Pekinese (Pekingese): Charakter, Pflege und Gesundheit
Steckbrief, Haltung, Fellpflege und typische Gesundheitsrisiken.
Pekinese im Alltag: Passt die Rasse zu Ihnen und Ihrem Tempo
Der Pekinese ist kein Hund für Daueraction, er mag es eher ruhig, beobachtet gern und bleibt seinen Menschen eng verbunden. Viele Halter schätzen genau das: kleine Größe, viel Persönlichkeit, wenig Bedarf an sportlichen Ambitionen. Was Sie allerdings einplanen sollten, ist die Pflege. Das lange Fell und die Gesichtsregion brauchen regelmäßige Routine, sonst wird es schnell unangenehm für den Hund. Auch im Alltag zeigt sich oft, dass der Pekinese klare Grenzen braucht, freundlich, konsequent und ohne Druck.
Noch wichtiger ist bei dieser Hunderasse das Thema Gesundheit. Pekinesen gehören zu den kurzköpfigen Hunden. Damit können Risiken an Atemwegen verbunden sein, dazu kommt häufig eine hohe Hitzeempfindlichkeit. Augen und Hautfalten gelten ebenfalls als typische Baustellen, die man früh im Blick haben sollte, weil daraus schnell wiederkehrende Tierarzttermine werden können. In der Fachübersicht zur Rasse werden unter anderem Brachycephalie, BOAS, Augenerkrankungen und Hautfaltenprobleme aufgeführt. Auf dieser Seite finden Sie deshalb nicht nur einen Steckbrief, sondern vor allem klare Hinweise, woran Sie Probleme erkennen, was im Alltag hilft und welche Pflege wirklich nötig ist.

Steckbrief Pekinese
- Rasse: Pekinese (auch Pekingese, Peking-Palasthund)
- Herkunft: China
- FCI-Klassifikation: Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 8, Standard Nr. 207, ohne Arbeitsprüfung
- Verwendung: Gesellschaftshund
- Größe: im FCI-Standard nicht festgelegt, in der Praxis häufig ca. 15–25 cm Schulterhöhe
- Gewicht (Ideal): Rüden bis 5 kg, Hündinnen bis 5,4 kg
- Lebenserwartung: häufig 12–15 Jahre
- Fell: mäßig lang bis lang, gerade, mit „Mähne“ und Unterwolle; Befederung an Ohren, Beinen und Rute
- Farben: alle Farben und Zeichnungen erlaubt, ausgenommen Albino und Leberfarbe
- Wesen: furchtlos, treu, oft eher reserviert; kann eigenständig sein
- Bewegungsbedarf: eher niedrig bis moderat, kurze Runden statt Sportprogramm
- Pflegeaufwand: hoch, regelmäßiges Bürsten und Kontrolle von Augenpartie und Hautfalten sinnvoll
- Typische Gesundheitsthemen: Kurzköpfigkeit kann Atemprobleme und Hitzeempfindlichkeit begünstigen; dazu kommen bei der Rasse häufiger Augenprobleme und Entzündungen in Hautfalten
Woher der Pekinese kommt und warum er so besonders wirkt
Die Geschichte des Pekinesen: Vom Kaiserhof in China nach Europa
Der Pekinese ist keine „neu entstandene“ Mode-Rasse. Seine Wurzeln reichen weit zurück und hängen eng mit dem chinesischen Kaiserhof zusammen. Genau diese Herkunft erklärt auch, warum der Pekinese oft so würdevoll, eigenständig und zugleich sehr menschenbezogen wirkt.
Die genaue Entstehung lässt sich historisch nicht auf ein Jahr oder einen einzelnen Ursprung festnageln. Klar ist aber: Schon sehr früh gab es in China Darstellungen kleiner Hunde, die dem heutigen Pekinesen stark ähneln. In der chinesischen Überlieferung taucht der Pekinese als sogenannter „Drachenhund“ auf und spielt in der Mythologie rund um löwenartige Begleithunde eine Rolle. Dieses „Löwenhund“-Bild findet sich bis heute in der Beschreibung der Rasse wieder.
Über viele Jahrhunderte galt der Pekinese als Hund der Oberschicht und wurde über lange Zeit eng mit dem Kaiserhof verbunden. Gerade deshalb gibt es aus frühen Zeiten weniger „saubere“ Dokumentation, wie man sie von modernen Zuchtbüchern kennt. Für das Verständnis der Rasse ist trotzdem wichtig: Der Pekinese wurde als Begleithund gezüchtet, nicht als Sport- oder Arbeitshund. Das spiegelt sich in seinem Typ und seiner Art bis heute. Offiziell ist die Rasse im FCI-Standard als Ursprung China geführt, das Patronat liegt bei Großbritannien.
