Bor­deaux Dog­ge: Steck­brief, Wesen und Hal­tung

Fak­ten zu All­tag, Pfle­ge, Gesund­heit und mög­li­chen Auf­la­gen.

Eine Bordeauxdogge mit kräftigem Körperbau steht aufmerksam im herbstlichen Wald auf Laub und blickt nach oben.

Bor­deaux Dog­ge: Passt die Ras­se zu Ihrem All­tag?

Die Bor­deaux Dog­ge ist ein impo­san­ter Hund, der im All­tag oft erstaun­lich ruhig wirkt. Vie­le Hal­ter schät­zen ihre Nähe zur Fami­lie und ihren wach­sa­men Instinkt. Gleich­zei­tig ist sie kein Hund, der ein­fach neben­her läuft: Grö­ße, Kraft und gele­gent­li­che Stur­heit ver­lan­gen kla­re Regeln, frü­he Sozia­li­sie­rung und eine Erzie­hung, die kon­se­quent bleibt, ohne Här­te. Lei­nen­füh­rig­keit, Ruhe­trai­ning und siche­re Begeg­nun­gen mit Men­schen und Hun­den sind Pflicht, weil ein ein­zel­ner Aus­rut­scher bei die­sem Kör­per­ge­wicht schnell ernst wird.

Bei die­ser Ras­se soll­ten Sie Gesund­heit und Fol­ge­kos­ten von Anfang an rea­lis­tisch ein­pla­nen. Kur­ze Schnau­ze und schwe­rer Kör­per kön­nen Atmung, Hit­ze­ver­träg­lich­keit und Gelen­ke belas­ten, Haut­fal­ten brau­chen regel­mä­ßi­ge Pfle­ge, auch Augen und Herz wer­den häu­fi­ger zum The­ma. Gro­ße Hun­de bedeu­ten oft höhe­re Tier­arzt­kos­ten, schon wegen Gewicht, Nar­ko­se und Medi­ka­men­ten. Je nach Wohn­ort kön­nen zusätz­li­che Vor­ga­ben die Hal­tung und die Haft­pflicht beein­flus­sen. In die­sem Bei­trag bekom­men Sie einen kla­ren Steck­brief, all­tags­taug­li­che Hin­wei­se zur Pfle­ge und eine Ori­en­tie­rung, wel­che Absi­che­rung sinn­voll sein kann, wenn Tier­arzt und OP schnell teu­er wer­den.

Inhalts­ver­zeich­nis
Bordeauxdogge mit rotbraunem Fell und markanten Gesichtsfalten blickt direkt in die Kamera, kräftiger Körper im Halbprofil

Steck­brief: Bor­deaux Dog­ge

Woher die Bor­deaux Dog­ge kommt und war­um sie heu­te so ist

Geschich­te und Her­kunft der Bor­deaux Dog­ge

Die Bor­deaux Dog­ge wirkt wie ein ruhi­ger Fels und genau das hat Grün­de. Ihre Her­kunft ist eng mit Arbeit, Schutz und einem sehr kla­ren Auf­ga­ben­pro­fil ver­bun­den.

Die Wur­zeln der Bor­deaux Dog­ge lie­gen im Süd­wes­ten Frank­reichs, in der Regi­on rund um Bor­deaux und Aqui­ta­ni­en. Über die ganz frü­he Abstam­mung gibt es ver­schie­de­ne Erklä­run­gen, sicher ist aber: Es han­delt sich um einen klas­si­schen molos­so­iden Hun­de­typ, der über Jahr­hun­der­te für Kraft, Robust­heit und Ner­ven­stär­ke selek­tiert wur­de. Das erklärt bis heu­te den mas­si­gen Kör­per­bau, den brei­ten Kopf und den oft gelas­se­nen, aber sehr prä­sen­ten Aus­druck.

His­to­risch war das kein Hund für Deko­ra­ti­on, son­dern für Auf­ga­ben. Genannt wer­den Ein­sät­ze bei der Jagd auf gro­ßes Wild, als Wach­hund für Haus und Vieh und als Hel­fer im Umfeld von Metz­ge­rei­en. Auch Hun­de­kämp­fe wer­den als Teil der Nut­zung beschrie­ben, teils sogar unter fes­ten Regeln. Die­se Ver­gan­gen­heit ist wich­tig, weil sie den aus­ge­präg­ten Schutz­trieb und die hohe Reiz­la­ge erklärt, die bei unkla­rer Füh­rung im All­tag kip­pen kann.

Der Name „Dogue de Bor­deaux“ wur­de im 19. Jahr­hun­dert greif­bar und bekam 1863 einen sicht­ba­ren Platz in der Öffent­lich­keit, bei der ers­ten fran­zö­si­schen Hun­de­aus­stel­lung im Jar­din d’Acclimatation in Paris. Damals tra­ten meh­re­re, teils deut­lich unter­schied­li­che Typen auf, dar­un­ter Tou­lou­se, Paris und Bor­deaux. Der Bor­deaux Typ wur­de zur Grund­la­ge des­sen, was heu­te als Bor­deaux Dog­ge gilt.

Wie vie­le gro­ße Arbeits­hun­de­ras­sen war auch die­se Ras­se zeit­wei­se stark bedroht, nach den Welt­krie­gen wur­de der Bestand sehr klein. Ab den 1960er-Jah­ren begann der plan­vol­le Wie­der­auf­bau, ver­bun­den mit moder­ner Stan­dard­ar­beit. Als Mei­len­stei­ne gel­ten der ers­te Stan­dard von Pierre Mégnin (1896), ein wei­te­rer Stan­dard 1910 sowie die Neu­auf­stel­lung durch Ray­mond Tri­quet zusam­men mit dem Tier­arzt Dr. Mau­rice Luquet (1971) und eine grund­le­gen­de Über­ar­bei­tung 1993. Das war ent­schei­dend, um aus regio­na­len Typen wie­der eine klar defi­nier­te Ras­se zu for­men.

