Risikolebensversicherung berechnen: Schutz für Familie und Kredit
Beitrag berechnen, passende Summe und Laufzeit sauber wählen.
Risikolebensversicherung richtig berechnen: Summe, Laufzeit, Gesundheitsfragen
Eine Risikolebensversicherung sorgt dafür, dass Ihre Familie, Ihr Partner oder auch ein Geschäftspartner finanziell nicht ins Leere fällt, wenn Sie während der Laufzeit sterben. Typische Auslöser sind Kinder, ein gemeinsamer Immobilienkredit oder die Situation, dass Ihr Einkommen die laufenden Kosten trägt. Wichtig ist der richtige Erwartungsrahmen: Das ist kein Sparprodukt, sondern reiner Todesfallschutz. Genau deshalb sind Beiträge oft gut planbar. Entscheidend ist, dass Sie die Absicherung so gestalten, dass sie Ihre echte Lebensrealität abdeckt und nicht nur „irgendwie“ abgeschlossen ist.
Die häufigste Schwachstelle ist die Versicherungssumme. Zu niedrig heißt: Kreditrate oder Lebenshaltung werden im Ernstfall zur Belastung. Zu hoch heißt: unnötige Beiträge über Jahre. Als grobe Orientierung wird oft das 3- bis 5‑fache des Bruttojahreseinkommens genannt, offene Darlehen kommen in der Regel zusätzlich dazu. Genauso wichtig ist die Laufzeit. Sie sollte so lange reichen, bis Kinder finanziell selbstständig sind oder ein Kredit weitgehend getilgt ist. Und: Gesundheitsfragen müssen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden, sonst kann es später Probleme geben.
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Das Wichtigste im Überblick
- Die Risikolebensversicherung zahlt eine fest vereinbarte Summe, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt. Sie ist reiner Todesfallschutz und kein Sparprodukt.
- Sinnvoll ist sie besonders bei Familie, Immobilienkredit oder gemeinsamen finanziellen Verpflichtungen, damit Hinterbliebene Miete, Darlehen und Lebenshaltung weiter stemmen können.
- Die Versicherungssumme sollte realistisch geplant werden: laufende Kosten, offene Restschulden und ein finanzieller Puffer gehören in die Rechnung. Zu niedrig schützt nicht, zu hoch kostet unnötig Beitrag.
- Die Laufzeit richtet sich nach dem Zweck der Absicherung, zum Beispiel bis zur Kreditablösung oder bis Kinder finanziell selbstständig sind. Eine passende Laufzeit ist oft wichtiger als „maximal lange“.
- Beiträge hängen vor allem von Alter, Gesundheit, Versicherungssumme, Laufzeit und Beruf/Risiken ab. Gesundheitsfragen müssen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden, sonst drohen später Probleme bei der Leistung.
- Entscheidend sind nicht nur Eurobeträge, sondern auch Tarifdetails wie Nachversicherungsmöglichkeiten (Anpassung bei Heirat/Geburt/Kredit), Regelungen bei Rauchern und die saubere Benennung der bezugsberechtigten Person.
Absicherung passend zu Ihrer Lebenslage
Wann ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll und für wen?
Eine Risikolebensversicherung ist dann sinnvoll, wenn Ihr Wegfall finanzielle Folgen für andere hätte. Das betrifft nicht nur Familien, sondern auch laufende Kredite und geschäftliche Partnerschaften. Entscheidend ist, welches Modell zu Ihrer Situation passt: ein einzelner Vertrag, zwei Verträge oder eine Absicherung über Kreuz. In den folgenden Tabs sehen Sie typische Anwendungsfälle und worauf Sie bei der Gestaltung achten sollten.
Wenn ein Einkommen den Alltag trägt, kann der Todesfall schnell zur finanziellen Belastung werden. Eine Risikolebensversicherung schafft hier Planbarkeit, weil eine feste Summe ausgezahlt wird, solange der Vertrag läuft. Wichtig ist, dass Summe und Laufzeit zu Ihrem Familienmodell passen und nicht „Pi mal Daumen“ gewählt sind.
Worauf Sie achten sollten:
Absicherung des Hauptverdieners oder beider Partner, je nach Haushaltsrechnung
Laufzeit passend zu Kinderalter und finanziellen Verpflichtungen
Bezugsberechtigte sauber festlegen, damit die Auszahlung im Ernstfall klar geregelt ist
Bei einer Baufinanzierung geht es oft um eine klare Frage: Kann der Kredit weiter bedient werden, wenn ein Darlehensnehmer stirbt? Eine Risikolebensversicherung kann das abfedern. Sie ist nicht automatisch Pflicht, wird aber im Rahmen von Finanzierungen häufig gefordert oder dringend empfohlen. Für Kredite ist oft eine fallende Versicherungssumme sinnvoll, weil die Restschuld mit der Zeit sinkt.
Vorteile in der Praxis:
Restschuld kann abgesichert werden, damit das Zuhause gehalten werden kann
Fallende Summe möglich (linear oder annuitätisch), passend zur Restschuldentwicklung
Absicherung lässt sich an Laufzeit und Tilgungsplan anlehnen
Bei Selbstständigen, GbR oder kleinen Unternehmen kann der Tod eines Partners mehr auslösen als nur Trauer. Es kann um laufende Verträge, Kunden, Kredite oder die Frage gehen, wie Anteile geregelt werden. Eine gegenseitige Absicherung kann Liquidität schaffen, damit der Betrieb handlungsfähig bleibt oder ein geplanter Übergang finanzierbar wird.
