Bar­me­nia Pfer­de­ver­si­che­rung: OP-Schutz und Haft­pflicht im Über­blick

Wir prü­fen Tari­fe, Bei­trä­ge und Bedin­gun­gen und sagen klar, was zu Ihnen passt.

Frau in kariertem Hemd streichelt ihr braunes Pferd liebevoll im Stall – Symbolbild für die Barmenia Pferdeversicherung

Bar­me­nia Pfer­de­ver­si­che­rung: Was OP-Schutz und Haft­pflicht wirk­lich leis­ten

Pfer­de­be­sit­zer ste­hen vor beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen, wenn es um den Schutz und die Absi­che­rung ihrer Tie­re geht. Wer ein Pferd hält, trägt zwei Kos­ten­ri­si­ken, die oft unter­schätzt wer­den. Ers­tens Haf­tung: Ein Aus­sche­ren beim Aus­ritt, ein Remp­ler auf dem Hof oder ein Scha­den am frem­den Anhän­ger kann teu­er wer­den. Zwei­tens Tier­arzt und Kli­nik: Eine OP nach Kolik oder Ver­let­zung kann schnell meh­re­re tau­send Euro kos­ten. Gera­de uner­war­te­te Tier­arzt­kos­ten und Ope­ra­tio­nen füh­ren häu­fig zu erheb­li­chen finan­zi­el­len Belas­tun­gen für Pfer­de­be­sit­zer. Genau des­halb ist eine Pfer­de­ver­si­che­rung in der Pra­xis fast immer eine Kom­bi­na­ti­on aus Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht und OP-Ver­si­che­rung.

Die Bar­me­nia trennt die­se Bau­stei­ne sau­ber, was gut ist, aber auch bedeu­tet: Man muss bei­de Ver­trä­ge getrennt ver­ste­hen und ver­glei­chen. Bei der Haft­pflicht geht es um Details wie Reit­be­tei­li­gung, Fremd­rei­ter, Aus­lands­schutz und die Fra­ge, ob ein Foh­len mit­ver­si­chert ist. Bei der OP-Ver­si­che­rung zäh­len Erstat­tungs­satz, Selbst­be­tei­li­gung, Abrech­nung nach GOT und War­te­zei­ten. Bar­me­nia nennt für die OP eine all­ge­mei­ne War­te­zeit von drei Mona­ten bei Krank­heit, bei Unfäl­len ent­fällt sie in der Regel.

Logo der Barmenia Versicherung mit blauem Hintergrund und dem Claim Einfach. Menschlich. in weißer Schrift
Inhalts­ver­zeich­nis

Schnell zur pas­sen­den Absi­che­rung

Wel­che Pfer­de­ver­si­che­rung der Bar­me­nia passt zu Ihnen?

Bei der Bar­me­nia gibt es zwei getrenn­te Bau­stei­ne: die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht für Schä­den, die Ihr Pferd Drit­ten oder frem­dem Eigen­tum zufügt, und die Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung für chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe in der Tier­kli­nik. Wäh­len Sie den Bereich, der für Sie gera­de rele­vant ist. Sie sprin­gen dann direkt zur pas­sen­den Unter­sei­te mit Leis­tun­gen, Bei­trä­gen, Bedin­gun­gen

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Das Wich­tigs­te im Über­blick

Absi­che­rung für Haf­tung und OP-Kos­ten

Dar­um lohnt sich eine Bar­me­nia Pfer­de­ver­si­che­rung

Ein Pferd kann in zwei kom­plett unter­schied­li­chen Berei­chen teu­er wer­den: durch Schä­den, die es Drit­ten zufügt, und durch hohe OP-Kos­ten, wenn in der Tier­kli­nik schnell gehan­delt wer­den muss. Genau des­halb ist es sinn­voll, Haft­pflicht und OP-Schutz getrennt zu betrach­ten. Die Bar­me­nia bie­tet dafür zwei eigen­stän­di­ge Lösun­gen, die Sie je nach Bedarf ein­zeln nut­zen oder kom­bi­nie­ren kön­nen. Wir als Mak­ler hel­fen Ihnen dabei, Leis­tun­gen, War­te­zei­ten und Gren­zen sau­ber ein­zu­ord­nen, damit Sie am Ende einen Tarif wäh­len, der zu Ihrem Pferd und Ihrem All­tag passt.

Wenn Ihr Pferd einen Personen‑, Sach- oder Ver­mö­gens­scha­den ver­ur­sacht, kann es sehr schnell um hohe Sum­men gehen. Recht­lich gilt grund­sätz­lich die Tier­hal­ter­haf­tung nach § 833 BGB. In vie­len Fäl­len haf­ten Hal­ter ver­schul­dens­un­ab­hän­gig. Bei Nutz­tie­ren kann es Aus­nah­men geben, des­halb lohnt sich ein sau­be­rer Blick auf Ihre Nut­zungs­si­tua­ti­on. Eine Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht ist dafür der zen­tra­le Schutz­bau­stein.

  • Deckung für Personen‑, Sach- und Ver­mö­gens­schä­den je nach Tarif bis 100 Mio. EUR

  • Miet­sach­schä­den kön­nen mit­ver­si­chert sein, je nach Tarif auch Stal­lun­gen, Boxen, Reit­hal­len

  • Flur­schä­den wie Tram­pel- oder Biss­schä­den auf frem­den Flä­chen sind als The­ma aus­drück­lich vor­ge­se­hen

  • Fremd­rei­ter sind laut Bar­me­nia grund­sätz­lich mit­ge­dacht, Details hän­gen vom Tarif ab

Gewerb­li­che Nut­zung, beson­de­re Risi­ko­si­tua­tio­nen oder Tur­nier­kon­stel­la­tio­nen soll­ten immer tarif­lich geprüft wer­den, weil genau dort Unter­schie­de ent­ste­hen.

Ope­ra­tio­nen beim Pferd kos­ten häu­fig meh­re­re tau­send Euro. Die Bar­me­nia arbei­tet mit drei Tarif­stu­fen (Basis, Top, Pre­mi­um). Ent­schei­dend sind nicht nur “OP ja oder nein”, son­dern auch Erstat­tung nach GOT-Satz, Nach­be­hand­lung, Unter­brin­gungs­kos­ten sowie War­te­zei­ten.

