Zecken­biss & Unfall­ver­si­che­rung – Wann besteht Anspruch auf Leis­tung?

Wir zei­gen, wann ein Zecken­biss als Unfall gilt und wie Sie sich gezielt gegen die Fol­gen absi­chern

Zwei Mädchen beim Wandern im Wald – eines zeigt auf einen möglichen Zeckenbiss am Bein, das andere Kind stützt sich auf Wanderstöcke

Zecken sind nicht nur läs­tig – sie kön­nen gefähr­li­che Krank­hei­ten wie FSME oder Bor­re­lio­se über­tra­gen. Beson­ders in Früh­ling und Som­mer steigt das Risi­ko, beim Auf­ent­halt in Wald, Wie­se oder sogar im eige­nen Gar­ten gesto­chen zu wer­den. Wer nach einem Zecken­stich nicht rich­tig reagiert oder kei­ne pas­sen­de Vor­sor­ge trifft, ris­kiert ernst­haf­te gesund­heit­li­che Fol­gen. Die­se Sei­te zeigt Ihnen, wie Sie sich effek­tiv schüt­zen und war­um ein aktu­el­ler Ver­si­che­rungs­schutz bei Zecken­bis­sen unver­zicht­bar ist – für Erwach­se­ne, Kin­der und Haus­tie­re.

Das Wich­tigs­te auf einem Blick

  • FSME und Bor­re­lio­se zäh­len zu den häu­figs­ten Krank­hei­ten nach Zecken­sti­chen.

  • Die FSME-Imp­fung schützt beson­ders gut in Risi­ko­ge­bie­ten – vie­le Kran­ken­kas­sen über­neh­men die Kos­ten.

  • Hel­le, geschlos­se­ne Klei­dung und Insek­ten­schutz­mit­tel sen­ken das Risi­ko erheb­lich.

  • Auch Haus­tie­re wie Hun­de und Kat­zen benö­ti­gen zuver­läs­si­gen Zecken­schutz.

  • Eine gute Unfall­ver­si­che­rung deckt gesund­heit­li­che Fol­gen nach einem Zecken­biss zuver­läs­sig ab.

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Ihre Über­sicht
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Was Zecken­sti­che gefähr­lich macht

Gefah­ren durch Zecken­sti­che und mög­li­che Fol­gen

Zecken­sti­che blei­ben oft unbe­merkt – und genau das macht sie so tückisch. Denn mit dem Stich kön­nen Krank­heits­er­re­ger über­tra­gen wer­den, die erst Tage oder Wochen spä­ter Sym­pto­me aus­lö­sen. Beson­ders zwei Krank­hei­ten ste­hen im Fokus: die bak­te­ri­el­le Lyme-Bor­re­lio­se und die virus­be­ding­te FSME. Doch auch weni­ger bekann­te Infek­tio­nen wie Tularä­mie oder Q‑Fieber gehö­ren zum Spek­trum der soge­nann­ten zecken­über­tra­ge­nen Erkran­kun­gen. Je frü­her ein Zecken­stich erkannt und rich­tig ein­ge­ord­net wird, des­to bes­ser las­sen sich schwe­re Ver­läu­fe ver­hin­dern. In die­sem Abschnitt erfah­ren Sie, wel­che Erkran­kun­gen durch Zecken ver­ur­sacht wer­den kön­nen und wel­che Sym­pto­me auf eine Infek­ti­on hin­deu­ten.

Die Früh­som­mer-Menin­go­en­ze­pha­li­tis (FSME) ist eine Virus­in­fek­ti­on, die das zen­tra­le Ner­ven­sys­tem befällt. Ers­te Sym­pto­me wie Fie­ber, Glie­der­schmer­zen und Übel­keit tre­ten meist weni­ge Tage nach dem Stich auf. In einem zwei­ten Sta­di­um kann es zu neu­ro­lo­gi­schen Beschwer­den wie Hirn­haut­ent­zün­dung, Läh­mun­gen oder Sprach­stö­run­gen kom­men. Beson­ders gefähr­det sind älte­re Men­schen und unge­impf­te Per­so­nen in Risi­ko­ge­bie­ten. Eine ursäch­li­che Behand­lung gibt es nicht – daher ist die FSME-Imp­fung die wirk­sams­te Schutz­maß­nah­me.