Typische Ziele:
Liquidität, um den Betrieb stabil zu halten
Kapital, um Anteile zu übernehmen oder Ausgleichszahlungen zu ermöglichen
Gestaltung passend zum Gesellschaftsvertrag, idealerweise abgestimmt mit Steuer- und Rechtsberatung
Risikolebensversicherung und Berufsunfähigkeit sichern unterschiedliche Risiken ab. Die Kombination kann bequem sein, ist aber nicht automatisch besser. In der Praxis entscheidet oft die Flexibilität: getrennte Verträge lassen sich meist leichter anpassen, während Kombi-Lösungen einfacher wirken können, aber bei Änderungen schneller zur Stolperfalle werden.
Wichtige Punkte vor der Entscheidung:
Laufzeiten müssen sauber zusammenpassen, sonst entsteht später eine Lücke
Flexibilität prüfen: Anpassung, Kündigung, Wechselmöglichkeiten
Leistung und Bedingungen der BU nicht „mitnehmen“, sondern aktiv vergleichen
Wenn Sie wissen, welcher Anwendungsfall zu Ihnen passt, ist der nächste Schritt der Vergleich. Wir schauen nicht nur auf den Beitrag, sondern auch auf die Punkte, die später wirklich zählen: Laufzeit, Summe, Bezugsrecht und Bedingungen. So vermeiden Sie Lücken und zahlen nicht für Schutz, den Sie gar nicht brauchen.
Individuelle Absicherung statt Pauschale, so finden Sie die richtige Summe
Wie hoch sollte die Risikolebensversicherung sein?
Die Versicherungssumme ist der Kern jeder Risikolebensversicherung. Sie entscheidet, ob Ihre Familie im Ernstfall laufende Kosten weitertragen kann, ob ein Immobilienkredit tragbar bleibt und ob finanzielle Verpflichtungen nicht zur Dauerbaustelle werden. Gleichzeitig soll der Beitrag bezahlbar bleiben. Darum lohnt es sich, die Summe nicht „aus dem Bauch“ zu wählen, sondern mit einer einfachen Logik zu berechnen und danach mit einer Faustregel gegenzuchecken.
Am besten starten Sie mit der Frage: Welche monatliche Lücke müsste im Todesfall geschlossen werden. Dafür nehmen Sie die laufenden Fixkosten Ihres Haushalts (Wohnen, Lebenshaltung, Betreuung, Versicherungen, Kredite) und ziehen ab, was dem Haushalt dann noch sicher zur Verfügung steht, zum Beispiel das Einkommen des Partners oder vorhandene Rücklagen, die wirklich dafür gedacht sind. Viele unterschätzen dabei die „unsichtbaren“ Kosten: Kinderbetreuung, Haushalt oder Pflege müssen im Zweifel ersetzt werden, auch das ist Geld.
Im zweiten Schritt legen Sie fest, wie lange diese Lücke abgesichert sein soll. Bei Familien orientiert man sich oft daran, bis wann Kinder voraussichtlich finanziell auf eigenen Beinen stehen oder eine Ausbildung abgeschlossen ist. Bei Paaren ohne Kinder kann der Zeitraum kürzer sein, wenn es vor allem um die Stabilisierung nach einem Schock geht. Je klarer Sie die Dauer wählen, desto passender wird die Summe.
Dann kommen die großen Einmalthemen dazu, allen voran offene Kredite. Bei einer Immobilienfinanzierung ist häufig sinnvoll, die Restschuld abzudecken, damit der überlebende Partner nicht unter Zeitdruck verkaufen muss. Dafür gibt es neben konstanten Summen auch Tarife mit fallender Versicherungssumme, die sich an einer sinkenden Restschuld orientieren und dadurch oft günstiger sind.
Wenn Sie eine schnelle Plausibilitätsprüfung brauchen, hilft eine Faustregel als Startpunkt: Häufig wird das drei bis fünf fache des Bruttojahreseinkommens genannt. Bestehen Kredite, wird die offene Kreditsumme zusätzlich berücksichtigt. Diese Regel ersetzt keine Berechnung, sie zeigt aber schnell, ob Ihre Planung grob in die richtige Richtung geht oder ob Sie sich deutlich verschätzt haben.
Zum Schluss lohnt ein Realitätscheck für den Beitrag. Eine höhere Summe schützt besser, sie kostet aber auch mehr. Wenn das Budget eng ist, ist es meist klüger, den Schutz sauber auf das wichtigste Ziel auszurichten (Familie oder Kredit) statt überall ein bisschen zu versichern. Prüfen Sie dabei auch, ob Ihr Vertrag Optionen zur späteren Anpassung bietet, etwa wenn Kinder kommen, geheiratet wird oder ein Kredit aufgenommen wird. Dann müssen Sie nicht heute schon „auf Vorrat“ zu hoch versichern, bleiben aber handlungsfähig, wenn sich Ihr Leben verändert.
Einzelvertrag, über Kreuz oder gemeinsam: Welche Variante passt zu Ihrer Situation?
Welche Vertragsmodelle gibt es bei der Risikolebensversicherung?
