Wohngebäudeversicherung vergleichen: Tarife und Beitrag prüfen
Tarife für Feuer, Leitungswasser, Sturm Hagel und Elementar in wenigen Minuten vergleichen.
Was deckt die Wohngebäudeversicherung ab und worauf kommt es beim Vergleich an?
Ein Haus ist mehr als vier Wände. Wenn ein Rohr platzt, ein Sturm das Dach beschädigt oder ein Brand Teile des Gebäudes unbewohnbar macht, wird es schnell teuer. Genau hier setzt die Wohngebäudeversicherung an: Sie schützt die Bausubstanz und fest verbundene Bestandteile, also das, was zum Gebäude gehört. Entscheidend ist nicht nur, ob eine Police „besteht“, sondern ob die Leistungen zur Immobilie passen. Im Vergleich geht es deshalb um die klassischen Gefahren Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel. Viele Eigentümer prüfen zusätzlich Bausteine wie Elementarschäden, Glas oder Photovoltaik, weil moderne Risiken oft genau dort liegen, wo der Basisschutz aufhört.
Beim Tarifvergleich sollten Sie vor allem auf drei Punkte achten: Wie wird die Versicherungssumme ermittelt, damit Unterversicherung möglichst vermieden wird, welche Selbstbeteiligung ist sinnvoll und welche Extras sind für Ihr Haus wirklich relevant. Auch die Kosten hängen nicht von einem Pauschalpreis ab, sondern von Faktoren wie Lage, Bauart, Wohnfläche und Ausstattung. Wenn Sie Tarife strukturiert vergleichen, sehen Sie schnell, welcher Schutz im Schadenfall wirklich trägt und welcher nur günstig wirkt.
Das Wichtigste im Überblick
- Grundschutz: Eine Wohngebäudeversicherung deckt in der Basis meist Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel am Gebäude ab. Für bewegliche Sachen in der Wohnung ist in der Regel die Hausratversicherung zuständig.
- Elementar ist extra: Schäden durch Hochwasser, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch sind normalerweise nicht automatisch dabei, dafür braucht es den Elementarschutz als Zusatzbaustein.
- Unterversicherung vermeiden: Achten Sie darauf, dass die Versicherungssumme korrekt ermittelt wird (oft über „Wert 1914“ / gleitender Neuwert). Ein Unterversicherungsverzicht gilt nur, wenn Angaben stimmen und wertsteigernde Umbauten gemeldet werden.
- Was im Schadenfall zählt: Entscheidend ist, ob der Vertrag wirklich auf Wiederherstellung / Wiederaufbau ausgelegt ist und welche Kosten mitlaufen (z. B. Aufräumkosten, Mietausfall je nach Bedingung).
- Grobe Fahrlässigkeit prüfen: Je nach Tarif kann der Versicherer bei grober Fahrlässigkeit kürzen oder verweigern. Wer das Risiko reduzieren will, achtet auf einen Tarif mit Verzicht auf Einwand grober Fahrlässigkeit
- Beitrag und Anpassungen: Der Preis hängt stark von Lage, Bauart, Wohnfläche und Extras (z. B. Elementar) ab. Beiträge können über Anpassungsmechanismen steigen, daher lohnt sich ein Vergleich, wenn sich Kosten oder Bedarf ändern.
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Sicherheit fürs Haus, planbar für Ihr Budget
Warum eine Wohngebäudeversicherung für Eigentümer so wichtig ist
Ein Schaden am Gebäude trifft Eigentümer meist doppelt: Es geht nicht nur um hohe Reparaturkosten, sondern oft auch um die Frage, ob das Haus kurzfristig nutzbar bleibt. Ein Rohrbruch kann Wände und Böden durchnässen, ein Sturm kann Dachflächen öffnen, und ein Brand verursacht schnell Schäden, die weit über das sichtbare Feuer hinausgehen. Genau für diese Fälle ist die Wohngebäudeversicherung da: Sie schützt die Bausubstanz und fest mit dem Gebäude verbundene Bestandteile wie Dach, Heizung oder Leitungen.
Wichtig ist dabei die Einordnung: Die Wohngebäudeversicherung ist nicht „nice to have“, sondern die zentrale Absicherung für Immobilienbesitzer. Ohne sie können selbst einzelne Ereignisse die Rücklagen sprengen, vor allem wenn zusätzlich Aufräumarbeiten, Trocknung, Handwerker und Materialpreise zusammenkommen. Bei vermieteten Objekten kommt häufig noch ein weiterer Punkt dazu, etwa wenn Wohnraum vorübergehend nicht nutzbar ist.
Damit der Schutz im Ernstfall wirklich trägt, sollte der Tarif zu Bauart, Lage und Ausstattung passen. Viele Eigentümer ergänzen deshalb den Basisschutz um sinnvolle Bausteine, zum Beispiel Elementarschäden, wenn Starkregen oder Hochwasser realistisch sind, oder Zusatzleistungen für Photovoltaik. So entsteht ein Schutz, der nicht nur auf dem Papier gut klingt, sondern im Schadenfall praktisch hilft.
Starkregen, Sturm und Hagel treffen Immobilien immer häufiger und oft völlig überraschend. Schon ein abgedecktes Dach kann Folgeschäden im Haus auslösen, wenn Regen eindringt. Eine Wohngebäudeversicherung fängt solche Schäden ab, je nach Tarif auch mit passendem Elementarschutz. So bleibt das finanzielle Risiko planbar.
Ein Rohrbruch oder Brand kann schnell fünfstellige Summen verursachen, inklusive Trocknung, Wiederherstellung und Handwerkerkosten. Ohne Versicherung wird aus einem Schaden schnell ein jahrelanges Finanzthema. Die Wohngebäudeversicherung sorgt dafür, dass Reparaturen bezahlt werden und Sie nicht alles aus Rücklagen oder Kredit stemmen müssen.
Wer Eigentum hat, trägt Verantwortung für das Gebäude und die eigene finanzielle Stabilität. Eine passende Wohngebäudeversicherung schützt vor den typischen Risiken wie Feuer, Leitungswasser und Sturm Hagel. Sie schafft Sicherheit im Alltag und hilft, im Ernstfall schnell zu handeln, statt erst Kosten zu kalkulieren.
