Ster­be­geld­ver­si­che­rung: Bestat­tungs­kos­ten recht­zei­tig absi­chern

Bei­trag berech­nen, Tari­fe ver­glei­chen, Ange­hö­ri­ge ent­las­ten.

Rote Rose liegt auf einem dunklen Sarg mit goldener Kreuzverzierung, unscharfer Hintergrund, Symbol für Abschied und Erinnerung

Ster­be­geld­ver­si­che­rung im Klar­text: Kos­ten, War­te­zeit und Alter­na­ti­ven

Eine Beer­di­gung ist für Ange­hö­ri­ge emo­tio­nal belas­tend und oft auch finan­zi­ell. Je nach Bestat­tungs­art und Regi­on kom­men schnell meh­re­re tau­send Euro zusam­men. Vie­le möch­ten des­halb früh fest­le­gen, dass im Todes­fall Geld bereit­steht, ohne dass Fami­lie oder Erben kurz­fris­tig ein­sprin­gen müs­sen. Genau hier setzt die Ster­be­geld­ver­si­che­rung an. Sie ist eine Mög­lich­keit, Bestat­tungs­kos­ten plan­bar abzu­si­chern, sie ist aber nicht auto­ma­tisch die bes­te Lösung für jeden.

Wich­tig ist der Rea­li­täts­check: Eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung zahlt nach dem Tod eine ver­ein­bar­te Sum­me aus, häu­fig lie­gen sol­che Sum­men im Bereich von etwa 5.000 bis 15.000 Euro. Vie­le Tari­fe arbei­ten mit War­te­zei­ten, je nach Tarif­mo­dell bewe­gen die sich oft zwi­schen Mona­ten und weni­gen Jah­ren. Wer „ohne Gesund­heits­fra­gen“ abschlie­ßen möch­te, bekommt das häu­fig über War­te­zeit oder Ein­schrän­kun­gen gelöst. Gleich­zei­tig gilt: Je spä­ter der Ein­stieg, des­to teu­rer wird es meist, und rech­ne­risch kann eine alter­na­ti­ve Vor­sor­ge über Spa­ren oder einen Bestat­tungs­vor­sor­ge­ver­trag in vie­len Fäl­len sinn­vol­ler sein. 

Inhalts­ver­zeich­nis
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Das Wich­tigs­te im Über­blick

Wel­che Tarif­va­ri­an­te passt zu Ihnen?

Ster­be­geld­ver­si­che­rung im Ver­gleich: Gesund­heits­fra­gen, War­te­zeit, Sofort­schutz

Nicht jede Ster­be­geld­ver­si­che­rung funk­tio­niert gleich. Ent­schei­dend sind drei Punk­te: Gibt es Gesund­heits­fra­gen, gibt es eine War­te­zeit, und wie ist die Leis­tung gere­gelt, wenn der Todes­fall früh ein­tritt. Unten sehen Sie die wich­tigs­ten Unter­schie­de, damit Sie schnel­ler ein­schät­zen kön­nen, wel­cher Weg zu Ihrer Situa­ti­on passt.

Wenn Sie Gesund­heits­fra­gen beant­wor­ten, kann der Ver­si­che­rungs­schutz häu­fig ab Ver­trags­be­ginn gel­ten. Das ist sinn­voll, wenn Sie mög­lichst ohne War­te­zeit absi­chern möch­ten und die Gesund­heits­an­ga­ben kein Pro­blem sind.

Typisch, wor­auf Sie ach­ten soll­ten:

  • Wann genau beginnt der vol­le Schutz (ab Start oder nach kur­zer Frist)?

  • Wel­che Gesund­heits­fra­gen wer­den gestellt und für wel­chen Zeit­raum?

  • Gibt es Aus­schlüs­se oder Zuschlä­ge bei Vor­er­kran­kun­gen?

  • Wie hoch ist die gewünsch­te Ver­si­che­rungs­sum­me rea­lis­tisch abbild­bar?

Vor­tei­le:

  • Häu­fig kei­ne klas­si­sche War­te­zeit

  • Frü­he vol­le Leis­tung mög­lich

  • Oft güns­ti­ger als Tari­fe ohne Gesund­heits­fra­gen, wenn die Annah­me klappt

Hier wer­den kei­ne Gesund­heits­fra­gen gestellt. Dafür arbei­ten vie­le Tari­fe mit einer War­te­zeit. Stirbt die ver­si­cher­te Per­son in die­ser Zeit, wird je nach Tarif oft nur ein Teil geleis­tet oder die Bei­trä­ge wer­den erstat­tet. Bei Unfall­tod gilt bei vie­len Anbie­tern eine sofor­ti­ge Leis­tung.

Wich­tig für die Ent­schei­dung:

  • Wie lang ist die War­te­zeit genau (je nach Tarif häu­fig meh­re­re Mona­te bis weni­ge Jah­re)?

  • Was pas­siert bei Tod wäh­rend der War­te­zeit (Bei­trags­rück­zah­lung, redu­zier­te Leis­tung, Staf­fel)?

  • Gibt es Sofort­leis­tung bei Unfall­tod, und wenn ja, in wel­cher Höhe?

Vor­tei­le:

  • Antrag meist auch dann mög­lich, wenn Vor­er­kran­kun­gen vor­lie­gen, weil kei­ne Gesund­heits­fra­gen gestellt wer­den

  • Häu­fig auch im höhe­ren Ein­tritts­al­ter noch abschließ­bar, je nach Anbie­ter

  • Unkom­pli­zier­ter Abschluss

„Sofort­schutz“ bedeu­tet in der Pra­xis meist: kei­ne War­te­zeit für die vol­le Ver­si­che­rungs­sum­me. Das ist typi­scher­wei­se nur mit Gesund­heits­an­ga­ben mög­lich. Eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung ohne Gesund­heits­fra­gen und gleich­zei­tig ohne War­te­zeit gibt es nach gän­gi­ger Tarif­lo­gik nicht. Eine häu­fi­ge Aus­nah­me ist Unfall­tod: Vie­le Tari­fe leis­ten bei Unfall­tod bereits in der War­te­zeit sofort.

