Altes Pferd ver­si­chern: Was noch mög­lich ist

Alters­gren­zen, stei­gen­de Bei­trä­ge und die Fra­ge, ob sich ein spä­ter Ein­stieg finan­zi­ell lohnt

Altes Pferd versichern

Wel­che Ver­si­che­rung ist für älte­re Pfer­de noch mög­lich?

Auch ein 18 oder 20 Jah­re altes Pferd lässt sich unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen noch ver­si­chern. Eini­ge Ver­si­che­rer bie­ten eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung oder Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung ohne fes­tes Höchst­auf­nah­me­al­ter an, wäh­rend ande­re den Neu­ab­schluss zeit­lich begren­zen. Doch je spä­ter Sie ein­stei­gen, des­to stär­ker fal­len die Gesund­heits­ge­schich­te Ihres Pfer­des, mög­li­che Ein­schrän­kun­gen und die lang­fris­ti­ge Bei­trags­be­las­tung ins Gewicht.

Wer sein Pferd seit vie­len Jah­ren beglei­tet, möch­te im Ernst­fall not­wen­di­ge Behand­lun­gen ermög­li­chen, ohne aus­schließ­lich nach den Kos­ten ent­schei­den zu müs­sen. Ob sich ein neu­er Ver­trag dafür tat­säch­lich rech­net, hängt vom Leis­tungs­um­fang, den Annah­me­be­din­gun­gen und Ihrer finan­zi­el­len Situa­ti­on ab. Ver­glei­chen Sie des­halb die vor­aus­sicht­li­chen Bei­trä­ge mit den ver­si­cher­ba­ren Risi­ken und berück­sich­ti­gen Sie mög­li­che Aus­schlüs­se, War­te­zei­ten sowie vor­han­de­ne Rück­la­gen. Bei einem sehr spä­ten Ein­stieg kann ein eige­nes Not­fall­kon­to die sinn­vol­le­re Alter­na­ti­ve sein.

Das Wich­tigs­te im Über­blick

Auf­nah­me­be­din­gun­gen und Ver­trags­de­tails im Ver­gleich

Wer ver­si­chert alte Pfer­de zu wel­chen Kon­di­tio­nen?

Bei älte­ren Pfer­den kön­nen klei­ne Unter­schie­de in den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen gro­ße Aus­wir­kun­gen haben. Beson­ders rele­vant sind Rege­lun­gen, die erst nach meh­re­ren Ver­si­che­rungs­jah­ren grei­fen oder an bestimm­te Vor­aus­set­zun­gen gebun­den sind.

Der Kün­di­gungs­ver­zicht ver­dient beson­de­re Auf­merk­sam­keit. Bei Bar­me­nia gilt er im Pre­mi­um-Schutz ab dem sieb­ten Ver­si­che­rungs­jahr nur, wenn Ihr Pferd bei Ver­trags­be­ginn höchs­tens sie­ben Jah­re alt war. Auch bei der Alli­anz gel­ten beson­de­re Vor­aus­set­zun­gen und Leis­tungs­gren­zen. Die Uelz­e­ner unter­schei­det zwi­schen Ein­zel- und Her­den­ver­si­che­rung, für die unter­schied­li­che Auf­nah­me­be­din­gun­gen gel­ten. Zusätz­lich soll­ten Sie die War­te­zei­ten prü­fen, denn regu­lä­re Ope­ra­tio­nen und Not­fall­ein­grif­fe kön­nen unter­schied­lich behan­delt wer­den. Maß­geb­lich sind immer die Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen des gewähl­ten Tarifs und die indi­vi­du­el­le Annah­me­ent­schei­dung.

Alters­gren­zen und Kon­di­tio­nen der Anbie­ter für alte Pfer­de

Stand der aktu­el­len Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen Q3 2026. Die Wer­te gel­ten für Neu­ver­trä­ge und wer­den vor Abschluss anhand der gül­ti­gen AVB bestä­tigt.
Kri­te­ri­um Uelz­e­ner Bar­me­nia Alli­anz GHV
Auf­nah­me­gren­ze OP-Ver­si­che­rung ohne Höchst­al­ter AVB BOPP 1.1 bis ein­schließ­lich 19. Lebens­jahr AVB Annah­me­richt­li­ni­en ohne Höchst­al­ter AVB Annah­me­richt­li­ni­en bis ein­schließ­lich 16. Geburts­tag AVB BB Pfer­de-OP 2025
Auf­nah­me­gren­ze Kran­ken­ver­si­che­rung ohne Höchst­al­ter, ver­si­cher­bar ab dem ers­ten Lebens­tag AVB BKVP 2024, Zif­fer 1.1 kei­ne Voll­kran­ken im Ange­bot nur OP und Haft­pflicht ohne Höchst­al­ter in der Tarif­ge­ne­ra­ti­on 2026 AVB PTK Voll­schutz 01/2026 bis ein­schließ­lich 16. Geburts­tag AVB BB Pfer­de-Kran­ken 2025
Bei­trags­dy­na­mik im Alter plus 5 Pro­zent jähr­lich ab dem 16. Geburts­tag AVB BOPP 5.1 kei­ne fes­te Alters­staf­fel AVB A 3726–02 kei­ne fes­te Alters­staf­fel AVB PTK plus 3 Pro­zent je Fol­ge­jahr ab 16 AVB BB Pfer­de-OP 2025
Bestands­schutz und Kün­di­gungs­ver­zicht kein geson­der­ter Kün­di­gungs­ver­zicht AVB ABTV Kün­di­gungs­ver­zicht ab dem 7. Jahr im Pre­mi­um, wenn das Pferd bei Beginn höchs­tens 7 Jah­re war AVB A 3726–02, Zif­fer 9.2.4 und 9.3 Kün­di­gungs­ver­zicht ab dem 7. Ver­si­che­rungs­jahr, im Leis­tungs­fall bis 60.000 Euro Gesamt­auf­wand AVB PTK 8.3.4 und 8.5.2 kein geson­der­ter Kün­di­gungs­ver­zicht AVB Tier-OP-Kran­ken 2025-001
Umgang mit Vor­er­kran­kun­gen bekann­te Vor­er­kran­kun­gen aus­ge­schlos­sen AVB BOPP 3 bekann­te Vor­er­kran­kun­gen aus­ge­schlos­sen AVB A 3726–02, Zif­fer 3.1 bekann­te Vor­er­kran­kun­gen aus­ge­schlos­sen AVB Antrag und Gesund­heits­fra­gen bekann­te Vor­er­kran­kun­gen aus­ge­schlos­sen AVB Annah­me­vor­aus­set­zun­gen
Beson­der­heit für Senio­ren kein Höchst­al­ter und Her­den-Tarif, dafür die jähr­li­che Bei­trags­staf­fel ab 16 AVB BOPP 1.1 und 5.1 Auf­nah­me bis 19 mög­lich, im Pre­mi­um mit Kün­di­gungs­ver­zicht AVB A 3726–02, Zif­fer 9.2.4 kein Höchst­al­ter in der Tarif­ge­ne­ra­ti­on 2026 AVB PTK 01/2026 kein Neu­zu­gang nach dem 16. Geburts­tag, Bestands­ver­trä­ge lau­fen mit unbe­grenz­tem End­al­ter wei­ter AVB BB Pfer­de-OP 2025

Zum Lesen der Tabel­le: Zwei Spal­ten sind für Senio­ren beson­ders wich­tig. Die Auf­nah­me­gren­ze sagt, ob über­haupt noch ein Neu­ver­trag mög­lich ist, und der Kün­di­gungs­ver­zicht schützt einen bestehen­den Ver­trag davor, im teu­ren Alter gekün­digt zu wer­den. Bei­des prü­fen wir vor Ihrem Abschluss kon­kret.

