie für Pfer­de in Deutsch­land nicht, in der Pra­xis ver­lan­gen vie­le Stäl­le den Nach­weis trotz­dem und das finan­zi­el­le Risi­ko ohne Haft­pflicht kann sehr groß sein.

Was eine Behand­lung kos­ten kann und wor­an Tari­fe im Ernst­fall schei­tern

Typi­sche Krank­heits­fäl­le beim Pferd: Kos­ten­bei­spie­le und Tarif-Check

Wenn ein Pferd plötz­lich lahmt oder nachts eine Kolik bekommt, zählt schnel­le Hil­fe. Gleich­zei­tig ent­ste­hen in kur­zer Zeit hohe Kos­ten, vor allem in der Kli­nik und im Not­dienst. Die fol­gen­den Bei­spie­le zei­gen rea­lis­ti­sche Kos­ten­span­nen aus der Pra­xis, damit Sie ein­schät­zen kön­nen, wel­che Jah­res­höchst­gren­ze, wel­che Erstat­tung und wel­che Leis­tungs­bau­stei­ne für Ihr Pferd wirk­lich rele­vant sind.

Wich­tig: Die Beträ­ge sind Richt­wer­te. Dia­gnos­tik, Auf­ent­halts­dau­er, Nar­ko­se, Medi­ka­men­te, Regi­on und der Gebüh­ren­fak­tor nach GOT ver­än­dern die Rech­nung teils deut­lich. Ent­schei­dend ist des­halb nicht nur der Bei­trag, son­dern ob Dia­gnos­tik, sta­tio­nä­re Behand­lung, Nach­sor­ge und moder­ne The­ra­pien im Tarif klar gere­gelt sind.

Kolik ist einer der häu­figs­ten Grün­de für ech­te Eile. Wenn Medi­ka­men­te nicht hel­fen, kann eine OP unter Voll­nar­ko­se nötig wer­den, oft mit inten­si­ver Über­wa­chung und meh­re­ren Tagen Kli­nik­auf­ent­halt.

Typi­sche Kos­ten­bau­stei­ne:

  • Not­fall­un­ter­su­chung, Schmerz­the­ra­pie, Infu­sio­nen

  • Trans­port, OP (z. B. Darm­ver­la­ge­rung), Nar­ko­se

  • Inten­siv­über­wa­chung, sta­tio­nä­re Nach­sor­ge

  • Medi­ka­men­te, Kon­troll­un­ter­su­chun­gen, Nach­be­hand­lung

Tarif-Check, dar­auf kommt es an:

  • Erstat­tung von Kli­nik, Nar­ko­se, Nach­sor­ge und Dia­gnos­tik

  • Rege­lung zur Not­fall­ver­sor­gung und sta­tio­nä­ren Behand­lung

  • Jah­res­li­mit hoch genug für Kli­nik­fäl­le

  • War­te­zei­ten und Aus­schlüs­se für Kolik sau­ber prü­fen

Richt­wert Gesamt­kos­ten: ca. 5.000 bis 18.000 Euro, in Ein­zel­fäl­len dar­über.

OCD-Chips tre­ten häu­fi­ger bei jun­gen Pfer­den auf. Die Ent­fer­nung erfolgt meist arthro­sko­pisch. Je nach Gelenk, Befund und Umfang kommt schnell mehr zusam­men als vie­le erwar­ten.

Typi­sche Kos­ten­bau­stei­ne:

  • Dia­gnos­tik (Rönt­gen, je nach Fall wei­ter­füh­rend)

  • Arthro­sko­pie, Voll­nar­ko­se, Mate­ri­al

  • Kli­nik­auf­ent­halt, Schmerz­the­ra­pie

  • Nach­kon­trol­len und Reha-Plan

Tarif-Check, dar­auf kommt es an:

  • Über­nah­me von OP plus Dia­gnos­tik im Vor­feld

  • Erstat­tung von Kli­nik­ta­gen und Medi­ka­men­ten

  • Begren­zun­gen bei Gelenk-OPs oder „prä­ven­ti­ven“ Ein­grif­fen prü­fen

  • Selbst­be­tei­li­gung und Jah­res­höchst­gren­ze pas­send wäh­len

Richt­wert Gesamt­kos­ten: ca. 2.500 bis 6.500 Euro.

Bei Knor­pel­schä­den, Ent­zün­dun­gen oder wie­der­keh­ren­der Lahm­heit kann eine Gelenk­spie­ge­lung sinn­voll sein. Sie ist häu­fig der Schritt, der Dia­gno­se und The­ra­pie ver­bin­det.