So gelingt Hal­tung und Erzie­hung ohne Stress im All­tag

Hal­tung und Erzie­hung der Bor­deaux Dog­ge

Die Bor­deaux Dog­ge wirkt oft gelas­sen, bringt aber viel Kraft und Ver­ant­wor­tung mit. Damit sie im All­tag wirk­lich unkom­pli­ziert bleibt, braucht es kla­re Regeln und einen ruhi­gen Rah­men.

Eine Bor­deaux Dog­ge passt am bes­ten zu Men­schen, die gro­ße Hun­de sicher füh­ren kön­nen und bereit sind, All­tags­si­tua­tio­nen aktiv zu steu­ern. Der Schutz­in­stinkt gehört zur Ras­se, idea­ler­wei­se zeigt er sich als Wach­sam­keit statt als Dau­er­an­span­nung. Das gelingt, wenn Ihr Hund früh lernt, dass Sie Situa­tio­nen regeln, wer ins Haus darf, wie Begeg­nun­gen ablau­fen und wann Ruhe ange­sagt ist. Das Tem­pe­ra­ment wird häu­fig als ruhig und aus­ge­gli­chen beschrie­ben, ver­bun­den mit hoher Reiz­schwel­le und enger Bin­dung an die Bezugs­per­son.

Bei der Erzie­hung funk­tio­niert am bes­ten ein Mix aus Kon­se­quenz und fai­rer Füh­rung. Kurz: freund­lich, aber ver­bind­lich. Trai­nie­ren Sie früh Lei­nen­füh­rig­keit, zuver­läs­si­ges Abwar­ten, ein sau­be­res Abbruch­si­gnal und kon­trol­lier­tes Begrü­ßen von Besuch. Gera­de weil vie­le Bor­deaux Dog­gen kör­per­lich schnell „Erfolg“ haben, soll­ten Sie nicht über Kraft arbei­ten, son­dern über Rou­ti­ne, kla­re Gren­zen und Beloh­nung für ruhi­ges Ver­hal­ten. Beson­ders wich­tig ist kon­trol­lier­ter Kon­takt zu ande­ren Hun­den, damit aus Selbst­be­wusst­sein kei­ne Pöbe­lei wird.

Bewe­gung soll­te regel­mä­ßig sein, aber dosiert. Lan­ge, har­te Sport­pro­gram­me sind sel­ten nötig. Bes­ser sind meh­re­re kur­ze Run­den, viel Schnüf­feln, klei­ne Denk­auf­ga­ben und ruhi­ges Grund­ge­hor­samstrai­ning. Bei jun­gen Hun­den zählt Gelenk­schutz: Ver­mei­den Sie häu­fi­ges Sprin­gen von Höhen, abrup­tes Stop­pen und hek­ti­sche Rich­tungs­wech­sel, weil das wach­sen­de Ske­lett und die Gelen­ke emp­find­lich sind.

Ach­ten Sie außer­dem auf Hit­ze und Belas­tung. Die Bor­deaux Dog­ge ist kurz­köp­fig, dadurch kann das Atmen bei Wär­me und Anstren­gung schnel­ler schwie­rig wer­den. Pla­nen Sie Spa­zier­gän­ge in den küh­le­ren Tages­zei­ten, hal­ten Sie das Gewicht sta­bil und bre­chen Sie Akti­vi­tät sofort ab, wenn star­kes Röcheln, unge­wöhn­li­che Erschöp­fung oder Unru­he auf­tre­ten. Wär­me und hohe Luft­feuch­tig­keit kön­nen Atem­pro­ble­me ver­stär­ken, Über­hit­zung ist ein rea­les Risi­ko.

So tickt die Bor­deaux Dog­ge im All­tag

Cha­rak­ter der Bor­deaux Dog­ge

Die Bor­deaux Dog­ge ist ein ech­ter Wach­hund­typ, der sei­ne Fami­lie eng bin­det und auf­merk­sam beglei­tet. Typisch ist eine ruhi­ge, aus­ge­gli­che­ne Art mit hoher Reiz­schwel­le, ver­bun­den mit Mut und Prä­senz. Wenn sie sau­ber geführt wird, zeigt sie Schutz­ver­hal­ten kon­trol­liert und ohne unnö­ti­ge Aggres­si­on.

Im Haus wirkt sie oft gelas­sen und sucht die Nähe ihrer Men­schen. Vie­le Bor­deaux Dog­gen sind sehr anhäng­lich, loy­al und kör­per­lich „nah dran“. Das macht sie zu einem treu­en Beglei­ter, bedeu­tet aber auch: Sie wol­len kla­re Regeln, damit sie nicht selbst Ent­schei­dun­gen tref­fen, etwa bei Besuch oder an der Haus­tür.

Drau­ßen ist sie meist kein Dau­er­läu­fer, son­dern ein Hund, der Situa­tio­nen beob­ach­tet und schnell ein­schätzt. Je nach Linie und Sozia­li­sie­rung kann sie gegen­über Frem­den reser­viert sein. In der Puber­tät und im Erwach­se­nen­al­ter spielt bei man­chen Tie­ren ein domi­nan­te­res Auf­tre­ten eine Rol­le, oft stär­ker bei Rüden. Genau des­halb ist frü­he Sozia­li­sie­rung und ver­läss­li­cher Grund­ge­hor­sam bei die­ser Ras­se wich­tig.