Der genaue Stich­tag kann den Unter­schied machen

In wel­cher Lebens­pha­se steht Ihr Pferd?

Bei einem bevor­ste­hen­den Geburts­tag lohnt sich ein genau­er Blick auf die Auf­nah­me­richt­li­ni­en. Ver­si­che­rer kön­nen unter­schied­li­che Stich­ta­ge und Alters­be­rech­nun­gen zugrun­de legen. Des­halb soll­ten Sie recht­zei­tig klä­ren, wel­ches Alter zum gewünsch­ten Ver­si­che­rungs­be­ginn maß­geb­lich ist und bis wann der Anbie­ter Ihren Antrag anneh­men muss. Ein recht­zei­tig ein­ge­reich­ter Antrag garan­tiert noch kei­nen Ver­si­che­rungs­schutz.

  1. Bis etwa 14 Jah­re

    Brei­te Aus­wahl, frü­her Ein­stieg

    • Bei GHV, Bar­me­nia­Go­tha­er, Uelz­e­ner und Alli­anz kommt eine Auf­nah­me grund­sätz­lich infra­ge. Die Tarif­wahl hängt auch vom Gesund­heits­zu­stand und den Annah­me­be­din­gun­gen ab.
    • Ein frü­her Ein­stieg kann güns­ti­ge­re Bei­trä­ge ermög­li­chen. War­te­zei­ten und Rege­lun­gen zu Vor­er­kran­kun­gen gel­ten je nach Tarif.
    • Es lohnt sich, den Schutz zu prü­fen, bevor Erkran­kun­gen auf­tre­ten und die Aus­wahl ein­schrän­ken kön­nen.
  2. 15 bis 19 Jah­re

    Aus­wahl schrumpft, Ein­stieg noch mög­lich

    • Ers­te Anbie­ter begren­zen die Neu­auf­nah­me: GHV nennt für den OP-Schutz ein­schließ­lich des 16. Geburts­tags, Bar­me­nia­Go­tha­er ein Höchst­auf­nah­me­al­ter von 19 Jah­ren.
    • Der Ein­stieg ist wei­ter mög­lich. Je nach Tarif kön­nen Alters­staf­feln den Bei­trag und ande­re Rege­lun­gen die Kon­di­tio­nen beein­flus­sen.
    • Jetzt gilt: die Bedin­gun­gen genau prü­fen und die Mög­lich­kei­ten für einen Abschluss recht­zei­tig klä­ren.
  3. Ab etwa 20 Jah­ren

    Weni­ger Anbie­ter zur Aus­wahl

    • Ein Neu­ver­trag kann bei Anbie­tern ohne Höchst­auf­nah­me­al­ter mög­lich sein, etwa beim OP-Schutz von Uelz­e­ner und Alli­anz. Die wei­te­ren Annah­me­be­din­gun­gen blei­ben maß­geb­lich.
    • Der Bei­trag kann höher aus­fal­len. Vor­be­stehen­de Erkran­kun­gen kön­nen je nach Tarif und Gesund­heits­prü­fung vom Schutz aus­ge­schlos­sen sein.
    • Jetzt lohnt die Abwä­gung von Bei­trag, ver­si­cher­ten Leis­tun­gen und eige­ner Rück­la­ge. Ent­schei­dend ist auch, ob die Rück­la­ge für eine grö­ße­re Tier­arzt­rech­nung aus­reicht.

Die Kern­bot­schaft: Mit zuneh­men­dem Alter kön­nen sich Aus­wahl und Kon­di­tio­nen ver­än­dern. Die Alters­pha­sen die­nen zur Ori­en­tie­rung; Bei­trä­ge stei­gen nicht bei jedem Anbie­ter auto­ma­tisch jähr­lich. Wer früh ver­gleicht, kann mehr Mög­lich­kei­ten haben. Bei einem spä­te­ren Ein­stieg soll­ten Sie Bei­trag, Leis­tungs­um­fang und eige­ne Rück­la­gen sorg­fäl­tig abwä­gen.

Ein­ma­li­ge Ein­grif­fe und lang­fris­ti­ge Behand­lungs­kos­ten

Was im Alter teu­rer wer­den kann

Nicht jede Erkran­kung belas­tet Ihr Bud­get auf die­sel­be Wei­se. Wäh­rend ein aku­ter Not­fall inner­halb weni­ger Tage hohe Kos­ten ver­ur­sa­chen kann, sum­mie­ren sich bei chro­ni­schen Beschwer­den die Aus­ga­ben über Mona­te oder Jah­re. Gera­de bei älte­ren Pfer­den soll­ten Sie des­halb zwi­schen ein­ma­li­gen Behand­lungs­kos­ten und dau­er­haf­tem finan­zi­el­len Auf­wand unter­schei­den, um die mög­li­chen Belas­tun­gen rea­lis­tisch ein­zu­schät­zen.

  • Kolik durch gestiel­tes Lipom

    Gestiel­te Fett­ge­schwüls­te kön­nen ins­be­son­de­re bei älte­ren Pfer­den den Darm abschnü­ren und eine Kolik beim Pferd aus­lö­sen, die eine Ope­ra­ti­on erfor­dert.

    Kos­ten­ori­en­tie­rung für eine Kolik-OP5.000 bis 15.000 Euro, im Ein­zel­fall mehr

  • Cus­hing und EMS

    Cus­hing (PPID) und EMS beim Pferd sind unter­schied­li­che hor­mo­nel­le bezie­hungs­wei­se Stoff­wech­sel­stö­run­gen. PPID betrifft vor allem älte­re Pfer­de und wird meist dau­er­haft medi­ka­men­tös behan­delt. Bei EMS ste­hen ange­pass­tes Fut­ter, Gewichts­ma­nage­ment und geeig­ne­te Bewe­gung im Vor­der­grund; auch jün­ge­re Pfer­de kön­nen betrof­fen sein.

