Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung im Ver­gleich: Pfle­ge­lü­cke rich­tig absi­chern

Wir ver­glei­chen Tari­fe und erklä­ren Unter­schie­de bei Pfle­ge­ta­ge­geld, Pfle­ger­en­te und Pfle­ge­kos­ten.

Seniorengruppe sitzt lachend an einem Gartentisch, eine Pflegekraft macht ein gemeinsames Selfie mit dem Smartphone

Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung: Wel­che Vari­an­ten gibt es und was passt zu Ihnen?

Wenn Pfle­ge nötig wird, geht es schnell um viel Geld. Die gesetz­li­che Pfle­ge­ver­si­che­rung hilft, sie deckt aber nicht auto­ma­tisch alle Kos­ten, vor allem im Pfle­ge­heim ent­steht häu­fig ein Eigen­an­teil. Genau hier setzt die Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung an. Sie kön­nen je nach Ziel zwi­schen Pfle­ge­ta­ge­geld, Pfle­ger­en­te und Pfle­ge­kos­ten­ver­si­che­rung wäh­len. Jede Lösung hat Stär­ken und Gren­zen, auch bei Gesund­heits­fra­gen, War­te­zei­ten und der Bei­trags­ent­wick­lung.

Inhalts­ver­zeich­nis
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Das Wich­tigs­te im Über­blick

Pfle­ge­lü­cke ver­ste­hen

War­um ist eine Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung sinn­voll?

Die gesetz­li­che Pfle­ge­ver­si­che­rung ist ein Teil­kos­ten­sys­tem. Im Pfle­ge­heim blei­ben trotz Leis­tun­gen häu­fig hohe Eigen­an­tei­le, je nach Auf­ent­halts­dau­er und Kos­ten­be­stand­tei­len deut­lich im vier­stel­li­gen Bereich. 

Eine pri­va­te Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung kann die­se Lücke plan­ba­rer machen, wenn Sie früh­zei­tig fest­le­gen, wie viel monat­li­che Unter­stüt­zung Sie im Pfle­ge­fall brau­chen und für wel­che Ver­sor­gungs­form (zu Hau­se oder Heim). Ent­schei­dend ist die rich­ti­ge Tarif­art und ein rea­lis­ti­scher Blick auf Bedin­gun­gen, Gesund­heits­fra­gen und Leis­tungs­re­geln.

Eine Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung soll Geld bereit­stel­len, wenn ein Pfle­ge­grad fest­ge­stellt wird. Wie das Geld aus­ge­zahlt wird, hängt von der Tarif­art ab:

  • Pfle­ge­ta­ge­geld: Sie ver­ein­ba­ren einen Betrag, der je nach Pfle­ge­grad aus­ge­zahlt wird. Das Geld ist meist frei ver­wend­bar, auch zur Unter­stüt­zung von Ange­hö­ri­gen oder für pri­va­te Hil­fe.

  • Pfle­ge­kos­ten­ver­si­che­rung: Sie bekom­men (je nach Tarif) tat­säch­li­che Kos­ten erstat­tet, oft gegen Nach­wei­se wie Rech­nun­gen. Das kann gut pas­sen, wenn Sie eine kla­re Kos­ten­er­stat­tung wün­schen.

  • Pfle­ger­en­te: Sie erhal­ten eine ver­trag­lich ver­ein­bar­te monat­li­che Ren­te im Pfle­ge­fall. Die­se Vari­an­te ist häu­fig teu­rer, kann aber je nach Aus­ge­stal­tung sta­bil kal­ku­liert sein.

  • Pfle­ge-Bahr: Staat­lich geför­der­te Vari­an­te mit 5 Euro Zuschuss pro Monat, dafür mit fes­ten Rah­men­be­din­gun­gen.

Ob eine Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung für Sie sinn­voll ist, ent­schei­det sich sel­ten an einem Schlag­wort, son­dern an drei Fra­gen:

  1. Wo soll Pfle­ge statt­fin­den und wer über­nimmt sie?
    Pfle­ge zu Hau­se und Pfle­ge im Heim ver­ur­sa­chen unter­schied­li­che Kos­ten und Orga­ni­sa­ti­ons­auf­wand. Tari­fe soll­ten zu Ihrer rea­lis­ti­schen Pla­nung pas­sen.

  2. Wie groß ist die Lücke, die Sie abfe­dern möch­ten?
    Im Heim set­zen sich Eigen­an­tei­le aus meh­re­ren Bau­stei­nen zusam­men. Wer hier nur „irgend­ei­nen Tarif“ nimmt, merkt oft zu spät, dass die Leis­tung nicht reicht. Zah­len ändern sich regel­mä­ßig, sinn­voll ist ein Puf­fer, der zur Finan­zie­rungs­la­ge Ihrer Fami­lie passt.

  3. Wie soll die Leis­tung funk­tio­nie­ren: frei ver­füg­bar oder kos­ten­ge­bun­den?
    Tage­geld ist oft fle­xi­bler im All­tag. Kos­ten­ver­si­che­rung ist stren­ger an Nach­wei­se gekop­pelt. Pfle­ger­en­te ist plan­bar, häu­fig mit höhe­rem Bei­trag.

Ach­ten Sie beim Ver­gleich auf:

  • Leis­tung nach Pfle­ge­grad (ab wann wird wie viel gezahlt)

  • Dynamik/Erhöhungsoptionen (damit die Leis­tung spä­ter nicht zu klein wirkt)

  • Bei­trags­be­frei­ung im Leis­tungs­fall (je nach Tarif)

  • Ambu­lant und sta­tio­när: deckt der Tarif bei­de Sze­na­ri­en sinn­voll ab?

Hier trennt sich „klingt gut“ von „funk­tio­niert im Pfle­ge­fall“:

  • Gesund­heits­fra­gen und Annah­me: Bei unge­för­der­ten Tari­fen sind Gesund­heits­fra­gen üblich. Vor­er­kran­kun­gen kön­nen zu Zuschlä­gen, Aus­schlüs­sen oder Ableh­nung füh­ren.

