Pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung: finan­zi­el­le Hil­fe nach einem Unfall

Wir prü­fen Tari­fe und Bedin­gun­gen und sagen Ihnen ehr­lich, ob sich der Schutz für Sie lohnt.

Vater spielt bei Sonnenuntergang mit seinen zwei Kindern Fußball auf einer Wiese

Wann ist eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung wirk­lich sinn­voll?

Vie­le schlie­ßen eine Unfall­ver­si­che­rung ab, weil „ein Unfall immer pas­sie­ren kann“. Die wich­ti­ge­re Fra­ge ist: Was pas­siert finan­zi­ell, wenn nach einem Unfall dau­er­haft etwas zurück­bleibt? Genau dar­auf zielt die pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung ab. Sie zahlt typi­scher­wei­se eine ein­ma­li­ge Leis­tung oder eine Ren­te, wenn eine dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung nach einem Unfall vor­liegt. Heilt eine Ver­let­zung fol­gen­los aus, gibt es in vie­len Fäl­len kei­ne Leis­tung. Gleich­zei­tig sind vie­le Men­schen über die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung bereits bei Arbeits und Wege­un­fäl­len sowie in Schu­le und Aus­bil­dung abge­si­chert. In der Frei­zeit greift die­ser Schutz jedoch nicht.

Ob eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung für Sie passt, hängt daher stark von Ihrer Lebens­si­tua­ti­on ab. Beson­ders rele­vant kann sie sein, wenn Sie kei­nen gesetz­li­chen Unfall­schutz im All­tag haben (zum Bei­spiel als Selbst­stän­di­ge), wenn ein erhöh­tes Unfall­ri­si­ko durch Beruf oder Hob­by besteht oder wenn eine Absi­che­rung über eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung nicht sinn­voll oder nicht mög­lich ist. Wir ver­glei­chen als Mak­ler nicht nur Bei­trä­ge, son­dern prü­fen die Bedin­gun­gen: Was gilt als Unfall, wel­che Leis­tungs­aus­lö­ser sind ent­schei­dend, wie ist die Inva­li­di­täts­leis­tung gestal­tet und wo lau­ern typi­sche Ein­schrän­kun­gen. So bekom­men Sie eine Emp­feh­lung, die zu Ihrem Risi­ko und zu Ihrem Bud­get passt.

Inhalts­ver­zeich­nis
Ver­trau­en ist mess­bar

Mehr als 700 Bewer­tun­gen auf Goog­le, Pro­ven­Ex­pert und makler.de durch­schnitt­lich 4,9 bis 5,0 Ster­ne für AMBA Ver­si­che­run­gen als Ver­si­che­rungs­mak­ler im All­gäu.

Google-Bewertungssiegel mit 5 Sternen und 144 Kundenrezensionen für amba-versicherungen.de
Goog­le

114 Bewer­tun­gen | 5,0 Ster­ne

Logo von ProvenExpert – Bewertungsplattform mit dem Claim „It’s All About Trust“
Pro­ven Expert

328 Bewer­tun­gen | 4,9 Ster­ne

Logo der Plattform makler.de mit Schriftzug und orangem Symbol auf transparentem Hintergrund
Makler.de

334 Bewer­tun­gen | 5,0 Ster­ne

Das Wich­tigs­te im Über­blick

Wenn ein Unfall plötz­lich alles ver­än­dert

War­um eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung sinn­voll sein kann

Unfäl­le pas­sie­ren oft genau dann, wenn man nicht damit rech­net: zu Hau­se, beim Sport, im Urlaub oder im All­tag mit Kin­dern. Das Pro­blem ist weni­ger die aku­te Ver­let­zung, son­dern die Fra­ge, was finan­zi­ell pas­siert, wenn nach dem Unfall dau­er­haft etwas zurück­bleibt und Sie im Job oder Pri­vat­le­ben ein­ge­schränkt sind.

Die pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung ist dafür gemacht, Fol­ge­kos­ten nach einem Unfall abzu­fe­dern. Sie ersetzt kei­ne Kran­ken­ver­si­che­rung und sie ist auch kei­ne Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung. Sie kann aber eine Lücke schlie­ßen, wenn Sie sich gezielt gegen die finan­zi­el­len Fol­gen eines Unfalls absi­chern möch­ten und dabei Wert auf kla­re Bedin­gun­gen und nach­voll­zieh­ba­re Leis­tun­gen legen.

Die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung schützt vie­le Men­schen bereits, aber sie greift vor allem im Zusam­men­hang mit Arbeit, Schu­le, Aus­bil­dung und den ver­si­cher­ten Wegen. Unfäl­le in der Frei­zeit sind davon häu­fig nicht erfasst. Genau hier setzt eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung an.

Typi­sche Grün­de für pri­va­ten Unfall­schutz:

  • Frei­zeit, Sport und Rei­sen sind oft nicht über die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung abge­deckt

  • Absi­che­rung, wenn ein Unfall zu einer dau­er­haf­ten Beein­träch­ti­gung führt

  • Finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für Umbau­ten, Hilfs­mit­tel oder Reha, je nach Tarif

Ob Berufs­ein­stieg, Fami­lie, Selbst­stän­dig­keit oder akti­ver Ruhe­stand: Ent­schei­dend ist nicht „für alle sinn­voll“, son­dern ob die Poli­ce zu Ihrem Risi­ko und Ihrem Bud­get passt. Wer viel unter­wegs ist, sport­lich aktiv ist oder kei­ne pas­sen­de Absi­che­rung über ande­re Vor­sor­ge­lö­sun­gen hat, pro­fi­tiert eher von einem guten Unfall­schutz.

Wor­auf es in die­ser Pha­se ankommt:

  • pas­sen­de Ver­si­che­rungs­sum­me und sinn­vol­le Pro­gres­si­on

  • kla­re Rege­lung, wann Inva­li­di­tät aner­kannt wird und wel­che Fris­ten gel­ten

  • Zusatz­leis­tun­gen nur dann, wenn sie in Ihrem All­tag wirk­lich hel­fen

Kin­der sind stän­dig in Bewe­gung und Unfäl­le pas­sie­ren schnell. Bei älte­ren Men­schen stei­gen Sturz­ri­si­ken und Ver­let­zungs­fol­gen kön­nen gra­vie­ren­der sein. Eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung kann in bei­den Fäl­len sinn­voll sein, wenn sie rea­lis­tisch gestal­tet ist und die Bedin­gun­gen pas­sen.

Dar­auf soll­ten Fami­li­en beson­ders ach­ten:

  • Kin­der sind nicht auto­ma­tisch „mit­ver­si­chert“: meist eige­ner Ver­trag nötig

  • sinn­vol­le Assis­tance- und Reha-Leis­tun­gen kön­nen wich­ti­ger sein als vie­le Extras

  • bei Senio­ren sind Aus­schlüs­se, Mit­wir­kungs­an­tei­le und Fris­ten beson­ders kri­tisch

Es gibt Tari­fe, die mit ver­ein­fach­ten Gesund­heits­fra­gen arbei­ten oder Unfall­ver­si­che­run­gen ohne Gesund­heits­fra­gen. Das kann für Men­schen mit Vor­er­kran­kun­gen inter­es­sant sein. Gleich­zei­tig gilt: Sol­che Lösun­gen müs­sen genau geprüft wer­den, weil Bedin­gun­gen und Leis­tungs­aus­lö­ser sich unter­schei­den kön­nen.