    Lau­fen­de Kos­ten für Behand­lung und Kon­trol­lenAbhän­gig von Dia­gno­se, Medi­ka­men­ten­do­sis und Kon­troll­be­darf

  • EOTRH und Zahn-OPs

    Die schmerz­haf­te Zahn­erkran­kung EOTRH betrifft vor allem älte­re Pfer­de. Je nach Befund müs­sen ein­zel­ne oder meh­re­re betrof­fe­ne Zäh­ne ent­fernt wer­den.

    Kos­ten für Dia­gnos­tik, Zahn­ex­trak­ti­on und Nach­sor­geJe nach Anzahl der Zäh­ne und Auf­wand indi­vi­du­ell kal­ku­lie­ren

  • Arthro­se und Bewe­gungs­ap­pa­rat

    Arthro­se kann die Beweg­lich­keit beein­träch­ti­gen und eine lang­fris­ti­ge Behand­lung erfor­dern. Je nach Befund kom­men unter ande­rem ange­pass­tes Bewe­gungs­ma­nage­ment, Medi­ka­men­te und Phy­sio­the­ra­pie infra­ge.

    Lau­fen­de Behand­lungJe nach Ver­lauf und The­ra­pie

  • Augen

    Augen­er­kran­kun­gen wie die peri­odi­sche Augen­ent­zün­dung kön­nen auch jün­ge­re Pfer­de betref­fen und eine Ope­ra­ti­on nötig machen. Ob eine Vit­rek­to­mie geeig­net ist, hängt vom augen­ärzt­li­chen Befund ab.

    Kos­ten­bei­spiel Vit­rek­to­mieEtwa 2.000 Euro pro Auge

  • Tumo­re und Sar­ko­ide

    Gut- und bös­ar­ti­ge Tumo­re kön­nen je nach Art und Lage eine ope­ra­ti­ve Behand­lung erfor­dern. Sar­ko­ide sind kei­ne rei­ne Alters­er­kran­kung; wel­che The­ra­pie geeig­net ist, muss indi­vi­du­ell beur­teilt wer­den.

    Ope­ra­ti­ve Sar­ko­id­be­hand­lungKos­ten im vier­stel­li­gen Bereich mög­lich

War­um die­se Lis­te zählt: Bereits bestehen­de Erkran­kun­gen oder vor Ver­si­che­rungs­be­ginn auf­ge­tre­te­ne Sym­pto­me kön­nen den Ver­si­che­rungs­schutz ein­schrän­ken. Ein Abschluss vor der Dia­gno­se allein garan­tiert kei­ne Kos­ten­über­nah­me. Ent­schei­dend sind der gewähl­te Tarif, War­te­zei­ten, Aus­schlüs­se, Leis­tungs­gren­zen und die ver­ein­bar­ten Gesund­heits­an­ga­ben.

Zu den Kos­ten: Die Beträ­ge die­nen der Ori­en­tie­rung und sind kei­ne ver­bind­li­chen Prei­se oder Erstat­tungs­zu­sa­gen. Dia­gnos­tik, Nar­ko­se, Kli­nik­auf­ent­halt und Nach­sor­ge kön­nen zusätz­li­che Kos­ten ver­ur­sa­chen. Maß­geb­lich ist die indi­vi­du­el­le Kal­ku­la­ti­on der behan­deln­den Pra­xis oder Kli­nik.

Gezielt wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zur Absi­che­rung Ihres Pfer­des

Wel­cher Ver­si­che­rungs­schutz passt zu Ihrem Pferd?

Nach der Prü­fung der Ver­si­cher­bar­keit stellt sich die Fra­ge, wel­che Absi­che­rung Ihren tat­säch­li­chen Bedarf abdeckt. Dafür soll­ten Sie die Leis­tungs­un­ter­schie­de zwi­schen den Ver­si­che­rungs­ar­ten ken­nen und anschlie­ßend kon­kre­te Ange­bo­te gegen­über­stel­len. Die fol­gen­den The­men hel­fen Ihnen, den gewünsch­ten Schutz fest­zu­le­gen, die Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen bes­ser ein­zu­ord­nen und Ihre Aus­wahl gezielt ein­zu­gren­zen.

Frau umarmt ihr braunes Pferd in sonnigem Außenbereich, beide wirken entspannt – Symbolbild für emotionale Bindung und OP-Vorsorge.
Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung

Eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung über­nimmt je nach Tarif die Kos­ten ver­si­cher­ter chir­ur­gi­scher Ein­grif­fe. Wel­che Ope­ra­tio­nen dazu­ge­hö­ren und in wel­chem Umfang Dia­gnos­tik, Nar­ko­se, Kli­nik­auf­ent­hal­te sowie Vor- und Nach­be­hand­lun­gen erstat­tet wer­den, regeln die Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen. Infor­mie­ren Sie sich dar­über, wel­che Leis­tun­gen eine OP-Ver­si­che­rung tat­säch­lich bie­tet und wo ihre Gren­zen lie­gen. So kön­nen Sie bes­ser beur­tei­len, wel­chen finan­zi­el­len Schutz Sie bei einer not­wen­di­gen Ope­ra­ti­on erwar­ten dür­fen.

Pferde-OP oder Pferdekrankenversicherung
Pfer­de OP-Schutz oder Voll­schutz

Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung kann deut­lich mehr abde­cken als eine rei­ne OP-Ver­si­che­rung. Je nach Tarif gehö­ren dazu bei­spiels­wei­se ambu­lan­te Unter­su­chun­gen, Medi­ka­men­te und Behand­lun­gen ohne chir­ur­gi­schen Ein­griff. Aller­dings unter­schei­den sich die Ver­si­che­rungs­ar­ten erheb­lich beim Leis­tungs­um­fang und den Bei­trä­gen. Die Gegen­über­stel­lung hilft Ihnen, Ihren per­sön­li­chen Absi­che­rungs­be­darf zu bestim­men und abzu­wä­gen, wel­che Tier­arzt­kos­ten Sie künf­tig selbst über­neh­men möch­ten. Dabei wer­den auch die finan­zi­el­len Unter­schie­de zwi­schen bei­den Ver­si­che­rungs­ar­ten berück­sich­tigt.

Pferde-OP-Versicherung Vergleich
Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung Ver­gleich

Ähn­li­che Leis­tun­gen bedeu­ten nicht auto­ma­tisch iden­ti­sche Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen. Ein direk­ter Anbie­ter­ver­gleich zeigt, wie sich die Tari­fe bei der GOT-Erstat­tung, den War­te­zei­ten, den jähr­li­chen Leis­tungs­gren­zen und der Kos­ten­über­nah­me für Kli­nik­auf­ent­hal­te unter­schei­den. Auch spe­zi­el­le Rege­lun­gen für bestimm­te Ope­ra­tio­nen kön­nen erheb­li­che Aus­wir­kun­gen haben. Ver­glei­chen Sie die Ange­bo­te anhand ein­heit­li­cher Kri­te­ri­en, um die tat­säch­li­chen Leis­tungs­un­ter­schie­de zu erken­nen und die infra­ge kom­men­den Tari­fe gezielt ein­zu­gren­zen.

