Nor­wich Ter­ri­er: klei­ner Jagd­hund mit gro­ßem Cha­rak­ter

Wesen, Pfle­ge­auf­wand und typi­sche Gesund­heits­the­men.

Norwich Terrier mit kurzem, hellbraunem Fell steht aufmerksam auf einer Wiese und schaut fröhlich nach vorne

Nor­wich Ter­ri­er im Über­blick: Wesen, Hal­tung, Pfle­ge und Gesund­heit

Der Nor­wich Ter­ri­er ist klein, robust und oft erstaun­lich selbst­be­wusst. Genau das macht ihn so beliebt, kann im All­tag aber auch for­dern. Wer sich für die­se Hun­de­ras­se inter­es­siert, soll­te nicht nur auf das nied­li­che Äuße­re schau­en, son­dern auf das Gesamt­pa­ket: Tem­pe­ra­ment, Jagd­trieb, Erzie­hung und die Fra­ge, wie gut der Hund in den eige­nen Tages­ab­lauf passt. Vie­le Nor­wich Ter­ri­er sind men­schen­be­zo­gen und lern­freu­dig, gleich­zei­tig typisch Ter­ri­er mit eige­ner Mei­nung. Das klappt am bes­ten, wenn Sie kla­re Regeln set­zen, regel­mä­ßig beschäf­ti­gen und früh an Ruhe, Rück­ruf und Lei­nen­füh­rig­keit arbei­ten.

Auch Pfle­ge und Gesund­heit gehö­ren zur ehr­li­chen Ein­ord­nung. Das raue Fell sieht pfle­ge­leicht aus, braucht aber meist regel­mä­ßi­ges Trim­men, damit es sau­ber nach­wächst und nicht ver­filzt. Beim The­ma Gesund­heit lohnt sich ein Blick auf ras­se­ty­pi­sche Punk­te, die auf­tre­ten kön­nen, etwa Atem­wegs­pro­ble­me, ortho­pä­di­sche The­men oder neu­ro­lo­gi­sche Auf­fäl­lig­kei­ten. Ent­schei­dend ist, wie ver­ant­wor­tungs­voll gezüch­tet wur­de und ob Gesund­heits­checks trans­pa­rent doku­men­tiert sind.

Inhalts­ver­zeich­nis
Norwich Terrier mit rotbraunem Fell läuft aufmerksam über sandigen Untergrund und blickt neugierig nach oben

Steck­brief: Nor­wich Ter­ri­er

Vom Rat­ten­jä­ger zum Fami­li­en­hund

Die Geschich­te des Nor­wich Ter­ri­ers: Her­kunft und Ent­wick­lung

Der Nor­wich Ter­ri­er wirkt heu­te wie ein klei­ner Begleit­hund, sei­ne Wur­zeln lie­gen aber klar im Arbeits­ein­satz. Wer ver­steht, wofür die­se Ras­se gezüch­tet wur­de, kann Ver­hal­ten, Ener­gie­le­vel und typi­sche Ter­ri­er-Eigen­schaf­ten deut­lich bes­ser ein­ord­nen.

Im spä­ten 19. Jahr­hun­dert ent­stan­den in Ost­eng­land, vor allem in der Regi­on East Anglia rund um die Stadt Nor­wich, klei­ne, robus­te Ter­ri­er­ty­pen. Auf Bau­ern­hö­fen und in Stäl­len waren sie als Rat­ten­fän­ger und für die Jagd auf Unge­zie­fer gefragt. Gleich­zei­tig soll­ten sie füh­rig genug sein, um im All­tag eng beim Men­schen zu blei­ben. Genau die­se Mischung aus Arbeits­wil­le und Men­schen­be­zug gilt bis heu­te als Kern des Nor­wich Ter­ri­ers.

Eine bekann­te Sta­ti­on in der Ras­se­ent­wick­lung ist Cam­bridge. Dort hiel­ten Stu­den­ten sol­che Ter­ri­er als leb­haf­te Beglei­ter und nutz­ten sie eben­falls zur Rat­ten­jagd. Aus die­ser Zeit stam­men Bezeich­nun­gen wie Can­tab, Trum­ping­ton oder Jones Ter­ri­er, die in ver­schie­de­nen Lini­en auf­tau­chen. Es han­del­te sich nicht um „eine“ klar abge­grenz­te Ursprungs­li­nie, son­dern um eine geziel­te Aus­wahl klei­ner Ter­ri­er mit ähn­li­chem Zweck: mutig, aus­dau­ernd, kom­pakt und zuver­läs­sig im Ein­satz.

Offi­zi­ell wur­de der Nor­wich Ter­ri­er 1932 ins Regis­ter des bri­ti­schen Ken­nel Club auf­ge­nom­men. Zu die­sem Zeit­punkt wur­den Ste­h­ohr- und Kipp­ohr-Vari­an­ten noch gemein­sam geführt, die Kipp­ohr-Vari­an­te wur­de spä­ter als Nor­folk Ter­ri­er bekannt. Erst 1964 trenn­te der Ken­nel Club bei­de Varie­tä­ten als eigen­stän­di­ge Ras­sen, Nor­wich mit Ste­h­oh­ren und Nor­folk mit Kipp­oh­ren. Die­se Tren­nung ist wich­tig, weil vie­le Infos im Netz bei­de Ras­sen ver­mi­schen, obwohl sie heu­te getrenn­te Stan­dards haben.