Wich­tig bei „ohne Gesund­heits­fra­gen“:

  • „ohne“ heißt nicht auto­ma­tisch „bes­ser“: Bedin­gun­gen ent­schei­den

  • prü­fen, ob es Ein­schrän­kun­gen gibt (zum Bei­spiel Mit­wir­kungs­an­tei­le oder enge­re Defi­ni­tio­nen)

  • klä­ren, ab wel­chem Inva­li­di­täts­grad geleis­tet wird und wie die Glie­derta­xe aus­fällt

Leis­tung, wenn es dar­auf ankommt

Wel­che Leis­tun­gen bie­tet eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung?

Eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung ver­hin­dert kei­nen Unfall. Sie soll die finan­zi­el­len Fol­gen abfe­dern, wenn nach einem Unfall dau­er­haft etwas zurück­bleibt und der All­tag dadurch teu­rer oder schwie­ri­ger wird. Damit Sie nicht an Wer­be­aus­sa­gen hän­gen blei­ben, lohnt sich ein Blick auf die Mecha­nik hin­ter den Leis­tun­gen: Wann liegt über­haupt eine ver­si­cher­te Inva­li­di­tät vor, wie wird sie bewer­tet und wie wird dar­aus eine Aus­zah­lung berech­net.

Genau hier unter­schei­den sich Tari­fe spür­bar. Wer die­se Stell­schrau­ben ver­steht, kann den Schutz pas­send wäh­len und ver­mei­det typi­sche Feh­ler wie zu nied­ri­ge Grund­sum­men, unkla­re Bedin­gun­gen oder teu­re Zusatz­bau­stei­ne, die im Ernst­fall kaum Mehr­wert brin­gen.

Im Kern dreht sich die pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung um die Inva­li­di­täts­leis­tung. Gezahlt wird in der Regel nur dann, wenn ein Unfall zu einer dau­er­haf­ten Beein­träch­ti­gung führt und die­se nach den Bedin­gun­gen als Inva­li­di­tät aner­kannt wird. Was “dau­er­haft” genau bedeu­tet, ist ver­trag­lich gere­gelt und wird medi­zi­nisch bewer­tet. Häu­fig wird auf eine vor­aus­sicht­lich lang­fris­ti­ge Ein­schrän­kung abge­stellt.

Wie hoch die Aus­zah­lung aus­fällt, hängt im Wesent­li­chen von drei Fak­to­ren ab: der ver­ein­bar­ten Inva­li­di­täts­sum­me, dem fest­ge­stell­ten Inva­li­di­täts­grad und einer mög­li­chen Pro­gres­si­on. Der Inva­li­di­täts­grad wird oft über die soge­nann­te Glie­derta­xe bestimmt. Das ist eine Tabel­le im Ver­trag, die für den Ver­lust oder die Funk­ti­ons­be­ein­träch­ti­gung bestimm­ter Kör­per­tei­le fes­te Pro­zent­sät­ze vor­gibt. Wich­tig ist: Die­se Wer­te sind nicht über­all gleich. Des­halb lohnt sich ein Ver­gleich nicht nur beim Bei­trag, son­dern genau an die­ser Stel­le.

Die Pro­gres­si­on ist der zwei­te gro­ße Hebel. Ohne Pro­gres­si­on steigt die Leis­tung grund­sätz­lich line­ar mit dem Inva­li­di­täts­grad. Mit Pro­gres­si­on wächst die Aus­zah­lung bei hohen Inva­li­di­täts­gra­den über­pro­por­tio­nal. Das kann sinn­voll sein, wenn Sie gera­de die schwe­ren Fäl­le deut­lich stär­ker absi­chern wol­len. Gleich­zei­tig kos­tet Pro­gres­si­on Bei­trag und sie ist nur dann hilf­reich, wenn die Grund­sum­me sau­ber gewählt ist.

Neben die­ser Grund­lo­gik gibt es je nach Tarif eine Rei­he optio­na­ler Bau­stei­ne. Dazu kön­nen Unfall­ren­te, Kran­ken­haus­ta­ge­geld oder Tage­geld gehö­ren, eben­so Über­gangs oder Sofort­leis­tun­gen bei klar defi­nier­ten schwe­ren Ver­let­zun­gen, Ber­gungs und Rück­hol­kos­ten, Reha und Assis­tance Leis­tun­gen oder kos­me­ti­sche Ope­ra­tio­nen nach einem Unfall. Ein­zel­ne Tari­fe schlie­ßen auch beson­de­re Kon­stel­la­tio­nen ein, etwa bestimm­te Infek­tio­nen nach Insek­ten­sti­chen, wenn das in den Bedin­gun­gen aus­drück­lich gere­gelt ist. Ent­schei­dend ist hier nicht die Men­ge an Extras, son­dern ob die Leis­tung klar defi­niert ist und zu Ihrem All­tag passt.

Aus Bera­tungs­sicht ist der wich­tigs­te Punkt: Eine Unfall­ver­si­che­rung leis­tet bei Unfall­fol­gen, nicht bei Krank­heit. Wer das ver­wech­selt, kauft häu­fig am Bedarf vor­bei. Des­halb prü­fen wir im Ver­gleich nicht nur Sum­men und Pro­gres­si­on, son­dern auch den Unfall­be­griff, die Mit­wir­kungs­re­geln, Fris­ten und typi­sche Aus­schlüs­se, weil genau die­se Details im Ernst­fall über die Aus­zah­lung ent­schei­den.

Infografik zeigt Leistungen der privaten Unfallversicherung wie Invaliditätsleistung, Unfallrente, Bergungskosten und Todesfallschutz.
Gra­fik zeigt typi­sche Leis­tungs­bau­stei­ne einer pri­va­ten Unfall­ver­si­che­rung. Wel­che Bau­stei­ne sinn­voll sind, hängt vom Tarif und Ihrem Bedarf ab.

Leis­tun­gen klar ver­ste­hen

Wann Ihre pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung zahlt und wann nicht

Nicht jeder Unfall führt auto­ma­tisch zu einer Aus­zah­lung. Ob Ihre pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung leis­tet, hängt davon ab, ob der Vor­fall nach den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen als Unfall gilt und ob eine Leis­tungs­vor­aus­set­zung erfüllt ist, zum Bei­spiel der Nach­weis einer dau­er­haf­ten Beein­träch­ti­gung. Gleich­zei­tig gibt es typi­sche Aus­schlüs­se und Situa­tio­nen, in denen eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung nicht oder nur ein­ge­schränkt zahlt. Der Über­blick hilft Ihnen, die häu­figs­ten „Ja, aber“ Punk­te schnell ein­zu­ord­nen und genau dort genau­er hin­zu­schau­en, wo es spä­ter im Leis­tungs­fall sonst Dis­kus­sio­nen gibt.

Ihre pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung zahlt, wenn …

Ihre pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung zahlt nicht, wenn …

Für wen lohnt sich die Unfall­ver­si­che­rung beson­ders?

Sinn­vol­ler Schutz für unter­schied­li­che Lebens­si­tua­tio­nen

Eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung ist nicht für jeden gleich wich­tig. Ent­schei­dend ist, ob Sie im All­tag häu­fig Situa­tio­nen haben, in denen Unfäl­le pas­sie­ren kön­nen und ob die finan­zi­el­len Fol­gen für Sie oder Ihre Fami­lie spür­bar wären. Wäh­rend die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung vor allem im Zusam­men­hang mit Arbeit, Schu­le und bestimm­ten Wegen greift, ent­ste­hen vie­le Unfäl­le in der Frei­zeit. Genau des­halb lohnt es sich, den Schutz nach Lebens­si­tua­ti­on zu den­ken und nicht nach dem Mot­to „eine Poli­ce für alle“.

