Hun­de­haft­pflicht Pflicht: Alle 16 Bun­des­län­der im Über­blick

Wo die Pflicht gilt und was bei Umzug, Wel­pen und Lis­ten­hun­den zählt.

Junge Frau streichelt bei Sonnenuntergang einen Golden Retriever am See – Symbolbild für Hundehaftpflicht Pflicht

Wo ist die Hun­de­haft­pflicht gesetz­lich Pflicht?

Ob Sie eine Hun­de­haft­pflicht abschlie­ßen müs­sen, hängt nicht allein davon ab, wo Sie woh­nen. Auch Alter, Grö­ße, Ras­se oder eine behörd­li­che Gefähr­lich­keits­ein­stu­fung kön­nen bestim­men, ob und ab wann ein Nach­weis ver­langt wird. Beson­ders bei einem Umzug, einem neu auf­ge­nom­me­nen Hund oder nach einem Vor­fall kann sich Ihre recht­li­che Situa­ti­on des­halb ändern.

Die Über­sicht ord­net des­halb alle 16 Bun­des­län­der nach Pflicht­sta­tus und zeigt die jeweils beleg­ten gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen zu Ver­si­che­rungs­nach­weis, Min­dest­de­ckung und Beginn der Pflicht. So kön­nen Sie zuerst fest­stel­len, wel­che Regel für Ihren Hund gilt, und anschlie­ßend prü­fen, ob Ihr bestehen­der Ver­trag die Vor­ga­ben erfüllt. Für Son­der­fäl­le wie Lis­ten­hun­de oder einen Wohn­ort­wech­sel soll­ten Sie die Rege­lung Ihres Bun­des­lands vor dem nächs­ten Schritt kon­kret abglei­chen.

Das Wich­tigs­te im Über­blick

Umzug und Wohn­ort

Hun­de­haft­pflicht beim Bun­des­land­wech­sel prü­fen

Ein lau­fen­der Ver­si­che­rungs­ver­trag bleibt bei einem Umzug grund­sätz­lich bestehen, erfüllt aber nicht auto­ma­tisch die Vor­ga­ben des neu­en Bun­des­lands. Für den Nach­weis zählt daher mehr als eine vor­han­de­ne Poli­ce.

Das aktu­ell maß­geb­li­che Lan­des­recht bestimmt, wel­che Anfor­de­run­gen Ihre Hun­de­haft­pflicht erfül­len muss. Ein Tarif, der am bis­he­ri­gen Wohn­ort genüg­te, kann nach dem Umzug eine Anpas­sung bei Deckung oder Nach­weis erfor­dern. Bei gefähr­lich ein­ge­stuf­ten oder gro­ßen Hun­den kön­nen zusätz­li­che Vor­ga­ben gel­ten. Die Län­der­über­sicht zeigt, wel­che Rege­lung für Ihren neu­en Wohn­ort maß­geb­lich ist.

Hun­de­haft­pflicht: Pflicht in 7 von 16 Bun­des­län­dern

Stand Okto­ber 2026. Fah­ren Sie mit der Maus über ein Land, um die Regel zu sehen. Alle Län­der mit Min­dest­sum­men ste­hen in der Tabel­le dar­un­ter.

Deutschlandkarte: Hundehaftpflicht Pflicht nach Bundesland, Stand Oktober 2026 Pflicht für alle Hunde in Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen. Pflicht für gefährliche Hunde in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen. Keine gesetzliche Pflicht in Mecklenburg-Vorpommern. Stand Oktober 2026. Sachsen: nur für gefährliche HundeBayern: nur für gefährliche HundeRheinland-Pfalz: nur für gefährliche HundeSaarland: nur für gefährliche HundeSchleswig-Holstein: Pflicht für alle HundeNiedersachsen: Pflicht für alle HundeNordrhein-Westfalen: für gefährliche und große HundeBaden-Württemberg: nur für gefährliche HundeBrandenburg: nur für gefährliche HundeMecklenburg-Vorpommern: keine gesetzliche PflichtHessen: nur für gefährliche HundeThüringen: Pflicht für alle HundeSachsen-Anhalt: Pflicht für alle HundeBremen: Pflicht für alle HundeHamburg: Pflicht für alle HundeBerlin: Pflicht für alle Hunde

7Bun­des­län­der ver­lan­gen eine Haft­pflicht für jeden Hund

  • Pflicht für alle Hun­de (7)Ber­lin, Bre­men, Ham­burg, Nie­der­sach­sen, Sach­sen-Anhalt, Schles­wig-Hol­stein, Thü­rin­gen
  • Nur für gefähr­li­che Hun­de (8)Baden-Würt­tem­berg, Bay­ern, Bran­den­burg, Hes­sen, Nord­rhein-West­fa­len (auch gro­ße Hun­de), Rhein­land-Pfalz, Saar­land, Sach­sen
  • Kei­ne gesetz­li­che Pflicht (1)Meck­len­burg-Vor­pom­mern
Quel­le: Lan­des­hun­de­ge­set­ze und Hun­de­ver­ord­nun­gen der Län­der, Geset­zes­tex­te geprüft am 13.10.2026. Kar­ten­grund­la­ge: Natu­ral Earth. Alle Anga­ben ohne Gewähr, maß­geb­lich ist das Recht Ihres Bun­des­lan­des.
Hun­de­haft­pflicht Pflicht in allen 16 Bun­des­län­dern
Bun­des­landVer­si­che­rungs­pflichtGesetz­li­che Min­dest­sum­meHin­weis
Baden-Würt­tem­bergNur für gefähr­li­che Hun­dekei­ne Sum­me vor­ge­ge­benFür Kampf­hun­de in der Regel Vor­aus­set­zung der Hal­te­er­laub­nis
Bay­ernNur für gefähr­li­che Hun­dekei­ne Sum­me vor­ge­ge­benKei­ne lan­des­wei­te Pflicht, für Kampf­hun­de kann die Gemein­de eine Haft­pflicht ver­lan­gen
Ber­linPflicht für alle Hun­de1 Mio. € je Scha­den­fallAb Beginn der Hal­tung, Selbst­be­tei­li­gung höchs­tens 500 € im Jahr
Bran­den­burgNur für gefähr­li­che Hun­denicht bezif­fertFür als gefähr­lich ein­ge­stuf­te Hun­de
Bre­menPflicht für alle Hun­de500.000 € Per­so­nen, 250.000 € SachenSeit 10.07.2025 für jeden Hund ab Beginn der Hal­tung, seit 01.07.2026 Hun­de­füh­rer­schein für neu auf­ge­nom­me­ne Hun­de
Ham­burgPflicht für alle Hun­de1 Mio. € Per­so­nen und sons­ti­ge Schä­denSelbst­be­tei­li­gung höchs­tens 500 €, Wel­pen ab dem drit­ten Lebens­mo­nat
Hes­senNur für gefähr­li­che Hun­de500.000 € je Scha­den­fallFür gefähr­li­che Hun­de mit Hal­te­er­laub­nis
Meck­len­burg-Vor­pom­mernKei­ne gesetz­li­che Pflichtent­fälltKei­ne Pflicht, die Haf­tung nach § 833 BGB gilt trotz­dem
Nie­der­sach­senPflicht für alle Hun­de500.000 € Per­so­nen, 250.000 € SachenFür Hun­de älter als sechs Mona­te, Sach­kun­de­nach­weis für Erst­hal­ter
Nord­rhein-West­fa­lenGefähr­li­che und gro­ße Hun­de500.000 € Per­so­nen, 250.000 € sons­ti­geFür gefähr­li­che Hun­de, bestimm­te Ras­sen und gro­ße Hun­de ab 40 cm oder 20 kg
Rhein­land-PfalzNur für gefähr­li­che Hun­de500.000 € Per­so­nen, 250.000 € sons­ti­geFür gefähr­li­che Hun­de
Saar­landNur für gefähr­li­che Hun­de1 Mio. € Per­so­nen, 500.000 € SachenFür gefähr­li­che Hun­de
Sach­senNur für gefähr­li­che Hun­denicht bezif­fertFür als gefähr­lich ein­ge­stuf­te Hun­de
Sach­sen-AnhaltPflicht für alle Hun­de1 Mio. € Per­so­nen und Sachen, 50.000 € Ver­mö­genSpä­tes­tens drei Mona­te nach der Geburt
Schles­wig-Hol­steinPflicht für alle Hun­de500.000 € Per­so­nen, 250.000 € SachenSoll-Vor­schrift für Hun­de älter als drei Mona­te, für gefähr­li­che Hun­de zwin­gend
Thü­rin­genPflicht für alle Hun­de500.000 € Per­so­nen, 250.000 € sons­ti­geFür jeden Hund