Klassische Gefahren, klar erklärt
Leistungen der Wohngebäudeversicherung im Überblick
Die Wohngebäudeversicherung schützt Ihr Haus gegen typische Schäden, die an der Bausubstanz und an fest verbauten Bestandteilen entstehen können. Dazu zählen zum Beispiel Außenwände, Dach, Fassade, Fenster, Türen, Sanitärinstallationen, Heizungsanlagen und fest installierte Einbauten. Im Schadenfall geht es nicht nur um die Reparatur, sondern oft auch um Folgekosten wie Aufräumen, Trocknung oder notwendige Schutzmaßnahmen, damit der Schaden nicht größer wird.
Welche Leistungen wirklich greifen, hängt vom Tarif und den vereinbarten Bausteinen ab. Der Grundschutz deckt in der Regel Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel ab. Je nach Anbieter kommen weitere Gefahren wie Blitzschlag, Explosion, Überspannung oder definierte Folgekosten hinzu. Genau hier lohnt sich der Vergleich, weil sich Unterschiede häufig erst im Ernstfall bemerkbar machen.
Brände zählen zu den gravierendsten Gebäudeschäden. Versichert sind in der Regel Schäden durch Brand sowie Folgeeinwirkungen wie Rauch, Ruß und Löschwasser, wenn diese durch das versicherte Ereignis entstehen. Mitversichert sind dabei typischerweise die fest verbundenen Gebäudeteile, also das, was dauerhaft zum Haus gehört.
Wichtig ist die Praxisfrage, wie der Tarif mit grober Fahrlässigkeit umgeht. Wenn ein Schaden durch ein vermeidbares Verhalten entsteht, kann es je nach Vertrag zu Kürzungen kommen. Darum lohnt es sich, diesen Punkt im Vergleich gezielt zu prüfen.
Typische Beispiele: Küchenbrand, Schmorbrand, Brandschäden an Dach und Fassade
Häufige Folgeschäden: Rauch, Ruß, Löschwasser, Aufräumen
Sturm und Hagel verursachen oft Schäden am Dach, an Fenstern, Rollläden oder der Fassade. Der Versicherungsschutz greift in der Regel ab der definierten Windstärke, während Hagelschäden meist unabhängig davon abgesichert sind. Entscheidend ist, ob der Schaden am Gebäude selbst entstanden ist und ob der Nachweis des Sturmereignisses gelingt.
Achten Sie im Vergleich darauf, ob Nebengebäude, Carports, Terrassenüberdachungen oder Außenanlagen mit abgesichert sind oder ob dafür Grenzen gelten. Gerade hier unterscheiden sich Tarife stark.
Typische Beispiele: abgedeckte Ziegel, beschädigte Dachflächen, eingeschlagene Fenster
Prüfpunkte: Nebengebäude, Außenanlagen, Aufräum und Entsorgung
Leitungswasserschäden gehören zu den häufigsten und teuersten Themen am Gebäude. Versichert ist in der Regel Wasser, das unbeabsichtigt aus Zu oder Ableitungsrohren oder damit verbundenen Installationen austritt. Das betrifft nicht nur den sichtbaren Rohrbruch, sondern oft auch Folgeschäden wie durchnässte Böden, Wände, Decken und notwendige Trocknungsmaßnahmen.
Wichtig ist die saubere Abgrenzung zu Wasser von außen. Rückstau, aufsteigendes Grundwasser oder Starkregen im Keller sind meist nicht automatisch abgedeckt und brauchen häufig einen passenden Zusatzbaustein. Genau dieser Punkt sorgt in der Praxis am häufigsten für Missverständnisse.
Typische Beispiele: Rohrbruch, Frostschaden, undichte Stelle an einer Leitung
Prüfpunkte: Trocknung, Schimmel Folgeschäden, Rückstau und Starkregen
Ein direkter Blitzeinschlag kann am Gebäude Schäden auslösen, etwa durch Brand, Explosion oder Beschädigungen an Gebäudeteilen. Überspannungsschäden entstehen häufig indirekt durch Spannungsspitzen und betreffen oft elektrische Anlagen oder fest installierte Technik im Gebäude. Ob und in welcher Höhe das mitversichert ist, hängt stark vom Tarif ab.
Achten Sie darauf, wie der Vertrag zwischen fest installierter Technik und beweglichen Geräten trennt. Für Fernseher, Computer oder ähnliche Geräte ist häufig ein anderer Schutz zuständig als für die Haustechnik. Wenn Sie Photovoltaik oder Smart Home Technik nutzen, sollten Sie die Mitversicherung und eventuelle Entschädigungsgrenzen gezielt prüfen.
Typische Beispiele: Schäden an Heizungsteuerung, Gegensprechanlage, fest installierter Technik
Prüfpunkte: Entschädigungsgrenzen, Nachweis des Blitzereignisses, Photovoltaik
Neben dem eigentlichen Sachschaden können Zusatzkosten den größten Teil der Rechnung ausmachen. Dazu gehören Aufräum und Entsorgung, Abbrucharbeiten, Schutzmaßnahmen oder Kosten, die entstehen, weil das Gebäude vorübergehend nicht nutzbar ist. Bei Vermietung kann auch Mietausfall je nach Vertragsumfang eine Rolle spielen.
Auch behördliche Auflagen nach einem Schaden sind ein typischer Streitpunkt. Manche Tarife übernehmen Mehrkosten, wenn beim Wiederaufbau aktuelle Vorschriften eingehalten werden müssen. Hier lohnt sich der Blick ins Detail, weil die Unterschiede zwischen Tarifen groß sein können.
Beispiele: Aufräum und Abbruch, Bewegungs und Schutzkosten, Hotelkosten oder Mietausfall
Prüfpunkte: Mehrkosten durch Auflagen, Außenanlagen, Entschädigungsgrenzen
Die konkrete Leistung hängt immer vom gewählten Tarif und den Bausteinen ab. Wenn Sie Ihr Haus passend absichern möchten, lohnt sich der direkte Vergleich, vor allem bei Elementar, grober Fahrlässigkeit, Überspannung und den Folgekosten.
