- Startseite
- »
- Gesundheit
- »
- Hunde
- »
- beliebteste Rassen
- »
- Alaskan Malamute
Alaskan Malamute – Kraftvoller Arbeitshund mit Ausdauer
Alles über Haltung, Pflege und Charakter dieser nordischen Hunderasse – stark, unabhängig und treu mit großem Laufbedürfnis.
Kraftvoll, robust und loyal – der Alaskan Malamute ist mehr als nur ein beeindruckender Schlittenhund aus dem Norden. Er verkörpert Stärke, Unabhängigkeit und ein tiefes Band zum Menschen. Seine Herkunft reicht bis zu den Ureinwohnern Alaskas zurück, seine Ausdauer und sein dichtes Fell machen ihn zum idealen Begleiter für extreme Bedingungen – und für aktive Halter mit Erfahrung.
Diese Rasse ist nichts für Anfänger, aber für Menschen mit Zeit, Platz und einem Gespür für Hunde bietet der Malamute einen einzigartigen Mix aus Arbeitsfreude, Treue und Eigenständigkeit. In diesem Porträt erfahren Sie alles über Herkunft, Haltung, Pflege und Gesundheit – sowie darüber, was den Alaskan Malamute von anderen nordischen Hunderassen unterscheidet.
Steckbrief Alaskan Malamute
- Herkunft: Alaska, USA
- Größe: Rüden: 63–71 cm · Hündinnen: 58–66 cm
- Gewicht: Rüden: 36–43 kg · Hündinnen: 32–38 kg
- Lebenserwartung: 10–14 Jahre
- Fell / Fellfarben: Dichtes, zweischichtiges Fell mit Unterwolle; Farben von Grau, Schwarz, Sable bis Rot, stets mit weißen Abzeichen
- Charakter: Kraftvoll, freundlich, eigensinnig, menschenbezogen, wenig bellfreudig
- Geeignet für: Aktive, erfahrene Halter mit Haus und Grundstück · Nicht für Etagenwohnungen oder Anfänger geeignet
- Bewegungsbedarf: Sehr hoch – tägliche, intensive Bewegung notwendig
- Pflegeaufwand: Hoch – Fellpflege besonders im Fellwechsel aufwendig
- Typische Krankheiten: Hüftdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED), erbliche Augenkrankheiten (PRA, Katarakt), Zink-responsiver Dermatitis, Polyneuropathie
Eine uralte Rasse aus der eisigen Wildnis Alaskas
Die Geschichte des Alaskan Malamute
Der Alaskan Malamute zählt zu den ältesten nordamerikanischen Hunderassen und blickt auf eine lange, traditionsreiche Geschichte zurück. Seine Wurzeln liegen bei den Mahlemut-Inuit im Westen Alaskas, die diese kräftigen Hunde als zuverlässige Helfer zum Ziehen schwerer Lasten über weite Strecken nutzten.
Im Gegensatz zu Huskys, die auf Geschwindigkeit gezüchtet wurden, war der Malamute für Ausdauer und Kraft bekannt – Eigenschaften, die ihn unverzichtbar machten in der unwirtlichen Arktis.
Die Mahlemut hielten ihre Hunde nicht nur als Arbeitstiere, sondern auch als enge Gefährten und Familienmitglieder. Der enge soziale Kontakt prägte das Wesen des Malamute nachhaltig: menschenbezogen, loyal und sozialverträglich im Rudel. In der Goldrauschzeit des 19. Jahrhunderts wurde die Rasse zunehmend auch von Siedlern und Entdeckern geschätzt, die sie für Expeditionen einsetzten. Dabei kam es zu ersten gezielten Zuchtbemühungen, um die robustesten und kräftigsten Tiere weiterzugeben.
Trotz dieser Popularität war die Rasse Anfang des 20. Jahrhunderts stark gefährdet: Mischzuchten, wirtschaftliche Umbrüche und Kriegszeiten reduzierten den Bestand drastisch. Erst durch gezielte Rekonstruktion gelang es engagierten Züchtern, die ursprüngliche Linie zu erhalten. 1935 wurde der Alaskan Malamute vom American Kennel Club offiziell anerkannt – ein wichtiger Schritt zur Erhaltung dieser ursprünglichen Arbeitsrasse.