Gesetz­li­che Anfor­de­run­gen

Was das Gesetz kon­kret ver­langt

Eine gesetz­li­che Ver­si­che­rungs­pflicht ist erst erfüllt, wenn der Ver­trag die Vor­ga­ben des jewei­li­gen Lan­des tat­säch­lich ein­hält. Behör­den kön­nen dafür einen Ver­si­che­rungs­nach­weis ver­lan­gen, etwa bei der Anmel­dung oder einer Kon­trol­le. Ent­schei­dend ist des­halb nicht nur, dass eine Poli­ce besteht, son­dern ob sie recht­lich genügt. Die kon­kre­ten Anfor­de­run­gen unter­schei­den sich nach Bun­des­land und las­sen sich anhand der jewei­li­gen gesetz­li­chen Vor­ga­ben direkt abglei­chen.

Gesetz­li­che Vor­ga­ben zur Hun­de­haft­pflicht, Stand 13.10.2026
Bun­des­landFür wenMin­dest­sum­meBeson­der­heitAb wannBuß­geld bis
Ber­linHun­deG Bln § 14, § 33jeder Hund1 Mio. € je Scha­den­fall für Per­so­nen- und Sach­schä­denSelbst­be­tei­li­gung höchs­tens 500 € im Jahrab Beginn der Hal­tung10.000 €
Bre­menBrem­Hun­deG § 6jeder Hund, seit 10.07.2025500.000 € Per­so­nen­schä­den, 250.000 € Sach­schä­denHun­de­füh­rer­schein für neu auf­ge­nom­me­ne Hun­de seit 01.07.2026ab Beginn der Hal­tung50.000 €
Ham­burgHun­deG HH § 12, § 13, § 27jeder Hund1 Mio. € für Per­so­nen- und sons­ti­ge Schä­denSelbst­be­tei­li­gung höchs­tens 500 €Wel­pen ab dem drit­ten Lebens­mo­nat50.000 €
Nie­der­sach­senNHundG § 5, § 18jeder Hund500.000 € Per­so­nen­schä­den, 250.000 € Sach­schä­denSach­kun­de­nach­weis für Erst­hal­terHun­de älter als sechs Mona­te10.000 €
Sach­sen-AnhaltHun­deG LSA § 2, § 16jeder Hund1 Mio. € Per­so­nen- und Sach­schä­den, 50.000 € Ver­mö­gens­schä­denals ein­zi­ges Land mit eige­ner Min­dest­sum­me für Ver­mö­gens­schä­denspä­tes­tens drei Mona­te nach der Geburt10.000 €
Schles­wig-Hol­steinHun­deG SH § 6, § 20jeder Hund als Soll-Vor­schrift, gefähr­li­che Hun­de zwin­gend500.000 € Per­so­nen­schä­den, 250.000 € Sach­schä­denob ein Buß­geld bei nor­ma­len Hun­den greift, ist umstrit­tenHun­de älter als drei Mona­te10.000 €
Thü­rin­genThür­Tier­GefG § 2jeder Hund500.000 € Per­so­nen­schä­den, 250.000 € sons­ti­ge Schä­denkein Min­dest­al­ter genanntab Beginn der Hal­tung10.000 €
Nord­rhein-West­fa­lenLHundG NRW § 5, § 11, § 20gefähr­li­che Hun­de, bestimm­te Ras­sen, gro­ße Hun­de ab 40 cm oder 20 kg500.000 € Per­so­nen­schä­den, 250.000 € sons­ti­ge Schä­dentrifft vie­le Fami­li­en­hun­de wie Labra­dor oder Schä­fer­hundab Beginn der Hal­tung100.000 €

Unse­re Ein­ord­nung: Die gesetz­li­chen Min­dest­sum­men erfül­len die Pflicht, schüt­zen aber schlecht. Ein schwe­rer Per­so­nen­scha­den mit Behand­lung, Ver­dienst­aus­fall und Ren­te über­steigt 500.000 € schnell, den Rest zah­len Sie selbst. Stif­tung Waren­test emp­fiehlt des­halb min­des­tens 10 Mio. €, auch je ver­letz­ter Per­son. Ach­ten Sie in Ber­lin und Ham­burg auch auf die Selbst­be­tei­li­gung: Tari­fe mit 750 oder 1.000 € erfül­len dort die Pflicht nicht.

Fund­stel­len unter dem jewei­li­gen Land. Alle Anga­ben ohne Gewähr, maß­geb­lich ist der aktu­el­le Geset­zes­text Ihres Bun­des­lan­des. Kei­ne Rechts­be­ra­tung.

Ein­stu­fung und Fol­gen

Gefähr­li­che Hun­de und Lis­ten­hun­de rich­tig ein­ord­nen

Gefähr­li­che Hun­de kön­nen je nach Bun­des­land wegen ihrer Ras­se oder auf­grund kon­kre­ten Ver­hal­tens ein­ge­stuft wer­den. Die Ein­stu­fung kann neben der Ver­si­che­rungs­pflicht wei­te­re behörd­li­che Auf­la­gen aus­lö­sen und beein­flusst, wel­che Ver­si­che­rer einen Hund anneh­men. Ein Lis­ten­hund ist des­halb nicht auto­ma­tisch mit jedem ver­hal­tens­auf­fäl­li­gen Hund gleich­zu­set­zen. Die maß­geb­li­chen Unter­schie­de las­sen sich nach Ein­stu­fungs­grund, Auf­la­gen und Ver­si­cher­bar­keit getrennt ein­ord­nen.

Gefähr­lich nach Ras­se: die Lis­ten­hun­de

Vie­le Län­der füh­ren Ras­se­lis­ten. Hun­de die­ser Ras­sen und ihre Misch­lin­ge gel­ten auto­ma­tisch oder bis zum bestan­de­nen Wesens­test als gefähr­lich. Wel­che Ras­sen das sind, unter­schei­det sich von Land zu Land, eine Über­sicht fin­den Sie auf der Sei­te Lis­ten­hun­de.