Stär­ken

Schwä­chen

So erkennt man die Bor­deaux Dog­ge auf den ers­ten Blick

Kör­per­li­che Merk­ma­le der Bor­deaux Dog­ge

Die Bor­deaux Dog­ge ist ein mas­si­ver Molos­ser, der trotz sei­ner Wucht har­mo­nisch gebaut sein soll. Genau die­se Mischung aus Kraft, Tie­fe und „kur­zer“ Kopf­form prägt auch ihre Anfor­de­run­gen im All­tag.

Typisch ist ein sehr kräf­ti­ger, mus­ku­lö­ser Kör­per, eher boden­nah gebaut, mit einem brei­ten, tie­fen Brust­korb. Die Wider­rist­hö­he liegt bei Rüden meist zwi­schen 60 und 68 cm, bei Hün­din­nen zwi­schen 58 und 66 cm. Beim Gewicht gel­ten min­des­tens 50 kg für Rüden und min­des­tens 45 kg für Hün­din­nen. In der Pra­xis sind vie­le Tie­re deut­lich schwe­rer, wich­tig bleibt aber ein stim­mi­ger Gesamt­ein­druck ohne „zu viel“ Mas­se auf Kos­ten der Beweg­lich­keit.

Das mar­kan­tes­te Merk­mal ist der gro­ße, brei­te Kopf mit kur­zem, kräf­ti­gem Fang. Der Fang ist bewusst kurz und breit, die Lef­zen sind dick, der Unter­biss ist ras­se­ty­pisch. Dazu kom­men Fal­ten am Kopf, die je nach Auf­merk­sam­keit stär­ker oder weni­ger sicht­bar sein kön­nen. Ohren sind eher klein und lie­gen an, die Augen ste­hen weit aus­ein­an­der. Die­se Kopf­form sorgt für den typi­schen Aus­druck, bedeu­tet aber auch: Atmung und Belast­bar­keit bei Wär­me müs­sen im All­tag gut beob­ach­tet wer­den, weil kurz­na­si­ge Hun­de schnel­ler an Gren­zen kom­men.

Das Fell ist kurz, glatt und liegt eng an. Häu­fig sehen Sie Falb­tö­ne von hell bis dunk­ler, dazu kom­men Vari­an­ten mit schwar­zer Mas­ke, brau­ner Mas­ke oder ohne Mas­ke. Klei­ne wei­ße Abzei­chen sind je nach Stel­le mög­lich. Weil die Haut recht lose sein kann, fal­len bei man­chen Hun­den Fal­ten­pfle­ge und ein höhe­rer Spei­chel­fluss stär­ker ins Gewicht. Regel­mä­ßi­ges Kon­trol­lie­ren und Tro­cken­hal­ten von Fal­ten­be­rei­chen hilft, Rei­zun­gen zu ver­mei­den.

In der Bewe­gung wirkt die Bor­deaux Dog­ge meist kraft­voll und eher „schie­bend“ als federnd. Der Kör­per ist etwas län­ger als hoch, die Rute ist dick am Ansatz und wird im Stand tief getra­gen. Ins­ge­samt soll­te der Hund sta­bil und kon­trol­liert lau­fen, ohne star­kes Wackeln oder hek­ti­sche Schrit­te. Genau hier sieht man oft, ob Gewicht, Mus­ku­la­tur und Kon­di­ti­on wirk­lich zusam­men­pas­sen.

Tier­arzt­kos­ten bei der Bor­deaux Dog­ge rea­lis­tisch absi­chern

Wel­che Ver­si­che­rung für eine Bor­deaux Dog­ge sinn­voll ist

Bei der Bor­deaux Dog­ge tref­fen Grö­ße und ras­se­ty­pi­sche Risi­ken auf­ein­an­der. Genau das macht Tier­arzt­kos­ten plan­ba­rer, wenn die Absi­che­rung früh passt.

Bei die­ser Hun­de­ras­se ent­ste­hen hohe Kos­ten oft nicht nur durch eine gro­ße OP. Vie­le Rech­nun­gen wach­sen schritt­wei­se: Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, Kon­troll­ter­mi­ne, Bild­ge­bung, sta­tio­nä­re Betreu­ung und spä­ter oft auch Reha. Bei schwe­ren Hun­den ist vie­les teu­rer, weil Nar­ko­se, Medi­ka­men­te und Ein­grif­fe mehr Auf­wand bedeu­ten kön­nen. Wenn dann noch Gelen­ke, Atem­we­ge, Herz, Haut­fal­ten oder Augen zum The­ma wer­den, bleibt es sel­ten bei einem ein­zi­gen Ter­min.

Wenn Sie das finan­zi­el­le Risi­ko über das gan­ze Jahr abfe­dern möch­ten, ist eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung meist die pas­sends­te Lösung. Sie kann je nach Tarif ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik und Medi­ka­men­te abde­cken und nicht nur den OP Moment. Für die Bor­deaux Dog­ge ist das hilf­reich, weil Beschwer­den oft als Ver­lauf star­ten und erst spä­ter eine OP nötig wird. Ach­ten Sie bei gro­ßen Ras­sen vor allem auf eine aus­rei­chend hohe Jah­res­höchst­leis­tung, sau­be­re Rege­lun­gen für bild­ge­ben­de Dia­gnos­tik und auf rea­lis­ti­sche Erstat­tungs­sät­ze auch im Not­fall.