Bis heute gilt der Malamute als Symbol für Durchhaltevermögen, Willensstärke und natürliche Kraft. Seine Geschichte als Lastenzieher, Lebensretter und treuer Gefährte spiegelt sich bis heute in seinem Charakter wider – und macht ihn zu einer der beeindruckendsten und traditionsreichsten Hunderassen der Welt.
Haltung nur mit Verantwortung – Kraft, Platz und klare Führung sind Pflicht
Haltung des Alaskan Malamute
Die Haltung eines Alaskan Malamute erfordert Erfahrung, körperliche Präsenz und ein Umfeld, das der Natur dieser Rasse gerecht wird. Als ursprünglicher Arbeitshund aus der Arktis ist der Malamute nicht für das Leben auf engem Raum oder in der Stadt geeignet.
Er braucht Platz – idealerweise ein großes, sicher eingezäuntes Grundstück – und eine klare, souveräne Bezugsperson, die seine Kraft lenken kann.
Tägliche Bewegung ist kein Luxus, sondern Grundbedingung: Mindestens zwei Stunden Auslastung durch lange Spaziergänge, Ziehübungen, Joggen, Radfahren oder Zughundesport (z. B. Canicross oder Bikejöring) sind notwendig. Reine Gassi-Runden oder kurzes Spielen im Garten reichen bei Weitem nicht aus. Wird der Malamute körperlich und geistig unterfordert, zeigt er schnell unerwünschtes Verhalten: Ausbruchversuche, Graben, Zerstörung, Lautäußerungen oder Dominanz gegenüber Mensch und Tier.
Wichtig ist zudem eine klare Struktur im Alltag. Der Malamute ist intelligent und testet Grenzen. Konsequenz, Fairness und Geduld sind daher entscheidend. Diese Rasse reagiert sensibel auf Stimmungsschwankungen – autoritäres Auftreten oder laute Korrekturen führen eher zu Rückzug als zur Kooperation. Ideal ist ein ruhiger, aber durchsetzungsstarker Mensch mit Führungsqualität.
Da der Malamute wenig bellfreudig ist, eignet er sich nicht als klassischer Wachhund – wohl aber als abschreckende Präsenz. Fremden gegenüber zeigt er sich oft freundlich bis reserviert, selten aggressiv. In Familien mit älteren, standfesten Kindern kann er ein treuer, liebevoller Begleiter sein, sofern Regeln klar sind und die Interaktion beaufsichtigt wird.
Kurzum: Der Alaskan Malamute ist kein Hund für jedermann. Aber wer bereit ist, ihm Raum, Bewegung, geistige Förderung und soziale Nähe zu bieten, wird mit einem eindrucksvollen, treuen und charakterstarken Partner belohnt.
Eigenständig, loyal und voller Energie – ein Hund mit starkem Charakter
Charakter des Alaskan Malamute
Der Alaskan Malamute ist eine Persönlichkeit. Seine Erscheinung mag imposant sein, doch sein Wesen ist tiefgründig, komplex und nicht immer leicht zu lenken. Als urtümlicher Arbeitshund wurde er nicht auf Gehorsam, sondern auf Ausdauer und Selbstständigkeit gezüchtet – genau das spiegelt sich bis heute in seinem Verhalten wider.
Malamutes sind sehr menschenbezogen, aber nicht unterwürfig. Sie lieben ihre Familie und bauen enge Bindungen auf – brauchen aber klare Führung und eine souveräne Bezugsperson. Ihre Loyalität ist stark, ihre soziale Intelligenz hoch. Mit Kindern, anderen Hunden und sogar Katzen können sie bei guter Sozialisierung gut auskommen – doch bei Unsicherheit übernehmen sie gerne selbst das Kommando.
Typisch für die Rasse ist eine gewisse Sturheit. Sie „folgen“ nicht blind, sondern hinterfragen – besonders dann, wenn sie einen Befehl als sinnlos empfinden. Das macht die Erziehung anspruchsvoll, aber nicht unmöglich: Wer es schafft, sich Respekt und Vertrauen zu erarbeiten, wird mit einem aufmerksamen, verlässlichen und treuen Partner belohnt.