Je nach Lebenssituation kann dieselbe Absicherung sehr unterschiedlich aussehen. Entscheidend ist nicht nur die Versicherungssumme, sondern auch, wer Versicherungsnehmer ist, wer versichert ist und wer das Geld erhält. Genau daraus ergeben sich Unterschiede bei Flexibilität, Trennung, Kindern und auch bei der Frage, ob Erbschaftsteuer eine Rolle spielt. Wir zeigen Ihnen die drei gängigsten Modelle, mit klaren Vor und Nachteilen, damit Sie nicht „irgendwas“ abschließen, sondern eine Lösung, die in Ihrer Situation wirklich funktioniert.
In der Praxis begegnen uns drei Vertragsmodelle besonders häufig.
1) Zwei Einzelverträge (jeder versichert sein eigenes Leben)
Das ist die flexibelste Variante. Jeder Partner schließt einen eigenen Vertrag auf das eigene Leben ab und setzt den anderen als Bezugsberechtigten ein. Vorteil: Versicherungssumme und Laufzeit lassen sich je Person passend wählen, zum Beispiel wenn ein Partner deutlich mehr Einkommen ersetzt werden muss. Bei Trennung kann die Bezugsberechtigung unkompliziert geändert werden. Nachteil: Je nach Höhe der Summe und persönlichem Freibetrag kann die Auszahlung beim Empfänger erbschaftsteuerlich relevant sein, vor allem bei unverheirateten Paaren mit niedrigem Freibetrag.
2) Überkreuz-RLV (gegenseitige Absicherung, zwei Verträge)
Hier versichert jeder Partner das Leben des anderen und ist zugleich selbst bezugsberechtigt. Das Modell wird häufig genutzt, um das Erbschaftsteuer-Risiko bei unverheirateten Paaren oder bei Geschäftspartnern zu reduzieren, weil die Leistung in vielen Fällen nicht als „Erwerb von Todes wegen“ beim Begünstigten behandelt wird. Wichtig ist dabei Klarheit im Vertrag, denn die versicherte Person lässt sich später nicht einfach austauschen. Bei Trennung ist das Modell daher unflexibler, meist braucht es dann neue Verträge, wenn später eine andere Person abgesichert werden soll.
3) Partner oder verbundene Risikolebensversicherung (ein gemeinsamer Vertrag, zwei Leben)
Das ist oft die günstigste „Paar-Lösung“, weil nur ein Vertrag besteht. Sie hat aber einen zentralen Haken: Die Versicherungssumme wird in der Regel nur einmal gezahlt, nämlich beim ersten Todesfall. Danach endet der Vertrag, der überlebende Partner hat dann keinen eigenen Schutz mehr aus diesem Vertrag. Für Paare mit Kindern oder bei zwei Einkommen kann das zu wenig sein. Sinnvoll ist dieses Modell eher, wenn es vor allem um die Absicherung einer konkreten Restschuld geht und die Versorgung ansonsten gut geregelt ist.
| Merkmal im Vergleich | Modell 1: Zwei Einzelverträge |
Modell 2: Überkreuz-RLV |
Modell 3: Partner/Verbundene RLV |
|---|---|---|---|
| Anzahl Verträge | Zwei | Zwei | Ein gemeinsamer Vertrag |
| Individuelle Versicherungssummen möglich? | ✅Je Person passend wählbar | ✅Je Person passend wählbar | ❌Meist nur eine gemeinsame Summe |
| Erbschaftsteuer-Risiko bei Auszahlung an Partner | ⚠️Kann relevant sein, abhängig von Freibetrag | ✅In vielen Fällen vermeidbar (Vertragskonstellation) | ⚠️Kann relevant sein, abhängig von Freibetrag |
| Verhalten bei Trennung | ✅Bezugsrecht leicht änderbar | ❌Versicherte Person nicht austauschbar, oft neue Verträge nötig | ❌Vertrag meist nicht teilbar, häufig Kündigung/Neustart |
| Zweite Auszahlung möglich, wenn beide innerhalb der Laufzeit sterben? | ✅2× Versicherungssumme (zwei Verträge) | ✅2× Versicherungssumme (zwei Verträge) | ❌Meist nur 1× Versicherungssumme |
| Empfohlen für | Familien, flexible Planung Individuell, auch bei Einkommensunterschieden |
Unverheiratete Paare oder Geschäftspartner Häufig sinnvoll wegen Steuerthema |
Paare ohne Kinder oder Kreditfokus Einfach, aber mit klaren Grenzen |
Praxis-Tipp für Geschäftspartner: Wenn es um Unternehmensanteile, Kredite oder Liquidität im Todesfall geht, ist „über Kreuz“ oft die sauberste Logik, weil jeder für den eigenen Schutz zahlt und die Auszahlung in vielen Fällen nicht als Erbschaft behandelt wird.
Wichtig bei Kindern: Egal welches Modell Sie wählen, regeln Sie das Bezugsrecht eindeutig. Wenn Minderjährige abgesichert werden sollen, ist es sinnvoll, die Auszahlung und die Vertretung mit Blick auf Sorgerecht und Nachlassplanung sauber zu durchdenken. Das ersetzt keine Rechts oder Steuerberatung, verhindert aber viele Fehler in der Praxis.