  • Basis: Erstat­tung bis 2.500 EUR je OP

  • Top und Pre­mi­um: ver­si­cher­te OP-Kos­ten sind ent­hal­ten, Pre­mi­um leis­tet im Not­fall bis zum 4‑fachen GOT-Satz

  • Nach­be­hand­lung: 7 Tage (Basis), 10 Tage (Top), 14 Tage (Pre­mi­um)

  • War­te­zei­ten: all­ge­mein 3 Mona­te, Kolik bezie­hungs­wei­se Bauch­höh­len-OPs 5 Tage, bei Unfäl­len kann die all­ge­mei­ne War­te­zeit ent­fal­len

  • Chip-OPs sind je nach Tarif unter­schied­lich gere­gelt, es gibt eine beson­de­re War­te­zeit von 12 Mona­ten und Leis­tungs­un­ter­schie­de zwi­schen Top und Pre­mi­um

  • Aus­land: bei vor­über­ge­hen­dem Aus­lands­auf­ent­halt gilt welt­wei­ter Schutz bis 12 Mona­te

Ent­schei­dend ist immer, ob eine Maß­nah­me als medi­zi­nisch not­wen­di­ge OP gilt. Rou­ti­ne, Vor­sor­ge oder rei­ne Zahn­pfle­ge sind typi­scher­wei­se nicht das glei­che wie eine OP-Leis­tung.

Haft­pflicht und OP-Schutz sind kei­ne Dop­pel­ver­si­che­rung, son­dern zwei unter­schied­li­che Risi­ken. Die Haft­pflicht schützt Sie vor Ansprü­chen Drit­ter. Die OP-Ver­si­che­rung schützt Ihr Pferd und Ihr Bud­get, wenn eine Ope­ra­ti­on nötig wird. Eine Kom­bi­na­ti­on ist vor allem dann sinn­voll, wenn Sie Ihr Risi­ko ins­ge­samt klein hal­ten möch­ten und sich nicht bei einem der bei­den Berei­che auf Glück ver­las­sen wol­len.

  • Sinn­voll, wenn Sie regel­mä­ßig rei­ten, trans­por­tie­ren oder das Pferd nicht nur sel­ten “neben­bei” hal­ten

  • Sinn­voll, wenn Sie im Ernst­fall eine Tier­kli­nik­ent­schei­dung nicht vom Kon­to­stand abhän­gig machen möch­ten und so Ihre finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten bei medi­zi­ni­schen Ein­grif­fen und Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen opti­mal nut­zen wol­len

  • Sinn­voll, wenn Sie kla­re Pla­nung wol­len: Haft­pflicht für Haf­tungs­ri­si­ken, OP-Schutz für Tier­arzt­kos­ten

  • Wich­tig: Es blei­ben zwei The­men mit eige­nen Bedin­gun­gen, dar­um soll­te man Leis­tun­gen, War­te­zei­ten und Gren­zen getrennt prü­fen.

Wenn Sie nur einen Bau­stein wäh­len möch­ten, ist die Haft­pflicht in der Pra­xis fast immer der ers­te Schritt, weil Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen schnell exis­ten­zi­ell wer­den kön­nen. Die OP-Ver­si­che­rung ist dann die pas­sen­de Ergän­zung, wenn Sie hohe Tier­arzt­kos­ten plan­bar machen wol­len.

Trans­pa­ren­te Tari­fe, OP und Haft­pflicht getrennt wähl­bar

Das leis­ten die Tari­fe der Bar­me­nia Pfer­de­ver­si­che­rung

Bei der Bar­me­nia spre­chen wir in die­sem Kon­text über zwei getrenn­te Bau­stei­ne, die unter­schied­li­che Risi­ken abde­cken: die Pfer­de OP Ver­si­che­rung für not­wen­di­ge Ope­ra­tio­nen nach Krank­heit oder Unfall und die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht für Schä­den, die Ihr Pferd Drit­ten zufügt. Bei­des kann ein­zeln sinn­voll sein und vie­le Pfer­de­hal­ter kom­bi­nie­ren die Bau­stei­ne, weil Tier­arzt­kos­ten und Haf­tungs­ri­si­ken im All­tag unab­hän­gig von­ein­an­der auf­tre­ten.

Damit Sie schnell sehen, wo die Unter­schie­de lie­gen, fin­den Sie unten zwei Tarif­über­sich­ten. Ach­ten Sie dabei weni­ger auf Wer­be­aus­sa­gen, son­dern auf har­te Kri­te­ri­en wie Erstat­tung nach GOT, Not­dienst­re­ge­lung, Nach­be­hand­lungs­dau­er, Unter­brin­gungs­kos­ten, die Höhe der Kos­ten­über­nah­me und Son­der­re­geln bei Chip Ope­ra­tio­nen. Genau die­se Details ent­schei­den spä­ter, ob ein Tarif in der Pra­xis zu Ihrem Pferd und zu Ihrem Nut­zungs­ver­hal­ten passt.

1) OP Schutz: Fokus auf medi­zi­ni­sche Kos­ten
Die Bar­me­nia Pfer­de OP Ver­si­che­rung erstat­tet die Kos­ten für not­wen­di­ge Ope­ra­tio­nen. Der größ­te Unter­schied zwi­schen den Tari­fen liegt nicht bei der Fra­ge, ob eine OP grund­sätz­lich ver­si­chert ist, son­dern wie breit die Kos­ten­er­stat­tung im Detail aus­ge­stal­tet ist, zum Bei­spiel bei bild­ge­ben­den Ver­fah­ren, Nach­be­hand­lung, Unter­brin­gung und beim tier­ärzt­li­chen Not­dienst. Eben­falls rele­vant ist die War­te­zeit: Für Krank­hei­ten gilt eine all­ge­mei­ne War­te­zeit, bei Unfall ent­fällt sie. Wer vor­her bereits ver­gleich­ba­ren Schutz hat­te, kann je nach Kon­stel­la­ti­on eben­falls von einer ent­fal­len­den War­te­zeit pro­fi­tie­ren.

2) Haft­pflicht: Fokus auf Schä­den an Drit­ten
Die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht greift, wenn Ihr Pferd Per­so­nen, Sachen oder Ver­mö­gen Drit­ter schä­digt. Das Risi­ko ist real, weil Pfer­de­hal­ter in Deutsch­land nach dem Prin­zip der Tier­hal­ter­haf­tung haf­ten, auch ohne eige­nes Ver­schul­den. Der prak­ti­sche Unter­schied zwi­schen Basis, Top und Pre­mi­um liegt häu­fig in der Deckungs­sum­me, in der Mit­ver­si­che­rung von Reit­be­tei­li­gun­gen und in Zusatz­leis­tun­gen wie Miet­sach­schä­den, Neu­wert­ent­schä­di­gung oder Ret­tungs und Ber­gungs­kos­ten.