Typi­sche Kos­ten­bau­stei­ne:

  • Bild­ge­bung und Vor­un­ter­su­chun­gen

  • Arthro­sko­pi­scher Ein­griff, Nar­ko­se

  • Kli­nik­auf­ent­halt und Nach­sor­ge

  • Kon­troll­rönt­gen, Reha und Auf­bau­trai­ning

Tarif-Check, dar­auf kommt es an:

  • Deckung von Dia­gnos­tik und sta­tio­nä­rer Behand­lung

  • Rege­lung zur Nach­be­hand­lung und Kon­troll­un­ter­su­chun­gen

  • Jah­res­höchst­gren­ze aus­rei­chend, falls Kom­pli­ka­tio­nen auf­tre­ten

  • Aus­schlüs­se für bestimm­te ortho­pä­di­sche Dia­gno­sen prü­fen

Richt­wert Gesamt­kos­ten: ca. 3.500 bis 10.000 Euro.

Zäh­ne zie­hen ist beim Pferd oft kom­ple­xer als gedacht, weil Backen­zäh­ne tief lie­gen und Ent­zün­dun­gen oder Frak­tu­ren die Behand­lung erschwe­ren kön­nen. Je nach Metho­de reicht das Spek­trum von Sedie­rung bis OP.

Typi­sche Kos­ten­bau­stei­ne:

  • Dia­gnos­tik und Pla­nung (z. B. Rönt­gen)

  • Extrak­ti­on unter Sedie­rung oder Nar­ko­se

  • Nach­be­hand­lung, Anti­bio­ti­ka, Schmerz­mit­tel

  • Füt­te­rungs­ma­nage­ment, Ver­laufs­kon­trol­len

Tarif-Check, dar­auf kommt es an:

  • Zahn­leis­tun­gen sind oft begrenzt oder aus­ge­schlos­sen, genau prü­fen

  • Erstat­tung von Dia­gnos­tik und Nach­be­hand­lung klä­ren

  • Begren­zun­gen bei „Rou­ti­ne-Zahn­be­hand­lung“ vs. medi­zi­ni­scher Not­wen­dig­keit

  • War­te­zeit-Rege­lun­gen im Blick behal­ten

Richt­wert Gesamt­kos­ten: ca. 1.200 bis 6.000 Euro.

Brü­che klei­ner Kno­chen oder tie­fe Wun­den müs­sen häu­fig chir­ur­gisch ver­sorgt wer­den, beson­ders wenn Infek­ti­ons­ge­fahr besteht. Je nach Ver­lauf kom­men Kli­nik, Dia­gnos­tik und län­ge­re Nach­sor­ge zusam­men.

Typi­sche Kos­ten­bau­stei­ne:

  • Bild­ge­bung, Wund­ver­sor­gung, OP oder Fixie­rung

  • Kli­nik­auf­ent­halt bei Kom­pli­ka­tio­nen

  • Medi­ka­men­te, Ver­bands­wech­sel, Kon­trol­len

  • Boxen­ru­he und Nach­be­hand­lung

Tarif-Check, dar­auf kommt es an:

  • Erstat­tung von Chir­ur­gie plus Nach­sor­ge und Ver­bands­ma­te­ri­al

  • Sta­tio­nä­re Heil­be­hand­lung und Dia­gnos­tik abge­deckt

  • Jah­res­höchst­gren­ze pas­send, falls eine zwei­te OP nötig wird

  • Aus­schlüs­se für Unfall­fol­gen sind sel­ten, aber Bedin­gun­gen prü­fen

Richt­wert Gesamt­kos­ten: ca. 2.000 bis 7.000 Euro.

Lahm­hei­ten sind ein häu­fi­ger Kos­ten­trei­ber, weil nicht nur Behand­lung zählt, son­dern auch Dia­gnos­tik und Ver­laufs­kon­trol­len. Je nach Ursa­che zie­hen sich The­ra­pie und Auf­bau­ar­beit über Mona­te.

