Epi­lep­sie bei Hun­den: Sym­pto­me und der Umgang im All­tag

Lebens­qua­li­tät und Sicher­heit opti­mie­ren: Ein Leit­fa­den für Hun­de­be­sit­zer

Ein kleiner kranker Hund schläft erschöpft auf dem Schoß einer Frau, die ihn liebevoll auf dem Sofa hält

Wie wir Men­schen kön­nen lei­der auch unse­re gelieb­ten Hun­de an epi­lep­ti­schen Anfäl­len lei­den. Erfah­ren Sie in die­sem Arti­kel mehr über die Arten, Sym­pto­me und Aus­lö­ser der neu­ro­lo­gi­schen Erkran­kung und was Sie tun kön­nen, um Ihrem Schütz­ling ein ange­neh­mes Leben zu ermög­li­chen.

Das Wich­tigs­te im Über­blick

Ihre Über­sicht
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Ein­füh­rung in die neu­ro­lo­gi­sche Stö­rung: Defi­ni­ti­on und Grund­la­gen

Was ist eine Epi­lep­sie?

Die Epi­lep­sie zählt zu den häu­figs­ten Ner­ven­sys­tem­er­kran­kung bei Hun­den wie auch bei Men­schen. Es han­delt sich um eine Stö­rung der Gehirn­funk­ti­on, die sich in wie­der­keh­ren­den Krampf­an­fäl­len äußert. Ins­ge­samt lei­den ca. 1 — 2 % aller Hun­de unter epi­lep­ti­schen Anfäl­len. Fol­gen­de Hun­de­ras­sen sind stär­ker betrof­fen als ande­re: Gol­den Retrie­verBor­der Col­lieDackelAus­tra­li­an She­p­herdPudel, Wei­ma­ra­ner und Magyar Viz­sla.

Arten von Epi­lep­sie

Man unter­schei­det zwi­schen ver­schie­de­nen Arten der Epi­lep­sie. Die pri­mä­re Epi­lep­sie ist eine ange­bo­re­ne Krank­heit, die ver­mehrt bei den oben genann­ten Ras­sen vor­kommt. Eine sekun­dä­re Epi­lep­sie kann bei Hun­den durch eine ande­re Grund­er­kran­kung ent­ste­hen. Häu­fi­ge Ursa­chen dafür sind Stoff­wech­sel­stö­run­gen, die bei­spiels­wei­se aus einer Nie­ren- oder Leber­er­kran­kung resul­tie­ren, Herz­er­kran­kun­gen, die zum Sau­er­stoff­man­gel im Gehirn füh­ren kön­nen, und Gehirn­ent­zün­dun­gen.

Ein­füh­rung in die neu­ro­lo­gi­sche Stö­rung: Defi­ni­ti­on und Grund­la­gen

Epi­lep­sie ist eine neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kung, die sich durch wie­der­keh­ren­de Anfäl­le äußert, wel­che durch abnor­ma­le elek­tri­sche Akti­vi­tä­ten im Gehirn aus­ge­löst wer­den. Die­se Anfäl­le vari­ie­ren in ihrer Häu­fig­keit und Inten­si­tät und kön­nen von leich­ten Bewusst­seins­stö­run­gen bis hin zu schwe­ren Krampf­an­fäl­len rei­chen. Bei Hun­den wird Epi­lep­sie häu­fig durch gene­ti­sche Fak­to­ren ver­ur­sacht, wobei bestimm­te Ras­sen eine höhe­re Prä­dis­po­si­ti­on für die Erkran­kung auf­wei­sen. Zusätz­lich zu den gene­ti­schen Ursa­chen kön­nen Umwelt­fak­to­ren, Hirn­trau­ma­ta oder Stoff­wech­sel­stö­run­gen eine Rol­le spie­len. Eine genaue Dia­gno­se der Epi­lep­sie umfasst die Beob­ach­tung der Anfäl­le und ent­spre­chen­de tier­ärzt­li­che Unter­su­chun­gen, um ande­re Ursa­chen aus­zu­schlie­ßen und die best­mög­li­che Behand­lung zu gewähr­leis­ten. Durch ein umfas­sen­des Ver­ständ­nis und geziel­te medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung kann die Lebens­qua­li­tät von Hun­den mit Epi­lep­sie nach­hal­tig ver­bes­sert wer­den.