Die Tabel­len sind als Ori­en­tie­rung gedacht. Maß­geb­lich sind immer die Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen und der kon­kre­te Antrag. Wenn Sie unsi­cher sind, wel­cher Tarif für Ihr Pferd sinn­voll ist, prü­fen wir das für Sie anhand Nut­zung, Alter, Gesund­heits­la­ge und typi­schen Risi­ko­si­tua­tio­nen wie Trans­port, Reit­be­tei­li­gung, Tur­nie­re oder Jung­pferd mit Chip Risi­ko.

Bar­me­nia Pfer­de OP Ver­si­che­rung im Ver­gleich

Leis­tung Basis Top Pre­mi­um
Emp­feh­lung
Ver­si­cher­te Ope­ra­tio­nen Alle Alle Alle
Ope­ra­ti­ons­kos­ten Ein­schließ­lich fol­gen­der Ein­grif­fe unter Nar­ko­se:
✅ Wund­ver­sor­gung durch Nähen oder Klam­mern
✅ Zahn­ent­fer­nun­gen (auch Wolfs­zäh­ne)
✅ Zahn­wur­zel­be­hand­lun­gen
bis 2.500 EUR / OP
freie Tier­arzt­wahl (welt­weit)
Erstat­tung nach GOT 2‑fach 2‑fach 2‑fach (4‑fach im Not­fall)
Unter­su­chung zur OP Inkl. Vor­be­richt, kli­ni­sche sowie spe­zi­el­le Unter­su­chung wie z. B. Endo­sko­pie, Biop­sie, Labor
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren bis 1.000 EUR / Fall
Unter­brin­gungs­kos­ten 15 EUR/Tag (max. 7 Tage) 30 EUR/Tag (max. 10 Tage) ✅ (max. 14 Tage)
Gelenk­chip-OP Bei Gelen­k­ope­ra­tio­nen bei z. B. OCD, Chips, Bir­keland­frak­tu­ren: beson­de­re War­te­zeit von 12 Mona­ten bis 1.500 EUR / OP
Not­fall­ver­sor­gung (tier­ärzt­li­cher Not­dienst) Bis zum 4‑fachen Satz der GOT – inkl. Not­dienst­ge­bühr bei Nacht, am Wochen­en­de und an Fei­er­ta­gen
Nach­be­hand­lung Auch sta­tio­när – z. B. für Wund­be­hand­lun­gen 7 Tage 10 Tage 14 Tage
Aus­lands­schutz Bei vor­über­ge­hen­den Aus­lands­auf­ent­hal­ten (max. 12 Mona­te) gilt welt­wei­ter Ver­si­che­rungs­schutz
Selbst­be­tei­li­gung Wähl­bar: 0, 250, 500 oder 1.000 EUR je Ver­si­che­rungs­fall mög­lich mög­lich mög­lich
* Maß­geb­lich sind die aktu­el­len Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen der Bar­me­nia Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung.

Bar­me­nia Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht im Ver­gleich

Leis­tung Basis-Schutz Top-Schutz Pre­mi­um-Schutz
Foh­len des ver­si­cher­ten Eltern­tie­res
bis zum Alter von 12 Mona­ten
Personen‑, Sach- und Ver­mö­gens­schä­den 5 Mio. EUR 100 Mio. EUR*
50 Mio. EUR*
10 Mio. EUR*
*max. 15 Mio. EUR je geschä­dig­te Per­son
100 Mio. EUR*
50 Mio. EUR*
20 Mio. EUR*
*max. 15 Mio. EUR je geschä­dig­te Per­son
welt­wei­ter Ver­si­che­rungs­schutz
bei vor­über­ge­hen­dem Aus­lands­auf­ent­halt
welt­weit 3 Jah­re,
inner­halb Euro­pas 5 Jah­re
welt­weit 5 Jah­re,
inner­halb Euro­pas unbe­grenzt
unbe­grenzt
Reit­be­tei­li­gun­gen
mit­ver­si­chert sind auch Ansprü­che gegen den Ver­si­che­rungs­neh­mer
Miet­sach­schä­den an gelie­he­nen und gemie­te­ten Pfer­de­trans­port­an­hän­gern sofern die­se für pri­va­te Zwe­cke genutzt wer­den bis 10.000 EUR
150 EUR SB
bis 10.000 EUR
150 EUR SB
Neu­wert­ent­schä­di­gung Für Sachen, die nicht älter als 1 Jahr sind, mit einem Neu­preis bis zu 5.000 EUR
Schä­den an frem­dem Reit­zu­be­hör inkl. „Sat­tel zur Pro­be“ bis 10.000 EUR
150 EUR SB
bis 10.000 EUR
150 EUR SB
Ret­tungs- und Ber­gungs­kos­ten bis zur Ver­si­che­rungs­sum­me
* Maß­geb­lich sind die gül­ti­gen Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen der Bar­me­nia Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung.

Wenn Sie eher sel­ten trans­por­tie­ren und kei­ne Reit­be­tei­li­gung haben, kann ein Basis­schutz in der Haft­pflicht als Ein­stieg pas­sen. Sobald Reit­be­tei­li­gun­gen, regel­mä­ßi­ge Trans­por­te, Tur­nie­re oder frem­des Reit­zu­be­hör rea­lis­tisch sind, lohnt sich in vie­len Fäl­len der Blick auf Top oder Pre­mi­um, weil genau dort die typi­schen Pra­xis­lü­cken geschlos­sen wer­den. Beim OP Schutz ist Pre­mi­um vor allem dann inter­es­sant, wenn Sie die Not­dienst­re­ge­lung und den erwei­ter­ten Leis­tungs­rah­men aus­drück­lich mit absi­chern möch­ten.

Bei­trä­ge rea­lis­tisch ein­ord­nen, statt nur „ab-Prei­se“ ver­glei­chen

Was kos­tet die Bar­me­nia Pfer­de­ver­si­che­rung?

Die Bar­me­nia bie­tet zwei getrenn­te Tier­ver­si­che­run­gen für Pfer­de, die Sie ein­zeln oder zusam­men nut­zen kön­nen: die Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung und die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht. Was Sie am Ende zah­len, hängt weni­ger vom „Mar­ken­na­men“ ab, son­dern vor allem von Tarif­stu­fe, Selbst­be­tei­li­gung, Deckungs­sum­me (Haft­pflicht) und eini­gen Detail­ent­schei­dun­gen, die spä­ter im Ernst­fall einen gro­ßen Unter­schied machen. Damit Sie die Bei­trä­ge sau­ber ein­ord­nen kön­nen, fin­den Sie hier nach­voll­zieh­ba­re Bei­spiel­wer­te und die wich­tigs­ten Stell­schrau­ben, an denen sich Preis und Leis­tung in der Pra­xis ver­än­dern.

