Pri­va­te Alters­vor­sor­ge: Ren­ten­lü­cke schlie­ßen und Ruhe­stand pla­nen

Wir prü­fen Ihre Optio­nen und erklä­ren ver­ständ­lich, was wirk­lich zu Ihnen passt.

Zwei Personen werfen Münzen in ein Sparschwein – symbolisch für private Altersvorsorge und Vermögensaufbau.

Pri­va­te Alters­vor­sor­ge rich­tig pla­nen: Ren­ten­lü­cke ver­ste­hen, pas­sen­de Lösun­gen wäh­len

Die gesetz­li­che Ren­te ist für vie­le die Basis, mehr aber oft nicht. Ob es spä­ter wirk­lich reicht, mer­ken die meis­ten erst, wenn die Ren­ten­in­for­ma­ti­on kommt, die Lebens­hal­tungs­kos­ten stei­gen oder sich die eige­ne Aus­ga­ben­lis­te nicht mehr schön­rech­nen lässt. Genau hier hilft pri­va­te Alters­vor­sor­ge, wenn sie sau­ber geplant ist: Sie machen Ihre Ren­ten­lü­cke greif­bar und bau­en Schritt für Schritt zusätz­li­che Ein­nah­men für den Ruhe­stand auf, ohne sich finan­zi­ell zu über­neh­men.

Als Ver­si­che­rungs­mak­ler sind wir nicht an einen Anbie­ter gebun­den. Wir ver­glei­chen für Sie sinn­vol­le Bau­stei­ne wie ETF-Spar­plä­ne, pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­run­gen und geför­der­te Model­le wie Ries­ter oder Rürup, je nach­dem, was zu Ihrer Lebens­pha­se, Ihrem Bud­get und Ihrer Risi­ko­to­le­ranz passt. Wir spre­chen offen über Kos­ten, steu­er­li­che Effek­te, Fle­xi­bi­li­tät, Garan­tien und typi­sche Stol­per­stel­len. Wenn Sie bereits Ver­trä­ge haben, schau­en wir gemein­sam drauf: Was passt, was ist teu­er, was dop­pelt, was kann blei­ben. So ent­steht ein Plan, den Sie ver­ste­hen und lang­fris­tig durch­hal­ten.

Inhalts­ver­zeich­nis
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Das Wich­tigs­te im Über­blick

So ord­nen Sie Ihre Alters­vor­sor­ge ein

Die drei Säu­len der Alters­vor­sor­ge: gesetz­lich, betrieb­lich, pri­vat

Ihre Alters­vor­sor­ge in Deutsch­land folgt dem Drei-Säu­len-Modell: Die gesetz­li­che Ren­te ist die Basis, die betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge kann über den Arbeit­ge­ber zusätz­lich hel­fen und die pri­va­te Vor­sor­ge schließt Ihre per­sön­li­che Ren­ten­lü­cke. Ent­schei­dend ist nicht „eine per­fek­te Säu­le“, son­dern die pas­sen­de Mischung zu Ein­kom­men, Lebens­pha­se, Risi­ko und Fle­xi­bi­li­täts­wunsch.

Die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung ist für vie­le Men­schen das Fun­da­ment der Alters­vor­sor­ge. Wie hoch Ihre spä­te­re Ren­te aus­fällt, hängt vor allem von Ihren Bei­trags­jah­ren, dem Ein­kom­men, mög­li­chen Lücken und dem Ren­ten­be­ginn ab. Als Ori­en­tie­rung wird häu­fig das Ren­ten­ni­veau genannt. Das ist ein sta­tis­ti­scher Kenn­wert, kei­ne Garan­tie für die ein­zel­ne Per­son.

Wich­ti­ge Punk­te auf einen Blick:

  • Pflicht­sys­tem für die meis­ten Arbeit­neh­mer

  • Ren­ten­an­spruch ent­steht über Ent­gelt­punk­te (Bei­trags­zah­lun­gen)

  • Aus­sa­ge­kräf­tig wird es erst mit Ihrer Ren­ten­in­for­ma­ti­on und dem Ver­si­che­rungs­ver­lauf

  • Tipp: Ver­si­che­rungs­ver­lauf prü­fen las­sen, wenn Zei­ten feh­len (Aus­bil­dung, Kin­der­er­zie­hung, Aus­lands­zei­ten)

Die bAV ist Alters­vor­sor­ge über den Arbeit­ge­ber, oft per Ent­gelt­um­wand­lung. Sie zah­len einen Teil Ihres Brut­to­ge­halts in einen Vor­sor­ge­ver­trag ein. Je nach Modell kommt ein Arbeit­ge­ber­zu­schuss dazu. Für vie­le ist die bAV ein sinn­vol­ler Bau­stein, wenn Zuschuss und Kos­ten­struk­tur pas­sen.

Vor­tei­le, die häu­fig zäh­len:

  • Bei­trä­ge kön­nen aus dem Brut­to gezahlt wer­den (Steu­ern und Sozi­al­ab­ga­ben wer­den meist auf­ge­scho­ben)

  • Arbeit­ge­ber­zu­schuss ist in vie­len Fäl­len vor­ge­se­hen, wenn der Arbeit­ge­ber Sozi­al­ab­ga­ben spart

  • Je nach Durch­füh­rungs­weg sind unter­schied­li­che Model­le mög­lich (z. B. Direkt­ver­si­che­rung, Pen­si­ons­kas­se)

Gren­zen, die vie­le über­se­hen:

  • In der Aus­zah­lungs­pha­se grei­fen je nach Situa­ti­on Steu­ern, bei gesetz­lich Ver­si­cher­ten häu­fig auch Bei­trä­ge zur Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung

  • Ent­gelt­um­wand­lung kann die spä­te­re gesetz­li­che Ren­te etwas redu­zie­ren (weil weni­ger sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ges Gehalt übrig bleibt)

  • Kos­ten und Ver­trags­be­din­gun­gen unter­schei­den sich stark, ein Ver­gleich lohnt sich

Pri­va­te Vor­sor­ge ist frei­wil­lig, dafür am fle­xi­bels­ten gestalt­bar. Hier geht es dar­um, Ihre per­sön­li­che Ren­ten­lü­cke gezielt zu schlie­ßen, je nach Risi­ko­be­reit­schaft und Zeit­ho­ri­zont. Typisch sind ETF-Spar­plä­ne, pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­run­gen (klas­sisch oder fonds­ge­bun­den) und geför­der­te Model­le wie Ries­ter oder Rürup, wenn sie zu Ihrer Situa­ti­on pas­sen.