Was kostet eine Wohngebäudeversicherung in der Praxis?
Kostenfaktoren im Überblick
Die Kosten einer Wohngebäudeversicherung lassen sich nicht pauschal nennen, weil jedes Haus anders ist und weil der Beitrag stark davon abhängt, welche Risiken Sie wirklich absichern möchten. Mit einem sauberen Vergleich sehen Sie schnell, wo Preisunterschiede herkommen und welche Bausteine sich für Ihre Immobilie lohnen.
Beim Beitrag geht es im Kern um eine Frage: Wie teuer wäre es, Ihr Gebäude nach einem Schaden wiederherzustellen und wie wahrscheinlich sind bestimmte Schäden an Ihrem Standort. Deshalb zählt die Lage so stark. In Regionen mit erhöhtem Risiko für Starkregen, Hochwasser oder Sturm liegt der Beitrag meist höher, vor allem wenn Elementarschäden mitversichert werden sollen. Das ist kein „Aufpreis aus Prinzip“, sondern spiegelt das Schadenrisiko wider.
Genauso wichtig ist das Gebäude selbst. Baujahr, Bauart, Dachform und Zustand spielen eine große Rolle, ebenso die Wohnfläche, die Anzahl der Wohneinheiten und die Ausstattung. Ein modernisiertes Haus mit erneuerten Leitungen kann anders bewertet werden als ein Objekt mit alten Rohren oder sanierungsbedürftiger Elektrik. Auch Nebengebäude, Carports, Anbauten und fest installierte Technik wie Photovoltaik beeinflussen den Beitrag, wenn sie mitversichert werden.
Der dritte Hebel ist der Leistungsumfang. Die Basis deckt typischerweise Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel. Teurer wird es meist durch zusätzliche Risiken und bessere Bedingungen, zum Beispiel Elementarschäden, Überspannung, Glas, erweiterte Folgekosten oder leistungsstarke Regelungen bei grober Fahrlässigkeit. Hier lohnt sich der Blick ins Detail, weil sich Tarife nicht nur im Preis unterscheiden, sondern auch darin, wie sauber Folgeschäden, Aufräumkosten oder Mehrkosten nach behördlichen Auflagen geregelt sind.
Ein weiterer Punkt ist die Selbstbeteiligung. Wer bereit ist, im Schadenfall einen festen Betrag selbst zu tragen, kann den laufenden Beitrag oft spürbar senken. Das passt aber nur, wenn die Selbstbeteiligung zur eigenen Rücklage passt und nicht genau dann wehtut, wenn ohnehin schon viel organisiert werden muss.
Nicht zuletzt spielt die richtige Versicherungssumme eine Rolle. Viele Tarife arbeiten mit Berechnungsmodellen, die den Wiederherstellungswert abbilden sollen, zum Beispiel über Wohnfläche und indexbasierte Verfahren. Entscheidend ist, dass die Angaben stimmen und dass größere Umbauten oder wertsteigernde Modernisierungen gemeldet werden. Sonst droht Unterversicherung und dann kann es im Schadenfall Kürzungen geben, obwohl die Police „eigentlich“ vorhanden ist.
Für einen schnellen, fairen Vergleich sollten Sie diese Punkte parat haben:
Wohnfläche und Nutzung (Eigennutzung, Vermietung, leerstehend)
Baujahr, Bauart, Dach und Modernisierungen (vor allem Leitungen und Dach)
Standort und gewünschter Schutz bei Naturgefahren (Elementar ja oder nein)
Mitversicherung von Nebengebäuden und Außenanlagen, falls relevant
Extras wie Photovoltaik, Glas, Überspannung, erweiterte Folgekosten
Wunsch zur Selbstbeteiligung und Zahlungsweise (jährlich ist oft günstiger als monatlich)
Wenn Sie diese Faktoren einmal sauber durchgehen, wird der Beitrag nachvollziehbar. Vor allem sehen Sie dann, ob ein günstiger Tarif wirklich zu Ihrem Haus passt oder ob er nur deshalb billig ist, weil wichtige Risiken fehlen.
Passender Schutz je nach Immobilie und Verantwortung
Für jede Wohnsituation die richtige Gebäudeabsicherung
Ob selbst genutztes Einfamilienhaus, vermietete Wohnungen oder eine WEG: Der Bedarf unterscheidet sich deutlich. Entscheidend ist, wer wofür verantwortlich ist, welche Risiken realistisch sind und wie die Schadenabwicklung organisiert wird. Die folgenden Bereiche helfen Ihnen, schneller zur passenden Lösung zu kommen und typische Stolperstellen von Anfang an zu vermeiden.
Bei WEGs geht es nicht nur um ein Gebäude, sondern um gemeinsame Verantwortung. Wichtig ist, welche Gebäudeteile über die Gemeinschaft abgesichert werden und wo Sondereigentum beginnt. Gerade im Schadenfall zählt eine klare Zuständigkeit, damit Reparaturen schnell freigegeben werden. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte und passende Lösungen.
Hausverwaltungen brauchen Tarife, die wirtschaftlich passen und im Ernstfall sauber funktionieren. Entscheidend sind klare Bedingungen, verlässliche Abläufe und eine strukturierte Schadenbearbeitung, damit sich Fälle nicht unnötig ziehen. Auch Themen wie Nachweise, Ansprechpartner und Dokumentation spielen eine große Rolle. Hier geht es zu den passenden Infos.
Sie möchten erst verstehen, bevor Sie vergleichen. Im Ratgeber finden Sie Grundlagen, typische Schadenfälle und die wichtigsten Unterschiede zwischen Tarifen. Dazu kommen Themen wie Gebäudetypen, sinnvolle Zusatzbausteine und häufige Vertragsfallen. Ideal, wenn Sie sich schnell einen Überblick verschaffen wollen, ohne sich durch Fachbegriffe zu kämpfen.