Wenn Sie pri­mär die gro­ßen Tier­arzt­rech­nun­gen absi­chern wol­len, ist eine Hun­de OP Ver­si­che­rung die güns­ti­ge­re Alter­na­ti­ve. Sie fokus­siert auf Ope­ra­tio­nen inklu­si­ve Vor und Nach­be­hand­lung. Das kann gut pas­sen, wenn Sie lau­fen­de Tier­arzt­rech­nun­gen bewusst selbst tra­gen möch­ten, aber das OP Risi­ko nicht allein stem­men wol­len. Bei der Bor­deaux Dog­ge lohnt auch ein Blick auf War­te­zei­ten, auf den Umgang mit Vor­er­kran­kun­gen und dar­auf, wie ras­se­ty­pi­sche Erkran­kun­gen bewer­tet wer­den.

Für die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung haben sich zwei Optio­nen als kla­re Emp­feh­lun­gen eta­bliert: Han­se­Mer­kur Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung als Leis­tungs­sie­ger für vie­le, die eine brei­te Absi­che­rung suchen, und die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung von Cle­os als Preis Leis­tungs Emp­feh­lung, wenn star­ker Schutz mit moder­ner Dia­gnos­tik zu einem fai­ren Gesamt­pa­ket gefragt ist.

Tierarzt untersucht einen Labrador auf dem Behandlungstisch, Mutter und Kind stehen daneben in einer hellen Tierarztpraxis
Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung

Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung ist die rich­ti­ge Wahl, wenn Sie nicht nur OP Kos­ten, son­dern auch Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und wie­der­keh­ren­de Behand­lun­gen absi­chern möch­ten. Sie kann hel­fen, wenn Beschwer­den nicht mit einem Ter­min erle­digt sind und sich Rech­nun­gen über Wochen oder Mona­te ent­wi­ckeln.

Junge Frau geht mit einem aktiven Hund an der Leine spazieren – Symbolbild für die Notwendigkeit einer Hundehalterhaftpflichtversicherung.
Hun­de­hal­ter­haft­pflicht

Die Hun­de­hal­ter­haft­pflicht schützt, wenn Ihr Hund einen Scha­den ver­ur­sacht, bei Men­schen, Sachen oder Ver­mö­gen. Das kann im All­tag schnell pas­sie­ren, etwa durch Umren­nen, Lei­nen­un­fäl­le oder Schä­den in frem­den Woh­nun­gen. Je nach Bun­des­land oder Situa­ti­on kann eine Haft­pflicht auch ver­pflich­tend sein oder fak­tisch erwar­tet wer­den, zum Bei­spiel durch Ver­mie­ter.

Tierärztin untersucht einen Schäferhund auf dem Behandlungstisch, eine Person hält das Tier, moderne Tierklinik im Hintergrund
Hun­de-OP-Ver­si­che­rung

Eine Hun­de OP Ver­si­che­rung ist sinn­voll, wenn Sie das Risi­ko gro­ßer Ein­grif­fe absi­chern möch­ten, aber lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten selbst tra­gen. Sie greift bei medi­zi­nisch not­wen­di­gen Ope­ra­tio­nen und über­nimmt häu­fig auch Vor und Nach­be­hand­lun­gen. Das ist hilf­reich, weil vie­le Kos­ten nicht nur im OP Saal ent­ste­hen, son­dern rund­her­um.

Wenig Fell­pfle­ge, dafür mehr Auf­merk­sam­keit für Fal­ten und Spei­chel

Pfle­ge der Bor­deaux Dog­ge

Die Bor­deaux Dog­ge hat ein kur­zes Fell und wirkt auf den ers­ten Blick pfle­ge­leicht. In der Pra­xis hängt der Auf­wand weni­ger am Bürs­ten, son­dern an Haut­fal­ten, Lef­zen und regel­mä­ßi­gen Kon­trol­len.

Das Fell ist kurz und dicht, des­halb reicht meist eine wöchent­li­che Bürst­rou­ti­ne. Am bes­ten funk­tio­nie­ren Gum­mi­bürs­te, Strie­gel oder Groo­ming Hand­schuh, weil sie lose Haa­re und Schmutz gut auf­neh­men, ohne die Haut zu rei­zen. In Pha­sen mit stär­ke­rem Haar­wech­sel kön­nen zwei bis drei kur­ze Ein­hei­ten pro Woche sinn­voll sein.

Der wich­tigs­te Punkt sind die Fal­ten und die feuch­te Haut rund um Maul und Gesicht. Spei­chel, Fut­ter­res­te und Feuch­tig­keit kön­nen sich in den Fal­ten stau­en, dann ent­ste­hen schnell Rei­zun­gen und im schlimms­ten Fall Ent­zün­dun­gen. Prak­tisch bedeu­tet das: Fal­ten sanft mit einem wei­chen, leicht feuch­ten Tuch oder geeig­ne­ten Tüchern rei­ni­gen und danach gründ­lich tro­cken tup­fen. Ach­ten Sie auf Warn­zei­chen wie Geruch, Rötung, näs­sen­de Stel­len oder sicht­ba­ren Schmerz. Dann soll­te es tier­ärzt­lich abge­klärt wer­den, weil sich sol­che Ent­zün­dun­gen ohne Behand­lung oft ver­schlim­mern.

