Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ver­glei­chen: Tari­fe und Bei­trag prü­fen

Tari­fe für Feu­er, Lei­tungs­was­ser, Sturm Hagel und Ele­men­tar in weni­gen Minu­ten ver­glei­chen.

Mädchen läuft über eine Wiese auf ein modernes Einfamilienhaus mit Terrasse und Garten zu

Was deckt die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ab und wor­auf kommt es beim Ver­gleich an?

Ein Haus ist mehr als vier Wän­de. Wenn ein Rohr platzt, ein Sturm das Dach beschä­digt oder ein Brand Tei­le des Gebäu­des unbe­wohn­bar macht, wird es schnell teu­er. Genau hier setzt die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung an: Sie schützt die Bau­sub­stanz und fest ver­bun­de­ne Bestand­tei­le, also das, was zum Gebäu­de gehört. Ent­schei­dend ist nicht nur, ob eine Poli­ce „besteht“, son­dern ob die Leis­tun­gen zur Immo­bi­lie pas­sen. Im Ver­gleich geht es des­halb um die klas­si­schen Gefah­ren Feu­er, Lei­tungs­was­ser sowie Sturm und Hagel. Vie­le Eigen­tü­mer prü­fen zusätz­lich Bau­stei­ne wie Ele­men­tar­schä­den, Glas oder Pho­to­vol­ta­ik, weil moder­ne Risi­ken oft genau dort lie­gen, wo der Basis­schutz auf­hört.

Beim Tarif­ver­gleich soll­ten Sie vor allem auf drei Punk­te ach­ten: Wie wird die Ver­si­che­rungs­sum­me ermit­telt, damit Unter­ver­si­che­rung mög­lichst ver­mie­den wird, wel­che Selbst­be­tei­li­gung ist sinn­voll und wel­che Extras sind für Ihr Haus wirk­lich rele­vant. Auch die Kos­ten hän­gen nicht von einem Pau­schal­preis ab, son­dern von Fak­to­ren wie Lage, Bau­art, Wohn­flä­che und Aus­stat­tung. Wenn Sie Tari­fe struk­tu­riert ver­glei­chen, sehen Sie schnell, wel­cher Schutz im Scha­den­fall wirk­lich trägt und wel­cher nur güns­tig wirkt.

Inhalts­ver­zeich­nis

Das Wich­tigs­te im Über­blick

Ver­trau­en ist mess­bar

Mehr als 700 Bewer­tun­gen auf Goog­le, Pro­ven­Ex­pert und makler.de durch­schnitt­lich 4,9 bis 5,0 Ster­ne für AMBA Ver­si­che­run­gen als Ver­si­che­rungs­mak­ler im All­gäu.

Google-Bewertungssiegel mit 5 Sternen und 144 Kundenrezensionen für amba-versicherungen.de
Goog­le

114 Bewer­tun­gen | 5,0 Ster­ne

Logo von ProvenExpert – Bewertungsplattform mit dem Claim „It’s All About Trust“
Pro­ven Expert

328 Bewer­tun­gen | 4,9 Ster­ne

Logo der Plattform makler.de mit Schriftzug und orangem Symbol auf transparentem Hintergrund
Makler.de

334 Bewer­tun­gen | 5,0 Ster­ne

Sicher­heit fürs Haus, plan­bar für Ihr Bud­get

War­um eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung für Eigen­tü­mer so wich­tig ist

Ein Scha­den am Gebäu­de trifft Eigen­tü­mer meist dop­pelt: Es geht nicht nur um hohe Repa­ra­tur­kos­ten, son­dern oft auch um die Fra­ge, ob das Haus kurz­fris­tig nutz­bar bleibt. Ein Rohr­bruch kann Wän­de und Böden durch­näs­sen, ein Sturm kann Dach­flä­chen öff­nen, und ein Brand ver­ur­sacht schnell Schä­den, die weit über das sicht­ba­re Feu­er hin­aus­ge­hen. Genau für die­se Fäl­le ist die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung da: Sie schützt die Bau­sub­stanz und fest mit dem Gebäu­de ver­bun­de­ne Bestand­tei­le wie Dach, Hei­zung oder Lei­tun­gen.

Wich­tig ist dabei die Ein­ord­nung: Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ist nicht „nice to have“, son­dern die zen­tra­le Absi­che­rung für Immo­bi­li­en­be­sit­zer. Ohne sie kön­nen selbst ein­zel­ne Ereig­nis­se die Rück­la­gen spren­gen, vor allem wenn zusätz­lich Auf­räum­ar­bei­ten, Trock­nung, Hand­wer­ker und Mate­ri­al­prei­se zusam­men­kom­men. Bei ver­mie­te­ten Objek­ten kommt häu­fig noch ein wei­te­rer Punkt dazu, etwa wenn Wohn­raum vor­über­ge­hend nicht nutz­bar ist.

Damit der Schutz im Ernst­fall wirk­lich trägt, soll­te der Tarif zu Bau­art, Lage und Aus­stat­tung pas­sen. Vie­le Eigen­tü­mer ergän­zen des­halb den Basis­schutz um sinn­vol­le Bau­stei­ne, zum Bei­spiel Ele­men­tar­schä­den, wenn Stark­re­gen oder Hoch­was­ser rea­lis­tisch sind, oder Zusatz­leis­tun­gen für Pho­to­vol­ta­ik. So ent­steht ein Schutz, der nicht nur auf dem Papier gut klingt, son­dern im Scha­den­fall prak­tisch hilft.

Natur­ge­wal­ten neh­men zu
Gewitterfront mit Starkregen und dunklen Wolken über bewaldeter Landschaft und Stadtgebiet

Stark­re­gen, Sturm und Hagel tref­fen Immo­bi­li­en immer häu­fi­ger und oft völ­lig über­ra­schend. Schon ein abge­deck­tes Dach kann Fol­ge­schä­den im Haus aus­lö­sen, wenn Regen ein­dringt. Eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung fängt sol­che Schä­den ab, je nach Tarif auch mit pas­sen­dem Ele­men­tar­schutz. So bleibt das finan­zi­el­le Risi­ko plan­bar.

Schä­den sind oft exis­tenz­be­dro­hend
Wohnhaus in Flammen bei nächtlichem Großbrand mit starker Rauch- und Hitzeentwicklung

Ein Rohr­bruch oder Brand kann schnell fünf­stel­li­ge Sum­men ver­ur­sa­chen, inklu­si­ve Trock­nung, Wie­der­her­stel­lung und Hand­wer­ker­kos­ten. Ohne Ver­si­che­rung wird aus einem Scha­den schnell ein jah­re­lan­ges Finanz­the­ma. Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung sorgt dafür, dass Repa­ra­tu­ren bezahlt wer­den und Sie nicht alles aus Rück­la­gen oder Kre­dit stem­men müs­sen.

Sicher­heits­netz für Eigen­tü­mer
Lachendes Paar sitzt auf dem Sofa und formt mit den Händen ein Hausdach – Symbol für Sicherheit rund um Haus und Wohnen

Wer Eigen­tum hat, trägt Ver­ant­wor­tung für das Gebäu­de und die eige­ne finan­zi­el­le Sta­bi­li­tät. Eine pas­sen­de Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung schützt vor den typi­schen Risi­ken wie Feu­er, Lei­tungs­was­ser und Sturm Hagel. Sie schafft Sicher­heit im All­tag und hilft, im Ernst­fall schnell zu han­deln, statt erst Kos­ten zu kal­ku­lie­ren.

