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Zeckenbiss & Unfallversicherung – Wann besteht Anspruch auf Leistung?
Wir zeigen, wann ein Zeckenbiss als Unfall gilt und wie Sie sich gezielt gegen die Folgen absichern
Zecken sind nicht nur lästig – sie können gefährliche Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen. Besonders in Frühling und Sommer steigt das Risiko, beim Aufenthalt in Wald, Wiese oder sogar im eigenen Garten gestochen zu werden. Wer nach einem Zeckenstich nicht richtig reagiert oder keine passende Vorsorge trifft, riskiert ernsthafte gesundheitliche Folgen. Diese Seite zeigt Ihnen, wie Sie sich effektiv schützen und warum ein aktueller Versicherungsschutz bei Zeckenbissen unverzichtbar ist – für Erwachsene, Kinder und Haustiere.
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Was Zeckenstiche gefährlich macht
Gefahren durch Zeckenstiche und mögliche Folgen
Zeckenstiche bleiben oft unbemerkt – und genau das macht sie so tückisch. Denn mit dem Stich können Krankheitserreger übertragen werden, die erst Tage oder Wochen später Symptome auslösen. Besonders zwei Krankheiten stehen im Fokus: die bakterielle Lyme-Borreliose und die virusbedingte FSME. Doch auch weniger bekannte Infektionen wie Tularämie oder Q‑Fieber gehören zum Spektrum der sogenannten zeckenübertragenen Erkrankungen. Je früher ein Zeckenstich erkannt und richtig eingeordnet wird, desto besser lassen sich schwere Verläufe verhindern. In diesem Abschnitt erfahren Sie, welche Erkrankungen durch Zecken verursacht werden können und welche Symptome auf eine Infektion hindeuten.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Virusinfektion, die das zentrale Nervensystem befällt. Erste Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen und Übelkeit treten meist wenige Tage nach dem Stich auf. In einem zweiten Stadium kann es zu neurologischen Beschwerden wie Hirnhautentzündung, Lähmungen oder Sprachstörungen kommen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und ungeimpfte Personen in Risikogebieten. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht – daher ist die FSME-Impfung die wirksamste Schutzmaßnahme.
Borreliose wird durch Bakterien der Gattung Borrelia burgdorferi ausgelöst und ist die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in Mitteleuropa. Sie zeigt sich zunächst oft durch eine ringförmige Hautrötung („Wanderröte“) rund um die Einstichstelle. Unbehandelt kann die Infektion auf Gelenke, Nerven und das Herz übergreifen. Eine frühzeitige Antibiotika-Therapie verhindert in der Regel schwerwiegende Komplikationen – entscheidend ist die rechtzeitige Diagnose.
Neben FSME und Borreliose können Zecken weitere Erreger übertragen – darunter:
Tularämie (Hasenpest): bakterielle Infektion mit grippeähnlichen Symptomen, selten aber gefährlich.
Q‑Fieber: führt zu hohem Fieber, Lungen- oder Leberentzündung.
Babesiose und Anaplasmose: seltene, aber ernstzunehmende Infektionen, v. a. bei immungeschwächten Personen.
Viele dieser Krankheiten sind wenig bekannt, können aber schwere Verläufe nehmen. Deshalb ist ein umfassendes Bewusstsein für mögliche Symptome entscheidend – ebenso wie ein vorsichtiger Umgang mit Zeckenstichen.
Zecken gar nicht erst eine Chance geben
Prävention und Schutzmaßnahmen gegen Zeckenstiche
Wer Zecken gar nicht erst an den Körper lässt, senkt das Infektionsrisiko deutlich. Gerade in den wärmeren Monaten, wenn Zecken besonders aktiv sind, sollten bestimmte Verhaltensregeln zur Routine gehören – beim Spaziergang im Wald genauso wie im heimischen Garten. Mit der richtigen Kleidung, passenden Mitteln und gezielter Kontrolle lässt sich ein Zeckenstich oft vermeiden. Auch die FSME-Impfung bietet einen wichtigen Schutz – besonders für Menschen in Risikogebieten.
Zecken bevorzugen feuchte, schattige Lebensräume und halten sich bevorzugt im hohen Gras, an Sträuchern oder im Laub auf. Dort warten sie darauf, dass ein Wirt vorbeikommt. Wer sich in solchen Umgebungen bewegt, sollte gezielt Vorsichtsmaßnahmen ergreifen: Tragen Sie lange, geschlossene Kleidung – idealerweise in heller Farbe, denn so lassen sich Zecken leichter erkennen. Besonders bewährt hat es sich, Socken über die Hosenbeine zu ziehen und feste Schuhe zu tragen, damit Zecken nicht unbemerkt an die Haut gelangen.