Bei­trags­hoch­rech­nung und finan­zi­el­les Risi­ko im Ver­gleich

Lohnt der Ein­stieg noch? Drei Bei­spie­le

Eine Ver­si­che­rung ist kein Spar­ver­trag. Selbst wenn Sie über die Jah­re mehr Bei­trä­ge zah­len, als der Ver­si­che­rer erstat­tet, kann sich der Schutz vor einer uner­war­tet hohen Tier­arzt­rech­nung bezahlt machen. Die Modell­rech­nun­gen hel­fen Ihnen, die finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen ver­schie­de­ner Ein­stiegs­zeit­punk­te ein­zu­schät­zen, erset­zen aber kei­ne indi­vi­du­el­le Kal­ku­la­ti­on anhand eines kon­kre­ten Tarif­an­ge­bots.

Ver­ein­fach­tes Rechen­bei­spiel, kein Tarif­an­ge­bot. Die Monats­bei­trä­ge von 40, 60 und 100 Euro sind frei gewähl­te Start­wer­te. Für die Rech­nung steigt der jewei­li­ge Vor­jah­res­bei­trag ab dem 16. Geburts­tag jähr­lich um fünf Pro­zent. Beim Ein­stieg mit 20 Jah­ren sind 100 Euro der Start­bei­trag; die ers­te Erhö­hung folgt zum 21. Geburts­tag. Die­se Annah­men beschrei­ben kei­nen kon­kre­ten Ver­si­che­rungs­ta­rif.

  • Ein­stieg mit 10 Jah­ren

    Rund 5.052 Euro

    Bei­trags­sum­me über 10 Jah­re: vom 10. bis zum 20. Geburts­tag. Start­bei­trag: 40 Euro monat­lich.

    Ein frü­her Abschluss kann die Aus­wahl erleich­tern. Auch bei einem jün­ge­ren Pferd hän­gen Auf­nah­me und Schutz jedoch vom Gesund­heits­zu­stand und Tarif ab. Eine ver­si­cher­te Ope­ra­ti­on kann bereits vor dem Auf­bau einer aus­rei­chen­den Rück­la­ge nötig wer­den.

    Früh ver­glei­chen und den Leis­tungs­um­fang prü­fen.

  • Ein­stieg mit 15 Jah­ren

    Rund 9.056 Euro

    Bei­trags­sum­me über 10 Jah­re: vom 15. bis zum 25. Geburts­tag. Start­bei­trag: 60 Euro monat­lich.

    Vor­er­kran­kun­gen kön­nen die Annah­me oder den Schutz ein­schrän­ken. Ob sich der Abschluss für Sie eig­net, hängt unter ande­rem von den tat­säch­lich ver­si­cher­ten Leis­tun­gen, Aus­schlüs­sen, Selbst­be­tei­li­gun­gen und Ihren ver­füg­ba­ren Rück­la­gen ab.

    Bei­trag und ver­blei­ben­den Schutz gemein­sam bewer­ten.

  • Ein­stieg mit 20 Jah­ren

    Rund 11.459 Euro

    Bei­trags­sum­me über 8 Jah­re: vom 20. bis zum 28. Geburts­tag. Start­bei­trag: 100 Euro monat­lich.

    Ein Neu­ab­schluss hängt von den Alters­gren­zen und Annah­me­be­din­gun­gen des Anbie­ters ab. Das Alter allein sagt nicht, wel­che Erkran­kun­gen aus­ge­schlos­sen sind. Auch die Bei­trags­sum­me allein zeigt nicht, ob eine Rück­la­ge aus­reicht oder die Ver­si­che­rung sinn­voll ist.

    Kon­kre­tes Ange­bot und ver­füg­ba­re Rück­la­ge ver­glei­chen.

Wann ein eige­nes Not­fall­kon­to infra­ge kommt

Eine eige­ne Rück­la­ge kann eine Alter­na­ti­ve oder Ergän­zung zur Ver­si­che­rung sein. Ent­schei­dend ist, wie viel Geld im Ernst­fall tat­säch­lich ver­füg­bar ist und wel­che Kos­ten ein Ver­trag über­nimmt. Hohe Bei­trä­ge und weit­rei­chen­de Aus­schlüs­se spre­chen für eine beson­ders sorg­fäl­ti­ge Abwä­gung; dar­aus folgt aber nicht auto­ma­tisch, dass die Rück­la­ge güns­ti­ger oder aus­rei­chend ist.

Wer monat­lich kon­stant 100 Euro zurück­legt, spart ohne Zin­sen und Ent­nah­men nach einem Jahr 1.200 Euro, nach fünf Jah­ren 6.000 Euro und nach acht Jah­ren 9.600 Euro. Eine grö­ße­re Tier­arzt­rech­nung kann bereits vor­her ent­ste­hen oder die Rück­la­ge über­stei­gen. Meh­re­re Behand­lun­gen kön­nen das Gut­ha­ben zusätz­lich auf­brau­chen.

Eine Ver­si­che­rung kann ver­ein­bar­te Risi­ken nach Beginn des Schut­zes und Ablauf etwa­iger War­te­zei­ten über­neh­men. Aus­schlüs­se, Selbst­be­tei­li­gun­gen und Erstat­tungs­gren­zen blei­ben maß­geb­lich. Eine ergän­zen­de Rück­la­ge für nicht ver­si­cher­te Kos­ten kann des­halb auch mit Ver­si­che­rung sinn­voll sein.

Rechen­grund­la­ge: Der Abschluss erfolgt im Modell jeweils am genann­ten Geburts­tag. Je Alters­jahr wer­den zwölf Monats­bei­trä­ge ange­setzt. Die jähr­li­che Erhö­hung wird auf den unge­run­de­ten Vor­jah­res­wert ange­wandt; erst die Gesamt­sum­me wird auf vol­le Euro gerun­det. Wei­te­re Bei­trags­an­pas­sun­gen, Rabat­te, Selbst­be­tei­li­gun­gen und nicht ver­si­cher­te Behand­lungs­kos­ten sind nicht ein­ge­rech­net. Die Bei­spie­le umfas­sen unter­schied­li­che Zeit­räu­me und sind kein direk­ter Tarif­ver­gleich oder eine Vor­her­sa­ge der Lebens­dau­er.