Bei der Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung ist die Selbst­be­tei­li­gung einer der größ­ten Hebel. Je höher Sie sie wäh­len, des­to nied­ri­ger fällt der Bei­trag aus. Gleich­zei­tig lohnt sich ein Blick auf die Leis­tungs­lo­gik: In den Tari­fen sind unter ande­rem Erstat­tung nach GOT-Sät­zen gere­gelt, beim Pre­mi­um­schutz sind im Not­dienst höhe­re GOT-Sät­ze mög­lich. Wich­tig für die Pla­nung: Es gilt eine all­ge­mei­ne War­te­zeit von 3 Mona­ten, bei Bauch­höh­len-OPs (Kolik) beträgt die War­te­zeit 5 Tage. Pfer­de sind bis ein­schließ­lich 19 Jah­re ver­si­cher­bar.

Bei­spiel­wer­te (OP, monat­lich):
Bei­spiel­rech­nung bei 100 % Erstat­tung und 250 € Selbst­be­tei­li­gung:

  • Basis: 35,80 € / Monat

  • Top: 51,27 € / Monat

  • Pre­mi­um: 75,15 € / Monat

Wenn Sie eine höhe­re Selbst­be­tei­li­gung wäh­len, kann der Ein­stieg ent­spre­chend güns­ti­ger aus­fal­len.

Bei der Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht beein­flus­sen vor allem Deckungs­sum­me und Selbst­be­tei­li­gung den Preis. Zusätz­lich rele­vant sind Leis­tungs­bau­stei­ne wie Reit­be­tei­li­gung, Miet­sach­schä­den oder Aus­lands­de­ckung, die je nach Tarif­stu­fe unter­schied­lich stark aus­ge­prägt sind. Wer meh­re­re Pfer­de ver­si­chert, kann je nach Kon­stel­la­ti­on über Rabat­te spür­bar spa­ren.

Bei­spiel­wer­te (Haft­pflicht, jähr­lich):

  • Basis: 99,02 € ohne SB oder 79,22 € mit 150 € SB

  • Top: 122,93 € ohne SB oder 98,34 € mit 150 € SB

  • Pre­mi­um: 145,16 € ohne SB oder 116,11 € mit 150 € SB

Spar­mög­lich­kei­ten, die vie­le über­se­hen:

  • 50 % Rabatt auf den güns­ti­ge­ren Ver­trag bei Ver­si­che­rung von zwei Pfer­den (Kon­stel­la­ti­ons­ab­hän­gig)

  • Bei­trags­nach­lass ab 50 bzw. ab 60 Jah­ren (laut Anbie­ter­re­ge­lung)

Mit dem Online-Rech­ner kön­nen Sie nicht nur die Kos­ten berech­nen, son­dern erhal­ten auch direkt ein indi­vi­du­el­les Ange­bot für Ihre Bar­me­nia Pfer­de­ver­si­che­rung.

Drei Absi­che­rungs­ar­ten, drei unter­schied­li­che Risi­ken

Was Sie als Pfer­de­hal­ter sonst noch wis­sen soll­ten

Vie­le ver­wech­seln „Pfer­de­ver­si­che­rung“ mit einem ein­zi­gen Ver­trag. In der Pra­xis gibt es drei The­men, die Sie getrennt betrach­ten soll­ten: OP-Kos­ten (Tier­kli­nik), Haf­tungs­ri­si­ken (Schä­den an Drit­ten) und eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung für lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten. Wich­tig für die Ein­ord­nung: Bei der Bar­me­nia erhal­ten Sie aktu­ell OP-Schutz und Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht, eine voll­wer­ti­ge Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung wird dort in die­ser Form nicht als eige­ner Tarif­bau­stein ange­bo­ten. Wenn Sie umfas­sen­den Gesund­heits­schutz möch­ten, braucht es daher ent­we­der eine Kom­bi­na­ti­on mit ande­ren Anbie­tern oder eine kla­re Prio­ri­sie­rung der Risi­ken.

Frau umarmt ihr braunes Pferd in sonnigem Außenbereich, beide wirken entspannt – Symbolbild für emotionale Bindung und OP-Vorsorge.
Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung

Wenn Ihr Pferd ope­riert wer­den muss, geht es schnell um meh­re­re tau­send Euro. Eine OP-Ver­si­che­rung über­nimmt je nach Tarif die Kos­ten für not­wen­di­ge Ein­grif­fe unter Nar­ko­se und kann auch Nach­be­hand­lung, Unter­brin­gung und Dia­gnos­tik ein­schlie­ßen. Ent­schei­dend sind Erstat­tung nach GOT, War­te­zei­ten und die Fra­ge, wie Not­fäl­le abge­deckt sind.

Frau steht an einem Pferdegehege und legt Stirn an den Kopf eines braunen Pferdes – Symbolbild für Nähe, Verantwortung und Haftung.
Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht

Ver­letzt Ihr Pferd eine Per­son oder beschä­digt frem­des Eigen­tum, kön­nen sehr hohe For­de­run­gen ent­ste­hen. Die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht schützt Sie vor die­sen finan­zi­el­len Fol­gen. Ach­ten Sie beson­ders auf Deckungs­sum­me, Aus­lands­schutz und ob Reit­be­tei­li­gung, Fremd­rei­ter oder Miet­sach­schä­den am Stall sau­ber gere­gelt sind.

Junge Frau berührt liebevoll die Nüstern eines braunen Pferdes auf der Weide – Symbolbild für Vertrauen, Fürsorge und Tiergesundheit.
Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung

Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung ist für lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten gedacht, also über rei­ne OPs hin­aus. Sie kann je nach Tarif z. B. ambu­lan­te Behand­lun­gen, Medi­ka­men­te oder Vor­sor­ge­leis­tun­gen abde­cken. Wenn Sie die­sen Rund­um­schutz suchen, lohnt ein Blick auf Anbie­ter, die eine ech­te Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung anbie­ten oder auf pas­sen­de Kom­bi­na­tio­nen aus OP-Schutz und Zusatz­bau­stei­nen.