  • War­te­zei­ten: Beim Pfle­ge-Bahr gilt grund­sätz­lich eine War­te­zeit von bis zu fünf Jah­ren. Tari­fe ohne War­te­zeit gibt es beim Pfle­ge-Bahr nicht. Unge­för­der­te Tari­fe haben je nach Anbie­ter kei­ne War­te­zeit oder kür­ze­re War­te­zei­ten, das ist tarif­ab­hän­gig.

  • Maxi­mal­leis­tung: Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung ersetzt nicht auto­ma­tisch alle Kos­ten. Leis­tungs­hö­hen, Pfle­ge­grad-Logik und Limits sind ent­schei­dend.

  • Nach­wei­se: Bei Pfle­ge­kos­ten­ver­si­che­run­gen sind Nach­wei­se häu­fig Pflicht, bei Tage­geld meist weni­ger.

Wel­che Leis­tun­gen bie­tet eine Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung?

Leis­tungs­ar­ten und Vor­tei­le im Über­blick

Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung ist nicht gleich Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung. Je nach Tarif­art bekom­men Sie die Leis­tung ent­we­der als frei ver­füg­ba­res Geld (Tage­geld), als Erstat­tung nach Nach­wei­sen (Kos­ten­ver­si­che­rung) oder als fes­te monat­li­che Ren­te (Pfle­ger­en­te). Wel­che Vari­an­te passt, hängt weni­ger von „gut“ oder „schlecht“ ab, son­dern davon, wie Sie Pfle­ge rea­lis­tisch orga­ni­sie­ren wür­den, wie plan­bar Ihre Kos­ten sind und wie viel Fle­xi­bi­li­tät Sie brau­chen. Hier sehen Sie die wich­tigs­ten Unter­schie­de ver­ständ­lich erklärt.

Die gesetz­li­che Pfle­ge­ver­si­che­rung über­nimmt Leis­tun­gen, sie deckt aber häu­fig nicht alle Kos­ten, die im Pfle­ge­fall tat­säch­lich ent­ste­hen. Die pri­va­te Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung soll die­se Lücke abfe­dern. In der Pra­xis haben sich drei Grund­mo­del­le eta­bliert, die sich vor allem in zwei Punk­ten unter­schei­den:

  1. Wie wird gezahlt? Frei ver­füg­bar oder nur gegen Nach­wei­se.

  2. Wie plan­bar ist die Leis­tung? Fes­ter Betrag je Pfle­ge­grad oder Erstat­tung tat­säch­li­cher Kos­ten.

Wich­tig: Kei­ne Tarif­art ist auto­ma­tisch „die bes­te“. Ent­schei­dend ist, dass die Leis­tung im Pfle­ge­fall wirk­lich zu Ihrer Situa­ti­on passt. Wenn Ihre Fami­lie zum Bei­spiel viel zu Hau­se orga­ni­sie­ren wür­de, ist fle­xi­ble Leis­tung oft hilf­rei­cher als eine stren­ge Kos­ten­er­stat­tung. Wenn Sie dage­gen kla­re, beleg­ba­re Kos­ten erwar­ten, kann eine Kos­ten­ver­si­che­rung sinn­voll sein.

Pfle­ge­ta­ge­geld­ver­si­che­rung

Die Pfle­ge­ta­ge­geld­ver­si­che­rung zahlt bei fest­ge­stell­ter Pfle­ge­be­dürf­tig­keit einen ver­ein­bar­ten Betrag, meist gestaf­felt nach Pfle­ge­grad. Das Geld ist in vie­len Tari­fen frei ver­wend­bar. Das ist ein gro­ßer Vor­teil, weil Pfle­ge­kos­ten im All­tag nicht nur aus Pfle­ge­dienst-Rech­nun­gen bestehen, son­dern auch aus pri­va­ten Hil­fen, Fahr­ten, Ent­las­tungs­leis­tun­gen oder Umbau­ten.

Typisch sinn­voll, wenn Sie:

  • Pfle­ge zu Hau­se rea­lis­tisch ein­pla­nen oder Ange­hö­ri­ge unter­stüt­zen möch­ten

  • eine fle­xi­ble Leis­tung bevor­zu­gen, ohne jeden Euro nach­wei­sen zu müs­sen

  • einen Bau­stein möch­ten, der rela­tiv ein­fach zu ver­ste­hen ist

Wich­tig zu prü­fen:

  • Ab wel­chem Pfle­ge­grad wie viel gezahlt wird

  • Ob es Dyna­mik oder Erhö­hungs­op­tio­nen gibt

  • Ob Bei­trags­be­frei­ung im Leis­tungs­fall vor­ge­se­hen ist

Pfle­ge­kos­ten­ver­si­che­rung

Bei einer Pfle­ge­kos­ten­ver­si­che­rung wer­den Kos­ten, die tat­säch­lich ent­ste­hen, je nach Tarif ganz oder antei­lig erstat­tet. Häu­fig müs­sen dafür Nach­wei­se ein­ge­reicht wer­den, zum Bei­spiel Rech­nun­gen oder Leis­tungs­ab­rech­nun­gen. Die­se Vari­an­te kann gut pas­sen, wenn Sie eine sehr „abrech­nungs­na­he“ Lösung möch­ten und die Erstat­tung mög­lichst eng an ech­te Kos­ten kop­peln wol­len.