Kind mit Fahrradhelm liegt nach einem Sturz auf einem Feldweg am Boden, ein kleiner Hund läuft auf es zu
Kin­der absi­chern

Kin­der sind neu­gie­rig, schnell und stän­dig in Bewe­gung. Unfäl­le pas­sie­ren häu­fig beim Spie­len, Toben oder Sport und oft außer­halb des Bereichs, in dem die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung greift. Eine pri­va­te Kin­der Unfall­ver­si­che­rung kann hel­fen, wenn nach einem Unfall dau­er­haf­te Ein­schrän­kun­gen ent­ste­hen und zusätz­li­che Kos­ten für Reha, Hilfs­mit­tel oder Anpas­sun­gen im All­tag anfal­len. Ent­schei­dend sind kla­re Regeln zur Inva­li­di­täts­leis­tung, sinn­vol­le Assis­tance Leis­tun­gen und Bedin­gun­gen, die auch im Fami­li­en­all­tag funk­tio­nie­ren.

Familie mit zwei Kindern fährt gemeinsam Fahrrad im Wald – Familienzeit mit Schutzhelm und Bewegung an der frischen Luft
Unfall­ver­si­che­rung für Fami­li­en

In Fami­li­en geht es oft um Pla­nungs­si­cher­heit. Ein Unfall kann den All­tag nicht nur orga­ni­sa­to­risch, son­dern auch finan­zi­ell belas­ten, etwa durch Umbau­ten, Betreu­ung oder län­ge­re Aus­fall­zei­ten. Eine Fami­li­en­lö­sung kann sinn­voll sein, wenn sie wirk­lich auf alle Per­so­nen abge­stimmt ist und nicht nur „güns­tig“ wirkt. Wich­tig: Häu­fig braucht jedes Fami­li­en­mit­glied einen eige­nen Schutz oder eine kla­re Rege­lung im Fami­li­en­ta­rif. Wir prü­fen, wel­che Lösung für Ihre Haus­halts­grö­ße und Ihren Bedarf passt, ohne dass Sie dop­pelt zah­len.

Junge Reiterin mit Helm sitzt sicher auf einem weißen Pferd auf einem Reitplatz – Symbolbild für Unfallrisiken beim Reitsport.
Rei­ter & Pfer­de­freun­de

Rei­ten zählt zu den Akti­vi­tä­ten mit erhöh­tem Ver­let­zungs­ri­si­ko. Gera­de Stür­ze kön­nen Fol­gen haben, die lan­ge nach­wir­ken. Eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung kann hier sinn­voll sein, wenn sie Sport und Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten ohne kri­ti­sche Ein­schrän­kun­gen abdeckt und die Inva­li­di­täts­leis­tung rea­lis­tisch gewählt ist. Wich­tig ist der Blick in die Bedin­gun­gen: Wie wird Inva­li­di­tät bewer­tet, wel­che Fris­ten gel­ten und gibt es Aus­schlüs­se für bestimm­te Sport­ar­ten oder Wett­kämp­fe? Genau die­se Details ent­schei­den spä­ter über die Aus­zah­lung.

Unfäl­le pas­sie­ren in jeder Lebens­la­ge

In die­sen Fäl­len ist pri­va­ter Unfall­schutz beson­ders sinn­voll

Ob beim Heim­wer­ken, auf Rei­sen oder beim Sport: Vie­le Unfäl­le pas­sie­ren außer­halb von Arbeit, Schu­le oder dem direk­ten Arbeits­weg. Genau dort greift die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung häu­fig nicht. Eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung kann dann hel­fen, wenn ein Unfall zu blei­ben­den Fol­gen führt und dadurch zusätz­li­che Kos­ten ent­ste­hen oder Ihr All­tag dau­er­haft ein­ge­schränkt ist.

Rei­sen, vor allem ins Aus­land: Neue Umge­bung, unge­wohn­te Akti­vi­tä­ten und feh­len­de Rou­ti­ne erhö­hen das Risi­ko für Stür­ze und Ver­let­zun­gen. Eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung kann bei dau­er­haf­ten Unfall­fol­gen welt­weit leis­ten, je nach Tarif auch mit Bau­stei­nen wie Ber­gungs oder Assis­tance-Leis­tun­gen. Für aku­te Behand­lungs­kos­ten und einen medi­zi­nisch sinn­vol­len Rück­trans­port ist dage­gen meist eine Aus­lands­rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung das pas­sen­de­re Instru­ment. Wenn Sie viel unter­wegs sind, lohnt sich daher die Kom­bi­na­ti­on aus sinn­vol­ler Rei­se­ab­si­che­rung und einem Tarif, der Unfall­fol­gen soli­de abdeckt. Mehr dazu in der inter­nen Unter­sei­te Unfall­ver­si­che­rung für Rei­sen­de.

Heim­wer­ken und pri­va­te Bau­stel­le: Wer Freun­den oder Fami­lie bei Reno­vie­rung oder Haus­bau hilft, ist nicht auto­ma­tisch über die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung abge­si­chert. Bei pri­va­ten Bau­vor­ha­ben gibt es zwar kla­re Regeln über die Bau Berufs­ge­nos­sen­schaft, in der Pra­xis schei­tert der Schutz aber oft an For­ma­li­tä­ten oder feh­len­der Anmel­dung. Eine Unfall­schutz für Bau­hel­fer kann hier eine sinn­vol­le Ergän­zung sein, wenn Sie regel­mä­ßig hand­werk­lich aktiv sind und im Ernst­fall eine kla­re Leis­tung bei dau­er­haf­ten Beein­träch­ti­gun­gen möch­ten.

Motor­rad­fah­ren und ähn­li­che Risi­ken: Im Stra­ßen­ver­kehr ist das Risi­ko auf zwei Rädern deut­lich höher als im Auto, vor allem bei schwe­ren Ver­let­zun­gen. Wer regel­mä­ßig Motor­rad fährt, soll­te des­halb prü­fen, ob die ver­ein­bar­te Inva­li­di­täts­sum­me und eine pas­sen­de Pro­gres­si­on so gewählt sind, dass auch schwe­re Unfall­fol­gen rea­lis­tisch abge­si­chert sind. Auch hier gilt: Nicht jeder „teu­re“ Tarif ist gut. Wich­ti­ger sind sau­be­re Bedin­gun­gen, kla­re Fris­ten und nach­voll­zieh­ba­re Leis­tungs­aus­lö­ser. Eine Unfall­ver­si­che­rung für Motor­rad­fah­rer schützt hier vor hohen finan­zi­el­len Fol­gen eines Unfalls.

Sport und akti­ve Frei­zeit: Ob Ski, Fuß­ball, Klet­tern oder ein­fach ein Sturz auf nas­sem Unter­grund: Vie­le Frei­zeit­un­fäl­le pas­sie­ren dort, wo gesetz­li­cher Schutz nicht greift. Eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung leis­tet typi­scher­wei­se, wenn der Unfall­be­griff erfüllt ist und eine dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung zurück­bleibt. Sport­un­fäl­le in Form von Ver­let­zun­gen durch rei­ne Über­las­tung oder ohne äuße­res Ereig­nis sind dage­gen je nach Tarif anders gere­gelt. Genau des­halb lohnt sich vor dem Abschluss ein Blick in die Bedin­gun­gen, damit Sie spä­ter kei­ne Über­ra­schung erle­ben.

Ent­schei­dend für Ihre Ent­schä­di­gung

Wie Glie­derta­xe und Inva­li­di­täts­grad Ihre Leis­tung bestim­men

Bei der pri­va­ten Unfall­ver­si­che­rung ent­schei­det nicht nur, ob gezahlt wird, son­dern vor allem wie viel. Der zen­tra­le Hebel ist der Inva­li­di­täts­grad. Er ergibt sich aus den Ver­trags­re­geln und wird häu­fig über die Glie­derta­xe bewer­tet. Wer die­se Logik ver­steht, kann Tari­fe rea­lis­tisch ver­glei­chen und ver­mei­det typi­sche Fehl­ent­schei­dun­gen wie eine zu nied­ri­ge Grund­sum­me oder eine Pro­gres­si­on, die zwar gut klingt, aber zur eige­nen Absi­che­rung gar nicht passt.