Klas­si­sche Gefah­ren, klar erklärt

Leis­tun­gen der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung im Über­blick

Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung schützt Ihr Haus gegen typi­sche Schä­den, die an der Bau­sub­stanz und an fest ver­bau­ten Bestand­tei­len ent­ste­hen kön­nen. Dazu zäh­len zum Bei­spiel Außen­wän­de, Dach, Fas­sa­de, Fens­ter, Türen, Sani­tär­in­stal­la­tio­nen, Hei­zungs­an­la­gen und fest instal­lier­te Ein­bau­ten. Im Scha­den­fall geht es nicht nur um die Repa­ra­tur, son­dern oft auch um Fol­ge­kos­ten wie Auf­räu­men, Trock­nung oder not­wen­di­ge Schutz­maß­nah­men, damit der Scha­den nicht grö­ßer wird.

Wel­che Leis­tun­gen wirk­lich grei­fen, hängt vom Tarif und den ver­ein­bar­ten Bau­stei­nen ab. Der Grund­schutz deckt in der Regel Feu­er, Lei­tungs­was­ser sowie Sturm und Hagel ab. Je nach Anbie­ter kom­men wei­te­re Gefah­ren wie Blitz­schlag, Explo­si­on, Über­span­nung oder defi­nier­te Fol­ge­kos­ten hin­zu. Genau hier lohnt sich der Ver­gleich, weil sich Unter­schie­de häu­fig erst im Ernst­fall bemerk­bar machen.

Brän­de zäh­len zu den gra­vie­rends­ten Gebäu­de­schä­den. Ver­si­chert sind in der Regel Schä­den durch Brand sowie Fol­ge­ein­wir­kun­gen wie Rauch, Ruß und Lösch­was­ser, wenn die­se durch das ver­si­cher­te Ereig­nis ent­ste­hen. Mit­ver­si­chert sind dabei typi­scher­wei­se die fest ver­bun­de­nen Gebäu­de­tei­le, also das, was dau­er­haft zum Haus gehört.

Wich­tig ist die Pra­xis­fra­ge, wie der Tarif mit gro­ber Fahr­läs­sig­keit umgeht. Wenn ein Scha­den durch ein ver­meid­ba­res Ver­hal­ten ent­steht, kann es je nach Ver­trag zu Kür­zun­gen kom­men. Dar­um lohnt es sich, die­sen Punkt im Ver­gleich gezielt zu prü­fen.

  • Typi­sche Bei­spie­le: Küchen­brand, Schmor­brand, Brand­schä­den an Dach und Fas­sa­de

  • Häu­fi­ge Fol­ge­schä­den: Rauch, Ruß, Lösch­was­ser, Auf­räu­men

Sturm und Hagel ver­ur­sa­chen oft Schä­den am Dach, an Fens­tern, Roll­lä­den oder der Fas­sa­de. Der Ver­si­che­rungs­schutz greift in der Regel ab der defi­nier­ten Wind­stär­ke, wäh­rend Hagel­schä­den meist unab­hän­gig davon abge­si­chert sind. Ent­schei­dend ist, ob der Scha­den am Gebäu­de selbst ent­stan­den ist und ob der Nach­weis des Sturm­ereig­nis­ses gelingt.

Ach­ten Sie im Ver­gleich dar­auf, ob Neben­ge­bäu­de, Car­ports, Ter­ras­sen­über­da­chun­gen oder Außen­an­la­gen mit abge­si­chert sind oder ob dafür Gren­zen gel­ten. Gera­de hier unter­schei­den sich Tari­fe stark.

  • Typi­sche Bei­spie­le: abge­deck­te Zie­gel, beschä­dig­te Dach­flä­chen, ein­ge­schla­ge­ne Fens­ter

  • Prüf­punk­te: Neben­ge­bäu­de, Außen­an­la­gen, Auf­räum und Ent­sor­gung

Lei­tungs­was­ser­schä­den gehö­ren zu den häu­figs­ten und teu­ers­ten The­men am Gebäu­de. Ver­si­chert ist in der Regel Was­ser, das unbe­ab­sich­tigt aus Zu oder Ablei­tungs­roh­ren oder damit ver­bun­de­nen Instal­la­tio­nen aus­tritt. Das betrifft nicht nur den sicht­ba­ren Rohr­bruch, son­dern oft auch Fol­ge­schä­den wie durch­näss­te Böden, Wän­de, Decken und not­wen­di­ge Trock­nungs­maß­nah­men.

Wich­tig ist die sau­be­re Abgren­zung zu Was­ser von außen. Rück­stau, auf­stei­gen­des Grund­was­ser oder Stark­re­gen im Kel­ler sind meist nicht auto­ma­tisch abge­deckt und brau­chen häu­fig einen pas­sen­den Zusatz­bau­stein. Genau die­ser Punkt sorgt in der Pra­xis am häu­figs­ten für Miss­ver­ständ­nis­se.

  • Typi­sche Bei­spie­le: Rohr­bruch, Frost­scha­den, undich­te Stel­le an einer Lei­tung

  • Prüf­punk­te: Trock­nung, Schim­mel Fol­ge­schä­den, Rück­stau und Stark­re­gen

Ein direk­ter Blitz­ein­schlag kann am Gebäu­de Schä­den aus­lö­sen, etwa durch Brand, Explo­si­on oder Beschä­di­gun­gen an Gebäu­de­tei­len. Über­span­nungs­schä­den ent­ste­hen häu­fig indi­rekt durch Span­nungs­spit­zen und betref­fen oft elek­tri­sche Anla­gen oder fest instal­lier­te Tech­nik im Gebäu­de. Ob und in wel­cher Höhe das mit­ver­si­chert ist, hängt stark vom Tarif ab.

Ach­ten Sie dar­auf, wie der Ver­trag zwi­schen fest instal­lier­ter Tech­nik und beweg­li­chen Gerä­ten trennt. Für Fern­se­her, Com­pu­ter oder ähn­li­che Gerä­te ist häu­fig ein ande­rer Schutz zustän­dig als für die Haus­tech­nik. Wenn Sie Pho­to­vol­ta­ik oder Smart Home Tech­nik nut­zen, soll­ten Sie die Mit­ver­si­che­rung und even­tu­el­le Ent­schä­di­gungs­gren­zen gezielt prü­fen.

  • Typi­sche Bei­spie­le: Schä­den an Hei­zung­s­teue­rung, Gegen­sprech­an­la­ge, fest instal­lier­ter Tech­nik

  • Prüf­punk­te: Ent­schä­di­gungs­gren­zen, Nach­weis des Blitz­ereig­nis­ses, Pho­to­vol­ta­ik

Neben dem eigent­li­chen Sach­scha­den kön­nen Zusatz­kos­ten den größ­ten Teil der Rech­nung aus­ma­chen. Dazu gehö­ren Auf­räum und Ent­sor­gung, Abbruch­ar­bei­ten, Schutz­maß­nah­men oder Kos­ten, die ent­ste­hen, weil das Gebäu­de vor­über­ge­hend nicht nutz­bar ist. Bei Ver­mie­tung kann auch Miet­aus­fall je nach Ver­trags­um­fang eine Rol­le spie­len.

Auch behörd­li­che Auf­la­gen nach einem Scha­den sind ein typi­scher Streit­punkt. Man­che Tari­fe über­neh­men Mehr­kos­ten, wenn beim Wie­der­auf­bau aktu­el­le Vor­schrif­ten ein­ge­hal­ten wer­den müs­sen. Hier lohnt sich der Blick ins Detail, weil die Unter­schie­de zwi­schen Tari­fen groß sein kön­nen.

  • Bei­spie­le: Auf­räum und Abbruch, Bewe­gungs und Schutz­kos­ten, Hotel­kos­ten oder Miet­aus­fall

  • Prüf­punk­te: Mehr­kos­ten durch Auf­la­gen, Außen­an­la­gen, Ent­schä­di­gungs­gren­zen

Die kon­kre­te Leis­tung hängt immer vom gewähl­ten Tarif und den Bau­stei­nen ab. Wenn Sie Ihr Haus pas­send absi­chern möch­ten, lohnt sich der direk­te Ver­gleich, vor allem bei Ele­men­tar, gro­ber Fahr­läs­sig­keit, Über­span­nung und den Fol­ge­kos­ten.