Der his­to­ri­sche Ein­satz als Arbeits­ter­ri­er erklärt auch, war­um der Nor­wich Ter­ri­er trotz klei­ner Grö­ße oft furcht­los wirkt und ger­ne „dran­bleibt“, wenn es span­nend wird. Im Ras­se­stan­dard wird genau die­ser Typ beschrie­ben, inklu­si­ve der Idee, dass ein Ter­ri­er nicht zim­per­lich ist, aber trotz­dem sozi­al ver­träg­lich blei­ben soll. Für Sie als Hal­ter heißt das: Der Nor­wich Ter­ri­er ist sel­ten ein rei­ner Sofa­hund. Er braucht kla­re Regeln, sinn­vol­le Auf­ga­ben und eine Erzie­hung, die Kon­se­quenz mit Ruhe ver­bin­det.

All­tags­taug­lich, wenn Regeln klar sind

Hal­tung und Erzie­hung beim Nor­wich Ter­ri­er: so klappt es im All­tag

Der Nor­wich Ter­ri­er ist klein, aber kein „Neben­bei Hund“. Wenn Sie ihn kör­per­lich und geis­tig gut aus­las­ten und kon­se­quent erzie­hen, bekom­men Sie einen sehr ange­neh­men Beglei­ter, der eng am Men­schen bleibt.

Der Nor­wich Ter­ri­er gilt als leb­haft, freund­lich und sozi­al. Vie­le Tie­re suchen Nähe, sind ver­schmust und füh­len sich auch in Fami­li­en wohl. Gleich­zei­tig ist er auf­merk­sam und mel­det, wenn ihm etwas auf­fällt. Das ist sym­pa­thisch, kann ohne Trai­ning aber schnell in häu­fi­ges Bel­len kip­pen. In der Hal­tung funk­tio­niert er als Ein­zel­hund gut, häu­fig auch mit wei­te­ren Hun­den, weil der Kon­takt zu Art­ge­nos­sen ihm in der Regel gut­tut.

In der Woh­nung kommt ein Nor­wich Ter­ri­er meist gut zurecht, auch in einer Eta­gen­woh­nung, wenn Sie den All­tag aktiv gestal­ten. Er braucht täg­li­che Spa­zier­gän­ge, schnüf­feln, erkun­den und klei­ne Auf­ga­ben, weil er als Ter­ri­er gern „mit dem Kopf arbei­tet“. Rei­nes „Gas­si und fer­tig“ führt bei vie­len zu Unru­he oder eige­nen Ideen. Ein struk­tu­rier­ter Tages­ab­lauf mit Bewe­gung, kur­zen Trai­nings­ein­hei­ten und bewuss­ten Ruhe­pha­sen ist meis­tens der Schlüs­sel.

Erzie­hung ist beim Nor­wich Ter­ri­er kein Hexen­werk, aber sie muss früh anfan­gen. Vie­le Nor­wich Ter­ri­er sind lern­wil­lig und möch­ten gefal­len, trotz­dem bringt die Ras­se typi­sches Ter­ri­er Selbst­be­wusst­sein mit. Kon­se­quenz bedeu­tet hier nicht Här­te, son­dern kla­re Regeln, die Sie ver­läss­lich durch­zie­hen. Am bes­ten funk­tio­niert meist posi­ti­ves Trai­ning mit Lob und Fut­ter­be­loh­nung, kom­bi­niert mit Impuls­kon­trol­le und Frus­tra­ti­ons­to­le­ranz, damit der Hund nicht bei jeder Auf­re­gung sofort hoch­fährt.

Ein Punkt, den Sie rea­lis­tisch ein­pla­nen soll­ten, ist der Jagd­trieb. Klei­ne Tie­re kön­nen sonst schnell als Beu­te inter­es­sant wer­den. Dar­um sind Lei­nen­füh­rig­keit und Rück­ruf­trai­ning wich­tig, und wenn bei Ihnen Klein­tie­re leben, braucht der Nor­wich Ter­ri­er sehr frü­he Gewöh­nung und kla­re Manage­ment­re­geln. Dazu passt auch, dass Sie das „Mel­den“ bewusst len­ken soll­ten: auf­merk­sam sein ist okay, Dau­er­bel­len nicht. Das lässt sich mit Ritua­len, Ruhe­trai­ning und kla­ren Signa­len gut steu­ern, wenn Sie es von Anfang an ange­hen.

Klein, mutig, sehr prä­sent

Cha­rak­ter des Nor­wich Ter­ri­ers: so tickt die Ras­se im All­tag

Der Nor­wich Ter­ri­er ist ein typi­scher Ter­ri­er im Taschen­for­mat. Er wirkt fröh­lich, freund­lich und sucht oft die Nähe zu sei­nen Men­schen, gleich­zei­tig bringt er viel Ener­gie und Eigen­stän­dig­keit mit. Im Ras­se­stan­dard wird er als lie­bens­wert, nicht streit­süch­tig und sehr aktiv beschrie­ben. Genau das spü­ren Sie im All­tag: Der Nor­wich Ter­ri­er möch­te dabei sein, mit­den­ken und ger­ne auch mit­ent­schei­den.