Die Glie­derta­xe ist eine Tabel­le in den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen. Sie legt fest, wie stark der Ver­lust oder die dau­er­haf­te Funk­ti­ons­be­ein­träch­ti­gung ein­zel­ner Kör­per­tei­le bewer­tet wird. Dar­aus ergibt sich ein pro­zen­tua­ler Inva­li­di­täts­grad. Die­ser Pro­zent­satz wird auf die ver­ein­bar­te Inva­li­di­täts­sum­me ange­wen­det. Ergeb­nis: die Ein­mal­zah­lung, die Ihnen bei einer aner­kann­ten dau­er­haf­ten Beein­träch­ti­gung zusteht.

Ein Bei­spiel: Wenn eine Inva­li­di­täts­sum­me von 200.000 Euro ver­ein­bart ist und ein Kör­per­teil laut Glie­derta­xe mit 20 Pro­zent bewer­tet wird, ergibt das rech­ne­risch 40.000 Euro. Ob die­ser Pro­zent­satz in Ihrem Tarif wirk­lich so ange­setzt wird, hängt von der kon­kre­ten Glie­derta­xe des Ver­si­che­rers ab. Genau hier unter­schei­den sich Tari­fe teils deut­lich, auch wenn die Bei­trä­ge ähn­lich aus­se­hen.

Wich­tig ist außer­dem die Fra­ge, ab wel­chem Inva­li­di­täts­grad über­haupt geleis­tet wird. Man­che Tari­fe set­zen eine Min­dest­gren­ze, ande­re leis­ten bereits ab sehr nied­ri­gen Inva­li­di­täts­gra­den. Das wirkt sich in der Pra­xis beson­ders bei klei­ne­ren, aber dau­er­haft spür­ba­ren Ein­schrän­kun­gen aus. Eben­falls ent­schei­dend: Fris­ten und Nach­wei­se. Häu­fig müs­sen Inva­li­di­tät und deren Grad inner­halb bestimm­ter Fris­ten ärzt­lich fest­ge­stellt und gel­tend gemacht wer­den. Wer hier zu spät reagiert oder unvoll­stän­dig doku­men­tiert, ris­kiert Kür­zun­gen oder Dis­kus­sio­nen.

Für den Ver­gleich bedeu­tet das: Schau­en Sie nicht zuerst auf „hohe Sum­men“, son­dern auf die Sys­te­ma­tik. Erst wenn Glie­derta­xe, Min­destin­va­li­di­tät, Pro­gres­si­on und Mit­wir­kungs­re­geln nach­voll­zieh­bar sind, lässt sich beur­tei­len, ob ein Tarif im Ernst­fall wirk­lich gut zahlt.

Leis­tungs­merk­ma­le, auf die Sie außer­dem ach­ten soll­ten

Hand zeichnet mit Kreide ein steigendes Balkendiagramm mit gelber Progressionskurve auf eine Tafel – Symbolbild für Progression in der Unfallversicherung.
Pro­gres­si­on – mehr Leis­tung bei schwe­rer Inva­li­di­tät

Pro­gres­si­on bedeu­tet: Bei hohen Inva­li­di­täts­gra­den steigt die Aus­zah­lung über­pro­por­tio­nal. Das kann sinn­voll sein, wenn Sie schwe­re Unfall­fol­gen beson­ders stark absi­chern möch­ten. Ent­schei­dend ist die Kom­bi­na­ti­on aus Grund­sum­me und Pro­gres­si­on. Eine hohe Pro­gres­si­on wirkt nur dann, wenn die Inva­li­di­täts­sum­me rea­lis­tisch gewählt ist. Wir prü­fen im Ver­gleich, ob die Pro­gres­si­on zu Ihrem Bedarf passt oder ob Sie eher mit einer höhe­ren Grund­sum­me bes­ser fah­ren.

Mann kniet verletzt im Herbstwald auf dem Weg und hält sich schmerzverzerrt das Knie – Joggingkleidung und Stirnband
Mit­wir­kungs­an­teil – wie stark zählt eine Vor­er­kran­kung?

Vie­le Tari­fe ent­hal­ten Mit­wir­kungs­re­geln: Wenn Krank­hei­ten oder Gebre­chen an den Unfall­fol­gen mit­ge­wirkt haben, kann die Leis­tung gekürzt wer­den. Wie streng die­se Regel ist und ab wel­chem Anteil gekürzt wird, unter­schei­det sich je nach Tarif. Gera­de wenn Sie bereits gesund­heit­li­che Ein­schrän­kun­gen haben, lohnt sich hier ein genau­er Blick. Denn im Ernst­fall ent­schei­det die­se Klau­sel häu­fig dar­über, ob Sie die vol­le Leis­tung erhal­ten oder nur einen Teil.

Sportlerin mit schmerzverzerrtem Gesicht greift sich an die Schulter – Verletzung durch Eigenbewegung beim Training
Eigen­be­we­gung – Unfäl­le ohne äuße­ren Ein­fluss

Nicht jede Ver­let­zung zählt auto­ma­tisch als Unfall. Klas­sisch ist ein Unfall ein plötz­li­ches Ereig­nis von außen. Vie­le All­tags­si­tua­tio­nen pas­sie­ren aber durch Eigen­be­we­gung, zum Bei­spiel beim Umkni­cken oder Heben. Eini­ge Tari­fe berück­sich­ti­gen bestimm­te Eigen­be­we­gungs­er­eig­nis­se, ande­re schlie­ßen sie aus oder defi­nie­ren sie enger. Wenn Sie einen Tarif wol­len, der auch typi­sche All­tags­ver­let­zun­gen bes­ser abdeckt, soll­ten Sie die­sen Punkt gezielt prü­fen.

Wis­sen, wor­auf es wirk­lich ankommt

Was Sie schon immer über die pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung wis­sen woll­ten

Eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung lohnt sich für alle, die finan­zi­el­le Fol­gen eines Unfalls abfe­dern möch­ten, auch in der Frei­zeit. Denn die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung schützt in vie­len Fäl­len nur bei Unfäl­len im Job, in der Schu­le oder auf direk­ten Wegen dort­hin. Sinn­voll ist der Schutz oft für Fami­li­en, akti­ve Men­schen, Selbst­stän­di­ge und alle, die im Fall einer dau­er­haf­ten Beein­träch­ti­gung Umbau­ten, Hilfs­mit­tel oder Ver­dienst­aus­fäl­le stem­men müss­ten. Ob und in wel­cher Höhe es passt, hängt von Ihrer Lebens­si­tua­ti­on und dem Bud­get ab.

Ver­si­chert sind in der Regel Unfäl­le, also plötz­lich von außen auf den Kör­per wir­ken­de Ereig­nis­se, die unfrei­wil­lig zu einer Gesund­heits­schä­di­gung füh­ren. Der Kern ist meist die Inva­li­di­täts­leis­tung, also eine ein­ma­li­ge Zah­lung, wenn eine dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung bleibt. Vie­le Tari­fe ent­hal­ten zusätz­li­che Bau­stei­ne wie Unfall­ren­te, Tage­geld, Kran­ken­haus­ta­ge­geld, Ber­gungs­kos­ten oder Reha-Leis­tun­gen. Nicht abge­deckt sind typi­scher­wei­se Krank­hei­ten. Details ste­hen immer in den Bedin­gun­gen, genau dort unter­schei­den sich Tari­fe spür­bar.