Viel­fäl­ti­ge Aus­lö­ser: Fak­to­ren, die das Risi­ko stei­gern kön­nen

Ursa­chen epi­lep­ti­scher Anfäl­le

Es gibt eine Rei­he an Mög­lich­kei­ten, die als Aus­lö­ser für eine Epi­lep­sie bei Ihrem Fell­freund in Fra­ge kom­men. Neigt Ihr Vier­bei­ner zu epi­lep­ti­schen Anfäl­len, reagiert er womög­lich sen­si­bel auf Stress. Stress kann bei unter­schied­lichs­ten Situa­tio­nen auf­tre­ten. Dazu gehö­ren kör­per­li­che und geis­ti­ge Über­for­de­rung, über­mä­ßi­ges Trai­ning, lau­te Geräu­sche (z. B. quiet­schen­des Spiel­zeug oder Sil­ves­ter­knal­ler) und emo­tio­na­le Belas­tun­gen (Ein­sam­keit oder Angst).

Auch Infek­ti­ons­krank­hei­ten, Organ­funk­ti­ons­stö­run­gen oder Ver­let­zun­gen kön­nen epi­lep­ti­sche Anfäl­le ver­ur­sa­chen. Stö­run­gen des Hor­mon­haus­halts (z. B. auf­grund von Dia­be­tes) kön­nen zu hor­mo­nell beding­ter Epi­lep­sie füh­ren. Gehirn­tu­mo­re sind eben­falls als Aus­lö­ser bekannt. Nicht zuletzt füh­ren Ver­gif­tun­gen durch den Ver­zehr von Gift­kö­der oder sons­ti­gen Lebens­mit­tel, die für Hun­de gif­tig sind (z. B. Scho­ko­la­de) manch­mal zu Epi­lep­sie bei Hun­den.

Gene­ti­sche Prä­dis­po­si­ti­on und Ras­sen­an­fäl­lig­keit

Eine der Haupt­ur­sa­chen für epi­lep­ti­sche Anfäl­le bei Hun­den ist die gene­ti­sche Prä­dis­po­si­ti­on. Vie­le Fäl­le von Epi­lep­sie sind idio­pa­thisch, das heißt, die genaue Ursa­che ist unbe­kannt, jedoch sind bestimm­te Ras­sen beson­ders anfäl­lig. Ras­sen wie der Labra­dor Retrie­ver, Bea­gle und Deut­scher Schä­fer­hund zei­gen eine höhe­re Inzi­denz von Epi­lep­sie, was auf eine erb­li­che Kom­po­nen­te hin­deu­tet. Die­se gene­ti­sche Ver­an­la­gung macht die Erkran­kung oft zu einem lebens­lan­gen Beglei­ter, der eine kon­ti­nu­ier­li­che Über­wa­chung und the­ra­peu­ti­sche Anpas­sung erfor­dert. Daher ist es wich­tig, bei Hun­den aus die­sen Risi­ko­grup­pen beson­ders auf­merk­sam zu beob­ach­ten und bei ers­ten Anzei­chen eines Anfalls früh­zei­tig tier­ärzt­li­che Hil­fe in Anspruch zu neh­men.

Erwor­be­ne Fak­to­ren und Umwelt­be­din­gun­gen

Neben der gene­ti­schen Prä­dis­po­si­ti­on kön­nen auch erwor­be­ne Fak­to­ren wie Hirn­trau­ma, schwe­re Infek­tio­nen oder Stoff­wech­sel­stö­run­gen epi­lep­ti­sche Anfäl­le aus­lö­sen. Ein Trau­ma auf­grund eines Unfalls oder einer Kopf­ver­let­zung kann zu blei­ben­den neu­ro­lo­gi­schen Schä­den füh­ren, die Anfäl­le begüns­ti­gen. Infek­tio­nen, ins­be­son­de­re des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems wie Menin­gi­tis oder Enze­pha­li­tis, kön­nen eben­falls das Risi­ko erhö­hen. Umwelt­fak­to­ren wie extrem hoher Stress, plötz­li­che Ver­än­de­run­gen im All­tag oder toxi­sche Expo­si­tio­nen sind zusätz­li­che Risi­ko­fak­to­ren, die einen Anfall her­vor­ru­fen kön­nen. Die prä­ven­ti­ve Erken­nung und das Manage­ment die­ser poten­zi­el­len Aus­lö­ser sind ent­schei­dend, um die Häu­fig­keit oder Schwe­re der Anfäl­le zu redu­zie­ren und die Lebens­qua­li­tät des betrof­fe­nen Hun­des zu schüt­zen.