Typi­sche Wege und wofür sie oft ste­hen:

  • ETF-Spar­plan: fle­xi­bel, ren­di­te­ori­en­tiert, schwankt

  • Pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung: plan­ba­rer Aus­zah­lungs­rah­men mög­lich, Bedin­gun­gen und Kos­ten sind ent­schei­dend

  • Riester/Rürup: Förderung/Steuern kön­nen pas­sen, dafür kla­re Regeln bei Ver­füg­bar­keit und Aus­zah­lung

Wor­auf Sie in der Pra­xis ach­ten soll­ten:

  • Kos­ten (Abschluss, lau­fend, Fonds) und Fle­xi­bi­li­tät (Pau­sie­ren, Bei­trag ändern, Aus­zah­lung)

  • Was pas­siert bei Job­wech­sel, Eltern­zeit, Selbst­stän­dig­keit

  • Ob die Lösung zu Ihrem „Durch­hal­te-Bud­get“ passt

Wenn Sie wis­sen möch­ten, wel­che Säu­le bei Ihnen wirk­lich eine Lücke lässt, reicht Theo­rie meist nicht. Ent­schei­dend sind Zah­len aus Ihrer Ren­ten­in­for­ma­ti­on, Ihre Spar­fä­hig­keit und die Fra­ge, wie fle­xi­bel Sie blei­ben möch­ten. Wir ord­nen Ihre bestehen­den Ver­trä­ge ein, erklä­ren Vor- und Nach­tei­le und zei­gen, wel­che Bau­stei­ne rea­lis­tisch zu Ihnen pas­sen.

Ren­ten­ver­si­che­rung, ETF oder För­de­rung: die wich­tigs­ten Model­le im Ver­gleich

Wel­che Vor­sor­ge passt zu Ihnen?

Es gibt nicht die eine „rich­ti­ge“ Alters­vor­sor­ge. Sinn­voll ist meist ein Mix aus Bau­stei­nen, der zu Ihrer Lebens­si­tua­ti­on, Ihrem Bud­get und Ihrer Risi­ko­be­reit­schaft passt. Man­che möch­ten plan­ba­re Aus­zah­lun­gen und füh­len sich mit Garan­tien woh­ler. Ande­re set­zen auf mehr Fle­xi­bi­li­tät und Ren­di­te­chan­cen über den Kapi­tal­markt und hal­ten Schwan­kun­gen aus.

Kli­cken Sie auf die pas­sen­de Kachel, wenn Sie mehr Details möch­ten. Wenn Sie unsi­cher sind, star­ten Sie am bes­ten mit Ihrer Ren­ten­lü­cke und dem Ziel, wie fle­xi­bel Sie blei­ben wol­len.

Frau wirft Geldstück in ein rosa Sparschwein – Symbolbild für private Rentenversicherung und persönliche Vorsorge
Pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung

Für alle, die eine plan­ba­re Aus­zah­lung im Alter möch­ten. Je nach Tarif gibt es klas­sisch ori­en­tier­te Lösun­gen oder fonds­ge­bun­de­ne Vari­an­ten mit mehr Chan­cen und mehr Schwan­kung. Ent­schei­dend sind die Kos­ten, die Fle­xi­bi­li­tät (Bei­trag pau­sie­ren, redu­zie­ren) und wie die Aus­zah­lung gere­gelt ist.

Junge Familie mit Kleinkind sitzt gemeinsam auf dem Sofa und schaut gespannt auf einen Laptop – Symbol für Zukunftsplanung und Altersvorsorge.
Ries­ter-Ren­te

Häu­fig rele­vant für för­der­be­rech­tig­te Ange­stell­te und Fami­li­en mit Kin­dern, weil Zula­gen und mög­li­che Steu­er­vor­tei­le die Ren­di­te ver­bes­sern kön­nen. Wich­tig: Ries­ter ist stark regel­ge­bun­den. Prü­fen Sie För­de­rung, Kos­ten, Aus­zah­lungs­re­geln und ob der Ver­trag zu Ihrer Lebens­pla­nung passt.

Mann sitzt entspannt auf dem Sofa und arbeitet mit einem Laptop – Symbolbild für digitale Altersvorsorge mit der Basisrente.
Rürup-Ren­te

Oft inter­es­sant für Selbst­stän­di­ge und Gut­ver­die­ner, wenn steu­er­li­che Absetz­bar­keit ein Haupt­ar­gu­ment ist. Rürup ist auf die lebens­lan­ge Ren­te aus­ge­legt und in der Regel nicht fle­xi­bel „ver­füg­bar“ wie ein Depot. Das Modell passt, wenn Sie lang­fris­tig kon­se­quent bespa­ren und den Rah­men akzep­tie­ren.

Person analysiert Aktienkurse auf dem Smartphone – Symbolbild für digitales Investieren mit ETF-Sparplan.
ETF-Spar­plä­ne

Für alle, die fle­xi­bel Ver­mö­gen auf­bau­en wol­len und Kurs­schwan­kun­gen aus­hal­ten. ETFs sind trans­pa­rent und häu­fig kos­ten­güns­tig, der Wert kann zwi­schen­zeit­lich deut­lich schwan­ken. Wich­tig sind brei­te Streu­ung, ein lan­ger Anla­ge­ho­ri­zont und eine Stra­te­gie, die Sie auch in schlech­ten Bör­sen­pha­sen durch­hal­ten.

Junge Familie mit Haus im Hintergrund hält Schlüssel in der Hand – Symbolbild für Immobilie Altersvorsorge
Wei­te­re For­men

Je nach Ziel kön­nen auch Immo­bi­li­en, ver­mö­gens­wirk­sa­me Leis­tun­gen, Aus­zahl­plä­ne oder Kom­bi­na­tio­nen mit betrieb­li­cher Alters­vor­sor­ge sinn­voll sein. Hier geht es weni­ger um „mehr Ver­trä­ge“, son­dern um pas­sen­de Bau­stei­ne ohne Dop­pe­lun­gen und mit kla­rer Logik für Ihre Situa­ti­on.

Wenn Sie möch­ten, ord­nen wir Ihre Aus­gangs­la­ge kurz ein: Ren­ten­in­for­ma­ti­on, bestehen­de Ver­trä­ge, För­der­mög­lich­kei­ten, gewünsch­te Fle­xi­bi­li­tät und Risi­ko­to­le­ranz. Danach sehen Sie sehr schnell, wel­che Model­le rea­lis­tisch sind und wel­che eher teu­er oder unpas­send wären.

Vor­sor­ge, die zu Ihrer Lebens­pha­se passt

Indi­vi­du­el­le Stra­te­gien für ver­schie­de­ne Ziel­grup­pen

Pri­va­te Alters­vor­sor­ge funk­tio­niert sel­ten nach Sche­ma F. Ein­kom­men, Fami­li­en­pla­nung, Berufs­weg und Sicher­heits­be­dürf­nis unter­schei­den sich stark und damit auch die pas­sen­de Lösung. Wer das igno­riert, zahlt im schlimms­ten Fall jah­re­lang in ein Pro­dukt ein, das zu unfle­xi­bel ist, zu teu­er wird oder im Ruhe­stand nicht das lie­fert, was man erwar­tet hat.