Die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung schützt vor allem in einem kla­ren Rah­men, typi­scher­wei­se bei Arbeits­un­fäl­len, Unfäl­len in Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und auf direk­ten Wegen. Die pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung schützt dage­gen grund­sätz­lich auch im pri­va­ten Bereich, je nach Ver­trags­be­din­gun­gen. Sie zahlt meist ver­ein­bar­te Sum­men oder Ren­ten, wenn nach einem Unfall dau­er­haf­te Fol­gen blei­ben oder Zusatz­leis­tun­gen grei­fen. Vie­le Men­schen nut­zen die pri­va­te Absi­che­rung, um Lücken zu schlie­ßen, weil die gesetz­li­chen Leis­tun­gen stark vom kon­kre­ten Ver­si­che­rungs­sta­tus und der Situa­ti­on abhän­gen.

Die Inva­li­di­täts­leis­tung ist meist eine Ein­mal­zah­lung. Sie greift, wenn nach einem Unfall eine dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung bleibt und die­se ärzt­lich fest­ge­stellt wird. Die Höhe hängt von Grund­sum­me, Glie­derta­xe und oft auch von einer Pro­gres­si­on ab.

Eine Unfall­ren­te ist eine monat­li­che Zah­lung, die nur man­che Tari­fe vor­se­hen. Häu­fig setzt sie einen höhe­ren Inva­li­di­täts­grad vor­aus. Ob eine Ren­te sinn­voll ist, hängt davon ab, ob Sie eher eine gro­ße Sofort­hil­fe oder eine lau­fen­de Zah­lung für den All­tag absi­chern möch­ten.

Den Inva­li­di­täts­grad beur­teilt in der Regel ein Arzt anhand der gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gung. Ver­si­che­rer kön­nen dafür Gut­ach­ten ver­lan­gen, beson­ders wenn es Unklar­hei­ten gibt. Sehr wich­tig sind die Fris­ten im Ver­trag: In vie­len Tari­fen muss die dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung inner­halb einer bestimm­ten Zeit nach dem Unfall ein­ge­tre­ten sein und ärzt­lich fest­ge­stellt sowie gemel­det wer­den. Wer hier zu spät reagiert, ris­kiert Pro­ble­me bei der Leis­tung. Dar­um: Unfall doku­men­tie­ren, früh­zei­tig behan­deln las­sen und Fris­ten sau­ber ein­hal­ten.

Typisch sind:

  • Inva­li­di­täts­leis­tung als Kern­bau­stein

  • Ber­gungs- und Ret­tungs­kos­ten (je nach Tarif bis zu bestimm­ten Gren­zen)

  • Reha- oder Hilfs­mit­tel-Leis­tun­gen (tarif­ab­hän­gig)

  • Kos­me­ti­sche Ope­ra­tio­nen nach einem Unfall (tarif­ab­hän­gig)

  • Kran­ken­haus­ta­ge­geld oder Unfall­ta­ge­geld als Zusatz

Ob die­se Punk­te ent­hal­ten sind und wie hoch die Leis­tun­gen aus­fal­len, ist von Tarif zu Tarif ver­schie­den. Für einen fai­ren Ver­gleich soll­ten Sie immer auf Leis­tungs­hö­hen, Aus­schlüs­se und Fris­ten schau­en.

Vie­le Tari­fe las­sen sich über Bau­stei­ne anpas­sen, etwa durch Pro­gres­si­on, Unfall­ren­te, Tage­geld, Assis­tance-Leis­tun­gen oder bes­se­re Leis­tun­gen bei bestimm­ten Risi­ken. Häu­fig gibt es auch tarif­li­che Erwei­te­run­gen für Kin­der, Senio­ren oder sport­lich akti­ve Per­so­nen. Wich­tig ist, dass die Erwei­te­rung zu Ihrem All­tag passt. Wenn Sie sel­ten im Kran­ken­haus sind, bringt Kran­ken­haus­ta­ge­geld oft wenig. Wenn Sie eher eine hohe Ein­mal­zah­lung für Umbau­ten oder Ver­dienst­aus­fäl­le brau­chen, ist eine sau­be­re Grund­sum­me plus pas­sen­de Pro­gres­si­on meist der Hebel.

Die Glie­derta­xe ist eine Tabel­le im Ver­trag. Sie legt fest, mit wel­chem Pro­zent­satz der Ver­lust oder die dau­er­haf­te Funk­ti­ons­be­ein­träch­ti­gung bestimm­ter Kör­per­tei­le bewer­tet wird (zum Bei­spiel Hand, Arm, Bein). Aus die­sem Pro­zent­satz ergibt sich zusam­men mit der Grund­sum­me die Inva­li­di­täts­leis­tung. Weil Glie­derta­xen je nach Anbie­ter unter­schied­lich aus­fal­len kön­nen, kann bei glei­chem Unfall und glei­cher Grund­sum­me eine deut­lich ande­re Aus­zah­lung her­aus­kom­men. Dar­um lohnt sich hier ein Blick ins Klein­ge­druck­te.

Pro­gres­si­on bedeu­tet: Bei höhe­ren Inva­li­di­täts­gra­den steigt die Aus­zah­lung über­pro­por­tio­nal. Das kann im Ernst­fall den Unter­schied machen, wenn eine schwe­re dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung ent­steht und hohe Kos­ten für Umbau­ten, Pfle­ge oder Ein­kom­mens­lü­cken auf­tre­ten. Ob Pro­gres­si­on sinn­voll ist, hängt von Ihrer Grund­sum­me und Ihrem Bedarf ab. Wich­tig: Eine hohe Pro­gres­si­on ersetzt kei­ne ver­nünf­ti­ge Grund­sum­me. Wenn die Basis zu nied­rig ist, bleibt auch mit Pro­gres­si­on die Leis­tung oft unter dem, was Sie wirk­lich bräuch­ten. Für vie­le ist eine soli­de Grund­sum­me plus ange­mes­se­ne Pro­gres­si­on der bes­te Mix.

Sie zahlt typi­scher­wei­se, wenn ein Unfall im Sin­ne der Bedin­gun­gen vor­liegt und dar­aus eine dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung ent­steht, die frist­ge­recht ärzt­lich fest­ge­stellt und gemel­det wird. Nicht gezahlt wird häu­fig, wenn die Ursa­che eine Krank­heit ist, wenn kei­ne dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung nach­weis­bar bleibt oder wenn Aus­schlüs­se grei­fen, etwa bei Vor­satz. Auch Fris­ten sind ein häu­fi­ger Stol­per­stein: Wird die Inva­li­di­tät zu spät fest­ge­stellt oder gemel­det, kann das die Leis­tung gefähr­den. Des­halb ist es wich­tig, nach einem Unfall sau­ber zu doku­men­tie­ren und die Bedin­gun­gen im Blick zu haben.

Vie­le Sport­ar­ten sind in der Unfall­ver­si­che­rung grund­sätz­lich mit­ver­si­chert. Ein­schrän­kun­gen gibt es je nach Tarif vor allem bei beson­ders ris­kan­ten Akti­vi­tä­ten, Wett­kämp­fen oder pro­fes­sio­nel­ler Aus­übung. Ent­schei­dend ist nicht das Wort „Sport“, son­dern was im Ver­trag als Risi­ko defi­niert oder aus­ge­schlos­sen wird. Wenn Sie regel­mä­ßig rei­ten, klet­tern, Moun­tain­bike fah­ren, Kampf­sport betrei­ben oder ähn­li­che Akti­vi­tä­ten aus­üben, soll­te das im Tarif­ver­gleich gezielt geprüft wer­den. So ver­mei­den Sie Über­ra­schun­gen im Leis­tungs­fall.