Tarife vergleichen und Schutz passend zum Haus wählen
Wohngebäudeversicherung im Vergleich
Tarife unterscheiden sich oft nicht bei den großen Überschriften, sondern in den Details, die im Schadenfall teuer werden. Ein Vergleich lohnt sich deshalb immer dann, wenn Sie klare Antworten brauchen: Was ist wirklich versichert, wo gibt es Grenzen und welche Extras sind für Ihr Haus sinnvoll.
Auf dem Papier klingt vieles ähnlich. In der Praxis entscheiden häufig Leistungsbausteine und Bedingungen darüber, ob ein Schaden sauber reguliert wird oder ob Sie auf einem Teil der Kosten sitzen bleiben. Typische Unterschiede finden Sie bei Entschädigungsgrenzen, bei der Absicherung von Nebengebäuden und Außenanlagen, bei Überspannung und bei Folgekosten wie Aufräumen, Abbruch, Schutzmaßnahmen oder Hotelkosten. Auch die Frage, wie weit Leitungswasserschäden abgesichert sind, ist nicht trivial. Es geht nicht nur um den Rohrbruch, sondern oft um Trocknung, Folgeschäden und darum, ob Rohre auf dem Grundstück oder außerhalb des Gebäudes mitversichert sind.
Ein zweiter Knackpunkt ist Elementar. Starkregen, Hochwasser und Rückstau sind nicht automatisch Bestandteil des Grundschutzes. Hier gibt es je nach Tarif klare Voraussetzungen, Ausschlüsse und Selbstbeteiligungen. Wer im Keller Technik, Heizung oder hochwertige Böden hat, sollte genau prüfen, ob der gewählte Schutz zur eigenen Risikosituation passt. Das Gleiche gilt für grobe Fahrlässigkeit. Manche Tarife sind hier streng, andere deutlich kundenfreundlicher. Im Ergebnis kann das darüber entscheiden, ob Sie im Alltag entspannt bleiben oder im Schadenfall diskutieren müssen.
Sinnvoll ist auch der Blick auf den Zustand des Vertrags. Ältere Policen wirken preislich manchmal attraktiv, lassen aber wichtige Punkte weg oder regeln sie enger. Moderne Tarife sind häufig breiter aufgestellt, etwa bei Mehrkosten durch behördliche Auflagen, Dekontamination nach bestimmten Schadenbildern oder erweiterten Folgekosten. Wenn Sie sich an konkreten Tarifwelten orientieren möchten, kann es helfen, einzelne Anbieter beispielhaft gegenüberzustellen. Häufig werden in diesem Zusammenhang Tarife wie die Degenia Wohngebäudeversicherung, die Wohngebäudeversicherung der Alte Leipziger oder die GEV Wohngebäudeversicherung geprüft. Entscheidend bleibt, was davon zu Ihrem Gebäude, Ihrer Lage und Ihrem Sicherheitsbedürfnis passt.
Mehr Schutz, wenn Standard nicht reicht
Wichtige Zusatzbausteine zur Wohngebäudeversicherung
Der Basisschutz der Wohngebäudeversicherung deckt vieles ab, aber nicht alles, was in der Praxis teuer wird. Zusatzbausteine sind dann sinnvoll, wenn Ihr Haus in einer risikoreicheren Lage steht, wenn Sie besondere Ausstattung haben oder wenn Sie typische Lücken schließen möchten, die viele Tarife im Grundschutz lassen. Die folgenden Optionen sind für Eigentümer besonders relevant, weil sie häufig genau die Schäden absichern, die sonst schnell zur finanziellen Dauerbelastung werden.
Starkregen, Hochwasser, Rückstau oder Erdrutsch können ein Haus massiv beschädigen. Diese Risiken sind im Grundschutz meistens nicht automatisch enthalten. Mit Elementarschutz sichern Sie sich gezielt gegen Naturgefahren ab, die heute deutlich häufiger auftreten als früher. Sinnvoll ist das vor allem bei Keller, Hanglage oder Gewässernähe.
Glasschäden sind schnell teuer, besonders bei großen Fensterfronten, Wintergärten oder Glasgeländern. Eine Glasbruchversicherung übernimmt je nach Tarif Reparatur oder Austausch von Gebäude und teils auch Mobiliarverglasung. Das lohnt sich vor allem, wenn viel Glas verbaut ist oder Kinder und Haustiere im Haushalt leben. Wichtig ist, ob nur Gebäude oder auch Mobiliar mitversichert ist.
Hier wird nicht nur eine Liste von Risiken abgesichert, sondern grundsätzlich vieles, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Das kann bei hochwertigen Immobilien, individueller Bauweise oder modernisierter Ausstattung interessant sein, weil der Schutz breiter gedacht ist. Entscheidend ist, wie die Ausschlüsse formuliert sind und welche Obliegenheiten gelten. Ein Vergleich ist hier besonders wichtig.
Die Wohngebäudeversicherung zahlt für Schäden am Gebäude. Wenn aber Dritte auf Ihrem Grundstück zu Schaden kommen, ist das ein anderes Thema. Die Haus und Grundbesitzerhaftpflicht schützt Sie vor Schadenersatzansprüchen, zum Beispiel bei Glatteis oder baulichen Mängeln. Besonders relevant ist sie bei Vermietung oder wenn Sie nicht dauerhaft vor Ort sind.
Photovoltaikanlagen sind wertvoll und gleichzeitig anfällig, etwa für Sturm, Hagel, Überspannung oder Vandalismus. Je nach Tarif kann die Anlage in der Wohngebäudeversicherung mitversichert sein oder es braucht einen eigenen Schutz. Wichtig sind auch Themen wie Ertragsausfall und Diebstahl. Wenn Sie eine PV Anlage betreiben, lohnt sich die Prüfung fast immer.
Anbieter im Überblick, worauf Sie beim Tarif wirklich achten sollten
Wohngebäudeversicherung Anbieter, Tarife und typische Stärken
Viele Tarife klingen im ersten Moment ähnlich. Der Unterschied steckt fast immer in den Bedingungen, bei Entschädigungsgrenzen und bei den Folgekosten, die nach einem Schaden schnell teuer werden.