Bor­re­lio­se wird durch Bak­te­ri­en der Gat­tung Bor­re­lia burg­dor­fe­ri aus­ge­löst und ist die häu­figs­te durch Zecken über­tra­ge­ne Krank­heit in Mit­tel­eu­ro­pa. Sie zeigt sich zunächst oft durch eine ring­för­mi­ge Haut­rö­tung („Wan­der­rö­te“) rund um die Ein­stich­stel­le. Unbe­han­delt kann die Infek­ti­on auf Gelen­ke, Ner­ven und das Herz über­grei­fen. Eine früh­zei­ti­ge Anti­bio­ti­ka-The­ra­pie ver­hin­dert in der Regel schwer­wie­gen­de Kom­pli­ka­tio­nen – ent­schei­dend ist die recht­zei­ti­ge Dia­gno­se.

Neben FSME und Bor­re­lio­se kön­nen Zecken wei­te­re Erre­ger über­tra­gen – dar­un­ter:

  • Tularä­mie (Hasen­pest): bak­te­ri­el­le Infek­ti­on mit grip­pe­ähn­li­chen Sym­pto­men, sel­ten aber gefähr­lich.

  • Q‑Fieber: führt zu hohem Fie­ber, Lun­gen- oder Leber­ent­zün­dung.

  • Babe­si­o­se und Ana­plas­mo­se: sel­te­ne, aber ernst­zu­neh­men­de Infek­tio­nen, v. a. bei immun­ge­schwäch­ten Per­so­nen.

Vie­le die­ser Krank­hei­ten sind wenig bekannt, kön­nen aber schwe­re Ver­läu­fe neh­men. Des­halb ist ein umfas­sen­des Bewusst­sein für mög­li­che Sym­pto­me ent­schei­dend – eben­so wie ein vor­sich­ti­ger Umgang mit Zecken­sti­chen.

Zecken gar nicht erst eine Chan­ce geben

Prä­ven­ti­on und Schutz­maß­nah­men gegen Zecken­sti­che

Wer Zecken gar nicht erst an den Kör­per lässt, senkt das Infek­ti­ons­ri­si­ko deut­lich. Gera­de in den wär­me­ren Mona­ten, wenn Zecken beson­ders aktiv sind, soll­ten bestimm­te Ver­hal­tens­re­geln zur Rou­ti­ne gehö­ren – beim Spa­zier­gang im Wald genau­so wie im hei­mi­schen Gar­ten. Mit der rich­ti­gen Klei­dung, pas­sen­den Mit­teln und geziel­ter Kon­trol­le lässt sich ein Zecken­stich oft ver­mei­den. Auch die FSME-Imp­fung bie­tet einen wich­ti­gen Schutz – beson­ders für Men­schen in Risi­ko­ge­bie­ten.

Zecken bevor­zu­gen feuch­te, schat­ti­ge Lebens­räu­me und hal­ten sich bevor­zugt im hohen Gras, an Sträu­chern oder im Laub auf. Dort war­ten sie dar­auf, dass ein Wirt vor­bei­kommt. Wer sich in sol­chen Umge­bun­gen bewegt, soll­te gezielt Vor­sichts­maß­nah­men ergrei­fen: Tra­gen Sie lan­ge, geschlos­se­ne Klei­dung – idea­ler­wei­se in hel­ler Far­be, denn so las­sen sich Zecken leich­ter erken­nen. Beson­ders bewährt hat es sich, Socken über die Hosen­bei­ne zu zie­hen und fes­te Schu­he zu tra­gen, damit Zecken nicht unbe­merkt an die Haut gelan­gen.