Was kos­tet eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung in der Pra­xis?

Kos­ten­fak­to­ren im Über­blick

Die Kos­ten einer Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung las­sen sich nicht pau­schal nen­nen, weil jedes Haus anders ist und weil der Bei­trag stark davon abhängt, wel­che Risi­ken Sie wirk­lich absi­chern möch­ten. Mit einem sau­be­ren Ver­gleich sehen Sie schnell, wo Preis­un­ter­schie­de her­kom­men und wel­che Bau­stei­ne sich für Ihre Immo­bi­lie loh­nen.

Beim Bei­trag geht es im Kern um eine Fra­ge: Wie teu­er wäre es, Ihr Gebäu­de nach einem Scha­den wie­der­her­zu­stel­len und wie wahr­schein­lich sind bestimm­te Schä­den an Ihrem Stand­ort. Des­halb zählt die Lage so stark. In Regio­nen mit erhöh­tem Risi­ko für Stark­re­gen, Hoch­was­ser oder Sturm liegt der Bei­trag meist höher, vor allem wenn Ele­men­tar­schä­den mit­ver­si­chert wer­den sol­len. Das ist kein „Auf­preis aus Prin­zip“, son­dern spie­gelt das Scha­den­ri­si­ko wider.

Genau­so wich­tig ist das Gebäu­de selbst. Bau­jahr, Bau­art, Dach­form und Zustand spie­len eine gro­ße Rol­le, eben­so die Wohn­flä­che, die Anzahl der Wohn­ein­hei­ten und die Aus­stat­tung. Ein moder­ni­sier­tes Haus mit erneu­er­ten Lei­tun­gen kann anders bewer­tet wer­den als ein Objekt mit alten Roh­ren oder sanie­rungs­be­dürf­ti­ger Elek­trik. Auch Neben­ge­bäu­de, Car­ports, Anbau­ten und fest instal­lier­te Tech­nik wie Pho­to­vol­ta­ik beein­flus­sen den Bei­trag, wenn sie mit­ver­si­chert wer­den.

Der drit­te Hebel ist der Leis­tungs­um­fang. Die Basis deckt typi­scher­wei­se Feu­er, Lei­tungs­was­ser sowie Sturm und Hagel. Teu­rer wird es meist durch zusätz­li­che Risi­ken und bes­se­re Bedin­gun­gen, zum Bei­spiel Ele­men­tar­schä­den, Über­span­nung, Glas, erwei­ter­te Fol­ge­kos­ten oder leis­tungs­star­ke Rege­lun­gen bei gro­ber Fahr­läs­sig­keit. Hier lohnt sich der Blick ins Detail, weil sich Tari­fe nicht nur im Preis unter­schei­den, son­dern auch dar­in, wie sau­ber Fol­ge­schä­den, Auf­räum­kos­ten oder Mehr­kos­ten nach behörd­li­chen Auf­la­gen gere­gelt sind.

Ein wei­te­rer Punkt ist die Selbst­be­tei­li­gung. Wer bereit ist, im Scha­den­fall einen fes­ten Betrag selbst zu tra­gen, kann den lau­fen­den Bei­trag oft spür­bar sen­ken. Das passt aber nur, wenn die Selbst­be­tei­li­gung zur eige­nen Rück­la­ge passt und nicht genau dann weh­tut, wenn ohne­hin schon viel orga­ni­siert wer­den muss.

Nicht zuletzt spielt die rich­ti­ge Ver­si­che­rungs­sum­me eine Rol­le. Vie­le Tari­fe arbei­ten mit Berech­nungs­mo­del­len, die den Wie­der­her­stel­lungs­wert abbil­den sol­len, zum Bei­spiel über Wohn­flä­che und index­ba­sier­te Ver­fah­ren. Ent­schei­dend ist, dass die Anga­ben stim­men und dass grö­ße­re Umbau­ten oder wert­stei­gern­de Moder­ni­sie­run­gen gemel­det wer­den. Sonst droht Unter­ver­si­che­rung und dann kann es im Scha­den­fall Kür­zun­gen geben, obwohl die Poli­ce „eigent­lich“ vor­han­den ist.

Für einen schnel­len, fai­ren Ver­gleich soll­ten Sie die­se Punk­te parat haben:

  • Wohn­flä­che und Nut­zung (Eigen­nut­zung, Ver­mie­tung, leer­ste­hend)

  • Bau­jahr, Bau­art, Dach und Moder­ni­sie­run­gen (vor allem Lei­tun­gen und Dach)

  • Stand­ort und gewünsch­ter Schutz bei Natur­ge­fah­ren (Ele­men­tar ja oder nein)

  • Mit­ver­si­che­rung von Neben­ge­bäu­den und Außen­an­la­gen, falls rele­vant

  • Extras wie Pho­to­vol­ta­ik, Glas, Über­span­nung, erwei­ter­te Fol­ge­kos­ten

  • Wunsch zur Selbst­be­tei­li­gung und Zah­lungs­wei­se (jähr­lich ist oft güns­ti­ger als monat­lich)

Wenn Sie die­se Fak­to­ren ein­mal sau­ber durch­ge­hen, wird der Bei­trag nach­voll­zieh­bar. Vor allem sehen Sie dann, ob ein güns­ti­ger Tarif wirk­lich zu Ihrem Haus passt oder ob er nur des­halb bil­lig ist, weil wich­ti­ge Risi­ken feh­len.

Pas­sen­der Schutz je nach Immo­bi­lie und Ver­ant­wor­tung

Für jede Wohn­si­tua­ti­on die rich­ti­ge Gebäu­de­ab­si­che­rung

Ob selbst genutz­tes Ein­fa­mi­li­en­haus, ver­mie­te­te Woh­nun­gen oder eine WEG: Der Bedarf unter­schei­det sich deut­lich. Ent­schei­dend ist, wer wofür ver­ant­wort­lich ist, wel­che Risi­ken rea­lis­tisch sind und wie die Scha­den­ab­wick­lung orga­ni­siert wird. Die fol­gen­den Berei­che hel­fen Ihnen, schnel­ler zur pas­sen­den Lösung zu kom­men und typi­sche Stol­per­stel­len von Anfang an zu ver­mei­den.

Zwei Frauen unterhalten sich vor einer modernen Wohnanlage mit mehreren Eigentumswohnungen
Eigen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten

Bei WEGs geht es nicht nur um ein Gebäu­de, son­dern um gemein­sa­me Ver­ant­wor­tung. Wich­tig ist, wel­che Gebäu­de­tei­le über die Gemein­schaft abge­si­chert wer­den und wo Son­der­ei­gen­tum beginnt. Gera­de im Scha­den­fall zählt eine kla­re Zustän­dig­keit, damit Repa­ra­tu­ren schnell frei­ge­ge­ben wer­den. Hier fin­den Sie die wich­tigs­ten Punk­te und pas­sen­de Lösun­gen.

Nachdenklicher Hausverwalter am Schreibtisch vor dem Laptop mit Unterlagen und Kaffeetasse
Haus­ver­wal­tun­gen

Haus­ver­wal­tun­gen brau­chen Tari­fe, die wirt­schaft­lich pas­sen und im Ernst­fall sau­ber funk­tio­nie­ren. Ent­schei­dend sind kla­re Bedin­gun­gen, ver­läss­li­che Abläu­fe und eine struk­tu­rier­te Scha­den­be­ar­bei­tung, damit sich Fäl­le nicht unnö­tig zie­hen. Auch The­men wie Nach­wei­se, Ansprech­part­ner und Doku­men­ta­ti­on spie­len eine gro­ße Rol­le. Hier geht es zu den pas­sen­den Infos.