Ver­ant­wor­tung zei­gen, bevor es teu­er wird

Früh­zei­tig absi­chern statt spä­ter impro­vi­sie­ren

Ein Pferd ist Lei­den­schaft, aber auch ein ech­tes Kos­ten und Haf­tungs­the­ma. Es reicht ein unglück­li­cher Moment auf dem Hof oder ein medi­zi­ni­scher Not­fall, und schon ste­hen Ent­schei­dun­gen an, die nie­mand unter Zeit­druck tref­fen möch­te. Genau des­halb lohnt es sich, Absi­che­rung nicht erst dann anzu­ge­hen, wenn etwas pas­siert ist, son­dern dann, wenn Sie frei ent­schei­den kön­nen, ohne Stress, ohne Eile und ohne das Gefühl, etwas über­se­hen zu haben.

1) Haf­tung ist sofort da, Ver­si­che­rung nicht auto­ma­tisch
Als Pfer­de­hal­ter haf­ten Sie für Schä­den, die Ihr Tier ver­ur­sacht. Das kann auch ohne eige­nes Ver­schul­den pas­sie­ren, weil das Gesetz hier sehr streng ist. Eine Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht ist in Deutsch­land zwar nicht gesetz­lich vor­ge­schrie­ben, sie gehört aber zu den wich­tigs­ten Grund­la­gen, weil Per­so­nen und Sach­schä­den schnell Sum­men errei­chen, die pri­vat kaum plan­bar sind. Häu­fig wird eine Haft­pflicht auch indi­rekt erwar­tet, zum Bei­spiel durch Stall­ver­trä­ge, Reit­be­tei­li­gun­gen oder Ver­an­stal­ter­an­for­de­run­gen. Wer das früh sau­ber regelt, spart sich spä­te­re Dis­kus­sio­nen und ver­mei­det Lücken.

2) Beim OP Schutz ent­schei­den Details, nicht das Bauch­ge­fühl
Ope­ra­tio­nen sind sel­ten plan­bar. Kolik, Frak­tu­ren, Ver­let­zun­gen oder Ein­grif­fe am Gelenk sind typi­sche Grün­de, war­um es plötz­lich schnell gehen muss. Ob eine OP Ver­si­che­rung sinn­voll ist, hängt von Ihrem Bud­get, dem Alter und Gesund­heits­zu­stand des Pfer­des sowie der Nut­zung ab. In der Pra­xis sind drei Punk­te ent­schei­dend: Wel­che Ein­grif­fe gel­ten als ver­si­chert, wie wird nach GOT erstat­tet und wel­che Regeln gel­ten für Not­dienst, Dia­gnos­tik, Unter­brin­gung und Nach­be­hand­lung. Wer erst im Ernst­fall merkt, dass War­te­zei­ten, Aus­schlüs­se oder Leis­tungs­li­mits grei­fen, ist zu spät dran.

3) Frü­her Abschluss hilft bei War­te­zei­ten und Annah­me­fra­gen
Vie­le Tari­fe arbei­ten mit War­te­zei­ten und Gesund­heits­fra­gen. Das ist kein „Trick“, son­dern ein Mecha­nis­mus, um bestehen­de Risi­ken vom Ver­si­che­rungs­schutz abzu­gren­zen. Je frü­her Sie sich küm­mern, des­to eher sind War­te­zei­ten erfüllt, und des­to gerin­ger ist das Risi­ko, dass Vor­er­kran­kun­gen zu Aus­schlüs­sen, Zuschlä­gen oder einer Ableh­nung füh­ren. Das gilt beson­ders, wenn Sie gera­de ein Pferd kau­fen, den Stall wech­seln oder eine Reit­be­tei­li­gung pla­nen. Hier ent­ste­hen in der Pra­xis die meis­ten Miss­ver­ständ­nis­se.

Wir prü­fen nicht nur Bei­trä­ge, son­dern lesen Bedin­gun­gen, ver­glei­chen Alter­na­ti­ven und zei­gen Ihnen klar, wo Gren­zen lie­gen. Wenn ein Tarif gut klingt, aber bei Not­dienst, Nach­be­hand­lung oder spe­zi­el­len OP Arten schwach ist, sagen wir das offen. Umge­kehrt nen­nen wir Ihnen auch die Fäl­le, in denen ein güns­ti­ge­rer Schutz völ­lig aus­reicht. Ziel ist, dass Sie eine Ent­schei­dung tref­fen, die zu Ihrem Pferd passt und sich auch in zwei Jah­ren noch rich­tig anfühlt.

Ant­wor­ten auf Fra­gen, die sich vie­le Pfer­de­hal­ter stel­len

Was Sie schon immer über die Bar­me­nia Pfer­de­ver­si­che­rung wis­sen woll­ten

Bei der Bar­me­nia sind das in der Regel zwei getrenn­te Bau­stei­ne: die Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung für chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe und die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht für Schä­den, die Ihr Pferd ande­ren zufügt. Bei­des kön­nen Sie sepa­rat abschlie­ßen oder je nach Bedarf kom­bi­nie­ren. In der Bera­tung geht es meist zuerst um Ihre Nut­zung (Frei­zeit, Sport, Zucht), das Risi­ko im Stall­all­tag und die Fra­ge, ob Sie eher OP-Kos­ten, Haf­tungs­ri­si­ken oder bei­des absi­chern wol­len.

Üblich ist eine Staf­fe­lung in Basis, Top und Pre­mi­um. Der Kern­un­ter­schied liegt in der maxi­ma­len Erstat­tung je Ope­ra­ti­on und in Zusatz­leis­tun­gen (zum Bei­spiel höhe­re Erstat­tungs­gren­zen, wei­te­re OP-Arten, bes­se­re Not­fall­ab­si­che­rung). Für die Aus­wahl ist nicht nur „viel hilft viel“ wich­tig, son­dern ob Ihr Pferd eher ein Kolik-Risi­ko hat, ob Sie oft in Kli­ni­ken behan­deln las­sen und wie hoch Ihr Bud­get pro Jahr rea­lis­tisch ist.

Das hängt vom Tarif ab. Typisch ist eine fes­te Ober­gren­ze je OP in den güns­ti­ge­ren Stu­fen und eine deut­lich höhe­re Absi­che­rung im Pre­mi­um­ta­rif. Wich­tig ist: Ent­schei­dend ist immer, ob die jewei­li­ge Ope­ra­ti­on nach Bedin­gun­gen als ver­si­chert gilt und wel­che Kos­ten­ar­ten ein­be­zo­gen sind (OP, Dia­gnos­tik, Unter­brin­gung, Nach­be­hand­lung).

Tier­ärz­te rech­nen nach der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te (GOT) ab. Vie­le OP-Tari­fe ori­en­tie­ren sich an einem bestimm­ten GOT-Satz. Das ist für Sie rele­vant, weil Behand­lun­gen in Kli­ni­ken oder im Not­dienst schnell teu­rer wer­den kön­nen. Wenn ein Tarif im Not­fall einen höhe­ren Satz mit­trägt, sinkt Ihr Risi­ko, auf einem grö­ße­ren Eigen­an­teil sit­zen zu blei­ben.