Dar­um lohnt sich ein Blick auf typi­sche Situa­tio­nen. Nicht, um Sie in eine Schub­la­de zu ste­cken, son­dern damit Sie schnel­ler erken­nen, wel­che Wege häu­fig pas­sen und wel­che Fra­gen vor dem Abschluss geklärt sein soll­ten. Es geht am Ende um Klar­heit: Wie groß ist die Ren­ten­lü­cke, wie lan­ge ist Ihr Zeit­ho­ri­zont, wie wich­tig sind Garan­tien, wie viel Schwan­kung hal­ten Sie aus und wie fle­xi­bel müs­sen Bei­trä­ge und Zugriff sein.

Für Selbst­stän­di­ge und Frei­be­ruf­ler

Wenn kei­ne oder nur gerin­ge Ansprü­che aus der gesetz­li­chen Ren­te auf­ge­baut wer­den, ent­steht die Ver­sor­gungs­lü­cke oft frü­her und fällt höher aus. Vie­le Selbst­stän­di­ge set­zen des­halb auf eine Mischung: ein fle­xi­bel bespar­ba­res Kapi­tal­pols­ter, plus eine Lösung, die auf eine lebens­lan­ge Aus­zah­lung im Alter zielt. Die Basis­ren­te (Rürup) kann hier inter­es­sant sein, weil Bei­trä­ge steu­er­lich begüns­tigt sein kön­nen, dafür ist sie in der Regel nicht für kurz­fris­ti­gen Zugriff gedacht. Wer maxi­ma­le Fle­xi­bi­li­tät möch­te, nutzt häu­fig zusätz­lich einen ETF Spar­plan oder ande­re kapi­tal­markt­ba­sier­te Anla­gen, muss dann aber Schwan­kun­gen aus­hal­ten und Dis­zi­plin mit­brin­gen.

Wich­tig ist bei Selbst­stän­di­gen oft weni­ger die Pro­dukt­fra­ge, son­dern die Struk­tur: Liqui­di­täts­re­ser­ve für schlech­te Mona­te, kla­re Spar­ra­te für den Ruhe­stand und ein Plan, was pas­siert, wenn Ein­kom­men schwankt oder die Selbst­stän­dig­keit endet.

Für Frau­en

Frau­en haben sta­tis­tisch häu­fi­ger Unter­bre­chun­gen im Berufs­le­ben, arbei­ten öfter in Teil­zeit. Das führt oft zu gerin­ge­ren Ren­ten­an­sprü­chen und erhöht das Risi­ko, dass die Alters­vor­sor­ge auf Kan­te genäht ist. In der Pra­xis hilft eine Vor­sor­ge, die auch mit klei­ne­ren Raten funk­tio­niert und sich anpas­sen lässt, wenn sich das Leben ändert.

Für vie­le ist des­halb eine Kom­bi­na­ti­on sinn­voll: fle­xi­bel auf­bau­ba­res Ver­mö­gen, plus Absi­che­rungs­ele­men­te, die im Alter plan­ba­re Zah­lun­gen ermög­li­chen. Wenn För­de­rung eine Rol­le spielt, kann Ries­ter in bestimm­ten Kon­stel­la­tio­nen wegen Zula­gen rele­vant sein, vor allem mit kin­der­geld­be­rech­tig­ten Kin­dern. Hier lohnt ein sehr genau­er Blick, weil Ange­bot, Kos­ten und Regeln stark schwan­ken und Neu­ab­schlüs­se je nach Anbie­ter nicht mehr über­all leicht mög­lich sind.

Für Berufs­ein­stei­ger

Der größ­te Vor­teil ist Zeit. Wer früh anfängt, kann mit über­schau­ba­ren Bei­trä­gen viel errei­chen, weil die Lauf­zeit lan­ge ist und Schwan­kun­gen leich­ter aus­zu­hal­ten sind. Für vie­le Berufs­ein­stei­ger sind ein­fa­che, fle­xi­ble Model­le sinn­voll, die man spä­ter anpas­sen kann, wenn Ein­kom­men, Fami­lie oder Immo­bi­lie dazu­kom­men.

Wenn ein Arbeit­ge­ber eine betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge anbie­tet, lohnt sich ein prü­fen­der Blick auf Zuschüs­se und Kos­ten. Arbeit­ge­ber­zu­schüs­se sind in vie­len Fäl­len vor­ge­se­hen, aber nicht in jeder Kon­stel­la­ti­on auto­ma­tisch.

Ein­steig­er­feh­ler ist oft nicht „zu wenig spa­ren“, son­dern ohne Plan zu star­ten. Bes­ser: Ziel, Zeit­ho­ri­zont und Risi­ko­le­vel fest­le­gen und dann kon­se­quent blei­ben.

Für Fami­li­en und Allein­er­zie­hen­de

Bei Fami­li­en zählt Plan­bar­keit, weil das Bud­get oft enger ist und gleich­zei­tig vie­le finan­zi­el­le Ver­pflich­tun­gen lau­fen. Sinn­voll ist häu­fig eine Vor­sor­ge, die Bei­trä­ge anpas­sen oder pau­sie­ren kann, ohne dass der Ver­trag sofort unat­trak­tiv wird. Wenn För­de­rung genutzt wer­den kann, spielt bei Ries­ter neben der Grund­zu­la­ge von 175 Euro pro Jahr vor allem die Kin­der­zu­la­ge eine Rol­le (185 Euro für vor 2008 gebo­re­ne Kin­der, 300 Euro für ab 2008 gebo­re­ne Kin­der).

Wohn Ries­ter kann in bestimm­ten Fäl­len genutzt wer­den, um selbst genutz­tes Wohn­ei­gen­tum zu finan­zie­ren oder umzu­bau­en. Das ist aber kein Stan­dard­weg für jede Fami­lie, weil Regeln und Fol­gen je nach Situa­ti­on unter­schied­lich wir­ken. Für Allein­er­zie­hen­de ist zusätz­lich wich­tig, dass die Vor­sor­ge nicht zu starr ist, weil Ein­kom­mens­pha­sen und Aus­ga­ben stär­ker schwan­ken kön­nen.

Für Men­schen über 50

Hier wird die Zeit bis zum Ruhe­stand kür­zer. Das heißt nicht, dass pri­va­te Vor­sor­ge „zu spät“ ist, aber die Stra­te­gie ändert sich: weni­ger Expe­ri­men­te, mehr Plan­bar­keit, kla­re Kos­ten­kon­trol­le und ein rea­lis­ti­scher Aus­zah­lungs­plan. Kapi­tal­markt­ba­sier­te Lösun­gen kön­nen wei­ter­hin sinn­voll sein, nur soll­te das Risi­ko zum Zeit­ho­ri­zont pas­sen. Vie­le möch­ten einen Teil plan­bar als Ren­te und einen Teil fle­xi­bel als Kapi­tal­re­ser­ve hal­ten.

Gera­de in die­ser Pha­se lohnt sich ein genau­er Blick auf bestehen­de Ver­trä­ge: Was kos­tet es, was leis­tet es, wel­che Alter­na­ti­ven gibt es und wel­che Lücke bleibt trotz allem bestehen.