Ergän­zend dazu bie­ten soge­nann­te Repell­ents einen zeit­lich begrenz­ten Schutz. Pro­duk­te wie „Anti Brumm For­te“, „Zecki­to“ oder „Autan Pro­tec­tion Plus“ kön­nen Zecken wirk­sam abweh­ren, müs­sen jedoch regel­mä­ßig erneu­ert wer­den. Wer lie­ber auf che­mie­freie Alter­na­ti­ven setzt, kann auf Ultra­schall-Zecken­schutz­ge­rä­te zurück­grei­fen, die auch für Kin­der oder emp­find­li­che Per­so­nen geeig­net sind.

Nach dem Auf­ent­halt im Frei­en ist eine gründ­li­che Kör­per­kon­trol­le ent­schei­dend. Zecken suchen sich bevor­zugt war­me und gut durch­blu­te­te Haut­par­tien wie Knie­keh­len, Ach­sel­höh­len, die Leis­ten­ge­gend oder den Nacken. Ein schnel­ler Fund und die rich­ti­ge Ent­fer­nung kön­nen das Infek­ti­ons­ri­si­ko deut­lich sen­ken. Gera­de bei Kin­dern ist hier beson­de­re Sorg­falt gefragt.

Auch Haus­tie­re soll­ten nicht ver­ges­sen wer­den: Sie brin­gen Zecken oft unbe­merkt mit nach Hau­se. Für Hun­de und Kat­zen gibt es spe­zi­el­le Zecken­schutz­mit­tel, Hals­bän­der oder Spot-on-Prä­pa­ra­te, die zuver­läs­sig vor Zecken schüt­zen. Wer auf kom­bi­nier­te Maß­nah­men setzt – Klei­dung, Mit­tel, Kon­trol­le – redu­ziert das Risi­ko erheb­lich, dass Zecken zur Gefahr wer­den.

War­um die FSME-Imp­fung so wich­tig ist

FSME-Imp­fung: Schutz in Risi­ko­ge­bie­ten

Die Früh­som­mer-Menin­go­en­ze­pha­li­tis (FSME) ist eine durch Zecken über­tra­ge­ne Virus­in­fek­ti­on, die das zen­tra­le Ner­ven­sys­tem angreift. Beson­ders in Risi­ko­ge­bie­ten ist das Infek­ti­ons­ri­si­ko hoch – und die Fol­gen kön­nen schwer­wie­gend sein. Eine Imp­fung bie­tet den bes­ten Schutz, doch vie­le Men­schen zögern, weil sie den Nut­zen oder die Not­wen­dig­keit unter­schät­zen. Dabei über­neh­men vie­le Kran­ken­kas­sen die Kos­ten – ins­be­son­de­re, wenn man in gefähr­de­ten Regio­nen lebt oder reist.

Die FSME-Imp­fung ist in Deutsch­land nicht gene­rell vor­ge­schrie­ben, wird aber aus­drück­lich von der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on (STIKO) für Per­so­nen emp­foh­len, die in einem FSME-Risi­ko­ge­biet leben oder regel­mä­ßig dort unter­wegs sind. Dazu zäh­len gro­ße Tei­le Süd­deutsch­lands, ins­be­son­de­re Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg, Süd­hes­sen und Tei­le von Thü­rin­gen und Sach­sen. Auch in Öster­reich und der Schweiz gibt es zahl­rei­che betrof­fe­ne Regio­nen.

Der Impf­stoff schützt zuver­läs­sig vor einer Infek­ti­on mit dem FSME-Virus. Die Grund­im­mu­ni­sie­rung besteht aus drei Dosen, die inner­halb eines Jah­res ver­ab­reicht wer­den. Für einen sta­bi­len Lang­zeit­schutz sind Auf­fri­schungs­imp­fun­gen alle drei bis fünf Jah­re not­wen­dig – abhän­gig vom Alter und Impf­stoff. Am bes­ten beginnt man mit der Imp­fung im Win­ter, damit der vol­le Schutz recht­zei­tig zur Zecken­sai­son auf­ge­baut ist.