Dazu kom­men die Kon­trol­len, die bei gro­ßen, schwe­ren Hun­den ein­fach dazu­ge­hö­ren. Ohren ein­mal pro Woche anschau­en und nur bei Bedarf scho­nend rei­ni­gen. Augen kurz prü­fen, Aus­fluss vor­sich­tig ent­fer­nen. Zäh­ne pro­fi­tie­ren von regel­mä­ßi­gem Put­zen oder pas­sen­den Kau­ar­ti­keln, weil Ent­zün­dun­gen im Maul­be­reich bei vie­len Hun­den ein Dau­er­pro­blem wer­den kön­nen. Kral­len und Pfo­ten­bal­len soll­ten eben­falls im Blick blei­ben, gera­de wenn viel auf Asphalt gelau­fen wird oder der Hund wegen Gewicht schnel­ler Druck­stel­len bekommt.

Beim Baden gilt: so oft wie nötig, so sel­ten wie mög­lich. Vie­le Hal­ter kom­men mit einem Rhyth­mus von alle vier bis acht Wochen gut hin, bei star­ker Ver­schmut­zung auch frü­her. Wich­tig ist weni­ger die Häu­fig­keit, son­dern das sau­be­re Aus­spü­len und das voll­stän­di­ge Trock­nen, beson­ders an Fal­ten und Haut­ta­schen. Wenn die Haut nach dem Baden feucht bleibt, steigt das Risi­ko für Haut­pro­ble­me deut­lich.

Die­se Gesund­heits­ri­si­ken sind bei der Bor­deaux Dog­ge beson­ders wich­tig

Häu­fi­ge und ras­se­ty­pi­sche Krank­hei­ten bei der Bor­deaux Dog­ge

Bei der Bor­deaux Dog­ge lohnt es sich, Gesund­heits­the­men früh auf dem Schirm zu haben. Zwei Grün­de sind typisch: zum einen das hohe Kör­per­ge­wicht mit Belas­tung für Gelen­ke und Bän­der, zum ande­ren die Kopf­form, die Atmung und Hit­ze­ver­träg­lich­keit beein­flus­sen kann. Dazu kom­men The­men, die bei gro­ßen Hun­den schnell teu­er wer­den, weil Dia­gnos­tik, Nar­ko­se und Nach­sor­ge mehr Auf­wand bedeu­ten. Die fol­gen­den Punk­te sind kei­ne Dia­gno­se, aber die häu­figs­ten „Bau­stel­len“, bei denen Sie Warn­zei­chen ernst neh­men und lie­ber ein­mal zu früh als zu spät abklä­ren las­sen soll­ten.

Gelen­ke und Bewe­gungs­ap­pa­rat

Hüft- und Ellen­bo­gen­dys­pla­sie zäh­len bei die­ser Ras­se zu den Klas­si­kern. Ach­ten Sie auf stei­fes Auf­ste­hen, Lahm­heit nach Ruhe, „Ein­lau­fen“ oder wenn Trep­pen plötz­lich schwer­fal­len. Vie­le Kos­ten ent­ste­hen nicht nur durch eine OP, son­dern durch Rönt­gen, Schmerz­the­ra­pie, Phy­sio­the­ra­pie und Hilfs­mit­tel. Gewichts­kon­trol­le und gelenk­scho­nen­de Bewe­gung sind hier ech­te Hebel im All­tag. Wenn Ihr Hund jung ist, lohnt sich ein beson­ders vor­sich­ti­ger Auf­bau von Mus­ku­la­tur statt Über­las­tung.

Herz

Bei der Dogue de Bor­deaux wer­den Herz­er­kran­kun­gen über­durch­schnitt­lich oft beschrie­ben. Typi­sche Warn­zei­chen sind schnel­le Ermü­dung, Hus­ten in Ruhe, Leis­tungs­ein­bruch oder kur­ze „Schwä­che“ nach Belas­tung. Herz­dia­gnos­tik läuft häu­fig über Aus­kul­ta­ti­on, Ultra­schall und EKG, das kann meh­re­re Ter­mi­ne bedeu­ten. Früh erkannt lässt sich vie­les bes­ser steu­ern, auch wenn nicht jede Ursa­che heil­bar ist.
Gera­de vor sport­li­cher Belas­tung oder Zucht­ein­satz ist eine sau­be­re Abklä­rung sinn­voll.

Atem­we­ge und Hit­ze (BOAS)

Die kur­ze Schnau­ze kann die Atmung ein­schrän­ken, vor allem bei Wär­me und Stress.
Warn­zei­chen sind star­kes Röcheln, extre­mes Hecheln, Wür­gen, Schla­fen mit Atem­ge­räu­schen und schnel­le Über­hit­zung. Man­che Hun­de zei­gen auch Magen­pro­ble­me wie Auf­sto­ßen oder Unru­he nach Belas­tung, wenn die Atmung „eng“ ist. All­tags­tipp: Spa­zier­gän­ge in küh­len Zei­ten, kur­ze Ein­hei­ten, Pau­sen und kon­se­quen­ter Hit­ze­schutz.
Wenn Atem­not auf­tritt, ist das ein Not­fall und muss sofort abge­klärt wer­den.

Haut­fal­ten und Augen

Feuch­tig­keit in Fal­ten kann Rei­zun­gen und Ent­zün­dun­gen för­dern, gera­de rund um Lef­zen und Gesicht. Dazu pas­sen häu­fi­ge Augen­rei­zun­gen, wenn Lider nach außen oder innen kip­pen. Ach­ten Sie auf Rötung, Geruch, Näs­sen, häu­fi­ges Rei­ben oder trä­nen­de Augen. Vie­le Fäl­le sind mit kon­se­quen­ter Pfle­ge gut beherrsch­bar, manch­mal wird aber eine Behand­lung nötig. Je frü­her Sie reagie­ren, des­to eher blei­ben es klei­ne The­men statt Dau­er­bau­stel­le.