Der Malamute liebt Bewegung, Herausforderungen und Aufgaben – egal ob Zugarbeit, lange Wanderungen oder Denkspiele. Gleichzeitig kann er im Haus sehr ruhig, ja fast katzenartig gelassen wirken – solange er ausgelastet ist. Auch wenn er kaum bellt, ist er kein Einzelgänger. Längere Isolation oder Langeweile verträgt er schlecht und kann dann destruktives Verhalten zeigen.
Insgesamt ist der Alaskan Malamute ein charakterstarker, willensfester Hund mit hoher Eigenverantwortung. Er passt nicht in jedes Lebensmodell – aber in das richtige Leben bringt er Kraft, Präsenz und eine außergewöhnliche Bindung.
Stärken
- Sehr menschenbezogen und loyal zur Familie
- Ruhig im Haus, wenig bellfreudig
- Extrem ausdauernd, kräftig und sportlich
- Intelligent und lernfähig bei richtiger Motivation
- Sozial verträglich bei guter Prägung
Schwächen
- Stur und unabhängig – kein typischer „Gehorsamshund“
- Hoher Bewegungs- und Arbeitsbedarf
- Neigt zu Dominanz bei inkonsequenter Führung
- Nicht für Anfänger oder kleine Wohnungen geeignet
- Verträgt keine Langeweile oder Unterforderung
Kraftvoll gebaut, wetterfest und eindrucksvoll im Erscheinungsbild
Körperliche Merkmale des Alaskan Malamute
Der Alaskan Malamute ist eine eindrucksvolle Erscheinung – groß, muskulös und perfekt angepasst an das harte Klima seiner ursprünglichen Heimat.
Er wurde gezüchtet, um schwere Lasten über lange Distanzen durch Schnee und Eis zu ziehen. Dieser Ursprung spiegelt sich bis heute deutlich in seinem Körperbau und seiner Funktionalität wider.
Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 63 bis 71 Zentimetern, Hündinnen liegen leicht darunter. Das Gewicht variiert je nach Typ, liegt aber in der Regel bei 36 bis 43 Kilogramm bei Rüden und 32 bis 38 Kilogramm bei Hündinnen. Besonders auffällig ist die tiefe Brust, die kraftvolle Hinterhand und der breite Kopf mit ausgeprägter Stirnfurche. Die aufrechten Ohren sind keilförmig und sitzen hoch am Schädel.
Seine Augen sind mandelförmig, meist braun und strahlen eine wache, ruhige Intelligenz aus. Blaue Augen sind laut FCI-Standard nicht erlaubt – anders als beim verwandten Siberian Husky. Die Rute wird sichelförmig über dem Rücken getragen, ist dicht behaart und rundet das wolfsähnliche Erscheinungsbild ab.
Das Fell des Alaskan Malamute ist zweischichtig: eine dichte, weiche Unterwolle schützt vor Kälte, während das harsche, gerade Deckhaar äußere Einflüsse wie Schnee und Wind abwehrt. Farblich reicht das Spektrum von Grau, Schwarz und Sable über Rot bis zu reinstem Weiß. Immer typisch: weiße Abzeichen an Beinen, Pfoten, Brust und Maske im Gesicht.
Trotz seines massiven Körperbaus ist der Malamute erstaunlich beweglich. Sein Gangwerk ist gleichmäßig, kraftvoll und effizient – genau wie es bei einem echten Lastenzieher erforderlich ist. Die Bewegungen wirken fließend, raumgreifend und sehr kontrolliert. Der Körperbau ist auf Funktionalität ausgelegt, nicht auf Show-Effekte.
Kurzum: Der Alaskan Malamute ist ein Paradebeispiel für die perfekte Verbindung von Zweckmäßigkeit, Robustheit und ursprünglicher Schönheit. Wer ihn beobachtet, erkennt auf Anhieb: Dieser Hund ist gemacht für Arbeit, Ausdauer – und das Leben an der Seite des Menschen.
Sicherheit für starke Gefährten – so schützen Sie Ihren Malamute
Welche Hundeversicherung ist für Alaskan Malamutes sinnvoll?