Zusätzlicher Schutz für Familie, Eigentum und Vorsorge
Diese Versicherungen sollten Sie ebenfalls prüfen
Eine Risikolebensversicherung deckt ausschließlich den Todesfall ab. Das ist wichtig, löst aber nicht alle finanziellen Risiken im Alltag. Je nach Lebenssituation kann es sinnvoll sein, die Absicherung zu ergänzen, zum Beispiel wenn Ihr Einkommen Ihre laufenden Kosten trägt, ein Kredit läuft oder Sie Vermögen und Haushalt schützen möchten. Die folgenden Bausteine sind typische Ergänzungen. Nicht jede davon passt zu jedem. Genau deshalb lohnt sich ein kurzer Abgleich mit Ihrer Situation.
Wenn Sie dauerhaft nicht mehr arbeiten können, fällt Ihr Einkommen oft viel früher weg als man denkt. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert genau dieses Risiko ab. Sie schützt Sie selbst und sorgt dafür, dass Miete, Kreditrate und Alltag weiter finanzierbar bleiben. Das ist eine andere Lücke als bei der Risikolebensversicherung.
Eine Sterbegeldversicherung ist für Menschen gedacht, die Bestattungskosten planbar abdecken möchten. Sie zahlt im Todesfall eine fest vereinbarte Summe aus. Wichtig: Sie ersetzt keine Risikolebensversicherung, weil es hier meist um deutlich kleinere Beträge geht. Als Ergänzung kann sie sinnvoll sein, wenn Sie Angehörige entlasten möchten.
Die Hausratversicherung schützt Ihr bewegliches Eigentum, zum Beispiel Möbel, Technik und persönliche Dinge, bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Einbruchdiebstahl. Gerade für Familien und Haushalte mit höherem Inventarwert ist das oft eine sinnvolle Basis, unabhängig von der Risikolebensversicherung.
Zwei Risiken, eine Police: Was Sie über Kombi-Verträge wissen sollten
Risikolebensversicherung mit Berufsunfähigkeit: sinnvoll oder nicht?
Die Kombination aus Risikolebensversicherung und Berufsunfähigkeitsabsicherung klingt auf den ersten Blick logisch: ein Antrag, ein Beitrag, zwei zentrale Risiken abgedeckt. In der Praxis entscheidet aber nicht die Idee, sondern die Ausgestaltung. Denn Tod und Berufsunfähigkeit sind völlig unterschiedliche Leistungsfälle mit unterschiedlichen Laufzeiten, Gesundheitsprüfungen und Anpassungsbedarfen. Genau hier entstehen die typischen Stolpersteine. Wir zeigen Ihnen, wann eine Kombi-Police wirklich passt und wann zwei getrennte Verträge die sauberere Lösung sind.
Zuerst die klare Trennung: Eine Risikolebensversicherung zahlt eine einmalige Summe, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt. Eine Berufsunfähigkeitsabsicherung dagegen soll Ihr Einkommen schützen, wenn Sie voraussichtlich dauerhaft nicht mehr arbeiten können. Bei Kombi-Verträgen wird beides in einem Konstrukt abgebildet, meist als BUZ-Baustein zur Risikolebensversicherung oder umgekehrt, je nach Anbieter. Das kann funktionieren, bringt aber drei typische Risiken mit sich.
1) Laufzeit und Schutzlücken
In vielen Fällen endet der BU-Schutz früher als der Bedarf. Gerade wenn Kinder noch nicht aus dem Haus sind oder ein Kredit noch läuft, ist ein BU-Endalter von 60 oder 62 schlicht zu kurz. Wenn der BU-Teil endet, ist das nicht nur „ein Baustein weniger“, sondern kann eine echte Lücke reißen, weil in genau diesem Lebensabschnitt gesundheitliche Einschränkungen statistisch häufiger werden. Wichtig ist daher: Prüfen Sie, bis zu welchem Alter der BU-Schutz tatsächlich läuft und ob eine Verlängerung realistisch möglich ist. Bei Kombi-Verträgen kann eine spätere Umstellung komplizierter sein als bei getrennten Policen, weil Sie nicht nur einen Baustein ändern, sondern oft die gesamte Vertragslogik berühren.
2) Flexibilität bei Änderungen
Das Leben ändert sich: Heirat, Geburt, Immobilienkauf, Selbstständigkeit oder einfach ein höheres Einkommen. Bei getrennten Verträgen können Sie den Todesfallschutz und den BU-Schutz unabhängig voneinander anpassen, zum Beispiel die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung erhöhen, ohne den BU-Teil neu aufrollen zu müssen. In Kombi-Konstruktionen ist das häufig weniger flexibel. Je nach Tarif kann jede größere Anpassung eine neue Gesundheitsprüfung auslösen oder den Vertrag insgesamt in eine ungünstigere Richtung verschieben. Für die Praxis heißt das: Wenn Sie heute eine Kombi abschließen, sollten Sie prüfen, ob Nachversicherung, Erhöhungen und Laufzeitänderungen getrennt möglich sind oder ob alles am „einen Vertrag“ hängt.
3) Gesundheitsprüfung: Eine Ablehnung kann alles kippen
Die Gesundheitsprüfung für eine Berufsunfähigkeitsabsicherung ist in der Regel deutlich strenger als bei einer reinen Risikolebensversicherung. Das liegt daran, dass die BU das Risiko einer langen Leistungsdauer abdeckt und psychische Diagnosen, Rückenbeschwerden oder berufliche Belastungen oft stärker gewichtet werden. In einer Kombi kann es passieren, dass ein BU-Thema den gesamten Antrag erschwert oder verteuert. Bei getrennten Verträgen lässt sich häufig sauberer steuern, ob und wie Sie das Risiko absichern, zum Beispiel über eine anonyme Voranfrage oder über unterschiedliche Produktwege.