Typisch sinn­voll, wenn Sie:

  • eher mit nach­weis­ba­ren Pfle­ge­kos­ten rech­nen, zum Bei­spiel durch Pfle­ge­dienst oder Heim

  • einen Schutz möch­ten, der sich stär­ker an tat­säch­li­chen Aus­ga­ben ori­en­tiert

  • bereit sind, Unter­la­gen sau­ber zu doku­men­tie­ren

Wich­tig zu prü­fen:

  • Wel­che Kos­ten genau aner­kannt wer­den und wel­che nicht

  • Ob es Höchst­be­trä­ge, pro­zen­tua­le Erstat­tung oder Aus­schlüs­se gibt

  • Wel­che Nach­wei­se gefor­dert sind und wie prak­ti­ka­bel das im All­tag ist

Pfle­ger­en­ten­ver­si­che­rung

Die Pfle­ger­en­ten­ver­si­che­rung zahlt eine fes­te monat­li­che Ren­te, wenn Pfle­ge­be­dürf­tig­keit ein­tritt, je nach Tarif eben­falls nach Pfle­ge­grad gestaf­felt oder ab einem bestimm­ten Pfle­ge­grad. Der Vor­teil ist die Plan­bar­keit: Sie wis­sen genau, wel­cher Betrag monat­lich zur Ver­fü­gung steht. Die­se Lösung kann beson­ders inter­es­sant sein, wenn Sie eine lang­fris­tig kal­ku­lier­ba­re Absi­che­rung wün­schen.

Typisch sinn­voll, wenn Sie:

  • eine kon­stan­te, plan­ba­re Zah­lung möch­ten

  • Wert auf lang­fris­ti­ge Sta­bi­li­tät und kla­re Leis­tungs­lo­gik legen

  • das Geld fle­xi­bel ein­set­zen wol­len, unab­hän­gig davon, wie Pfle­ge orga­ni­siert wird

Wich­tig zu prü­fen:

  • Ab wel­chem Pfle­ge­grad geleis­tet wird

  • Ob die Leis­tung dyna­mi­sier­bar ist

  • Wie Bei­trag und Leis­tungs­ni­veau im Ver­hält­nis ste­hen

Je nach Anbie­ter las­sen sich die genann­ten Vari­an­ten ergän­zen oder sinn­voll aus­ge­stal­ten. Die­se Punk­te ent­schei­den oft stär­ker als Wer­be­aus­sa­gen:

  • Bei­trags­be­frei­ung im Leis­tungs­fall (damit der Ver­trag im Pfle­ge­fall nicht zur Zusatz­be­las­tung wird)

  • Dyna­mik oder Erhö­hungs­op­tio­nen (damit die Leis­tung spä­ter nicht zu klein wirkt)

  • Assis­tance-Leis­tun­gen wie Pfle­ge­be­ra­tung, Orga­ni­sa­ti­on von Hil­fe, Unter­stüt­zung bei Anträ­gen oder Ver­mitt­lung von Pfle­ge­leis­tun­gen

  • Leis­tungs­de­tails nach Pfle­ge­grad: Man­che Tari­fe sind in den unte­ren Pfle­ge­gra­den schwach und wer­den erst spä­ter wirk­lich rele­vant

  • Ambu­lant und sta­tio­när: Prü­fen, ob bei­des sinn­voll abge­deckt ist, nicht nur ein Sze­na­rio

Zum Schluss gilt: Der bes­te Tarif ist der, der im Ernst­fall leis­tet, ohne dass Sie sich durch Bedin­gun­gen kämp­fen müs­sen. Wenn Sie möch­ten, ver­glei­chen wir die Vari­an­ten für Sie, prü­fen Stol­per­stel­len wie Gesund­heits­fra­gen, War­te­zei­ten und Leis­tungs­staf­feln und geben Ihnen eine kla­re Emp­feh­lung, wel­che Lösung zu Ihrer Pfle­ge­si­tua­ti­on passt.

Bei­trag rea­lis­tisch ein­ord­nen

Kos­ten und Leis­tun­gen der Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung im Ver­gleich

Bei einer Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung zählt nicht nur der Monats­bei­trag. Ent­schei­dend ist, wie viel Geld Sie im Pfle­ge­fall tat­säch­lich bekom­men, ab wel­chem Pfle­ge­grad geleis­tet wird, ob Bei­trä­ge im Leis­tungs­fall wei­ter­lau­fen und wie sta­bil die Leis­tung durch Dyna­mik gere­gelt ist. In der Pra­xis unter­schei­den sich Tari­fe hier deut­lich. Als Ver­si­che­rungs­mak­ler prü­fen wir des­halb Bedin­gun­gen und Leis­tungs­aus­lö­ser, nicht nur „Preis pro Monat“.

Ach­ten Sie im Ver­gleich beson­ders auf Leis­tung je Pfle­ge­grad, Bei­trags­be­frei­ung im Pfle­ge­fall, Dyna­mik, War­te­zei­ten und Annah­me­kri­te­ri­en.

Kri­te­ri­um Alli­anz DFV Hal­le­sche Han­se­Mer­kur
Tarif­na­me Pfle­ge­ta­ge­geld Best Deutsch­land­Pfle­ge Flex OLGA­flex Pfle­ge Schutz +
Ein­tritts­al­ter online bis 60, dar­über auf Anfra­ge bis 75 Jah­re tarif­ab­hän­gig tarif­ab­hän­gig
Leis­tung bei Pfle­ge­grad 1 ca. 20 % der Voll­leis­tung indi­vi­du­ell wähl­bar ca. 10 % der Voll­leis­tung ab Pfle­ge­grad 1
Leis­tung bei Pfle­ge­grad 5 100 % bis 3.750 € monat­lich 100 % indi­vi­du­ell wähl­bar
War­te­zeit kei­ne kei­ne je nach Tarif/Variante kei­ne
Bei­trags­be­frei­ung im Pfle­ge­fall ab Pfle­ge­grad 5 ab Pfle­ge­grad 1 auf Antrag (autom. ab Pfle­ge­grad 5) ab Pfle­ge­grad 4 ab Pfle­ge­grad 3
Beson­der­hei­ten Assis­tance-/Ser­vice­leis­tun­gen (tarif­ab­hän­gig) fle­xi­bel gestalt­bar, Leis­tungs­hö­he wähl­bar Dynamik/Erhöhungsoptionen (tarif­ab­hän­gig) Leis­tung teils ohne Kos­ten­nach­weis, Assis­tance (tarif­ab­hän­gig)
Hin­weis: Anga­ben die­nen der Ori­en­tie­rung und kön­nen je nach Tarif­va­ri­an­te, Annah­me­richt­li­ni­en und Tarif­stand abwei­chen. Vor Abschluss prü­fen wir die Details zu Ihrer Situa­ti­on.