Beson­ders wich­tig ist der Impf­schutz für Kin­der, älte­re Men­schen und Per­so­nen mit häu­fi­gem Auf­ent­halt in der Natur – etwa Wan­de­rer, Jäger, Wald­ar­bei­ter oder Men­schen mit Gar­ten. Die FSME-Imp­fung wird in vie­len Fäl­len von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen über­nom­men, wenn ein Auf­ent­halt oder Wohn­sitz in einem Risi­ko­ge­biet gege­ben ist. Auch für Rei­sen in FSME-Gebie­te kann eine Kos­ten­über­nah­me erfol­gen – abhän­gig von der Kran­ken­kas­se.

Neben­wir­kun­gen der Imp­fung sind meist mild und vor­über­ge­hend: Leich­te Tem­pe­ra­tur­er­hö­hun­gen, Kopf­schmer­zen oder ein Span­nungs­ge­fühl an der Ein­stich­stel­le. Schwer­wie­gen­de Reak­tio­nen sind sehr sel­ten. Wich­tig zu wis­sen: Wer eine bekann­te All­er­gie gegen Hüh­ner­ei­weiß hat, soll­te vor der Imp­fung ärzt­li­chen Rat ein­ho­len, da bestimm­te Impf­stof­fe auf Hüh­ner­ei­weiß basie­ren.

Fazit: Die FSME-Imp­fung ist ein effek­ti­ver Schutz vor einer poten­zi­ell lebens­be­droh­li­chen Erkran­kung – unkom­pli­ziert in der Anwen­dung und oft ohne Kos­ten für die Ver­si­cher­ten. Wer sich regel­mä­ßig in Risi­ko­ge­bie­ten auf­hält, soll­te die­sen Schutz in jedem Fall ernst neh­men.

Ver­si­che­rungs­schutz bei gesund­heit­li­chen Fol­gen durch Zecken­sti­che

Die­se Ver­si­che­run­gen kön­nen nach einem Zecken­biss ent­schei­dend sein

Kommt es infol­ge eines Zecken­stichs zu gesund­heit­li­chen Ein­schrän­kun­gen oder sogar dau­er­haf­ten Beein­träch­ti­gun­gen, zählt jede Absi­che­rung. Drei Ver­si­che­run­gen spie­len hier eine beson­ders wich­ti­ge Rol­le: Die Unfall­ver­si­che­rung bei ein­ma­li­gen Ereig­nis­sen mit Fol­ge­schä­den, die Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung bei län­ge­ren Aus­fäl­len im Beruf – und die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, wenn das gewohn­te Arbeits­le­ben nicht mehr mög­lich ist. Prü­fen Sie, wel­che Leis­tun­gen für Sie infra­ge kom­men.

Unfall­ver­si­che­rung

Vater spielt bei Sonnenuntergang mit seinen zwei Kindern Fußball auf einer Wiese

Ein Zecken­stich kann als Unfall gel­ten – und damit Leis­tun­gen aus­lö­sen. Gute Poli­cen beinhal­ten auch FSME und Bor­re­lio­se. Dazu gehö­ren Kran­ken­haus­ta­ge­geld, Reha-Kos­ten und Inva­li­di­täts­zah­lun­gen. Sichern Sie sich gegen uner­war­te­te Gesund­heits­ri­si­ken im All­tag ab.

Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung

Gestresste Frau hält sich am Schreibtisch den Kopf, während ihr mehrere Aufgaben gleichzeitig zugeschoben werden

Blei­ben nach einer Infek­ti­on dau­er­haf­te neu­ro­lo­gi­sche oder kör­per­li­che Schä­den zurück, schützt die BU-Ver­si­che­rung vor finan­zi­el­len Ein­bu­ßen. Sie zahlt eine monat­li­che Ren­te, wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr aus­üben kön­nen – etwa nach einer schwe­ren Bor­re­lio­se.

Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung

Junge Frau sitzt entspannt auf dem Sofa, genießt mit geschlossenen Augen eine Tasse Tee im Sonnenlicht

Schon eine län­ge­re Krank­heits­pha­se durch FSME oder Bor­re­lio­se kann finan­zi­ell belas­tend sein – vor allem für Selbst­stän­di­ge. Eine Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung fängt Ein­kom­mens­aus­fäl­le ab dem ver­ein­bar­ten Tag auf und schützt Ihre Liqui­di­tät.

Was Ihre Ver­si­che­rung nach einem Zecken­stich leis­ten soll­te

Ver­si­che­rungs­schutz bei FSME, Bor­re­lio­se & Co.

Nicht jeder Zecken­stich ver­läuft harm­los. Kommt es zu Fol­ge­schä­den oder lang­wie­ri­gen Erkran­kun­gen wie Bor­re­lio­se oder FSME, kann ein umfas­sen­der Ver­si­che­rungs­schutz ent­schei­dend sein. Vie­le moder­ne Unfall­ver­si­che­run­gen erken­nen Zecken­sti­che als ver­si­cher­tes Ereig­nis an – älte­re Poli­cen hin­ge­gen oft nicht. Wer sich auf eine soli­de Absi­che­rung ver­lässt, soll­te den eige­nen Ver­trag prü­fen oder recht­zei­tig anpas­sen. Neben der Unfall­ver­si­che­rung sind auch wei­te­re Poli­cen wie die Berufs­un­fä­hig­keits- oder Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung sinn­voll.

Zecken­bis­se stel­len in vie­len Fäl­len ein „von außen wir­ken­des, plötz­li­ches Ereig­nis“ dar – und fal­len damit unter die Defi­ni­ti­on eines Unfalls. Immer mehr Ver­si­che­rer haben auf die­se Ent­wick­lung reagiert und Zecken­sti­che in ihre Bedin­gun­gen auf­ge­nom­men. Das bedeu­tet: Wenn Sie infol­ge eines Stichs an FSME oder Bor­re­lio­se erkran­ken und blei­ben­de Beein­träch­ti­gun­gen zurück­blei­ben, greift der Leis­tungs­fall. Typi­sche Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen sind etwa:

  • Kran­ken­haus­ta­ge­geld

  • Reha­bi­li­ta­ti­ons­maß­nah­men

  • Inva­li­di­täts­ent­schä­di­gung

  • Pfle­ge­leis­tun­gen

  • ggf. lebens­lan­ge Ren­ten­zah­lun­gen

Wich­tig ist: Die Dia­gno­se muss ärzt­lich erfol­gen und im Zusam­men­hang mit dem Zecken­stich ste­hen. Eini­ge Ver­si­che­rer leis­ten sogar dann, wenn sich die Sym­pto­me erst ver­zö­gert zei­gen. Wer einen älte­ren Ver­trag besitzt, soll­te drin­gend prü­fen (las­sen), ob Zecken als Unfall­ur­sa­che mit­ver­si­chert sind – oder ob eine Aktua­li­sie­rung mög­lich ist.

Kommt es zu einer lang­fris­ti­gen Erwerbs­ein­schrän­kung durch eine Zecken­in­fek­ti­on, ist die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung gefragt. Sie zahlt eine monat­li­che Ren­te, wenn der zuletzt aus­ge­üb­te Beruf nicht mehr in gewohn­ter Wei­se aus­ge­übt wer­den kann – unab­hän­gig davon, ob der Aus­lö­ser ein Unfall, eine Krank­heit oder ein Zecken­biss war.

Auch die Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung kann eine sinn­vol­le Ergän­zung sein, beson­ders für Selbst­stän­di­ge. Sie leis­tet bei län­ge­ren Aus­fäl­len im Beruf bereits ab dem ver­ein­bar­ten Tag – unab­hän­gig von der Ursa­che. Das bie­tet Sicher­heit, wenn eine Behand­lung Wochen oder sogar Mona­te dau­ert.