Magen­dre­hung (aku­ter Not­fall)

Gro­ße, tief­brüs­ti­ge Hun­de haben grund­sätz­lich ein höhe­res Risi­ko für eine Magen­dre­hung. Warn­zei­chen sind plötz­li­ches Auf­blä­hen, erfolg­lo­ses Wür­gen, star­ke Unru­he, Spei­cheln und schnel­le Ver­schlech­te­rung. Das ist immer ein Not­fall, Minu­ten zäh­len. Vor­beu­gend hel­fen ruhi­ge Füt­te­rungs­rou­ti­nen, kein Toben direkt nach dem Fres­sen und meh­re­re klei­ne­re Mahl­zei­ten. Wer das Risi­ko ernst nimmt, plant auch die Tier­kli­nik in der Nähe und die Erreich­bar­keit im Ernst­fall mit.

Häu­fi­ge Fra­gen zur Bor­deaux Dog­ge, klar beant­wor­tet

FAQ zur Bor­deaux Dog­ge: Hal­tung, Pfle­ge, Gesund­heit und Absi­che­rung

Eine Bor­deaux Dog­ge gehört zu den gro­ßen, sehr kräf­ti­gen Hun­den. Rüden lie­gen typi­scher­wei­se bei etwa 60 bis 68 cm Schul­ter­hö­he, Hün­din­nen bei etwa 58 bis 66 cm. Beim Gewicht wird oft ein Min­dest­ge­wicht von rund 50 kg (Rüden) und 45 kg (Hün­din­nen) genannt, in der Pra­xis sind ein­zel­ne Hun­de deut­lich schwe­rer.

Ent­schei­dend ist weni­ger eine „Maxi­mal­zahl“, son­dern ein gut bemus­kel­ter, schlan­ker Kör­per, der sich frei bewe­gen kann und nicht in die Atem­not rutscht.

Die Lebens­er­war­tung ist bei die­ser Ras­se häu­fig eher kurz. Vie­le Quel­len und Pra­xis­wer­te bewe­gen sich im Bereich von etwa 6 bis 8 Jah­ren, ein­zel­ne Hun­de kön­nen bei guter Zucht, gutem Gewicht und kon­se­quen­ter Vor­sor­ge auch älter wer­den.

Für Ihre Pla­nung ist wich­tig: Gro­ße Hun­de altern schnel­ler, und bei der Bor­deaux Dog­ge kom­men ras­se­ty­pi­sche Bau­stel­len wie Atmung, Gelen­ke oder Herz als Kos­ten­trei­ber dazu. Wer früh gegen­steu­ert, gewinnt oft nicht nur Zeit, son­dern vor allem Lebens­qua­li­tät.

Das hängt vom Bun­des­land ab. In Baden Würt­tem­berg, Bay­ern, Bran­den­burg und Ham­burg kann die Bor­deaux Dog­ge recht­lich als Hund mit beson­de­ren Auf­la­gen geführt wer­den. Die Regeln für Lis­ten­hun­de unter­schei­den sich je nach Land und teils sogar je nach Kom­mu­ne, häu­fig geht es um Erlaub­nis, Lei­nen und Maul­korb­pflicht, Sach­kun­de­nach­wei­se oder beson­de­re Steu­er.

Prü­fen Sie das vor der Anschaf­fung kon­kret für Ihren Wohn­ort, das spart spä­ter Ärger und Kos­ten.

Ja, das kann pas­sen, wenn Sie die Grö­ße im All­tag aktiv mana­gen. Vie­le Bor­deaux Dog­gen sind sehr men­schen­be­zo­gen, ruhig und loy­al, oft auch gedul­dig im Fami­li­en­um­feld. Gleich­zei­tig ist es ein kräf­ti­ger Hund, bei dem „aus Ver­se­hen“ schnell viel Wir­kung hat.

Regeln für Begrü­ßung, Besuch, Kin­der Spiel und Lei­ne soll­ten von Anfang an ste­hen. Kin­der und Hund brau­chen kla­re Gren­zen, Auf­sicht und ruhi­ge Rou­ti­nen, dann ist das Mit­ein­an­der meist deut­lich ent­spann­ter.

Eher sel­ten. Nicht, weil sie grund­sätz­lich „schwie­rig“ ist, son­dern weil Kraft, Schutz­trieb und Gewicht Erfah­rung in Füh­rung und Trai­ning ver­lan­gen. Anfän­ger unter­schät­zen oft, wie früh ein gro­ßer Hund ler­nen muss, ruhig zu blei­ben, sich füh­ren zu las­sen und Besu­cher sowie Hun­de­be­geg­nun­gen sau­ber zu akzep­tie­ren.

Wenn Sie neu in der Hun­de­hal­tung sind, klappt es am ehes­ten mit pro­fes­sio­nel­ler Beglei­tung, viel Zeit für Trai­ning und einem Umfeld, das Manage­ment ermög­licht, also Platz, kla­re Regeln, kein Dau­er­stress.

Meist mode­rat, dafür regel­mä­ßig. Lan­ge Dau­er­läu­fe oder hek­ti­scher Sport sind sel­ten sinn­voll, weil Gewicht und Kör­per­bau die Gelen­ke stär­ker belas­ten. Gut funk­tio­nie­ren meh­re­re kür­ze­re Run­den pro Tag, Schnüf­fel­ar­beit, ruhi­ge Kopf­ar­beit und ein sau­be­rer Grund­ge­hor­sam.