Vier häu­fig gewähl­te Tari­fe im Rech­ner­ver­gleich

Sie wis­sen schon, in wel­che Rich­tung es gehen soll? Dann kön­nen Sie den Bei­trag direkt berech­nen. Wenn Sie unsi­cher sind, wel­che Tarif­art zu Ihrer Pfle­ge­si­tua­ti­on passt, klä­ren wir das vor­ab kurz mit Ihnen und prü­fen die Bedin­gun­gen im Detail.

Logo der Allianz Versicherung
Alli­anz Pfle­ge­ta­ge­geld Best

Ein Pfle­ge­ta­ge­geld, das je Pfle­ge­grad aus­zahlt und bereits ab Pfle­ge­grad 1 leis­tet. Laut Pro­dukt­in­fo ohne War­te­zeit, mit Bei­trags­be­frei­ung ab Pfle­ge­grad 5. Gut, wenn Sie eine kla­re, plan­ba­re Geld­leis­tung möch­ten.

Logo der Deutschen Familienversicherung mit Schriftzug und stilisiertem Familienwappen in Blau
DFV Deutsch­land­Pfle­ge Flex

Fle­xi­ble Pfle­ge­ab­si­che­rung, bei der die Leis­tung indi­vi­du­ell gestal­tet wer­den kann. In den Unter­la­gen wird ein Höchst­auf­nah­me­al­ter von 75 Jah­ren genannt, zudem wird eine feh­len­de anfäng­li­che War­te­zeit beschrie­ben. Bei­trags­be­frei­ung ist je nach Rege­lung ab Pfle­ge­grad 1 auf Antrag mög­lich, auto­ma­tisch ab Pfle­ge­grad 5 wird sie eben­falls kom­mu­ni­ziert.

Logo der Hallesche Krankenversicherung auf transparentem Hintergrund
Hal­le­sche OLGA­flex

Pfle­ge­zu­satz­schutz mit Dyna­mik und Bei­trags­be­frei­ung ab Pfle­ge­grad 4. Je nach Aus­ge­stal­tung sind zusätz­li­che Ser­vice­leis­tun­gen mög­lich. Bei War­te­zei­ten und Detail­re­geln lohnt der Blick in die Tarif­va­ri­an­te, genau das prü­fen wir vor Abschluss.

Logo der HanseMerkur Versicherung mit grünem Hintergrund und weißer Wort-Bild-Marke
Han­se­Mer­kur Pfle­ge Schutz +

Leis­tung ab Pfle­ge­grad 1, Sofort­schutz ohne War­te­zeit wird in der Pro­dukt­kom­mu­ni­ka­ti­on her­vor­ge­ho­ben. Je nach Tarif kann die Leis­tung ohne Kos­ten­nach­wei­se aus­ge­stal­tet sein, zudem gibt es Vari­an­ten mit zusätz­li­chen Assis­tance-Bau­stei­nen. Wir hel­fen Ihnen, die pas­sen­de Tarif­kom­bi­na­ti­on zu iden­ti­fi­zie­ren.

Wei­te­re The­men rund um die Pfle­ge­ab­si­che­rung

Die­se Pfle­ge­bau­stei­ne könn­ten für Sie eben­falls rele­vant sein

Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung ist ein wich­ti­ger Bau­stein, aber nicht der ein­zi­ge. Je nach­dem, ob Sie vor allem Pfle­ge zu Hau­se absi­chern möch­ten, die gesetz­li­che Grund­la­ge bes­ser ver­ste­hen wol­len oder eine För­de­rung nut­zen möch­ten, loh­nen sich die­se drei The­men. So fin­den Sie schnel­ler den Weg zur pas­sen­den Lösung, ohne sich durch Fach­be­grif­fe kämp­fen zu müs­sen.

Vier ältere Menschen lachen gemeinsam im Freien und gehen Arm in Arm, gepflegte Umgebung im Hintergrund
Pfle­ge­ta­ge­geld

Pfle­ge­ta­ge­geld zahlt Ihnen im Pfle­ge­fall einen fes­ten Betrag, meist gestaf­felt nach Pfle­ge­grad. Das Geld ist in vie­len Tari­fen frei ein­setz­bar, zum Bei­spiel für Unter­stüt­zung zu Hau­se, Ent­las­tung von Ange­hö­ri­gen oder zusätz­li­che Hil­fe im All­tag.

Junge Familie liegt gemeinsam im Bett und lacht, Mutter, Vater und Baby blicken sich liebevoll an
Pfle­ge­pflicht­ver­si­che­rung

Die Pfle­ge­pflicht­ver­si­che­rung ist gesetz­lich vor­ge­schrie­ben und die Basis jeder Pfle­ge­ab­si­che­rung. Sie über­nimmt Leis­tun­gen, deckt aber nicht auto­ma­tisch alle Kos­ten. Hier sehen Sie ver­ständ­lich, wie Pfle­ge­gra­de funk­tio­nie­ren und war­um Eigen­an­tei­le ent­ste­hen kön­nen.

Junger Mann zeigt älterem Vater etwas am Smartphone, beide lachen und wirken vertraut und gut gelaunt
Pfle­ge-Bahr

Pfle­ge-Bahr ist eine staat­lich geför­der­te Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung. Sie kann inter­es­sant sein, wenn unge­för­der­te Tari­fe wegen Gesund­heits­fra­gen schwer wer­den. Wich­tig sind jedoch die Bedin­gun­gen, zum Bei­spiel Regeln zur War­te­zeit und zum Leis­tungs­um­fang.

Wer pro­fi­tiert am meis­ten von pri­va­ter Pfle­ge­vor­sor­ge?