Anzei­chen erken­nen: Typi­sche Merk­ma­le der neu­ro­lo­gi­schen Stö­rung

Sym­pto­me einer Epi­lep­sie beim Hund

Die Anzei­chen für eine Epi­lep­sie kön­nen ganz unter­schied­lich sein. Eini­ge Ver­hal­tens­än­de­run­gen sind nicht nur wäh­rend und nach epi­lep­ti­schen Anfäl­len bei Hun­den zu beob­ach­ten, son­dern auch schon davor. In der ein­lei­ten­den Pha­se sind die betrof­fe­nen Tie­re meist unru­hig, anhäng­lich, bele­cken sich öfter und zei­gen einen ver­mehr­ten Spei­chel­fluss sowie Harn­drang. Bei einem epi­lep­ti­schen Anfall kön­nen noch wei­te­re Sym­pto­me auf­tre­ten, wie:

  •  Ver­lust des Bewusst­seins
  •  Ver­stei­fung der Glie­der
  •  Star­ke (Streck-)Krämpfe, Mus­kel­zu­ckun­gen, Mus­kel­span­nung
  •  Rudern­de Bewe­gun­gen mit den Bei­nen
  •  Ver­krampf­te Kau­mus­ku­la­tur und kau­en­de Bewe­gun­gen
  •  Ver­mehr­ter Spei­chel­fluss und Schaum­bil­dung am Maul
  •  Vor­über­ge­hen­der Atem­still­stand
  •  Kon­troll­ver­lust über Bla­se und Darm
  •  Unge­rich­te­te Laut­äu­ße­run­gen
  •  Ver­dreh­te Augen
  •  Hal­lu­zi­na­tio­nen
 
Nach einem epi­lep­ti­schen Anfall soll­ten Sie sicher­stel­len, dass sich Ihr Schütz­ling für meh­re­re Stun­den in einem licht­ar­men und ruhi­gen Raum erho­len kann. Denn er wird wahr­schein­lich mit Seh­stö­run­gen, Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit und man­geln­der Koor­di­na­ti­ons­fä­hig­keit zu kämp­fen haben. Man­che Tie­re ver­hal­ten sich in der soge­nann­ten pos­tik­ta­len Pha­se nach dem epi­lep­ti­schen Anfall sogar aggres­siv. Auch Heiß­hun­ger und Durst kommt ver­mehrt vor. Las­sen Sie Ihren Fell­freund in die­sem insta­bi­len Zustand mög­lichst nicht allei­ne, weil er sich evtl. ver­let­zen könn­te. Außer­dem braucht er Sie womög­lich als emo­tio­na­le Stüt­ze.

Wie lan­ge dau­ert ein epi­lep­ti­scher Anfall?

Ein epi­lep­ti­scher Anfall dau­ert in den meis­ten Fäl­len nur kurz. In sei­ner schlimms­ten Form kann er aber län­ger als 30 Minu­ten anhal­ten. Nach etwa 10 Minu­ten ist eine kri­ti­sche Schwel­le erreicht. Denn ab dann han­delt es sich um einen tier­me­di­zi­ni­schen Not­fall. Reagie­ren Sie sofort und kon­tak­tie­ren Sie Ihren Tier­arzt.

Ers­te Hil­fe und lang­fris­ti­ge Stra­te­gien: Unter­stüt­zung für betrof­fe­ne Tie­re

Epi­lep­sie beim Hund – Was tun?