Wenn Sie Anbieter vergleichen, geht es nicht darum, den „billigsten“ Beitrag zu finden. Entscheidend ist, ob der Tarif zu Ihrem Haus passt und ob die Regeln im Schadenfall zu Ihrem Alltag passen. Bei einem Leitungswasserschaden zählt zum Beispiel nicht nur der Rohrbruch, sondern auch Trocknung, Leckortung, Folgeschäden und die Frage, welche Leitungen mitversichert sind. Bei Sturm und Hagel wird es schnell relevant, wie Dach, Fenster, Rollläden, Nebengebäude und Außenanlagen behandelt werden.
Ein zweiter Punkt sind die Zusatzbausteine, die je nach Lage und Ausstattung sinnvoll sind. Elementarschäden sind ein Klassiker, aber auch Überspannung, Glas oder erweiterte Folgekosten können den Unterschied machen. Dazu kommt grobe Fahrlässigkeit, denn viele Schäden passieren im Alltag und nicht im Lehrbuch. Hier lohnt sich der Blick darauf, wie kundenfreundlich ein Tarif formuliert ist und wo Grenzen eingebaut sind.
Wenn Sie sich an konkreten Anbietern orientieren möchten, kann eine Vorauswahl helfen. Sie sehen schneller, welche Tarifwelten es gibt und welche Schwerpunkte gesetzt werden. Am Ende zählt trotzdem der Abgleich mit Ihrer Immobilie, Nutzung und Risikosituation.
Anbieter im Überblick (Auszug):
Barmenia Wohngebäude: Tarife mit klarer Staffelung und Fokus auf leistungsstarke Bedingungen, inklusive Bausteinen wie Elementar und kundenfreundlichen Updates je nach Tariflinie.
Allianz Wohngebäude: Breiter Standardschutz mit gut ausbaubaren Zusatzbausteinen, interessant wenn Sie eine solide Grunddeckung mit planbaren Erweiterungen suchen.
DOMCURA Wohngebäude: Konzeptorientierte Tarife, häufig mit optionaler Allgefahrendeckung über unbenannte Gefahren, spannend bei erhöhtem Sicherheitswunsch und moderner Haustechnik.
InterRisk Wohngebäude: Tarifstufen bis zum XXL Schutz, häufig stark bewertet in der Produktwelt des Anbieters, sinnvoll wenn Sie viel Leistung im Bedingungswerk priorisieren.
Konzept und Marketing Wohngebäude: allsafe Tarifwelt mit starkem Fokus auf umfangreiche Deckungsideen und Schadenservice, häufig gewählt, wenn es um moderne Bedingungslogik geht.
VHV Wohngebäude: Tarife wie Klassik Garant mit Leistungs Update Garantie und praxisnahen Services, passend wenn Sie Wert auf klar definierte Leistungen und Servicebausteine legen.
Wenn es passiert, zählt ein Tarif, der wirklich trägt
Typische Schadensfälle aus der Praxis
Gebäudeschäden entstehen oft nicht spektakulär, sondern schleichend oder plötzlich im falschen Moment. Ein kleiner Defekt, ein starker Sturm oder ein unbemerkter Wasseraustritt kann schnell hohe Kosten auslösen. Die folgenden Beispiele zeigen typische Schadensbilder, bei denen die Wohngebäudeversicherung häufig gefordert ist und bei denen sich Unterschiede in den Tarifbedingungen besonders deutlich bemerkbar machen.
Ein Rohr platzt, Wasser läuft unbemerkt in Wände und Böden und der Schaden wächst mit jeder Stunde. Oft geht es dann nicht nur um die Leitung selbst, sondern um Trocknung, Estrich, Dämmung und Putz. Entscheidend ist, ob Folgekosten sauber mitversichert sind und wie Leckortung geregelt ist. Gerade bei älteren Leitungen lohnt sich ein genauer Blick in die Bedingungen.
Sturm kann Dächer abdecken, Fenster beschädigen und Folgeschäden durch eindringenden Regen auslösen. Dann wird aus einem Sturmschaden schnell ein Feuchtigkeitsproblem im ganzen Haus. Wichtig sind hier auch Kosten für Notabdichtung, Aufräumen und Entsorgung sowie die Frage, welche Teile des Grundstücks mitversichert sind. Gute Tarife regeln diese Punkte klar und praxisnah.
Ein technischer Defekt kann einen Schmorbrand auslösen, oft mit Rauch und Rußschäden weit über den Brandherd hinaus. Neben der Reparatur kommt es häufig auf Sanierung, Reinigung und Wiederherstellung von Gebäudeteilen an. Auch Löschwasser kann zusätzliche Schäden verursachen. Entscheidend ist, wie umfassend Folgekosten und die Wiederherstellung abgesichert sind.
Klarheit im Schadensfall
Was übernimmt die Wohngebäudeversicherung und was nicht?
Niemand möchte im Schadenfall diskutieren, ob etwas „eigentlich“ versichert gewesen wäre. Genau deshalb lohnt sich ein klarer Blick auf die Grundlogik: Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude und fest verbaute Bestandteile. Was genau übernommen wird, hängt am Ende immer vom Tarif, den vereinbarten Bausteinen und den Bedingungen im Vertrag. Die folgende Übersicht hilft Ihnen, typische Fälle richtig einzuordnen.