Sei­ne Wach­sam­keit ist ein Plus­punkt, kann aber auch zur Bau­stel­le wer­den. Vie­le Nor­wich Ter­ri­er mel­den schnell, wenn drau­ßen etwas pas­siert. Wenn Sie das nicht von Anfang an len­ken, wird aus „auf­merk­sam“ leicht „laut“. Dazu kommt der Jagd­trieb. Als ehe­ma­li­ger Arbeits­ter­ri­er ist er reiz­of­fen, neu­gie­rig und häu­fig schnell im Modus. Das bedeu­tet nicht, dass er schwer erzieh­bar ist, aber er braucht kla­re Regeln, Wie­der­ho­lun­gen und Trai­ning, das kon­se­quent bleibt, auch wenn es gera­de unbe­quem ist.

Sozi­al ist der Nor­wich Ter­ri­er meist ange­nehm. Vie­le Tie­re sind fami­li­en­freund­lich und kom­men mit Art­ge­nos­sen gut zurecht, wenn sie früh sau­ber sozia­li­siert wer­den. Gleich­zei­tig ist er kein klas­si­scher „lau­fen las­sen“ Hund. Ohne Beschäf­ti­gung sucht er sich Auf­ga­ben selbst, und die pas­sen nicht immer zu Ihrem Wohn­zim­mer. Wenn Sie ihn geis­tig for­dern, kla­re Ruhe­pha­sen ein­bau­en und an Rück­ruf, Impuls­kon­trol­le und Allein­blei­ben arbei­ten, zeigt er oft genau die Mischung, die vie­le an ihm mögen: mutig, herz­lich, mit Humor und trotz­dem all­tags­taug­lich.

Stär­ken

Schwä­chen

Kom­pakt gebaut, wet­ter­fes­tes Fell

Kör­per­li­che Merk­ma­le des Nor­wich Ter­ri­ers: so sieht die Ras­se aus

Der Nor­wich Ter­ri­er ist klein, wirkt aber nicht zier­lich. Sein Kör­per­bau ist auf Arbeit aus­ge­legt: kom­pakt, kräf­tig und erstaun­lich robust für die Grö­ße.

Der Nor­wich Ter­ri­er gehört zu den kleins­ten Ter­ri­ern. Typisch ist die nied­ri­ge, kom­pak­te Sta­tur mit guter Sub­stanz und kräf­ti­gem Kno­chen­bau. Die Ide­al­grö­ße liegt bei rund 25 cm Schul­ter­hö­he. Beim Gewicht gibt es im Stan­dard kei­ne star­re Zahl, in der Pra­xis bewe­gen sich vie­le erwach­se­ne Hun­de je nach Linie, Geschlecht und Kon­di­ti­on grob im Bereich von etwa 4 bis 6 kg. Wich­tig ist weni­ger die Zahl auf der Waa­ge als die Pro­por­ti­on: Der Hund soll fit wir­ken, nicht „rund“, aber auch nicht dünn.

Am Kopf erkennt man den Nor­wich Ter­ri­er schnell. Er hat einen brei­ten, leicht gerun­de­ten Schä­del, einen kla­ren Stopp und eine kräf­ti­ge, keil­för­mi­ge Schnau­ze. Die Augen sind eher klein, oval und dun­kel, mit einem wachen, „kecken“ Aus­druck. Das mar­kan­tes­te Merk­mal sind die Ste­h­oh­ren: mit­tel­groß, spitz zulau­fend und weit oben am Kopf ange­setzt. Genau damit unter­schei­det sich der Nor­wich Ter­ri­er heu­te am zuver­läs­sigs­ten vom Nor­folk Ter­ri­er, der Kipp­oh­ren hat.

Das Haar­kleid ist rau und drah­tig, liegt dicht am Kör­per an und soll wet­ter­fest sein. Am Hals ist das Fell meist etwas län­ger und rau­er, sodass eine Art Mäh­ne ent­steht, die den Kopf optisch ein­rahmt. Am Kopf und an den Ohren ist das Haar dage­gen kür­zer und wei­cher, oft mit typi­schen Brau­en und weni­gen Bart­haar­sät­zen. Die­se Fell­struk­tur erklärt auch, war­um Bürs­ten allein zwar hilft, aber das Fell­bild lang­fris­tig häu­fig nur mit regel­mä­ßi­gem Trim­men wirk­lich sau­ber bleibt.

Bei den Far­ben ist der Nor­wich Ter­ri­er viel­sei­tig. Üblich sind Rot, Wei­zen­far­ben, Schwarz Loh und Grizz­le. Klei­ne wei­ße Abzei­chen gel­ten im Stan­dard als uner­wünscht. Ins­ge­samt ergibt das Erschei­nungs­bild genau das, was vie­le Hal­ter an der Ras­se mögen: ein klei­ner Ter­ri­er mit „Arbeits­hund Optik“, der robust wirkt und den­noch sehr hand­lich bleibt.

Tier­arzt­kos­ten beim Nor­wich Ter­ri­er bes­ser plan­bar machen

Wel­che Absi­che­rung für Ihren Nor­wich Ter­ri­er sinn­voll ist

Der Nor­wich Ter­ri­er wirkt klein, robust und unkom­pli­ziert. In der Pra­xis kön­nen aber genau bei klei­nen, akti­ven Hun­den schnell wie­der­keh­ren­de Tier­arzt­kos­ten ent­ste­hen, zum Bei­spiel durch Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te oder ortho­pä­di­sche The­men. Wer das früh sau­ber absi­chert, ver­mei­det finan­zi­el­le Bauch­schmer­zen, wenn wirk­lich etwas ist.