Typi­sche Kos­ten­bau­stei­ne:

  • Lahm­heits­dia­gnos­tik, Lei­tungs­an­äs­the­sien, Bild­ge­bung

  • Ent­zün­dungs­hem­mung, Injek­tio­nen, Ver­bän­de

  • Phy­sio, kon­trol­lier­te Bewe­gung, Nach­kon­trol­len

  • Even­tu­ell wei­ter­füh­ren­de Ver­fah­ren, je nach Tarif

Tarif-Check, dar­auf kommt es an:

  • Dia­gnos­tik muss klar mit­ver­si­chert sein, nicht nur „Behand­lung“

  • Begren­zun­gen für ortho­pä­di­sche Leis­tun­gen prü­fen

  • Nach­be­hand­lung und Reha-Bau­stei­ne je nach Anbie­ter sehr unter­schied­lich

  • Jah­res­li­mit rea­lis­tisch anset­zen, weil es sel­ten bei einem Ter­min bleibt

Richt­wert Gesamt­kos­ten: ca. 2.500 bis 8.000 Euro, je nach Ver­lauf auch mehr.

Sar­ko­id-Behand­lun­gen kön­nen unkom­pli­ziert sein, kön­nen sich aber auch zie­hen, wenn Rezi­di­ve auf­tre­ten oder meh­re­re Stel­len betrof­fen sind. Die Kos­ten hän­gen stark von Metho­de und Nach­sor­ge ab.

Typi­sche Kos­ten­bau­stei­ne:

  • Abklä­rung und Dia­gnos­tik (z. B. Biop­sie)

  • Ent­fer­nung (Laser oder chir­ur­gisch)

  • Wund­ma­nage­ment, Ver­bän­de, Nach­kon­trol­len

  • Even­tu­el­le Fol­ge­be­hand­lun­gen bei Rezi­div

Tarif-Check, dar­auf kommt es an:

  • Deckung von chir­ur­gi­scher Behand­lung und Nach­sor­ge klä­ren

  • Aus­schlüs­se für Haut­ver­än­de­run­gen oder „chro­ni­sche“ Pro­ble­me prü­fen

  • Jah­res­li­mit und Selbst­be­tei­li­gung im Blick behal­ten

  • Sta­tio­nä­re Behand­lung ist sel­ten nötig, aber soll­te abge­deckt sein

Richt­wert Gesamt­kos­ten: ca. 800 bis 8.000 Euro.

Rege­ne­ra­ti­ve Metho­den wer­den häu­fi­ger, sind aber nicht auto­ma­tisch in jedem Tarif ent­hal­ten. Oft gibt es Limits, Geneh­mi­gungs­pflich­ten oder kla­re Defi­ni­tio­nen, was erstat­tungs­fä­hig ist.

Typi­sche Kos­ten­bau­stei­ne:

  • Gewin­nung und Auf­be­rei­tung (je nach Metho­de)

  • Injek­ti­on unter Kon­trol­le, Nach­be­hand­lun­gen

  • Kon­troll­un­ter­su­chun­gen über Wochen oder Mona­te

  • Ergän­zen­de Maß­nah­men (Phy­sio, Auf­bau­plan)

Tarif-Check, dar­auf kommt es an:

  • „Alter­na­ti­ve oder rege­ne­ra­ti­ve The­ra­pien“ sind oft limi­tiert, Gren­zen prü­fen

  • Geneh­mi­gung vor­ab kann erfor­der­lich sein

  • Erstat­tungs­be­trag pro Jahr und pro Behand­lung ver­glei­chen

  • Dia­gnos­tik im Vor­feld mit­den­ken, nicht nur die Injek­ti­on selbst

Richt­wert Gesamt­kos­ten: ca. 1.000 bis 4.000 Euro, je nach Umfang.

Nut­zen Sie die Bei­spie­le wie eine Check­lis­te: Mar­kie­ren Sie zuerst, was für Ihr Pferd unver­zicht­bar ist, zum Bei­spiel hohes Jah­res­li­mit, kla­re Kli­ni­k­leis­tun­gen, Dia­gnos­tik, Nach­sor­ge und ein sinn­voll gere­gel­ter GOT-Rah­men. Erst dann lohnt sich der Blick auf Bei­trag und Selbst­be­tei­li­gung, weil zwei Tari­fe mit ähn­li­chem Preis in der Pra­xis sehr unter­schied­lich leis­ten kön­nen. Wenn Sie die Leis­tun­gen sau­ber gegen­über­stel­len möch­ten, führt der Ver­gleich am schnells­ten zu einem Tarif, der zu Ihrem Pferd und Ihrem Bud­get passt.

Klar­heit im Scha­den­fall, damit Sie vor­ab wis­sen, wel­che Rech­nun­gen typi­scher­wei­se erstat­tet wer­den und wo es häu­fig Gren­zen gibt.