Für Kin­der kann eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung sehr sinn­voll sein, weil Unfäl­le häu­fig in der Frei­zeit pas­sie­ren. Die gesetz­li­che Absi­che­rung greift bei Kin­dern zwar in Kita, Schu­le und auf direk­ten Wegen, aber nicht auto­ma­tisch bei Frei­zeit­un­fäl­len. Bei Kin­dern geht es weni­ger um Ver­dienst­aus­fall, son­dern um finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für Reha, The­ra­pien, Hilfs­mit­tel oder Umbau­ten sowie Ent­las­tung der Fami­lie. Wich­tig ist eine pra­xis­taug­li­che Inva­li­di­täts­leis­tung und ein Tarif, der Leis­tun­gen klar regelt, ohne unnö­ti­ge Extras, die den Bei­trag nur erhö­hen.

In unse­rem aus­führ­li­chen FAQ fin­den Sie Ant­wor­ten auf über 50 häu­fi­ge Fra­gen zu Leis­tun­gen, Inva­li­di­tät, Ver­trags­de­tails, Kos­ten und Anbie­tern.

Indi­vi­du­el­le Absi­che­rung rich­tig berech­nen

Wie hoch soll­te die Grund­sum­me Ihrer Unfall­ver­si­che­rung sein?

Die Grund­sum­me ent­schei­det, ob eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung im Ernst­fall wirk­lich hilft oder nur „irgend­was zahlt“. Pau­scha­le Beträ­ge klin­gen zwar bequem, pas­sen aber sel­ten zu Ihrer Lebens­si­tua­ti­on. Sinn­voll ist eine Sum­me, die typi­sche Fol­ge­kos­ten nach einem schwe­ren Unfall abfe­dert und auch dann noch trägt, wenn sich Ihr All­tag dau­er­haft ver­än­dert.

Die Grund­sum­me ist die Basis für die Inva­li­di­täts­leis­tung, also die Ein­mal­zah­lung, wenn nach einem Unfall eine dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung aner­kannt wird. Je höher die Grund­sum­me, des­to stär­ker wirkt jeder Pro­zent­punkt Inva­li­di­tät. Genau das ist wich­tig, weil vie­le Unfall­fol­gen nicht bei 50 oder 100 Pro­zent lie­gen, son­dern deut­lich dar­un­ter. Dann ent­schei­det Ihre Grund­sum­me dar­über, ob am Ende ein spür­ba­rer Betrag her­aus­kommt oder eher „Klein­geld“.

Pra­xis­nah gedacht: Die Grund­sum­me soll­te nicht nur medi­zi­ni­sche Behand­lungs­kos­ten im Kopf haben, son­dern die Din­ge, die im All­tag teu­er wer­den kön­nen. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel Umbau­ten in der Woh­nung, Reha- und Hilfs­mit­tel, eine Pha­se mit weni­ger Ein­kom­men, zusätz­li­che Betreu­ungs­kos­ten oder eine Umschu­lung. Und ja: Pro­gres­si­on kann bei schwe­ren Inva­li­di­täts­gra­den stark hel­fen, ersetzt aber kei­ne ver­nünf­ti­ge Grund­sum­me. Wenn die Basis zu nied­rig ist, bleibt auch die bes­te Pro­gres­si­on in vie­len Fäl­len unter Ihren rea­len Kos­ten.

Eine gute Her­an­ge­hens­wei­se ist des­halb: erst Bedarf, dann Zahl.
Fra­gen Sie sich kon­kret: Was wür­de mich finan­zi­ell am meis­ten tref­fen, wenn ich nach einem Unfall dau­er­haft ein­ge­schränkt bin? Und wel­che ande­ren Absi­che­run­gen habe ich bereits (z. B. Berufs­un­fä­hig­keit, Kran­ken­ta­ge­geld, Rück­la­gen)? Dar­aus ergibt sich eine Grund­sum­me, die zu Ihnen passt und nicht zu irgend­ei­ner Tabel­le.

Prak­ti­sche Ori­en­tie­rung (Faust­re­geln, die wir im Ver­gleich an Ihren Bedarf anpas­sen):

  • Basis­schutz: Häu­fig wird als Unter­gren­ze etwa 2 bis 3 Jah­res­brut­to­ein­kom­men genannt, damit auch klei­ne­re Inva­li­di­täts­gra­de nicht ins Lee­re lau­fen.

  • Mehr Sicher­heit fürs Einkommen/Lebensstandard: Je nach Lebens­si­tua­ti­on arbei­ten vie­le mit 5 bis 6 Jah­res­brut­to­ein­kom­men, vor allem wenn lau­fen­de Ver­pflich­tun­gen (Fami­lie, Kre­dit) bestehen.

  • Selbst­stän­di­ge und Allein­ver­die­ner: Hier ist die Grund­sum­me oft höher zu pla­nen, weil finan­zi­el­le Puf­fer und staat­li­che Auf­fang­net­ze im Ernst­fall schnel­ler knapp wer­den.

  • Kin­der, Stu­die­ren­de, nicht berufs­tä­ti­ge Part­ner: Statt „Ein­kom­men erset­zen“ steht hier „All­tag absi­chern“ im Vor­der­grund (Hilfs­mit­tel, Umbau­ten, Betreu­ung). Die pas­sen­de Sum­me hängt stark davon ab, wie Ihr Fami­li­en­all­tag orga­ni­siert ist und wel­che Rück­la­gen vor­han­den sind.

Mehr Trans­pa­renz, mehr Sicher­heit beim Abschluss

Was kos­tet eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung und wor­auf soll­ten Sie beim Ver­gleich ach­ten?

Die Bei­trä­ge für eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung unter­schei­den sich stark. Das liegt nicht nur am Alter, son­dern vor allem an Beruf, Frei­zeit­ri­si­ko, der ver­ein­bar­ten Grund­sum­me und dar­an, wel­che Zusatz­bau­stei­ne wirk­lich ent­hal­ten sind. Wer nur auf den Preis schaut, ver­gleicht am Ende oft Äpfel mit Bir­nen. Sinn­voll ist ein Ver­gleich, der Kos­ten und Leis­tung sau­ber zusam­men­bringt und die Bedin­gun­gen mit­denkt.

Die Kos­ten einer pri­va­ten Unfall­ver­si­che­rung hän­gen typi­scher­wei­se von meh­re­ren Fak­to­ren ab: Ihrem Alter, Ihrer Berufs­grup­pe, Ihren Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten und der Fra­ge, wie hoch die Inva­li­di­täts­leis­tung im Ernst­fall sein soll. Gera­de die Kom­bi­na­ti­on aus Grund­sum­me und Pro­gres­si­on macht preis­lich viel aus. Nied­ri­ge Bei­trä­ge ent­ste­hen oft dadurch, dass die Grund­sum­me zu knapp kal­ku­liert ist oder wich­ti­ge Leis­tungs­be­stand­tei­le feh­len. Umge­kehrt sind „teu­re“ Tari­fe nicht auto­ma­tisch bes­ser, wenn die Mehr­kos­ten in Bau­stei­ne flie­ßen, die Sie rea­lis­tisch nie nut­zen oder die in den Bedin­gun­gen stark ein­ge­schränkt sind.