Wei­te­re wich­ti­ge Ver­si­che­run­gen für Ihre finan­zi­el­le Absi­che­rung

Alters­vor­sor­ge allein reicht nicht: Die­se Poli­cen sichern Ihren Lebens­weg ab

Eine pri­va­te Alters­vor­sor­ge ist ein wich­ti­ger Bau­stein, schützt aber nicht vor Ereig­nis­sen, die Ihren Ver­mö­gens­auf­bau plötz­lich stop­pen. Län­ge­re Krank­heit, Berufs­un­fä­hig­keit oder hohe Scha­den­er­satz­for­de­run­gen kön­nen dazu füh­ren, dass Sie Bei­trä­ge redu­zie­ren, Rück­la­gen auf­lö­sen oder geplan­te Zie­le ver­schie­ben müs­sen. Genau des­halb lohnt es sich, die wich­tigs­ten Risi­ken neben der Alters­vor­sor­ge mit­zu­den­ken. Die fol­gen­den drei Poli­cen gehö­ren für vie­le Men­schen zu den zen­tra­len Absi­che­run­gen, weil sie Ihre finan­zi­el­le Hand­lungs­fä­hig­keit im All­tag schüt­zen.

Gestresste Frau hält sich am Schreibtisch den Kopf, während ihr mehrere Aufgaben gleichzeitig zugeschoben werden
Berufsunfähigkeits­versicherung

Ein­kom­men absi­chern, Vor­sor­ge schüt­zen

Wenn Sie dau­er­haft nicht mehr arbei­ten kön­nen, fehlt oft das Ein­kom­men. Eine BU zahlt dann eine monat­li­che Ren­te und sorgt dafür, dass Sie Ihre lau­fen­den Kos­ten wei­ter decken und Ihre Alters­vor­sor­ge nicht auf­ge­ben müs­sen. Ent­schei­dend sind Berufs­bild, Gesund­heits­prü­fung und eine pas­sen­de Ren­ten­hö­he.

Junge Frau sitzt entspannt auf dem Sofa, genießt mit geschlossenen Augen eine Tasse Tee im Sonnenlicht
Krankentagegeld­versicherung

Liqui­di­tät bei län­ge­rer Krank­heit

Wer län­ger krank ist, hat je nach Situa­ti­on eine spür­ba­re Ein­kom­mens­lü­cke, beson­ders bei Selbst­stän­di­gen. Kran­ken­ta­ge­geld kann die­se Lücke ab einem ver­ein­bar­ten Zeit­punkt schlie­ßen und hilft, Mie­te, Kre­di­te und Fix­kos­ten wei­ter zu zah­len. Wich­tig sind Tages­satz, Leis­tungs­be­ginn und die pas­sen­de Absi­che­rungs­hö­he.

Umgekippte Weinglas mit Rotweinfleck auf hellem Teppich – typischer Schadenfall für die Privathaftpflichtversicherung.
Pri­va­te Haftpflicht­versicherung

Schutz vor hohen Scha­den­er­satz­for­de­run­gen

Ein Scha­den pas­siert schnell und kann teu­er wer­den, wenn Per­so­nen ver­letzt wer­den oder hohe Fol­ge­kos­ten ent­ste­hen. Die pri­va­te Haft­pflicht schützt Sie vor berech­tig­ten For­de­run­gen und wehrt unbe­rech­tig­te ab. Sie ist für vie­le eine der wich­tigs­ten Basis­ab­si­che­run­gen, weil sie im Ernst­fall Ihr Ver­mö­gen schützt.

Mehr Net­to für Ihre Vor­sor­ge

Steu­er­li­che Vor­tei­le und staat­li­che För­de­rung bei pri­va­ter Alters­vor­sor­ge

Vie­le Vor­sor­ge­pro­duk­te wer­den vom Staat bewusst begüns­tigt, ent­we­der über Zula­gen, über steu­er­li­che Absetz­bar­keit oder über Vor­tei­le in der Anspar­pha­se. Ent­schei­dend ist aber, wel­cher Vor­teil zu Ihrer Situa­ti­on passt, denn die Regeln unter­schei­den sich je nach Pro­dukt und Berufs­grup­pe deut­lich. Und: Was heu­te Steu­ern spart, kann spä­ter in der Aus­zah­lungs­pha­se wie­der steu­er­pflich­tig sein. Genau des­halb lohnt sich ein sau­be­rer Ver­gleich, bevor Sie sich fest­le­gen.

Ries­ter Ren­te: Zula­gen und Son­der­aus­ga­ben­ab­zug

Die Ries­ter Ren­te rich­tet sich vor allem an sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Arbeit­neh­mer und häu­fig auch an Fami­li­en. Der Staat för­dert Ries­ter über Zula­gen, dazu zäh­len die Grund­zu­la­ge und Kin­der­zu­la­gen, wenn die Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sind. Gleich­zei­tig kann Ries­ter über den Son­der­aus­ga­ben­ab­zug bis zu einem Höchst­be­trag steu­er­lich berück­sich­tigt wer­den. Wich­tig ist dabei: Die spä­te­re Aus­zah­lung wird in der Regel nach­ge­la­gert besteu­ert, sprich die För­de­rung kommt in der Anspar­pha­se, Steu­ern fal­len typi­scher­wei­se im Ruhe­stand an.

Basis­ren­te (Rürup): beson­ders rele­vant für Selbst­stän­di­ge und Gut­ver­die­ner

Die Basis­ren­te ist für vie­le Selbst­stän­di­ge eine der weni­gen Vor­sor­ge­for­men mit kla­rer steu­er­li­cher För­de­rung. Bei­trä­ge zäh­len zur Basis­ver­sor­gung und kön­nen bis zum gesetz­li­chen Höchst­be­trag als Son­der­aus­ga­ben abge­setzt wer­den. Die­se Höchst­be­trä­ge wer­den regel­mä­ßig ange­passt, für 2026 lie­gen sie bei 30.826 Euro für Ledi­ge und 61.652 Euro bei Zusam­men­ver­an­la­gung. Die Kehr­sei­te ist die ein­ge­schränk­te Fle­xi­bi­li­tät: Eine Kapi­tal­aus­zah­lung ist in der Regel nicht vor­ge­se­hen, häu­fig gibt es lebens­lan­ge Ren­ten­zah­lun­gen, und die Besteue­rung erfolgt im Alter nach­ge­la­gert ähn­lich wie bei der gesetz­li­chen Ren­te.

Betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge (bAV): Steu­er­vor­teil über den Arbeit­ge­ber

Bei der bAV fließt Vor­sor­ge direkt aus dem Brut­to. Bei­trä­ge kön­nen bis zu 8 Pro­zent der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze steu­er­frei sein. 2026 ent­spricht das 8.112 Euro pro Jahr. Sozi­al­ab­ga­ben­frei­heit besteht in der Regel nur bis 4 Pro­zent, 2026 also 4.056 Euro pro Jahr. Das kann für vie­le spür­bar sein, weil dadurch net­to mehr im Ver­trag ankommt. Gleich­zei­tig soll­ten Sie die Aus­zah­lungs­pha­se mit­den­ken, denn Betriebs­ren­ten sind spä­ter grund­sätz­lich steu­er­pflich­tig und kön­nen in der Kran­ken und Pfle­ge­ver­si­che­rung bei­trags­pflich­tig sein.

Pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung und Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung: Besteue­rung hängt von der Aus­zah­lung ab

Bei einer pri­va­ten Ren­ten­ver­si­che­rung als lebens­lan­ge Ren­te wird meist nur ein Teil der Ren­te besteu­ert, der soge­nann­te Ertrags­an­teil. Des­sen Höhe hängt vom Alter bei Ren­ten­be­ginn ab. Bei Kapi­tal­aus­zah­lun­gen gilt: Je nach Ver­trags­kon­stel­la­ti­on kann die soge­nann­te 12 Jah­re Lauf­zeit Regel in Ver­bin­dung mit einem Min­dest­al­ter bei Aus­zah­lung grei­fen, dann ist häu­fig nur der hal­be Gewinn steu­er­pflich­tig. Gleich­zei­tig behal­ten Ver­si­che­rer bei Aus­zah­lung oft Kapi­tal­ertrag­steu­er ein, die spä­te­re Kor­rek­tur läuft dann über die Steu­er­erklä­rung.

ETF Spar­plan und Fonds­an­la­ge: steu­er­lich klar, aber mit Regeln

Bei ETFs und Fonds gel­ten Kapi­tal­erträ­ge grund­sätz­lich als steu­er­pflich­tig. Üblich ist die Abgel­tung­s­teu­er von 25 Pro­zent plus Soli­da­ri­täts­zu­schlag und gege­be­nen­falls Kir­chen­steu­er. Ent­las­tung bringt der Spa­rer Pausch­be­trag von 1.000 Euro pro Per­son und 2.000 Euro bei Zusam­men­ver­an­la­gung, wenn ein Frei­stel­lungs­auf­trag genutzt wird. Je nach Fonds­art kön­nen außer­dem Vor­ab­pau­scha­len eine Rol­le spie­len, selbst wenn Sie noch nichts ver­kauft haben. Für die Pra­xis heißt das: Steu­er­lich ist das gut plan­bar, aber Sie soll­ten die Regeln ken­nen, damit es spä­ter kei­ne Über­ra­schun­gen gibt. 

Pra­xis Tipp

Wenn Sie För­de­run­gen nut­zen möch­ten, lohnt sich oft eine Kom­bi­na­ti­on: bAV für den Brut­to Vor­teil, plus eine fle­xi­bel bespar­ba­re Lösung wie ETF oder pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung, und je nach Situa­ti­on Ries­ter oder Basis­ren­te. Wich­tig ist, dass Bei­trag, Lauf­zeit, Kos­ten und steu­er­li­che Wir­kung zusam­men­pas­sen. Steu­er­li­che Regeln kön­nen sich ändern, im Zwei­fel ent­schei­det Ihr Steu­er­be­scheid.

Ant­wor­ten auf Fra­gen, die in kei­ner Bera­tung feh­len dür­fen

Was Sie schon immer über die pri­va­te Alters­vor­sor­ge wis­sen woll­ten

Pri­va­te Alters­vor­sor­ge bedeu­tet: Sie bau­en zusätz­lich zur gesetz­li­chen Ren­te eige­nes Ver­mö­gen auf, damit Ihre monat­li­chen Ein­nah­men im Ruhe­stand sta­bi­ler sind. Das kann über Ver­si­che­run­gen, geför­der­te Model­le oder Geld­an­la­gen pas­sie­ren. Wich­tig ist nicht der Pro­dukt­na­me, son­dern ob Lösung, Kos­ten, Fle­xi­bi­li­tät und Risi­ko zu Ihrer Lebens­si­tua­ti­on pas­sen. Genau hier trennt sich „irgend­was abge­schlos­sen“ von einer Stra­te­gie, die auch in 10, 20 oder 30 Jah­ren noch sinn­voll ist.

In der Pra­xis nut­zen vie­le eine Kom­bi­na­ti­on, statt nur ein Pro­dukt. Häu­fi­ge Bau­stei­ne sind:

  • pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung (klas­sisch oder fonds­ge­bun­den)

  • ETF-Spar­plan oder Fonds­an­la­ge

  • staat­lich geför­der­te Vor­sor­ge wie Ries­ter oder Rürup (Basis­ren­te)

  • betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge über den Arbeit­ge­ber

  • Immo­bi­li­en (zur Eigen­nut­zung oder Ver­mie­tung)

Wel­che Form passt, hängt vor allem von Zeit­ho­ri­zont, Risi­ko, Kos­ten, Steu­ern und Ihrer Fle­xi­bi­li­tät im All­tag ab.

Die eine „bes­te“ Lösung gibt es nicht, weil Men­schen unter­schied­li­che Zie­le haben: Sicher­heit, Ren­di­te­chan­ce, Fle­xi­bi­li­tät, Hin­ter­blie­be­nen­schutz oder Steu­er­vor­tei­le. Oft ist die bes­te Form eine pas­sen­de Kom­bi­na­ti­on. Wer maxi­ma­le Fle­xi­bi­li­tät will, schaut häu­fig auf ETF-Lösun­gen. Wer plan­ba­re, lebens­lan­ge Zah­lun­gen und zusätz­li­che Absi­che­run­gen möch­te, prüft eher Ren­ten­ver­si­che­run­gen. Ent­schei­dend sind die Details: Kos­ten, Aus­zah­lungs­op­tio­nen, Garan­tien, Risi­ken und ob Sie den Ver­trag auch bei Job­wech­sel oder Fami­li­en­pha­se sinn­voll wei­ter­füh­ren kön­nen.

Eine pau­scha­le Zahl wäre unse­ri­ös. Sinn­voll ist: erst Ihre Ren­ten­lü­cke grob bestim­men (gesetz­li­che Ren­te + vor­han­de­ne Ver­trä­ge + gewünsch­ter Bedarf) und dar­aus eine Spar­ra­te ablei­ten. Wenn Sie Ori­en­tie­rung brau­chen, star­ten vie­le rea­lis­tisch mit einem Betrag, den Sie dau­er­haft hal­ten kön­nen, und erhö­hen spä­ter schritt­wei­se. Wich­tig ist weni­ger der „per­fek­te Start­be­trag“, son­dern dass Sie früh anfan­gen und dran­blei­ben, weil Zeit ein zen­tra­ler Hebel ist.