Wann kann eine Kombination sinnvoll sein?
Eine Kombi-Police kann passen, wenn sie so gebaut ist, dass sie Ihnen keinen Flexibilitätsnachteil bringt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Laufzeit und Leistungsumfang wirklich zu Ihrer Absicherungsdauer passen, wenn Anpassungen ohne neue Gesundheitsprüfung möglich sind und wenn im BU-Fall entweder eine echte Rente gezahlt wird oder der Beitrag übernommen wird, sodass der Todesfallschutz weiterlaufen kann. Entscheidend ist: Sie dürfen nicht „zwei Risiken in einem Vertrag“ kaufen, wenn Sie später keine Stellschrauben mehr haben.
Wann sind zwei Verträge in der Regel besser?
In vielen Fällen sind getrennte Verträge die sauberere Lösung, weil Sie Todesfallschutz und Einkommensschutz unabhängig planen können. Das ist besonders sinnvoll, wenn Sie eine lange Laufzeit für die Risikolebensversicherung brauchen (z. B. bis Kreditende), aber gleichzeitig die BU sehr individuell gestalten möchten (Endalter, Berufseinstufung, Rentenhöhe, Dynamik). Zwei Policen bedeuten zwar zwei Verträge, aber oft mehr Klarheit: Sie wissen genau, wofür Sie zahlen, was im Leistungsfall passiert und was Sie später ändern können, ohne das gesamte Konstrukt zu gefährden.
Mit einer Risikovoranfrage Klarheit gewinnen, bevor Sie einen Antrag stellen
Wie funktioniert die Risikovoranfrage bei der Risikolebensversicherung?
Nicht jeder Antrag auf eine Risikolebensversicherung wird automatisch zu Normalkonditionen angenommen. Wer Vorerkrankungen hat, in den letzten Jahren häufiger in Behandlung war oder regelmäßig Medikamente nimmt, muss je nach Konstellation mit Rückfragen, Zuschlägen oder im Extremfall mit einer Ablehnung rechnen. Genau hier hilft eine Risikovoranfrage. Sie verschafft Ihnen vorab ein realistisches Bild, welche Gesellschaft unter welchen Bedingungen versichern würde, ohne dass Sie direkt einen verbindlichen Antrag stellen müssen.
Eine Risikovoranfrage ist im Kern eine Vorprüfung, bevor „es ernst wird“. Sie dient dazu, die Annahmepolitik verschiedener Versicherer zu testen, ohne dass sofort ein offizieller Antrag im System des Versicherers landet. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Ihre Gesundheitshistorie nicht komplett „glatt“ ist. Denn eine formale Ablehnung kann spätere Anträge erschweren, weil viele Gesellschaften im Antrag fragen, ob bereits Anträge abgelehnt oder nur zu erschwerten Bedingungen angeboten wurden.
Der Ablauf ist in der Praxis klar strukturiert: Zuerst werden die Gesundheitsfragen so beantwortet, wie sie später auch im Antrag gestellt werden. Dazu gehören typischerweise nicht nur Diagnosen, sondern auch Arztbesuche, Behandlungen, Medikamente, Krankenhausaufenthalte und je nach Fall auch psychotherapeutische Behandlungen oder auffällige Befunde. Entscheidend ist dabei die Sorgfalt. Unvollständige oder beschönigte Angaben sind kein „Kavaliersdelikt“. Im Leistungsfall kann das zu einer Leistungskürzung oder sogar zur Leistungsablehnung führen, selbst wenn der Todesfall Jahre später eintritt und der Zusammenhang nicht offensichtlich wirkt. Genau deshalb ist es sinnvoll, Angaben vorab sauber zu strukturieren, idealerweise mit Arztberichten oder Entlassungsbriefen, damit Zeiträume und Befunde korrekt wiedergegeben werden.
Im zweiten Schritt wird diese Anfrage bei mehreren Versicherern platziert, damit Sie echte Vergleichbarkeit bekommen. Hier liegt der große Vorteil: Versicherer bewerten Risiken unterschiedlich. Was bei Gesellschaft A zu einem Zuschlag führt, kann bei Gesellschaft B zu normalen Konditionen versicherbar sein. Und selbst wenn ein Zuschlag notwendig ist, lässt sich oft besser einordnen, ob er angemessen ist, oder ob ein anderer Tarif eine fairere Lösung bietet. Für Sie heißt das: weniger Überraschungen, weniger unnötige Ablehnungen und eine deutlich bessere Planbarkeit, bevor Sie sich festlegen.
Typische Ergebnisse einer Risikovoranfrage lassen sich grob in vier Gruppen einteilen:
Annahme zu Normalkonditionen
Annahme mit Risikozuschlag (Beitrag wird erhöht)
Annahme mit Einschränkungen, je nach Versicherer (selten, aber möglich)
Ablehnung
Wichtig ist auch der Erwartungsrahmen: Eine Risikovoranfrage ist in der Regel unverbindlich, aber sie ist keine Garantie. Wenn später im Antrag andere Angaben gemacht werden oder Unterlagen fehlen, kann sich die Einschätzung ändern. Genau deshalb ist die sauberste Vorgehensweise: erst Risikovoranfrage, dann erst Antrag, und zwar mit identischem Gesundheitsbild.