Modernes Einfamilienhaus mit Solaranlage in der Abendsonne
Rat­ge­ber Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung

Sie möch­ten erst ver­ste­hen, bevor Sie ver­glei­chen. Im Rat­ge­ber fin­den Sie Grund­la­gen, typi­sche Scha­den­fäl­le und die wich­tigs­ten Unter­schie­de zwi­schen Tari­fen. Dazu kom­men The­men wie Gebäu­de­ty­pen, sinn­vol­le Zusatz­bau­stei­ne und häu­fi­ge Ver­trags­fal­len. Ide­al, wenn Sie sich schnell einen Über­blick ver­schaf­fen wol­len, ohne sich durch Fach­be­grif­fe zu kämp­fen.

Tari­fe ver­glei­chen und Schutz pas­send zum Haus wäh­len

Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung im Ver­gleich

Tari­fe unter­schei­den sich oft nicht bei den gro­ßen Über­schrif­ten, son­dern in den Details, die im Scha­den­fall teu­er wer­den. Ein Ver­gleich lohnt sich des­halb immer dann, wenn Sie kla­re Ant­wor­ten brau­chen: Was ist wirk­lich ver­si­chert, wo gibt es Gren­zen und wel­che Extras sind für Ihr Haus sinn­voll.

Auf dem Papier klingt vie­les ähn­lich. In der Pra­xis ent­schei­den häu­fig Leis­tungs­bau­stei­ne und Bedin­gun­gen dar­über, ob ein Scha­den sau­ber regu­liert wird oder ob Sie auf einem Teil der Kos­ten sit­zen blei­ben. Typi­sche Unter­schie­de fin­den Sie bei Ent­schä­di­gungs­gren­zen, bei der Absi­che­rung von Neben­ge­bäu­den und Außen­an­la­gen, bei Über­span­nung und bei Fol­ge­kos­ten wie Auf­räu­men, Abbruch, Schutz­maß­nah­men oder Hotel­kos­ten. Auch die Fra­ge, wie weit Lei­tungs­was­ser­schä­den abge­si­chert sind, ist nicht tri­vi­al. Es geht nicht nur um den Rohr­bruch, son­dern oft um Trock­nung, Fol­ge­schä­den und dar­um, ob Roh­re auf dem Grund­stück oder außer­halb des Gebäu­des mit­ver­si­chert sind.

Ein zwei­ter Knack­punkt ist Ele­men­tar. Stark­re­gen, Hoch­was­ser und Rück­stau sind nicht auto­ma­tisch Bestand­teil des Grund­schut­zes. Hier gibt es je nach Tarif kla­re Vor­aus­set­zun­gen, Aus­schlüs­se und Selbst­be­tei­li­gun­gen. Wer im Kel­ler Tech­nik, Hei­zung oder hoch­wer­ti­ge Böden hat, soll­te genau prü­fen, ob der gewähl­te Schutz zur eige­nen Risi­ko­si­tua­ti­on passt. Das Glei­che gilt für gro­be Fahr­läs­sig­keit. Man­che Tari­fe sind hier streng, ande­re deut­lich kun­den­freund­li­cher. Im Ergeb­nis kann das dar­über ent­schei­den, ob Sie im All­tag ent­spannt blei­ben oder im Scha­den­fall dis­ku­tie­ren müs­sen.

Sinn­voll ist auch der Blick auf den Zustand des Ver­trags. Älte­re Poli­cen wir­ken preis­lich manch­mal attrak­tiv, las­sen aber wich­ti­ge Punk­te weg oder regeln sie enger. Moder­ne Tari­fe sind häu­fig brei­ter auf­ge­stellt, etwa bei Mehr­kos­ten durch behörd­li­che Auf­la­gen, Dekon­ta­mi­na­ti­on nach bestimm­ten Scha­den­bil­dern oder erwei­ter­ten Fol­ge­kos­ten. Wenn Sie sich an kon­kre­ten Tarif­wel­ten ori­en­tie­ren möch­ten, kann es hel­fen, ein­zel­ne Anbie­ter bei­spiel­haft gegen­über­zu­stel­len. Häu­fig wer­den in die­sem Zusam­men­hang Tari­fe wie die Dege­nia Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung, die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der Alte Leip­zi­ger oder die GEV Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung geprüft. Ent­schei­dend bleibt, was davon zu Ihrem Gebäu­de, Ihrer Lage und Ihrem Sicher­heits­be­dürf­nis passt.

Mehr Schutz, wenn Stan­dard nicht reicht

Wich­ti­ge Zusatz­bau­stei­ne zur Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung

Der Basis­schutz der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung deckt vie­les ab, aber nicht alles, was in der Pra­xis teu­er wird. Zusatz­bau­stei­ne sind dann sinn­voll, wenn Ihr Haus in einer risi­ko­rei­che­ren Lage steht, wenn Sie beson­de­re Aus­stat­tung haben oder wenn Sie typi­sche Lücken schlie­ßen möch­ten, die vie­le Tari­fe im Grund­schutz las­sen. Die fol­gen­den Optio­nen sind für Eigen­tü­mer beson­ders rele­vant, weil sie häu­fig genau die Schä­den absi­chern, die sonst schnell zur finan­zi­el­len Dau­er­be­las­tung wer­den.

Straße und Häuser stehen nach starkem Hochwasser unter Wasser in einer überfluteten Ortschaft
Ele­men­tar­ver­si­che­rung

Stark­re­gen, Hoch­was­ser, Rück­stau oder Erd­rutsch kön­nen ein Haus mas­siv beschä­di­gen. Die­se Risi­ken sind im Grund­schutz meis­tens nicht auto­ma­tisch ent­hal­ten. Mit Ele­men­tar­schutz sichern Sie sich gezielt gegen Natur­ge­fah­ren ab, die heu­te deut­lich häu­fi­ger auf­tre­ten als frü­her. Sinn­voll ist das vor allem bei Kel­ler, Hang­la­ge oder Gewäs­ser­nä­he.

Vater und Sohn blicken gemeinsam durch eine große Fensterscheibe ins Freie
Glas­bruch­ver­si­che­rung

Glas­schä­den sind schnell teu­er, beson­ders bei gro­ßen Fens­ter­fron­ten, Win­ter­gär­ten oder Glas­ge­län­dern. Eine Glas­bruch­ver­si­che­rung über­nimmt je nach Tarif Repa­ra­tur oder Aus­tausch von Gebäu­de und teils auch Mobi­li­ar­ver­gla­sung. Das lohnt sich vor allem, wenn viel Glas ver­baut ist oder Kin­der und Haus­tie­re im Haus­halt leben. Wich­tig ist, ob nur Gebäu­de oder auch Mobi­li­ar mit­ver­si­chert ist.

Reihen moderner Wohnhäuser bei Nacht mit beleuchteten Fenstern in ruhiger Siedlung
Unbe­nann­te Gefah­ren

Hier wird nicht nur eine Lis­te von Risi­ken abge­si­chert, son­dern grund­sätz­lich vie­les, was nicht aus­drück­lich aus­ge­schlos­sen ist. Das kann bei hoch­wer­ti­gen Immo­bi­li­en, indi­vi­du­el­ler Bau­wei­se oder moder­ni­sier­ter Aus­stat­tung inter­es­sant sein, weil der Schutz brei­ter gedacht ist. Ent­schei­dend ist, wie die Aus­schlüs­se for­mu­liert sind und wel­che Oblie­gen­hei­ten gel­ten. Ein Ver­gleich ist hier beson­ders wich­tig.