Für wen ist eine Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung beson­ders emp­feh­lens­wert?

Eine Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung kann sinn­voll sein, muss aber zu Ihrer Lebens­rea­li­tät pas­sen. Ent­schei­dend ist nicht, ob Sie heu­te gesund sind, son­dern ob Sie im Pfle­ge­fall ver­mei­den möch­ten, dass Erspar­nis­se, Immo­bi­li­en­ver­mö­gen oder das Ein­kom­men Ihrer Fami­lie schnell auf­ge­braucht wer­den. Eben­so wich­tig ist, wie Pfle­ge bei Ihnen wahr­schein­lich orga­ni­siert wür­de, zu Hau­se oder im Heim, und wie viel finan­zi­el­ler Spiel­raum da wäre. Hier fin­den Sie eine kla­re Ori­en­tie­rung, für wen sich pri­va­te Pfle­ge­vor­sor­ge beson­ders lohnt, wor­auf Sie ach­ten soll­ten und wann ande­re Wege bes­ser pas­sen.

Grund­sätz­lich ent­steht der Bedarf meist dort, wo zwei Din­ge zusam­men­kom­men: Im Pfle­ge­fall sind zusätz­li­che Kos­ten rea­lis­tisch und gleich­zei­tig soll das eige­ne Ver­mö­gen oder das der Fami­lie geschützt wer­den. Je frü­her Sie sich damit beschäf­ti­gen, des­to mehr Aus­wahl haben Sie oft bei Tari­fen, Annah­me und Bei­trag. Es gibt aber auch Situa­tio­nen, in denen man sehr genau rech­nen soll­te.

Beson­ders emp­feh­lens­wert ist pri­va­te Pfle­ge­vor­sor­ge häu­fig für

1) Men­schen mit Ver­mö­gen oder Immo­bi­lie
Wenn Sie Rück­la­gen auf­ge­baut haben, eine Immo­bi­lie besit­zen oder Ver­mö­gen in der Fami­lie erhal­ten blei­ben soll, ist Pfle­ge­vor­sor­ge oft ein sinn­vol­ler Schutz. Denn im Pfle­ge­fall kön­nen über Jah­re Kos­ten ent­ste­hen, die sonst Schritt für Schritt an Ihr Erspar­tes gehen. Hier zählt vor allem eine Leis­tung, die hoch genug ist, um den Eigen­an­teil spür­bar abzu­fe­dern.

2) Paa­re und Fami­li­en, die Ange­hö­ri­ge nicht finan­zi­ell belas­ten möch­ten
Vie­le Ange­hö­ri­ge unter­stüt­zen orga­ni­sa­to­risch und finan­zi­ell. Eine pas­sen­de Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung kann hel­fen, dass Pfle­ge nicht auto­ma­tisch zur Dau­er­be­las­tung für Part­ner oder Kin­der wird. Wich­tig ist dabei, dass die Leis­tung auch dann passt, wenn Pfle­ge zu Hau­se orga­ni­siert wird und nicht nur im Heim.

3) Selbst­stän­di­ge und Per­so­nen mit schwan­ken­dem Ein­kom­men
Wenn das Ein­kom­men stark schwankt oder kei­ne klas­si­schen Sicher­hei­ten vor­han­den sind, ist Plan­bar­keit wich­tig. Pfle­ge­vor­sor­ge ist hier weni­ger „Nice to have“, son­dern oft Teil einer Gesamt­ab­si­che­rung, damit finan­zi­el­le Ver­pflich­tun­gen auch bei Pfle­ge­be­darf nicht zum Pro­blem wer­den.

4) Men­schen, die früh star­ten und Wahl­mög­lich­kei­ten erhal­ten möch­ten
Ein frü­her Abschluss bringt oft nicht nur güns­ti­ge­re Bei­trä­ge, son­dern vor allem mehr Aus­wahl. Das gilt beson­ders bei Gesund­heits­fra­gen. Wer erst sehr spät star­tet, hat häu­fi­ger weni­ger Optio­nen oder muss stär­ker mit Ein­schrän­kun­gen rech­nen.

5) Per­so­nen, die kla­re Leis­tung und ein­fa­che Regeln möch­ten
Wenn Sie im Ernst­fall kei­ne kom­pli­zier­te Kos­ten­er­stat­tung mit vie­len Nach­wei­sen möch­ten, soll­ten Sie gezielt Tari­fe wäh­len, die eine trans­pa­ren­te Leis­tungs­lo­gik haben. Das ver­hin­dert Ent­täu­schun­gen, wenn es dar­auf ankommt.

Wann Sie genau­er prü­fen soll­ten, ob es wirk­lich passt

Sehr knap­pes Bud­get: Wenn der Bei­trag nur mit Mühe dau­er­haft trag­bar ist, ist das Risi­ko hoch, dass der Ver­trag spä­ter gekün­digt wird. Dann war der Auf­bau umsonst. In sol­chen Fäl­len kann eine klei­ne­re, rea­lis­ti­sche Absi­che­rung sinn­vol­ler sein oder eine geför­der­te Alter­na­ti­ve.

Sehr gerin­ge Rück­la­gen und wenig zu schüt­zen­des Ver­mö­gen: Wenn im Pfle­ge­fall abseh­bar ohne­hin wenig vor­han­den ist, soll­te man ehr­lich prü­fen, ob Bei­trag und Nut­zen zusam­men­pas­sen. Hier sind Bera­tung und eine nüch­ter­ne Rech­nung wich­ti­ger als ein pau­scha­les „Ja“.

Wenn nur „irgend­ein Tarif“ abge­schlos­sen wird: Pfle­ge­vor­sor­ge funk­tio­niert nur, wenn Leis­tungs­hö­he, Pfle­ge­grad-Staf­fel und Bedin­gun­gen zu Ihrer Situa­ti­on pas­sen. Ein zu nied­ri­ger Schutz fühlt sich zwar güns­tig an, hilft aber im Pfle­ge­fall oft kaum.