Wich­ti­ger als ein pau­scha­ler Euro Betrag ist des­halb: Wie gut passt der Tarif zu Ihrem Risi­ko und zu Ihrem Finanz­be­darf nach einem Unfall? Ach­ten Sie beim Ver­gleich zuerst auf die Stell­schrau­ben, die die Aus­zah­lung bestim­men: Glie­derta­xe, Min­destin­va­li­di­tät, Pro­gres­si­on und Mit­wir­kungs­re­geln. Prü­fen Sie außer­dem, wel­che Fris­ten und Nach­wei­se gefor­dert wer­den, ob bestimm­te Sport­ar­ten oder Tätig­kei­ten ein­ge­schränkt sind und wie Zusatz­leis­tun­gen wie Ber­gung, Reha oder Assis­tance kon­kret defi­niert sind. Genau in die­sen Details unter­schei­den sich Tari­fe deut­lich und genau dort ent­ste­hen spä­ter im Leis­tungs­fall die typi­schen Dis­kus­sio­nen.

Wenn Sie ver­glei­chen, lohnt sich eine kla­re Rei­hen­fol­ge: Erst defi­nie­ren Sie, wel­che Grund­sum­me für Ihren All­tag sinn­voll ist. Danach wäh­len Sie Pro­gres­si­on und Bau­stei­ne so, dass sie Ihren Bedarf absi­chern, statt nur den Bei­trag zu drü­cken. Wir unter­stüt­zen Sie dabei als Mak­ler, indem wir Tari­fe nicht nur nach Preis sor­tie­ren, son­dern Bedin­gun­gen ver­ständ­lich machen und offen­sicht­li­che Lücken her­aus­fil­tern. So erhal­ten Sie einen Schutz, der im Ernst­fall auch tat­säch­lich leis­tet, statt nur güns­tig zu wir­ken.

Top-Anbie­ter für Ihre Unfall­ver­si­che­rung

Wel­cher Tarif passt am bes­ten zu Ihrem Leben?

Hier fin­den Sie eine kura­tier­te Aus­wahl von Unfall­ver­si­che­rern, die wir in der Bera­tung häu­fig gegen­über­stel­len. Der Nut­zen für Sie: Jeder Anbie­ter setzt ande­re Schwer­punk­te, zum Bei­spiel Tari­fe ohne Gesund­heits­prü­fung, star­ke Reha-Leis­tun­gen oder beson­de­re Lösun­gen für Beru­fe, in denen Hän­de und Fin­ger beruf­lich ent­schei­dend sind.

Kli­cken Sie in die jewei­li­ge Detail­sei­te, wenn Sie den Fokus des Tarifs prü­fen möch­ten. Die kon­kre­te Leis­tung hängt immer von Tarif­li­nie, Bau­stei­nen und Ihrer per­sön­li­chen Situa­ti­on ab.

Logo der HanseMerkur Versicherung mit grünem Hintergrund und weißer Wort-Bild-Marke
Han­se­Mer­kur Unfall­ver­si­che­rung

Wenn Sie Wert auf fle­xi­ble Bau­stei­ne legen, ist Han­se­Mer­kur inter­es­sant, weil je nach Tarif eine Inva­li­di­täts­leis­tung und oder eine Unfall­ren­te mög­lich ist. Dazu kom­men je nach Tarif unter ande­rem Ber­gungs­kos­ten sowie Leis­tun­gen wie kos­me­ti­sche Ope­ra­tio­nen und Reha-Unter­stüt­zung.

Logo der Haftpflichtkasse mit stilisiertem Schriftzug in Blau und Gelb
Haft­pflicht­kas­se Unfall­ver­si­che­rung

Die Haft­pflicht­kas­se ist für vie­le span­nend, die einen unkom­pli­zier­ten Abschluss ohne Gesund­heits­prü­fung suchen. Je nach Tarif sind hohe Limits für Bergungs‑, Such- und Trans­port­kos­ten mög­lich. In leis­tungs­stär­ke­ren Vari­an­ten wer­den zudem teils The­men wie Insek­ten­sti­che oder Tier­bis­se aus­drück­lich mit­ge­dacht und es gibt optio­na­le Ser­vice­bau­stei­ne.

Logo der Baloise Versicherung mit dunkelblauem Schriftzug und Symbol auf transparentem Hintergrund
Baloi­se Unfall­ver­si­che­rung

Baloi­se posi­tio­niert sich stark über hohe Leis­tungs­stu­fen bei schwe­rer Inva­li­di­tät, etwa über eine Pro­gres­si­on-Vari­an­te, die ab einem höhe­ren Inva­li­di­täts­grad beson­ders deut­lich anzieht. Dazu kom­men je nach Tarif Bau­stei­ne wie medi­zi­ni­sche und beruf­li­che Reha­bi­li­ta­ti­on, Schmer­zens­geld sowie Kon­zep­te, bei denen Vor­er­kran­kun­gen bei der Leis­tungs­prü­fung weni­ger stark ins Gewicht fal­len kön­nen.

Logo der VHV Versicherungen mit schwarzem Schriftzug und drei markanten gelben Streifen auf transparentem Hintergrund
VHV Unfall­ver­si­che­rung

Die VHV ist vor allem dann eine Opti­on, wenn Sie eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung ohne Gesund­heits­fra­gen möch­ten, die den Schutz für Zuhau­se und Frei­zeit klar in den Vor­der­grund stellt. Wenn Sie einen schnel­len Ver­gleich mit Fokus auf Preis-Leis­tung suchen, lohnt sich der Blick in die Tarif­de­tails.

Logo der Handara Unfallversicherung mit orange-blauem Design und dem Schriftzug „Die Unfallversicherung“
Hand­ara Unfall­ver­si­che­rung

Hand­ara ist eine Spe­zi­al­lö­sung für alle, deren Hän­de und Fin­ger beruf­lich beson­ders wich­tig sind, zum Bei­spiel in Heil­be­ru­fen, Hand­werk, Musik oder Beau­ty. Der Kern­vor­teil ist eine eige­ne, auf Hand und Fin­ger aus­ge­rich­te­te Glie­derta­xe, ergänzt um zwei klar defi­nier­te Tarif­stu­fen. Wenn Sie hier ein erhöh­tes Exis­tenz­ri­si­ko sehen, ist das eine sehr geziel­te Alter­na­ti­ve zur klas­si­schen Unfall­ver­si­che­rung.

Zusam­men­fas­sung

Eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung schließt eine wich­ti­ge Lücke in der gesetz­li­chen Absi­che­rung – denn rund drei Vier­tel aller Unfäl­le pas­sie­ren in der Frei­zeit und sind dort nicht über die Berufs­ge­nos­sen­schaft gedeckt. Wer dau­er­haft kör­per­lich beein­träch­tigt ist, steht schnell vor erheb­li­chen finan­zi­el­len Her­aus­for­de­run­gen – sei es durch Umbau­kos­ten, Ein­kom­mens­ver­lust oder not­wen­di­ge Hilfs­mit­tel.

Anders als vie­le den­ken, geht es bei der pri­va­ten Unfall­ver­si­che­rung nicht nur um spek­ta­ku­lä­re Extrem­sport­er­eig­nis­se, son­dern um all­täg­li­che Risi­ken: ein Sturz im Gar­ten, ein Fahr­rad­un­fall auf dem Weg zum Ein­kau­fen, ein Miss­ge­schick beim Heim­wer­ken. Die Leis­tun­gen grei­fen bereits ab 1 % Inva­li­di­tät, in guten Tari­fen sogar bei Ver­let­zun­gen durch Eigen­be­we­gung, Insek­ten­sti­che oder Bewusst­seins­stö­run­gen.

Wor­auf es ankommt: Eine aus­rei­chend hohe Grund­sum­me, eine pas­sen­de Pro­gres­si­on, der Ver­zicht auf einen Mit­wir­kungs­an­teil bei Vor­er­kran­kun­gen und eine fai­re Glie­derta­xe. Wer sei­ne Unfall­ver­si­che­rung sorg­fäl­tig aus­wählt – und auf über­flüs­si­ge Zusatz­bau­stei­ne ver­zich­tet – erhält einen sta­bi­len Schutz für sich und die Fami­lie.