Vier Situa­tio­nen und die pas­sen­den nächs­ten Schrit­te

Was in wel­chem Alter zu tun ist

Das Alter allein ent­schei­det nicht dar­über, wel­cher Ver­si­che­rungs­schutz für Ihr Pferd infra­ge kommt. Auch die bis­he­ri­ge Ver­si­che­rungs­his­to­rie und der aktu­el­le Gesund­heits­zu­stand beein­flus­sen Ihre Mög­lich­kei­ten. Wäh­len Sie die Situa­ti­on, die auf Ihr Pferd zutrifft, um die nächs­ten Schrit­te gezielt ein­zu­gren­zen.

Mein Pferd ist 12 bis 14 Jah­re alt

In die­sem Alter kom­men bei vie­len Anbie­tern noch ver­schie­de­ne Tari­fe infra­ge. Die Auf­nah­me hängt jedoch auch vom Gesund­heits­zu­stand und den jewei­li­gen Annah­me­be­din­gun­gen ab. Ein frü­her Abschluss kann Vor­tei­le haben, garan­tiert aber weder voll­stän­di­ge Deckung noch dau­er­haft unver­än­der­te Bei­trä­ge.

Ver­glei­chen Sie beim OP-Schutz bei­spiels­wei­se die GHV Pfer­de­ver­si­che­rung und die Bar­me­nia­Go­tha­er Pfer­de­ver­si­che­rung. Wich­tig sind neben dem Bei­trag auch War­te­zei­ten, Erstat­tungs­gren­zen, Selbst­be­tei­li­gun­gen und Aus­schlüs­se.

Nächs­ter Schritt: Gesund­heits­un­ter­la­gen zusam­men­stel­len und die kon­kret ange­bo­te­nen Leis­tun­gen ver­glei­chen.

Mein Pferd ist 15 bis 19 Jah­re alt

In die­ser Alters­grup­pe begren­zen eini­ge Anbie­ter die Neu­auf­nah­me. Die GHV nennt für ihren OP-Schutz eine Auf­nah­me bis ein­schließ­lich des 16. Geburts­tags. Bei Bar­me­nia­Go­tha­er darf das Pferd bei Neu­auf­nah­me maxi­mal 19 Jah­re alt sein. Die­se Gren­zen betref­fen den Ein­stieg, nicht auto­ma­tisch das Ende eines bestehen­den Ver­trags.

Ob und wann der Bei­trag steigt, hängt vom Tarif ab. Bereits bestehen­de Erkran­kun­gen kön­nen den Schutz ein­schrän­ken. Vor einem Wech­sel soll­ten Sie des­halb die schrift­li­che Annah­me des neu­en Ver­si­che­rers, den Ver­si­che­rungs­be­ginn und mög­li­che neue War­te­zei­ten prü­fen.

Nächs­ter Schritt: Auf­nah­me­be­din­gun­gen prü­fen und bestehen­den Schutz nicht vor­schnell kün­di­gen.

Mein Pferd ist 20 Jah­re oder älter

Auch für ein älte­res Pferd kann ein Neu­ab­schluss infra­ge kom­men. Die Uelz­e­ner Pfer­de­ver­si­che­rung bie­tet OP-Schutz ohne Höchst­auf­nah­me­al­ter an; die wei­te­ren Annah­me­be­din­gun­gen blei­ben maß­geb­lich. Prü­fen Sie zum Ver­gleich auch die Leis­tun­gen und aktu­el­len Auf­nah­me­be­din­gun­gen der Alli­anz Pfer­de­ver­si­che­rung.

Das Alter allein sagt nicht, wel­che Erkran­kun­gen aus­ge­schlos­sen sind. Ver­glei­chen Sie den ange­bo­te­nen Schutz mit dem Bei­trag und Ihrer tat­säch­lich ver­füg­ba­ren Rück­la­ge. Ein Not­fall kann ein­tre­ten, bevor genü­gend Geld ange­spart ist. Bei einem bestehen­den Ver­trag sind außer­dem die ver­ein­bar­ten Kün­di­gungs­rech­te und ein mög­li­cher Kün­di­gungs­ver­zicht rele­vant.

Nächs­ter Schritt: Das kon­kre­te Ange­bot ein­schließ­lich Aus­schlüs­sen und Selbst­be­tei­li­gung gegen die eige­ne finan­zi­el­le Belast­bar­keit abwä­gen.

Mein Pferd hat bereits Dia­gno­sen

Bekann­te Erkran­kun­gen wie Cus­hing oder EMS kön­nen bei einem Neu­ver­trag zu Aus­schlüs­sen oder einer Ableh­nung füh­ren. Wel­che Leis­tun­gen noch ver­si­cher­bar sind, hängt vom Tarif und der indi­vi­du­el­len Ent­schei­dung des Ver­si­che­rers ab. Auch für eine spä­te­re, davon unab­hän­gi­ge Erkran­kung besteht Schutz nur im ver­ein­bar­ten Umfang.

Beant­wor­ten Sie Gesund­heits­fra­gen voll­stän­dig und wahr­heits­ge­mäß anhand der erfrag­ten Zeit­räu­me. Not­wen­di­ge Unter­su­chun­gen und Behand­lun­gen dür­fen nicht wegen eines Ver­si­che­rungs­ab­schlus­ses oder einer War­te­zeit ver­scho­ben wer­den. Für die Leis­tungs­prü­fung kann bereits der Beginn von Sym­pto­men rele­vant sein, nicht erst das Datum der Dia­gno­se.

Nächs­ter Schritt: Befun­de und Behand­lungs­ver­lauf zusam­men­tra­gen, den genau­en Umfang der Aus­schlüs­se schrift­lich klä­ren und für nicht ver­si­cher­te Kos­ten vor­sor­gen.

Pra­xis-Hin­weis

Für einen belast­ba­ren Ver­gleich legen Sie den Ver­si­che­rungs­schein, die zuge­hö­ri­gen Bedin­gun­gen, ver­ein­bar­te Aus­schlüs­se und vor­han­de­ne tier­ärzt­li­che Befun­de neben­ein­an­der. Prü­fen Sie nicht nur den Monats­bei­trag: Ent­schei­dend ist, wel­che Behand­lun­gen der Ver­trag tat­säch­lich abdeckt und wel­chen Eigen­an­teil Sie tra­gen.

Bei unkla­ren Aus­schlüs­sen hilft eine schrift­li­che Erläu­te­rung des Ver­si­che­rers. Kün­di­gen Sie einen bestehen­den Ver­trag erst, wenn Annah­me, Ver­si­che­rungs­be­ginn, War­te­zei­ten und Leis­tungs­um­fang des gewünsch­ten Fol­ge­ver­trags geklärt sind. Eine Rück­la­ge für Selbst­be­tei­li­gun­gen und nicht ver­si­cher­te Behand­lun­gen ergänzt die­se Prü­fung.