Für wen passt das?

  • Wenn Ihnen „sofort vol­le Leis­tung“ wich­tig ist und Gesund­heits­fra­gen für Sie mach­bar sind

  • Wenn Sie kei­ne lan­ge War­te­zeit möch­ten und schnell Klar­heit brau­chen

Vor­tei­le:

  • Frü­he vol­le Leis­tung mög­lich

  • Kla­re Plan­bar­keit, wenn Annah­me klappt

Ihre Idee ist gut, aber der Inhalt muss kon­se­quent „je nach Tarif“ for­mu­liert sein. Aus­sa­gen wie „welt­wei­ter Schutz bei Tod im Aus­land“ oder „Bestat­tungs­or­ga­ni­sa­ti­on“ sind nicht all­ge­mein gül­tig und soll­ten nur als Opti­on genannt wer­den.

Leis­tung Was bedeu­tet das in der Pra­xis? Wor­auf Sie ach­ten soll­ten
Ver­si­che­rungs­sum­me im Todes­fall Aus­zah­lung der ver­ein­bar­ten Sum­me an Bezugs­be­rech­tig­te Bezugs­recht kor­rekt set­zen, damit das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird
Leis­tung in der War­te­zeit Häu­fig Bei­trags­rück­zah­lung oder redu­zier­te Leis­tung Genaue Regel in den Bedin­gun­gen prü­fen
Unfall­tod-Regel In vie­len Tari­fen sofor­ti­ge Leis­tung, teils höher als Grund­sum­me Gilt das welt­weit, und wie wird „Unfall“ defi­niert?
Bei­trags­zah­lungs­dau­er Vie­le Tari­fe las­sen Sie nur bis zu einem bestimm­ten Alter zah­len, Schutz läuft wei­ter Bis wann zah­len Sie, bleibt der Schutz lebens­lang bestehen?
Optio­na­le Ser­vice­leis­tun­gen Je nach Tarif z. B. Orga­ni­sa­ti­on, Hot­line, Zusatz­sup­port Nicht als Stan­dard anneh­men, Leis­tungs­um­fang prü­fen
Über­füh­rung, Aus­land, Zusatz­kos­ten Teil­wei­se optio­nal oder begrenzt ent­hal­ten Gren­zen, Nach­wei­se, Aus­schlüs­se beach­ten

Wenn Sie unsi­cher sind, wel­che Vari­an­te zu Ihrer Situa­ti­on passt, ist der Ver­gleich der schnells­te Weg. Sie sehen dort nicht nur den Bei­trag, son­dern auch War­te­zeit, Leis­tung in der Anfangs­pha­se und die wich­tigs­ten Bedin­gun­gen. So ver­mei­den Sie, dass Sie „güns­tig“ abschlie­ßen, aber im Ernst­fall zu spät mer­ken, was wirk­lich gilt.

War­um früh­zei­ti­ge Pla­nung Ange­hö­ri­ge ent­las­tet

Ster­be­geld­ver­si­che­rung: finan­zi­el­le Ent­las­tung für Ange­hö­ri­ge im Trau­er­fall

Ein Todes­fall kommt sel­ten „gele­gen“. Neben der Trau­er müs­sen Ange­hö­ri­ge oft sehr schnell Ent­schei­dun­gen tref­fen und Rech­nun­gen bezah­len. Bestat­ter, Fried­hof, Grab, Trau­er­fei­er und Grab­stein sum­mie­ren sich zügig. Wer zu Leb­zei­ten vor­sorgt, nimmt der Fami­lie in einer ohne­hin schwe­ren Zeit spür­bar Druck und sorgt dafür, dass Geld für die gewünsch­ten Leis­tun­gen ver­füg­bar ist.

Die Kos­ten einer Bestat­tung lie­gen in Deutsch­land häu­fig im Bereich meh­re­rer tau­send Euro. In vie­len Fäl­len bewe­gen sich die Gesamt­kos­ten grob um 6.000 bis 7.000 Euro, oft ohne spä­te­re Grab­pfle­ge. Je nach Regi­on, Grab­wahl, Umfang der Trau­er­fei­er und zusätz­li­chem Grab­mal kann es auch deut­lich teu­rer wer­den. Genau die­se Spann­brei­te ist der Punkt: Ange­hö­ri­ge wis­sen im Ernst­fall sel­ten sofort, wel­che Sum­me am Ende wirk­lich anfällt, zah­len aber meist trotz­dem zeit­nah an.

Eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung ist dafür gedacht, die­ses Kos­ten­ri­si­ko plan­bar zu machen. Sie zahlt im Todes­fall eine ver­trag­lich ver­ein­bar­te Ver­si­che­rungs­sum­me aus. Häu­fig wer­den Sum­men im Bereich von 5.000 bis 15.000 Euro gewählt, weil sie typi­sche Bestat­tungs­kos­ten abde­cken kön­nen. Wich­tig ist dabei der Blick ins Klein­ge­druck­te: Vie­le Tari­fe arbei­ten mit War­te­zei­ten. Stirbt die ver­si­cher­te Per­son in der Anfangs­pha­se, wird je nach Tarif nicht die vol­le Sum­me aus­ge­zahlt, son­dern zum Bei­spiel nur die ein­ge­zahl­ten Bei­trä­ge oder eine gestaf­fel­te Leis­tung. Wer „ohne Gesund­heits­fra­gen“ abschlie­ßen möch­te, soll­te genau die­se Rege­lung ver­ste­hen, weil sie dar­über ent­schei­det, wie viel Schutz am Anfang wirk­lich besteht.

