Wel­pen-Gesund­heit: So bleibt Ihr jun­ger Hund gesund

Von Imp­fun­gen über Para­si­ten bis zur rich­ti­gen Ernäh­rung – alles Wich­ti­ge zur Wel­pen­ge­sund­heit im Über­blick

Weiß-brauner Welpe rennt mit fröhlichem Gesichtsausdruck über eine grüne Wiese – Bewegung und Spiel in der Welpenzeit

Ein gesun­der Start ins Leben ist für Ihren Wel­pen ent­schei­dend. In den ers­ten Lebens­mo­na­ten ent­wi­ckeln sich Kör­per, Immun­sys­tem und Ver­hal­ten rasant – umso wich­ti­ger ist es, dass Sie Ihren klei­nen Vier­bei­ner in die­ser Zeit opti­mal unter­stüt­zen. Mit der rich­ti­gen Ernäh­rung, einem durch­dach­ten Impf­plan und einer auf­merk­sa­men Beglei­tung wäh­rend des Zahn­wech­sels schaf­fen Sie die bes­ten Vor­aus­set­zun­gen für ein lan­ges, gesun­des Hun­de­le­ben. In die­sem Bei­trag erfah­ren Sie, wor­auf Sie ach­ten soll­ten, um die Gesund­heit Ihres Wel­pen vom ers­ten Tag an zu för­dern.

Gesun­de Ernäh­rung

Eine aus­ge­wo­ge­ne und bedarfs­de­cken­de Ernäh­rung ist die Grund­la­ge für ein gesun­des Wachs­tum und ein star­kes Immun­sys­tem. Da sich der Ener­gie­be­darf Ihres Wel­pen je nach Alter, Ras­se und Akti­vi­täts­le­vel ste­tig ver­än­dert, ist es wich­tig, das Fut­ter regel­mä­ßig anzu­pas­sen.

Zwei junge Hunde sitzen auf einem Behandlungstisch in der Tierarztpraxis, eine Tierärztin hält sie sanft fest, AMBA-Logo oben links

Fut­ter­men­ge und Nähr­stoff­be­darf rich­tig ein­schät­zen

Wel­pen benö­ti­gen pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht deut­lich mehr Ener­gie als aus­ge­wach­se­ne Hun­de. Beson­ders wich­tig sind hoch­wer­ti­ge Eiwei­ße, gesun­de Fet­te sowie eine abge­stimm­te Ver­sor­gung mit Kal­zi­um, Phos­phor, Zink, Kup­fer und Spu­ren­ele­men­ten. Fer­tig­fut­ter für Wel­pen kann eine gute Basis dar­stel­len – ach­ten Sie dabei auf Qua­li­tät, Ras­se­emp­feh­lun­gen und indi­vi­du­el­le Ent­wick­lung.

Tipp: Kon­trol­lie­ren Sie regel­mä­ßig das Gewicht und die Schul­ter­hö­he Ihres Wel­pen und ver­glei­chen Sie die Ent­wick­lung mit ras­se­spe­zi­fi­schen Wachs­tums­kur­ven.

Selbst zube­rei­te­te Fut­ter­ra­tio­nen: sinn­voll, aber mit Fach­be­ra­tung

Wenn Sie das Fut­ter selbst zube­rei­ten möch­ten, soll­ten Sie unbe­dingt auf eine pro­fes­sio­nel­le Rati­ons­be­rech­nung zurück­grei­fen. Nur so ist sicher­ge­stellt, dass Ihr Wel­pe alle not­wen­di­gen Nähr­stof­fe erhält. Eine Über­ver­sor­gung – etwa mit Kal­zi­um – kann lang­fris­tig eben­so schäd­lich sein wie ein Man­gel.

Wich­tig: Gera­de bei gro­ßen Ras­sen kann eine zu schnel­le Gewichts­zu­nah­me zu Gelenk­pro­ble­men füh­ren. Ach­ten Sie des­halb auf ein lang­sa­mes, kon­trol­lier­tes Wachs­tum.