Unser Tipp: Las­sen Sie Ihre bestehen­de Absi­che­rung regel­mä­ßig prü­fen – oder las­sen Sie sich indi­vi­du­ell bera­ten. Zecken sind klein, die Fol­gen groß – mit dem pas­sen­den Schutz bleibt das Risi­ko kal­ku­lier­bar.

Zecken­schutz auch für Haus­tie­re ernst neh­men

Wie Sie Hun­de und Kat­zen zuver­läs­sig vor Zecken schüt­zen

Nicht nur Men­schen sind betrof­fen – auch Haus­tie­re wie Hun­de und Kat­zen sind regel­mä­ßig Ziel von Zecken. Beson­ders bei Spa­zier­gän­gen im Wald oder auf Wie­sen kön­nen sich Zecken am Fell der Tie­re fest­set­zen und Krank­hei­ten über­tra­gen. Damit Ihre Vier­bei­ner gesund blei­ben und Sie sich kei­ne Sor­gen um Fol­ge­schä­den machen müs­sen, soll­ten Sie auf geziel­ten Zecken­schutz ach­ten.

Haus­tie­re sind häu­fig inten­si­ver und län­ger im Frei­en unter­wegs als Men­schen – und kom­men so mit Zecken in direk­ten Kon­takt. Dabei kön­nen sie nicht nur selbst erkran­ken, son­dern die Zecken auch in die Woh­nung tra­gen. Für Hun­de ste­hen unter­schied­li­che Schutz­mit­tel zur Ver­fü­gung: Spot-on-Prä­pa­ra­te, Zecken­hals­bän­der, Sprays oder Tablet­ten. Sie wir­ken ent­we­der abweh­rend oder töten die Zecken ab, bevor die­se Krank­hei­ten über­tra­gen kön­nen. Bei Kat­zen ist beson­de­re Vor­sicht gebo­ten: Wirk­stof­fe wie Per­me­th­rin sind für Hun­de geeig­net, für Kat­zen jedoch hoch­gif­tig. Des­halb soll­te die Wahl des Mit­tels stets mit einem Tier­arzt abge­stimmt wer­den.

Dar­über hin­aus gibt es mitt­ler­wei­le auch Ultra­schall­ge­rä­te zur Zecken­ab­wehr, die ohne che­mi­sche Wirk­stof­fe aus­kom­men. Sie sen­den akus­ti­sche Signa­le aus, die für Men­schen und Tie­re unhör­bar sind, Zecken aber irri­tie­ren.

Nach jedem Spa­zier­gang soll­te das Tier gründ­lich unter­sucht wer­den – beson­ders an Kopf, Ohren, Pfo­ten, Schnau­ze, Hals und zwi­schen den Zehen. Wird eine Zecke ent­deckt, soll­te sie mit einer Zecken­zan­ge oder einem spe­zi­el­len Haken vor­sich­tig ent­fernt wer­den – mög­lichst haut­nah, ohne sie zu quet­schen.

Auch für Tier­hal­ter selbst gilt: Der Ver­si­che­rungs­schutz soll­te regel­mä­ßig über­prüft wer­den. Denn die Behand­lungs­kos­ten bei Zecken­krank­hei­ten kön­nen sowohl beim Men­schen als auch beim Tier schnell stei­gen. Für Haus­tie­re gibt es eige­ne Kran­ken­ver­si­che­run­gen, die auch Infek­tio­nen infol­ge von Zecken­sti­chen ein­schlie­ßen kön­nen.

The­ma­tisch pas­sen­de Absi­che­run­gen ent­de­cken

Die­se The­men könn­ten Sie eben­falls inter­es­sie­ren

Zecken­sti­che betref­fen nicht nur Erwach­se­ne – auch Kin­der, Tie­re und Men­schen mit gesund­heit­li­chen Vor­er­kran­kun­gen brau­chen beson­de­ren Schutz. Hier fin­den Sie wei­te­re hilf­rei­che The­men, die sich mit kon­kre­ten Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen, tier­me­di­zi­ni­schem Schutz oder dem Leis­tungs­um­fang bei blei­ben­den Schä­den befas­sen.