Beim Nor­wich Ter­ri­er lohnt es sich, das Kos­ten­ri­si­ko rea­lis­tisch ein­zu­ord­nen. Häu­fi­ge Kos­ten­trei­ber sind nicht nur Ope­ra­tio­nen, son­dern die Sum­me aus Unter­su­chun­gen, Bild­ge­bung, Labor, Nach­kon­trol­len und The­ra­pie. Bei der Ras­se wer­den in der Lite­ra­tur unter ande­rem Knie­schei­ben­pro­ble­me (Patell­a­lu­xa­ti­on) sowie Atem­wegs­pro­ble­me wie ein Kol­laps der Luft­röh­re beschrie­ben. Das heißt nicht, dass Ihr Hund das bekommt. Es zeigt aber, war­um eine gute Dia­gnos­tik- und Behand­lungs­ab­de­ckung oft wich­ti­ger ist als ein rei­ner OP-Schutz.

Wenn Sie mög­lichst vie­le Tier­arzt-Rech­nun­gen plan­bar abfe­dern möch­ten, ist eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung in der Regel die sinn­volls­te Lösung. Ent­schei­dend sind dabei drei Punk­te: Erstat­tung nach GOT (damit auch Not­fall und Spe­zi­al­be­hand­lung mit­ge­hen), kla­re Regeln bei War­te­zei­ten und ein Leis­tungs­rah­men, der nicht zu früh „zu“ ist. In unse­rem Ver­gleich ist der Tarif Pre­mi­um plus + Zahn der Han­se­Mer­kur Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung, weil er ohne fes­te Jah­res­gren­ze arbei­tet und bei hohen Rech­nun­gen am wenigs­ten aus­bremst. Als Preis-Leis­tung-Sie­ger steht bei uns die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung von Cle­os Rund­um Plus Vor­sor­ge, weil der Mix aus star­kem Leis­tungs­ni­veau und Bei­trag oft sehr stim­mig ist.

Wenn Sie vor allem die gro­ßen Ein­mal­ri­si­ken abde­cken möch­ten, passt häu­fig eine Hun­de OP Ver­si­che­rung. Sie kon­zen­triert sich auf chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe und je nach Tarif auch auf not­wen­di­ge Vor- und Nach­be­hand­lun­gen. Das kann finan­zi­ell sinn­voll sein, wenn Sie klei­ne­re Rech­nun­gen im All­tag selbst tra­gen kön­nen, aber bei einer OP kei­ne vier­stel­li­ge oder fünf­stel­li­ge Über­ra­schung möch­ten. In unse­rem Ver­gleich ist Han­se­Mer­kur Hun­de OP Pre­mi­um + Zahn eine sehr gute OP-Opti­on, weil der Schutz klar auf Not­fäl­le und Ope­ra­tio­nen aus­ge­legt ist.

Zur Grund­ab­si­che­rung gehört die Hun­de­hal­ter­haft­pflicht. Unab­hän­gig von der Ras­se haf­ten Sie in Deutsch­land für Schä­den Ihres Hun­des. In sechs Bun­des­län­dern ist die Hun­de­haft­pflicht sogar für alle Hun­de gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Für Ter­ri­er-Typen kommt dazu: Jagd­trieb und schnel­le Reak­tio­nen kön­nen Situa­tio­nen erzeu­gen, in denen ein Scha­den schnel­ler pas­siert, als man denkt. Eine gute Haft­pflicht sorgt dann dafür, dass Personen‑, Sach- und Ver­mö­gens­schä­den sau­ber gere­gelt sind.

Tierarzt untersucht einen Labrador auf dem Behandlungstisch, Mutter und Kind stehen daneben in einer hellen Tierarztpraxis
Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung

Wenn Sie beim Nor­wich Ter­ri­er lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten plan­ba­rer machen möch­ten, ist der Kran­ken­voll­schutz meist die bes­te Absi­che­rung. Er kann ambu­lan­te Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik (z. B. Blut­wer­te, Rönt­gen, Ultra­schall), Medi­ka­men­te und The­ra­pien abde­cken und je nach Tarif auch Ope­ra­tio­nen samt Nach­sor­ge.

Junge Frau geht mit einem aktiven Hund an der Leine spazieren – Symbolbild für die Notwendigkeit einer Hundehalterhaftpflichtversicherung.
Hun­de­hal­ter­haft­pflicht

Die Hun­de­hal­ter­haft­pflicht schützt Sie, wenn Ihr Hund Per­so­nen ver­letzt, Sachen beschä­digt oder Ver­mö­gens­schä­den aus­löst. Das kann schon bei einem kur­zen Moment an der Lei­ne pas­sie­ren, etwa wenn jemand stürzt oder ein Rad­fah­rer aus­weicht. In sechs Bun­des­län­dern ist sie für alle Hun­de Pflicht. Ach­ten Sie auf eine aus­rei­chend hohe Deckungs­sum­me und dar­auf, dass typi­sche All­tags­si­tua­tio­nen sau­ber mit­ver­si­chert sind.

Tierärztin untersucht einen Schäferhund auf dem Behandlungstisch, eine Person hält das Tier, moderne Tierklinik im Hintergrund
Hun­de-OP-Ver­si­che­rung

Eine Hun­de OP Ver­si­che­rung ist pas­send, wenn Sie vor allem hohe OP-Kos­ten absi­chern möch­ten, aber klei­ne­re Rech­nun­gen selbst tra­gen. Je nach Tarif sind neben der Ope­ra­ti­on auch Vor­un­ter­su­chun­gen und Nach­be­hand­lun­gen ein­ge­schlos­sen. Das kann beim Nor­wich Ter­ri­er sinn­voll sein, wenn Sie „gro­ße Bro­cken“ absi­chern wol­len, ohne den Bei­trag einer Voll­kran­ken­ver­si­che­rung zu zah­len.