So funk­tio­nie­ren die Lis­ten

  • Kate­go­rie 1: Die Gefähr­lich­keit wird unwi­der­leg­bar ver­mu­tet, ein Wesens­test ändert dar­an nichts
  • Kate­go­rie 2: Die Gefähr­lich­keit wird ver­mu­tet, kann aber mit einem bestan­de­nen Wesens­test wider­legt wer­den
  • Bun­des­weit dür­fen Pit­bull-Ter­ri­er, Ame­ri­can Staf­ford­shire Ter­ri­er, Staf­ford­shire-Bull­ter­ri­er und Bull­ter­ri­er sowie ihre Kreu­zun­gen nicht nach Deutsch­land ein­ge­führt wer­den (HundVer­brEin­fG § 2)
  • Nie­der­sach­sen, Schles­wig-Hol­stein und Thü­rin­gen ver­zich­ten auf Ras­se­lis­ten und beur­tei­len nur das Ver­hal­ten

Was das für die Ver­si­che­rung heißt

Pflicht
in allen Län­dern mit Regeln für gefähr­li­che Hun­de
Min­dest­sum­me
meist 500.000 € für Per­so­nen­schä­den
Bei­trag
oft deut­lich höher, je nach Risi­koklas­se
Umzug
Lis­ten gel­ten je Land, ein Hund kann im neu­en Land anders ein­ge­stuft sein

Ehr­lich gesagt: Ob ein Hund auf einer Lis­te steht, sagt wenig über sein Ver­hal­ten. Für die Ver­si­che­rung zählt es trotz­dem, weil vie­le Anbie­ter Lis­ten­hun­de nur mit Zuschlag oder gar nicht anneh­men.

Gefähr­lich nach Ver­hal­ten: nach einem Vor­fall

Jeder Hund kann als gefähr­lich ein­ge­stuft wer­den, egal wel­cher Ras­se. Aus­lö­ser ist meist ein Beiß­vor­fall, eine Anzei­ge oder ein Hin­weis an das Ord­nungs­amt. Die Behör­de prüft den Fall und stellt die Gefähr­lich­keit per Bescheid fest.

Typi­sche Aus­lö­ser

  • Ihr Hund hat einen Men­schen gebis­sen, ohne dass er ange­grif­fen oder pro­vo­ziert wur­de
  • Ihr Hund hat einen ande­ren Hund gebis­sen und ver­letzt
  • Ihr Hund hat wie­der­holt Men­schen gefähr­lich ange­sprun­gen oder gehetzt
  • Ihr Hund hat Wild oder Nutz­tie­re geris­sen

Was dann pas­siert

Bescheid
Die Behör­de stellt die Gefähr­lich­keit fest, dage­gen ist Wider­spruch mög­lich
Auf­la­gen
ab dann wie bei Lis­ten­hun­den, sie­he Rei­ter Auf­la­gen
Ver­si­che­rung
Der Vor­fall ist ein Scha­den­fall, der Ver­si­che­rer darf danach kün­di­gen
Neu­er Ver­trag
jeder Anbie­ter fragt nach Vor­schä­den und Ein­stu­fung

Unser Rat nach einem Vor­fall: Mel­den Sie den Scha­den sofort Ihrem Ver­si­che­rer und kün­di­gen Sie nichts, bevor ein neu­er Ver­trag zuge­sagt ist. Gera­de in Pflicht-Län­dern darf zwi­schen zwei Ver­trä­gen kei­ne Lücke ent­ste­hen.

Auf­la­gen für gefähr­li­che Hun­de

Für gefähr­li­che Hun­de gel­ten deut­lich stren­ge­re Regeln als für ande­re Hun­de. Wel­che genau, legt jedes Land selbst fest. Die Lis­te zeigt, was in den meis­ten Län­dern ver­langt wird.

Häu­fi­ge Auf­la­gen

  • Erlaub­nis oder Anzei­ge der Hal­tung bei der Behör­de
  • Wesens­test des Hun­des und Sach­kun­de­nach­weis der Hal­te­rin oder des Hal­ters
  • Nach­weis der Zuver­läs­sig­keit, oft mit Füh­rungs­zeug­nis
  • Lei­nen- und Maul­korb­pflicht außer­halb der Woh­nung
  • Kenn­zeich­nung mit Mikro­chip und Haft­pflicht­ver­si­che­rung mit Min­dest­sum­me

Gut zu wis­sen

Haft­pflicht
in allen Län­dern mit Regeln für gefähr­li­che Hun­de Vor­aus­set­zung, in Bay­ern auf Anord­nung
NRW
zusätz­li­che Regeln für gro­ße Hun­de ab 40 cm oder 20 kg
Bre­men
seit 01.07.2026 Hun­de­füh­rer­schein für alle neu auf­ge­nom­me­nen Hun­de
Ver­stö­ße
Buß­geld und im Extrem­fall Hal­tungs­ver­bot

Wel­che Auf­la­gen in Ihrem Land gel­ten und wel­che Ver­si­che­rer Lis­ten­hun­de anneh­men, fin­den Sie auf der Sei­te Hun­de­haft­pflicht für Lis­ten­hun­de.

Wel­che Ver­si­che­rer gefähr­li­che Hun­de anneh­men

Die Haft­pflicht ist für gefähr­li­che Hun­de fast über­all Pflicht, aber nicht jeder Ver­si­che­rer nimmt sie an. Die Unter­schie­de zwi­schen den Anbie­tern sind hier grö­ßer als bei jedem ande­ren Punkt.

Anbie­ter im Über­blick

Dar­auf ach­ten

Sum­me
min­des­tens die gesetz­li­che, bes­ser 10 Mio. €
Selbst­be­tei­li­gung
in Ber­lin und Ham­burg höchs­tens 500 €
Vor­schä­den
immer voll­stän­dig ange­ben, sonst droht Leis­tungs­frei­heit
Antrag
nur bei Anbie­tern stel­len, die den Hund anneh­men

Jede Ableh­nung wird bei spä­te­ren Anträ­gen abge­fragt. Des­halb lohnt es sich, vor dem ers­ten Antrag zu klä­ren, wer Ihren Hund nimmt. Wir fra­gen gezielt bei pas­sen­den Anbie­tern an, ohne dass Sie sich über­all ein­zeln mel­den müs­sen.

Fol­gen feh­len­der Absi­che­rung

Was ohne Hun­de­haft­pflicht pas­sie­ren kann

Fehlt eine vor­ge­schrie­be­ne Hun­de­haft­pflicht, kann das recht­li­che und finan­zi­el­le Fol­gen haben, deren Umfang vom Bun­des­land und vom kon­kre­ten Scha­den abhängt. Beson­ders kri­tisch wird es, wenn ein Hund bereits behörd­li­chen Auf­la­gen unter­liegt oder tat­säch­lich einen Scha­den ver­ur­sacht. Ver­si­che­rungs­pflicht und per­sön­li­che Haf­tung sind dabei getrennt zu betrach­ten. Wel­che Fol­gen prak­tisch rele­vant wer­den, hängt des­halb von Ihrer kon­kre­ten Situa­ti­on ab.

Ohne Pflicht

Kei­ne Stra­fe, aber auch kein Schutz.

  • Kein Buß­geld, wo kei­ne Pflicht bestehtIn Meck­len­burg-Vor­pom­mern und für Hun­de, die nicht als gefähr­lich gel­ten, in Baden-Würt­tem­berg, Bay­ern, Bran­den­burg, Hes­sen, Rhein­land-Pfalz, im Saar­land und in Sach­sen droht ohne Ver­si­che­rung kei­ne Stra­fe. In Nord­rhein-West­fa­len gilt das für Hun­de unter 40 cm und 20 kg.Grund­la­ge: Lan­des­hun­de­ge­set­ze, Stand 13.10.2026
  • Die Haf­tung bleibt trotz­demDie Ver­si­che­rungs­pflicht ist nur eine Kon­trol­le. Für Schä­den haf­ten Sie in jedem Bun­des­land, auch dort, wo nie­mand nach dem Nach­weis fragt.Grund­la­ge: § 833 BGB

Buß­geld und Behör­de

In den Pflicht-Län­dern und bei gefähr­li­chen Hun­den.