Erlei­det Ihre Fell­na­se einen epi­lep­ti­schen Anfall, soll­ten Sie eini­ge Ers­te-Hil­fe-Maß­nah­men ken­nen und befol­gen. Zunächst ist es wich­tig, dass Sie ruhig blei­ben. Dun­keln Sie die Umge­bung mög­lichst gut ab und ver­mei­den Sie lau­te Geräu­sche. Schaf­fen Sie eine siche­re Umge­bung, in der sich Ihr pel­zi­ger Lieb­ling nicht ver­let­zen kann. Decken Sie dazu schar­fe Kan­ten mit wei­chen Stof­fen ab und brin­gen Sie spit­ze Gegen­stän­de sowie ande­re gefähr­li­che Objek­te außer Reich­wei­te. Blei­ben Sie am bes­ten wo Sie sind und brin­gen Sie Ihren Hund nur dann an einen ande­ren Ort, wenn es unbe­dingt not­wen­dig ist. Hal­ten Sie Ihren Fell­freund wäh­rend eines epi­lep­ti­schen Anfalls kei­nes­falls fest, weil er Sie sonst reflex­ar­tig bei­ßen könn­te.

Ers­te Hil­fe und lang­fris­ti­ge Stra­te­gien: Unter­stüt­zung für betrof­fe­ne Tie­re

Wenn ein Hund einen epi­lep­ti­schen Anfall erlei­det, ist es wich­tig, ruhig zu blei­ben und dem Tier schnellst­mög­lich die rich­ti­ge Unter­stüt­zung zu bie­ten. Wäh­rend eines Anfalls soll­ten Besit­zer ach­ten, dass der Hund in einer siche­ren Umge­bung ist, um Ver­let­zun­gen zu ver­hin­dern; har­te Gegen­stän­de soll­ten aus der Nähe ent­fernt wer­den. Es ist wich­tig, den Anfall nicht zu unter­bre­chen, son­dern ruhig abzu­war­ten, bis er vor­über ist, wäh­rend dem Hund ein siche­rer Platz gebo­ten wird. Nach einem Anfall benö­tigt der Hund häu­fig Ruhe und Erho­lung, wobei der Besit­zer beru­hi­gend da sein soll­te. Auf lan­ge Sicht ist ein gut abge­stimm­tes Behand­lungs­pro­to­koll ent­schei­dend, um die Fre­quenz und Inten­si­tät der Anfäl­le zu kon­trol­lie­ren. Die Zusam­men­ar­beit mit einem Tier­arzt zur Über­wa­chung der Anfäl­le und Anpas­sung der Medi­ka­ti­on ist von zen­tra­ler Bedeu­tung. Regel­mä­ßi­ge tier­ärzt­li­che Unter­su­chun­gen und Anpas­sun­gen der Lebens­wei­se kön­nen dazu bei­tra­gen, die Lebens­qua­li­tät des Hun­des mit Epi­lep­sie zu ver­bes­sern und ihm ein akti­ves und erfüll­tes Leben zu ermög­li­chen.

Spe­zi­el­le Ver­si­che­run­gen für beson­de­re Fäl­le

Ein kleiner Hund liegt auf einem Tisch, ein Stethoskop ist um seinen Hals gelegt

Kran­ken­schutz mit Vor­er­kran­kung

Ein Hund liegt mit einem Verband auf einer blauen Decke und erholt sich nach einer Operation

Unfall-OP-Ver­si­che­rung für Hun­de

Ein junger Hund springt an der Leine, während sein Halter ihn beim Spaziergang sicher führt

Hun­de­hal­ter­haft­pflicht

Effek­ti­ve Ansät­ze: Kli­ni­sche Tests und Behand­lungs­stra­te­gien im Über­blick

Dia­gno­se und Therapie​

Für die rich­ti­ge The­ra­pie und um Ihrem pel­zi­gen Beglei­ter wei­te­re Anfäl­le zu erspa­ren, ist eine kor­rek­te Dia­gno­se­stel­lung durch eine genaue Ursa­chen­fin­dung ent­schei­dend. Sind orga­ni­sche Krank­hei­ten (z. B. Herz‑, Leber- oder Nie­ren­er­kran­kun­gen) der Aus­lö­ser für die epi­lep­ti­schen Anfäl­le, soll­ten die­se unbe­dingt recht­zei­tig erkannt und behan­delt wer­den. Erst wenn der Tier­arzt sämt­li­che Grund­er­kran­kun­gen aus­schlie­ßen kann, lässt sich eine pri­mä­re Epi­lep­sie ein­deu­tig fest­stel­len.