Ihre Wohngebäudeversicherung zahlt, bei …
- Feuer: Brand, Blitzschlag, Explosion oder Implosion, häufig inklusive Folgeschäden durch Rauch, Ruß und Löschwasser
- Leitungswasser: Rohrbruch oder bestimmungswidrig austretendes Wasser aus Leitungen und verbundenen Installationen, oft inklusive Trocknung und Wiederherstellung von Wänden und Böden
- Sturm und Hagel: Sturmschäden sind häufig an eine Mindestwindstärke geknüpft, Hagel ist meist unabhängig davon versichert
- Feste Gebäudebestandteile: Dach, Fassade, Fenster, Türen, Sanitäranlagen, Heizungsanlage, fest verlegte Leitungen, fest eingebaute Küchen und Böden
- Nebengebäude und Grundstückszubehör: zum Beispiel Garage, Carport oder Geräteschuppen, je nach Tarif und Definition im Vertrag
- Folgekosten: Aufräum, Abbruch, Schutzmaßnahmen und in manchen Tarifen Hotelkosten oder Mietausfall, wenn das Gebäude unbewohnbar wird
- Optionale Bausteine: Elementar, Glas, Überspannung oder „unbenannte Gefahren“ je nach Vereinbarung, nicht automatisch im Grundschutz
Ihre Wohngebäudeversicherung zahlt nicht, bei …
- Hausrat und beweglichen Sachen: Möbel, Elektrogeräte, Kleidung und Einrichtungsgegenstände gehören in der Regel nicht zur Wohngebäudeversicherung
- Elementarschäden ohne Baustein: zum Beispiel Hochwasser, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch oder Schneedruck, wenn kein Elementarschutz vereinbart ist
- Vorsatz: Schäden, die absichtlich herbeigeführt wurden
- Abnutzung und Wartungsmängel: Verschleiß, Alterserscheinungen oder Schäden, die auf fehlende Instandhaltung zurückgehen
- Grobe Fahrlässigkeit: je nach Tarif kann der Versicherer Leistungen kürzen, wenn kein Verzicht vereinbart ist
- Nicht genehmigte Umbauten oder Pflichtverletzungen: wenn vertragliche Vorgaben nicht eingehalten werden, kann das den Versicherungsschutz gefährden
- Schimmel ohne versichertes Ereignis: Schimmel wird meist nur dann Thema, wenn er Folge eines versicherten Leitungswasserschadens ist und entsprechend nachweisbar ist
Zwei Policen, zwei klare Zuständigkeiten
Unterschied zwischen Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung
Viele Eigentümer gehen davon aus, dass „die Gebäudeversicherung“ schon alles regelt. Im Schadenfall zeigt sich dann schnell: Wohngebäude und Hausrat sind zwei unterschiedliche Bereiche. Wenn Sie die Zuständigkeit sauber trennen, vermeiden Sie Lücken, Doppelversicherungen und unnötige Diskussionen bei der Regulierung.
Die Wohngebäudeversicherung schützt das, was fest mit dem Haus verbunden ist. Also die Bausubstanz und die Bestandteile, die man nicht einfach „mitnehmen“ kann. Dazu gehören zum Beispiel Dach, Außenwände, Fenster, Türen, fest verlegte Leitungen, Heizung, Sanitärinstallationen und häufig auch fest eingebaute Elemente wie Einbauküche oder Bodenbeläge, sofern sie dauerhaft mit dem Gebäude verbunden sind. Wenn ein Sturm das Dach beschädigt, ein Rohr in der Wand platzt oder ein Brand Teile des Gebäudes zerstört, ist typischerweise die Wohngebäudeversicherung der richtige Ansprechpartner, weil es um Reparatur oder Wiederherstellung des Gebäudes geht.
Die Hausratversicherung dagegen kümmert sich um alles, was sich innerhalb der Wohnung oder des Hauses befindet und grundsätzlich beweglich ist. Möbel, Elektronik, Kleidung, Teppiche, Geschirr, persönliche Gegenstände, oft auch Fahrräder oder bestimmte Wertsachen, je nach Tarif und Absicherung. Sobald also nicht das Gebäude selbst, sondern Ihr Inventar betroffen ist, fällt der Schaden in den Bereich Hausrat. Ein klassisches Beispiel: Ein Leitungswasserschaden durchnässt nicht nur Estrich und Wand, sondern ruiniert auch Sofa, Schrank und Fernseher. Dann sind häufig beide Policen beteiligt. Die Gebäudeversicherung reguliert den Gebäudeschaden inklusive Trocknung und Wiederherstellung, die Hausratversicherung ersetzt das beschädigte Inventar, jeweils nach den vereinbarten Bedingungen.
Wichtig ist dabei auch die Abgrenzung bei Zusatzthemen. Einbruchdiebstahl und Vandalismus innerhalb der Wohnung sind typische Hausrat-Themen. Elementarschäden am Gebäude sind eher Gebäude-Themen, aber nur, wenn der Elementarbaustein eingeschlossen ist. Überspannung kann je nach Tarif sowohl bei Gebäudetechnik als auch bei Geräten relevant sein, fällt aber nicht automatisch in beide Bereiche. Wenn Sie diese Logik im Kopf haben, wird sofort klar, warum eine einzige Police selten „alles“ abdeckt und warum sich ein abgestimmter Schutz für Gebäude und Inventar in der Praxis auszahlt.
Mehr Wissen, damit Entscheidungen leichter fallen
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Manchmal reicht der reine Tarifvergleich nicht, weil die Fragestellung spezieller ist. Etwa bei besonderen Bauarten, beim Eigentümerwechsel oder wenn Sie klären möchten, welche Absicherung in Ihrem Fall wirklich Sinn ergibt. Hier finden Sie passende Vertiefungen und typische Themen, die bei Eigentümern häufig direkt nach dem Abschluss oder beim Wechsel auftauchen.
Beim Einfamilienhaus zählt vor allem, dass Versicherungssumme und Leistungsumfang zum Gebäude passen. Häufig geht es um Unterversicherung, sinnvolle Zusatzbausteine und die Frage, welche Teile als „Gebäude“ gelten. Auch Themen wie Garage, Carport oder Photovoltaik sollten sauber eingeordnet sein. Hier sehen Sie, worauf Eigentümer typischerweise achten sollten.
Beim Kauf oder Verkauf wird oft unterschätzt, was mit dem Versicherungsschutz passiert. Entscheidend ist, ob der Vertrag übernommen wird, wann eine Ummeldung nötig ist und welche Fristen gelten. Auch die Frage, ob der Schutz in der Übergangsphase lückenlos bleibt, ist wichtig. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte, klar erklärt.
FAQ zur Wohngebäudeversicherung
Was Sie schon immer über Wohngebäudeversicherung wissen wollten
Was deckt eine Wohngebäudeversicherung ab?
Eine Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude und fest verbaute Bestandteile. Dazu zählen je nach Vertrag z. B. Dach, Wände, Fenster, Türen sowie fest installierte Leitungen und Haustechnik wie Heizung oder Sanitär.