  • Buß­geld in den Pflicht-Län­dernWer ohne Ver­si­che­rung erwischt wird, begeht eine Ord­nungs­wid­rig­keit. Der Rah­men liegt bei bis zu 10.000 € in Ber­lin, Nie­der­sach­sen, Sach­sen-Anhalt und Thü­rin­gen, bis zu 50.000 € in Ham­burg und Bre­men und bis zu 100.000 € in Nord­rhein-West­fa­len. In Schles­wig-Hol­stein ist ein Buß­geld für nor­ma­le Hun­de umstrit­ten.Grund­la­ge: Hun­deG Bln § 33, NHundG § 18, Hun­deG HH § 27, Brem­Hun­deG, LHundG NRW § 20
  • Die Behör­de erfährt von LückenEndet eine vor­ge­schrie­be­ne Hun­de­haft­pflicht, mel­det der Ver­si­che­rer das der zustän­di­gen Stel­le. Eine gekün­dig­te Poli­ce fällt also auch ohne Kon­trol­le auf.Grund­la­ge: § 117 Abs. 2 VVG
  • Bei gefähr­li­chen Hun­den steht mehr auf dem SpielFehlt die Ver­si­che­rung, kann die Behör­de die Erlaub­nis wider­ru­fen, die Hal­tung unter­sa­gen und den Hund im Extrem­fall sicher­stel­len. Für Hal­ter von Lis­ten­hun­den ist der Nach­weis des­halb Vor­aus­set­zung, den Hund über­haupt behal­ten zu dür­fen.Grund­la­ge: Lan­des­hun­de­ge­set­ze der Län­der

Haf­tung im Scha­den­fall

Gilt über­all und trifft Sie per­sön­lich.

  • Haf­tung ohne Ver­schul­den und ohne Ober­gren­zeSie zah­len für jeden Scha­den, den Ihr Hund ver­ur­sacht, auch wenn Sie nichts falsch gemacht haben. Eine Höchst­gren­ze gibt es nicht, gezahlt wird aus Ihrem Ein­kom­men und Ver­mö­gen.Grund­la­ge: § 833 BGB
  • Per­so­nen­schä­den kos­ten oft sechs­stel­ligBei einem schwe­ren Unfall kom­men Behand­lung, Schmer­zens­geld, Ver­dienst­aus­fall und bei blei­ben­den Schä­den eine lebens­lan­ge Ren­te zusam­men. Kran­ken­kas­se und Berufs­ge­nos­sen­schaft holen sich ihre Aus­ga­ben zusätz­lich von Ihnen zurück.Grund­la­ge: §§ 249, 253, 843 BGB, § 116 SGB X
  • Ein Urteil gilt 30 Jah­reRechts­kräf­tig fest­ge­stell­te For­de­run­gen ver­jäh­ren erst nach 30 Jah­ren. So lan­ge kann der Geschä­dig­te pfän­den las­sen, auch Lohn und Kon­to.Grund­la­ge: § 197 Abs. 1 Nr. 3 BGB

Unse­re Ein­ord­nung: Eine gute Hun­de­haft­pflicht kos­tet für die meis­ten Hun­de etwa 3 bis 8 € im Monat. Auch dort, wo sie nicht Pflicht ist, gibt es kaum eine güns­ti­ge­re Absi­che­rung gegen ein Risi­ko, das Sie über Jahr­zehn­te ver­fol­gen kann.

Schon ver­si­chert? Prü­fen Sie die Sum­me je ver­letz­ter Per­son. Älte­re Ver­trä­ge haben oft deut­lich nied­ri­ge­re Sum­men als heu­ti­ge Tari­fe, die Stif­tung Waren­test emp­fiehlt min­des­tens 10 Mio. €. Einen Ver­gleich von fünf Anbie­tern fin­den Sie auf unse­rer Sei­te zur Hun­de­hal­ter­haft­pflicht.

Recht und Nach­wei­se

Hun­de­haft­pflicht und wei­te­re Pflich­ten ein­ord­nen

Je nach Hund und Bun­des­land kön­nen neben der Ver­si­che­rung wei­te­re Nach­wei­se oder beson­de­re Auf­la­gen rele­vant wer­den. Die drei Ver­tie­fun­gen hel­fen, den eige­nen Fall gezielt ein­zu­ord­nen.

Frau mit gelber Jacke kniet auf einem Feldweg und streichelt einen Golden Retriever – beide wirken glücklich und vertraut.
Sach­kun­de­nach­weis

Der Sach­kun­de­nach­weis ist rele­vant, wenn das Lan­des­recht einen for­ma­len Kennt­nis­nach­weis für Hun­de­hal­ter ver­langt. Die Ziel­sei­te erklärt Vor­aus­set­zun­gen und Ein­ord­nung, damit Sie erken­nen, ob Sie betrof­fen sind.

Golden Retriever läuft an der Leine durch einen Agility-Parcours neben einer Person in Jeans – Training im Rahmen des Hundeführerscheins.
Hun­de­füh­rer­schein

Der Hun­de­füh­rer­schein betrifft je nach Bun­des­land unter­schied­li­che Pflich­ten und Nach­wei­se. Beson­ders in Bre­men und Nie­der­sach­sen spie­len eige­ne Vor­ga­ben eine Rol­le. Die Ziel­sei­te zeigt, wann der Nach­weis erfor­der­lich ist.

Mann hält Listenhund an kurzer Leine auf einer Promenade mit Blick auf die Stadt – der Hund trägt ein robustes Brustgeschirr.
Hun­de­haft­pflicht für Lis­ten­hun­de

Bei Lis­ten­hun­den kön­nen Hal­te­er­laub­nis, Wesens­test, Lei­nen­pflicht oder Maul­korb­pflicht hin­zu­kom­men. Die Ziel­sei­te ord­net die beson­de­ren Anfor­de­run­gen ein und zeigt, wor­auf Sie beim Ver­si­che­rungs­schutz ach­ten soll­ten.

Beson­de­re Lebens­si­tua­tio­nen

Son­der­fäl­le bei der Hun­de­haft­pflicht Pflicht

Beson­de­re Lebens­si­tua­tio­nen kön­nen neue Pflich­ten aus­lö­sen, obwohl der bestehen­de Ver­si­che­rungs­schutz unver­än­dert wei­ter­läuft. Rele­vant sind dabei vor allem Ände­run­gen bei Hal­ter, Hund oder behörd­li­cher Ein­stu­fung.

Bei Son­der­fäl­len ent­schei­det nicht der Ver­trag allein, son­dern die kon­kre­te Rechts­la­ge am Wohn­ort und die aktu­el­le Hal­tungs­si­tua­ti­on. Ein Wech­sel des Hal­ters, ein zusätz­li­cher Hund oder eine neue behörd­li­che Ein­stu­fung kann Anfor­de­run­gen ver­än­dern, die vor­her nicht gal­ten. Prü­fen Sie des­halb, wer recht­lich als Hal­ter gilt und wel­che Vor­ga­ben aktu­ell grei­fen. Die typi­schen Fall­kon­stel­la­tio­nen zei­gen, wor­auf Sie jeweils ach­ten soll­ten.

Situa­ti­on 1: Sie zie­hen mit Hund in ein ande­res Bun­des­land

Sie zie­hen mit Ihrem drei­jäh­ri­gen Labra­dor von Bay­ern nach Nie­der­sach­sen. In Bay­ern war kei­ne Hun­de­haft­pflicht vor­ge­schrie­ben, Sie haben trotz­dem eine.

Rechts­la­ge Recht des neu­en Wohn­orts

Ab der Anmel­dung gilt das nie­der­säch­si­sche Hun­de­ge­setz: Pflicht für jeden Hund über sechs Mona­te, min­des­tens 500.000 € für Per­so­nen- und 250.000 € für Sach­schä­den, dazu die Regis­trie­rung im zen­tra­len Hun­de­re­gis­ter.