Den Aus­gangs­punkt der Dia­gno­se­stel­lung bil­den meist Blut- und neu­ro­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen. Zudem kön­nen Ultraschall‑, MRT‑, CT- oder Rönt­gen­un­ter­su­chun­gen sowie Rücken­marks­punk­tio­nen, EEG-Unter­su­chun­gen, Haut­un­ter­su­chun­gen und Leber­funk­ti­ons­tests Auf­schluss über die genaue­ren Umstän­de der epi­lep­ti­schen Anfäl­le des Hun­des geben.

Unter­stüt­zen Sie den Medi­zi­ner dabei, indem Sie Infor­ma­tio­nen zu Häu­fig­keit, Dau­er, Aus­lö­ser und Ablauf der Krampf­an­fäl­le mit einem „Epi­lep­sie­ta­ge­buch“ doku­men­tie­ren oder die epi­lep­ti­schen Anfäl­le fil­men.

Therapie​

Die Dia­gno­se von Epi­lep­sie beim Hund erfor­dert eine gründ­li­che Beob­ach­tung der Anfalls­mus­ter ver­bun­den mit einer Rei­he von vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Tests. Tier­ärz­te begin­nen häu­fig mit Blut­un­ter­su­chun­gen, um Stoff­wech­sel­stö­run­gen oder toxi­sche Ein­flüs­se aus­zu­schlie­ßen. Bei Ver­dacht auf Epi­lep­sie kön­nen auch bild­ge­ben­de Ver­fah­ren wie MRT oder CT-Spe­zi­al­un­ter­su­chun­gen ein­ge­setzt wer­den, um struk­tu­rel­le Anoma­lien im Gehirn zu iden­ti­fi­zie­ren oder ande­re neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kun­gen aus­zu­schlie­ßen. Ein genau­es Anfalls­pro­to­koll, das sowohl die Anzahl, Häu­fig­keit und Dau­er der Anfäl­le als auch even­tu­el­le Aus­lö­ser doku­men­tiert, ist für die opti­ma­le Dia­gno­se und Behand­lung essen­ti­ell.

Sobald die Dia­gno­se der Epi­lep­sie bestä­tigt wur­de, wird ein indi­vi­du­el­ler The­ra­pie­plan ent­wi­ckelt, der häu­fig die kon­ti­nu­ier­li­che Ver­ab­rei­chung von Anti­epi­lep­ti­ka umfasst, um die Anfalls­häu­fig­keit zu ver­rin­gern und deren Inten­si­tät zu min­dern. Die Aus­wahl des geeig­ne­ten Medi­ka­ments, sowie die genaue Dosie­rung, wer­den durch den Tier­arzt indi­vi­du­ell auf den Hund ange­passt und durch regel­mä­ßi­ge Über­wa­chung opti­miert. Neben der medi­ka­men­tö­sen Behand­lung spie­len auch Anpas­sun­gen im Lebens­stil eine wich­ti­ge Rol­le; eine stress­freie Umge­bung und ein gere­gel­ter, ruhi­ger Tages­ab­lauf unter­stüt­zen die Sta­bi­li­sie­rung des Gesund­heits­zu­stan­des. Dir enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Tier­arzt und Besit­zer ist ent­schei­dend, um die Lebens­qua­li­tät des Hun­des zu maxi­mie­ren und ihm ein siche­res und glück­li­ches Leben zu ermög­li­chen.

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Hund spielt auf einer Wiese mit einem kleinen, grünen Fußball und zeigt typisches Sozial- und Spielverhalten

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Ein struk­tu­rier­ter All­tag mit Aus­lauf, Ruhe­pha­sen und fes­ten Bezugs­per­so­nen gibt Hun­den Sicher­heit. Erzie­hung, Pfle­ge und geis­ti­ge Beschäf­ti­gung för­dern ein sta­bi­les Ver­hal­ten. Wir zei­gen, wie Sie die Hal­tung Ihres Hun­des sinn­voll gestal­ten.