Der Schritt nach Europa hängt mit Ereignissen im 19. Jahrhundert zusammen. In westlichen Quellen wird beschrieben, dass Pekinesen nach der Plünderung des Alten Sommerpalasts bei Peking im Jahr 1860 nach England gelangten. Ein bekanntes Beispiel ist „Looty“, ein Pekinese, der Queen Victoria übergeben wurde. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich in Großbritannien eine organisierte Zucht und die Rasse wurde im Westen zunehmend verbreitet.
So fühlt sich der Pekinese zu Hause wirklich wohl
Haltung: Ruhe, Routine und ein Alltag ohne Überforderung
Der Pekinese passt gut zu Menschen, die einen ruhigen Begleithund suchen und im Alltag Zeit für Pflege und Nähe einplanen. Er ist oft sehr auf seine Bezugsperson fixiert, kann dabei aber auch eigensinnig sein. Genau diese Mischung macht ihn liebenswert, verlangt in der Haltung jedoch klare Regeln und einen entspannten Rahmen.
Ein Pekinese braucht kein großes Haus und keinen Sportkalender. Eine Wohnung reicht in vielen Fällen völlig, wenn tägliche Spaziergänge fest dazugehören und der Hund nicht stundenlang allein ist. Er mag ein gleichmäßiges Leben, feste Abläufe und ruhige Rückzugsorte. In Haushalten mit viel Trubel kann er schneller gestresst wirken. Für Familien ist er daher eher dann passend, wenn Kinder bereits gelernt haben, Grenzen zu respektieren und den Hund nicht dauerhaft zu bedrängen.
Bei der Bewegung zählt Qualität vor Länge. Der Pekinese ist meist kein ausdauernder Läufer. Besser funktionieren mehrere kurze Runden, in denen er schnüffeln darf und sein Tempo selbst findet. Für den Kopf sind kleine Suchspiele, einfache Tricks und ruhige Beschäftigung sinnvoll. Das fordert ihn, ohne ihn körperlich zu überlasten. Bei Hitze sollten Sie Spaziergänge in die kühlen Morgen oder Abendstunden legen und Pausen ernst nehmen.
In der Erziehung hilft Klarheit, Geduld und ein freundlicher Ton. Der Pekinese testet gern aus, was durchgeht. Wenn Regeln mal gelten und mal nicht, übernimmt er schnell die Regie. Eine gute Welpenzeit mit Sozialisation, kontrollierten Hundekontakten und einer passenden Hundeschule zahlt sich aus, weil der Pekinese Fremden gegenüber oft reserviert ist. Wer konsequent bleibt, bekommt meist einen aufmerksamen und treuen Begleiter, der im Alltag zuverlässig mitgeht.
Pflege ist beim Pekinesen ein echtes Haltungsthema, nicht nur Kosmetik. Das lange Fell verfilzt ohne regelmäßiges Bürsten schnell, gerade an empfindlichen Stellen. Dazu kommen Augenpartie und Hautfalten, die sauber und trocken gehalten werden sollten, damit sich keine Reizungen entwickeln. Auch Krallen, Ohren und Zähne gehören zur Routine, weil kleine, eher gemütliche Hunde ihre Krallen nicht immer ausreichend ablaufen und Zahnprobleme bei vielen Kleinhunden häufiger vorkommen.
Beim Pekinesen sollten Sie die körperlichen Grenzen ernst nehmen. Durch die kurze Kopfform kann Atmung bei Wärme und Anstrengung schneller zum Problem werden. Achten Sie auf deutliche Warnzeichen wie starkes Hecheln, laute Atemgeräusche, schnelle Erschöpfung oder Kreislaufprobleme. Wenn so etwas auffällt, gehört das tierärztlich abgeklärt. Das ist keine Panikmache, sondern verantwortungsvolle Haltung und sorgt dafür, dass Ihr Hund im Alltag sicher und belastbar bleibt.
So tickt der Pekinese im Alltag
Charakter: eigenständig, loyal und oft erstaunlich mutig
Der Pekinese ist kein „Mitläufer“. Er wirkt häufig würdevoll, beobachtet viel und entscheidet gern selbst, ob er gerade Nähe möchte oder lieber Abstand hält. Im Standard wird sein Temperament als furchtlos, loyal und eher reserviert beschrieben, ohne ängstlich oder aggressiv zu sein. Das passt gut zu vielen Haltern, die einen ruhigen Begleiter suchen, der nicht permanent Beschäftigung einfordert, aber trotzdem klar zeigt, zu wem er gehört.