Paar steht vor dem Hauseingang eines Stadthauses und blickt sich lächelnd an
Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht

Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zahlt für Schä­den am Gebäu­de. Wenn aber Drit­te auf Ihrem Grund­stück zu Scha­den kom­men, ist das ein ande­res The­ma. Die Haus und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht schützt Sie vor Scha­den­er­satz­an­sprü­chen, zum Bei­spiel bei Glatt­eis oder bau­li­chen Män­geln. Beson­ders rele­vant ist sie bei Ver­mie­tung oder wenn Sie nicht dau­er­haft vor Ort sind.

Drohnenaufnahme eines Industriegebäudes mit großflächiger Photovoltaikanlage auf dem Dach – Symbolbild für Photovoltaik-Versicherung
Pho­to­vol­ta­ik­ver­si­che­rung

Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen sind wert­voll und gleich­zei­tig anfäl­lig, etwa für Sturm, Hagel, Über­span­nung oder Van­da­lis­mus. Je nach Tarif kann die Anla­ge in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung mit­ver­si­chert sein oder es braucht einen eige­nen Schutz. Wich­tig sind auch The­men wie Ertrags­aus­fall und Dieb­stahl. Wenn Sie eine PV Anla­ge betrei­ben, lohnt sich die Prü­fung fast immer.

Anbie­ter im Über­blick, wor­auf Sie beim Tarif wirk­lich ach­ten soll­ten

Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Anbie­ter, Tari­fe und typi­sche Stär­ken

Vie­le Tari­fe klin­gen im ers­ten Moment ähn­lich. Der Unter­schied steckt fast immer in den Bedin­gun­gen, bei Ent­schä­di­gungs­gren­zen und bei den Fol­ge­kos­ten, die nach einem Scha­den schnell teu­er wer­den.

Wenn Sie Anbie­ter ver­glei­chen, geht es nicht dar­um, den „bil­ligs­ten“ Bei­trag zu fin­den. Ent­schei­dend ist, ob der Tarif zu Ihrem Haus passt und ob die Regeln im Scha­den­fall zu Ihrem All­tag pas­sen. Bei einem Lei­tungs­was­ser­scha­den zählt zum Bei­spiel nicht nur der Rohr­bruch, son­dern auch Trock­nung, Leck­or­tung, Fol­ge­schä­den und die Fra­ge, wel­che Lei­tun­gen mit­ver­si­chert sind. Bei Sturm und Hagel wird es schnell rele­vant, wie Dach, Fens­ter, Roll­lä­den, Neben­ge­bäu­de und Außen­an­la­gen behan­delt wer­den.

Ein zwei­ter Punkt sind die Zusatz­bau­stei­ne, die je nach Lage und Aus­stat­tung sinn­voll sind. Ele­men­tar­schä­den sind ein Klas­si­ker, aber auch Über­span­nung, Glas oder erwei­ter­te Fol­ge­kos­ten kön­nen den Unter­schied machen. Dazu kommt gro­be Fahr­läs­sig­keit, denn vie­le Schä­den pas­sie­ren im All­tag und nicht im Lehr­buch. Hier lohnt sich der Blick dar­auf, wie kun­den­freund­lich ein Tarif for­mu­liert ist und wo Gren­zen ein­ge­baut sind.

Wenn Sie sich an kon­kre­ten Anbie­tern ori­en­tie­ren möch­ten, kann eine Vor­auswahl hel­fen. Sie sehen schnel­ler, wel­che Tarif­wel­ten es gibt und wel­che Schwer­punk­te gesetzt wer­den. Am Ende zählt trotz­dem der Abgleich mit Ihrer Immo­bi­lie, Nut­zung und Risi­ko­si­tua­ti­on.

Anbie­ter im Über­blick (Aus­zug):

  • Bar­me­nia Wohn­ge­bäu­de: Tari­fe mit kla­rer Staf­fe­lung und Fokus auf leis­tungs­star­ke Bedin­gun­gen, inklu­si­ve Bau­stei­nen wie Ele­men­tar und kun­den­freund­li­chen Updates je nach Tarif­li­nie.

  • Alli­anz Wohn­ge­bäu­de: Brei­ter Stan­dard­schutz mit gut aus­bau­ba­ren Zusatz­bau­stei­nen, inter­es­sant wenn Sie eine soli­de Grund­de­ckung mit plan­ba­ren Erwei­te­run­gen suchen.

  • DOMCURA Wohn­ge­bäu­de: Kon­zep­t­ori­en­tier­te Tari­fe, häu­fig mit optio­na­ler All­ge­fah­ren­de­ckung über unbe­nann­te Gefah­ren, span­nend bei erhöh­tem Sicher­heits­wunsch und moder­ner Haus­tech­nik.

  • Inter­Risk Wohn­ge­bäu­de: Tarif­stu­fen bis zum XXL Schutz, häu­fig stark bewer­tet in der Pro­dukt­welt des Anbie­ters, sinn­voll wenn Sie viel Leis­tung im Bedin­gungs­werk prio­ri­sie­ren.

  • Kon­zept und Mar­ke­ting Wohn­ge­bäu­de: all­safe Tarif­welt mit star­kem Fokus auf umfang­rei­che Deckungs­ideen und Scha­den­ser­vice, häu­fig gewählt, wenn es um moder­ne Bedin­gungs­lo­gik geht.

  • VHV Wohn­ge­bäu­de: Tari­fe wie Klas­sik Garant mit Leis­tungs Update Garan­tie und pra­xis­na­hen Ser­vices, pas­send wenn Sie Wert auf klar defi­nier­te Leis­tun­gen und Ser­vice­bau­stei­ne legen.

Wenn es pas­siert, zählt ein Tarif, der wirk­lich trägt

Typi­sche Scha­dens­fäl­le aus der Pra­xis

Gebäu­de­schä­den ent­ste­hen oft nicht spek­ta­ku­lär, son­dern schlei­chend oder plötz­lich im fal­schen Moment. Ein klei­ner Defekt, ein star­ker Sturm oder ein unbe­merk­ter Was­ser­aus­tritt kann schnell hohe Kos­ten aus­lö­sen. Die fol­gen­den Bei­spie­le zei­gen typi­sche Scha­dens­bil­der, bei denen die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung häu­fig gefor­dert ist und bei denen sich Unter­schie­de in den Tarif­be­din­gun­gen beson­ders deut­lich bemerk­bar machen.

Rohr­bruch im Alt­bau
Freigelegte Wand mit beschädigten Wasserrohren nach einem Rohrbruch in einem Badezimmer

Ein Rohr platzt, Was­ser läuft unbe­merkt in Wän­de und Böden und der Scha­den wächst mit jeder Stun­de. Oft geht es dann nicht nur um die Lei­tung selbst, son­dern um Trock­nung, Est­rich, Däm­mung und Putz. Ent­schei­dend ist, ob Fol­ge­kos­ten sau­ber mit­ver­si­chert sind und wie Leck­or­tung gere­gelt ist. Gera­de bei älte­ren Lei­tun­gen lohnt sich ein genau­er Blick in die Bedin­gun­gen.

Sturm­scha­den nach Orkan
Stark beschädigtes Ziegeldach nach einem Sturm mit freiliegender Dachkonstruktion

Sturm kann Dächer abde­cken, Fens­ter beschä­di­gen und Fol­ge­schä­den durch ein­drin­gen­den Regen aus­lö­sen. Dann wird aus einem Sturm­scha­den schnell ein Feuch­tig­keits­pro­blem im gan­zen Haus. Wich­tig sind hier auch Kos­ten für Not­ab­dich­tung, Auf­räu­men und Ent­sor­gung sowie die Fra­ge, wel­che Tei­le des Grund­stücks mit­ver­si­chert sind. Gute Tari­fe regeln die­se Punk­te klar und pra­xis­nah.