Kind mit Fahrradhelm liegt nach einem Sturz auf einem Feldweg am Boden, ein kleiner Hund läuft auf es zu

Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung

Gera­de bei Kin­dern kann ein Zecken­stich ernst­haf­te Fol­gen haben – etwa neu­ro­lo­gi­sche Schä­den durch FSME. Die Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung greift auch außer­halb von Kita oder Schu­le und schützt rund um die Uhr.

Nachdenklicher Mann sitzt vor dem Laptop und blickt konzentriert auf den Bildschirm – Fokus auf Informationssuche

Glie­derta­xe

Wenn es durch Bor­re­lio­se oder FSME zu blei­ben­den Ein­schrän­kun­gen kommt, regelt die Glie­derta­xe die Höhe der Inva­li­di­täts­leis­tung. Erfah­ren Sie, wie die Bewer­tung funk­tio­niert und wor­auf Sie ach­ten soll­ten.

Was Sie schon immer über Zecken wis­sen woll­ten

Ein frü­hes Anzei­chen ist die soge­nann­te Wan­der­rö­te – ein ring­för­mi­ger roter Aus­schlag um die Ein­stich­stel­le, der sich ver­grö­ßert. Sie tritt meist inner­halb von 3 bis 30 Tagen nach dem Zecken­stich auf. Wei­te­re Sym­pto­me kön­nen grip­pe­ähn­li­che Beschwer­den wie Fie­ber, Mus­kel­schmer­zen oder Müdig­keit sein. Eine früh­zei­ti­ge ärzt­li­che Abklä­rung ist ent­schei­dend.

Ja, auch in städ­ti­schen Parks, Gär­ten und Grün­an­la­gen kön­nen Zecken vor­kom­men – beson­ders dort, wo Wild­tie­re wie Igel oder Vögel unter­wegs sind. Die Gefahr wird oft unter­schätzt, ist aber real, wes­halb auch stadt­na­he Auf­ent­hal­te Schutz­maß­nah­men erfor­dern.

Schnel­les Ent­fer­nen ist sehr wich­tig – je frü­her, des­to bes­ser. Aller­dings kommt es auch auf die Tech­nik an. Die Zecke soll­te mit einer fei­nen Zecken­zan­ge oder einem Haken haut­nah, gera­de und ohne Dre­hung her­aus­ge­zo­gen wer­den. Unsach­ge­mä­ßes Ent­fer­nen erhöht das Infek­ti­ons­ri­si­ko.

Nicht zwin­gend – wenn kei­ne Sym­pto­me auf­tre­ten, ist kei­ne sofor­ti­ge Behand­lung not­wen­dig. Den­noch soll­te die Ein­stich­stel­le meh­re­re Wochen beob­ach­tet wer­den. Bei Rötun­gen, grip­pe­ähn­li­chen Sym­pto­men oder Schwel­lun­gen ist ein Arzt­be­such uner­läss­lich.

Ja, ins­be­son­de­re Hun­de kön­nen an Bor­re­lio­se erkran­ken – Sym­pto­me sind Fie­ber, Gelenk­ent­zün­dun­gen oder Lethar­gie. Für FSME ist die For­schung bei Tie­ren nicht ein­deu­tig, den­noch ist Zecken­schutz für Tie­re genau­so wich­tig wie für Men­schen.

Die Bedin­gun­gen vie­ler Unfall­ver­si­che­run­gen haben sich in den letz­ten Jah­ren ver­bes­sert. Wer einen älte­ren Ver­trag hat, soll­te prü­fen, ob Zecken­sti­che über­haupt ver­si­chert sind. Eine regel­mä­ßi­ge Über­prü­fung – etwa alle 2–3 Jah­re – ist sinn­voll, vor allem bei neu­en medi­zi­ni­schen Erkennt­nis­sen oder ver­än­der­ten Lebens­um­stän­den.