Der Standardschutz umfasst in vielen Tarifen Schäden durch Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel. Welche Gebäudeteile genau mitversichert sind (z. B. Einbauküche, Anbauten), regeln die Bedingungen.
Was zahlt die Wohngebäudeversicherung nicht?
Nicht versichert sind typischerweise Schäden am beweglichen Hausrat (dafür ist die Hausratversicherung da) sowie Verschleiß, schleichende Schäden oder mangelhafte Instandhaltung. Auch vorsätzliche Beschädigungen sind ausgeschlossen.
Bei einigen Themen entscheidet der Vertrag im Detail, z. B. bei Feuchtigkeitsschäden, die über lange Zeit entstehen. Wichtig ist: Versicherer prüfen oft, ob Pflichten verletzt wurden und ob der Schaden vermeidbar gewesen wäre.
Welche Leistungen sollte eine gute Wohngebäudeversicherung enthalten?
„Gut“ heißt: Die Police passt zu Ihrem Haus und zu Ihrem Risiko, nicht zu einem Werbeversprechen. Achten Sie bei Tarifen meist auf diese Punkte:
Wiederaufbau zum Neuwert (nicht Zeitwert)
Leitungswasser inkl. Folgeschäden (Trocknung, Aufbruch, Wiederherstellung)
Sturm/Hagel mit klarer Definition, ab wann gezahlt wird
Bausteine wie Elementar, Glas, Überspannung, Photovoltaik je nach Objekt
Mitversicherung von Nebengebäuden, wenn vorhanden
So vermeiden Sie Lücken, die später teuer werden.
Was kostet eine Wohngebäudeversicherung und wovon hängt der Beitrag ab?
Der Beitrag wird individuell berechnet. Typische Preistreiber sind Lage (Sturm, Hochwasser, Starkregen), Bauart, Wohnfläche, Dachform, Ausstattung, Vorschäden sowie die Frage, ob Bausteine wie Elementar oder Glas eingeschlossen sind.
Auch eine Selbstbeteiligung kann den Beitrag senken. Sinnvoll ist weniger „billig“, sondern „passend“, weil falsche Annahmen schnell zu Unterdeckung führen.
Ist eine Wohngebäudeversicherung Pflicht?
Gesetzlich vorgeschrieben ist sie in der Regel nicht. In der Praxis wird sie aber sehr häufig verlangt, etwa bei einer Baufinanzierung, weil die Bank das Gebäude als Sicherheit geschützt wissen will.
Wer eine Immobilie besitzt, trägt das volle Kostenrisiko bei Brand, Rohrbruch oder Sturmschaden. Darum ist die Wohngebäudeversicherung für Eigentümer faktisch Standard.
Was ist der Unterschied zwischen Wohngebäude- und Hausratversicherung?
Die Wohngebäudeversicherung betrifft alles, was „zum Haus gehört“, also Gebäude und feste Bestandteile. Die Hausratversicherung betrifft alles, was Sie bei einem Umzug mitnehmen würden, also Möbel, Kleidung, Elektrogeräte.
Ein Wasserschaden kann beide Policen betreffen: Gebäudeversicherung für Böden, Wände, Leitungen, Hausrat für Teppich, Sofa, Technik. Genau diese Abgrenzung ist im Schadenfall oft der Knackpunkt.
Sind Garage, Carport, Nebengebäude und Außenanlagen mitversichert?
Das ist häufig möglich, aber nicht automatisch gleich geregelt. Garagen und Carports sind je nach Tarif mit drin oder müssen ausdrücklich genannt werden. Bei Nebengebäuden (Schuppen, Gartenhaus) und Außenanlagen (Zäune, Wege, Terrassen) gibt es oft Grenzen, Sublimits oder separate Bausteine.
Wenn Sie solche Teile am Grundstück haben, sollte das im Antrag sauber erfasst sein, damit es im Schadenfall keine Diskussion gibt.
Brauche ich eine Elementarschadenversicherung?
Elementarschäden (z. B. Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch) sind im Standardschutz meist nicht automatisch enthalten. Ob der Baustein sinnvoll ist, hängt stark von Ihrer Lage, dem Rückstaurisiko und der Bauweise ab.
Wenn in Ihrer Region Starkregenereignisse realistisch sind oder Wasser über Kellerabgänge, Lichtschächte oder Kanalisation eindringen kann, ist Elementar oft ein Kandidat, den man ernsthaft prüfen sollte.
Wie melde ich einen Schaden richtig, und was muss ich sofort tun?
Melden Sie den Schaden zeitnah, dokumentieren Sie ihn (Fotos, Videos, Zeugen) und verhindern Sie Folgeschäden, z. B. Wasser abstellen, Notabdichtung, Trocknung anstoßen, wenn nötig. Rechnungen und Handwerkerberichte sollten Sie aufbewahren. Viele Verträge verlangen Abstimmung, bevor endgültige Reparaturen starten, Notmaßnahmen sind davon meist ausgenommen. Die Pflicht, den Schaden klein zu halten, ist auch rechtlich verankert.
Soll man eine alte Wohngebäudeversicherung kündigen oder wechseln?
Ein Wechsel der Gebäudeversicherung kann sinnvoll sein, wenn die Police alt ist, Leistungen fehlen oder Prämien stark steigen. Wichtig ist, nicht „blind“ zu kündigen: Erst sicherstellen, dass der neue Schutz nahtlos beginnt und das Objekt korrekt eingestuft ist.
Kündigungsfristen stehen im Vertrag, häufig ist eine ordentliche Kündigung zum Ablauf möglich. Bei Beitragserhöhungen kann es je nach Konstellation auch Sonderrechte geben.
Ist die Wohngebäudeversicherung steuerlich absetzbar?
Bei Eigennutzung ist der Beitrag in der Regel nicht als private Ausgabe absetzbar. Bei Vermietung kann er typischerweise als Aufwand im Zusammenhang mit der Immobilie berücksichtigt werden. Zusätzlich kann der Beitrag, wenn mietvertraglich vereinbart, über die Betriebskosten auf Mieter umgelegt werden.
Im Detail hängt das von Ihrer Situation und Abrechnung ab, bei Unsicherheit lohnt ein kurzer Check mit Steuerberatung.