Drei schnel­le Fra­gen, die bei der Ent­schei­dung wirk­lich hel­fen

  1. Was soll im Pfle­ge­fall geschützt wer­den: Ver­mö­gen, Immo­bi­lie, Ein­kom­men der Fami­lie?

  2. Wel­ches Sze­na­rio ist wahr­schein­li­cher: Pfle­ge zu Hau­se, gemisch­te Ver­sor­gung oder Pfle­ge­heim?

  3. Wie viel monat­li­che Unter­stüt­zung wäre rea­lis­tisch nötig, damit es spür­bar hilft?

Wenn Sie möch­ten, prü­fen wir mit Ihnen genau die­se Punk­te, ver­glei­chen pas­sen­de Vari­an­ten und sagen Ihnen offen, wo die Gren­zen lie­gen und wel­che Lösung in Ihrem Fall sinn­voll ist.

Ver­tie­fen­de Fra­gen zur Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung

Was Sie schon immer über die Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung wis­sen woll­ten

Eine Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung ist eine pri­va­te Ergän­zung zur gesetz­li­chen oder pri­va­ten Pfle­ge­pflicht­ver­si­che­rung. Sie zahlt im Pfle­ge­fall eine ver­trag­lich ver­ein­bar­te Leis­tung, zum Bei­spiel als monat­li­che Ren­te, als Pfle­ge­ta­ge­geld oder als Kos­ten­er­stat­tung. Ziel ist, die finan­zi­el­le Lücke zu ver­klei­nern, die oft ent­steht, wenn Pfle­ge zuhau­se oder im Heim orga­ni­siert wer­den muss.

Die Pfle­ge­pflicht­ver­si­che­rung über­nimmt nicht auto­ma­tisch alle Kos­ten. Je nach Pfle­ge­si­tua­ti­on bleibt häu­fig ein Eigen­an­teil übrig, der über Mona­te oder Jah­re zur Belas­tung wird. Eine pas­sen­de Zusatz­ver­si­che­rung kann hel­fen, Erspar­nis­se zu schüt­zen und Ange­hö­ri­ge finan­zi­ell zu ent­las­ten, weil Sie plan­ba­rer vor­sor­gen.

In der Pra­xis gibt es drei Haupt­mo­del­le: Pfle­ge­ta­ge­geld, Pfle­ger­en­te und Pfle­ge­kos­ten­ver­si­che­rung. Dazu kommt als Son­der­form die staat­lich geför­der­te Pfle­ge Bahr. Wel­che Vari­an­te passt, hängt davon ab, ob Sie freie Ver­füg­bar­keit (Tagegeld/Rente) oder Erstat­tung gegen Nach­wei­se (Kos­ten­ver­si­che­rung) möch­ten.

Das hängt vom Tarif ab. Üblich ist, dass die Leis­tung an einen fest­ge­stell­ten Pfle­ge­grad gekop­pelt ist. Pfle­ge­ta­ge­geld und Pfle­ger­en­te sind oft frei ver­wend­bar, zum Bei­spiel für Eigen­an­tei­le, Haus­halts­hil­fen oder Unter­stüt­zung von Ange­hö­ri­gen. Die Pfle­ge­kos­ten­ver­si­che­rung erstat­tet typi­scher­wei­se nur nach Rech­nung und im ver­ein­bar­ten Rah­men.

Eine pau­scha­le Ant­wort gibt es nicht. In der Pra­xis ist ein frü­her Abschluss oft ein­fa­cher, weil Bei­trä­ge dann meist nied­ri­ger kal­ku­liert sind und die Gesund­heits­prü­fung eher unkri­tisch aus­fällt. Ent­schei­dend ist, ob Sie im Pfle­ge­fall eine finan­zi­el­le Lücke rea­lis­tisch schlie­ßen kön­nen und wol­len, ohne sich im All­tag zu über­neh­men.

Der Bei­trag rich­tet sich vor allem nach Ein­tritts­al­ter, Gesund­heits­zu­stand und gewünsch­ter Leis­tung. Dazu kom­men Tarif­de­tails wie Dyna­mik (Anpas­sung der Leis­tung über die Jah­re) oder Bei­trags­be­frei­ung im Leis­tungs­fall. Für belast­ba­re Zah­len braucht es immer eine kon­kre­te Berech­nung, weil zwei Per­so­nen glei­chen Alters je nach Leis­tungs­hö­he deut­lich unter­schied­li­che Bei­trä­ge haben kön­nen.

Der Ver­si­che­rungs­schutz star­tet grund­sätz­lich zum ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Beginn. Ob Leis­tun­gen sofort gezahlt wer­den, hängt von mög­li­chen War­te­zei­ten ab. Bei der geför­der­ten Pfle­ge Bahr ist eine War­te­zeit gesetz­lich vor­ge­se­hen, in vie­len Fäl­len bis zu fünf Jah­re (Aus­nah­men kön­nen je nach Rege­lung mög­lich sein, etwa bei Unfäl­len, tarif­ab­hän­gig). Prü­fen Sie das immer im Bedin­gungs­werk, bevor Sie sich dar­auf ver­las­sen.

Bei vie­len unge­för­der­ten Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­run­gen ja. Je nach Vor­er­kran­kun­gen kann es Zuschlä­ge, Aus­schlüs­se oder eine Ableh­nung geben. Die Pfle­ge Bahr ist als geför­der­te Vari­an­te so aus­ge­stal­tet, dass der Zugang ohne klas­si­sche Risi­ko­prü­fung mög­lich ist, dafür gel­ten aber fes­te Rah­men­be­din­gun­gen (unter ande­rem War­te­zeit und Min­dest­leis­tun­gen).