Wann Ihre Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung zahlt und wann nicht

Ihre Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung zahlt meist, wenn …

Ihre Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung zahlt meist nicht, wenn …

Ehr­li­che Ant­wor­ten auf die häu­figs­ten Fra­gen von Pfer­de­hal­tern

Was Sie schon immer über die Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung wis­sen woll­ten

Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung über­nimmt je nach Tarif Kos­ten für medi­zi­nisch not­wen­di­ge Behand­lun­gen. Das umfasst Ope­ra­tio­nen, ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Heil­be­hand­lun­gen, Dia­gnos­tik sowie Medi­ka­men­te. Vie­le Tari­fe arbei­ten mit einem Erstat­tungs­li­mit pro Ver­si­che­rungs­jahr, damit Sie die maxi­ma­le Leis­tung im Blick haben. Sinn­voll ist die­ser Voll­schutz für Hal­ter, die sich im Ernst­fall nicht zwi­schen der best­mög­li­chen Behand­lung und dem eige­nen Bud­get ent­schei­den möch­ten und plan­ba­re monat­li­che Kos­ten hohen Ein­mal­rech­nun­gen vor­zie­hen.

Eine OP-Ver­si­che­rung für Pfer­de kon­zen­triert sich rein auf chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe inklu­si­ve Nar­ko­se, Kli­nik­auf­ent­halt und Nach­sor­ge. Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung geht deut­lich dar­über hin­aus: Sie deckt zusätz­lich ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Heil­be­hand­lun­gen sowie die oft teu­re Dia­gnos­tik (ohne OP) ab. Wenn Sie vor allem das finan­zi­el­le Risi­ko einer Ope­ra­ti­on absi­chern wol­len, reicht der OP-Schutz. Wenn Sie auch All­tags­be­hand­lun­gen, Medi­ka­men­te und umfas­sen­de Dia­gnos­tik absi­chern möch­ten, ist die Kran­ken­ver­si­che­rung not­wen­dig.

Typi­sche Bau­stei­ne sind Ope­ra­tio­nen, all­ge­mei­ne Heil­be­hand­lun­gen und Dia­gnos­tik. In den Tarif­wer­ken sind meist auch Labor­un­ter­su­chun­gen, bild­ge­ben­de Ver­fah­ren sowie medi­zi­nisch not­wen­di­ge Arz­nei­mit­tel ent­hal­ten. Je nach Tarif kön­nen Zusatz­leis­tun­gen wie phy­sio­the­ra­peu­ti­sche Maß­nah­men oder alter­na­ti­ve Heil­me­tho­den inte­griert sein. Wich­tig: Ent­schei­dend ist immer das kon­kre­te Bedin­gungs­werk, da nicht jeder Tarif auto­ma­tisch alle Berei­che unbe­grenzt abdeckt.

Sehr häu­fig aus­ge­schlos­sen sind bereits bekann­te Vor­er­kran­kun­gen, schon begon­ne­ne Behand­lun­gen sowie Leis­tun­gen, die in die War­te­zeit fal­len. Eben­falls oft vom Schutz aus­ge­nom­men sind Maß­nah­men ohne kla­re medi­zi­ni­sche Not­wen­dig­keit (z. B. rei­ne Schön­heits­kor­rek­tu­ren) oder Behand­lun­gen, die im Bedin­gungs­werk expli­zit aus­ge­schlos­sen sind. Ein Blick in den Abschnitt „Nicht ver­si­cher­ba­re Leis­tun­gen“ ist daher oft wich­ti­ger als die Wer­be­bro­schü­re.

Tier­ärz­te rech­nen in Deutsch­land nach der „Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te“ (GOT) ab. Die­se erlaubt je nach Schwie­rig­keit und Zeit­auf­wand einen Gebüh­ren­rah­men, meist zwi­schen dem 1‑fachen und 3‑fachen Satz. Im Not­dienst kön­nen die Sät­ze sogar noch höher lie­gen (bis 4‑fach). Ein guter Tarif soll­te min­des­tens den 2‑fachen, bes­ser den 3‑fachen oder 4‑fachen Satz abde­cken, damit Sie im Ernst­fall oder bei Kli­nik­auf­ent­hal­ten nicht auf hohen Rest­kos­ten sit­zen blei­ben.