Im engen Familienkreis kann der Pekinese sehr anhänglich sein und starke Bindungen aufbauen. Gleichzeitig bleibt er oft eigenständig, was in der Erziehung schnell als Sturheit missverstanden wird. Besser klappt es mit klaren Regeln, ruhiger Konsequenz und fairer Kommunikation. Wird er grob oder ungeduldig behandelt, macht er eher dicht, statt „brav zu funktionieren“. Eine gute Sozialisation ist wichtig, weil Pekinesen Fremden gegenüber häufig zurückhaltend sind und nicht jede Annäherung sofort mögen.
Im Alltag zeigt sich außerdem eine wachsame Seite. Viele Pekinesen melden Besucher zuverlässig und können durchaus einen kleinen Beschützerinstinkt entwickeln. Das ist angenehm, solange Sie das Bellen lenken und nicht laufen lassen. Wenn Sie Kinder haben, zählt vor allem Respekt: Der Pekinese passt eher zu ruhigen, rücksichtsvollen Kindern als zu wildem Toben, weil er körperlich klein ist und ungern grob angefasst wird. Wer ihm sichere Rückzugsorte gibt und Grenzen im Haushalt klar regelt, bekommt meist einen treuen Begleiter mit sehr eigener Persönlichkeit.
Stärken
- Baut oft eine enge Bindung zu seinen Menschen auf und ist gern in der Nähe.
- Ruhig im Haus, braucht meist kein dauerhaftes Action Programm.
- Mutig und selbstbewusst, wirkt selten ängstlich.
- Wachsam und aufmerksam, meldet Veränderungen im Umfeld zuverlässig.
- Intelligenter kleiner Hund, lernt gut, wenn man fair und konsequent bleibt.
Schwächen
- Eigensinnig und nicht immer „gehorsamsorientiert“, braucht klare Regeln und Geduld.
- Kann Fremden gegenüber reserviert sein, Sozialisation sollte früh starten.
- Meldet gern, Bellen muss aktiv gelenkt werden, sonst wird es schnell zur Gewohnheit.
- Nicht ideal für hektische Haushalte oder groben Umgang, Rückzugsorte sind wichtig.
- Bindet sich stark, langes Alleinsein kann je nach Hund ein Thema werden.
So sieht der Pekinese aus und was daran wichtig ist
Körperliche Merkmale: kompakt, löwenartig und überraschend schwer
Der Pekinese ist klein, wirkt aber nicht zierlich. Sein Körperbau ist kompakt, vorne kräftig und insgesamt so gebaut, dass er beim Hochheben oft schwerer wirkt, als man erwartet. Genau diese Optik ist typisch für die Rasse und hat gleichzeitig praktische Folgen für Pflege und Gesundheit.
Der Gesamteindruck des Pekinesen ist ein kurzer, stämmiger Begleithund mit viel Substanz. Die Rasse soll klein wirken, aber einen kräftigen Knochenbau und einen stabilen Körper haben. Im Standard ist vor allem das Idealgewicht klar definiert, bei Rüden bis 5 kg und bei Hündinnen bis 5,4 kg. Eine feste Widerristhöhe ist im Standard nicht vorgegeben, in der Praxis liegen viele Pekinesen grob im Bereich um 15 bis 25 cm. Entscheidend ist weniger die Zahl als die Balance: Der Hund soll zwar kompakt sein, aber sich gut und ohne Mühe bewegen können.
Auffällig ist der Kopf, der im Verhältnis zum Körper groß wirkt. Typisch sind ein breiter, flacher Schädel, ein sehr kurzes Gesicht und große, runde Augen. Genau diese Kombination macht den „Pekinese Blick“ aus, bringt aber auch Verantwortung mit sich: Hervortretende Augen sind empfindlicher, und die Gesichtsregion sollte sauber gehalten werden, damit es nicht zu Reizungen kommt. Auch die Nase ist rassetypisch kurz. Bei gut gezüchteten Linien sind die Nasenlöcher offen genug, damit der Hund in Ruhe normal atmen kann. Wenn ein Pekinese bereits bei leichter Anstrengung deutlich röchelt, schnell überhitzt oder kaum Luft bekommt, ist das kein Charakterzug, sondern ein Warnsignal, das tierärztlich abgeklärt werden sollte.
Das Fell ist lang, gerade und hat eine dichte Unterwolle. Rund um Hals und Schultern bildet sich oft eine Art Mähne, dazu kommen Befederungen an Ohren, Beinen und Rute. Gerade dieses üppige Haarkleid sorgt für den „löwenartigen“ Eindruck, bedeutet aber auch, dass sich Knoten schnell bilden können, wenn die Fellpflege im Alltag zu kurz kommt. Die Rute sitzt hoch und wird über dem Rücken getragen, häufig leicht zur Seite. In der Bewegung zeigt der Pekinese oft einen leicht rollenden Gang. Das ist rassetypisch, solange der Hund dabei stabil läuft, sich nicht quält und nicht eingeschränkt wirkt.