Alters­gren­zen, Ver­trags­be­din­gun­gen und kon­kre­te Ant­wor­ten

Altes Pferd ver­si­chern: Fra­gen und Ant­wor­ten

Ja, auch älte­re Pfer­de kön­nen eine neue OP- oder Kran­ken­ver­si­che­rung erhal­ten. Die Uelz­e­ner und die Alli­anz bie­ten ent­spre­chen­de Tari­fe ohne Höchst­auf­nah­me­al­ter an. Bei Bar­me­nia­Go­tha­er ist der OP-Schutz bis ein­schließ­lich 19 Jah­re mög­lich, bei der GHV bis zum 16. Geburts­tag. Ent­schei­dend sind neben dem Alter die Gesund­heits­an­ga­ben und die jewei­li­gen Annah­me­be­din­gun­gen.

Ein Pferd wird häu­fig ab etwa 15 Jah­ren als Seni­or ein­ge­ord­net, wobei es kei­ne all­ge­mein­gül­ti­ge Alters­gren­ze gibt. Ras­se, Hal­tung, Gesund­heits­zu­stand und indi­vi­du­el­le Ent­wick­lung beein­flus­sen den Alte­rungs­pro­zess. Ein gesun­des 18-jäh­ri­ges Pferd kann durch­aus leis­tungs­fä­hig sein. Für Ver­si­che­rer ste­hen vor allem das sta­tis­ti­sche Krank­heits­ri­si­ko, das tat­säch­li­che Alter und die doku­men­tier­te Gesund­heits­ge­schich­te im Vor­der­grund.

Ja, bei bestimm­ten Pfer­de­ver­si­che­run­gen stei­gen die Bei­trä­ge mit zuneh­men­dem Alter nach einer fes­ten Alters­staf­fel. Die Uelz­e­ner sieht eine jähr­li­che Anpas­sung um 5 Pro­zent ab dem 16. Geburts­tag vor, jeweils zum Beginn des fol­gen­den Ver­si­che­rungs­jah­res. Bei der GHV erhöht sich der Vor­jah­res­bei­trag in den ent­spre­chen­den OP-Tari­fen je Fol­ge­jahr um 3 Pro­zent. Zusätz­li­che all­ge­mei­ne Bei­trags­an­pas­sun­gen kön­nen ver­trag­lich mög­lich sein.

Bereits bekann­te Erkran­kun­gen und ihre Fol­gen sind bei einem Neu­ab­schluss nor­ma­ler­wei­se nicht ver­si­chert. Man­che Anbie­ter ermög­li­chen jedoch eine Auf­nah­me mit einem indi­vi­du­el­len Leis­tungs­aus­schluss. Die Uelz­e­ner Pfer­de­ver­si­che­rung bie­tet bei­spiels­wei­se eine ent­spre­chen­de Gesund­heits­prü­fung an. Dabei kann der Ver­si­che­rer bestimm­te Erkran­kun­gen aus­schlie­ßen, wäh­rend ande­re, davon unab­hän­gi­ge Risi­ken ver­si­cher­bar blei­ben. Ent­schei­dend sind die schrift­lich ver­ein­bar­ten Aus­schlüs­se und Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen.

Ein Ver­si­che­rer kann einen bestehen­den Ver­trag grund­sätz­lich kün­di­gen, soweit die ver­ein­bar­ten Bedin­gun­gen und gesetz­li­chen Rege­lun­gen dies zulas­sen. Ein­zel­ne Anbie­ter bie­ten einen Kün­di­gungs­ver­zicht unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen. Die Alli­anz ver­zich­tet bei­spiels­wei­se ab dem sieb­ten Ver­si­che­rungs­jahr auf bestimm­te Kün­di­gungs­rech­te, begrenzt auf ins­ge­samt 60.000 Euro Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen pro Ver­trag. Bei Bar­me­nia­Go­tha­er gel­ten zusätz­li­che Vor­aus­set­zun­gen hin­sicht­lich des Ein­tritts­al­ters und der Pro­dukt­li­nie.

Zu den beson­ders rele­van­ten Erkran­kun­gen älte­rer Pfer­de gehö­ren Cus­hing (PPID) und EMS, EOTRH, Arthro­se und bestimm­te For­men der Kolik. Auch Augen­er­kran­kun­gen und Tumo­re kön­nen auf­tre­ten. PPID und EOTRH betref­fen beson­ders häu­fig älte­re Tie­re, wäh­rend EMS und ande­re Erkran­kun­gen auch bei jün­ge­ren Pfer­den vor­kom­men. Wel­che gesund­heit­li­chen Pro­ble­me tat­säch­lich ent­ste­hen, lässt sich allein aus dem Alter nicht vor­her­sa­gen.

Eine auf­wen­di­ge Zahn­ope­ra­ti­on kann ein­schließ­lich Dia­gnos­tik und Kli­nik­auf­ent­halt bis etwa 2.500 Euro je Zahn kos­ten, im Ein­zel­fall auch mehr. Beson­ders bei EOTRH müs­sen manch­mal meh­re­re erkrank­te Zäh­ne ent­fernt wer­den. Die tat­säch­li­che Rech­nung hängt vom Befund, der Anzahl der betrof­fe­nen Zäh­ne, dem Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren und der Nach­be­hand­lung ab. Las­sen Sie sich vor einem geplan­ten Ein­griff einen indi­vi­du­el­len Kos­ten­vor­anschlag erstel­len.

Eine Ver­si­che­rung kann sich auch für ein 18-jäh­ri­ges Pferd loh­nen, wenn aus­rei­chend rele­van­te Risi­ken ver­si­cher­bar blei­ben und Sie hohe Tier­arzt­kos­ten nicht voll­stän­dig selbst tra­gen möch­ten. Ent­schei­dend sind die ange­bo­te­nen Leis­tun­gen, der Bei­trag und des­sen zukünf­ti­ge Ent­wick­lung. Bereits bestehen­de Erkran­kun­gen kön­nen den Nut­zen erheb­lich ein­schrän­ken. Ver­glei­chen Sie des­halb die vor­aus­sicht­li­che Bei­trags­be­las­tung mit mög­li­chen Eigen­an­tei­len und Ihrer finan­zi­el­len Rück­la­ge.

Eine Pfer­de OP-Ver­si­che­rung kon­zen­triert sich auf ver­si­cher­te chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe, wäh­rend eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung je nach Tarif zusätz­lich ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Behand­lun­gen ohne Ope­ra­ti­on abdeckt. Bei älte­ren Pfer­den kön­nen ins­be­son­de­re regel­mä­ßig benö­tig­te Medi­ka­men­te und Unter­su­chun­gen rele­vant sein. Aller­dings ist der Pfer­de-Voll­schutz teu­rer und unter­liegt eben­falls ver­trag­li­chen Ein­schrän­kun­gen.