Ergänzend dazu bieten sogenannte Repellents einen zeitlich begrenzten Schutz. Produkte wie „Anti Brumm Forte“, „Zeckito“ oder „Autan Protection Plus“ können Zecken wirksam abwehren, müssen jedoch regelmäßig erneuert werden. Wer lieber auf chemiefreie Alternativen setzt, kann auf Ultraschall-Zeckenschutzgeräte zurückgreifen, die auch für Kinder oder empfindliche Personen geeignet sind.
Nach dem Aufenthalt im Freien ist eine gründliche Körperkontrolle entscheidend. Zecken suchen sich bevorzugt warme und gut durchblutete Hautpartien wie Kniekehlen, Achselhöhlen, die Leistengegend oder den Nacken. Ein schneller Fund und die richtige Entfernung können das Infektionsrisiko deutlich senken. Gerade bei Kindern ist hier besondere Sorgfalt gefragt.
Auch Haustiere sollten nicht vergessen werden: Sie bringen Zecken oft unbemerkt mit nach Hause. Für Hunde und Katzen gibt es spezielle Zeckenschutzmittel, Halsbänder oder Spot-on-Präparate, die zuverlässig vor Zecken schützen. Wer auf kombinierte Maßnahmen setzt – Kleidung, Mittel, Kontrolle – reduziert das Risiko erheblich, dass Zecken zur Gefahr werden.
Warum die FSME-Impfung so wichtig ist
FSME-Impfung: Schutz in Risikogebieten
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken übertragene Virusinfektion, die das zentrale Nervensystem angreift. Besonders in Risikogebieten ist das Infektionsrisiko hoch – und die Folgen können schwerwiegend sein. Eine Impfung bietet den besten Schutz, doch viele Menschen zögern, weil sie den Nutzen oder die Notwendigkeit unterschätzen. Dabei übernehmen viele Krankenkassen die Kosten – insbesondere, wenn man in gefährdeten Regionen lebt oder reist.
Die FSME-Impfung ist in Deutschland nicht generell vorgeschrieben, wird aber ausdrücklich von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Personen empfohlen, die in einem FSME-Risikogebiet leben oder regelmäßig dort unterwegs sind. Dazu zählen große Teile Süddeutschlands, insbesondere Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und Teile von Thüringen und Sachsen. Auch in Österreich und der Schweiz gibt es zahlreiche betroffene Regionen.
Der Impfstoff schützt zuverlässig vor einer Infektion mit dem FSME-Virus. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Dosen, die innerhalb eines Jahres verabreicht werden. Für einen stabilen Langzeitschutz sind Auffrischungsimpfungen alle drei bis fünf Jahre notwendig – abhängig vom Alter und Impfstoff. Am besten beginnt man mit der Impfung im Winter, damit der volle Schutz rechtzeitig zur Zeckensaison aufgebaut ist.
Besonders wichtig ist der Impfschutz für Kinder, ältere Menschen und Personen mit häufigem Aufenthalt in der Natur – etwa Wanderer, Jäger, Waldarbeiter oder Menschen mit Garten. Die FSME-Impfung wird in vielen Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn ein Aufenthalt oder Wohnsitz in einem Risikogebiet gegeben ist. Auch für Reisen in FSME-Gebiete kann eine Kostenübernahme erfolgen – abhängig von der Krankenkasse.
Nebenwirkungen der Impfung sind meist mild und vorübergehend: Leichte Temperaturerhöhungen, Kopfschmerzen oder ein Spannungsgefühl an der Einstichstelle. Schwerwiegende Reaktionen sind sehr selten. Wichtig zu wissen: Wer eine bekannte Allergie gegen Hühnereiweiß hat, sollte vor der Impfung ärztlichen Rat einholen, da bestimmte Impfstoffe auf Hühnereiweiß basieren.
Fazit: Die FSME-Impfung ist ein effektiver Schutz vor einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung – unkompliziert in der Anwendung und oft ohne Kosten für die Versicherten. Wer sich regelmäßig in Risikogebieten aufhält, sollte diesen Schutz in jedem Fall ernst nehmen.