Was Sie tun soll­ten vor dem Umzug

Prü­fen Sie, ob Ihre Poli­ce die neu­en Min­dest­sum­men erfüllt, und hal­ten Sie den Nach­weis für die Anmel­dung zur Hun­de­steu­er bereit. Tei­len Sie dem Ver­si­che­rer die neue Adres­se mit.

Ver­si­che­rung gilt wei­ter

Eine Hun­de­haft­pflicht gilt bun­des­weit. Sie brau­chen kei­nen neu­en Ver­trag, solan­ge die Sum­men rei­chen.

Ein­ord­nung: Der häu­figs­te Feh­ler beim Umzug: ein alter Ver­trag mit zu nied­ri­ger Sum­me oder, beim Umzug nach Ber­lin oder Ham­burg, mit mehr als 500 € Selbst­be­tei­li­gung. Bei­des erfüllt die Pflicht im neu­en Land nicht.

Grund­la­ge: NHundG § 5, Hun­deG Bln § 14, Hun­deG HH § 12

Situa­ti­on 2: Sie holen einen Wel­pen ab

Mit acht Wochen holen Sie Ihren Wel­pen beim Züch­ter ab. Was Sie in der ers­ten Zeit noch absi­chern soll­ten, lesen Sie bei der Wel­pen­ver­si­che­rung.

Rechts­la­ge je nach Land

In Ber­lin, Bre­men und Thü­rin­gen gilt die Pflicht ab Beginn der Hal­tung, in Ham­burg, Sach­sen-Anhalt und Schles­wig-Hol­stein ab etwa drei Mona­ten, in Nie­der­sach­sen ab sechs Mona­ten.

Was Sie tun soll­ten ab Abho­lung

Schlie­ßen Sie die Haft­pflicht zum Abhol­tag ab, auch wenn Ihr Land sie erst spä­ter ver­langt. Ein Wel­pe zer­beißt, springt an und läuft vor Fahr­rä­der.

Ver­si­che­rung Züch­ter-Schutz endet

Die Mit­ver­si­che­rung über das Mut­ter­tier endet mit der Über­ga­be. Ab dann haf­ten Sie als neu­er Hal­ter allein.

Ein­ord­nung: Wel­pen sind in der Haft­pflicht meist güns­tig ein­ge­stuft. Es gibt kei­nen guten Grund, die ers­ten Mona­te ohne Schutz zu über­brü­cken, auch dort nicht, wo das Gesetz es erlau­ben wür­de.

Grund­la­ge: Hun­deG Bln § 14, Brem­Hun­deG § 6, Hun­deG HH § 12, Hun­deG LSA § 2, Hun­deG SH § 6, NHundG § 5

Situa­ti­on 3: Sie über­neh­men einen Tier­schutz­hund

Über einen Ver­ein kommt ein zwei­jäh­ri­ger Misch­ling aus Rumä­ni­en zu Ihnen, zunächst als Pfle­ge­hund, spä­ter wol­len Sie ihn behal­ten. Die Ras­se ist unklar, er sieht einem Staf­ford­shire ähn­lich. Was das bedeu­ten kann, steht auf der Sei­te Lis­ten­hun­de.

Rechts­la­ge Wer Hal­ter ist, zählt

Solan­ge der Hund als Pfle­ge­hund beim Ver­ein bleibt, ist oft noch der Ver­ein Hal­ter. Mit der Über­nah­me wer­den Sie Hal­ter und damit ver­si­che­rungs­pflich­tig.

Was Sie tun soll­ten Ras­se klä­ren

Las­sen Sie die Ras­se mög­lichst tier­ärzt­lich ein­schät­zen. Gilt der Hund als Misch­ling einer Lis­ten­ras­se, grei­fen Auf­la­gen, und vier Ras­sen samt Kreu­zun­gen dür­fen gar nicht ein­ge­führt wer­den.

Ver­si­che­rung Anga­ben genau prü­fen

Ver­si­che­rer fra­gen nach der Ras­se. Geben Sie an, was bekannt ist, fal­sche Anga­ben kön­nen den Schutz kos­ten.

Ein­ord­nung: Klä­ren Sie mit dem Ver­ein vor­ab, wer in der Pfle­ge­zeit haf­tet und ver­si­chert ist. Vie­le Ver­ei­ne haben eine eige­ne Haft­pflicht für Pfle­ge­hun­de, ab der Über­nah­me brau­chen Sie Ihre eige­ne.

Grund­la­ge: HundVer­brEin­fG § 2, Lan­des­hun­de­ge­set­ze

Situa­ti­on 4: Sie machen Urlaub in einem Pflicht-Land

Sie woh­nen in Meck­len­burg-Vor­pom­mern und ver­brin­gen mit Ihrem Hund zwei Wochen in Ham­burg. Tipps für die Rei­se fin­den Sie unter Urlaub mit Hund.

Rechts­la­ge vor Ort gel­ten Regeln

Die Ver­si­che­rungs­pflicht knüpft in der Regel an die Hal­tung im Land, also an den Wohn­sitz. Regeln zum Füh­ren von Hun­den wie Lei­nen­pflicht und Auf­la­gen für gefähr­li­che Hun­de gel­ten dage­gen für alle, die mit Hund im Land unter­wegs sind.

Was Sie tun soll­ten vor­ab infor­mie­ren

Prü­fen Sie die Lei­nen- und Maul­korb­re­geln am Urlaubs­ort, gera­de in Städ­ten und Natur­schutz­ge­bie­ten.

Ver­si­che­rung ohne Poli­ce vol­les Risi­ko

Ein Scha­den in der Feri­en­woh­nung oder am Strand wird nach den­sel­ben Regeln abge­rech­net wie zu Hau­se. Ohne Ver­si­che­rung zah­len Sie selbst.

Ein­ord­nung: Gera­de im Urlaub ent­ste­hen Schä­den an frem­den Sachen, etwa in Feri­en­woh­nun­gen. Ach­ten Sie dar­auf, dass Ihr Tarif Miet­sach­schä­den in Feri­en­un­ter­künf­ten ein­schließt, das ist nicht in jedem Tarif selbst­ver­ständ­lich.

Grund­la­ge: § 833 BGB, Lan­des­hun­de­ge­set­ze

Situa­ti­on 5: Ihr Hund wird nach einem Vor­fall als gefähr­lich ein­ge­stuft

Ihr Hund beißt im Park einen ande­ren Hund schwer. Der Hal­ter zeigt Sie an, das Ord­nungs­amt lei­tet ein Ver­fah­ren ein und stuft Ihren Hund als gefähr­lich ein.

Rechts­la­ge Auf­la­gen wie bei Lis­ten­hun­den

Ab dem Bescheid gel­ten die Regeln für gefähr­li­che Hun­de, je nach Land Erlaub­nis, Wesens­test, Lei­nen- und Maul­korb­pflicht und eine Haft­pflicht mit Min­dest­sum­me, auch in Län­dern ohne all­ge­mei­ne Pflicht.

Was Sie tun soll­ten Frist beach­ten

Mel­den Sie den Scha­den sofort Ihrem Ver­si­che­rer. Gegen den Bescheid kön­nen Sie Wider­spruch ein­le­gen, dafür gel­ten kur­ze Fris­ten.

Ver­si­che­rung Kün­di­gung mög­lich

Der Ver­si­che­rer zahlt den Scha­den, darf aber danach kün­di­gen. Kün­di­gen Sie selbst nichts, bevor ein neu­er Ver­trag zuge­sagt ist.