Brand durch Elek­tro­feh­ler
Verbrannte Küche nach Schmorbrand mit Rußschäden an Wänden, Möbeln und Elektrogeräten

Ein tech­ni­scher Defekt kann einen Schmor­brand aus­lö­sen, oft mit Rauch und Ruß­schä­den weit über den Brand­herd hin­aus. Neben der Repa­ra­tur kommt es häu­fig auf Sanie­rung, Rei­ni­gung und Wie­der­her­stel­lung von Gebäu­de­tei­len an. Auch Lösch­was­ser kann zusätz­li­che Schä­den ver­ur­sa­chen. Ent­schei­dend ist, wie umfas­send Fol­ge­kos­ten und die Wie­der­her­stel­lung abge­si­chert sind.

Klar­heit im Scha­dens­fall

Was über­nimmt die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung und was nicht?

Nie­mand möch­te im Scha­den­fall dis­ku­tie­ren, ob etwas „eigent­lich“ ver­si­chert gewe­sen wäre. Genau des­halb lohnt sich ein kla­rer Blick auf die Grund­lo­gik: Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung schützt das Gebäu­de und fest ver­bau­te Bestand­tei­le. Was genau über­nom­men wird, hängt am Ende immer vom Tarif, den ver­ein­bar­ten Bau­stei­nen und den Bedin­gun­gen im Ver­trag. Die fol­gen­de Über­sicht hilft Ihnen, typi­sche Fäl­le rich­tig ein­zu­ord­nen.

Ihre Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zahlt, bei …

Ihre Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zahlt nicht, bei …

Zwei Poli­cen, zwei kla­re Zustän­dig­kei­ten

Unter­schied zwi­schen Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung und Haus­rat­ver­si­che­rung

Vie­le Eigen­tü­mer gehen davon aus, dass „die Gebäu­de­ver­si­che­rung“ schon alles regelt. Im Scha­den­fall zeigt sich dann schnell: Wohn­ge­bäu­de und Haus­rat sind zwei unter­schied­li­che Berei­che. Wenn Sie die Zustän­dig­keit sau­ber tren­nen, ver­mei­den Sie Lücken, Dop­pel­ver­si­che­run­gen und unnö­ti­ge Dis­kus­sio­nen bei der Regu­lie­rung.

Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung schützt das, was fest mit dem Haus ver­bun­den ist. Also die Bau­sub­stanz und die Bestand­tei­le, die man nicht ein­fach „mit­neh­men“ kann. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel Dach, Außen­wän­de, Fens­ter, Türen, fest ver­leg­te Lei­tun­gen, Hei­zung, Sani­tär­in­stal­la­tio­nen und häu­fig auch fest ein­ge­bau­te Ele­men­te wie Ein­bau­kü­che oder Boden­be­lä­ge, sofern sie dau­er­haft mit dem Gebäu­de ver­bun­den sind. Wenn ein Sturm das Dach beschä­digt, ein Rohr in der Wand platzt oder ein Brand Tei­le des Gebäu­des zer­stört, ist typi­scher­wei­se die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der rich­ti­ge Ansprech­part­ner, weil es um Repa­ra­tur oder Wie­der­her­stel­lung des Gebäu­des geht.

Die Haus­rat­ver­si­che­rung dage­gen küm­mert sich um alles, was sich inner­halb der Woh­nung oder des Hau­ses befin­det und grund­sätz­lich beweg­lich ist. Möbel, Elek­tro­nik, Klei­dung, Tep­pi­che, Geschirr, per­sön­li­che Gegen­stän­de, oft auch Fahr­rä­der oder bestimm­te Wert­sa­chen, je nach Tarif und Absi­che­rung. Sobald also nicht das Gebäu­de selbst, son­dern Ihr Inven­tar betrof­fen ist, fällt der Scha­den in den Bereich Haus­rat. Ein klas­si­sches Bei­spiel: Ein Lei­tungs­was­ser­scha­den durch­nässt nicht nur Est­rich und Wand, son­dern rui­niert auch Sofa, Schrank und Fern­se­her. Dann sind häu­fig bei­de Poli­cen betei­ligt. Die Gebäu­de­ver­si­che­rung regu­liert den Gebäu­de­scha­den inklu­si­ve Trock­nung und Wie­der­her­stel­lung, die Haus­rat­ver­si­che­rung ersetzt das beschä­dig­te Inven­tar, jeweils nach den ver­ein­bar­ten Bedin­gun­gen.

Wich­tig ist dabei auch die Abgren­zung bei Zusatz­the­men. Ein­bruch­dieb­stahl und Van­da­lis­mus inner­halb der Woh­nung sind typi­sche Haus­rat-The­men. Ele­men­tar­schä­den am Gebäu­de sind eher Gebäu­de-The­men, aber nur, wenn der Ele­men­tar­bau­stein ein­ge­schlos­sen ist. Über­span­nung kann je nach Tarif sowohl bei Gebäu­de­tech­nik als auch bei Gerä­ten rele­vant sein, fällt aber nicht auto­ma­tisch in bei­de Berei­che. Wenn Sie die­se Logik im Kopf haben, wird sofort klar, war­um eine ein­zi­ge Poli­ce sel­ten „alles“ abdeckt und war­um sich ein abge­stimm­ter Schutz für Gebäu­de und Inven­tar in der Pra­xis aus­zahlt.

Mehr Wis­sen, damit Ent­schei­dun­gen leich­ter fal­len

Die­se The­men rund um die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung könn­ten Sie auch inter­es­sie­ren

Manch­mal reicht der rei­ne Tarif­ver­gleich nicht, weil die Fra­ge­stel­lung spe­zi­el­ler ist. Etwa bei beson­de­ren Bau­ar­ten, beim Eigen­tü­mer­wech­sel oder wenn Sie klä­ren möch­ten, wel­che Absi­che­rung in Ihrem Fall wirk­lich Sinn ergibt. Hier fin­den Sie pas­sen­de Ver­tie­fun­gen und typi­sche The­men, die bei Eigen­tü­mern häu­fig direkt nach dem Abschluss oder beim Wech­sel auf­tau­chen.

Modernes Einfamilienhaus mit Satteldach auf leichtem Hanggrundstück am Waldrand
Ein­fa­mi­li­en­haus

Beim Ein­fa­mi­li­en­haus zählt vor allem, dass Ver­si­che­rungs­sum­me und Leis­tungs­um­fang zum Gebäu­de pas­sen. Häu­fig geht es um Unter­ver­si­che­rung, sinn­vol­le Zusatz­bau­stei­ne und die Fra­ge, wel­che Tei­le als „Gebäu­de“ gel­ten. Auch The­men wie Gara­ge, Car­port oder Pho­to­vol­ta­ik soll­ten sau­ber ein­ge­ord­net sein. Hier sehen Sie, wor­auf Eigen­tü­mer typi­scher­wei­se ach­ten soll­ten.

Junges Paar übernimmt Schlüssel für neues Haus beim Eigentümerwechsel
Eigen­tü­mer­wech­sel

Beim Kauf oder Ver­kauf wird oft unter­schätzt, was mit dem Ver­si­che­rungs­schutz pas­siert. Ent­schei­dend ist, ob der Ver­trag über­nom­men wird, wann eine Ummel­dung nötig ist und wel­che Fris­ten gel­ten. Auch die Fra­ge, ob der Schutz in der Über­gangs­pha­se lücken­los bleibt, ist wich­tig. Hier fin­den Sie die wich­tigs­ten Punk­te, klar erklärt.

FAQ zur Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung

Was Sie schon immer über Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung wis­sen woll­ten

Eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung schützt das Gebäu­de und fest ver­bau­te Bestand­tei­le. Dazu zäh­len je nach Ver­trag z. B. Dach, Wän­de, Fens­ter, Türen sowie fest instal­lier­te Lei­tun­gen und Haus­tech­nik wie Hei­zung oder Sani­tär.