Bei Wär­me soll­ten Sie Belas­tung deut­lich redu­zie­ren, kur­ze Schnau­ze und hohe Mas­se erhö­hen das Risi­ko für Über­hit­zung. Wenn der Hund stark röchelt, unty­pisch schnell erschöpft oder unru­hig wird, ist Pau­se ange­sagt.

Typisch sind The­men rund um Gelen­ke (zum Bei­spiel Hüf­te und Ellen­bo­gen), Herz, Haut­fal­ten sowie Atem­pro­ble­me bei sehr kur­zer Schnau­ze. Auch Augen­pro­ble­me durch Lid­fehl­stel­lun­gen kön­nen vor­kom­men, eben­so ein erhöh­tes Risi­ko für aku­te Not­fäl­le wie Magen­dre­hung bei gro­ßen, tief­brüs­ti­gen Hun­den.

Für Hal­ter heißt das: Gewicht sta­bil hal­ten, Bewe­gung gelenk­scho­nend auf­bau­en, Fal­ten­pfle­ge ernst neh­men und Warn­zei­chen schnell abklä­ren las­sen.

Wenn Sie plan­ba­re Kos­ten über das Jahr möch­ten, ist eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung die sinn­volls­te Absi­che­rung, weil sie nicht nur den OP Moment abdeckt, son­dern oft auch Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und wie­der­keh­ren­de Behand­lun­gen.

Wenn Sie lau­fen­de Rech­nun­gen selbst tra­gen wol­len, aber OP Kos­ten absi­chern möch­ten, passt eine Hun­de OP Ver­si­che­rung bes­ser.

Mehr Ori­en­tie­rung rund um Hun­de­ge­sund­heit und All­tag

Hilf­rei­che Inhal­te für Hun­de­hal­ter

Ob Vor­sor­ge, ers­te Sym­pto­me oder Fra­gen zur Erzie­hung: Wer sei­nen Hund gut ein­schät­zen kann, han­delt frü­her und spart oft Stress, Zeit und unnö­ti­ge Kos­ten. In den fol­gen­den Berei­chen fin­den Sie ver­ständ­li­che Infos, die Sie im All­tag direkt nut­zen kön­nen.

Brauner Hund liegt schlapp auf dem Untersuchungstisch in einer Tierarztpraxis, ein Arzt legt beruhigend die Hand auf ihn
Hun­de­krank­hei­ten

Hier fin­den Sie typi­sche Beschwer­den, Warn­zei­chen und sinn­vol­le nächs­te Schrit­te, ohne Panik­ma­che. Sie bekom­men Ori­en­tie­rung, wann Beob­ach­ten reicht und wann ein Tier­arzt­be­such bes­ser ist. Prak­tisch sind auch Hin­wei­se zu Dia­gnos­tik, Behand­lung und Nach­sor­ge, damit Sie Rech­nun­gen und Ent­schei­dun­gen bes­ser ein­ord­nen.

Lächelnder Golden Retriever wird von einer Familie liebevoll gestreichelt und sitzt zufrieden auf dem Wohnzimmerboden
Hun­de­rat­ge­ber

Hier geht es um All­tags­the­men wie Erzie­hung, Beschäf­ti­gung, Ver­hal­ten und siche­re Rou­ti­nen. Sie fin­den kla­re Tipps, die im ech­ten Leben funk­tio­nie­ren, vom Wel­pen bis zum Seni­or. So wird aus ein­zel­nen Fra­gen ein plan­ba­rer Ablauf, der Ihnen und Ihrem Hund mehr Ruhe gibt.

Zusam­men­fas­sung

Die Bor­deaux Dog­ge ist ein gro­ßer, kraft­vol­ler Hund mit ruhi­gem Grund­we­sen und enger Bin­dung an die Fami­lie. Damit sie im All­tag wirk­lich ver­läss­lich bleibt, braucht sie kla­re Regeln, frü­he Sozia­li­sie­rung und eine fai­re, kon­se­quen­te Erzie­hung. Wer Erfah­rung mit gro­ßen Hun­den mit­bringt, Situa­tio­nen sou­ve­rän steu­ert und Schutz­ver­hal­ten in ruhi­ge Bah­nen lenkt, bekommt einen wach­sa­men Beglei­ter, der meist wenig „Thea­ter“ macht, aber prä­sent ist.

Gesund­heit­lich lohnt ein rea­lis­ti­scher Blick: Gewicht, Gelen­ke und die kur­ze Kopf­form kön­nen die Belast­bar­keit beein­flus­sen, dazu kom­men The­men wie Haut­fal­ten, Augen und Herz, die bei man­chen Hun­den wie­der­keh­rend wer­den kön­nen. Weil Tier­arzt­kos­ten bei gro­ßen Ras­sen schnell stei­gen, ist eine pas­sen­de Absi­che­rung oft sinn­voll, ent­we­der als brei­ter Voll­schutz über eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung oder als OP Schutz, wenn Sie lau­fen­de Kos­ten selbst tra­gen möch­ten. Wer Pfle­ge und Vor­sor­ge im All­tag fest ein­plant, reagiert frü­her und hält Risi­ken und Kos­ten bes­ser im Griff.

Häu­fi­ge Fra­gen

Sab­bert eine Bor­deaux Dog­ge stark?