Ein­ord­nung: Ein Wider­spruch mit anwalt­li­cher Hil­fe kann teu­er wer­den. Eini­ge Hun­de­haft­pflicht-Tari­fe ent­hal­ten einen Tier­hal­ter-Rechts­schutz, sonst hilft eine bestehen­de Rechts­schutz­ver­si­che­rung, wenn sie den Ver­wal­tungs­rechts­schutz ein­schließt.

Grund­la­ge: Lan­des­hun­de­ge­set­ze, § 833 BGB

Situa­ti­on 6: Ein zwei­ter Hund zieht ein

Zu Ihrer Hün­din kommt ein zwei­ter Hund dazu. Sie woh­nen in Thü­rin­gen, wo jeder Hund ver­si­chert sein muss.

Rechts­la­ge Pflicht gilt je Hund

Die Ver­si­che­rungs­pflicht gilt für jeden Hund ein­zeln, mit der vol­len Min­dest­sum­me. Ein Ver­trag für den ers­ten Hund deckt den zwei­ten nicht auto­ma­tisch.

Was Sie tun soll­ten ab Ein­zug ver­si­chern

Mel­den Sie den zwei­ten Hund vor dem Ein­zug bei Ihrem Ver­si­che­rer an oder schlie­ßen Sie einen eige­nen Ver­trag ab, und mel­den Sie ihn zur Hun­de­steu­er an.

Ver­si­che­rung teils mit Rabatt

Eini­ge Anbie­ter geben für wei­te­re Hun­de im Haus­halt einen Nach­lass, ande­re nicht. Ein Ver­gleich lohnt, weil sich Bei­trä­ge und Rabat­te deut­lich unter­schei­den.

Ein­ord­nung: Prü­fen Sie beim zwei­ten Hund auch die Ras­se: Ist er grö­ßer oder gilt er als gefähr­lich, kann die Risi­koklas­se höher sein als beim ers­ten. Den Bei­trag für bei­de sehen Sie im Rech­ner.

Grund­la­ge: Thür­Tier­GefG § 2

Ihr Fall ist nicht dabei? Beschrei­ben Sie uns kurz Ihre Situa­ti­on, wir klä­ren, was in Ihrem Bun­des­land gilt und wel­cher Tarif passt. Alle Anbie­ter im Ver­gleich fin­den Sie auf unse­rer Sei­te zur Hun­de­hal­ter­haft­pflicht.

Nach­wei­se für Hal­ter

Hun­de­füh­rer­schein und Sach­kun­de

Neben der Ver­si­che­rung ver­lan­gen zwei Län­der einen Nach­weis, dass Sie mit Ihrem Hund umge­hen kön­nen. In Nie­der­sach­sen braucht jeder, der zum ers­ten Mal einen Hund hält, einen Sach­kun­de­nach­weis: die theo­re­ti­sche Prü­fung vor der Anschaf­fung, die prak­ti­sche im ers­ten Jahr der Hal­tung. In Bre­men gilt seit dem 1. Juli 2026 ein Hun­de­füh­rer­schein für alle, die neu einen Hund auf­neh­men, Hal­ter mit einem Hund aus der Zeit davor sind davon grund­sätz­lich nicht betrof­fen.

In Ber­lin und Ham­burg ist ein sol­cher Nach­weis frei­wil­lig, er lohnt sich trotz­dem. In Ber­lin befreit die Sach­kun­de­be­schei­ni­gung von der all­ge­mei­nen Lei­nen­pflicht, in Ham­burg die bestan­de­ne Gehor­sams­prü­fung. Für Hal­ter gefähr­li­cher Hun­de ist die Sach­kun­de in fast allen Län­dern Pflicht, meist zusam­men mit Wesens­test und Erlaub­nis. Was die Prü­fun­gen ver­lan­gen, was sie kos­ten und wo Sie sie able­gen, lesen Sie auf den Sei­ten Hun­de­füh­rer­schein und Sach­kun­de­nach­weis.

Wich­tig für die Ver­si­che­rung: Kein Hun­de­füh­rer­schein und kei­ne Sach­kun­de erset­zen die Hun­de­haft­pflicht. Auch der bes­tens aus­ge­bil­de­te Hund kann erschre­cken, los­rei­ßen oder beim Spiel einen Men­schen umwer­fen, und dann haf­ten Sie nach § 833 BGB genau­so wie jeder ande­re Hal­ter. Der Nach­weis senkt das Risi­ko eines Scha­dens, die Ver­si­che­rung zahlt, wenn er trotz­dem pas­siert.

Kla­re Ant­wor­ten zu Bun­des­län­dern, Min­dest­sum­men, Wel­pen, Umzug und gefähr­li­chen Hun­den

Hun­de­haft­pflicht Pflicht nach Bun­des­land: häu­fi­ge Fra­gen

In sie­ben Bun­des­län­dern ist die Hun­de­haft­pflicht für alle Hun­de vor­ge­schrie­ben: Ber­lin, Bre­men, Ham­burg, Nie­der­sach­sen, Sach­sen-Anhalt, Schles­wig-Hol­stein und Thü­rin­gen. Schles­wig-Hol­stein for­mu­liert die Pflicht für nicht gefähr­li­che Hun­de als Soll-Vor­schrift, für gefähr­li­che Hun­de gilt sie zwin­gend. In acht wei­te­ren Län­dern betrifft die Pflicht gefähr­li­che Hun­de, in Nord­rhein-West­fa­len zusätz­lich gro­ße Hun­de. Meck­len­burg-Vor­pom­mern kennt kei­ne gesetz­li­che Ver­si­che­rungs­pflicht.

Seit dem 10. Juli 2025 muss in Bre­men jeder Hund ab Beginn der Hal­tung haft­pflicht­ver­si­chert sein. Vor­ge­schrie­ben sind min­des­tens 500.000 Euro für Per­so­nen­schä­den und 250.000 Euro für Sach­schä­den. Seit dem 1. Juli 2026 benö­ti­gen Per­so­nen, die neu einen Hund auf­neh­men, zusätz­lich einen Hun­de­füh­rer­schein. Wer sei­nen Hund bereits vor­her gehal­ten hat, muss die­sen grund­sätz­lich nicht nach­ho­len.

Nein, in Bay­ern besteht kei­ne lan­des­wei­te Pflicht zur Hun­de­haft­pflicht für jeden Hund. Bei Kampf­hun­den kann die Gemein­de die Hal­te­er­laub­nis jedoch vom Nach­weis einer Hun­de­haft­pflicht abhän­gig machen. Ent­schei­dend ist des­halb die kon­kre­te behörd­li­che Auf­la­ge am Wohn­ort. Unab­hän­gig von einer Ver­si­che­rungs­pflicht haf­tet der Hun­de­hal­ter nach § 833 BGB für Schä­den, die sein Hund ver­ur­sacht.

Ja, in Nord­rhein-West­fa­len gilt die Hun­de­haft­pflicht für gefähr­li­che Hun­de, Hun­de bestimm­ter Ras­sen und gro­ße Hun­de. Als groß gel­ten Hun­de ab 40 Zen­ti­me­tern Schul­ter­hö­he oder 20 Kilo­gramm Gewicht. Die gesetz­li­che Min­dest­de­ckung beträgt 500.000 Euro für Per­so­nen­schä­den und 250.000 Euro für sons­ti­ge Schä­den. Damit kön­nen auch ver­brei­te­te Fami­li­en­hun­de unter die Ver­si­che­rungs­pflicht fal­len.