Ja. Gera­de bei klei­nen Ein­kom­men zählt ein sau­be­rer Plan: erst Not­fall­puf­fer, dann regel­mä­ßig spa­ren, auch wenn es klein star­tet. Bei geför­der­ten Model­len kann För­de­rung einen Teil der Eigen­leis­tung erset­zen, je nach per­sön­li­cher Situa­ti­on. Ent­schei­dend ist, dass die Spar­ra­te nicht Ihr All­tag­bud­get sprengt. Bes­ser 25 bis 50 Euro kon­stant als 150 Euro, die nach 6 Mona­ten wie­der ein­ge­stellt wer­den.

Das kann sich loh­nen, aber die Lösung sieht meist anders aus als mit 30. Kurz vor Ren­ten­be­ginn ist der Zeit­ho­ri­zont kür­zer, des­halb wer­den Kos­ten, Garan­tien, Ver­füg­bar­keit und Risi­ko wich­ti­ger. Hohe Schwan­kun­gen wol­len vie­le dann nicht mehr tra­gen. Oft geht es in die­ser Pha­se dar­um, vor­han­de­ne Bau­stei­ne zu ord­nen, Lücken rea­lis­tisch zu bezif­fern und eine Lösung zu wäh­len, die zur ver­blei­ben­den Zeit passt. Eine indi­vi­du­el­le Prü­fung ist hier beson­ders wich­tig.

Bei­des unter­liegt Markt­schwan­kun­gen, das ist nor­mal. „Sicher“ heißt hier: Wie hoch ist das Risi­ko, dass Sie zu einem ungüns­ti­gen Zeit­punkt ver­kau­fen oder ent­neh­men müs­sen? Bei lan­gen Lauf­zei­ten glät­ten sich Schwan­kun­gen häu­fig eher als bei kur­zen. Bei fonds­ge­bun­de­nen Ren­ten­ver­si­che­run­gen kom­men zusätz­lich Ver­trags­kos­ten und Bedin­gun­gen hin­zu. Bei ETFs sind Kos­ten oft trans­pa­rent, dafür haben Sie kei­ne Ver­si­che­rungs­me­cha­nik wie Garan­tien oder bestimm­te Ren­ten­fak­to­ren. Ent­schei­dend ist die pas­sen­de Mischung aus Risi­ko und Plan­bar­keit, abge­stimmt auf Ihr Ren­ten­start­da­tum.

Das hängt stark vom Bau­stein ab:

  • Geför­der­te Model­le (z. B. Ries­ter, Rürup): oft steu­er­li­che Ent­las­tung in der Anspar­pha­se, dafür Besteue­rung in der Aus­zah­lung (nach­ge­la­gert). BMAS

  • Pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung: Besteue­rung rich­tet sich nach Aus­zah­lungs­art und Ver­trags­de­tails.

  • ETF-Anla­gen: Kapi­tal­erträ­ge kön­nen steu­er­pflich­tig sein (z. B. Abgel­tung­s­teu­er), abhän­gig von Ihrer Situa­ti­on.

Weil Steu­er­fra­gen schnell indi­vi­du­ell wer­den, soll­te man die Grund­lo­gik klä­ren und Details dann sau­ber am kon­kre­ten Ver­trag prü­fen.

Oft ja, aber es hängt vom Pro­dukt ab. Vie­le Ver­trä­ge erlau­ben Bei­trags­frei­stel­lung oder Bei­trags­pau­sen, teils mit Aus­wir­kun­gen auf spä­te­re Leis­tun­gen. Bei geför­der­ten Model­len gel­ten zusätz­li­che Regeln. Bei Ries­ter gibt es z. B. Schutz­me­cha­nis­men, wie Pfän­dungs­schutz und beson­de­re Behand­lung im Leis­tungs­be­zug, abhän­gig von Pha­se und Situa­ti­on.

Wich­tig ist: nicht „ein­fach stop­pen“, son­dern vor­her prü­fen, wel­che Fol­gen ent­ste­hen und ob es bes­se­re Alter­na­ti­ven gibt.

Das hängt vom Bau­stein ab: Bei Ren­ten­ver­si­che­run­gen kann es Hin­ter­blie­be­nen­leis­tun­gen, Ren­ten­ga­ran­tie­zei­ten oder eine Begüns­tig­ten­re­ge­lung geben. Bei Depots (ETF) geht das Ver­mö­gen grund­sätz­lich an Erben bzw. an die begüns­tig­te Per­son, je nach Gestal­tung. Wich­tig ist, dass Begüns­ti­gun­gen aktu­ell sind (z. B. nach Hei­rat, Schei­dung, Geburt eines Kin­des). Vie­le ver­ges­sen das und erle­ben spä­ter unschö­ne Über­ra­schun­gen in der Fami­lie.

Pfle­ge­be­dürf­tig­keit ist ein häu­fi­ger „Blin­der Fleck“. Ob und wie Vor­sor­ge­ver­mö­gen her­an­ge­zo­gen wird, hängt vom Bau­stein und Ihrer Gesamt­si­tua­ti­on ab. Rele­vant ist auch, wie Ein­kom­men in der Ren­ten­pha­se behan­delt wird. Bei Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung im Alter gibt es z. B. Frei­be­trä­ge für zusätz­li­che Alters­vor­sor­ge, damit sich eige­nes Spa­ren wei­ter­hin lohnt. Wenn Pfle­ge ein rea­lis­ti­sches The­ma ist, lohnt es sich, Alters­vor­sor­ge und Pfle­ge­pla­nung zusam­men zu betrach­ten.

Eine Immo­bi­lie kann Alters­vor­sor­ge sein, muss es aber nicht. Eigen­nut­zung kann im Ruhe­stand die Miet­be­las­tung sen­ken, bin­det aber Kapi­tal und ver­ur­sacht lau­fen­de Kos­ten (Instand­hal­tung, Moder­ni­sie­rung, Rück­la­gen). Ver­mie­tung kann Ein­nah­men brin­gen, bringt aber auch Risi­ken wie Leer­stand, Repa­ra­tu­ren und recht­li­che The­men. Als Alters­vor­sor­ge funk­tio­niert Immo­bi­lie am bes­ten, wenn Finan­zie­rung, Lage, Instand­hal­tung und Liqui­di­täts­re­ser­ve rea­lis­tisch geplant sind und Sie nicht „auf Kan­te“ rech­nen.

Ganz­heit­lich vor­sor­gen heißt: alle Risi­ken im Blick behal­ten

Mehr Über­blick über Ihre Ver­si­che­run­gen

Pri­va­te Alters­vor­sor­ge ist ein wich­ti­ger Teil Ihrer finan­zi­el­len Pla­nung. Genau­so wich­tig ist aber, dass Ihr Plan nicht an einem ein­zi­gen Ereig­nis schei­tert, etwa durch län­ge­re Krank­heit, Berufs­un­fä­hig­keit, einen Haft­pflicht­scha­den oder Schä­den am Eigen­tum. Per­so­nen und Sach­ver­si­che­run­gen bil­den zusam­men mit Ihrer Vor­sor­ge ein Sicher­heits­netz, das Ihre finan­zi­el­le Hand­lungs­fä­hig­keit im All­tag schützt. Hier fin­den Sie drei Ein­stie­ge, um die wich­tigs­ten Berei­che schnell ein­zu­ord­nen.