Tierarztkosten beim Pekinesen planbar halten
Welche Absicherung für Ihren Pekinesen sinnvoll ist
Beim Pekinesen lohnt es sich, das Thema Absicherung früh mitzudenken. Die Rasse ist durch den kurzen Kopf (Brachycephalie) häufiger anfällig für Atemwegsprobleme, dazu kommen je nach Hund Augen, Haut und Zähne. Das sind Themen, die nicht immer mit einem einzigen Termin erledigt sind.
Tierarztkosten entstehen im Alltag oft schleichend. Nicht nur durch eine große Operation, sondern durch Diagnostik, Medikamente, Kontrolltermine und wiederkehrende Behandlungen. Beim Pekinesen kann genau das zum Kostentreiber werden, weil Beschwerden rund um Atmung, Augen oder Entzündungen schnell mehrere Bausteine in der Behandlung nach sich ziehen.
Wenn Sie breite Kostenrisiken abfedern möchten, ist eine Hundekrankenversicherung meist die naheliegendste Lösung. Sie kann, je nach Tarif, ambulante Behandlungen, Diagnostik (z. B. Blutwerte, Röntgen, Ultraschall), Medikamente und Therapien abdecken und häufig auch Operationen samt Vor- und Nachbehandlung. Bei kurznasigen Rassen sollten Sie hier genau prüfen, wie der Tarif rassetypische Erkrankungen und mögliche Fehlentwicklungen einordnet. Das ist relevant, weil Brachycephalie je nach Bedingungswerk unterschiedlich behandelt werden kann, teils mit Wartezeiten oder Begrenzungen.
Wenn Sie vor allem hohe Einmalrechnungen absichern möchten, passt eine Hunde OP-Versicherung oft besser. Sie konzentriert sich auf den OP-Fall, häufig inklusive notwendiger Vor- und Nachsorge. Für Halter, die laufende kleinere Rechnungen bewusst selbst tragen, kann das eine stimmige Lösung sein. Parallel gehört die Hundehalterhaftpflicht zur Basis. Sie schützt Sie, wenn Ihr Hund Personen, Sachen oder Vermögen schädigt. In mehreren Bundesländern ist sie sogar verpflichtend.
Für den Bereich Hundekrankenversicherung haben wir in unserem Vergleich zwei klare Empfehlungen: HanseMerkur Hundekrankenversicherung als Leistungssieger und als Preis Leistungs Sieger die Hundekrankenversicherung von Cleos. Bei beiden ist wichtig, dass rassetypische Erkrankungen nicht pauschal außen vor sind, solange sie bei Vertragsstart nicht bekannt waren. Welche Variante besser passt, hängt am Ende vor allem vom Alter Ihres Hundes, dem Gesundheitsstatus, der gewünschten Selbstbeteiligung und davon ab, wie viel Sie im Alltag wirklich abgeben möchten.
Die Hundekrankenversicherung ist die breiteste Absicherung, wenn beim Pekinesen über das Jahr mehrere Tierarzttermine anfallen. Gute Tarife übernehmen Diagnostik, Medikamente und Therapien und schließen je nach Variante auch Operationen ein, inklusive Vor- und Nachbehandlung. Achten Sie auf die Regelung zu rassetypischen Erkrankungen und darauf, wie Brachycephalie im Tarif behandelt wird.
Die Hundehalterhaftpflicht schützt Sie, wenn Ihr Hund Dritten einen Schaden zufügt. Das kann im Alltag schneller passieren, als man denkt, etwa durch einen Sturz, einen Biss oder einen beschädigten Gegenstand. Gerade Personenschäden können sehr teuer werden. Daher sollte die Deckungssumme hoch genug sein und der Schutz zu Ihrem Alltag passen. In mehreren Bundesländern ist die Hundehaftpflicht für alle Hunde vorgeschrieben.
Die Hunde OP-Versicherung ist sinnvoll, wenn Sie vor allem teure Operationen absichern möchten. Sie greift nach Unfall oder Krankheit und nimmt den finanziellen Druck aus dem Ernstfall. Je nach Tarif sind auch Voruntersuchungen und Nachbehandlungen mit eingeschlossen. Das kann beim Pekinesen relevant sein, wenn aus Diagnostik und Behandlung am Ende ein Eingriff wird. Für viele Halter ist das ein guter Einstieg, wenn der Fokus klar auf dem OP Risiko liegt.