Ja, in Baden-Würt­tem­berg ist eine Hun­de­haft­pflicht bei Kampf­hun­den und gefähr­lich ein­ge­stuf­ten Hun­den in der Regel Vor­aus­set­zung für die Hal­te­er­laub­nis. Eine gesetz­li­che Min­dest­sum­me schreibt die Poli­zei­ver­ord­nung dort nicht vor. Für ande­re Hun­de besteht kei­ne all­ge­mei­ne lan­des­wei­te Ver­si­che­rungs­pflicht. Die Tier­hal­ter­haf­tung nach § 833 BGB bleibt davon unbe­rührt.

Die gesetz­li­che Deckungs­sum­me rich­tet sich nach dem Bun­des­land und ist nicht bun­des­weit ein­heit­lich. Häu­fig ver­langt wer­den 500.000 Euro für Per­so­nen­schä­den und 250.000 Euro für Sach­schä­den oder sons­ti­ge Schä­den. Ber­lin und Ham­burg ver­lan­gen 1 Mil­li­on Euro, Sach­sen-Anhalt 1 Mil­li­on Euro für Per­so­nen und Sach­schä­den. Stif­tung Waren­test emp­fiehlt unab­hän­gig davon min­des­tens 10 Mil­lio­nen Euro Deckung.

Das vor­ge­schrie­be­ne Alter hängt vom Bun­des­land ab. In Ber­lin, Bre­men und Thü­rin­gen gilt die Pflicht ab Beginn der Hal­tung, in Sach­sen-Anhalt spä­tes­tens drei Mona­te nach der Geburt. Ham­burg und Schles­wig-Hol­stein knüp­fen an etwa drei Mona­te an, Nie­der­sach­sen an Hun­de über sechs Mona­te. Wer einen Wel­pen über­nimmt, soll­te des­halb den Ver­si­che­rungs­be­ginn am Wohn­ort kon­kret prü­fen.

Wer in einem Pflicht-Land kei­nen vor­ge­schrie­be­nen Haft­pflicht­schutz hat, begeht regel­mä­ßig eine Ord­nungs­wid­rig­keit und ris­kiert behörd­li­che Maß­nah­men. Die Buß­geld­rah­men rei­chen je nach Bun­des­land von bis zu 10.000 Euro in meh­re­ren Län­dern bis zu 100.000 Euro in Nord­rhein-West­fa­len. Zusätz­lich kann die Behör­de die Hal­tung unter­sa­gen. Ver­ur­sacht der Hund einen Scha­den, haf­tet der Hal­ter unab­hän­gig davon per­sön­lich.

Mit einem Umzug gilt für Sie das Hun­de­recht des neu­en Bun­des­lands. Zie­hen Sie etwa aus Bay­ern nach Bre­men, kann dadurch erst­mals eine all­ge­mei­ne Hun­de­haft­pflicht Pflicht ent­ste­hen. Prü­fen Sie vor der Anmel­dung, ob Ihre Poli­ce die dor­ti­gen Vor­ga­ben erfüllt und ob Ihr Hund im neu­en Land anders ein­ge­stuft wird. Ras­se­lis­ten und Auf­la­gen unter­schei­den sich zwi­schen den Län­dern.

Nein, eine Pri­vat­haft­pflicht erfüllt die gesetz­li­che Hun­de­haft­pflicht Pflicht nicht. Für Hun­de brau­chen Sie eine eige­ne Hun­de­haft­pflicht, die die Vor­ga­ben des jewei­li­gen Bun­des­lands erfüllt. Zah­me Klein­tie­re wie Kat­zen, Kanin­chen oder Meer­schwein­chen sind dage­gen meist über die Pri­vat­haft­pflicht mit­ver­si­chert. Ent­schei­dend ist des­halb, dass Ihr Hund aus­drück­lich über einen eige­nen Haft­pflicht­ver­trag abge­si­chert ist.

Pflicht und Schutz

Pflicht erfüllt, reicht der Hun­de­haft­pflicht Tarif?

Ein pflicht­kon­for­mer Tarif kann die gesetz­li­chen Vor­ga­ben erfül­len und trotz­dem wich­ti­ge Leis­tungs­un­ter­schie­de auf­wei­sen. Für die tat­säch­li­che Absi­che­rung zäh­len des­halb auch die Ver­trags­be­din­gun­gen und Begren­zun­gen im Scha­den­fall. Gera­de bei hohen Per­so­nen­schä­den kann eine gesetz­li­che Min­dest­de­ckung schnel­ler aus­ge­schöpft sein, als vie­le erwar­ten. Ein genau­er Tarif­ver­gleich zeigt, wie weit der Schutz über die rei­ne Pflicht­er­fül­lung hin­aus­geht.

Rechen­bei­spiel: ein schwe­rer Per­so­nen­scha­den

Ihr Hund läuft auf einem Rad­weg plötz­lich vor eine Rad­fah­re­rin. Sie stürzt, erlei­det eine schwe­re Kopf­ver­let­zung und kann ihren Beruf danach nicht mehr aus­üben. Sie ist 40 Jah­re alt.

Typi­sche For­de­run­gen, gerun­det
Behand­lung, Kli­nik und Reha180.000 €
Schmer­zens­geld150.000 €
Ver­dienst­aus­fall und Ren­te bis zum Ren­ten­al­ter600.000 €
Umbau der Woh­nung und Pfle­ge­mehr­be­darf120.000 €
Gesamt­for­de­rung1.050.000 €
Gesamt­for­de­rung
1.050.000 €
Gesetz­li­che Min­dest­sum­me, z. B. Nie­der­sach­sen
500.000 €
Das zah­len Sie selbst
550.000 €

Mit einer Deckungs­sum­me von 10 Mio. € wäre der­sel­be Scha­den voll­stän­dig bezahlt. Der Unter­schied im Bei­trag liegt bei den meis­ten Anbie­tern bei weni­gen Euro im Jahr.

Wor­an Sie einen guten Tarif erken­nen

  • Min­des­tens 10 Mio. € Deckungs­sum­me, und zwar auch für eine ein­zel­ne ver­letz­te Per­son
  • Miet­sach­schä­den an Woh­nung und Feri­en­un­ter­kunft mit aus­rei­chen­der Sum­me
  • Schutz in Hun­de­schu­le, Hun­de­ver­ein und beim Hun­de­sport
  • For­de­rungs­aus­fall, falls ein ande­rer Hun­de­hal­ter Ihnen nicht zah­len kann
  • In Ber­lin und Ham­burg eine Selbst­be­tei­li­gung von höchs­tens 500 €

Tari­fe im Ver­gleich

  • Hundehalterhaftpflicht | Pflicht Alle Anbie­ter im Ver­gleich

    Hun­de­hal­ter­haft­pflicht

    Fünf Tari­fe mit Wer­ten aus den Bedin­gun­gen und einer ehr­li­chen Emp­feh­lung je Situa­ti­on.

    Hun­de­hal­ter­haft­pflicht
  • Cleos Hundehalterhaftpflicht | Pflicht Bis 50 Mio. €, 24 Mona­te Wel­pen­schutz

    Cle­os Welt

    Drei Stu­fen, im Rund­um Plus mit Rechts­schutz und Best-Leis­tungs-Garan­tie. Die Basis liegt unter dem Waren­test-Grund­schutz.

    Cle­os Welt Hun­de­haft­pflicht
  • HanseMerkur Hundehaftpflicht | Pflicht Alle Ras­sen ver­si­cher­bar

    Han­se­Mer­kur

    Schon in der Stu­fe Kom­fort 15 Mio. € je ver­letz­ter Per­son, im Pre­mi­um plus Miet­sach­schä­den bis 50 Mio. €.