Versicherungsschutz bei gesundheitlichen Folgen durch Zeckenstiche
Diese Versicherungen können nach einem Zeckenbiss entscheidend sein
Kommt es infolge eines Zeckenstichs zu gesundheitlichen Einschränkungen oder sogar dauerhaften Beeinträchtigungen, zählt jede Absicherung. Drei Versicherungen spielen hier eine besonders wichtige Rolle: Die Unfallversicherung bei einmaligen Ereignissen mit Folgeschäden, die Krankentagegeldversicherung bei längeren Ausfällen im Beruf – und die Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn das gewohnte Arbeitsleben nicht mehr möglich ist. Prüfen Sie, welche Leistungen für Sie infrage kommen.
Unfallversicherung
Ein Zeckenstich kann als Unfall gelten – und damit Leistungen auslösen. Gute Policen beinhalten auch FSME und Borreliose. Dazu gehören Krankenhaustagegeld, Reha-Kosten und Invaliditätszahlungen. Sichern Sie sich gegen unerwartete Gesundheitsrisiken im Alltag ab.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Bleiben nach einer Infektion dauerhafte neurologische oder körperliche Schäden zurück, schützt die BU-Versicherung vor finanziellen Einbußen. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können – etwa nach einer schweren Borreliose.
Krankentagegeldversicherung
Schon eine längere Krankheitsphase durch FSME oder Borreliose kann finanziell belastend sein – vor allem für Selbstständige. Eine Krankentagegeldversicherung fängt Einkommensausfälle ab dem vereinbarten Tag auf und schützt Ihre Liquidität.
Was Ihre Versicherung nach einem Zeckenstich leisten sollte
Versicherungsschutz bei FSME, Borreliose & Co.
Nicht jeder Zeckenstich verläuft harmlos. Kommt es zu Folgeschäden oder langwierigen Erkrankungen wie Borreliose oder FSME, kann ein umfassender Versicherungsschutz entscheidend sein. Viele moderne Unfallversicherungen erkennen Zeckenstiche als versichertes Ereignis an – ältere Policen hingegen oft nicht. Wer sich auf eine solide Absicherung verlässt, sollte den eigenen Vertrag prüfen oder rechtzeitig anpassen. Neben der Unfallversicherung sind auch weitere Policen wie die Berufsunfähigkeits- oder Krankentagegeldversicherung sinnvoll.
Zeckenbisse stellen in vielen Fällen ein „von außen wirkendes, plötzliches Ereignis“ dar – und fallen damit unter die Definition eines Unfalls. Immer mehr Versicherer haben auf diese Entwicklung reagiert und Zeckenstiche in ihre Bedingungen aufgenommen. Das bedeutet: Wenn Sie infolge eines Stichs an FSME oder Borreliose erkranken und bleibende Beeinträchtigungen zurückbleiben, greift der Leistungsfall. Typische Versicherungsleistungen sind etwa:
Krankenhaustagegeld
Rehabilitationsmaßnahmen
Invaliditätsentschädigung
Pflegeleistungen
ggf. lebenslange Rentenzahlungen
Wichtig ist: Die Diagnose muss ärztlich erfolgen und im Zusammenhang mit dem Zeckenstich stehen. Einige Versicherer leisten sogar dann, wenn sich die Symptome erst verzögert zeigen. Wer einen älteren Vertrag besitzt, sollte dringend prüfen (lassen), ob Zecken als Unfallursache mitversichert sind – oder ob eine Aktualisierung möglich ist.
Kommt es zu einer langfristigen Erwerbseinschränkung durch eine Zeckeninfektion, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung gefragt. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn der zuletzt ausgeübte Beruf nicht mehr in gewohnter Weise ausgeübt werden kann – unabhängig davon, ob der Auslöser ein Unfall, eine Krankheit oder ein Zeckenbiss war.
Auch die Krankentagegeldversicherung kann eine sinnvolle Ergänzung sein, besonders für Selbstständige. Sie leistet bei längeren Ausfällen im Beruf bereits ab dem vereinbarten Tag – unabhängig von der Ursache. Das bietet Sicherheit, wenn eine Behandlung Wochen oder sogar Monate dauert.
Unser Tipp: Lassen Sie Ihre bestehende Absicherung regelmäßig prüfen – oder lassen Sie sich individuell beraten. Zecken sind klein, die Folgen groß – mit dem passenden Schutz bleibt das Risiko kalkulierbar.