So bleibt Ihr Pekinese gepflegt und gesund
Pflege beim Pekinesen: Fell, Augen und Hautfalten richtig im Griff
Beim Pekinesen ist Pflege kein „Nice to have“, sondern Teil der Haltung. Wer Fell, Augenpartie und Hautfalten regelmäßig kontrolliert, verhindert Verfilzungen, Reizungen und viele unnötige Tierarztbesuche.
Das Wichtigste ist die Fellpflege. Das lange, dichte Haarkleid verfilzt schnell, wenn es nicht regelmäßig gebürstet und bis auf die Haut durchgekämmt wird. Besonders kritisch sind die Bereiche hinter den Ohren, an der Halskrause, unter den Achseln, an den Hosen und an der Rute. Planen Sie lieber feste Routinen ein, statt „ab und zu“ zu bürsten. Im Fellwechsel ist tägliches Bürsten oft nötig, weil sich sonst Knoten bilden, die für den Hund schmerzhaft werden und sich nur noch mit viel Aufwand lösen lassen.
Baden ist beim Pekinesen eher selten sinnvoll. Zu häufiges Waschen kann die Haut reizen, gerade wenn Sie ein starkes Shampoo nutzen oder das Fell nicht vollständig trocknet. Wenn ein Bad nötig ist, dann mit mildem Hundeshampoo und danach gründlich trockenföhnen, auch in den dichter behaarten Bereichen. Achten Sie zusätzlich im Sommer auf Überhitzung. Der Pekinese verträgt Wärme oft schlechter, deshalb sind kühle Liegeplätze, kurze Runden zu den kühlen Tageszeiten und Pausen wichtiger als „noch schnell eine Runde“. Ein gut ausgebürstetes Fell hilft dabei, weil Luft besser an die Haut kommt.
Ein typisches Pflegethema ist das Gesicht. Viele Pekinesen haben empfindliche Augen und eine ausgeprägte Gesichtsregion, in der sich Feuchtigkeit, Schmutz und Tränenreste sammeln können. Reinigen Sie die Augenpartie sanft und regelmäßig mit einem weichen, leicht feuchten Tuch und halten Sie die Hautfalten sauber und trocken. Wenn es dort dauerhaft feucht bleibt, kann sich die Haut entzünden. Rötung, Geruch, nässende Stellen oder häufiges Reiben sind klare Signale, das zeitnah tierärztlich abklären zu lassen.
Zur vollständigen Routine gehören Ohren, Krallen und Zähne. Kontrollieren Sie die Ohren regelmäßig, vor allem wenn Ihr Hund zu Juckreiz oder wiederkehrendem Kopfschütteln neigt. Krallen sollten so kurz sein, dass sie beim Stehen nicht auf dem Boden „klicken“. Und bei kleinen Hunden lohnt sich Zahnpflege besonders, weil Zahnbelag und Entzündungen im Maul langfristig echte Gesundheitsprobleme nach sich ziehen können. Wenn Sie diese Punkte als kurze, feste Routine einbauen, bleibt Ihr Pekinese nicht nur schön gepflegt, sondern meist auch deutlich stabiler im Alltag.
Früh erkennen, rechtzeitig handeln
Häufige und rassetypische Krankheiten beim Pekinesen
Der Pekinese gehört zu den kurznasigen Hunderassen. Dadurch sind bestimmte Gesundheitsrisiken häufiger, vor allem rund um Atmung, Augen und Hautfalten. Dazu kommen typische Themen kleiner Hunde wie Kniescheibenprobleme und Zahnerkrankungen. Wichtig ist die Einordnung: Nicht jeder Pekinese ist automatisch krank. Viel hängt von Zucht, Gewicht, Pflege und dem Alltag ab. Wenn Sie Warnzeichen früh ernst nehmen, lassen sich viele Probleme besser steuern oder zumindest schneller behandeln.
Beim Pekinesen können verengte obere Atemwege die Atmung deutlich erschweren. Typische Hinweise sind lautes Atmen, Schnarchen, schnelle Erschöpfung, Würgen oder Probleme bei Wärme. Kritisch wird es, wenn der Hund bei wenig Belastung stark hechelt oder Kreislaufprobleme zeigt. Übergewicht und Hitze verschärfen das Risiko. Lassen Sie auffällige Symptome früh tierärztlich prüfen, bevor es chronisch wird.
Die großen, oft hervorstehenden Augen sind beim Pekinesen empfindlicher als bei vielen anderen Rassen. Häufige Probleme sind Reizungen, Entzündungen und Hornhautverletzungen bis hin zu Hornhautgeschwüren. Anzeichen können Blinzeln, Tränenfluss, Rötung oder Lichtscheu sein. Auch Haare aus der Nasenfalte können die Hornhaut dauerhaft reizen. Bei Verdacht gilt: nicht abwarten, Augenprobleme gehören schnell abgeklärt.