Beim Wech­sel Ihrer Pfer­de­ver­si­che­rung ent­steht ein neu­er Ver­trag mit eige­nen Annah­me­be­din­gun­gen und mög­li­cher­wei­se neu­en War­te­zei­ten. Eini­ge Anbie­ter rech­nen bis­he­ri­ge Ver­si­che­rungs­zei­ten bei einem naht­lo­sen Wech­sel für ver­gleich­ba­re Leis­tun­gen an. Zwi­schen­zeit­lich auf­ge­tre­te­ne Erkran­kun­gen kön­nen beim neu­en Ver­si­che­rer jedoch aus­ge­schlos­sen wer­den. Kün­di­gen Sie Ihren bestehen­den Ver­trag des­halb erst, wenn Ihnen die schrift­li­che Annah­me und sämt­li­che Bedin­gun­gen des neu­en Ver­si­che­rungs­schut­zes vor­lie­gen.

Tarif­aus­wahl und direk­te Ver­gleichs­mög­lich­kei­ten

Wer Ihr Seni­or­pferd noch auf­nimmt

Ein aus­sa­ge­kräf­ti­ger Tarif­ver­gleich setzt vor­aus, dass Sie Ange­bo­te mit ver­gleich­ba­rem Leis­tungs­um­fang gegen­über­stel­len. Unter­schied­li­che Selbst­be­tei­li­gun­gen und Erstat­tungs­gren­zen kön­nen erheb­li­che Bei­trags­un­ter­schie­de ver­ur­sa­chen. Beach­ten Sie außer­dem, dass ein im Ver­gleichs­rech­ner ange­zeig­ter Tarif noch kei­ne ver­bind­li­che Annah­me­zu­sa­ge des Ver­si­che­rers dar­stellt.

  • Uelz­e­ner Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung

    OP-Schutz ohne Höchst­auf­nah­me­al­ter

    Auch für älte­re Pfer­de kommt ein Abschluss infra­ge. Für meh­re­re Pfer­de bie­tet Uelz­e­ner außer­dem eine Her­den-OP-Ver­si­che­rung an. Die Auf­nah­me hängt von den wei­te­ren Annah­me­be­din­gun­gen ab; Bei­trag und Bei­trags­ent­wick­lung rich­ten sich nach dem gewähl­ten Tarif.

  • Bar­me­nia­Go­tha­er Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung

    Neu­auf­nah­me im OP-Schutz bis 19 Jah­re

    Bei Neu­auf­nah­me darf das Pferd maxi­mal 19 Jah­re alt sein. Der Kün­di­gungs­ver­zicht im Pre­mi­um-Schutz ab dem sieb­ten Ver­si­che­rungs­jahr setzt nach den Bedin­gun­gen A 3726–02 vor­aus, dass das Pferd bei Ver­si­che­rungs­be­ginn höchs­tens sie­ben Jah­re alt war. Ver­trag­li­che Aus­nah­men blei­ben bestehen. Für einen Neu­ab­schluss mit einem Seni­or­pferd gilt die­se Zusa­ge daher nicht pau­schal.

  • Alli­anz Pfer­de­ver­si­che­rung

    OP- und Kran­ken­schutz ohne Höchst­auf­nah­me­al­ter

    Die aktu­el­len Tari­fe ermög­li­chen eine Auf­nah­me ohne Maxi­mal­al­ter, vor­be­halt­lich der wei­te­ren Annah­me­be­din­gun­gen. Ab dem sieb­ten Ver­si­che­rungs­jahr nennt Alli­anz einen Ver­zicht auf die ordent­li­che Kün­di­gung und die Kün­di­gung im Ver­si­che­rungs­fall. Die­ser gilt bis zu Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen von ins­ge­samt 60.000 Euro pro Ver­trag; maß­geb­lich sind die ver­ein­bar­ten Bedin­gun­gen.

  • GHV Pfer­de­ver­si­che­rung

    OP-Neu­auf­nah­me bis ein­schließ­lich des 16. Geburts­tags

    Die GHV nennt die­se Gren­ze für den Ein­stieg in ihre Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung. Ein bereits bestehen­der OP-Ver­trag kann danach ohne fes­tes End­al­ter fort­ge­führt wer­den. Das bedeu­tet kei­nen unein­ge­schränk­ten Kün­di­gungs­ver­zicht; die ver­ein­bar­ten Ver­trags­be­din­gun­gen blei­ben maß­geb­lich.

Wich­tig für den Ver­gleich: Die genann­ten Alters­gren­zen bezie­hen sich auf den jeweils beschrie­be­nen OP- oder Kran­ken­schutz. Sie gel­ten nicht auto­ma­tisch für ande­re Pro­duk­te des Anbie­ters. Gesund­heits­zu­stand, Tarif­ge­ne­ra­ti­on, War­te­zei­ten und indi­vi­du­el­le Aus­schlüs­se kön­nen die Auf­nah­me und den Leis­tungs­um­fang beein­flus­sen.

Erkran­kun­gen und ihre Fol­gen genau­er ver­ste­hen

Drei Krank­heits­bil­der bei älte­ren Pfer­den

Bestimm­te Erkran­kun­gen stel­len Pfer­de­hal­ter vor ganz unter­schied­li­che Her­aus­for­de­run­gen. Man­che ent­wi­ckeln sich schlei­chend und erfor­dern eine dau­er­haf­te Betreu­ung, ande­re ver­lan­gen schnel­les tier­ärzt­li­ches Han­deln. Wer typi­sche Beschwer­den, Dia­gno­se­ver­fah­ren und Behand­lungs­mög­lich­kei­ten kennt, kann Ver­än­de­run­gen beim eige­nen Pferd bes­ser ein­schät­zen und gemein­sam mit dem Tier­arzt geeig­ne­te Ent­schei­dun­gen tref­fen.

Cushing und EMS
Cus­hing und EMS

Cus­hing (PPID) betrifft vor allem älte­re Pfer­de und kann unter ande­rem zu Fell­ver­än­de­run­gen und Mus­kel­ab­bau füh­ren. Das Equi­ne Meta­bo­li­sche Syn­drom (EMS) steht dage­gen ins­be­son­de­re mit Über­ge­wicht, Insu­lin­re­gu­la­ti­ons­stö­run­gen und einem erhöh­ten Huf­re­he­ri­si­ko in Ver­bin­dung. Bei­de Erkran­kun­gen unter­schei­den sich in ihren Ursa­chen und Behand­lungs­mög­lich­kei­ten. Infor­mie­ren Sie sich über typi­sche Sym­pto­me, not­wen­di­ge Unter­su­chun­gen und die lang­fris­ti­ge Betreu­ung betrof­fe­ner Pfer­de.