Bei OP-Ver­si­che­run­gen ist eine all­ge­mei­ne War­te­zeit üblich. Häu­fig gibt es für Kolik einen ver­kürz­ten Ein­stieg, weil Kolik­fäl­le prak­tisch nicht plan­bar sind. Für Unfäl­le gilt je nach Tarif­kon­zept oft ein sofor­ti­ger Schutz. Ob und wel­che Son­der­war­te­zei­ten für bestimm­te Dia­gno­sen gel­ten, steht in den Bedin­gun­gen und soll­te vor Abschluss sau­ber geprüft wer­den, damit es im Ernst­fall kei­ne Über­ra­schung gibt.

Vie­le OP-Tari­fe ermög­li­chen die freie Wahl von Tier­arzt und Tier­kli­nik. Für Auf­ent­hal­te im Aus­land gibt es meist kla­re Zeit­gren­zen und Regeln, ab wann es als „vor­über­ge­hend“ gilt. Wenn Sie Tur­nie­re oder län­ge­re Aus­lands­auf­ent­hal­te pla­nen, soll­te das vor Abschluss in den Tarif­de­tails geprüft wer­den, weil das in der Pra­xis ein häu­fi­ger Leis­tungs­fall ist (Not­fäl­le auf Rei­sen, Kli­nik im Aus­land).

Gute OP-Tari­fe erstat­ten nicht nur den chir­ur­gi­schen Ein­griff, son­dern auch Begleit­kos­ten wie Vor­un­ter­su­chung, bestimm­te bild­ge­ben­de Dia­gnos­tik, Unter­brin­gungs­kos­ten im Kli­nik­auf­ent­halt und Nach­be­hand­lung inner­halb defi­nier­ter Gren­zen. Genau die­se Gren­zen unter­schei­den Tari­fe am stärks­ten. Wenn Sie „Pre­mi­um­schutz“ erwar­ten, soll­ten Sie des­halb nicht nur auf die OP-Sum­me schau­en, son­dern auch auf Dia­gnos­tik und Nach­be­hand­lung, weil dort in der Pra­xis schnell meh­re­re hun­dert bis tau­send Euro zusam­men­kom­men kön­nen.

Ja, OP-Tari­fe sind meist an ein maxi­ma­les Auf­nah­me­al­ter gekop­pelt, bei Bar­me­nia maxi­mal 19 Jah­re bei Ein­tritt. Dazu kom­men Annah­me­kri­te­ri­en, die sich am Gesund­heits­zu­stand ori­en­tie­ren. Je frü­her Sie absi­chern, des­to leich­ter ist es in der Regel, ohne Ein­schrän­kun­gen ange­nom­men zu wer­den. Wenn es Vor­er­kran­kun­gen gibt, ist eine struk­tu­rier­te Vor­prü­fung wich­tig, damit Sie kei­ne fal­schen Erwar­tun­gen an den Leis­tungs­um­fang haben.

Tier OP-Ver­si­che­run­gen zah­len in der Regel für medi­zi­nisch not­wen­di­ge Ein­grif­fe, nicht für plan­ba­re oder kos­me­ti­sche Maß­nah­men. Eben­falls kri­tisch sind bekann­te Vor­er­kran­kun­gen oder bereits ange­ra­te­ne Behand­lun­gen vor Ver­trags­be­ginn. Das klingt banal, ist aber der häu­figs­te Grund für Streit im Leis­tungs­fall. Des­halb soll­ten Gesund­heits­an­ga­ben immer voll­stän­dig und wahr­heits­ge­mäß sein.

Die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht über­nimmt Personen‑, Sach- und Ver­mö­gens­schä­den, wenn Ihr Pferd einen Scha­den ver­ur­sacht. Das umfasst typi­sche Sze­na­ri­en wie ein Unfall beim Aus­ritt, Schä­den im Stall, auf der Kop­pel oder beim Trans­port, abhän­gig vom Tarif und den ein­ge­schlos­se­nen Risi­ken. Für vie­le Pfer­de­hal­ter ist das der wich­tigs­te Basis­schutz, weil Haf­tungs­for­de­run­gen schnell exis­tenz­re­le­vant wer­den kön­nen.

Genau hier lohnt sich der Blick in die Tarif­stu­fe. Vie­le Tari­fe regeln expli­zit, ob Reit­be­tei­li­gun­gen und Fremd­rei­ter ein­ge­schlos­sen sind und wie es mit Foh­len des ver­si­cher­ten Pfer­des aus­sieht. Wenn Ihr Pferd regel­mä­ßig von Drit­ten gerit­ten wird oder Sie Reit­be­tei­li­gun­gen haben, soll­te das nicht „irgend­wie“ pas­sen, son­dern ein­deu­tig im Tarif ent­hal­ten sein.

Im OP-Fall rei­chen Sie übli­cher­wei­se Rech­nun­gen und tier­ärzt­li­che Unter­la­gen ein, bei Haft­pflicht­schä­den zusätz­lich Anga­ben zum Her­gang, Fotos, Zeu­gen und For­de­run­gen des Geschä­dig­ten. Für Kün­di­gung oder Wech­sel gilt: erst neu­en Schutz sicher bestä­ti­gen las­sen, dann den alten Ver­trag been­den. Sonst ris­kie­ren Sie eine Deckungs­lü­cke, die im Pfer­de­be­reich beson­ders teu­er wer­den kann.

Was häu­fig auf­tritt und was es kos­ten kann

Die­se Krank­heits­bil­der soll­ten Sie als Pfer­de­hal­ter ken­nen

Auch bei guter Hal­tung und Pfle­ge blei­ben bestimm­te Erkran­kun­gen beim Pferd lei­der ein rea­lis­ti­sches Risi­ko. Man­che Fäl­le kom­men plötz­lich und wer­den zum Not­fall, ande­re ent­wi­ckeln sich schlei­chend und zie­hen Dia­gnos­tik, The­ra­pie und Reha über Wochen oder Mona­te nach sich. Für die Ent­schei­dung zur pas­sen­den Absi­che­rung ist es hilf­reich, typi­sche Sze­na­ri­en und Kos­ten­ord­nun­gen zu ken­nen. Die fol­gen­den drei Bei­spie­le zei­gen, was im All­tag häu­fig vor­kommt und war­um ein OP-Schutz je nach Situa­ti­on finan­zi­ell ent­las­ten kann. Die Zah­len sind Richt­wer­te, denn Regi­on, Kli­nik, Ver­lauf und Behand­lungs­um­fang machen in der Pra­xis viel aus.