Der Stan­dard­schutz umfasst in vie­len Tari­fen Schä­den durch Feu­er, Lei­tungs­was­ser sowie Sturm und Hagel. Wel­che Gebäu­de­tei­le genau mit­ver­si­chert sind (z. B. Ein­bau­kü­che, Anbau­ten), regeln die Bedin­gun­gen.

Nicht ver­si­chert sind typi­scher­wei­se Schä­den am beweg­li­chen Haus­rat (dafür ist die Haus­rat­ver­si­che­rung da) sowie Ver­schleiß, schlei­chen­de Schä­den oder man­gel­haf­te Instand­hal­tung. Auch vor­sätz­li­che Beschä­di­gun­gen sind aus­ge­schlos­sen.

Bei eini­gen The­men ent­schei­det der Ver­trag im Detail, z. B. bei Feuch­tig­keits­schä­den, die über lan­ge Zeit ent­ste­hen. Wich­tig ist: Ver­si­che­rer prü­fen oft, ob Pflich­ten ver­letzt wur­den und ob der Scha­den ver­meid­bar gewe­sen wäre.

„Gut“ heißt: Die Poli­ce passt zu Ihrem Haus und zu Ihrem Risi­ko, nicht zu einem Wer­be­ver­spre­chen. Ach­ten Sie bei Tari­fen meist auf die­se Punk­te:

  • Wie­der­auf­bau zum Neu­wert (nicht Zeit­wert)

  • Lei­tungs­was­ser inkl. Fol­ge­schä­den (Trock­nung, Auf­bruch, Wie­der­her­stel­lung)

  • Sturm/Hagel mit kla­rer Defi­ni­ti­on, ab wann gezahlt wird

  • Bau­stei­ne wie Ele­men­tar, Glas, Über­span­nung, Pho­to­vol­ta­ik je nach Objekt

  • Mit­ver­si­che­rung von Neben­ge­bäu­den, wenn vor­han­den

So ver­mei­den Sie Lücken, die spä­ter teu­er wer­den.

Der Bei­trag wird indi­vi­du­ell berech­net. Typi­sche Preis­trei­ber sind Lage (Sturm, Hoch­was­ser, Stark­re­gen), Bau­art, Wohn­flä­che, Dach­form, Aus­stat­tung, Vor­schä­den sowie die Fra­ge, ob Bau­stei­ne wie Ele­men­tar oder Glas ein­ge­schlos­sen sind.

Auch eine Selbst­be­tei­li­gung kann den Bei­trag sen­ken. Sinn­voll ist weni­ger „bil­lig“, son­dern „pas­send“, weil fal­sche Annah­men schnell zu Unter­de­ckung füh­ren.

Gesetz­lich vor­ge­schrie­ben ist sie in der Regel nicht. In der Pra­xis wird sie aber sehr häu­fig ver­langt, etwa bei einer Bau­fi­nan­zie­rung, weil die Bank das Gebäu­de als Sicher­heit geschützt wis­sen will.

Wer eine Immo­bi­lie besitzt, trägt das vol­le Kos­ten­ri­si­ko bei Brand, Rohr­bruch oder Sturm­scha­den. Dar­um ist die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung für Eigen­tü­mer fak­tisch Stan­dard.

Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung betrifft alles, was „zum Haus gehört“, also Gebäu­de und fes­te Bestand­tei­le. Die Haus­rat­ver­si­che­rung betrifft alles, was Sie bei einem Umzug mit­neh­men wür­den, also Möbel, Klei­dung, Elek­tro­ge­rä­te.

Ein Was­ser­scha­den kann bei­de Poli­cen betref­fen: Gebäu­de­ver­si­che­rung für Böden, Wän­de, Lei­tun­gen, Haus­rat für Tep­pich, Sofa, Tech­nik. Genau die­se Abgren­zung ist im Scha­den­fall oft der Knack­punkt.

Das ist häu­fig mög­lich, aber nicht auto­ma­tisch gleich gere­gelt. Gara­gen und Car­ports sind je nach Tarif mit drin oder müs­sen aus­drück­lich genannt wer­den. Bei Neben­ge­bäu­den (Schup­pen, Gar­ten­haus) und Außen­an­la­gen (Zäu­ne, Wege, Ter­ras­sen) gibt es oft Gren­zen, Sub­li­mits oder sepa­ra­te Bau­stei­ne.

Wenn Sie sol­che Tei­le am Grund­stück haben, soll­te das im Antrag sau­ber erfasst sein, damit es im Scha­den­fall kei­ne Dis­kus­si­on gibt.

Ele­men­tar­schä­den (z. B. Über­schwem­mung, Stark­re­gen, Rück­stau, Erd­rutsch) sind im Stan­dard­schutz meist nicht auto­ma­tisch ent­hal­ten. Ob der Bau­stein sinn­voll ist, hängt stark von Ihrer Lage, dem Rück­stau­ri­si­ko und der Bau­wei­se ab.

Wenn in Ihrer Regi­on Stark­re­gen­er­eig­nis­se rea­lis­tisch sind oder Was­ser über Kel­ler­ab­gän­ge, Licht­schäch­te oder Kana­li­sa­ti­on ein­drin­gen kann, ist Ele­men­tar oft ein Kan­di­dat, den man ernst­haft prü­fen soll­te.

Mel­den Sie den Scha­den zeit­nah, doku­men­tie­ren Sie ihn (Fotos, Vide­os, Zeu­gen) und ver­hin­dern Sie Fol­ge­schä­den, z. B. Was­ser abstel­len, Not­ab­dich­tung, Trock­nung ansto­ßen, wenn nötig. Rech­nun­gen und Hand­wer­ker­be­rich­te soll­ten Sie auf­be­wah­ren. Vie­le Ver­trä­ge ver­lan­gen Abstim­mung, bevor end­gül­ti­ge Repa­ra­tu­ren star­ten, Not­maß­nah­men sind davon meist aus­ge­nom­men. Die Pflicht, den Scha­den klein zu hal­ten, ist auch recht­lich ver­an­kert.

Ein Wech­sel der Gebäu­de­ver­si­che­rung kann sinn­voll sein, wenn die Poli­ce alt ist, Leis­tun­gen feh­len oder Prä­mi­en stark stei­gen. Wich­tig ist, nicht „blind“ zu kün­di­gen: Erst sicher­stel­len, dass der neue Schutz naht­los beginnt und das Objekt kor­rekt ein­ge­stuft ist.

Kün­di­gungs­fris­ten ste­hen im Ver­trag, häu­fig ist eine ordent­li­che Kün­di­gung zum Ablauf mög­lich. Bei Bei­trags­er­hö­hun­gen kann es je nach Kon­stel­la­ti­on auch Son­der­rech­te geben.

Bei Eigen­nut­zung ist der Bei­trag in der Regel nicht als pri­va­te Aus­ga­be absetz­bar. Bei Ver­mie­tung kann er typi­scher­wei­se als Auf­wand im Zusam­men­hang mit der Immo­bi­lie berück­sich­tigt wer­den. Zusätz­lich kann der Bei­trag, wenn miet­ver­trag­lich ver­ein­bart, über die Betriebs­kos­ten auf Mie­ter umge­legt wer­den.

Im Detail hängt das von Ihrer Situa­ti­on und Abrech­nung ab, bei Unsi­cher­heit lohnt ein kur­zer Check mit Steu­er­be­ra­tung.

Gro­be Fahr­läs­sig­keit heißt ver­ein­facht: Ein Scha­den wur­de durch beson­ders unacht­sa­mes Ver­hal­ten begüns­tigt. Ob und wie stark das die Leis­tung beein­flusst, hängt vom Tarif ab, vie­le moder­ne Tari­fe regeln das kun­den­freund­li­cher als alte Poli­cen. Eine Selbst­be­tei­li­gung ist ein ver­ein­bar­ter Eigen­an­teil pro Scha­den­fall. Sie kann den Bei­trag sen­ken, lohnt sich aber nur, wenn Sie den Betrag im Scha­den­fall auch wirk­lich tra­gen wol­len.