    Han­se­Mer­kur Hun­de­haft­pflicht
  • Haftpflichtkasse Hundehaftpflicht | Pflicht Aus­fall­de­ckung ohne Min­dest­scha­den

    Haft­pflicht­kas­se

    Miet­sach­schä­den bis zur Ver­si­che­rungs­sum­me, Opfer­schutz 50.000 € und Tier­hal­ter-Rechts­schutz inklu­si­ve.

    Haft­pflicht­kas­se Hun­de­haft­pflicht
  • NV Versicherungen Hundehaftpflicht | Pflicht Bis 50 Mio. €

    NV-Ver­si­che­run­gen

    Miet­sach­schä­den an Gebäu­den bis 50 Mio. €, Wel­pen bis 18 Mona­te. 17 Ras­sen sind aus­ge­schlos­sen.

    NV-Ver­si­che­run­gen Hun­de­haft­pflicht
  • Asspario DogVers Hundehaftpflicht | Pflicht Alle Lis­ten­hun­de im Exklu­siv

    ass­pa­rio

    15 Mio. € je ver­letz­ter Per­son schon im Kom­fort, im Exklu­siv alle Lis­ten­hun­de und Rechts­schutz bis 500.000 €.

    ass­pa­rio Hun­de­haft­pflicht

Ihren Bei­trag berech­nen: Im Ver­gleichs­rech­ner sehen Sie die Tari­fe für Ihren Hund mit Preis. Bei Lis­ten­hun­den, Vor­schä­den oder einem Umzug in ein Pflicht-Land bera­ten wir Sie gern per­sön­lich.

Hun­de­haft­pflicht ver­glei­chen

Schutz pas­send erwei­tern

Hun­de­haft­pflicht und wei­te­re Absi­che­rung gezielt wäh­len

Nach der recht­li­chen Ein­ord­nung lohnt der Blick auf die pas­sen­de Absi­che­rung für Haf­tungs­ri­si­ken, Tier­arzt­kos­ten und den Start mit einem jun­gen Hund.

Frau trainiert mit Hund auf einer Wiese beim Sonnenuntergang – Symbolbild für verantwortungsvolle Hundehalter und Haftpflichtschutz
Hun­de­haft­pflicht

Die Hun­de­haft­pflicht Ziel­sei­te kon­zen­triert sich auf Leis­tungs­um­fang, Deckungs­sum­men, Miet­sach­schä­den und Tarif­ver­gleich. Sie hilft Ihnen, den gesetz­li­chen Min­dest­schutz von einem ver­trag­lich stär­ke­ren Schutz zu unter­schei­den.

Zwei Hunde rennen über eine blühende Wiese – spielerisch, lebendig und frei. Symbolbild für abgesicherte Gesundheit durch eine Hundversicherung.
Hun­de­ver­si­che­rung

Die Hun­de­ver­si­che­rung ord­net Haft­pflicht, OP Ver­si­che­rung und Kran­ken­ver­si­che­rung als unter­schied­li­che Absi­che­rungs­be­rei­che ein. Sie zeigt, wel­che Ver­trags­merk­ma­le wie War­te­zei­ten, Selbst­be­tei­li­gung und Leis­tungs­gren­zen je nach Bedarf rele­vant sind.

Junge Frau hält Husky-Welpen im Arm, passend zur Welpenversicherung und frühen Absicherung
Wel­pen­ver­si­che­rung

Bei einem Wel­pen zählt der Zeit­punkt des Abschlus­ses beson­ders, weil Gesund­heits­an­ga­ben und War­te­zei­ten den spä­te­ren Schutz beein­flus­sen kön­nen. Die Ziel­sei­te ord­net Haft­pflicht, OP Schutz und Kran­ken­ver­si­che­rung für jun­ge Hun­de ein.

Hun­de­haft­pflicht Pflicht rich­tig ein­ord­nen

Die Hun­de­haft­pflicht Pflicht rich­tet sich nach dem jewei­li­gen Lan­des­recht und kann je nach Hund, Wohn­ort und behörd­li­cher Ein­stu­fung unter­schied­lich grei­fen. Ent­schei­dend ist des­halb, ob Ihr Ver­trag die kon­kre­ten gesetz­li­chen Vor­ga­ben erfüllt und zugleich aus­rei­chend Schutz für mög­li­che Schä­den bie­tet.

Die gesetz­li­che Min­dest­de­ckung bil­det nur die recht­li­che Unter­gren­ze. Prü­fen Sie daher zusätz­lich Deckungs­sum­me, Selbst­be­tei­li­gung und wich­ti­ge Leis­tungs­be­rei­che Ihres Tarifs, beson­ders wenn sich Ihre Wohn­si­tua­ti­on ändert oder für Ihren Hund beson­de­re Auf­la­gen gel­ten. Bei unkla­ren Fäl­len lohnt eine indi­vi­du­el­le Prü­fung, bevor Sie einen bestehen­den Ver­trag ändern oder kün­di­gen.

Wei­te­re Fra­gen zur Hun­de­haft­pflicht Pflicht

Ich habe einen Lis­ten­hund. Wel­che Pflich­ten habe ich?

Je nach Bun­des­land gel­ten für Lis­ten­hun­de zusätz­li­che Pflich­ten wie Hal­te­er­laub­nis, Wesens­test, Sach­kun­de­nach­weis und eine Hun­de­haft­pflicht mit vor­ge­schrie­be­ner Min­dest­de­ckung. Häu­fig kom­men Lei­nen­pflicht und Maul­korb­pflicht hin­zu. Nicht jeder Ver­si­che­rer nimmt jede Ras­se an, des­halb soll­te die Annah­me vor dem Antrag geklärt wer­den. Maß­geb­lich sind immer die Regeln des Bun­des­lands, in dem der Hund gehal­ten wird.

Ein Tarif erfüllt die Pflicht sicher nur, wenn er alle gesetz­li­chen Vor­ga­ben Ihres Bun­des­lands ein­hält. Dazu gehö­ren die gefor­der­te Min­dest­de­ckung und, wo vor­ge­schrie­ben, wei­te­re Bedin­gun­gen wie eine begrenz­te Selbst­be­tei­li­gung. Für den tat­säch­li­chen Schutz reicht das gesetz­li­che Mini­mum nicht zwin­gend aus. Stif­tung Waren­test emp­fiehlt min­des­tens 10 Mil­lio­nen Euro Deckung, auch je ver­letz­ter Per­son.

Nach einer behörd­li­chen Ein­stu­fung als gefähr­li­cher Hund gel­ten je nach Bun­des­land zusätz­li­che Auf­la­gen und häu­fig eine ver­schärf­te Ver­si­che­rungs­pflicht. Mel­den Sie einen vor­aus­ge­gan­ge­nen Scha­den voll­stän­dig Ihrem Ver­si­che­rer und kün­di­gen Sie kei­nen bestehen­den Ver­trag, bevor ein neu­er Schutz ver­bind­lich zuge­sagt ist. Man­che Ver­si­che­rer kün­di­gen nach einem Scha­den­fall oder leh­nen gefähr­lich ein­ge­stuf­te Hun­de bei einem Neu­ab­schluss ab.

Ja, in Pflicht-Län­dern müs­sen Sie den Ver­si­che­rungs­schutz gegen­über der zustän­di­gen Stel­le nach­wei­sen kön­nen. Der Ver­si­che­rungs­nach­weis wird häu­fig bei der Anmel­dung zur Hun­de­steu­er oder auf Anfor­de­rung des Ord­nungs­amts ver­langt. Dafür dient in der Regel eine Ver­si­che­rungs­be­stä­ti­gung oder die Poli­ce. Bewah­ren Sie den Nach­weis so auf, dass Sie ihn bei einer behörd­li­chen Kon­trol­le kurz­fris­tig vor­le­gen kön­nen.

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