Ori­en­tie­ren Sie sich an Ihrem Ziel: Wol­len Sie eher einen Teil des Eigen­an­teils abfe­dern oder eine grö­ße­re Lücke schlie­ßen? Sinn­voll ist, ein­mal rea­lis­tisch zu rech­nen, was monat­lich zusätz­lich ver­füg­bar sein müss­te, wenn Pfle­ge zuhau­se orga­ni­siert wird und was pas­sie­ren wür­de, wenn ein Heim nötig wird. Wich­tig ist auch, ob der Tarif eine Dyna­mik bie­tet, damit die Leis­tung nicht über Jah­re an Kauf­kraft ver­liert.

Sie kön­nen Bei­trä­ge in der Steu­er­erklä­rung grund­sätz­lich als Vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen ange­ben. In der Pra­xis ver­pufft der Effekt bei vie­len jedoch, weil die Höchst­be­trä­ge häu­fig schon durch Kran­ken und Pfle­ge­pflicht­bei­trä­ge aus­ge­schöpft sind. Zusätz­lich gibt es Recht­spre­chung, die den steu­er­li­chen Mehr­wert von Pfle­ge­zu­satz­bei­trä­gen begren­zen kann. Im Zwei­fel soll­te das ein Steu­er­be­ra­ter ein­ord­nen.

Das hängt vom Anbie­ter und Tarif ab. Vie­le Tari­fe haben ein Höchst­ein­tritts­al­ter oder wer­den im höhe­ren Alter deut­lich teu­rer. Je spä­ter Sie star­ten, des­to wahr­schein­li­cher wer­den zudem Ein­schrän­kun­gen durch Gesund­heits­fra­gen. Wenn Sie schon älter sind, ist eine sau­be­re Prü­fung der Annah­me­re­geln wich­ti­ger als ein schnel­ler Online-Abschluss.

Die Pfle­ge Bahr ist eine staat­lich geför­der­te Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung. Es gibt eine monat­li­che Zula­ge (aktu­ell 5 Euro), wenn bestimm­te Bedin­gun­gen erfüllt sind, unter ande­rem ein eige­ner Min­dest­bei­trag. Im Gegen­zug gel­ten fes­te gesetz­li­che Leit­plan­ken wie War­te­zeit und Min­dest­leis­tun­gen, die der Tarif erfül­len muss. Sie kann pas­sen, wenn eine unge­för­der­te Absi­che­rung wegen Gesund­heit oder Bud­get schwie­rig ist, ersetzt aber nicht auto­ma­tisch einen leis­tungs­star­ken, frei wähl­ba­ren Pri­vat­ta­rif.

Ergän­zen­de Absi­che­run­gen, die oft über­se­hen wer­den

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Pfle­ge ist häu­fig nicht das ein­zi­ge finan­zi­el­le Risi­ko. Je nach Lebens­si­tua­ti­on spie­len auch Ein­kom­mens­aus­fäl­le, zusätz­li­che Gesund­heits­kos­ten oder die finan­zi­el­le Ent­las­tung der Fami­lie eine Rol­le. Die­se drei The­men sind kei­ne Pfle­ge­pro­duk­te, kön­nen Ihre Vor­sor­ge aber sinn­voll ergän­zen.

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Häu­fi­ge Feh­ler beim Abschluss einer Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung und wie Sie sie ver­mei­den

Eine Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung kann im Pfle­ge­fall viel Druck aus der Fami­lie neh­men. Gleich­zei­tig ist das The­ma kom­plex: Pfle­ge­gra­de, Leis­tungs­staf­feln, Gesund­heits­fra­gen und Tarif­de­tails ent­schei­den dar­über, ob der Schutz spä­ter wirk­lich hilft. Damit Sie nicht nur „irgend­et­was“ abschlie­ßen, fin­den Sie hier die häu­figs­ten Feh­ler aus der Pra­xis und kla­re Hin­wei­se, wie Sie die­se ver­mei­den. Ohne Wer­be­ver­spre­chen, son­dern mit Blick dar­auf, was im Ernst­fall zählt.

1) Zu spät star­ten und dadurch unnö­tig Aus­wahl ver­lie­ren

Vie­le küm­mern sich erst, wenn Pfle­ge im Umfeld plötz­lich The­ma wird. Dann sind Bei­trä­ge oft höher und Gesund­heits­fra­gen kön­nen den Abschluss erschwe­ren oder ver­teu­ern.
So ver­mei­den Sie den Feh­ler: Star­ten Sie früh­zei­tig mit einer rea­lis­ti­schen Ziel-Leis­tung. Auch wenn Sie noch jung sind: Ent­schei­dend ist, dass der Bei­trag lang­fris­tig bezahl­bar bleibt.

2) Zu nied­ri­ge Leis­tung wäh­len, die im Pfle­ge­fall kaum hilft

Ein häu­fi­ger Denk­feh­ler ist „Haupt­sa­che ver­si­chert“. Wenn die Leis­tung zu nied­rig ist, bleibt die finan­zi­el­le Belas­tung trotz­dem groß, gera­de bei län­ge­rer Pfle­ge­be­dürf­tig­keit.
So ver­mei­den Sie den Feh­ler: Rech­nen Sie nicht „auf Kan­te“. Pla­nen Sie lie­ber eine Leis­tung, die spür­bar ent­las­tet, und prü­fen Sie, ob Dyna­mik oder Erhö­hungs­op­tio­nen ent­hal­ten sind.

3) Pfle­ge­grad-Staf­fel über­se­hen: Ab wann wird wirk­lich gezahlt?

Vie­le Tari­fe leis­ten unter­schied­lich stark je Pfle­ge­grad. Man­che sind in den unte­ren Pfle­ge­gra­den eher schwach und wer­den erst ab höhe­ren Pfle­ge­gra­den rele­vant.
So ver­mei­den Sie den Feh­ler: Schau­en Sie in die Staf­fel: Wie viel Pro­zent gibt es bei Pfle­ge­grad 1, 2, 3, 4, 5? Das ent­schei­det, ob der Tarif auch in „leich­te­ren“ Pfle­ge­fäl­len hilft.