Kolik

Aku­ter Not­fall mit poten­zi­ell lebens­be­droh­li­chem Ver­lauf

Kolik zählt zu den häu­figs­ten Not­fäl­len in der Pfer­de­me­di­zin. Je nach Ursa­che rei­chen die Maß­nah­men von Medi­ka­men­ten und Infu­sio­nen bis zur schnel­len Ein­wei­sung in die Kli­nik. In schwe­ren Fäl­len ist eine Ope­ra­ti­on not­wen­dig, oft unter gro­ßem Zeit­druck. Genau hier ent­ste­hen die höchs­ten Kos­ten, weil neben der OP auch sta­tio­nä­re Unter­brin­gung, Über­wa­chung und Nach­sor­ge dazu­kom­men.

Typi­sche Kos­ten (inkl. OP und Kli­nik­auf­ent­halt): 7.000–18.000 €

Chips im Gelenk (OCD)

Häu­fi­ge ortho­pä­di­sche Ursa­che für Lahm­hei­ten bei jun­gen Pfer­den

Gelenk­chips (Osteo­chon­dro­sis dis­se­cans) ent­ste­hen oft wäh­rend des Wachs­tums und fal­len nicht sel­ten beim Anrei­ten oder in der Aus­bil­dung auf. Die Behand­lung erfolgt häu­fig ope­ra­tiv, zum Bei­spiel arthro­sko­pisch. Der Ein­griff ist meist gut plan­bar, aber trotz­dem kost­spie­lig, weil Dia­gnos­tik, OP und Nach­kon­trol­len zusam­men­kom­men. Bei Jung­pfer­den ist das ein klas­si­scher Fall, bei dem ein OP-Tarif spür­bar hel­fen kann.

Typi­sche Kos­ten: 2.000–4.500 €

Seh­nen­ver­let­zun­gen / Fes­sel­trä­ger­scha­den

Lang­an­hal­ten­de Lahm­heit und The­ra­pie über meh­re­re Mona­te

Seh­nen- und Fes­sel­trä­ger­pro­ble­me gehö­ren zu den häu­figs­ten ortho­pä­di­schen Dia­gno­sen, beson­ders bei Sport- und Frei­zeit­pfer­den. Oft beginnt es mit Dia­gnos­tik (z. B. Ultra­schall, teil­wei­se wei­ter­füh­ren­de Bild­ge­bung) und führt dann in eine län­ge­re Reha mit kon­trol­lier­ter Bewe­gung, Phy­sio und Ver­laufs­kon­trol­len. Je nach Schwe­re­grad kann auch ein ope­ra­ti­ves Vor­ge­hen nötig wer­den. Die Kos­ten ent­ste­hen hier häu­fig „schlei­chend“ und sum­mie­ren sich über die Zeit.

Typi­sche Kos­ten (kon­ser­va­tiv bis chir­ur­gisch): 1.500–6.000 €

Leis­tungs­gren­zen, War­te­zei­ten und Aus­schlüs­se ken­nen, bevor der Ernst­fall ein­tritt

Was Sie vor Ver­trags­ab­schluss der Bar­me­nia Pfer­de­ver­si­che­rung wis­sen soll­ten

Bei der Bar­me­nia Pfer­de­ver­si­che­rung geht es in der Pra­xis vor allem um zwei getrenn­te The­men: den OP-Schutz fürs Pferd und die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht für Schä­den an Drit­ten. Damit Sie spä­ter kei­ne bösen Über­ra­schun­gen erle­ben, soll­ten Sie vor dem Abschluss weni­ger auf Wer­be­aus­sa­gen schau­en, son­dern auf die Punk­te, die im Leis­tungs­fall wirk­lich zäh­len: War­te­zei­ten, beson­de­re War­te­zei­ten bei typi­schen Pfer­de-The­men (z. B. Gelenk), kla­re Aus­schlüs­se und die Fra­ge, wie hoch im Not­dienst tat­säch­lich erstat­tet wird.

Bei der OP-Absi­che­rung sind War­te­zei­ten einer der wich­tigs­ten Stol­per­stei­ne. In den Bar­me­nia-Unter­la­gen ist eine all­ge­mei­ne War­te­zeit von 3 Mona­ten vor­ge­se­hen. Für Bauch­höh­len-OPs (Kolik) gilt eine deut­lich kür­ze­re War­te­zeit von 5 Tagen. Das klingt erst ein­mal ein­fach, wird in der Pra­xis aber dann kri­tisch, wenn bereits vor Ver­trags­be­ginn Sym­pto­me, Befun­de oder Dia­gno­sen im Raum stan­den. Denn was vor Beginn oder inner­halb der War­te­zeit „kli­nisch rele­vant“ war, kann dazu füh­ren, dass genau die­se Erkran­kung und ihre Fol­gen spä­ter dau­er­haft nicht mit­ver­si­chert sind.

Zusätz­lich gibt es beson­de­re War­te­zei­ten, die vie­le Pfer­de­hal­ter erst auf dem zwei­ten Blick sehen. Gera­de bei ortho­pä­di­schen The­men wie OC/OCD, Chips oder Bir­keland­frak­tu­ren sind in den Bedin­gun­gen geson­der­te Fris­ten gere­gelt. Das ist rele­vant, weil genau die­se Dia­gno­sen häu­fig bei jun­gen Pfer­den auf­tau­chen und oft ope­ra­tiv gelöst wer­den. Wer hier zu spät abschließt oder Befun­de „mit­nimmt“, ris­kiert eine Lücke genau dort, wo man eigent­lich Sicher­heit woll­te.

Ein wei­te­rer Punkt, der im All­tag über Kos­ten ent­schei­det, ist die Erstat­tung nach GOT. Bei der Bar­me­nia ist die Erstat­tung je nach Tarif gere­gelt, im Pre­mi­um-Schutz wird im Not­fall ein höhe­rer GOT-Rah­men ermög­licht. Das ist vor allem bei Kli­nik­be­hand­lun­gen und im Not­dienst wich­tig, weil dort schnell höhe­re Sät­ze anfal­len kön­nen.

Wenn Sie den Markt­ver­gleich sau­ber machen möch­ten, hilft eine kla­re Ein­ord­nung: Die Alli­anz Pfer­de­ver­si­che­rung und die GHV Tier­ver­si­che­rung für Pfer­de tre­ten stark über die Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung auf, also mit einem Ansatz, der neben OPs auch lau­fen­de Heil­be­hand­lun­gen abbil­den kann.