Ja, War­te­zei­ten sind markt­üb­lich. Wäh­rend Unfäl­le in vie­len Tari­fen sofort oder sehr schnell ver­si­chert sind, greift der Schutz für Krank­hei­ten meist erst nach einer all­ge­mei­nen War­te­zeit (oft 3 bis 6 Mona­te). Man­che Ver­si­che­rer haben zudem spe­zi­el­le War­te­zei­ten für bestimm­te Dia­gno­sen wie Koli­ken (z. B. weni­ge Tage) oder beson­de­re Gelenk­er­kran­kun­gen (teils bis zu einem Jahr).

Der Bei­trag vari­iert stark und hängt von vier Fak­to­ren ab: Alter und Gesund­heits­zu­stand des Pfer­des, der Nut­zungs­art (Frei­zeit, Sport, Zucht), dem gewähl­ten Leis­tungs­um­fang (OP vs. Voll­schutz) sowie der Selbst­be­tei­li­gung. Je umfas­sen­der die Dia­gnos­tik und je höher das Jah­res­li­mit, des­to höher ist in der Regel der Bei­trag. Ein Ver­gleich lohnt sich nur bei iden­ti­schen Eck­da­ten (glei­che Selbst­be­tei­li­gung und GOT-Sät­ze).

Das Jah­res­li­mit deckelt die maxi­ma­le Sum­me, die der Ver­si­che­rer pro Jahr zahlt. Die Selbst­be­tei­li­gung ist Ihr Eigen­an­teil pro Scha­dens­fall oder pro Jahr. Für die Pra­xis bedeu­tet das: Ein Tarif mit nied­ri­gem Limit ist zwar güns­ti­ger, kann aber bei einer teu­ren Behand­lungs­se­rie schnell aus­ge­schöpft sein. Ein Tarif mit hohem Limit und einer gewähl­ten Selbst­be­tei­li­gung schützt Sie bes­ser vor exis­tenz­be­dro­hen­den Kos­ten, hält aber den Monats­bei­trag mode­rat.

Das ist grund­sätz­lich mög­lich, aber oft mit Ein­schrän­kun­gen ver­bun­den. Ver­si­che­rer reagie­ren meist mit Risi­ko­zu­schlä­gen oder schlie­ßen die betrof­fe­ne Kör­per­re­gi­on (z. B. „Aus­schluss lin­kes Vor­der­bein“) vom Schutz aus. Wich­tig ist eine abso­lut ehr­li­che Anga­be der Gesund­heits­his­to­rie im Antrag. Wer hier Vor­er­kran­kun­gen ver­schweigt, ris­kiert im Leis­tungs­fall den kom­plet­ten Ver­si­che­rungs­schutz.

Die Annah­me­richt­li­ni­en unter­schei­den sich je nach Anbie­ter. Vie­le Tari­fe ver­si­chern Pfer­de ab dem Foh­len­al­ter. Für Neu­ab­schlüs­se gibt es oft eine Alters­gren­ze (z. B. bis zum 11. oder 15. Lebens­jahr), ab der eine Auf­nah­me schwie­ri­ger wird oder nur noch im Basis­schutz mög­lich ist. Ist das Pferd ein­mal ver­si­chert, läuft der Ver­trag in der Regel lebens­lang wei­ter, sofern nicht gekün­digt wird.

Ja, die Nut­zungs­art beein­flusst das Risi­ko. Sport- und Zucht­pfer­de sind oft höhe­ren Belas­tun­gen oder wert­be­zo­ge­nen Risi­ken aus­ge­setzt als rei­ne Frei­zeit­pfer­de. Dies kann den Bei­trag erhö­hen. Geben Sie die Nut­zung (z. B. Tur­nier­teil­nah­me, Schul­be­trieb, Zucht­stu­te) immer kor­rekt an, damit der Ver­si­che­rer im Scha­dens­fall nicht wegen einer „Gefahr­er­hö­hung“ die Leis­tung ver­wei­gern kann.

In der Regel tre­ten Sie beim Tier­arzt in Vor­leis­tung und rei­chen die Rech­nung anschlie­ßend beim Ver­si­che­rer ein. Die Rech­nung muss den Vor­ga­ben der GOT ent­spre­chen und Pflicht­an­ga­ben wie die Chip­num­mer des Pfer­des, die Dia­gno­se und die ein­zel­nen Leis­tungs­po­si­tio­nen ent­hal­ten. Vie­le Ver­si­che­rer bie­ten mitt­ler­wei­le Apps oder Online-Por­ta­le an, über die Rech­nun­gen ein­fach hoch­ge­la­den wer­den kön­nen, was die Erstat­tung beschleu­nigt.