Noch Fra­gen zur Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung? In unse­ren aus­führ­li­chen FAQ fin­den Sie Ant­wor­ten auf über 90 häu­fi­ge Fra­gen.

Rund­um abge­si­chert, auch abseits vom Gebäu­de­scha­den

Wei­te­re wich­ti­ge Ver­si­che­run­gen für Immo­bi­li­en­be­sit­zer

Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung schützt Ihr Haus, aber nicht jedes Risi­ko rund ums Eigen­tum. Die­se drei Ver­si­che­run­gen sind für vie­le Immo­bi­li­en­be­sit­zer sinn­voll, weil sie typi­sche Streit­fäl­le, Haf­tungs­ri­si­ken und beson­de­re Scha­dens­quel­len abde­cken, die sonst schnell teu­er wer­den.

Justitia-Statue mit Waage und Schwert auf einem Schreibtisch, im Hintergrund eine Frau in rotem Blazer beim Unterschreiben juristischer Unterlagen – Symbol für Recht und Rechtsschutz.
Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Als Eigen­tü­mer gera­ten Sie schnel­ler in Kon­flik­te, als man denkt, zum Bei­spiel mit Hand­wer­kern, Nach­barn oder rund um Miet­the­men. Eine pas­sen­de Rechts­schutz­ver­si­che­rung über­nimmt je nach Bau­stein Anwalts, Gerichts und Gut­ach­ter­kos­ten. Das schafft finan­zi­el­len Rück­halt, wenn es ernst wird. Wich­tig ist, dass der Immo­bi­li­en oder Woh­nungs­bau­stein wirk­lich ent­hal­ten ist.

Techniker prüft Leitungen und Ventile an einem Öltank in einem Heizungsraum
Öltank­haft­pflicht­ver­si­che­rung

Wenn Heiz­öl aus­tritt, kön­nen Boden und Grund­was­ser belas­tet wer­den und die Sanie­rung wird schnell sehr teu­er. Für Eigen­tü­mer mit Öltank ist eine Öltank­haft­pflicht häu­fig vor­ge­schrie­ben oder drin­gend emp­foh­len, je nach Bun­des­land und Tank­an­la­ge. Sie schützt vor Scha­den­er­satz­an­sprü­chen Drit­ter und deckt typi­sche Umwelt­schä­den ab. Ent­schei­dend ist, dass Tank­typ und Stand­ort kor­rekt ver­si­chert sind.

Älterer Mann räumt bei starkem Schneefall den Gehweg vor seinem Einfamilienhaus frei
Pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung

Auch als Eigen­tü­mer kön­nen Sie pri­vat haft­bar wer­den, zum Bei­spiel wenn durch Unacht­sam­keit Drit­te zu Scha­den kom­men. Die pri­va­te Haft­pflicht über­nimmt berech­tig­te Ansprü­che und wehrt unbe­rech­tig­te ab. Sie ist eine der wich­tigs­ten Basis­ab­si­che­run­gen, unab­hän­gig von der Immo­bi­lie selbst. Wich­tig ist, dass Eigen­nut­zung und rele­van­te Risi­ken sau­ber mit­ver­si­chert sind.

Zusam­men­fas­sung

Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung schützt Ihr Haus als Ver­mö­gens­wert vor den typi­schen gro­ßen Schä­den, die Eigen­tü­mer finan­zi­ell schnell über­for­dern kön­nen. Dazu gehö­ren vor allem Feu­er, Lei­tungs­was­ser sowie Sturm und Hagel. Ver­si­chert sind in der Regel die Bau­sub­stanz und fest ver­bau­te Bestand­tei­le wie Dach, Außen­wän­de, Fens­ter, Türen, Hei­zungs und Sani­tär­an­la­gen. Ent­schei­dend ist, dass der Tarif zur Immo­bi­lie passt und der Wie­der­her­stel­lungs­wert kor­rekt abge­si­chert ist, damit es im Ernst­fall nicht zu Kür­zun­gen wegen Unter­ver­si­che­rung kommt.

In der Pra­xis unter­schei­den sich Tari­fe weni­ger in der Über­schrift als im Klein­ge­druck­ten. Wich­ti­ge Unter­schie­de fin­den Sie bei Fol­ge­kos­ten wie Auf­räu­men, Abbruch, Trock­nung, Schutz­maß­nah­men oder Hotel­kos­ten, bei der Rege­lung von gro­ber Fahr­läs­sig­keit sowie bei Bau­stei­nen wie Ele­men­tar­schä­den, Über­span­nung, Glas oder Pho­to­vol­ta­ik. Gera­de Stark­re­gen und Hoch­was­ser sind ohne Ele­men­tar­bau­stein meist nicht abge­deckt. Wer hier sau­ber ver­gleicht, redu­ziert das Risi­ko von teu­ren Lücken und bekommt einen Schutz, der im Scha­den­fall wirk­lich funk­tio­niert.

Wenn Sie sich ent­schei­den, lohnt sich ein struk­tu­rier­ter Blick auf Lage, Bau­art, Wohn­flä­che, Moder­ni­sie­run­gen und Zusatz­ri­si­ken. So wird der Bei­trag nach­voll­zieh­bar und Sie wäh­len nicht ein­fach „irgend­ei­nen Tarif“, son­dern eine Absi­che­rung, die zu Ihrem Haus, Ihrer Nut­zung und Ihrem Sicher­heits­be­darf passt.

Häu­fi­ge Fra­gen

Wel­che Rol­le spielt der „Wert 1914“ bei der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung?

Der „Wert 1914“ ist eine Rechen­grö­ße, um die Ver­si­che­rungs­sum­me an Bau­prei­se anzu­pas­sen. Er hilft, den Wie­der­auf­bau­wert über Jah­re kor­rekt fort­zu­schrei­ben. Für Sie zählt am Ende: Die Sum­me muss zum Haus pas­sen, damit der Wie­der­auf­bau nicht an zu nied­ri­gen Wer­ten schei­tert.

Unter­ver­si­che­rung heißt: Das Haus ist nied­ri­ger ver­si­chert als es real kos­ten wür­de, dann kann der Ver­si­che­rer die Leis­tung antei­lig kür­zen. Ein Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht ist eine ver­trag­li­che Rege­lung, die die­se Kür­zung unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen aus­schließt, meist wenn die Wert­ermitt­lung sau­ber nach Vor­ga­ben erfolgt. Das senkt Stress im Scha­den­fall deut­lich.

Umbau­ten ver­än­dern Wert und Risi­ko. Das soll­ten Sie dem Ver­si­che­rer mel­den, damit Ver­si­che­rungs­sum­me, Bau­art, Aus­stat­tung und even­tu­el­le Zusatz­ri­si­ken kor­rekt ein­ge­stuft wer­den. Sonst dro­hen Lücken, zum Bei­spiel weil der neue Gebäu­de­teil nicht sau­ber erfasst ist oder weil die Ver­si­che­rungs­sum­me nicht mehr reicht. Gera­de bei Dach­aus­bau, Anbau­ten oder hoch­wer­ti­ger Haus­tech­nik ist das ein häu­fi­ger Feh­ler.

Unbe­nann­te Gefah­ren“ ist ein Kon­zept, bei dem nicht nur ein­zel­ne benann­te Ursa­chen ver­si­chert sind, son­dern vie­le plötz­lich ein­tre­ten­de Sach­schä­den, solan­ge sie nicht aus­ge­schlos­sen sind. Das kann Lücken schlie­ßen, die bei klas­si­schen Gefah­ren­ta­bel­len ent­ste­hen. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie breit Ihr Grund­schutz ist und wie wich­tig Ihnen Plan­bar­keit auch bei sel­te­nen Scha­den­ar­ten ist.

Über den Autor