Bei kleinen Hunden kommt eine instabile Kniescheibe häufiger vor. Sie merken es oft an einem kurzen „Hüpfer“, einem plötzlich hochgezogenen Hinterbein oder einem unklaren Lahmen. Manche Hunde laufen danach wieder normal, das Problem kann aber bleiben und sich verschlimmern. Das Risiko steigt, wenn Muskulatur fehlt oder das Gewicht zu hoch ist. Je nach Schweregrad reichen Training und Management oder es wird operativ korrigiert.
Tiefe Gesichts und Hautfalten begünstigen Reibung und dauerhafte Feuchtigkeit. Das kann zu Entzündungen führen, die jucken, riechen oder nässen. Typisch sind Rötungen, schmierige Beläge und wiederkehrende Reizungen in Faltenbereichen. Konsequente Pflege hilft: sauber halten, sanft trocknen, keine aggressiven Mittel. Wenn es wiederkehrt, ist eine tierärztliche Diagnose sinnvoll, weil oft Keime mitbeteiligt sind.
Kleine Hunde sind anfälliger für Zahnstein und Entzündungen am Zahnhalteapparat. Beim Pekinesen können eng stehende Zähne und wenig Platz im Kiefer das Thema verstärken. Typische Warnzeichen sind Mundgeruch, gerötetes Zahnfleisch, weniger Kauen oder „Futter fallen lassen“. Unbehandelt können Schmerzen, Zahnverlust und Folgeprobleme entstehen. Regelmäßige Zahnpflege zu Hause und Kontrollen beim Tierarzt zahlen sich hier besonders aus.
Häufige Fragen zum Pekinesen: Haltung, Pflege, Gesundheit und Kauf
Was Sie schon immer über Pekinesen wissen wollten
Wie viel Pflege braucht ein Pekinese wirklich?
Ein Pekinese braucht regelmäßige Fellpflege, sonst verfilzt das lange Haarkleid schnell. Planen Sie mehrmals pro Woche gründliches Bürsten ein, bei dichter Unterwolle und in Zeiten des Fellwechsels kann tägliches Bürsten sinnvoll sein.
Achten Sie zusätzlich auf die typischen „Problemzonen“: Augenpartie, Hautfalten im Gesicht und Ohren sollten Sie regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf schonend reinigen. So senken Sie das Risiko für Reizungen und Entzündungen und merken früh, wenn etwas nicht stimmt.
Wie viel Auslauf und Beschäftigung braucht ein Pekinese am Tag?
Der Pekinese ist kein Sporthund. Für die meisten Hunde reichen mehrere kurze, ruhige Spaziergänge und etwas Beschäftigung im Haus. Wichtiger als Kilometer sind Routine und Kopfarbeit, zum Beispiel Suchspiele oder kleine Trainingseinheiten.
Bei warmem Wetter sollten Sie Belastung reduzieren, Pausen einplanen und lieber morgens oder abends rausgehen. So bleibt Bewegung angenehm und sicher.
Ist ein Pekinese für Anfänger geeignet?
Ein Pekinese kann für Anfänger passen, wenn Sie einen eher ruhigen Begleithund suchen und mit einem eigenständigen Charakter umgehen können. Die Rasse gilt oft als selbstbewusst und nicht immer „gefällig“.
Das heißt: Erziehung klappt am besten mit klaren Regeln, Geduld und vielen Wiederholungen. Frühzeitige Sozialisierung ist hilfreich, damit Ihr Hund gelassen auf Menschen, Hunde und neue Situationen reagiert.
Welche typischen Krankheiten kommen beim Pekinesen häufiger vor?
Beim Pekinesen stehen vor allem Themen rund um Atmung und Augen im Vordergrund. Durch die kurze Schnauze können Atemprobleme auftreten, die sich bei Hitze oder Stress verstärken. Dazu kommen Augenprobleme durch die sehr großen, hervortretenden Augen, sowie Hautreizungen in Gesichtsfalten.
Je nach Hund sieht man auch Beschwerden am Bewegungsapparat (zum Beispiel Kniescheibenprobleme) und Zahnprobleme durch eng stehende Zähne. Eine gute Vorsorge ist, früh auf saubere Zucht, regelmäßige Checks und ein stabiles Normalgewicht zu achten.
Sind Schnarchen und Atemgeräusche beim Pekinesen „normal“?
Leichte Geräusche kommen vor, sollten aber nicht als Standard abgetan werden. Wenn Ihr Hund schon bei wenig Belastung stark röchelt, häufig hustet, schlecht Luft bekommt oder bei Wärme schnell „zumacht“, ist das ein Warnsignal.