Zecken sind beson­ders aktiv von März bis Okto­ber – abhän­gig von Tem­pe­ra­tur und Feuch­tig­keit. Ein mil­der Win­ter oder ein frü­her Früh­ling kann die Sai­son ver­län­gern. Ein voll­stän­di­ges Risi­ko besteht das gan­ze Jahr über, wenn es warm genug ist (ab ca. 7 °C).

Zecken­hals­bän­der geben kon­ti­nu­ier­lich Wirk­stof­fe über das Fell ab und bie­ten lang­an­hal­ten­den Schutz (meist bis zu 8 Mona­te). Spot-on-Prä­pa­ra­te wer­den auf die Haut im Nacken getropft und wir­ken schnel­ler, müs­sen aber häu­fi­ger erneu­ert wer­den. Bei­de Vari­an­ten soll­ten mit dem Tier­arzt abge­stimmt wer­den.

Zusam­men­fas­sung

Zecken­sti­che sind nicht nur unan­ge­nehm – sie kön­nen gefähr­li­che Krank­hei­ten wie FSME oder Bor­re­lio­se über­tra­gen. Wer sich regel­mä­ßig in der Natur auf­hält, soll­te daher wis­sen, wie man sich rich­tig schützt: durch geschlos­se­ne Klei­dung, Insek­ten­schutz­mit­tel, Kör­per­kon­trol­len und gege­be­nen­falls eine FSME-Imp­fung. Auch für Haus­tie­re ist ein ver­läss­li­cher Zecken­schutz wich­tig – nicht zuletzt, weil sie Zecken ins Haus tra­gen kön­nen.

Kommt es trotz aller Vor­sicht zu einer Infek­ti­on, kann ein geeig­ne­ter Ver­si­che­rungs­schutz ent­schei­dend sein. Moder­ne Unfall­ver­si­che­run­gen erken­nen Zecken­sti­che zuneh­mend als Unfall an und über­neh­men Kos­ten für Kran­ken­haus, Reha oder Inva­li­di­tät. Bei schwe­ren Ver­läu­fen bie­ten auch die Berufs­un­fä­hig­keits- und Kran­ken­ta­ge­geld­ver­si­che­rung eine finan­zi­el­le Absi­che­rung.

Wer auf Num­mer sicher gehen will, soll­te bestehen­de Poli­cen über­prü­fen oder sich indi­vi­du­ell bera­ten las­sen – für sich selbst, für Kin­der und für tie­ri­sche Beglei­ter.

häu­fi­ge Fra­gen

Nicht jeder Zecken­stich führt zu einer Infek­ti­on. Den­noch kön­nen Erkran­kun­gen wie FSME oder Bor­re­lio­se schwer ver­lau­fen. Eine früh­zei­ti­ge Ent­fer­nung der Zecke und Beob­ach­tung der Ein­stich­stel­le sind wich­tig. Sym­pto­me soll­ten zeit­nah ärzt­lich abge­klärt wer­den.

Die gesetz­li­che Kran­ken­kas­se über­nimmt die Kos­ten für not­wen­di­ge Dia­gnos­tik und Behand­lung. Tritt eine dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung ein, kann eine pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung oder eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung grei­fen – abhän­gig vom Ver­trag.

Nur wenn der Stich im Rah­men der beruf­li­chen Tätig­keit erfolgt ist – etwa bei Forst‑, Gar­ten- oder Land­wirt­schafts­ar­bei­ten. In sol­chen Fäl­len ist eine Mel­dung über den Arbeit­ge­ber an die Berufs­ge­nos­sen­schaft erfor­der­lich.

Tra­gen Sie geschlos­se­ne, hel­le Klei­dung, ver­wen­den Sie zuge­las­se­ne Repell­ents und kon­trol­lie­ren Sie nach dem Auf­ent­halt im Frei­en Ihren Kör­per gründ­lich. In Risi­ko­ge­bie­ten emp­fiehlt sich außer­dem die FSME-Imp­fung.