Junge Frau macht sich Notizen vor Laptop in Café – symbolisch für die Auseinandersetzung mit Themen der Personenversicherung
Per­so­nen­ver­si­che­run­gen

Arbeits­kraft, Gesund­heit und Fami­lie absi­chern

Wenn Ein­kom­men weg­fällt oder hohe Gesund­heits­kos­ten ent­ste­hen, gera­ten Rück­la­gen und Vor­sor­ge schnell unter Druck. Per­so­nen­ver­si­che­run­gen schüt­zen Sie dort, wo es finan­zi­ell am emp­find­lichs­ten ist. Sie bekom­men einen Über­blick, wel­che Poli­cen für Ihre Lebens­si­tua­ti­on wirk­lich rele­vant sind und wor­auf Sie bei Leis­tun­gen und Bedin­gun­gen ach­ten soll­ten.

Helles Wohnzimmer mit Couch, Bücherregal und Pflanzen – Symbolbild für Hausrat, Einrichtung und passende Sachversicherungen
Sach­ver­si­che­run­gen

Schutz für Haus, Besitz und Haf­tungs­ri­si­ken

Schä­den am Eigen­tum oder hohe Scha­den­er­satz­for­de­run­gen kön­nen den Ver­mö­gens­auf­bau aus­brem­sen. Sach­ver­si­che­run­gen sichern typi­sche Risi­ken rund um Woh­nen, Besitz und Haf­tung ab. Hier sehen Sie, wel­che Absi­che­run­gen sinn­voll sind, wie Sie Lücken ver­mei­den und unnö­ti­ge Dop­pel­ver­si­che­run­gen erken­nen.

Glückliche Familie sitzt gemeinsam auf dem Sofa und liest – Symbolbild für Sicherheit durch sinnvolle Versicherungen
Die wich­tigs­ten Ver­si­che­run­gen

Was wirk­lich zählt, kom­pakt erklärt

Nicht jede Poli­ce ist not­wen­dig. Ent­schei­dend ist, wel­che Risi­ken bei Ihnen exis­ten­zi­el­le Fol­gen hät­ten und wel­che Sie selbst tra­gen kön­nen. In die­sem Über­blick ord­nen wir die wich­tigs­ten Ver­si­che­run­gen nach Prio­ri­tät ein, ver­ständ­lich und ohne Fach­chi­ne­sisch, damit Sie schnel­ler ent­schei­den kön­nen.

War­um Pla­nung bes­ser ist als Schät­zung

So ermit­teln Sie Ihre Ren­ten­lü­cke und han­deln recht­zei­tig

Vie­le Men­schen ahnen, dass die gesetz­li­che Ren­te spä­ter nicht den gewohn­ten Lebens­stan­dard abdeckt, wis­sen aber nicht, wie groß die eige­ne Lücke wirk­lich ist. Genau hier hilft eine sau­be­re Rech­nung: Sie sehen schwarz auf weiß, wel­chen Betrag Sie im Alter vor­aus­sicht­lich monat­lich zur Ver­fü­gung haben und was Ihnen für Ihren gewünsch­ten All­tag fehlt. Das nimmt Druck aus dem The­ma und macht den nächs­ten Schritt plan­bar.

Die Ren­ten­lü­cke ist die Dif­fe­renz zwi­schen Ihrem monat­li­chen Bedarf im Ruhe­stand und Ihren vor­aus­sicht­li­chen Ein­nah­men aus gesetz­li­cher Ren­te, betrieb­li­cher Alters­vor­sor­ge und pri­va­ter Vor­sor­ge. Wich­tig ist, dass Sie dabei nicht nur auf gro­be Pro­zent­wer­te schau­en, son­dern mit rea­lis­ti­schen Annah­men arbei­ten, am bes­ten in „heu­ti­ger Kauf­kraft“. So ver­mei­den Sie, dass Infla­ti­on und stei­gen­de Lebens­hal­tungs­kos­ten Ihre Pla­nung spä­ter ver­zer­ren.

1) Bedarf im Alter rea­lis­tisch ein­schät­zen
Star­ten Sie mit Ihren heu­ti­gen monat­li­chen Aus­ga­ben. Über­le­gen Sie dann, was im Ruhe­stand eher sinkt (z. B. Arbeits­weg, Spar­quo­te) und was eher steigt oder gleich bleibt (z. B. Gesund­heit, Frei­zeit, Rei­sen, Unter­stüt­zung der Fami­lie). Pla­nen Sie zusätz­lich einen Puf­fer für Unvor­her­ge­se­he­nes ein. Eine Faust­for­mel kann als Start hel­fen, ersetzt aber nicht Ihren per­sön­li­chen Blick auf Kos­ten und Wün­sche.

2) Gesetz­li­che Ren­te anhand Ihrer Ren­ten­in­for­ma­ti­on prü­fen
Nut­zen Sie Ihre jähr­li­che Ren­ten­in­for­ma­ti­on, um eine ers­te Ori­en­tie­rung zur vor­aus­sicht­li­chen Alters­ren­te zu bekom­men. Prü­fen Sie dabei auch, ob Ihr Ver­si­che­rungs­kon­to voll­stän­dig ist, denn feh­len­de Zei­ten kön­nen die Hoch­rech­nung ver­fäl­schen. Wenn Sie unsi­cher sind, lohnt es sich, den Ver­si­che­rungs­ver­lauf aktiv zu klä­ren, bevor Sie dar­auf Ihre Vor­sor­ge auf­bau­en.

3) Wei­te­re Ein­nah­men ergän­zen: bAV, Ver­trä­ge, Ver­mö­gen
Addie­ren Sie alle Bau­stei­ne, die spä­ter Geld brin­gen kön­nen: Betriebs­ren­te, pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung, ETF-Depot, Spar­plä­ne, Immo­bi­li­en­er­trä­ge. Ach­ten Sie dar­auf, ob es sich um monat­li­che Ren­ten, Ein­mal­zah­lun­gen oder fle­xi­ble Ent­nah­men han­delt. Für die Pra­xis gilt: Ent­schei­dend ist nicht, was „auf dem Papier“ steht, son­dern was nach Steu­ern und lau­fen­den Ver­pflich­tun­gen als Bud­get übrig bleibt.