Zeckenschutz auch für Haustiere ernst nehmen
Wie Sie Hunde und Katzen zuverlässig vor Zecken schützen
Nicht nur Menschen sind betroffen – auch Haustiere wie Hunde und Katzen sind regelmäßig Ziel von Zecken. Besonders bei Spaziergängen im Wald oder auf Wiesen können sich Zecken am Fell der Tiere festsetzen und Krankheiten übertragen. Damit Ihre Vierbeiner gesund bleiben und Sie sich keine Sorgen um Folgeschäden machen müssen, sollten Sie auf gezielten Zeckenschutz achten.
Haustiere sind häufig intensiver und länger im Freien unterwegs als Menschen – und kommen so mit Zecken in direkten Kontakt. Dabei können sie nicht nur selbst erkranken, sondern die Zecken auch in die Wohnung tragen. Für Hunde stehen unterschiedliche Schutzmittel zur Verfügung: Spot-on-Präparate, Zeckenhalsbänder, Sprays oder Tabletten. Sie wirken entweder abwehrend oder töten die Zecken ab, bevor diese Krankheiten übertragen können. Bei Katzen ist besondere Vorsicht geboten: Wirkstoffe wie Permethrin sind für Hunde geeignet, für Katzen jedoch hochgiftig. Deshalb sollte die Wahl des Mittels stets mit einem Tierarzt abgestimmt werden.
Darüber hinaus gibt es mittlerweile auch Ultraschallgeräte zur Zeckenabwehr, die ohne chemische Wirkstoffe auskommen. Sie senden akustische Signale aus, die für Menschen und Tiere unhörbar sind, Zecken aber irritieren.
Nach jedem Spaziergang sollte das Tier gründlich untersucht werden – besonders an Kopf, Ohren, Pfoten, Schnauze, Hals und zwischen den Zehen. Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie mit einer Zeckenzange oder einem speziellen Haken vorsichtig entfernt werden – möglichst hautnah, ohne sie zu quetschen.
Auch für Tierhalter selbst gilt: Der Versicherungsschutz sollte regelmäßig überprüft werden. Denn die Behandlungskosten bei Zeckenkrankheiten können sowohl beim Menschen als auch beim Tier schnell steigen. Für Haustiere gibt es eigene Krankenversicherungen, die auch Infektionen infolge von Zeckenstichen einschließen können.
Thematisch passende Absicherungen entdecken
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Zeckenstiche betreffen nicht nur Erwachsene – auch Kinder, Tiere und Menschen mit gesundheitlichen Vorerkrankungen brauchen besonderen Schutz. Hier finden Sie weitere hilfreiche Themen, die sich mit konkreten Versicherungsleistungen, tiermedizinischem Schutz oder dem Leistungsumfang bei bleibenden Schäden befassen.
Kinderunfallversicherung
Gerade bei Kindern kann ein Zeckenstich ernsthafte Folgen haben – etwa neurologische Schäden durch FSME. Die Kinderunfallversicherung greift auch außerhalb von Kita oder Schule und schützt rund um die Uhr.
Gliedertaxe
Wenn es durch Borreliose oder FSME zu bleibenden Einschränkungen kommt, regelt die Gliedertaxe die Höhe der Invaliditätsleistung. Erfahren Sie, wie die Bewertung funktioniert und worauf Sie achten sollten.
Was Sie schon immer über Zecken wissen wollten
Wie erkenne ich eine beginnende Borreliose nach einem Zeckenstich?
Ein frühes Anzeichen ist die sogenannte Wanderröte – ein ringförmiger roter Ausschlag um die Einstichstelle, der sich vergrößert. Sie tritt meist innerhalb von 3 bis 30 Tagen nach dem Zeckenstich auf. Weitere Symptome können grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Muskelschmerzen oder Müdigkeit sein. Eine frühzeitige ärztliche Abklärung ist entscheidend.
Können Zecken in der Stadt gefährlich werden?
Ja, auch in städtischen Parks, Gärten und Grünanlagen können Zecken vorkommen – besonders dort, wo Wildtiere wie Igel oder Vögel unterwegs sind. Die Gefahr wird oft unterschätzt, ist aber real, weshalb auch stadtnahe Aufenthalte Schutzmaßnahmen erfordern.
Reicht es, die Zecke einfach schnell zu entfernen?
Schnelles Entfernen ist sehr wichtig – je früher, desto besser. Allerdings kommt es auch auf die Technik an. Die Zecke sollte mit einer feinen Zeckenzange oder einem Haken hautnah, gerade und ohne Drehung herausgezogen werden. Unsachgemäßes Entfernen erhöht das Infektionsrisiko.