Genau­so wich­tig ist der ehr­li­che Nut­zen­check: Eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung ist nicht auto­ma­tisch die bes­te Vor­sor­ge­form. Wer genü­gend Rück­la­gen hat, kann Bestat­tungs­kos­ten oft ein­fa­cher über ein sepa­ra­tes Vor­sor­ge­kon­to oder einen Bestat­tungs­vor­sor­ge­ver­trag abde­cken. Gera­de bei spä­tem Ein­stieg kön­nen Bei­trä­ge so hoch sein, dass sich die Poli­ce wirt­schaft­lich kaum lohnt. Sinn­voll kann sie sein, wenn kei­ne aus­rei­chen­den Rück­la­gen vor­han­den sind, wenn der Betrag monat­lich gut plan­bar sein soll oder wenn Sie bewusst eine fes­te Sum­me „für den Ernst­fall“ reser­vie­ren möch­ten.

Bei­trag rea­lis­tisch ein­schät­zen, statt zu raten

Was kos­tet eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung und wovon hängt der Bei­trag ab?

Ein fes­ter Preis lässt sich bei der Ster­be­geld­ver­si­che­rung nicht nen­nen. Der Monats­bei­trag wird immer aus Ihrer gewünsch­ten Ver­si­che­rungs­sum­me, Ihrem Ein­tritts­al­ter und der Tarif­art berech­net. Ent­schei­dend ist auch, ob der Tarif Gesund­heits­fra­gen stellt, wie lan­ge Bei­trä­ge gezahlt wer­den und wann der vol­le Schutz greift.

Die größ­te Stell­schrau­be ist die Ver­si­che­rungs­sum­me. Häu­fig wer­den Ster­be­geld­ver­si­che­run­gen so gewählt, dass sie typi­sche Bestat­tungs­kos­ten abde­cken, statt Ver­mö­gen auf­zu­bau­en. Je höher die Sum­me, des­to höher der Bei­trag. Gleich­zei­tig lohnt es sich, nicht „auf Ver­dacht“ zu hoch anzu­set­zen: Wenn die Sum­me deut­lich über dem rea­lis­ti­schen Bedarf liegt, zah­len Sie oft jah­re­lang mehr, ohne dass das Ihrer Fami­lie im Ernst­fall spür­bar hilft.

Eben­so wich­tig ist das Ein­tritts­al­ter. Je spä­ter der Abschluss, des­to teu­rer wird es, weil der Ver­si­che­rer das Risi­ko für die Lauf­zeit anders kal­ku­liert. Genau hier liegt ein Punkt, den vie­le unter­schät­zen: Im höhe­ren Alter kann eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung finan­zi­ell unat­trak­tiv wer­den, weil sich die Bei­trä­ge über die Jah­re stark auf­sum­mie­ren kön­nen. Dar­um ist ein Ver­gleich nicht nur „nice to have“, son­dern der ein­zi­ge Weg, Preis und Leis­tung sau­ber ein­zu­ord­nen.

Dann kommt die Tarif­art: Tari­fe mit Gesund­heits­fra­gen sind für gesun­de Antrag­stel­ler oft güns­ti­ger und star­ten je nach Anbie­ter ohne län­ge­re War­te­pha­se. Tari­fe ohne Gesund­heits­fra­gen sind für vie­le Men­schen mit Vor­er­kran­kun­gen die rea­lis­ti­sche Opti­on, dafür ist der Schutz häu­fig über eine War­te- oder Auf­bau­zeit gere­gelt. In die­ser Zeit wird im Todes­fall je nach Tarif zum Bei­spiel nur ein Teil der Sum­me gezahlt oder Bei­trä­ge wer­den erstat­tet. Das muss man vor Abschluss genau ver­ste­hen, sonst ent­steht spä­ter Ent­täu­schung.

Auch die Bei­trags­dau­er wirkt stark auf den Preis. Man­che Tari­fe lau­fen mit Bei­trags­zah­lung bis zu einem bestimm­ten Alter (zum Bei­spiel bis 85 oder 90), ande­re sehen eine län­ge­re oder lebens­lan­ge Zah­lung vor. Kür­ze­re Bei­trags­dau­er kann den Monats­bei­trag erhö­hen, senkt aber die Gesamt­lauf­zeit Ihrer Zah­lun­gen. Wel­che Vari­an­te bes­ser passt, hängt von Ihrer Pla­nung ab.

Als gro­be Ori­en­tie­rung gilt: Bei mitt­le­ren Ver­si­che­rungs­sum­men kann der Monats­bei­trag je nach Alter und Tarif durch­aus im Bereich „zwei­stel­lig“ lie­gen. Der Abstand zwi­schen güns­ti­gen und teu­ren Ange­bo­ten ist dabei oft grö­ßer als gedacht, selbst bei iden­ti­scher Ver­si­che­rungs­sum­me. Genau des­halb lohnt sich der Rech­ner: Er zeigt Ihnen in weni­gen Klicks, was in Ihrer Situa­ti­on rea­lis­tisch ist und wel­che Tarif­art preis­lich Sinn ergibt.

Kla­rer Pra­xis-Tipp: Wenn Ihnen der nied­rigs­te Bei­trag wich­tig ist, prü­fen Sie zuerst eine pas­sen­de Ver­si­che­rungs­sum­me und ver­glei­chen dann Tari­fe mit und ohne Gesund­heits­fra­gen. Wenn Ihnen schnel­ler vol­ler Schutz wich­ti­ger ist, schau­en Sie gezielt auf War­te­zeit-Rege­lun­gen und den Leis­tungs­be­ginn. Genau die­se Details ent­schei­den am Ende, ob der Tarif wirk­lich zu Ihrer Lebens­si­tua­ti­on passt.