Mehr Schutz rund ums Pferd, und für Sie als Hal­ter

Das könn­te Sie eben­falls inter­es­sie­ren

Wer sich mit der Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung beschäf­tigt, denkt schnell an Tier­arzt, Kli­nik und OP. Min­des­tens genau­so wich­tig ist aber der Blick auf die Risi­ken, die Sie selbst betref­fen, zum Bei­spiel bei einem Sturz, sowie auf finan­zi­el­le The­men rund um den Wert Ihres Pfer­des. Die­se Inhal­te hel­fen Ihnen, die Absi­che­rung sinn­voll zu ergän­zen, ohne sich in Details zu ver­lie­ren.

Junge Reiterin mit Helm sitzt sicher auf einem weißen Pferd auf einem Reitplatz – Symbolbild für Unfallrisiken beim Reitsport.
Rei­ter­un­fall­ver­si­che­rung

Ein Sturz vom Pferd kann in Sekun­den pas­sie­ren und danach lan­ge nach­wir­ken. Eine Rei­ter­un­fall­ver­si­che­rung kann je nach Tarif eine Kapi­tal­zah­lung oder eine Unfall­ren­te leis­ten, ergänzt um sinn­vol­le Bau­stei­ne wie Reha, Hilfs­mit­tel oder Unter­stüt­zung im All­tag. Für Frei­zeit­rei­ter und Sport­li­che ist das oft der ent­schei­den­de Unter­schied.

Frau kniet auf einer Weide neben weißem Pferd, das frisst – im Hintergrund ein weiteres Pferd, Symbolbild für Pferdelebensversicherung.
Pfer­de­le­bens­ver­si­che­rung

Wenn ein Pferd durch Krank­heit, Unfall oder Not­tö­tung ver­lo­ren geht, ist das emo­tio­nal schwer und kann zusätz­lich teu­er wer­den. Eine Pfer­de­le­bens­ver­si­che­rung kann den finan­zi­el­len Ver­lust je nach Nut­zung absi­chern, etwa bei Zucht, Sport oder wert­vol­len Frei­zeit­pfer­den. Wich­tig sind kla­re Regeln zu Ursa­che, Nach­wei­sen und Ver­si­che­rungs­sum­me.

Wei­te­re Ver­si­che­run­gen für Sie

Vie­le Risi­ken betref­fen nicht nur das Pferd, son­dern Sie als Per­son oder Ihren Haus­halt. Wenn Sie möch­ten, kön­nen Sie hier gezielt dort wei­ter­le­sen, wo bei Ihnen die größ­ten Fra­ge­zei­chen sind.

Zwei Poli­cen, zwei Schutz­kon­zep­te für Ihr Pferd

Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung oder OP-Ver­si­che­rung: Was ist für wen sinn­voll?

Vie­le Pfer­de­hal­ter ste­hen vor der glei­chen Fra­ge: Reicht eine OP-Ver­si­che­rung, oder ist eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung mit Voll­schutz die pas­sen­de­re Lösung? Die Unter­schie­de lie­gen weni­ger im „Ob“, son­dern im „Wie weit“. Wäh­rend die OP-Ver­si­che­rung vor allem das Risi­ko teu­rer Ein­grif­fe abfe­dert, geht es bei der Kran­ken­ver­si­che­rung dar­um, auch häu­fi­ge Behand­lun­gen im All­tag bes­ser kal­ku­lier­bar zu machen.

Eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung ist auf einen kla­ren Zweck aus­ge­rich­tet: Sie über­nimmt Kos­ten, wenn ein vete­ri­när­me­di­zi­nisch not­wen­di­ger chir­ur­gi­scher Ein­griff unter Nar­ko­se durch­ge­führt wird. Typi­sche Bei­spie­le sind Kolik-OPs, Frak­tur-OPs oder Ein­grif­fe an Gelen­ken. In vie­len Tari­fen sind neben der eigent­li­chen Ope­ra­ti­on auch Kos­ten rund um den Kli­nik­auf­ent­halt gere­gelt, etwa bestimm­te Zusatz­kos­ten, Nach­be­hand­lun­gen oder bild­ge­ben­de Ver­fah­ren. Genau hier lohnt sich der genaue Blick in die Bedin­gun­gen: Nach­be­hand­lung und Unter­brin­gung sind je nach Tarif häu­fig zeit­lich oder betrags­mä­ßig begrenzt und nicht jede Dia­gnos­tik „vor­ab“ ist auto­ma­tisch mit­ver­si­chert.