Welche Rolle spielt grobe Fahrlässigkeit, und was bringt eine Selbstbeteiligung?
Grobe Fahrlässigkeit heißt vereinfacht: Ein Schaden wurde durch besonders unachtsames Verhalten begünstigt. Ob und wie stark das die Leistung beeinflusst, hängt vom Tarif ab, viele moderne Tarife regeln das kundenfreundlicher als alte Policen. Eine Selbstbeteiligung ist ein vereinbarter Eigenanteil pro Schadenfall. Sie kann den Beitrag senken, lohnt sich aber nur, wenn Sie den Betrag im Schadenfall auch wirklich tragen wollen.
Rundum abgesichert, auch abseits vom Gebäudeschaden
Weitere wichtige Versicherungen für Immobilienbesitzer
Die Wohngebäudeversicherung schützt Ihr Haus, aber nicht jedes Risiko rund ums Eigentum. Diese drei Versicherungen sind für viele Immobilienbesitzer sinnvoll, weil sie typische Streitfälle, Haftungsrisiken und besondere Schadensquellen abdecken, die sonst schnell teuer werden.
Als Eigentümer geraten Sie schneller in Konflikte, als man denkt, zum Beispiel mit Handwerkern, Nachbarn oder rund um Mietthemen. Eine passende Rechtsschutzversicherung übernimmt je nach Baustein Anwalts, Gerichts und Gutachterkosten. Das schafft finanziellen Rückhalt, wenn es ernst wird. Wichtig ist, dass der Immobilien oder Wohnungsbaustein wirklich enthalten ist.
Wenn Heizöl austritt, können Boden und Grundwasser belastet werden und die Sanierung wird schnell sehr teuer. Für Eigentümer mit Öltank ist eine Öltankhaftpflicht häufig vorgeschrieben oder dringend empfohlen, je nach Bundesland und Tankanlage. Sie schützt vor Schadenersatzansprüchen Dritter und deckt typische Umweltschäden ab. Entscheidend ist, dass Tanktyp und Standort korrekt versichert sind.
Auch als Eigentümer können Sie privat haftbar werden, zum Beispiel wenn durch Unachtsamkeit Dritte zu Schaden kommen. Die private Haftpflicht übernimmt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte ab. Sie ist eine der wichtigsten Basisabsicherungen, unabhängig von der Immobilie selbst. Wichtig ist, dass Eigennutzung und relevante Risiken sauber mitversichert sind.
Zusammenfassung
Die Wohngebäudeversicherung schützt Ihr Haus als Vermögenswert vor den typischen großen Schäden, die Eigentümer finanziell schnell überfordern können. Dazu gehören vor allem Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel. Versichert sind in der Regel die Bausubstanz und fest verbaute Bestandteile wie Dach, Außenwände, Fenster, Türen, Heizungs und Sanitäranlagen. Entscheidend ist, dass der Tarif zur Immobilie passt und der Wiederherstellungswert korrekt abgesichert ist, damit es im Ernstfall nicht zu Kürzungen wegen Unterversicherung kommt.
In der Praxis unterscheiden sich Tarife weniger in der Überschrift als im Kleingedruckten. Wichtige Unterschiede finden Sie bei Folgekosten wie Aufräumen, Abbruch, Trocknung, Schutzmaßnahmen oder Hotelkosten, bei der Regelung von grober Fahrlässigkeit sowie bei Bausteinen wie Elementarschäden, Überspannung, Glas oder Photovoltaik. Gerade Starkregen und Hochwasser sind ohne Elementarbaustein meist nicht abgedeckt. Wer hier sauber vergleicht, reduziert das Risiko von teuren Lücken und bekommt einen Schutz, der im Schadenfall wirklich funktioniert.
Wenn Sie sich entscheiden, lohnt sich ein strukturierter Blick auf Lage, Bauart, Wohnfläche, Modernisierungen und Zusatzrisiken. So wird der Beitrag nachvollziehbar und Sie wählen nicht einfach „irgendeinen Tarif“, sondern eine Absicherung, die zu Ihrem Haus, Ihrer Nutzung und Ihrem Sicherheitsbedarf passt.
Häufige Fragen
Welche Rolle spielt der „Wert 1914“ bei der Wohngebäudeversicherung?
Der „Wert 1914“ ist eine Rechengröße, um die Versicherungssumme an Baupreise anzupassen. Er hilft, den Wiederaufbauwert über Jahre korrekt fortzuschreiben. Für Sie zählt am Ende: Die Summe muss zum Haus passen, damit der Wiederaufbau nicht an zu niedrigen Werten scheitert.
Was bedeutet „Unterversicherungsverzicht“?
Unterversicherung heißt: Das Haus ist niedriger versichert als es real kosten würde, dann kann der Versicherer die Leistung anteilig kürzen. Ein Unterversicherungsverzicht ist eine vertragliche Regelung, die diese Kürzung unter bestimmten Voraussetzungen ausschließt, meist wenn die Wertermittlung sauber nach Vorgaben erfolgt. Das senkt Stress im Schadenfall deutlich.
Was muss ich bei Anbau, Umbau oder Sanierung beachten?
Umbauten verändern Wert und Risiko. Das sollten Sie dem Versicherer melden, damit Versicherungssumme, Bauart, Ausstattung und eventuelle Zusatzrisiken korrekt eingestuft werden. Sonst drohen Lücken, zum Beispiel weil der neue Gebäudeteil nicht sauber erfasst ist oder weil die Versicherungssumme nicht mehr reicht. Gerade bei Dachausbau, Anbauten oder hochwertiger Haustechnik ist das ein häufiger Fehler.
Was sind „unbenannte Gefahren“ in der Wohngebäudeversicherung?
„Unbenannte Gefahren“ ist ein Konzept, bei dem nicht nur einzelne benannte Ursachen versichert sind, sondern viele plötzlich eintretende Sachschäden, solange sie nicht ausgeschlossen sind. Das kann Lücken schließen, die bei klassischen Gefahrentabellen entstehen. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie breit Ihr Grundschutz ist und wie wichtig Ihnen Planbarkeit auch bei seltenen Schadenarten ist.