Praxis-Tipp: Wenn Sie bereits wissen, dass Vorerkrankungen, längere Behandlungen oder komplexe Diagnosen vorliegen, sparen Sie mit einer Risikovoranfrage oft Wochen Zeit und vermeiden unnötige Ablehnungen. Gleichzeitig erhöht das Ihre Chance, einen Tarif zu finden, der preislich passt und im Leistungsfall keine unangenehmen Überraschungen produziert.
Vertiefende Antworten auf häufig gestellte Fragen aus der Praxis
Was Sie schon immer über die Risikolebensversicherung wissen wollten
Was ist eine Risikolebensversicherung?
Eine Risikolebensversicherung zahlt eine vorher vereinbarte Summe aus, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt. Sie dient nicht dem Vermögensaufbau, sondern der finanziellen Absicherung von Hinterbliebenen oder Verpflichtungen, etwa Familie oder Kredit. Entscheidend sind Versicherungssumme, Laufzeit und die korrekte Gestaltung des Bezugsrechts.
Für wen ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?
Sinnvoll ist sie immer dann, wenn Ihr Tod finanzielle Folgen für andere hätte. Typische Fälle sind Familien mit Kindern, Paare mit gemeinsamer Finanzierung, Alleinerziehende, Selbstständige mit Verantwortung, sowie Menschen, die einen Kredit absichern möchten. Die passende Ausgestaltung hängt von Einkommen, Verpflichtungen und Zeitbedarf der Absicherung ab.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Die Versicherungssumme sollte Ihre finanziellen Verpflichtungen realistisch abdecken, also laufende Kosten, Kredite und den Zeitraum, in dem Hinterbliebene Unterstützung brauchen. Häufig wird mit Einkommensfaktoren und offenen Restschulden gerechnet. Wichtig ist, dass die Summe zu Ihrer Situation passt, nicht zu pauschalen Tabellen.
Wie lange sollte die Laufzeit einer Risikolebensversicherung gewählt werden?
Die Laufzeit sollte so gewählt werden, dass die kritische Phase abgedeckt ist, zum Beispiel bis Kinder finanziell unabhängig sind oder bis ein Immobilienkredit weitgehend getilgt ist. Zu kurz ist riskant, zu lang kann unnötig teuer sein. In der Beratung prüfen wir daher, welches Ziel Sie absichern und bis wann dieses Ziel voraussichtlich relevant bleibt.
Wie teuer ist eine Risikolebensversicherung?
Der Beitrag hängt vor allem von Eintrittsalter, Gesundheitsangaben, Versicherungssumme, Laufzeit und oft auch von Beruf und Rauchstatus ab. Deshalb gibt es keinen „Standardpreis“, der für alle passt. Gute Tarife sind häufig erstaunlich bezahlbar, wenn die Gestaltung stimmt. Im Vergleich sehen Sie schnell, welche Unterschiede wirklich relevant sind und wo „billig“ später teuer werden kann, etwa durch Einschränkungen.
Muss ich eine Gesundheitsprüfung machen?
In der Praxis müssen Sie beim Abschluss fast immer Gesundheitsfragen beantworten. Je nach Anbieter und Tarifumfang fallen sie unterschiedlich streng aus. Wichtig ist, dass Sie Angaben vollständig und korrekt machen. Fehler können später zu Problemen im Leistungsfall führen. Wenn es Vorerkrankungen gibt, ist eine anonyme Risikovoranfrage oft der bessere Weg, bevor ein offizieller Antrag gestellt wird.
Was passiert, wenn ich während der Laufzeit erkranke?
Wenn der Vertrag läuft und Sie später erkranken, bleibt der Versicherungsschutz grundsätzlich bestehen. Relevant wird die Gesundheit vor allem beim Abschluss und wenn Sie später Änderungen möchten, etwa eine Erhöhung der Summe oder eine längere Laufzeit. Genau deshalb lohnt es sich, die anfängliche Absicherung so zu planen, dass sie auch bei späteren Lebensänderungen noch passt.
Wer erhält die Auszahlung im Todesfall, und was ist das Bezugsrecht?
Ausgezahlt wird an die Person, die als Bezugsberechtigte eingetragen ist. Das Bezugsrecht sollten Sie bewusst setzen und bei Lebensänderungen prüfen, etwa Heirat, Trennung, Geburt eines Kindes. Ein häufiger Praxisfehler ist ein veralteter Eintrag, der nicht mehr zur aktuellen Situation passt. Wir schauen mit Ihnen, wie Sie das Bezugsrecht sinnvoll formulieren, damit das Geld im Ernstfall auch wirklich dort ankommt, wo es hin soll.
Wie läuft die Auszahlung im Todesfall praktisch ab?
In der Regel melden die Hinterbliebenen den Todesfall beim Versicherer und reichen die benötigten Unterlagen ein, meist Sterbeurkunde sowie je nach Fall weitere Nachweise. Danach prüft der Versicherer den Anspruch und zahlt an die bezugsberechtigte Person aus. Wie schnell das geht, hängt auch davon ab, ob Unterlagen vollständig sind und ob es Rückfragen zu den Angaben aus dem Antrag gibt.
Kann ich eine Risikolebensversicherung kündigen oder wechseln?
Kündigen ist grundsätzlich möglich, eine Risikolebensversicherung hat in der Regel keinen Sparanteil, daher gibt es meist keinen Rückkaufswert. Ein Wechsel sollte geplant erfolgen: Erst neue Annahme sichern, dann alte Police beenden, sonst droht eine Lücke. Bei verbessertem Gesundheitszustand lohnt ein Vergleich manchmal, bei verschlechtertem Zustand kann der Wechsel teuer oder unmöglich werden.