Rau­haar rich­tig pfle­gen, damit Fell und Haut gesund blei­ben

Pfle­ge beim Nor­wich Ter­ri­er: Trim­men, Fell­rou­ti­ne und Gesund­heits­check

Der Nor­wich Ter­ri­er hat ein drah­ti­ges Dop­pel­fell, das anders gepflegt wird als „nor­ma­les“ Hun­de­fell. Wenn Sie das rich­tig ange­hen, haart er wenig, riecht sel­te­ner „hun­dig“ und bleibt optisch gepflegt.

Das Wich­tigs­te ist das Trim­men. Beim Nor­wich Ter­ri­er bedeu­tet das, abge­stor­be­ne Deck­haa­re aus­zu­zup­fen, damit neu­es, har­tes Haar nach­wach­sen kann. Genau so bleibt die typi­sche Struk­tur erhal­ten. Sche­ren schnei­det das Haar nur ab, macht das Fell mit der Zeit wei­cher und kann die Fell­far­be und die „Wet­ter­fes­tig­keit“ ver­schlech­tern. Für vie­le Fami­li­en­hun­de reicht es, wenn der Nor­wich Ter­ri­er eini­ge Male im Jahr pro­fes­sio­nell getrimmt wird. Wer die klas­si­sche Ter­ri­er Optik dau­er­haft sau­ber hal­ten möch­te, arbei­tet zusätz­lich mit einem soge­nann­ten Rol­ling Coat, also klei­nen Trimm­schrit­ten in kur­zen Abstän­den.

Käm­men Sie das Fell regel­mä­ßig durch, prü­fen Sie dann, ob sich lose Deck­haa­re leicht lösen las­sen, und zup­fen Sie die­se in Wuchs­rich­tung her­aus. Vie­le Hal­ter machen alle zwei bis vier Wochen eine kur­ze Pfle­ge­ein­heit, wäh­rend ein kom­plet­ter Trimm­ter­min je nach Wunsch zwei bis drei Mal pro Jahr sinn­voll sein kann. Las­sen Sie sich das Vor­ge­hen am bes­ten ein­mal zei­gen, damit Sie nicht „gesun­des“ Haar her­aus­zie­hen und der Hund die Pro­ze­dur ruhig akzep­tiert.

Neben dem Fell lohnt sich eine fes­te Rou­ti­ne für die klei­nen All­tags­the­men. Kon­trol­lie­ren Sie nach Spa­zier­gän­gen Pfo­ten und Zwi­schen­ze­hen, schau­en Sie kurz über die Haut (Rötun­gen, Schup­pen, Para­si­ten), hal­ten Sie den Bereich unter dem Schwanz hygie­nisch kurz und bürs­ten Sie Schmutz aus dem Bart und aus dem Brust­be­reich. Baden ist beim rau­en Ter­ri­er­fell meist sel­ten nötig. Wenn doch, dann lie­ber mild und nicht zu häu­fig, damit die Fell­struk­tur nicht „weich gewa­schen“ wird.

Ein Nor­wich Ter­ri­er pro­fi­tiert außer­dem sehr von Zahn, Ohren und Kral­len­pfle­ge. Klei­ne Hun­de sind anfäl­li­ger für Zahn­pro­ble­me, des­halb ist Zäh­ne­put­zen mehr als Kos­me­tik. Wenn Sie es von klein auf üben und mehr­mals pro Woche umset­zen, sen­ken Sie das Risi­ko für Zahn­stein und Ent­zün­dun­gen deut­lich. Ohren soll­ten Sie wöchent­lich kurz anse­hen und bei Bedarf rei­ni­gen, beim Nor­wich wer­den ver­ein­zel­te hel­le, abste­hen­de Här­chen am Ohr oft vor­sich­tig ent­fernt. Kral­len kür­zen Sie, sobald sie hör­bar auf dem Boden kli­cken.

Gesund­heit ver­ste­hen, früh reagie­ren

Häu­fi­ge und ras­se­ty­pi­sche Krank­hei­ten beim Nor­wich Ter­ri­er

Der Nor­wich Ter­ri­er gilt ins­ge­samt als robus­ter klei­ner Hund. Trotz­dem gibt es ein paar The­men, die bei der Ras­se immer wie­der genannt wer­den und die im All­tag schnell teu­er wer­den kön­nen, weil Dia­gnos­tik, Nach­kon­trol­len und län­ger­fris­ti­ge Behand­lung dazu­kom­men. Die fol­gen­den fünf Punk­te hel­fen Ihnen, Warn­zei­chen bes­ser ein­zu­ord­nen und bei der Aus­wahl eines Wel­pen geziel­ter nach Gesund­heits­checks zu fra­gen. Wich­tig: Das ersetzt kei­ne Dia­gno­se. Wenn Sym­pto­me auf­tre­ten, gehört das immer in tier­ärzt­li­che Hän­de.