Auch ständiges Hecheln in Ruhe, Würgen, Leistungseinbruch oder blaue Schleimhäute gehören abgeklärt. Im Zweifel gilt: lieber einmal zu früh zum Tierarzt als zu spät.
Wie hitzeempfindlich ist der Pekinese und was hilft im Sommer?
Viele Pekinesen sind hitzeempfindlich, weil sie über die Atmung schlechter kühlen können. Im Sommer helfen kurze Gassirunden zu kühlen Tageszeiten, Schattenpausen, ausreichend Wasser und ein kühler Rückzugsort in der Wohnung.
Vermeiden Sie Joggen, Ballwerfen in der Mittagshitze und längere Autofahrten ohne Klimatisierung. Wenn Ihr Hund auffällig schlapp wird, stark hechelt oder „panisch“ atmet, brechen Sie ab und kühlen Sie ihn vorsichtig.
Passt ein Pekinese zu Kindern und anderen Haustieren?
Das kann gut funktionieren, wenn der Umgang respektvoll ist. Der Pekinese ist oft anhänglich, möchte aber nicht ständig bedrängt werden. Kinder sollten lernen, den Hund in Ruhe zu lassen, wenn er schläft oder frisst, und ihn nicht hochzuheben.
Mit anderen Tieren klappt es meist dann gut, wenn der Hund früh sozialisiert wird und Begegnungen ruhig aufgebaut werden.
Worauf sollte ich beim Kauf eines Pekinesen achten?
Achten Sie auf einen Hund, der frei atmet, sich gern bewegt und keine dauerhaft gereizten Augen hat. Ein seriöser Züchter zeigt Ihnen transparent, wie die Elterntiere leben, welche Gesundheitschecks gemacht wurden und beantwortet Fragen zu Atmung, Augen und Hautfalten ohne Ausreden.
Wichtig ist auch Ihr eigener Eindruck: Wirkt der Hund fit, läuft er ohne sichtbare Atemnot, und sind Nase, Augen und Haut gepflegt? Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie den Welpen vor dem Kauf tierärztlich checken.
Mehr Orientierung rund um Alltag, Gesundheit und Absicherung
Weitere Themen, die Pekinese-Haltern wirklich helfen
Rasseportraits beantworten die Grundfragen. Im Alltag tauchen aber oft ganz andere Themen auf: Welche Warnzeichen sind wirklich ernst, wie hält man seinen Hund fit, welche Absicherung passt und wo findet man zuverlässige Infos ohne Panikmache. Die folgenden Bereiche führen Sie direkt zu den Inhalten, die Pekinese-Halter am häufigsten brauchen.
Hier finden Sie kompakte Erklärungen zu häufigen Hundekrankheiten und typischen Warnzeichen. Sie sehen, welche Symptome Sie beobachten sollten und wann ein Tierarztbesuch sinnvoll ist. Dazu kommen praktische Hinweise zu Diagnostik und Behandlung, ohne Fachchinesisch. Ideal, wenn Sie schneller einordnen möchten, ob etwas harmlos ist oder nicht.
Im Hunderatgeber geht es um das, was im Alltag wirklich zählt: Haltung, Erziehung, Pflege, Ernährung und sinnvolle Beschäftigung. Sie bekommen klare Tipps, die man umsetzen kann, auch wenn nicht alles perfekt läuft. Gerade bei kleinen Hunden helfen feste Routinen, damit Probleme gar nicht erst groß werden. Gut, wenn Sie Ihren Pekinesen langfristig stabil halten möchten.
Zusammenfassung
Der Pekinese (Pekingese) ist ein kleiner Begleithund mit viel Persönlichkeit, der besonders gut zu Menschen passt, die Ruhe, Nähe und feste Routinen mögen. Er braucht keine sportlichen Höchstleistungen, dafür aber verlässliche Erziehung, einen entspannten Alltag und einen respektvollen Umgang. Wer die Rasse wählt, entscheidet sich bewusst für einen Hund, der eigenständig sein kann und klare, freundliche Führung besser annimmt als Druck.
In der Praxis sind beim Pekinesen vor allem Pflege und Gesundheit zentrale Themen. Das lange Fell verlangt regelmäßiges Bürsten, zusätzlich sollten Augenpartie und Hautfalten sauber und trocken gehalten werden, um Reizungen zu vermeiden. Durch die kurze Kopfform können Atemwege und Hitzeempfindlichkeit eine größere Rolle spielen. Warnzeichen wie starkes Hecheln, laute Atemgeräusche, schnelle Erschöpfung oder auffällige Augenprobleme sollten Sie früh tierärztlich abklären lassen.