Imp­fung von Wel­pen

Imp­fun­gen zäh­len zu den wirk­sams­ten Maß­nah­men zum Schutz vor gefähr­li­chen Infek­ti­ons­krank­hei­ten. Weil das Immun­sys­tem von Wel­pen noch nicht voll ent­wi­ckelt ist, erfolgt die soge­nann­te Grund­im­mu­ni­sie­rung in meh­re­ren Etap­pen ab der 8. Lebens­wo­che.

Der emp­foh­le­ne Impf­plan für Wel­pen

Die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on Vet. emp­fiehlt fol­gen­de Imp­fung:

  • 8. Lebens­wo­che: ers­te Imp­fung gegen Stau­pe, Par­vo­vi­ro­se, Lep­tos­pi­ro­se und HCC

  • 12. Lebens­wo­che: Wie­der­ho­lungs­imp­fung + Toll­wut

  • 16. Lebens­wo­che: abschlie­ßen­de Wie­der­ho­lungs­imp­fung

  • ab 15. Monat: ers­te Auf­fri­schungs­imp­fung

Tipp: Hal­ten Sie sich exakt an die emp­foh­le­nen Impf­abstän­de – nur so kann ein voll­stän­di­ger Impf­schutz gewähr­leis­tet wer­den.

Was Sie vor und nach dem Impf­ter­min beach­ten soll­ten

Damit der Impf­schutz best­mög­lich wirkt, soll­te Ihr Wel­pe vor dem Impf­ter­min gesund und ent­wurmt sein. Para­si­ten kön­nen das Immun­sys­tem schwä­chen und die Wirk­sam­keit der Imp­fung min­dern. Alle Imp­fun­gen wer­den im EU-Heim­tier­pass doku­men­tiert und sind auch für Rei­sen ins Aus­land ver­pflich­tend.

Hin­weis: Auch Krank­hei­ten wie Toll­wut oder Hepa­ti­tis, die in Deutsch­land sel­ten gewor­den sind, kön­nen durch Aus­lands­kon­tak­te wie­der ein­ge­schleppt wer­den – daher ist ein voll­stän­di­ger Schutz uner­läss­lich.

Zahn­wech­sel beim Hund

Zwi­schen dem 4. und 7. Lebens­mo­nat fin­det bei Hun­den der Zahn­wech­sel statt. Die Milch­zäh­ne fal­len aus, die blei­ben­den Zäh­ne bre­chen durch – ein natür­li­cher, aber manch­mal unan­ge­neh­mer Pro­zess, den Sie aktiv beglei­ten soll­ten.

Typi­sche Anzei­chen für den Zahn­wech­sel

Vie­le Hun­de­hal­ter bemer­ken den Zahn­wech­sel kaum, da die Zähn­chen meist unbe­merkt ver­schluckt wer­den. Es gibt jedoch typi­sche Ver­hal­tens­än­de­run­gen: Ihr Wel­pe knab­bert ver­stärkt an Möbeln oder Spiel­sa­chen, spei­chelt ver­mehrt, hat gele­gent­lich Mund­ge­ruch oder zeigt ver­min­der­ten Appe­tit.

Tipp: Bie­ten Sie Ihrem Wel­pen spe­zi­el­le Kau­spiel­zeu­ge aus Natur­kau­tschuk oder mit Nop­pen an – sie lin­dern Juck­reiz und för­dern die Zahn­pfle­ge.

So unter­stüt­zen Sie Ihren Wel­pen beim Zahn­wech­sel

Ver­mei­den Sie in die­ser Zeit wil­de Zerr­spie­le oder Appor­tier­übun­gen mit har­ter Belas­tung. Kon­trol­lie­ren Sie regel­mä­ßig das Gebiss, um zu prü­fen, ob Milch­zäh­ne recht­zei­tig aus­fal­len. In man­chen Fäl­len blei­ben Milch­zäh­ne ste­cken („per­sis­tie­ren­de Milch­zäh­ne“) – in die­sem Fall ist ein Besuch beim Tier­arzt rat­sam.

Wich­tig: Ein ver­spä­te­ter Milch­zahn, der nicht weicht, kann das Wachs­tum des blei­ben­den Zahns behin­dern und zu Fehl­stel­lun­gen füh­ren. War­ten Sie in sol­chen Fäl­len nicht zu lan­ge.

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