Kann ich die Beiträge steuerlich absetzen?
Beiträge können unter Umständen als Vorsorgeaufwendungen berücksichtigt werden. In der Praxis ist der Steuereffekt bei vielen gesetzlich Versicherten begrenzt, weil Höchstbeträge oft bereits durch Kranken und Pflegeversicherung ausgeschöpft sind. Ob es sich bei Ihnen auswirkt, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Für eine verbindliche Einschätzung zur Steuer lohnt der Blick in Ihren Steuerbescheid oder ein kurzer Check mit Ihrer Steuerberatung.
Unterschied zwischen Risikolebensversicherung und Kapitallebensversicherung?
Die Risikolebensversicherung zahlt nur, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt, sie ist reiner Todesfallschutz. Eine Kapitallebensversicherung kombiniert Todesfallschutz mit Sparanteil und ist deutlich komplexer und teurer. Wenn es Ihnen um günstige, klare Hinterbliebenenabsicherung geht, ist die Risikolebensversicherung meist die naheliegende Lösung.
Konstant, fallend oder steigend: so passt sich die Versicherungssumme Ihrer Lebenssituation an
Welche Verlaufsformen gibt es bei der Risikolebensversicherung?
Die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung muss nicht über die ganze Laufzeit gleich bleiben. Je nachdem, ob Sie Ihre Familie langfristig absichern oder einen Kredit gezielt abdecken möchten, kann eine konstante, fallende oder steigende Versicherungssumme sinnvoll sein. Die Wahl beeinflusst nicht nur den Beitrag, sondern auch, wie gut der Schutz in einigen Jahren noch zu Ihrem Bedarf passt. Gerade bei langen Laufzeiten lohnt es sich, den Verlauf bewusst zu wählen, statt einfach den Standard zu übernehmen.
Beim Abschluss legen Sie also zwei Dinge fest: die Höhe der Versicherungssumme und wie sie sich über die Jahre entwickelt. Versicherer bieten dafür typischerweise drei Varianten an. Entscheidend ist, welches Ziel im Vordergrund steht, zum Beispiel Restschuld absichern, laufende Kosten der Familie abdecken oder Kaufkraftverlust durch Inflation abfedern.
Die klassische Variante: Die Versicherungssumme bleibt über die gesamte Laufzeit gleich. Das passt häufig, wenn Hinterbliebene dauerhaft Geld brauchen, etwa für Lebenshaltung, Kinder und laufende Fixkosten. Wichtig ist der Realitätscheck: Bei langen Laufzeiten kann die Kaufkraft der Auszahlung durch Inflation sinken. Wer langfristig plant, sollte prüfen, ob eine Dynamik oder eine höhere Startsumme sinnvoller ist.
Hier sinkt die Versicherungssumme Jahr für Jahr, oft linear oder an einem Tilgungsverlauf orientiert. Diese Form wird häufig gewählt, wenn es primär um eine Immobilienfinanzierung geht und die Restschuld ebenfalls mit der Zeit kleiner wird. Vorteil: Meist ist der Beitrag günstiger als bei einer konstanten Summe. Nachteil: Wenn neben dem Kredit noch laufende Kosten abgesichert werden sollen, kann die fallende Summe irgendwann zu knapp werden.
Bei dieser Variante steigt die Versicherungssumme regelmäßig um einen festen Prozentsatz. Ziel ist, dass der Schutz mit der Zeit nicht „kleiner wirkt“, weil Preise und Lebenshaltungskosten steigen. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie heute schon wissen, dass Ihr Absicherungsbedarf eher wächst oder Sie eine lange Laufzeit planen. Wichtig: Prüfen Sie die Bedingungen genau, etwa wie hoch die Steigerung maximal sein darf, ob Sie Erhöhungen jedes Jahr aktiv bestätigen müssen und welche Grenzen der Versicherer setzt.
Als Faustregel gilt: Für Kredite ist eine fallende Versicherungssumme oft passend, für die langfristige Familienabsicherung eher eine konstante oder dynamisch steigende Lösung. Am Ende zählt, dass Summe, Laufzeit und Verlauf zusammenpassen und auch in zehn oder zwanzig Jahren noch logisch sind. Wenn Sie möchten, prüfen wir das kurz anhand Ihrer Restschuld, Ihres Einkommens und Ihrer Fixkosten und zeigen Ihnen im Vergleich, welche Variante preislich und in den Bedingungen am saubersten ist.
Tipp: Achten Sie in den Tarifbedingungen darauf, ob Anpassungen der Versicherungssumme ohne neue Gesundheitsfragen möglich sind und welche Grenzen dafür gelten.
Weitere Themen, die für Sie jetzt wichtig sein könnten
Mehr Schutz für Ihre Familie, Ihr Zuhause und Ihre finanzielle Planung
Wer sich mit einer Risikolebensversicherung beschäftigt, plant meist ohnehin vorausschauend. Genau dann lohnt es sich, die Absicherung einmal ganzheitlich zu prüfen. Denn in der Praxis entstehen Versorgungslücken selten nur durch einen fehlenden Todesfallschutz, sondern durch eine Mischung aus Finanzierung, Familie, Wohneigentum und laufenden Kosten. Die folgenden Themen helfen Ihnen, typische Risiken sauber abzudecken und unnötige Doppelversicherungen zu vermeiden.