Upper Air­way Syn­dro­me (NTUAS)

Beim Nor­wich Ter­ri­er wer­den Atem­wegs­pro­ble­me häu­fi­ger beschrie­ben als bei vie­len ande­ren Ter­ri­ern. Typisch sind lau­tes Atmen, Röcheln, Hus­ten, Wür­gen oder schnel­le Erschöp­fung bei Wär­me und Belas­tung. Man­che Hun­de schnar­chen auf­fäl­lig oder bekom­men bei Stress schlech­ter Luft. Je frü­her abge­klärt wird, des­to bes­ser sind die Optio­nen. Fra­gen Sie bei Züch­tern nach Unter­su­chun­gen der Atem­we­ge und nach vor­han­de­nen Test­ergeb­nis­sen.

Epi­lep­sie und Anfäl­le

Bei Nor­wich Ter­ri­ern wer­den auch Anfalls­lei­den beschrie­ben. Ein Anfall kann sehr unter­schied­lich aus­se­hen, von kur­zem „Weg­tre­ten“ bis zu Krämp­fen. Wich­tig ist eine gute Abklä­rung, weil es auch ande­re Ursa­chen geben kann, etwa Stoff­wech­sel­pro­ble­me. Wenn Epi­lep­sie bestä­tigt wird, ist oft eine lang­fris­ti­ge Kon­trol­le mit Medi­ka­men­ten mög­lich. Notie­ren Sie Häu­fig­keit, Dau­er und Aus­lö­ser und las­sen Sie Vide­os vom Tier­arzt bewer­ten.

Patell­a­lu­xa­ti­on (Knie­schei­be)

Patell­a­lu­xa­ti­on bedeu­tet, dass die Knie­schei­be aus ihrer Füh­rung rutscht. Das kann plötz­li­ches Hüp­fen auf drei Bei­nen aus­lö­sen, danach läuft der Hund oft wie­der nor­mal. Unbe­han­delt kann es zu Schmer­zen und Arthro­se kom­men. Je nach Schwe­re reicht Manage­ment bis hin zur Ope­ra­ti­on. Ach­ten Sie auf sau­be­re Bewe­gung, Gewichts­kon­trol­le und fra­gen Sie nach ortho­pä­di­schen Checks der Eltern­tie­re.

Augen­er­kran­kun­gen (z. B. Kata­rakt)

Augen­pro­ble­me kön­nen sich schlei­chend ent­wi­ckeln. Warn­zei­chen sind trü­be Augen, ver­mehr­tes Blin­zeln, Rei­ben, Licht­emp­find­lich­keit oder unsi­che­res Ver­hal­ten im Dun­keln. Bei man­chen Erkran­kun­gen zählt Zeit, weil unbe­han­delt Fol­ge­schä­den dro­hen. Sinn­voll sind regel­mä­ßi­ge Kon­trol­len, beson­ders im Alter. Bei Züch­tern lohnt die Fra­ge nach doku­men­tier­ten Augen­un­ter­su­chun­gen und ob in der Linie bekann­te Auf­fäl­lig­kei­ten vor­ka­men.

All­er­gien und Haut­pro­ble­me

Juck­reiz, wie­der­keh­ren­de Ohren­ent­zün­dun­gen, Pfo­ten­le­cken oder Haut­rö­tun­gen kön­nen auf All­er­gien oder Unver­träg­lich­kei­ten hin­deu­ten. Das ist oft nicht „mit einer Sal­be erle­digt“, son­dern braucht Ursa­chen­for­schung, Fut­ter­tests oder lang­fris­ti­ge The­ra­pie. Gute Pfle­ge, Para­si­ten­pro­phy­la­xe und ein struk­tu­rier­ter Plan mit dem Tier­arzt hel­fen, das sta­bil zu bekom­men. Ach­ten Sie früh auf Mus­ter, zum Bei­spiel sai­so­na­le Schü­be oder Reak­tio­nen auf bestimm­te Fut­ter­be­stand­tei­le.

FAQ Nor­wich Ter­ri­er: Grö­ße, Cha­rak­ter, Pfle­ge, Gesund­heit und Kos­ten

Was Sie schon immer über Nor­wich Ter­ri­er wis­sen woll­ten

Ein Nor­wich Ter­ri­er ist ein klei­ner, kom­pak­ter Hund. Die Schul­ter­hö­he liegt typi­scher­wei­se bei rund 25 cm. Beim Gewicht lie­gen vie­le erwach­se­ne Hun­de unge­fähr bei 5 bis 6 kg, je nach Geschlecht, Linie und Kör­per­bau.

Wich­ti­ger als eine exak­te Zahl ist die Kon­di­ti­on: Der Hund soll­te kräf­tig und sport­lich wir­ken, ohne Über­ge­wicht. Gera­de bei klei­nen Ras­sen merkt man jedes Kilo zu viel schnel­ler an Gelen­ken und Aus­dau­er.

Vie­le Nor­wich Ter­ri­er errei­chen ein Alter von 12 bis 14 Jah­ren. Wie alt ein Hund wirk­lich wird, hängt von meh­re­ren Fak­to­ren ab: Gene­tik, Gewicht, Zahn­ge­sund­heit, Bewe­gung, Füt­te­rung, Vor­sor­ge und wie früh gesund­heit­li­che The­men erkannt wer­den.

Ein Nor­wich Ter­ri­er bleibt oft lan­ge aktiv. Genau des­halb lohnt sich Vor­sor­ge, auch wenn der Hund fit wirkt: regel­mä­ßi­ge Checks, Zahn­pfle­ge und ein sta­bi­les Gewicht sind die Basics, die am häu­figs­ten einen Unter­schied machen.