Wenn Sie sich vor dem Einzug oder im Alltag gut vorbereiten, können Sie viele Probleme besser vermeiden oder schneller handeln. Genau dafür ist diese Seite gedacht: Sie finden hier Steckbrief, Haltung, Pflege und typische Krankheitsbilder, damit Sie Ihren Pekinesen langfristig gesund halten und Entscheidungen nicht erst treffen, wenn es dringend wird.
Häufige Fragen
Halsband oder Geschirr: Was ist beim Pekinesen besser?
Für viele Pekinesen ist ein gut sitzendes Geschirr die angenehmere Wahl, weil es den Druck vom Hals nimmt. Das ist besonders hilfreich, wenn ein Hund ohnehin zu Atemproblemen neigt.
Wichtig ist die Passform: nichts darf scheuern, einschneiden oder die Schulterbewegung blockieren. Bei Unsicherheit lohnt sich eine kurze Anpassung im Fachhandel oder beim Trainer.
Wie kann eine Krankenversicherung beim Pekinesen sinnvoll sein?
Beim Pekinesen können Tierarzt- und Diagnostikkosten im Laufe des Lebens spürbar werden, gerade wenn Atemwege, Augen oder Haut häufiger Thema sind. Eine Hundekrankenversicherung kann Behandlungen und Diagnostik absichern, eine OP-Versicherung fokussiert sich auf Operationen.
Entscheidend ist der Blick in die Bedingungen: Wartezeiten, Erstattung nach GOT, Umgang mit rassetypischen Erkrankungen und der Status „Vorerkrankung“ machen in der Praxis den Unterschied.
Brauche ich beim Pekinesen zusätzlich eine OP-Versicherung?
Eine Hunde OP-Versicherung kann sinnvoll sein, wenn Sie das Risiko hoher Einmalkosten abfedern möchten (ist in der Hundekrankenversicherung inkludiert). Operationen und Nachsorge können schnell teuer werden, gerade bei Notfällen. Achten Sie auf realistische Erstattungssätze, eine klare Regelung zur Nachbehandlung und darauf, ob Diagnostik im Zusammenhang mit einer OP mitversichert ist.
Auch hier gilt: Früh abschließen ist oft leichter als später, wenn bereits Befunde vorliegen.
Wie halte ich meinen Pekinesen gesund, ohne ihn zu überfordern?
Der wichtigste Hebel ist oft simpel: Gewicht im Normalbereich halten, regelmäßige kurze Bewegung und konsequente Pflege. Übergewicht bei Hunden belastet Atmung und Gelenke zusätzlich. Kombinieren Sie ruhige Spaziergänge mit kleinen Denkaufgaben, halten Sie Augen und Hautfalten sauber und lassen Sie Zähne und Atemwege regelmäßig kontrollieren. So bleiben viele Probleme klein, statt später teuer und belastend zu werden.
Ähnliche Hunderassen zum Pekinesen
Sie mögen den Pekinesen wegen seiner kompakten Größe, seines stolzen Auftretens und der engen Bindung an „seine“ Menschen, sind aber noch unsicher, ob er wirklich zu Ihrem Alltag passt. Dann hilft ein Blick auf Rassen mit ähnlichem Charakter oder ähnlichen Bedürfnissen. Die folgenden Alternativen unterscheiden sich im Detail, treffen aber oft einen ähnlichen „Typ Hund“ und geben Ihnen mehr Auswahl, ohne dass Sie bei null anfangen müssen.
Shih Tzu: Ebenfalls ein kleiner Begleithund mit viel Persönlichkeit. Häufig etwas offener und kontaktfreudiger, dabei genauso auf Nähe und Alltag als Familienhund ausgelegt.
Lhasa Apso: Kleiner, selbstständiger Wächtertyp mit klarer Meinung. Passt gut, wenn Sie einen anhänglichen Hund möchten, der trotzdem nicht jedem sofort vertraut.
Malteser: Sehr menschenbezogen und oft leichter zu motivieren. Für viele eine Option, wenn Sie mehr „Mitmach Hund“ suchen, aber klein und wohnungstauglich bleiben möchten.
Havaneser: Freundlicher, anpassungsfähiger Begleiter, der meist gern dabei ist und im Alltag häufig unkompliziert wirkt, wenn Beschäftigung und Nähe stimmen.
Japan Chin: Eleganter Gesellschaftshund, der oft ruhiger ist und ein feinfühliges Wesen mitbringt. Für viele interessant, wenn Sie es eher entspannt mögen.
Papillon: Kleiner Hund mit mehr Energie und Lernfreude. Sinnvoll, wenn Sie die kompakte Größe möchten, aber mehr Aktivität und Training Spaß macht.
Bologneser: Ruhiger, sehr menschenbezogener Begleiter, der häufig ein sanftes Temperament hat und gut in einen eher gemütlichen Alltag passt.
Über den Autor
Daniel Moser
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