Muss ich nach jedem Zeckenstich zum Arzt?
Nicht zwingend – wenn keine Symptome auftreten, ist keine sofortige Behandlung notwendig. Dennoch sollte die Einstichstelle mehrere Wochen beobachtet werden. Bei Rötungen, grippeähnlichen Symptomen oder Schwellungen ist ein Arztbesuch unerlässlich.
Können sich FSME oder Borreliose auch bei Haustieren entwickeln?
Ja, insbesondere Hunde können an Borreliose erkranken – Symptome sind Fieber, Gelenkentzündungen oder Lethargie. Für FSME ist die Forschung bei Tieren nicht eindeutig, dennoch ist Zeckenschutz für Tiere genauso wichtig wie für Menschen.
Wie oft muss ich meinen Versicherungsschutz aktualisieren?
Die Bedingungen vieler Unfallversicherungen haben sich in den letzten Jahren verbessert. Wer einen älteren Vertrag hat, sollte prüfen, ob Zeckenstiche überhaupt versichert sind. Eine regelmäßige Überprüfung – etwa alle 2–3 Jahre – ist sinnvoll, vor allem bei neuen medizinischen Erkenntnissen oder veränderten Lebensumständen.
Gibt es eine Jahreszeit ohne Zeckengefahr?
Zecken sind besonders aktiv von März bis Oktober – abhängig von Temperatur und Feuchtigkeit. Ein milder Winter oder ein früher Frühling kann die Saison verlängern. Ein vollständiges Risiko besteht das ganze Jahr über, wenn es warm genug ist (ab ca. 7 °C).
Was ist der Unterschied zwischen Zeckenhalsband und Spot-on-Präparat beim Hund?
Zeckenhalsbänder geben kontinuierlich Wirkstoffe über das Fell ab und bieten langanhaltenden Schutz (meist bis zu 8 Monate). Spot-on-Präparate werden auf die Haut im Nacken getropft und wirken schneller, müssen aber häufiger erneuert werden. Beide Varianten sollten mit dem Tierarzt abgestimmt werden.
Zusammenfassung
Zeckenstiche sind nicht nur unangenehm – sie können gefährliche Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen. Wer sich regelmäßig in der Natur aufhält, sollte daher wissen, wie man sich richtig schützt: durch geschlossene Kleidung, Insektenschutzmittel, Körperkontrollen und gegebenenfalls eine FSME-Impfung. Auch für Haustiere ist ein verlässlicher Zeckenschutz wichtig – nicht zuletzt, weil sie Zecken ins Haus tragen können.
Kommt es trotz aller Vorsicht zu einer Infektion, kann ein geeigneter Versicherungsschutz entscheidend sein. Moderne Unfallversicherungen erkennen Zeckenstiche zunehmend als Unfall an und übernehmen Kosten für Krankenhaus, Reha oder Invalidität. Bei schweren Verläufen bieten auch die Berufsunfähigkeits- und Krankentagegeldversicherung eine finanzielle Absicherung.
Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte bestehende Policen überprüfen oder sich individuell beraten lassen – für sich selbst, für Kinder und für tierische Begleiter.
häufige Fragen
Ist ein Zeckenstich immer gefährlich?
Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Infektion. Dennoch können Erkrankungen wie FSME oder Borreliose schwer verlaufen. Eine frühzeitige Entfernung der Zecke und Beobachtung der Einstichstelle sind wichtig. Symptome sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden.
Wer zahlt bei einer Borreliose-Erkrankung?
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für notwendige Diagnostik und Behandlung. Tritt eine dauerhafte Beeinträchtigung ein, kann eine private Unfallversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung greifen – abhängig vom Vertrag.
Wird ein Zeckenstich als Arbeitsunfall anerkannt?
Nur wenn der Stich im Rahmen der beruflichen Tätigkeit erfolgt ist – etwa bei Forst‑, Garten- oder Landwirtschaftsarbeiten. In solchen Fällen ist eine Meldung über den Arbeitgeber an die Berufsgenossenschaft erforderlich.
Wie kann ich mich am besten vor Zecken schützen?
Tragen Sie geschlossene, helle Kleidung, verwenden Sie zugelassene Repellents und kontrollieren Sie nach dem Aufenthalt im Freien Ihren Körper gründlich. In Risikogebieten empfiehlt sich außerdem die FSME-Impfung.