Mit unse­rem Unfall-Ver­gleichs­rech­ner fin­den Sie in weni­gen Minu­ten her­aus, wel­cher Tarif zu Ihrer Lebens­si­tua­ti­on passt – ob Sin­gle, Fami­lie, Selb­stän­di­ger oder Sport­ler.

Ver­tie­fen­des Wis­sen rund um Unfäl­le und Ver­si­che­rungs­schutz

Wei­te­re Aspek­te der pri­va­ten Unfall­ver­si­che­rung

Neben Tarif­de­tails lohnt sich der Blick auf kon­kre­te Unfall­bei­spie­le, weil hier vie­le Miss­ver­ständ­nis­se ent­ste­hen. Ent­schei­dend ist fast immer die­sel­be Fra­ge: Gilt das Ereig­nis als Unfall im Sin­ne der Bedin­gun­gen und bleibt eine dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung zurück? Genau an die­sen Punk­ten unter­schei­den sich Tari­fe und genau dort pas­sie­ren im Leis­tungs­fall die meis­ten Ent­täu­schun­gen.

Kreuz­band­riss
Verletzter Fußballspieler im gelben Trikot greift sich schmerzverzerrt ans Bein – symbolisch für Kreuzbandriss beim Sport

Ein Kreuz­band­riss pas­siert oft beim Sport und kann lan­ge nach­wir­ken. Für die Unfall­ver­si­che­rung ist wich­tig, wie die Ver­let­zung ent­stan­den ist: Ein kon­kre­tes, plötz­li­ches Ereig­nis von außen ist in vie­len Tari­fen der Klas­si­ker. Schwie­ri­ger wird es, wenn ein Riss ohne kla­ren Unfall­her­gang oder durch Eigen­be­we­gung ent­stan­den sein könn­te. Im Rat­ge­ber zei­gen wir, wor­auf es bei Aner­ken­nung, Nach­wei­sen und der Bewer­tung über Inva­li­di­tät und Glie­derta­xe ankommt.

Zecken­biss
Zwei Mädchen beim Wandern im Wald – eines zeigt auf einen möglichen Zeckenbiss am Bein, das andere Kind stützt sich auf Wanderstöcke

Ein Zecken­biss wirkt erst­mal „harm­los“, kann aber Infek­tio­nen nach sich zie­hen. Ver­si­che­rungs­recht­lich ist das hei­kel, weil Krank­heit und Unfall sau­ber getrennt wer­den. Eini­ge Unfall­ta­ri­fe berück­sich­ti­gen bestimm­te Infek­tio­nen durch Insek­ten­sti­che aus­drück­lich, ande­re nicht oder nur unter engen Vor­aus­set­zun­gen. Im Bei­trag erklä­ren wir, wann ein Zecken­biss in der Unfall­ver­si­che­rung über­haupt eine Rol­le spielt, wel­che For­mu­lie­run­gen in Bedin­gun­gen ent­schei­dend sind und wann eher ande­re Absi­che­run­gen grei­fen.

Bes­te Unfall­ver­si­che­rung
Sportliche Frau joggt früh morgens auf einer nebligen Waldstraße – Symbolbild für Eigenverantwortung und Unfallrisiko beim Training.

Bes­te Unfall­ver­si­che­rung“ heißt in der Pra­xis: best pas­send zu Ihrem Leben. Ent­schei­dend sind nicht Wer­be­ver­spre­chen, son­dern har­te Tarif­merk­ma­le: Glie­derta­xe, Pro­gres­si­on, Min­destin­va­li­di­tät, Mit­wir­kungs­re­geln, Fris­ten, Aus­schlüs­se und sinn­vol­le Assis­tance Leis­tun­gen. Im Rat­ge­ber fin­den Sie eine Check­lis­te, mit der Sie Tari­fe objek­tiv ver­glei­chen kön­nen und typi­sche Preis­fal­len ver­mei­den.

Wenn Sie tie­fer ein­stei­gen möch­ten, fin­den Sie im Unfall­ver­si­che­rungs Rat­ge­ber wei­te­re Fäl­le, Tarif­checks und Ent­schei­dungs­hil­fen. So kön­nen Sie Ihren Schutz Schritt für Schritt prü­fen, ohne sich durch Bedin­gun­gen kämp­fen zu müs­sen.

Häu­fi­ge Fra­gen

Bis zu wel­chem Alter kann ich eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung abschlie­ßen?

Das hängt vom Anbie­ter ab. Vie­le Ver­si­che­rer haben ein Höchst­ein­tritts­al­ter oder staf­feln die Leis­tun­gen im höhe­ren Alter anders. Häu­fig liegt die Gren­ze irgend­wo zwi­schen 70 und 80 Jah­ren, teils mit spe­zi­el­len Unfall-Senio­ren­ta­ri­fen. Wenn Sie bereits älter sind oder Vor­er­kran­kun­gen mit­brin­gen, ist ein Ver­gleich beson­ders wich­tig: Man­che Tari­fe blei­ben trotz­dem mög­lich, ande­re wer­den teu­er oder schrän­ken Leis­tun­gen ein. Wir prü­fen das anhand Ihrer Daten und zei­gen Ihnen, wel­che Optio­nen rea­lis­tisch sind.

Bei der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung kommt es im Home­of­fice stark dar­auf an, ob der Unfall im direk­ten Zusam­men­hang mit der beruf­li­chen Tätig­keit steht. Pri­va­te Wege inner­halb der Woh­nung kön­nen anders bewer­tet wer­den als im Betrieb. Beim Ehren­amt sind vie­le Tätig­kei­ten gesetz­lich unfall­ver­si­chert, aber nicht jede Situa­ti­on ist auto­ma­tisch abge­deckt. Eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung kann hier zusätz­li­che Sicher­heit geben, weil sie nicht auf den „Arbeits­be­zug“ ange­wie­sen ist. Wel­che Kom­bi­na­ti­on für Sie passt, hängt von Ihrer Tätig­keit und Ihrem All­tag ab.

Meist nicht in dem Sin­ne, dass ande­re Ver­trä­ge „weg­fal­len“. Die pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung ist typi­scher­wei­se eine Sum­men­ver­si­che­rung. Sie zahlt nach Ver­trag, unab­hän­gig davon, ob Sie par­al­lel Leis­tun­gen aus ande­ren Quel­len erhal­ten. Trotz­dem lohnt sich ein Blick auf Ihre Gesamt­ab­de­ckung: Bei einer Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, Kran­ken­ta­ge­geld oder einer guten Absi­che­rung über den Arbeit­ge­ber kön­nen Prio­ri­tä­ten anders lie­gen. Wir schau­en uns das als Gesamt­bild an, damit Sie kei­ne Dop­pel­ab­si­che­rung bezah­len, aber auch kei­ne Lücke über­se­hen.

Bei­trä­ge zur pri­va­ten Unfall­ver­si­che­rung kön­nen grund­sätz­lich als Vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen ange­setzt wer­den. In der Pra­xis bringt das oft wenig, weil vie­le Men­schen die steu­er­li­chen Höchst­be­trä­ge bereits mit Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung aus­schöp­fen. Ob Sie tat­säch­lich einen steu­er­li­chen Vor­teil haben, hängt von Ihrer indi­vi­du­el­len Situa­ti­on ab. Wenn das für Sie rele­vant ist, lohnt sich eine kur­ze Ein­ord­nung mit Steu­er­be­ra­ter oder Lohn­steu­er­hil­fe. Für die Ent­schei­dung „Unfall­ver­si­che­rung ja oder nein“ soll­te die Steu­er­fra­ge meist nicht der Haupt­grund sein.

Über den Autor