Die Uelz­e­ner Pfer­de­ver­si­che­rung posi­tio­niert ihre OP-Lösung (auch die Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung) unter ande­rem mit einer Erstat­tung unab­hän­gig vom GOT-Satz. Das kann im Ver­gleich ein ech­ter Unter­schied sein, wenn Sie Wert auf kal­ku­lier­ba­re Erstat­tung auch bei teu­re­ren Kli­ni­ken legen.

Zusam­men­fas­sung

Die Bar­me­nia Pfer­de­ver­si­che­rung ist klar struk­tu­riert und besteht aus zwei getrenn­ten Lösun­gen: Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung für medi­zi­nisch not­wen­di­ge Ein­grif­fe und Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht für Schä­den an Drit­ten. Bei­de Bau­stei­ne sind in meh­re­ren Tarif­stu­fen ver­füg­bar und las­sen sich unab­hän­gig von­ein­an­der abschlie­ßen. Das ist prak­tisch, weil Sie gezielt dort absi­chern kön­nen, wo Ihr per­sön­li­ches Risi­ko liegt, zum Bei­spiel OP-Kos­ten in der Kli­nik oder Haf­tungs­fäl­le im Stall­all­tag.

Beim OP-Schutz lohnt der Blick auf die Details: Ent­schei­dend sind War­te­zei­ten, beson­de­re War­te­zei­ten bei bestimm­ten Dia­gno­sen und die Fra­ge, wel­che Kos­ten rund um eine OP tat­säch­lich mit­ge­tra­gen wer­den (z. B. Dia­gnos­tik, Unter­brin­gung, Nach­be­hand­lung). Eben­so wich­tig sind kla­re Aus­schlüs­se, damit Sie rea­lis­tisch ein­schät­zen kön­nen, wann der Tarif zahlt und wann nicht. Genau hier trennt sich ein „güns­ti­ger Ein­stieg“ von einem Schutz, der auch im Not­dienst und in der Kli­nik ver­läss­lich plan­bar ist.

Wich­tig für die Ein­ord­nung: Eine voll­wer­ti­ge Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung für lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten ist bei der Bar­me­nia in die­sem Pro­dukt­auf­bau nicht ver­füg­bar. Wenn Sie neben OP und Haft­pflicht auch Behand­lun­gen, Medi­ka­men­te und Dia­gnos­tik ohne OP absi­chern möch­ten, soll­ten Sie sich unse­ren Ver­gleich zur Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung anse­hen. Wenn Sie dage­gen vor allem OP-Risi­ken und Haf­tungs­fäl­le sau­ber und ver­ständ­lich abde­cken möch­ten, bie­tet die Bar­me­nia Pfer­de­ver­si­che­rung einen nach­voll­zieh­ba­ren, gut kom­bi­nier­ba­ren Grund­schutz, den wir als Mak­ler für Sie in Ruhe prü­fen und mit pas­sen­den Alter­na­ti­ven abglei­chen.

Häu­fi­ge Fra­gen

Wie beein­flusst das Alter mei­nes Pfer­des Bei­trag und Tarif­wahl?

Mit stei­gen­dem Alter stei­gen in der Regel Risi­ko und Bei­trag, teil­wei­se ist ab einem bestimm­ten Alter auch kei­ne Neu­auf­nah­me mehr mög­lich. Pra­xis­nah ist daher die Fra­ge: Möch­ten Sie einen güns­ti­gen Ein­stieg mit kla­rer Ober­gren­ze oder lie­ber einen Tarif, der auch bei teu­ren Kli­nik­ein­grif­fen weni­ger Rest­kos­ten­ri­si­ko lässt? Wenn Ihr Pferd noch jung ist, lohnt es sich meist, die Wei­chen früh zu stel­len.

Selbst­be­tei­li­gung senkt den Bei­trag, erhöht aber Ihren Eigen­an­teil im Leis­tungs­fall. Sinn­voll ist sie oft, wenn Sie Rück­la­gen haben und klei­ne­re OP-Kos­ten selbst tra­gen kön­nen. Wenn Sie dage­gen maxi­ma­le Plan­bar­keit wol­len, ist eine nied­ri­ge­re Selbst­be­tei­li­gung oft die ruhi­ge­re Lösung, gera­de bei Kolik oder Kli­nik­be­hand­lun­gen.

Typi­sche Eigen­an­tei­le ent­ste­hen durch Selbst­be­tei­li­gung, nicht ver­si­cher­te Leis­tun­gen, Gren­zen bei Diagnostik/Unterbringung/Nachbehandlung oder durch Kos­ten ober­halb des ver­si­cher­ten Rah­mens (zum Bei­spiel bei sehr hohen Abrech­nungs­sät­zen). Auch War­te­zei­ten kön­nen bedeu­ten, dass ein frü­her Leis­tungs­fall nicht erstat­tet wird. Genau des­halb soll­te man vor Abschluss die „har­ten Gren­zen“ ein­mal schwarz auf weiß prü­fen.

Das hängt von Ihrem Ziel ab. OP deckt gro­ße Ein­grif­fe ab, Haft­pflicht schützt vor Fremd­schä­den. Lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten, Medi­ka­men­te, The­ra­pien und Vor­sor­ge fal­len je nach Kon­zept unter eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung, die nicht jeder Anbie­ter in glei­cher Form anbie­tet. Wenn Sie die­se Kos­ten plan­bar abfe­dern möch­ten, lohnt sich ein Markt­ver­gleich, bevor Sie sich fest­le­gen.

Neben Lösun­gen rund um Pfer­de gibt es bei der Bar­me­nia auch Tier­ver­si­che­run­gen für Hun­de und Kat­zen. Je nach Tier­art ist der Schutz unter­schied­lich auf­ge­baut, zum Bei­spiel als OP-Schutz oder als Kran­ken­ver­si­che­rung mit brei­te­rem Leis­tungs­um­fang. Wenn Sie meh­re­re Tie­re absi­chern möch­ten, lohnt sich der getrenn­te Blick je Tier­art, weil Leis­tun­gen, War­te­zei­ten und Tarif­lo­gik nicht 1:1 über­trag­bar sind. Auf unse­ren Sei­ten zur Bar­me­nia Hun­de­ver­si­che­rung und Bar­me­nia Kat­zen­ver­si­che­rung fin­den Sie die jewei­li­gen Tari­fe, typi­sche Leis­tungs­gren­zen und die Punk­te, auf die es im Scha­den­fall wirk­lich ankommt.

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