Vie­le Bor­deaux Dog­gen sab­bern deut­lich mehr als schlan­ke, „tro­cke­ne“ Ras­sen. Das ist im All­tag vor allem ein Hygie­ne The­ma, Hand­tü­cher an fes­ten Stel­len, abwisch­ba­re Decken, regel­mä­ßi­ge Lef­zen Kon­trol­le. Wenn Spei­chel­fluss plötz­lich stark zunimmt oder zusam­men mit Unru­he, Wür­gen, Bauch­auf­blä­hung oder Schwä­che auf­tritt, ist das ein Warn­si­gnal und gehört sofort abge­klärt.

Bei Wär­me steigt das Risi­ko für Kreis­lauf und Atem­pro­ble­me schnel­ler. Pla­nen Sie Gas­si früh mor­gens oder abends, bie­ten Sie Schat­ten und Was­ser, ver­mei­den Sie Auto, Asphalt und inten­si­ve Belas­tung. Ach­ten Sie auf star­kes Hecheln, blas­se Schleim­häu­te, Tau­meln oder Unru­he, das kann Rich­tung Über­hit­zung gehen. Dann sofort küh­len, Ruhe, und im Zwei­fel direkt tier­ärzt­lich han­deln.

Abso­lu­te Sicher­heit gibt es nicht, Sie kön­nen das Risi­ko aber redu­zie­ren. Bewährt sind meh­re­re klei­ne­re Mahl­zei­ten, ruhi­ges Fres­sen, kei­ne wil­de Akti­vi­tät direkt vor und nach dem Füt­tern und ein ent­spann­ter Tages­rhyth­mus. Ler­nen Sie die Not­fall­zei­chen, erfolg­lo­ses Wür­gen, plötz­lich pral­ler Bauch, star­ke Unru­he, schnel­ler Abbau. Dann zählt jede Minu­te, fah­ren Sie sofort in die Tier­kli­nik.

Ach­ten Sie auf Eltern­tie­re mit nach­voll­zieh­ba­ren Gesund­heits­checks, ruhi­ges, sta­bi­les Wesen und eine Auf­zucht, die Besu­cher, Geräu­sche und All­tag sau­ber inte­griert. Bei der Bor­deaux Dog­ge lohnt ein kri­ti­scher Blick auf extre­me Merk­ma­le, sehr kur­ze Nase, sehr tie­fe Fal­ten, über­mä­ßi­ge Mas­se. Je „über­zeich­ne­te“ der Hund aus­sieht, des­to eher stei­gen die Risi­ken für Atmung, Haut und Belast­bar­keit. Ein guter Züch­ter beant­wor­tet Fra­gen offen, zeigt Unter­la­gen und gibt auch kla­re Gren­zen, wenn ein Wel­pe nicht zu Ihrem All­tag passt.

Ähn­li­che Hun­de­ras­sen zur Bor­deaux Dog­ge

Sie mögen an der Bor­deaux Dog­ge die impo­san­te Sta­tur, die Ruhe im Haus und den aus­ge­präg­ten Schutz­in­stinkt, sind aber noch unsi­cher, ob genau die­se Ras­se zu Ihrem All­tag passt. Dann lohnt sich ein Ver­gleich mit ähn­li­chen Molos­sern und gro­ßen Arbeits­hund-Typen. Die fol­gen­den Ras­sen ähneln der Bor­deaux Dog­ge ent­we­der in Kraft und Prä­senz oder im loya­len, beschüt­zen­den Wesen, unter­schei­den sich aber beim Bewe­gungs­drang, der Füh­rig­keit und dem Trai­nings­be­darf.

  • Cane Cor­so Ita­lia­no: Eben­falls ein star­ker Beschüt­zer, meist sport­li­cher und bewe­gungs­freu­di­ger. Passt, wenn Sie mehr Akti­vi­tät möch­ten und kon­se­quen­te Füh­rung sicher leis­ten kön­nen.

  • Mastiff: Sehr groß, ruhig und gelas­sen im Haus. Sinn­voll, wenn maxi­ma­le Grö­ße und ein eher gemäch­li­ches Tem­po im All­tag wich­tig sind.

  • Bull­ma­stiff: Häu­fig kom­pak­ter und etwas agi­ler, mit ähn­li­cher Wach­sam­keit und enger Bin­dung. Gute Alter­na­ti­ve, wenn Sie Molos­ser-Cha­rak­ter wol­len, aber etwas „hand­li­cher“.

  • Deut­sche Dog­ge: Groß und ele­gant, oft sehr men­schen­be­zo­gen. Inter­es­sant, wenn Sie eine schlan­ke­re Sil­hou­et­te bevor­zu­gen, aber wei­ter­hin einen gro­ßen Fami­li­en­hund suchen.

  • Boxer: Leb­haf­ter, ver­spiel­ter und oft deut­lich akti­ver. Passt gut, wenn Sie Molos­ser-Nähe mögen, aber mehr Tem­pe­ra­ment im All­tag wol­len.

  • Bern­har­di­ner: Sehr groß, meist freund­lich und gedul­dig, mit län­ge­rem Fell und oft höhe­rem Pfle­ge­auf­wand. Eine Opti­on, wenn Sie „sanf­ter Rie­se“ mögen und Platz mit­brin­gen.

  • Rott­wei­ler: Kraft­vol­ler Arbeits­hund-Typ mit kla­rer Auf­ga­be und meist höhe­rer Füh­rig­keit. Sinn­voll, wenn Sie einen wach­sa­men Hund möch­ten und struk­tu­rier­tes Trai­ning ernst neh­men.

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