4) War­te­zei­ten und Gesund­heits­fra­gen falsch ein­schät­zen

Bei unge­för­der­ten Tari­fen sind Gesund­heits­fra­gen üblich. Wer hier unvoll­stän­dig oder falsch ant­wor­tet, ris­kiert spä­ter Pro­ble­me im Leis­tungs­fall. Beim Pfle­ge-Bahr gilt zudem eine War­te­zeit, die vie­le über­se­hen.
So ver­mei­den Sie den Feh­ler: Beant­wor­ten Sie Gesund­heits­fra­gen voll­stän­dig und wahr­heits­ge­mäß. Wenn es gesund­heit­li­che The­men gibt, ist eine sau­be­re Vor­prü­fung sinn­voll. Und: Prü­fen Sie expli­zit, ob und wel­che War­te­zei­ten gel­ten.

5) Kei­ne Dyna­mik wäh­len und damit Kauf­kraft ver­lie­ren

Pfle­ge­kos­ten stei­gen über Jah­re. Ohne Dyna­mik oder Erhö­hungs­op­tio­nen kann eine heu­te pas­sen­de Leis­tung spä­ter zu klein sein.
So ver­mei­den Sie den Feh­ler: Ach­ten Sie auf Dyna­mik oder fle­xi­ble Anpas­sun­gen. Wich­tig ist auch, wie oft man erhö­hen darf und ob dafür erneut Gesund­heits­fra­gen gestellt wer­den.

6) Nur auf „Bei­trag heu­te“ schau­en statt auf Bedin­gun­gen und Bei­trag im Alter

Der güns­tigs­te Ein­stieg ist nicht auto­ma­tisch der bes­te Schutz. Ent­schei­dend sind Bedin­gun­gen, Leis­tungs­aus­lö­ser und die Bei­trags­lo­gik über die Lauf­zeit.
So ver­mei­den Sie den Feh­ler: Ver­glei­chen Sie nicht nur den Monats­bei­trag, son­dern auch Bei­trags­be­frei­ung im Leis­tungs­fall, Leis­tung je Pfle­ge­grad, Nach­weis­pflich­ten (bei Kos­ten­ver­si­che­rung) und Anpas­sungs­op­tio­nen.

Zusam­men­fas­sung

Die pri­va­te Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung ergänzt die gesetz­li­che Pfle­ge­pflicht­ver­si­che­rung und hilft, hohe Eigen­an­tei­le im Pfle­ge­fall zu ver­mei­den. Je nach Tarif – ob Pfle­ge­ta­ge­geld, Pfle­ger­en­te, Pfle­ge­kos­ten­ver­si­che­rung oder Pfle­ge-Bahr – erhal­ten Sie eine indi­vi­du­ell pas­sen­de Absi­che­rung. Die Bei­trä­ge rich­ten sich nach Ein­tritts­al­ter, Gesund­heits­zu­stand und gewünsch­ter Leis­tungs­hö­he. Ein Ver­gleich ver­schie­de­ner Anbie­ter lohnt sich, da Leis­tungs­um­fang, War­te­zei­ten und Bei­trags­be­frei­ung stark vari­ie­ren. Für vie­le Men­schen ist die Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung ein sinn­vol­ler Bau­stein der per­sön­li­chen Vor­sor­ge – sei es zur Ent­las­tung der Fami­lie, zur Ver­mö­gens­si­che­rung oder zur frei­en Wahl von Pfle­ge­form und Ein­rich­tung.

Häu­fi­ge Fra­gen

Gilt der Ver­si­che­rungs­schutz auch bei Pfle­ge im Aus­land?

Das ist tarif­ab­hän­gig. Vie­le Rege­lun­gen ori­en­tie­ren sich dar­an, wo Sie Ihren gewöhn­li­chen Auf­ent­halt haben und wie Leis­tun­gen im Aus­land nach­ge­wie­sen wer­den. Wenn Pfle­ge im Aus­land ein rea­lis­ti­sches Sze­na­rio ist, soll­ten Sie das vor Abschluss schrift­lich klä­ren und nicht nur auf Wer­be­aus­sa­gen ver­trau­en. Als Ori­en­tie­rung: Selbst bei der Pfle­ge­pflicht­ver­si­che­rung gibt es kla­re Aus­lands­re­geln, die nicht in jedem Land gleich wir­ken.

Schau­en Sie in die Ver­trags­un­ter­la­gen: Dort ste­hen Lauf­zeit, Kün­di­gungs­frist und der Kün­di­gungs­ter­min (oft zum Ende des Ver­si­che­rungs­jah­res). Wich­tig: Ein Wech­sel kann eine neue Gesund­heits­prü­fung aus­lö­sen und War­te­zei­ten kön­nen wie­der rele­vant wer­den. Kün­di­gen Sie daher erst, wenn die Anschluss­lö­sung sicher bestä­tigt ist.

Grund­sätz­lich ist das mög­lich, wenn die ver­si­cher­te Per­son kor­rekt ein­ge­bun­den ist und alle Antrags­an­ga­ben (inklu­si­ve Gesund­heits­an­ga­ben, falls erfor­der­lich) voll­stän­dig und wahr­heits­ge­mäß erfol­gen. In der Pra­xis braucht es meist die Mit­wir­kung und Zustim­mung der ver­si­cher­ten Per­son. Wenn es um Eltern geht, ist oft ent­schei­dend, ob das Ein­tritts­al­ter und die Annah­me­re­geln noch pas­sen.

Dann endet die Leis­tung in der Regel, sobald die Vor­aus­set­zun­gen (Pfle­ge­grad oder Pfle­ge­be­dürf­tig­keit im Sin­ne des Ver­trags) nicht mehr vor­lie­gen. Der Ver­trag läuft nor­ma­ler­wei­se wei­ter und Sie zah­len wie­der Bei­trä­ge, sofern kei­ne Bei­trags­be­frei­ung greift. Wenn der Pfle­ge­grad spä­ter erneut fest­ge­stellt wird, lebt der Leis­tungs­an­spruch wie­der auf, nach den Regeln des Ver­trags.

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