EOTRH
EOTRH

Die schmerz­haf­te Zahn­erkran­kung EOTRH betrifft beson­ders häu­fig die Schnei­de- und Eck­zäh­ne älte­rer Pfer­de. Da betrof­fe­ne Tie­re Beschwer­den nicht immer deut­lich zei­gen, bleibt die Erkran­kung mit­un­ter lan­ge unbe­merkt. Erfah­ren Sie, wel­che Ver­än­de­run­gen auf EOTRH hin­deu­ten, wie Tier­ärz­te die Dia­gno­se mit­hil­fe einer Zahn­un­ter­su­chung und Rönt­gen­auf­nah­men stel­len und wann die Ent­fer­nung erkrank­ter Zäh­ne erfor­der­lich sein kann. Auch die Ver­sor­gung nach einer Zahn­ex­trak­ti­on wird erläu­tert.

Kolik
Kolik

Eine Kolik ist ein tier­ärzt­li­cher Not­fall, des­sen Ursa­chen und Schwe­re­gra­de sehr unter­schied­lich sein kön­nen. Bei älte­ren Pfer­den kön­nen bei­spiels­wei­se gestiel­te Lipo­me den Darm abschnü­ren und eine lebens­be­droh­li­che Situa­ti­on ver­ur­sa­chen. Erfah­ren Sie, wel­che Warn­si­gna­le sofor­ti­ges Han­deln erfor­dern, wie der Tier­arzt die Ursa­che ein­grenzt und unter wel­chen Umstän­den eine Ope­ra­ti­on not­wen­dig wird. Auch die Behand­lungs­mög­lich­kei­ten und die anschlie­ßen­de Gene­sungs­pha­se wer­den erläu­tert.

Wor­auf es ankommt

Ein hohes Pfer­deal­ter muss kein Hin­der­nis für einen neu­en Ver­si­che­rungs­schutz sein. Ent­schei­dend ist jedoch, wel­che Leis­tun­gen nach der indi­vi­du­el­len Gesund­heits­prü­fung tat­säch­lich ver­si­chert wer­den kön­nen und wel­che finan­zi­el­len Ver­pflich­tun­gen lang­fris­tig ent­ste­hen. Auf­nah­me­be­din­gun­gen, mög­li­che Aus­schlüs­se und die Bei­trags­ent­wick­lung soll­ten des­halb gemein­sam betrach­tet wer­den. Ein nied­ri­ger Monats­bei­trag bie­tet wenig Sicher­heit, wenn gera­de die für Ihr Pferd rele­van­ten Behand­lun­gen nicht ver­si­chert sind.

Besteht bereits eine Pfer­de­ver­si­che­rung, soll­ten Sie deren Ver­trags­be­din­gun­gen sorg­fäl­tig prü­fen, bevor Sie über einen Wech­sel nach­den­ken. Bei einem Neu­ab­schluss zählt vor allem, wel­che Kos­ten Sie selbst tra­gen kön­nen und wel­che Risi­ken Sie absi­chern möch­ten. Eine aus­rei­chen­de finan­zi­el­le Rück­la­ge bleibt auch mit Ver­si­che­rung sinn­voll, da Selbst­be­tei­li­gun­gen und nicht ver­si­cher­te Behand­lun­gen wei­ter­hin Kos­ten ver­ur­sa­chen kön­nen. Die pas­sen­de Ent­schei­dung rich­tet sich daher nach der gesund­heit­li­chen Situa­ti­on Ihres Pfer­des, Ihrem bestehen­den Ver­si­che­rungs­schutz und Ihren finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten.

Wei­te­re Fra­gen zur Ver­si­che­rung älte­rer Pfer­de

Mein Pferd wird nächs­ten Monat 16: soll­te ich vor­her noch abschlie­ßen?

Ein recht­zei­ti­ger Abschluss kann sinn­voll sein, wenn Ihr Pferd bald eine tarif­li­che Alters­gren­ze erreicht. Die GHV ermög­licht bei­spiels­wei­se eine Neu­auf­nah­me in ihre Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung bis ein­schließ­lich des 16. Geburts­tags. Bei ande­ren Anbie­tern beein­flusst das Alter die Bei­trags­hö­he oder zukünf­ti­ge Anpas­sun­gen. Stel­len Sie Ihren Antrag früh­zei­tig, da eine Antrag­stel­lung allein noch kei­nen Ver­si­che­rungs­schutz garan­tiert. Ein frü­he­rer Abschluss ver­hin­dert spä­te­re ver­ein­bar­te Alters­an­pas­sun­gen nicht.

Auch ein 17-jäh­ri­ges Pferd mit Arthro­se kann unter Umstän­den noch gegen ande­re gesund­heit­li­che Risi­ken ver­si­chert wer­den. Die bereits bekann­te Arthro­se und ihre Fol­gen blei­ben bei einem Neu­ver­trag aller­dings regel­mä­ßig aus­ge­schlos­sen. Anbie­ter wie die Uelz­e­ner Pfer­de­ver­si­che­rung ermög­li­chen gege­be­nen­falls eine indi­vi­du­el­le Gesund­heits­prü­fung. Las­sen Sie sich schrift­lich bestä­ti­gen, wel­che Erkran­kun­gen und Behand­lun­gen vom Ver­si­che­rungs­schutz aus­ge­nom­men sind.

Ein seit zwölf Jah­ren bestehen­der Ver­si­che­rungs­ver­trag soll­te nicht allein wegen eines güns­ti­ge­ren Neu­an­ge­bots gekün­digt wer­den. Beson­ders wert­voll kön­nen bereits ver­si­cher­te Erkran­kun­gen, bestehen­de Ver­trags­be­din­gun­gen und ein gege­be­nen­falls ver­ein­bar­ter Kün­di­gungs­ver­zicht sein. Ein Wech­sel kommt infra­ge, wenn der neue Ver­trag nach­weis­lich bes­ser zu Ihrem Bedarf passt und kei­ne wesent­li­chen Schutz­lü­cken ent­ste­hen. Ver­glei­chen Sie des­halb bei­de Ver­trags­wer­ke ein­schließ­lich der Gesund­heits- und War­te­zeit­re­ge­lun­gen.

Für ein gesun­des, 22-jäh­ri­ges Pferd kom­men wei­ter­hin ein­zel­ne Pfer­de-OP-Ver­si­che­run­gen ohne Höchst­auf­nah­me­al­ter infra­ge. Ob eine Ver­si­che­rung oder ein eige­nes Not­fall­kon­to bes­ser zu Ihrer Situa­ti­on passt, hängt vor allem von den kon­kre­ten Bei­trä­gen, den ver­si­cher­ba­ren Leis­tun­gen und Ihren ver­füg­ba­ren Rück­la­gen ab. Eine Rück­la­ge bie­tet finan­zi­el­le Fle­xi­bi­li­tät, muss jedoch bereits vor einem mög­li­chen Not­fall aus­rei­chend gefüllt sein. Über den Pfer­de­ver­si­che­rungs­ver­gleich kön­nen Sie mög­li­che Tari­fe und deren Bei­trä­ge gegen­über­stel­len.

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