Der Alaskan Malamute ist robust, aber nicht risikofrei. Aufgrund seiner Kraft, Eigenständigkeit und gesundheitlichen Dispositionen sollten Halter nicht nur an Futter und Pflege denken – sondern auch an einen passenden Versicherungsschutz. Je nach Lebensweise, Haltung und Vorerkrankungen können unterschiedliche Policen sinnvoll sein. Diese drei Optionen sollten Sie kennen:
Hundekrankenversicherung
Gerüstet für hohe Tierarztkosten: Der Malamute gilt als anfällig für Gelenkprobleme, Augenkrankheiten und Hautstörungen wie die Zink-responsive Dermatitis. Mit einer Hundekrankenversicherung sichern Sie Vorsorge, Diagnostik, Medikamente und Therapien finanziell ab – ohne hohe Eigenkosten.
Hundehalterhaftpflicht
Unverzichtbar – nicht nur bei Mietobjekten: Malamutes sind groß, stark und können ungewollt Schäden verursachen – etwa beim Spielen, Ziehen oder Kontakt mit anderen Tieren. Eine Hundehaftpflicht schützt Sie vor hohen Kosten, wenn Personen‑, Sach- oder Vermögensschäden entstehen. In vielen Bundesländern ohnehin Pflicht.
Hunde-OP-Versicherung
Schutz bei Operationen & Unfällen: Große Rassen wie der Malamute sind besonders kostenintensiv, wenn chirurgische Eingriffe nötig sind – z. B. bei Hüft- oder Kreuzbandriss, Magendrehung oder Zahnextraktionen. Eine OP-Versicherung greift genau dann, wenn es teuer wird – unabhängig vom Alter.
Pflege mit Plan – so bleibt Ihr Malamute gesund, sauber und ausgeglichen
Pflege des Alaskan Malamute
Der Alaskan Malamute ist pflegeintensiver, als es seine robuste Erscheinung vermuten lässt. Besonders das dichte, wetterfeste Doppelfell stellt hohe Anforderungen an die tägliche Routine – vor allem in den zwei ausgeprägten Fellwechselphasen im Frühjahr und Herbst. Wer sich nicht regelmäßig um das Haarkleid kümmert, riskiert Verfilzungen, Hautprobleme und übermäßigen Haarverlust in der Wohnung.
Mindestens zwei- bis dreimal pro Woche sollte das Fell gründlich gebürstet werden, im Fellwechsel sogar täglich. Am besten geeignet sind Unterwollbürsten und Zupfbürsten mit breiten Zinken, die tief bis zur Haut vordringen. Das Deckhaar wird nicht geschoren – es dient dem Wärmeregulierungssystem des Hundes. Ein Bad ist nur gelegentlich notwendig, idealerweise alle zwei bis drei Monate oder bei starker Verschmutzung. Verwenden Sie dabei ausschließlich rückfettende Hundeshampoos ohne Parfümzusatz.
Neben dem Fell benötigen auch andere Körperregionen Aufmerksamkeit: Die Ohren sollten regelmäßig auf Rötungen, Schmutz oder Geruch kontrolliert und bei Bedarf vorsichtig gereinigt werden. Malamutes neigen zwar nicht übermäßig zu Ohrinfektionen, doch in warmen Monaten oder bei feuchtem Wetter kann es schneller zu Reizungen kommen. Die Augen können mit einem feuchten Tuch sanft von Tränenresten befreit werden – besonders bei Hunden mit hellen Fellabzeichen rund um die Augen.
Die Krallen nutzen sich bei aktiven Hunden meist gut ab, sollten aber trotzdem regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gekürzt werden. Zahnpflege gehört ebenfalls zur Gesundheitsvorsorge: Spezielle Hundezahnbürsten und ‑pasten oder natürliche Kausnacks helfen, Zahnstein und Entzündungen vorzubeugen.
Nicht zuletzt braucht auch die Umgebung Pflege – Malamutes verlieren ganzjährig Haare, besonders aber im Fellwechsel. Ein Tierhaarstaubsauger ist für Halter dieser Rasse kein Luxus, sondern Alltagshilfe.
Fazit: Die Pflege eines Alaskan Malamute ist anspruchsvoll, aber mit der richtigen Routine gut zu bewältigen. Sie stärkt nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch die Bindung zwischen Mensch und Hund – vorausgesetzt, man bringt Geduld, Konsequenz und das richtige Werkzeug mit.