Wei­te­re Mög­lich­kei­ten zur finan­zi­el­len Vor­sor­ge im Todes­fall

Ster­be­geld­ver­si­che­rung im Kon­text: Die­se Alter­na­ti­ven soll­ten Sie ken­nen

Eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung ist eine Mög­lich­keit, Bestat­tungs­kos­ten plan­bar abzu­si­chern. Je nach Lebens­si­tua­ti­on kann aber auch eine ande­re Lösung bes­ser pas­sen, zum Bei­spiel wenn Sie nicht nur Bestat­tungs­kos­ten, son­dern die Fami­lie ins­ge­samt finan­zi­ell schüt­zen möch­ten. Hier sehen Sie drei gän­gi­ge Alter­na­ti­ven und wofür sie gedacht sind, damit Sie schnel­ler die rich­ti­ge Rich­tung wäh­len.

Todes­fall­ver­si­che­rung
Trauernde Familie bei einer Beerdigung – tröstende Umarmung im Vordergrund. Symbol für emotionale Absicherung durch Todesfallversicherung.

Eine Todes­fall­ver­si­che­rung ist ein Sam­mel­be­griff für Vor­sor­ge­lö­sun­gen, die im Todes­fall Geld aus­zah­len. Je nach Aus­ge­stal­tung kann das die Bestat­tung abde­cken oder dar­über hin­aus­ge­hen. Wenn Sie sich zuerst einen Über­blick ver­schaf­fen möch­ten, ist das oft der bes­te Ein­stieg, bevor Sie sich für eine kon­kre­te Tarif­art ent­schei­den.

Beer­di­gungs­ver­si­che­rung
Junges Mädchen auf einem Friedhof legt eine Blume auf ein Grab – Symbolbild für Beerdigung, Vorsorge und den Wert frühzeitiger Absicherung.

Die­se Vari­an­te ist gezielt auf Bestat­tungs­kos­ten aus­ge­rich­tet. Je nach Tarif kann die Aus­zah­lung so gere­gelt sein, dass Ange­hö­ri­ge schnell über Geld ver­fü­gen oder dass das Bestat­tungs­un­ter­neh­men direkt bezahlt wird. Sinn­voll, wenn Sie genau die­sen Zweck absi­chern möch­ten und kla­re Abläu­fe im Ernst­fall wich­tig sind.

Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung
Lächelnde Familie mit Mutter, Vater und Tochter liegt auf dem Teppich und streckt lachend die Hände in Richtung Kamera – Symbol für Geborgenheit.

Eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung dient vor allem der finan­zi­el­len Absi­che­rung von Hin­ter­blie­be­nen, zum Bei­spiel für Part­ner, Kin­der oder lau­fen­de Kre­di­te. Die Aus­zah­lung ist nicht an Bestat­tungs­kos­ten gebun­den und kann deut­lich höher gewählt wer­den. Wenn Ihre Fami­lie im Vor­der­grund steht, ist das häu­fig die pas­sen­de­re Lösung.

Wann sich Alter­na­ti­ven zur Ster­be­geld­ver­si­che­rung wirk­lich loh­nen

Ster­be­geld­ver­si­che­rung im Ver­gleich und wann ande­re Vor­sor­ge­for­men sinn­vol­ler sind

Die Ster­be­geld­ver­si­che­rung gilt als klas­si­sche Lösung, um Bestat­tungs­kos­ten zu decken. Doch nicht immer ist sie die bes­te Wahl. Je nach Ziel kann eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung, Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung oder pri­va­te Rück­la­ge wirt­schaft­lich sinn­vol­ler sein. Ent­schei­dend ist, ob Sie ledig­lich die Kos­ten für die Bestat­tung absi­chern möch­ten oder auch lang­fris­tig Ver­mö­gen auf­bau­en und Ange­hö­ri­ge finan­zi­ell schüt­zen wol­len.

Die Wahl der rich­ti­gen Absi­che­rung hängt stark von Ihren per­sön­li­chen Zie­len und Ihrer Lebens­si­tua­ti­on ab. Wenn Sie aus­schließ­lich die Bestat­tungs­kos­ten absi­chern möch­ten, ist eine Ster­be­geld- oder Beer­di­gungs­ver­si­che­rung meist die pas­sends­te Lösung. Sie bie­tet plan­ba­re Bei­trä­ge, über­schau­ba­re Ver­si­che­rungs­sum­men und eine zweck­ge­bun­de­ne Aus­zah­lung, die den finan­zi­el­len Druck im Todes­fall min­dert. Eine Gesund­heits­prü­fung ist hier meist frei­wil­lig, aller­dings gibt es häu­fig eine War­te­zeit von 24 bis 36 Mona­ten bis zum voll­stän­di­gen Ver­si­che­rungs­schutz.

Eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung ver­folgt ein ande­res Ziel: Sie sichert eine deut­lich höhe­re Sum­me ab, um Ehe­part­ner, Kin­der oder Kre­dit­neh­mer im Todes­fall finan­zi­ell abzu­si­chern. Damit eig­net sie sich beson­ders für Fami­li­en und Haupt­ver­die­ner. Der Bei­trag fällt in Rela­ti­on zur Leis­tung meist güns­ti­ger aus als bei einer Ster­be­geld­ver­si­che­rung, jedoch ist eine Gesund­heits­prü­fung fast immer erfor­der­lich. Für Men­schen mit Vor­er­kran­kun­gen kann das den Zugang erschwe­ren.

Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­run­gen kom­bi­nie­ren den Todes­fall­schutz mit einem Spar­an­teil. Neben der Ver­si­che­rungs­sum­me erhal­ten Sie – je nach Tarif – eine garan­tier­te Aus­zah­lung und gege­be­nen­falls Über­schuss­be­tei­li­gun­gen. Die­se Vari­an­te eig­net sich für alle, die Ver­mö­gen auf­bau­en und gleich­zei­tig Vor­sor­ge tref­fen möch­ten. Nach­teil: Die Kos­ten sind höher und die Lauf­zei­ten meist lang, oft 20 Jah­re oder mehr. Eine Aus­zah­lung erfolgt am Lauf­zeit­ende oder im Todes­fall.

Wer lie­ber unab­hän­gig von Ver­si­che­run­gen vor­sor­gen möch­te, kann auch auf pri­va­te Rück­la­gen oder Fonds­de­pots set­zen. Fest­geld­kon­ten, Ren­ten­ver­trä­ge oder breit gestreu­te ETF-Depots bie­ten Fle­xi­bi­li­tät und blei­ben im Gegen­satz zu Ver­si­che­run­gen jeder­zeit ver­füg­bar. Wich­tig ist hier, dass die Ver­füg­bar­keit im Todes­fall klar gere­gelt ist, etwa über eine Voll­macht oder Erb­fol­ge, damit Ange­hö­ri­ge im Ernst­fall schnell han­deln kön­nen.

Jede die­ser Optio­nen hat Vor- und Nach­tei­le. Ent­schei­dend ist, wel­ches Ziel Sie mit Ihrer Vor­sor­ge ver­fol­gen:

  • Möch­ten Sie Bestat­tungs­kos­ten plan­bar absi­chern?

  • Geht es um die finan­zi­el­le Absi­che­rung Ihrer Ange­hö­ri­gen?

  • Oder wol­len Sie lang­fris­tig Kapi­tal auf­bau­en?

Ein indi­vi­du­el­ler Ver­gleich der Pro­duk­te zeigt schnell, wel­che Lösung zu Ihrer Lebens­si­tua­ti­on passt. Wer den Fokus auf rei­ne Bestat­tungs­kos­ten legt, fährt mit einer Ster­be­geld­ver­si­che­rung gut. Wer jedoch Ver­mö­gens­auf­bau oder Hin­ter­blie­be­nen­schutz anstrebt, pro­fi­tiert oft von einer Risi­ko­le­bens- oder Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung. So sichern Sie, was wirk­lich zählt – finan­zi­ell und emo­tio­nal.

Teu­re Stol­per­fal­len ver­mei­den, bevor Sie unter­schrei­ben

Häu­fi­ge Feh­ler beim Abschluss einer Ster­be­geld­ver­si­che­rung und wie Sie sie ver­mei­den

Bei der Ster­be­geld­ver­si­che­rung ent­schei­det nicht nur der Bei­trag, son­dern vor allem die Tarif­lo­gik im Hin­ter­grund: Ver­si­che­rungs­sum­me, War­te­zeit, Gesund­heits­an­ga­ben und die Regeln zur Aus­zah­lung. Vie­le Feh­ler pas­sie­ren nicht aus Nach­läs­sig­keit, son­dern weil Details im Antrag oder in den Bedin­gun­gen über­se­hen wer­den. Die fol­gen­den Punk­te sind die häu­figs­ten Stol­per­fal­len aus der Pra­xis und zei­gen Ihnen, wor­auf Sie vor dem Abschluss kon­kret ach­ten soll­ten.

Wer zu nied­rig absi­chert, ent­las­tet die Fami­lie am Ende nur teil­wei­se. Wer zu hoch absi­chert, zahlt oft jah­re­lang unnö­tig mehr Bei­trag. Bes­ser ist ein rea­lis­ti­scher Kos­ten­rah­men: Bestat­tung, Grab­stel­le, Trau­er­fei­er, Grab­stein sowie mög­li­che Fol­ge­kos­ten. Prü­fen Sie außer­dem, ob Rück­la­gen vor­han­den sind und ob es wei­te­re finan­zi­el­le Zie­le gibt (nur Bestat­tung oder zusätz­lich Hin­ter­blie­be­nen­schutz).

Vie­le Tari­fe haben eine War­te­zeit oder eine gestaf­fel­te Leis­tung in der Anfangs­pha­se. Stirbt die ver­si­cher­te Per­son in die­ser Zeit, wird je nach Tarif nicht die vol­le Sum­me aus­ge­zahlt, son­dern z. B. nur ein Teil oder die ein­ge­zahl­ten Bei­trä­ge. Das ist kein „Klein­ge­druck­tes Detail“, son­dern das zen­tra­le Leis­tungs­ri­si­ko. Klä­ren Sie daher vor­ab: Wie lan­ge dau­ert die War­te­zeit, was gilt bei Unfall­tod, und wie hoch ist die Leis­tung in den ers­ten Mona­ten und Jah­ren.

Wenn ein Tarif Gesund­heits­an­ga­ben ver­langt, müs­sen die­se voll­stän­dig und kor­rekt sein. Unge­naue oder ver­ges­se­ne Anga­ben kön­nen im Leis­tungs­fall zu Pro­ble­men füh­ren, bis hin zur Leis­tungs­kür­zung oder Anfech­tung des Ver­trags. Neh­men Sie sich dafür Zeit, nut­zen Sie vor­han­de­ne Arzt­un­ter­la­gen und beant­wor­ten Sie Fra­gen so, wie sie gestellt sind (Zeit­räu­me, Dia­gno­sen, Behand­lun­gen, Medi­ka­men­te). Wenn Sie unsi­cher sind, ist es sinn­voll, den Antrag vor Abga­be prü­fen zu las­sen.