Die Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung setzt deut­lich frü­her an. Sie soll nicht erst dann hel­fen, wenn ope­riert wer­den muss, son­dern bereits bei typi­schen Krank­heits­bil­dern, die im Pfer­deall­tag regel­mä­ßig vor­kom­men. Dazu zäh­len je nach Tarif ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und Fol­ge­be­hand­lun­gen. Das ist vor allem dann rele­vant, wenn sich Beschwer­den über Wochen ent­wi­ckeln, wie­der­keh­ren oder meh­re­re Bau­stei­ne aus Dia­gnos­tik, The­ra­pie und Nach­sor­ge zusam­men­kom­men. Vie­le Anbie­ter arbei­ten dabei modu­lar, also OP-Bau­stein plus Heil­be­hand­lungs­bau­stein.

Für die Ent­schei­dung hilft eine ein­fa­che, pra­xis­na­he Logik:
Wenn Sie vor allem das sel­te­ne, aber sehr teu­re Ereig­nis absi­chern möch­ten, ist eine Tier OP-Ver­si­che­rung für Pfer­de oft der pas­sen­de Ein­stieg. Kolik-Ope­ra­tio­nen kön­nen je nach Ver­lauf schnell im fünf­stel­li­gen Bereich lie­gen.
Wenn Sie dage­gen auch häu­fi­ge­re Tier­arzt­kos­ten bes­ser plan­bar hal­ten möch­ten, spielt der Voll­schutz sei­ne Stär­ke aus, weil er nicht nur auf den OP-Moment fokus­siert, son­dern den gesam­ten Behand­lungs­weg abdeckt.

Wich­tig für bei­de Vari­an­ten: Prü­fen Sie vor Abschluss die Punk­te, die spä­ter über Zufrie­den­heit oder Ärger ent­schei­den. Dazu zäh­len die Erstat­tung nach GOT, Selbst­be­tei­li­gung, War­te­zei­ten, Aus­schlüs­se für Vor­er­kran­kun­gen und die Fra­ge, ob und wie Dia­gnos­tik, Nach­be­hand­lung oder alter­na­ti­ve The­ra­pien gere­gelt sind. Bei typi­schen Ein­grif­fen wie einer Arthro­sko­pie wer­den je nach Befund schnell meh­re­re Tau­send Euro fäl­lig.

Für wen ist wel­che Ver­si­che­rung geeig­net?

Pfer­de OP-Ver­si­che­rung

Die OP-Ver­si­che­rung ist eine soli­de Grund­ab­si­che­rung für teu­re Ope­ra­tio­nen unter Nar­ko­se. Sie passt häu­fig zu jun­gen, gesun­den Pfer­den oder wenn Sie gezielt das OP-Risi­ko absi­chern möch­ten. Ambu­lan­te Behand­lun­gen sind in der Regel nicht Teil des Schut­zes.

Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung

Die Kran­ken­ver­si­che­rung passt zu Pfer­de­hal­tern, die auch bei Krank­hei­ten ohne OP finan­zi­ell plan­bar blei­ben möch­ten. Je nach Tarif sind ambu­lan­te Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und Fol­ge­be­hand­lun­gen ein­ge­schlos­sen. Das ist vor allem bei wie­der­keh­ren­den Beschwer­den und län­ge­ren The­ra­pien hilf­reich.

Pra­xis­bei­spiel zur Abgren­zung:

Ihr Pferd ent­wi­ckelt Atem­wegs­pro­ble­me mit anhal­ten­dem Hus­ten. Die OP-Ver­si­che­rung leis­tet in der Regel nicht, weil kei­ne Ope­ra­ti­on durch­ge­führt wird. Der Voll­schutz kann je nach Tarif Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, Inha­la­ti­on und Fol­ge­be­hand­lun­gen über­neh­men.

Wenn Sie unsi­cher sind, star­ten Sie mit Ihrer rea­len Situa­ti­on: Wie alt ist Ihr Pferd, wie nut­zen Sie es, wie hoch sind Ihre Rück­la­gen und wie sehr möch­ten Sie Tier­arzt­ent­schei­dun­gen vom Bud­get ent­kop­peln? Genau dar­aus ergibt sich, ob eine OP-Ver­si­che­rung reicht oder ob der Voll­schutz für Ihren All­tag die stim­mi­ge­re Lösung ist.