Typische Gesundheitsrisiken kennen – für ein langes, aktives Hundeleben
Häufige Krankheiten beim Alaskan Malamute
So robust der Alaskan Malamute wirkt – er bringt einige rassetypische Erkrankungen mit sich, die Halter kennen und frühzeitig einschätzen sollten. Dazu zählen vor allem Gelenkprobleme, genetisch bedingte Hauterkrankungen und Nervenstörungen. Wer auf Prävention, Zuchtgesundheit und regelmäßige Checks achtet, kann das Risiko deutlich senken und seinem Malamute ein langes, aktives Leben ermöglichen.
Hüftgelenksdysplasie (HD)
Die häufigste orthopädische Erkrankung großer Hunderassen betrifft auch den Malamute: eine Fehlentwicklung der Hüftgelenke kann zu Arthrose, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen. Besonders betroffen sind Hunde aus Linien ohne gesundheitliche Zuchtkontrolle. Diagnose und Behandlung sollten früh erfolgen.
Polyneuropathie
Eine erbliche Nervenkrankheit, bei der es zu Muskelschwäche, Bewegungsstörungen und Koordinationsproblemen kommt. Die Symptome zeigen sich meist im jungen Erwachsenenalter. Es gibt bislang keine Heilung – nur ein Gentest der Zuchttiere verhindert die Weitervererbung.
Progressive Retinaatrophie (PRA)
PRA ist eine fortschreitende Degeneration der Netzhaut, die zu schleichender Erblindung führt. Erste Anzeichen sind Unsicherheiten im Dämmerlicht. Die Erkrankung ist genetisch bedingt – regelmäßige Augenuntersuchungen beim Spezialisten sind besonders bei älteren Malamutes wichtig.
Zink-responsiver Dermatitis
Ein bei nordischen Rassen häufiges Hautproblem: Durch einen gestörten Zinkstoffwechsel entstehen schuppige, juckende Hautstellen – meist an Schnauze, Augen und Pfoten. Die Behandlung erfolgt lebenslang über Zinkgabe und spezielles Futter. Frühzeitige Diagnose verbessert die Lebensqualität erheblich.
Zahnprobleme & Kieferfehlstellungen
Auch bei Malamutes können Zahnstein, Zahnfleischentzündungen oder engstehende Zähne zu Schmerzen und Folgeerkrankungen führen. Besonders bei schlechter Zahnpflege oder genetischer Disposition ist eine regelmäßige Kontrolle durch den Tierarzt ratsam – ergänzt durch passende Zahnhygiene zuhause.
Antworten auf die meistgesuchten Fragen zur Haltung und Auswahl
Was Sie schon immer über den Alaskan Malamute wissen wollten
Ist der Alaskan Malamute mit anderen Hunden verträglich?
Grundsätzlich ja, besonders bei guter Sozialisierung. Dennoch ist der Malamute durchsetzungsstark und neigt bei schwacher Führung zur Dominanz. Gleichgeschlechtliche Rüdenkombinationen sind oft problematisch.
Kann man einen Alaskan Malamute in der Wohnung halten?
Nein, diese Rasse benötigt Platz, Auslauf und Rückzugsorte. Eine Haltung in Etagenwohnungen ist weder artgerecht noch empfehlenswert – ein Haus mit eingezäuntem Garten ist ideal.
Wie hoch sind die monatlichen Haltungskosten?
Je nach Region und Tierarztkosten liegen die monatlichen Ausgaben bei ca. 120 – 200 Euro. Darin enthalten sind Futter, Pflege, Versicherungen, Steuern und Rücklagen für den Tierarzt.
Ist der Alaskan Malamute ein Anfängerhund?
Definitiv nicht. Die Rasse ist eigenständig, kräftig, bewegungsintensiv und erfordert konsequente Führung sowie Erfahrung im Umgang mit nordischen Hunden.
Kann ein Alaskan Malamute ohne Leine laufen?
In offenem Gelände nur sehr eingeschränkt. Der Jagdtrieb ist stark ausgeprägt. Sichere Rückrufbarkeit ist bei dieser Rasse eher die Ausnahme als die Regel – Leine oder Schleppleine sind Standard.
Woran erkennt man einen seriösen Züchter?
Ein verantwortungsvoller Züchter legt Wert auf Gesundheitstests (z. B. HD, PRA, PN), sozialisierte Welpen, keine Abgabe unter 8 Wochen und einen langfristigen Austausch mit Käufern.
Ist der Malamute mit Kindern verträglich?