Der wich­tigs­te Unter­schied ist die Ohr­form: Nor­wich Ter­ri­er haben Ste­h­oh­ren, Nor­folk Ter­ri­er Kipp­oh­ren. His­to­risch wur­den bei­de lan­ge zusam­men­ge­führt und spä­ter als eige­ne Ras­sen getrennt

Vie­le Nor­wich Ter­ri­er sind men­schen­be­zo­gen und sozi­al, des­halb kön­nen sie gut in Fami­li­en pas­sen. Für Anfän­ger ist die Ras­se mög­lich, wenn Sie kon­se­quent erzie­hen und The­men wie Rück­ruf, Impuls­kon­trol­le und sinn­vol­le Aus­las­tung ernst neh­men, denn Ter­ri­er sind eigen­stän­dig und schnell reiz­of­fen.

Der Nor­wich Ter­ri­er braucht täg­li­che Bewe­gung, aber vor allem Abwechs­lung. Zwei bis drei Spa­zier­gän­ge am Tag sind üblich, ergänzt durch kur­ze, kla­re Trai­nings­ein­hei­ten. Rei­nes „Kilo­me­ter machen“ ist weni­ger wich­tig als sinn­vol­le Aus­las­tung: Schnüf­fel­spie­le, Such­auf­ga­ben, Rück­ruf­trai­ning und klei­ne Denk­auf­ga­ben pas­sen sehr gut.

Ent­schei­dend ist, dass der Hund nicht dau­er­haft „unter Strom“ steht. Pla­nen Sie bewusst Ruhe­pha­sen ein, damit er lernt, run­ter­zu­fah­ren. Ein gut aus­ge­las­te­ter Nor­wich Ter­ri­er ist oft ange­nehm im All­tag. Ein unter­for­der­ter Ter­ri­er sucht sich Beschäf­ti­gung und die ist sel­ten das, was Sie sich im Wohn­zim­mer wün­schen.

Die Fell­pfle­ge ist beim Nor­wich Ter­ri­er mit­tel bis eher auf­wen­dig, weil das raue Deck­haar nicht ein­fach „von allein“ aus­fällt, son­dern regel­mä­ßig ent­fernt wer­den soll­te.

Damit das Fell hart, wet­ter­fest und sau­ber bleibt, braucht es Trim­men. Dabei wer­den abge­stor­be­ne Haa­re aus dem Fell gelöst, damit neu­es, fes­tes Haar nach­wach­sen kann.

Beim Nor­wich Ter­ri­er kön­nen Atem­wegs­pro­ble­me eine Rol­le spie­len. Ein bekann­tes The­ma ist das Nor­wich Ter­ri­er Upper Air­way Syn­dro­me (NTUAS/UAS). Auf­fäl­lig wer­den betrof­fe­ne Hun­de oft durch lau­te Atem­ge­räu­sche, Röcheln, Hus­ten oder Wür­gen, eine gerin­ge­re Belast­bar­keit und Schwie­rig­kei­ten bei Hit­ze oder Auf­re­gung.

Wei­te­re Punk­te, die bei der Ras­se vor­kom­men kön­nen, sind Patell­a­lu­xa­ti­on (Knie­schei­ben­pro­blem) und Epi­lep­sie. Eben­falls sind Zahn­pro­ble­me bei klei­nen Hun­den häu­fi­ger ein All­tags­the­ma, daher lohnt sich frü­he Zahn­pfle­ge und regel­mä­ßi­ge Kon­trol­le.

Preis­an­ga­ben schwan­ken stark nach Zucht­li­nie, Papie­ren, Regi­on und Nach­fra­ge. In gän­gi­gen Ras­se­pro­fi­len wer­den häu­fig ca. 1.500 bis 2.000 Euro als Ori­en­tie­rung genannt.

Rech­nen Sie zusätz­lich mit lau­fen­den Kos­ten für Fut­ter, Tier­arzt, Hun­de­ver­si­che­rung, Pro­phy­la­xe und beim Rau­haar oft auch Trim­men.

Mehr Ori­en­tie­rung rund um All­tag, Gesund­heit und Absi­che­rung

Wei­te­re Inhal­te, die Hun­de­hal­tern wirk­lich hel­fen

Ein Ras­se­por­trait beant­wor­tet vie­le Grund­fra­gen. Im All­tag tau­chen aber oft ganz ande­re The­men auf: Wel­che Sym­pto­me sind wirk­lich ernst, wie bleibt ein Hund gesund, und wel­che Absi­che­rung schützt vor hohen Kos­ten oder Haf­tungs­ri­si­ken? Die fol­gen­den Berei­che füh­ren Sie direkt zu den Inhal­ten, die Hun­de­hal­ter am häu­figs­ten suchen.

Brauner Hund liegt schlapp auf dem Untersuchungstisch in einer Tierarztpraxis, ein Arzt legt beruhigend die Hand auf ihn
Hun­de­krank­hei­ten

Hier fin­den Sie kom­pak­te Erklä­run­gen zu häu­fi­gen Hun­de­krank­hei­ten und typi­schen Warn­zei­chen. Sie erfah­ren, wel­che Sym­pto­me beob­ach­tet wer­den soll­ten und wann ein Tier­arzt­be­such sinn­voll ist. Dazu kom­men prak­ti­sche Hin­wei­se zu Dia­gnos­tik und Behand­lung. Ide­al, wenn Sie schnel­ler ein­ord­nen möch­ten, ob etwas harm­los ist oder nicht.