Zusam­men­fas­sung

Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung ist heu­te weit mehr als ein Schutz für sel­te­ne Not­fäl­le. Sie hilft, hohe Tier­arzt­kos­ten plan­bar zu machen und sorgt dafür, dass Sie im Ernst­fall Ent­schei­dun­gen im Sin­ne Ihres Pfer­des tref­fen kön­nen, ohne dass das Bud­get der limi­tie­ren­de Fak­tor ist. Gera­de bei typi­schen Kos­ten­trei­bern wie Kolik, Lahm­heits­dia­gnos­tik, Seh­nen­pro­ble­men oder Kli­nik­auf­ent­hal­ten kön­nen Rech­nun­gen schnell in den vier- bis fünf­stel­li­gen Bereich gehen.

Je nach Tarif sind nicht nur Ope­ra­tio­nen, son­dern auch ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Heil­be­hand­lun­gen, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und teils alter­na­ti­ve The­ra­pien abge­si­chert. Ent­schei­dend ist dabei nicht nur „ob ver­si­chert“, son­dern wie: Erstat­tung nach GOT, War­te­zei­ten, Selbst­be­tei­li­gung, Jah­res­li­mit und kla­re Rege­lun­gen zu Aus­schlüs­sen und Vor­er­kran­kun­gen bestim­men, wie gut der Schutz im Leis­tungs­fall wirk­lich funk­tio­niert.

Wer vor allem gro­ße OP-Risi­ken absi­chern möch­te, kann mit einer Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung gut star­ten. Für einen brei­te­ren All­tags­schutz ist meist eine Kran­ken­ver­si­che­rung mit Voll­schutz sinn­vol­ler. Ein Ver­gleich lohnt sich, weil Leis­tun­gen, Limits und Bedin­gun­gen je Anbie­ter deut­lich vari­ie­ren. So fin­den Sie den Tarif, der zu Ihrem Pferd, Ihrer Nut­zung und Ihrer finan­zi­el­len Pla­nung passt.

Häu­fi­ge Fra­gen

Wel­che Rol­le spielt die Selbst­be­tei­li­gung bei der Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung wirk­lich?

Die Selbst­be­tei­li­gung ist ein Hebel, um den monat­li­chen Bei­trag zu sen­ken. Sie tra­gen Baga­tell­schä­den selbst, sind aber gegen gro­ße Kos­ten­ri­si­ken abge­si­chert. Wer sel­ten zum Tier­arzt geht, spart mit einer Selbst­be­tei­li­gung über die Jah­re oft viel Geld. Wer hin­ge­gen „Rund­um-Sorg­los“ möch­te und auch klei­ne Rech­nun­gen erstat­tet haben will, muss dafür einen ent­spre­chend höhe­ren Monats­bei­trag zah­len.

Ana­ly­sie­ren Sie zuerst Ihr größ­tes finan­zi­el­les Risi­ko, das sind meist OPs und teu­re Dia­gnos­tik. Die­se soll­ten Prio­ri­tät haben (hohes Jah­res­li­mit, hohe GOT-Abde­ckung). Bau­stei­ne wie Vor­sor­ge­pau­scha­len (für Impfen/Wurmkur) sind oft „Nice-to-have“, rech­nen sich aber sel­ten gegen den Mehr­bei­trag. Kon­zen­trie­ren Sie sich auf die Absi­che­rung von unvor­her­seh­ba­ren, hohen Kos­ten statt auf plan­ba­re Rou­ti­ne­aus­ga­ben.

Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren sind extrem kos­ten­in­ten­siv und oft der Grund für hohe Rech­nun­gen ohne anschlie­ßen­de OP. Prü­fen Sie im Klein­ge­druck­ten genau: Wer­den MRT und CT unbe­grenzt über­nom­men? Gibt es ein Sub­li­mit (z. B. max. 1.000 € für Dia­gnos­tik)? Ist eine vor­he­ri­ge Geneh­mi­gung durch den Ver­si­che­rer nötig? Ein guter Tarif deckt moder­ne Dia­gnos­tik ab, da sie für eine geziel­te Behand­lung wich­tig ist.

Der Aus­lands­schutz ist nicht immer auto­ma­tisch ent­hal­ten. Prü­fen Sie den Gel­tungs­be­reich (Euro­pa oder Welt­weit) und die zeit­li­che Begren­zung (z. B. bis zu 6 Mona­te). Ach­tung bei der Erstat­tung: Man­che Ver­si­che­rer zah­len im Aus­land nur das, was die Behand­lung in Deutsch­land nach GOT gekos­tet hät­te. Wer viel mit dem Pferd reist, soll­te die­sen Punkt expli­zit prü­fen.

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