4) Dif­fe­renz berech­nen und dar­aus eine Stra­te­gie ablei­ten
Zie­hen Sie Ihre vor­aus­sicht­li­chen Ein­nah­men von Ihrem Bedarf ab. Das Ergeb­nis ist Ihre Ren­ten­lü­cke pro Monat. Dar­aus lei­ten Sie ab, wie viel Sie heu­te zusätz­lich zurück­le­gen soll­ten und über wel­chen Weg das zu Ihrer Lebens­pha­se passt. Pla­nen Sie dabei in Sze­na­ri­en: Was pas­siert, wenn Sie frü­her in Ren­te gehen, län­ger Teil­zeit arbei­ten oder eine län­ge­re Krank­heits­pha­se kommt? Je frü­her Sie die­se Fra­gen klä­ren, des­to ent­spann­ter wird die Umset­zung, weil klei­ne Anpas­sun­gen meist rei­chen, statt spä­ter hek­tisch gro­ße Kor­rek­tu­ren machen zu müs­sen.

Wenn Sie möch­ten, ord­nen wir Ihre Ren­ten­in­for­ma­ti­on, bestehen­de Ver­trä­ge und Zie­le gemein­sam ein und zei­gen Ihnen, wel­che Bau­stei­ne zu Ihrer Situa­ti­on pas­sen und wel­che Sie sich spa­ren kön­nen.

Zusam­men­fas­sung

Eine gute pri­va­te Alters­vor­sor­ge ent­steht nicht durch ein „per­fek­tes Pro­dukt“, son­dern durch eine kla­re Stra­te­gie: Ren­ten­lü­cke rea­lis­tisch berech­nen, Zie­le und Bud­get fest­le­gen und dann pas­sen­de Bau­stei­ne kom­bi­nie­ren. Für vie­le ist die gesetz­li­che Ren­te nur die Basis. Die betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge kann mit Arbeit­ge­ber­zu­schuss sinn­voll sein, und die pri­va­te Vor­sor­ge schließt die indi­vi­du­el­le Lücke, je nach Sicher­heits­wunsch und Risi­ko­be­reit­schaft.

Wich­tig ist, dass Sie Kos­ten, Steu­ern und Fle­xi­bi­li­tät von Anfang an mit­den­ken. För­de­rung kann sich loh­nen, etwa über Ries­ter, Basis­ren­te oder bAV, passt aber nicht auto­ma­tisch zu jedem. Wer fle­xi­bel blei­ben will, setzt oft auf kapi­tal­markt­ba­sier­te Lösun­gen wie ETF-Spar­plä­ne. Wer plan­ba­re Aus­zah­lun­gen und Hin­ter­blie­be­nen­schutz wich­tig fin­det, prüft eher Ren­ten­ver­si­che­run­gen. Ent­schei­dend ist immer die Umset­zung: früh star­ten, kon­se­quent spa­ren, regel­mä­ßig prü­fen und bei Lebens­än­de­run­gen nach­jus­tie­ren, ohne vor­schnell zu kün­di­gen.

Wenn Sie unsi­cher sind, lohnt sich eine sau­be­re Ein­ord­nung Ihrer Ren­ten­in­for­ma­ti­on und bestehen­den Ver­trä­ge. So ver­mei­den Sie Dop­pe­lun­gen, teu­re Fehl­ent­schei­dun­gen und haben am Ende eine Vor­sor­ge, die zu Ihrem Leben passt und im Ruhe­stand wirk­lich trägt.

Häu­fi­ge Fra­gen

Wel­che staat­li­chen För­de­run­gen gibt es für die pri­va­te Alters­vor­sor­ge?

Die wich­tigs­ten För­der­we­ge sind:

  • Ries­ter: Zula­gen (z. B. Kin­der­zu­la­gen) und mög­li­che steu­er­li­che Vor­tei­le, abhän­gig von Anspruch und Ein­zah­lung.

  • Rürup (Basis­ren­te): Bei­trä­ge kön­nen im Rah­men der gesetz­li­chen Vor­ga­ben steu­er­lich berück­sich­tigt wer­den, beson­ders rele­vant für Selbst­stän­di­ge und Gut­ver­die­nen­de.

  • bAV: Ent­gelt­um­wand­lung, teils mit ver­pflich­ten­dem Arbeit­ge­ber­zu­schuss unter bestimm­ten Bedin­gun­gen. 

Wel­che För­de­rung passt, hängt nicht nur von „mehr Geld vom Staat“ ab, son­dern auch von Fle­xi­bi­li­tät, Besteue­rung in der Aus­zah­lung und Ihrer beruf­li­chen Situa­ti­on.

Fle­xi­bi­li­tät ent­steht vor allem durch die rich­ti­ge Kom­bi­na­ti­on:

  • einen Bau­stein, den Sie bei Bedarf schnell anpas­sen kön­nen (z. B. Spar­ra­te ändern)

  • einen Bau­stein, der plan­ba­re Leis­tun­gen lie­fert (wenn Sie das möch­ten)

  • kla­re Regeln für Pau­sen (Eltern­zeit, Job­wech­sel, Selbst­stän­dig­keit)

Wich­tig ist, dass Ihre Vor­sor­ge nicht an einem ein­zi­gen Pro­dukt hängt. Wenn sich Ein­kom­men, Fami­lie oder Wohn­si­tua­ti­on ändern, soll­te Ihre Stra­te­gie mit­ge­hen, ohne dass Sie jedes Mal hohe Kos­ten oder Nach­tei­le aus­lö­sen.

Ein Anbie­ter­wech­sel kann sinn­voll sein, ist aber nicht auto­ma­tisch gut. Typi­sche Risi­ken sind: Ver­lust von Kon­di­tio­nen, neue Gesund­heits­prü­fung (je nach Pro­dukt), Abschluss­kos­ten, steu­er­li­che Effek­te oder schlech­te­re Garan­tie­wer­te. Sehr wich­tig ist die Rei­hen­fol­ge: erst prü­fen, ob die neue Lösung wirk­lich bes­ser ist, dann den alten Ver­trag sau­ber bewer­ten und erst danach han­deln. In vie­len Fäl­len ist Opti­mie­rung inner­halb der bestehen­den Lösung mög­lich, ohne die Nach­tei­le einer Kün­di­gung.

Seriö­se Bera­tung erkennt man an Klar­text und nach­voll­zieh­ba­ren Ent­schei­dun­gen:

  • Ihr Bera­ter erklärt Ziel, Risi­ko, Kos­ten und Alter­na­ti­ven ver­ständ­lich.

  • Es gibt kei­ne Ren­di­te­ver­spre­chen, son­dern Sze­na­ri­en und Band­brei­ten.

  • Sie bekom­men Trans­pa­renz, ob es um Mak­ler­be­ra­tung, Hono­rar oder Pro­vi­si­on geht.

  • Ihre Lebens­si­tua­ti­on wird wirk­lich auf­ge­nom­men (Ein­nah­men, Ver­pflich­tun­gen, Not­fall­puf­fer, Ren­ten­in­fo).

  • Sie erhal­ten eine Doku­men­ta­ti­on, damit Sie spä­ter nach­voll­zie­hen kön­nen, war­um etwas emp­foh­len wur­de.

Genau die­se Punk­te sind im Alters­vor­sor­ge­be­reich ent­schei­dend, weil Feh­ler erst vie­le Jah­re spä­ter sicht­bar wer­den.

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