Lächelnder Golden Retriever wird von einer Familie liebevoll gestreichelt und sitzt zufrieden auf dem Wohnzimmerboden
Hun­de­rat­ge­ber

Im Rat­ge­ber geht es um das, was im All­tag wirk­lich zählt: Hal­tung, Erzie­hung, Pfle­ge, Ernäh­rung und sinn­vol­le Beschäf­ti­gung. Sie bekom­men kla­re Tipps, die umsetz­bar sind, auch wenn nicht alles per­fekt läuft. Dazu klei­ne Rou­ti­nen, die hel­fen, Pro­ble­me früh zu ver­mei­den. Gut, wenn Sie Ihren Hund lang­fris­tig sta­bil hal­ten möch­ten.

Zusam­men­fas­sung

Der Nor­wich Ter­ri­er ist ein klei­ner, kom­pak­ter Ter­ri­er aus Eng­land, der ursprüng­lich als Arbeits­hund für die Rat­ten­jagd gezüch­tet wur­de. Genau daher kom­men sei­ne typi­schen Eigen­schaf­ten: viel Ener­gie, Wach­sam­keit und ein selbst­be­wuss­tes Auf­tre­ten, gepaart mit einer oft engen Bin­dung an sei­ne Men­schen. Im All­tag passt er gut zu Hal­tern, die kon­se­quent, aber fair erzie­hen und Lust auf regel­mä­ßi­ge Beschäf­ti­gung haben. Er ist kein Hund, der „neben­bei“ läuft, kann aber bei kla­ren Regeln und guter Aus­las­tung sehr all­tags­taug­lich sein, auch in der Woh­nung.

Bei der Pfle­ge ist das drah­ti­ge Dop­pel­fell der ent­schei­den­de Punkt. Ein Nor­wich Ter­ri­er sieht nur dann dau­er­haft gepflegt aus und behält sei­ne typi­sche Fell­struk­tur, wenn er regel­mä­ßig getrimmt wird. Bürs­ten hilft, ersetzt Trim­men aber meist nicht. Zusätz­lich lohnt sich eine fes­te Rou­ti­ne für Zäh­ne, Ohren und Kral­len, weil die­se Berei­che bei klei­nen Hun­den im All­tag schnell zur Bau­stel­le wer­den kön­nen.

Gesund­heit­lich gilt die Ras­se ins­ge­samt als robust, trotz­dem soll­ten Sie ras­se­ty­pi­sche The­men ken­nen und bei Züch­tern gezielt nach Gesund­heits­checks fra­gen. In Quel­len wer­den beim Nor­wich Ter­ri­er unter ande­rem Atem­wegs­pro­ble­me (Nor­wich Ter­ri­er Upper Air­way Syn­dro­me), ortho­pä­di­sche The­men wie Patell­a­lu­xa­ti­on sowie ein­zel­ne neu­ro­lo­gi­sche und augen­be­zo­ge­ne Erkran­kun­gen genannt. Das bedeu­tet nicht, dass jeder Nor­wich Ter­ri­er betrof­fen ist, aber es hilft, Warn­zei­chen früh ernst zu neh­men und die Anschaf­fung sowie die Absi­che­rung rea­lis­tisch zu pla­nen.

Häu­fi­ge Fra­gen

Bellt ein Nor­wich Ter­ri­er viel?

Ein Nor­wich Ter­ri­er ist wach­sam und mel­det Din­ge, die er span­nend fin­det. Ob das im All­tag „viel Bel­len“ wird, hängt stark davon ab, wie Sie es steu­ern. Ohne kla­re Regeln und aus­rei­chen­de Aus­las­tung kann aus „mel­den“ schnell eine Gewohn­heit wer­den.

Wenn Sie früh trai­nie­ren, was erwünscht ist und was nicht, lässt sich das gut in den Griff bekom­men. Hilf­reich sind: ruhi­ges Ver­hal­ten beloh­nen, fes­te Ritua­le an der Tür, kur­ze Unter­bre­chungs­si­gna­le und vor allem genug Beschäf­ti­gung, damit der Hund nicht aus Lan­ge­wei­le Lärm macht.

Allein­blei­ben ist Trai­ning, kein Cha­rak­ter­test. Mit klein­schrit­ti­gem Auf­bau (kurz star­ten, stei­gern, Ruhe beloh­nen) ler­nen vie­le Nor­wich Ter­ri­er das zuver­läs­sig, beson­ders wenn sie vor­her aus­ge­las­tet sind und kla­re Rou­ti­nen haben.

Ach­ten Sie auf nach­voll­zieh­ba­re Gesund­heits­vor­sor­ge in der Zucht. Beim Nor­wich Ter­ri­er ist es sinn­voll, kon­kret nach Infor­ma­tio­nen zu Atem­we­gen (NTUAS/UAS) und den übli­chen ortho­pä­di­schen Checks zu fra­gen, und sich nicht mit all­ge­mei­nen Aus­sa­gen zufrie­den­zu­ge­ben.

Wenn Sie vor allem gro­ße Ein­mal­ri­si­ken absi­chern möch­ten, passt oft eine Hun­de-OP-Ver­si­che­rung. Wenn Sie auch Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und The­ra­pien plan­ba­rer machen wol­len, ist eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung die bes­se­re Lösung.

Unab­hän­gig davon gehört eine Hun­de­hal­ter­haft­pflicht zur Basis, weil Sie für Schä­den Ihres Hun­des haf­ten.

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