Ja – sofern Kinder respektvoll sind und klare Regeln gelten. Aufgrund seiner Größe und Kraft sollte die Interaktion immer beaufsichtigt werden, besonders bei kleinen Kindern.
Wie lange darf ein Alaskan Malamute allein bleiben?
Maximal 4–5 Stunden – und nur bei vorheriger Gewöhnung. Der Malamute ist sehr menschenbezogen und leidet unter Einsamkeit. Bei häufiger Abwesenheit ist diese Rasse nicht geeignet.
Gut informiert im Hundealltag – Ratgeber und Gesundheitswissen für Halter
Wichtige Themen für Halter von aktiven, robusten Hunderassen
Ein Alaskan Malamute stellt hohe Anforderungen an Haltung, Pflege und Sicherheit – und bringt viele Fragen im Alltag mit sich. Unsere vertiefenden Themen helfen Ihnen dabei, Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen, den Alltag sicher zu gestalten und das Verhalten Ihres Vierbeiners besser zu verstehen.
Hundekrankheiten
Große, nordische Rassen wie der Malamute sind besonders anfällig für Gelenkerkrankungen, Hautprobleme und genetische Störungen. In diesem Themenbereich erfahren Sie, wie Sie Symptome erkennen, richtig reagieren und mit regelmäßiger Vorsorge viel zur Gesundheit Ihres Hundes beitragen.
Hunderatgeber
Von Futter und Erziehung bis hin zur Auswahl passender Sportarten: Unser Hunderatgeber liefert Ihnen fundiertes Wissen für den Alltag mit einem kraftvollen und selbstständigen Hund. Die Beiträge richten sich an aktive Halter, die ihren Hund rassegerecht beschäftigen und sicher führen möchten.
Weiterführende Themen für verantwortungsvolle Hundebesitzer
Gerade bei kraftvollen Rassen wie dem Malamute ist es wichtig, auch rechtliche, gesundheitliche und versicherungstechnische Fragen im Blick zu behalten. Die folgenden Themen bieten Orientierung, Hintergrundwissen und praxisnahe Tipps.
Zusammenfassung
Der Alaskan Malamute ist eine Hunderasse für Menschen mit Erfahrung, Platz und Verantwortungsbewusstsein. Seine Herkunft aus der arktischen Wildnis prägt bis heute sein Wesen: kraftvoll, unabhängig, sozial, aber nicht unterwürfig. Wer einen Malamute hält, übernimmt nicht nur die Pflege eines prachtvollen Hundes, sondern die Verantwortung für Bewegung, klare Führung und rassespezifische Gesundheitsvorsorge. Der Malamute braucht täglich mehrere Stunden Auslauf, geistige Auslastung und soziale Nähe – sonst wird aus dem majestätischen Begleiter schnell ein überforderter Problemhund. Sein dichtes Fell, der starke Jagdtrieb und die hohe Eigenständigkeit machen ihn in vielen Alltagssituationen anspruchsvoll, aber für den richtigen Menschen ist er ein loyaler, ruhiger und verlässlicher Partner. Mit der richtigen Versicherung, fundierter Erziehung und einem gefestigten Umfeld lässt sich mit einem Alaskan Malamute ein harmonisches, aktives Leben führen – geprägt von gegenseitigem Respekt und tiefer Verbundenheit.
häufige Fragen
Wie oft sollte man einen Alaskan Malamute bürsten?
Mindestens zweimal pro Woche, im Fellwechsel täglich. Das dichte Doppelfell benötigt intensive Pflege, um Verfilzungen und Hautprobleme zu vermeiden.
Kann ein Alaskan Malamute auch im Sommer gehalten werden?
Ja – sofern er Zugang zu kühlen Rückzugsorten hat, nicht überfordert wird und körperliche Aktivität auf die Tageszeit abgestimmt wird. Hitze kann für nordische Rassen belastend sein.
Ist der Alaskan Malamute als Wachhund geeignet?
Eher nein. Zwar wirkt er abschreckend und ist aufmerksam, aber er bellt wenig und zeigt selten aggressives Territorialverhalten. Er ist eher ein Familienhund mit starker Bindung.
Wie lange kann ein Alaskan Malamute leben?
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 10 bis 14 Jahren. Voraussetzung dafür sind eine gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung, gute Pflege und regelmäßige tierärztliche Kontrollen.