Zusam­men­fas­sung: Epi­lep­sie bei Hun­den

Epi­lep­sie ist eine weit ver­brei­te­te neu­ro­lo­gi­sche Stö­rung bei Hun­den, die durch abnor­ma­le elek­tri­sche Akti­vi­tä­ten im Gehirn aus­ge­löst wird und zu wie­der­keh­ren­den Anfäl­len führt. Die­se Anfäl­le vari­ie­ren in Inten­si­tät und Häu­fig­keit, wobei Sym­pto­me wie Zuckun­gen, Bewusst­seins­ver­lust und unge­wöhn­li­ches Ver­hal­ten auf­tre­ten kön­nen. Die Ursa­chen der Epi­lep­sie sind viel­fäl­tig, von gene­ti­schen Prä­dis­po­si­tio­nen bei bestimm­ten Ras­sen bis hin zu erwor­be­nen Fak­to­ren wie Hirn­trau­ma, Stoff­wech­sel­stö­run­gen oder Umwelt­ein­flüs­sen. Die Dia­gno­se erfor­dert eine sorg­fäl­ti­ge Beob­ach­tung der Anfäl­le sowie vete­ri­när­me­di­zi­ni­sche Tests zur Aus­schluss­dia­gno­se ande­rer neu­ro­lo­gi­scher Erkran­kun­gen. Ein prä­zi­ses Anfalls­pro­to­koll und der Ein­satz bild­ge­ben­der Ver­fah­ren unter­stüt­zen die genaue Dia­gno­se und hel­fen, den bes­ten the­ra­peu­ti­schen Ansatz zu bestim­men.

Die The­ra­pie ist meist medi­ka­men­tös und zielt dar­auf ab, die Anfalls­häu­fig­keit und ‑inten­si­tät zu redu­zie­ren, um die Lebens­qua­li­tät des Hun­des zu ver­bes­sern. Eng­ma­schi­ge tier­ärzt­li­che Kon­trol­le und mög­li­che Anpas­sun­gen des Medi­ka­men­ten­plans sind wich­tig, um Neben­wir­kun­gen zu mini­mie­ren und best­mög­li­che Ergeb­nis­se zu erzie­len. Im All­tag sind eine ruhi­ge Umge­bung und stüt­zen­de Maß­nah­men ent­schei­dend, wobei Ers­te Hil­fe wäh­rend der Anfäl­le und eine gute Gesund­heits­über­wa­chung hel­fen, Risi­ken zu mini­mie­ren. Epi­lep­sie erfor­dert lebens­lan­ges Manage­ment, jedoch kann ein gut abge­stimm­ter Pfle­ge- und Behand­lungs­plan dazu bei­tra­gen, dass betrof­fe­ne Hun­de ein siche­res und glück­li­ches Leben füh­ren kön­nen. Die Kom­bi­na­ti­on aus tier­ärzt­li­cher Betreu­ung und lie­be­vol­ler Unter­stüt­zung durch den Besit­zer ist der Schlüs­sel, um die Her­aus­for­de­run­gen der Epi­lep­sie opti­mal zu bewäl­ti­gen.

häu­fi­ge Fra­gen

Epi­lep­sie äußert sich durch Anfäl­le, die plötz­li­che Bewe­gungs­stö­run­gen, Zuckun­gen, Bewusst­seins­ver­lust und Ver­hal­tens­än­de­run­gen umfas­sen kön­nen. Vor einem Anfall kann der Hund unru­hig oder kon­takt­scheu wir­ken.

Hun­de mit Epi­lep­sie wer­den meist mit Anti­epi­lep­ti­ka behan­delt, um Anfäl­le zu redu­zie­ren. Die Medi­ka­ti­on wird indi­vi­du­ell vom Tier­arzt ange­passt und erfor­dert regel­mä­ßi­ge Über­wa­chung. Lebens­sti­län­de­run­gen, wie ein stress­frei­es Umfeld, unter­stüt­zen die Behand­lung.

Epi­lep­sie kann gene­tisch bedingt sein, mit einer höhe­ren Prä­dis­po­si­ti­on bei bestimm­ten Ras­sen wie Labra­dor Retrie­ver und Bea­gle. Erwor­be­ne Ursa­chen sind Hirn­trau­ma, Infek­tio­nen und Stoff­wech­sel­stö­run­gen sowie Umwelt­fak­to­ren.

Die Dia­gno­se erfor­dert eine Beob­ach­tung der Anfäl­le sowie tier­ärzt­li­che Tests, ein­schließ­lich Blut­un­ter­su­chun­gen und bild­ge­ben­der Ver­fah­ren wie MRT, um ande­re neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kun­gen aus­zu­schlie­ßen und die Anfall­s­ur­sa­che zu klä­ren.