Vie­le ver­glei­chen nur Bei­trag und Ver­si­che­rungs­sum­me. Ent­schei­dend sind aber die Bedin­gun­gen: Leis­tung bei Tod wäh­rend der War­te­zeit, Aus­schlüs­se, Bei­trags­zah­lungs­dau­er (bis zu wel­chem Alter zah­len Sie), Rege­lun­gen bei Zah­lungs­ver­zug, Bezugs­recht und mög­li­che Zusatz­leis­tun­gen. Gera­de bei YMYL-The­men gilt: Was nicht klar gere­gelt ist, führt spä­ter zu Streit oder Ent­täu­schung. Ein seriö­ser Ver­gleich prüft daher immer die Bedin­gun­gen, nicht nur den Preis.

Lebens­si­tua­tio­nen ändern sich. Was vor Jah­ren gepasst hat, passt heu­te nicht zwin­gend. Prü­fen Sie in sinn­vol­len Abstän­den: Reicht die Ver­si­che­rungs­sum­me noch, hat sich Ihre finan­zi­el­le Lage ver­än­dert, sind Alter­na­ti­ven inzwi­schen sinn­vol­ler, und stimmt das Bezugs­recht noch? Eine kur­ze Ver­trags­prü­fung kann ver­hin­dern, dass Sie jah­re­lang für eine Lösung zah­len, die im Ernst­fall nicht mehr opti­mal ist.

Wenn Sie die­se Punk­te vor­ab klä­ren, ver­mei­den Sie die typi­schen Fehl­ent­schei­dun­gen: zu wenig Schutz, fal­sche Erwar­tun­gen in der Anfangs­pha­se oder Pro­ble­me durch unkla­re Anga­ben.

Wei­te­re The­men rund um Tod, Vor­sor­ge und Nach­lass

Vor­sor­ge trifft Ver­ant­wor­tung: Was Sie zusätz­lich absi­chern kön­nen

Eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung regelt vor allem die finan­zi­el­le Sei­te der Bestat­tung. Für vie­le Fami­li­en sind aber auch recht­li­che Fra­gen, Pfle­ge­kos­ten und kla­re Voll­mach­ten ent­schei­dend, damit im Ernst­fall alles rei­bungs­los läuft. Hier fin­den Sie ergän­zen­de The­men, die häu­fig zu spät ange­gan­gen wer­den.

Person unterschreibt ein Dokument mit einem Miniaturhaus im Vordergrund – Symbolbild für Erbschaft und rechtliche Absicherung im Erbfall
Erb­rechts­schutz

Streit um Erbe, Pflicht­teil oder Tes­ta­ment kos­tet Zeit, Geld und Ner­ven. Mit einem pas­sen­den Erb­rechts­schutz kön­nen Sie sich recht­lich absi­chern, wenn es zu Kon­flik­ten im Nach­lass kommt oder Sie Unter­stüt­zung bei erb­recht­li­chen Fra­gen benö­ti­gen.

Junge Pflegerin umarmt lächelnde Seniorin an einem Tisch, warmherzige Pflegesituation in häuslicher Umgebung
Pfle­ge­ver­si­che­rung

Pfle­ge­be­dürf­tig­keit kann jeden tref­fen und wird schnell teu­er. Eine pri­va­te Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung hilft, finan­zi­el­le Lücken zu schlie­ßen, damit Sie und Ihre Ange­hö­ri­gen im Ernst­fall nicht allein für Pfle­ge­kos­ten auf­kom­men müs­sen.

Häu­fi­ge Fra­gen zur Ster­be­geld­ver­si­che­rung: Bei­trag, War­te­zeit und Aus­zah­lung

Was Sie schon immer über die Ster­be­geld­ver­si­che­rung wis­sen woll­ten

Eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung zahlt im Todes­fall eine vor­her ver­ein­bar­te Sum­me aus. Damit kön­nen Hin­ter­blie­be­ne typi­scher­wei­se Bestat­tungs­kos­ten wie Bestat­ter­leis­tun­gen, Fried­hofs­ge­büh­ren, Grab­stein oder Trau­er­fei­er finan­zie­ren. Sie ist als Kos­ten­ab­si­che­rung gedacht, nicht als Ver­mö­gens­auf­bau. Wich­tig ist, dass die Leis­tung je nach Tarif sofort voll greift oder erst nach einer War­te­zeit in vol­ler Höhe zur Ver­fü­gung steht. Genau die­ser Punkt ent­schei­det, ob die Absi­che­rung zu Ihrer Situa­ti­on passt.

Grund­sätz­lich kön­nen vie­le Men­schen eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung abschlie­ßen, die genau­en Alters­gren­zen unter­schei­den sich je nach Anbie­ter und Tarif. Man­che Tari­fe arbei­ten mit Gesund­heits­fra­gen, ande­re ver­zich­ten dar­auf. Mit Gesund­heits­fra­gen ist der Bei­trag häu­fig güns­ti­ger, der Abschluss kann aber bei bestimm­ten Vor­er­kran­kun­gen schei­tern oder teu­rer wer­den. Ohne Gesund­heits­fra­gen ist der Zugang oft ein­fa­cher, dafür gibt es meist Rege­lun­gen zur War­te­zeit oder Staf­fe­lung der Leis­tung in den ers­ten Jah­ren.

Der Bei­trag hängt vor allem von drei Fak­to­ren ab: gewünsch­te Ver­si­che­rungs­sum­me, Ein­tritts­al­ter und Tarif­art (mit oder ohne Gesund­heits­fra­gen, mit War­te­zeit oder mit frü­he­rem vol­len Schutz). Eine pau­scha­le Zahl wäre unse­ri­ös, weil zwei Per­so­nen mit glei­cher Sum­me je nach Alter und Tarif­lo­gik sehr unter­schied­li­che Bei­trä­ge zah­len kön­nen. Sinn­voll ist, zuerst den rea­lis­ti­schen Bedarf fest­zu­le­gen und dann Tari­fe nach Bedin­gun­gen zu ver­glei­chen. So sehen Sie schnell, ob Preis und Leis­tung zusam­men­pas­sen.