Ein Neubau oder Umbau ist finanziell ein Kraftakt. Damit aus einem Schaden kein teures Dauerproblem wird, sollten Bauherren früh klären, welche Policen wirklich nötig sind. Wir zeigen Ihnen verständlich, welche Absicherungen rund um Bauphase, Haftung und Sachschäden sinnvoll sind und worauf Banken und Verträge in der Praxis achten.
Mit Kindern ändern sich Prioritäten, und oft steigen die Fixkosten. Wir erklären, welche Versicherungen Familien wirklich helfen, zum Beispiel bei Einkommen, Gesundheit, Haftung und Vorsorge. Ohne Überladung, ohne Panikmache, dafür mit klarer Orientierung, was in Ihrer Situation zuerst kommt.
- Kinderabsicherung: Welche Versicherungen wirklich sinnvoll sind
- Krankenzusatzversicherung: Mehr Leistung für die ganze Familie
- Unfallversicherung: Für Kinder, Eltern und Selbstständige
- Wohngebäudeversicherung: Wenn Sie Eigentümer sind
- Private Altersvorsorge: Langfristig vorsorgen und sinnvoll ergänzen
Zusammenfassung
Eine Risikolebensversicherung ist der klare, bezahlbare Basisschutz für den Todesfall. Sie zahlt eine vereinbarte Summe an die von Ihnen festgelegten Hinterbliebenen, damit Familie, Partner oder Geschäftspartner finanziell stabil bleiben und laufende Verpflichtungen wie Miete, Lebenshaltung oder ein Immobilienkredit weiter tragbar sind. Entscheidend sind nicht nur Beitrag und Versicherungssumme, sondern vor allem die saubere Planung von Laufzeit, Bezugsrecht und Verlaufsform der Summe. Genau hier entstehen in der Praxis die größten Fehler, etwa zu kurze Laufzeiten oder ein veraltetes Bezugsrecht.
Damit die Absicherung im Ernstfall wirklich funktioniert, sollten Gesundheitsangaben vollständig und korrekt sein. Bei Vorerkrankungen ist eine anonyme Risikovoranfrage häufig der sinnvollste Weg, bevor ein offizieller Antrag gestellt wird. Für Paare und Kreditfinanzierungen lohnt zudem die passende Vertragsgestaltung, zum Beispiel zwei Einzelverträge, eine Überkreuz-Lösung oder eine fallende Versicherungssumme, wenn primär die Restschuld abgesichert werden soll. Ein guter Vergleich prüft nicht nur den Preis, sondern auch Nachversicherungsmöglichkeiten, Vertragsflexibilität und klare Bedingungen im Leistungsfall.
Wichtig ist außerdem der Blick auf die „Lücken neben dem Todesfall“: Eine Risikolebensversicherung ersetzt keine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit oder längere Krankheit. Oft ist deshalb eine Berufsunfähigkeitsversicherung der wichtigste ergänzende Baustein, weil sie Ihr Einkommen schützt, solange Sie leben. Je nach Situation können außerdem Hausrat oder Wohngebäudeversicherung (bei Eigentum) sowie eine sinnvolle Krankenzusatz- oder Unfallabsicherung relevant sein.
Häufige Fragen
Was ist eine verbundene Risikolebensversicherung für Paare?
Bei der verbundenen Variante sind zwei Personen in einem gemeinsamen Vertrag versichert. Der zentrale Punkt: Es wird in der Regel nur einmal ausgezahlt, selbst wenn beide versterben. Das kann günstiger wirken, ist aber für Familien mit Kindern oft zu knapp gedacht. In vielen Fällen sind zwei Einzelverträge oder eine Überkreuz-Gestaltung flexibler.
Welche Rolle spielt die Risikolebensversicherung bei Immobilienfinanzierungen?
Bei Immobilienkrediten wird eine Risikolebensversicherung häufig genutzt, um die Restschuld im Todesfall abzusichern. Wichtig ist, wie die Auszahlung geregelt wird, zum Beispiel über Bezugsrecht oder Abtretung an die Bank. Wir prüfen mit Ihnen, ob die Absicherung zur Kredithöhe passt und welche Verlaufsform sinnvoll ist, damit die Absicherung nicht an der Realität vorbeiläuft.
Was bedeutet „fallende Versicherungssumme“ im Vertrag?
Bei einer fallenden Versicherungssumme sinkt die vereinbarte Leistung über die Zeit, oft passend zur schrumpfenden Restschuld eines Kredits. Das kann Beiträge sparen, ist aber nur dann stimmig, wenn Ihre Absicherung wirklich primär den Kredit betrifft. Sobald zusätzlich Familie oder Einkommen abgesichert werden sollen, ist eine konstante oder teils steigende Summe häufig passender.
Wie funktioniert eine Nachversicherungsgarantie?
Eine Nachversicherungsgarantie erlaubt es, die Versicherungssumme später zu erhöhen, oft bei bestimmten Ereignissen wie Heirat, Geburt, Immobilienkauf. Der Vorteil: meist ohne erneute umfassende Gesundheitsprüfung, je nach Tarifregeln. Weil Bedingungen und Grenzen je Anbieter stark variieren, ist das ein wichtiger Vergleichspunkt, wenn Ihre Absicherung mit Ihrem Leben „mitwachsen“ soll