Die Ver­si­che­rungs­sum­me soll­te so gewählt sein, dass typi­sche Bestat­tungs­kos­ten in Ihrer gewünsch­ten Aus­ge­stal­tung abge­deckt wer­den. In der Pra­xis unter­schei­den sich die Kos­ten stark nach Regi­on, Grab­art und Umfang der Leis­tun­gen. Wenn Rück­la­gen vor­han­den sind, muss die Ver­si­che­rung nicht alles abde­cken. Wenn kei­ne Rück­la­gen da sind, soll­te die Sum­me so bemes­sen sein, dass Ange­hö­ri­ge nicht zusätz­lich finan­zi­ell unter Druck gera­ten. Ein klei­ner Puf­fer kann sinn­voll sein, weil Kos­ten im Lau­fe der Jah­re stei­gen kön­nen.

Bei vie­len Tari­fen ohne Gesund­heits­fra­gen gibt es eine War­te­zeit oder eine stu­fen­wei­se Leis­tung in den ers­ten Jah­ren. Stirbt die ver­si­cher­te Per­son in die­ser Pha­se, wird je nach Tarif nicht die vol­le Ver­si­che­rungs­sum­me aus­ge­zahlt, son­dern zum Bei­spiel ein redu­zier­ter Betrag oder die ein­ge­zahl­ten Bei­trä­ge. Häu­fig gibt es Son­der­re­geln bei Unfall­tod, die Leis­tun­gen kön­nen dann frü­her oder voll­stän­dig fäl­lig wer­den. Ent­schei­dend ist immer die kon­kre­te Tarif­re­gel, nicht die Wer­be­aus­sa­ge.

Ja. Tari­fe ohne Gesund­heits­fra­gen ver­zich­ten auf Anga­ben zur Gesund­heit, regeln die Leis­tung aber oft über War­te­zeit oder Staf­fe­lung. „Sofort­schutz“ bedeu­tet je nach Anbie­ter etwas Unter­schied­li­ches: Manch­mal ist damit eine schnel­le Grund­ab­si­che­rung gemeint, wäh­rend die vol­le Sum­me erst spä­ter greift. Bei Tari­fen mit Gesund­heits­fra­gen kann der vol­le Schutz dage­gen häu­fig frü­her gel­ten, wenn der Antrag ange­nom­men wird. Für die Ent­schei­dung zählt, wann wel­che Leis­tung wirk­lich gezahlt wird.

Vie­le Tari­fe sehen beim Unfall­tod eine güns­ti­ge­re Rege­lung vor als bei Tod durch Krank­heit, etwa eine sofor­ti­ge oder höhe­re Leis­tung auch wäh­rend der War­te­zeit. Das ist aber nicht ein­heit­lich gere­gelt. Prü­fen Sie im Tarif, ob Unfall­tod aus­drück­lich als Aus­nah­me genannt ist und wie „Unfall“ defi­niert wird. Gera­de hier lohnt sich der Blick in die Bedin­gun­gen, weil For­mu­lie­run­gen im Detail ent­schei­dend sein kön­nen.

Das hängt davon ab, ob Sie eine bezugs­be­rech­tig­te Per­son benen­nen. Ist ein Bezugs­be­rech­tig­ter ein­ge­tra­gen, zahlt der Ver­si­che­rer in der Regel an die­se Per­son aus. Gibt es kei­nen Bezugs­be­rech­tig­ten, fällt die Leis­tung häu­fig in den Nach­lass und wird an die Erben aus­ge­zahlt. Dann kann es sein, dass ein Erb­nach­weis erfor­der­lich ist. Für die Pra­xis ist die Bezugs­be­rech­ti­gung oft der ein­fachs­te Weg, um die Aus­zah­lung im Ernst­fall zu beschleu­ni­gen.

Wenn die not­wen­di­gen Unter­la­gen vor­lie­gen, erfolgt die Aus­zah­lung häu­fig zügig. Ver­zö­ge­run­gen ent­ste­hen vor allem dann, wenn die Bezugs­be­rech­ti­gung unklar ist, wenn Erb­nach­wei­se benö­tigt wer­den oder wenn Unter­la­gen feh­len. In der Regel ver­langt der Ver­si­che­rer die Ster­be­ur­kun­de und Anga­ben zur Bank­ver­bin­dung, je nach Anbie­ter kön­nen wei­te­re Doku­men­te nötig sein. Wer die Unter­la­gen vor­be­rei­tet und die Bezugs­be­rech­ti­gung sau­ber regelt, erspart Ange­hö­ri­gen viel Auf­wand.

Je nach Tarif zah­len Sie ent­we­der lebens­lang Bei­trä­ge oder bis zu einem ver­ein­bar­ten Alter. Der Ver­si­che­rungs­schutz läuft häu­fig bis zum Tod, solan­ge der Ver­trag besteht und Bei­trä­ge gezahlt wer­den oder der Ver­trag bei­trags­frei gestellt wur­de. Man­che Tari­fe sehen Leis­tungs­staf­feln in den ers­ten Jah­ren vor, spä­ter gilt dann die vol­le Sum­me. Für die Kos­ten­be­wer­tung ist wich­tig, nicht nur den Monats­bei­trag zu betrach­ten, son­dern auch die geplan­te Bei­trags­dau­er.

Das ist oft mög­lich, aber die Fol­gen unter­schei­den sich. Bei einer Kün­di­gung endet der Schutz. Bei Bei­trags­frei­stel­lung bleibt je nach Tarif ein redu­zier­ter Schutz bestehen oder der Ver­trag läuft mit einer klei­ne­ren Leis­tung wei­ter. Ob und wie das geht, steht in den Bedin­gun­gen. Gera­de bei knap­per Kas­se ist es wich­tig, zuerst zu prü­fen, wel­che Opti­on den Schutz erhält, ohne dass Sie sich lang­fris­tig über­for­dern.

Eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung kann sinn­voll sein, wenn Sie kei­ne Rück­la­gen bil­den kön­nen oder wenn Sie bewusst eine fes­te Sum­me für Bestat­tungs­kos­ten reser­vie­ren möch­ten. Wenn Sie gut spa­ren kön­nen, ist ein zweck­ge­bun­de­nes Vor­sor­ge­kon­to oft fle­xi­bler. Wenn Sie Ange­hö­ri­ge deut­lich höher absi­chern wol­len, passt häu­fig eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung bes­ser. Die rich­ti­ge Lösung hängt davon ab, ob es Ihnen um Bestat­tungs­kos­ten geht oder um Hin­ter­blie­be­nen­schutz und finan­zi­el­le Sta­bi­li­tät der Fami­lie.

Zusam­men­fas­sung

Eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung ist eine Form der Vor­sor­ge, die vor allem eines leis­ten soll: Ange­hö­ri­ge im Todes­fall finan­zi­ell ent­las­ten, damit Bestat­tungs­kos­ten nicht zusätz­lich zur Trau­er belas­ten. Ob ein Tarif wirk­lich passt, ent­schei­det sich jedoch im Detail. Wich­tig sind die Rege­lun­gen zu War­te­zei­ten und gestaf­fel­ten Leis­tun­gen, ins­be­son­de­re bei Vari­an­ten ohne Gesund­heits­fra­gen, sowie kla­re Fest­le­gun­gen zur Bezugs­be­rech­ti­gung und Aus­zah­lung. Genau die­se Punk­te bestim­men, wie ver­läss­lich der Schutz im Ernst­fall ist.

Wie hoch der Bei­trag aus­fällt, hängt von Ein­tritts­al­ter, Ver­si­che­rungs­sum­me, Tarif­mo­dell und Bei­trags­dau­er ab. Gleich­zei­tig gilt: Nicht jede Ster­be­geld­ver­si­che­rung ist auto­ma­tisch die bes­te Lösung. Je nach Ziel kön­nen auch Rück­la­gen oder eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung die sinn­vol­le­re Alter­na­ti­ve sein. Wenn Sie möch­ten, ver­glei­chen wir die Tari­fe für Sie, erklä­ren die Unter­schie­de ver­ständ­lich und hel­fen Ihnen, eine Ent­schei­dung zu tref­fen, die fach­lich und per­sön­lich zu Ihrer Situa­ti­on passt.

Häu­fi­ge Fra­gen

Wel­che Rol­le spielt eine Bestat­tungs­ver­fü­gung zusätz­lich zur Ster­be­geld­ver­si­che­rung?

Die Ster­be­geld­ver­si­che­rung regelt das Geld, eine Bestat­tungs­ver­fü­gung regelt Ihre Wün­sche. Dar­in kön­nen Sie fest­hal­ten, wie die Bestat­tung ablau­fen soll und wer Ent­schei­dun­gen tref­fen darf. Das ent­las­tet Ange­hö­ri­ge, weil weni­ger offe­ne Fra­gen blei­ben. In Kom­bi­na­ti­on ist das sehr hilf­reich: Die Ver­fü­gung sorgt für Klar­heit, die Ver­si­che­rung für finan­zi­el­le Hand­lungs­fä­hig­keit. Wich­tig ist, dass Ihre Ange­hö­ri­gen wis­sen, wo die Ver­fü­gung liegt und wer Zugriff dar­auf hat.

Ob eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung ange­rech­net wird, hängt stark davon ab, wie sie gestal­tet ist und ob sie als ange­mes­se­ne, zweck­ge­bun­de­ne Bestat­tungs­vor­sor­ge aner­kannt wird. In der Pra­xis ist die sau­be­re Zweck­bin­dung ent­schei­dend, damit Vor­sor­ge nicht als frei ver­füg­ba­res Ver­mö­gen gewer­tet wird. Wer Leis­tun­gen bezieht oder abse­hen kann, dass das rele­vant wird, soll­te vor­ab prü­fen, wel­che Form der Bestat­tungs­vor­sor­ge in der eige­nen Situa­ti­on rechts­si­cher ist. Eine kur­ze Abstim­mung spart spä­ter Dis­kus­sio­nen.

Meist ja. Ände­run­gen erfol­gen in der Regel schrift­lich gegen­über dem Ver­si­che­rer. Wich­tig ist, dass die Bezugs­be­rech­ti­gung zu Ihrer aktu­el­len Lebens­si­tua­ti­on passt, etwa nach Tren­nung, Hei­rat oder einem Todes­fall im Umfeld. Prü­fen Sie auch, ob die Bezugs­be­rech­ti­gung wider­ruf­lich oder unwi­der­ruf­lich ver­ein­bart ist. Bei unwi­der­ruf­li­chen Rege­lun­gen sind Ände­run­gen deut­lich schwie­ri­ger.

Bestat­tungs­kos­ten stei­gen, die ver­ein­bar­te Ver­si­che­rungs­sum­me bleibt dage­gen meist fix, wenn kei­ne Anpas­sung vor­ge­se­hen ist. Dar­um ist eine regel­mä­ßi­ge Über­prü­fung sinn­voll: Passt die Sum­me noch zu Ihrem Wunsch­um­fang, oder braucht es einen Puf­fer? Wer ganz knapp kal­ku­liert, läuft Gefahr, dass Ange­hö­ri­ge spä­ter zuzah­len müs­sen. Eine prak­ti­ka­ble Lösung ist, die Sum­me leicht höher zu wäh­len oder zusätz­lich eine klei­ne Rück­la­ge auf­zu­bau­en, die im Not­fall sofort ver­füg­bar ist.

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