Wel­pen­ein­zug rich­tig vor­be­rei­ten

So gelingt Ihrem Wel­pen der siche­re Start im neu­en Zuhau­se.

Golden Retriever Welpe erkundet neugierig einen geflochtenen Weidenkorb mit Decke auf dem Holzboden eines modernen hellen Wohnzimmers

Der ers­te Tag prägt den Start

Ein Wel­pe zieht nicht ein­fach ein, er ver­liert zunächst sei­ne gewohn­te Umge­bung. Neue Gerü­che, kei­ne Wurf­ge­schwis­ter, nie­mand der er kennt. Das ver­ar­bei­tet kein Hund sofort. Gera­de die ers­ten 48 Stun­den ent­schei­den, ob Ihr Wel­pe das Zuhau­se als ruhi­gen, siche­ren Ort erlebt.

Die­ser Rat­ge­ber deckt die ers­ten 72 Stun­den prak­tisch ab, von der Fahrt vom Züch­ter bis zur ers­ten ruhi­gen Nacht. Der Rest folgt von Tag zu Tag.

Inhalts­ver­zeich­nis

Sicher­heit beginnt vor der Haus­tür

Trans­port und Woh­nung sicher vor­be­rei­ten

Der Weg nach Hau­se und die ers­ten Minu­ten in der Woh­nung sind für einen Wel­pen oft die ers­te gro­ße Stress­pro­be. Pla­nen Sie die Fahrt des­halb ruhig, gesi­chert und ohne unnö­ti­ge Zwi­schen­stopps. Eine pas­sen­de Trans­port­box, ver­trau­ter Geruch vom Züch­ter und kur­ze Pau­sen bei län­ge­ren Stre­cken hel­fen, Über­for­de­rung zu redu­zie­ren. Zuhau­se soll­te Ihr Wel­pe nicht sofort alle Räu­me erkun­den, son­dern zuerst einen über­schau­ba­ren, siche­ren Bereich ken­nen­ler­nen. Bevor der Wel­pe ein­zieht, eine Run­de durch die Woh­nung auf Knie­hö­he: Was liegt auf dem Boden, was hängt her­un­ter, was riecht inter­es­sant. Der Rest ergibt sich von selbst. Die gefähr­lichs­ten Stel­len sind nicht die offen­sicht­li­chen. Kabel hin­ter dem Sofa, Tablet­ten im offe­nen Ruck­sack, Tul­pen auf dem Fens­ter­brett. Die Check­lis­te unten hilft.

Wel­pen­ein­zug vor­be­rei­ten: Trans­port und wel­pen­si­che­re Woh­nung

Alle Wel­pen-The­men im Über­blick →

Trans­port: die Fahrt nach Hau­se

  • Was mit­brin­gen

    Fut­ter vom Züch­ter für min­des­tens 14 Tage, ein Tuch mit ver­trau­tem Geruch und eine pas­sen­de Trans­port­box oder gesi­cher­te Hun­de­de­cke für die Fahrt.

  • Sicher im Auto

    Der Wel­pe soll­te nicht unge­si­chert auf dem Schoß oder frei im Auto sit­zen. Nut­zen Sie eine befes­tig­te Trans­port­box oder ein geeig­ne­tes Hun­de­ge­schirr mit Siche­rungs­gurt.

  • Win­seln im Auto

    Vie­le Wel­pen win­seln, hecheln oder erbre­chen bei der ers­ten Auto­fahrt. Blei­ben Sie ruhig, pla­nen Sie kur­ze Pau­sen ein und hal­ten Sie Was­ser griff­be­reit.

  • Nicht zu lan­ge

    Bei län­ge­ren Stre­cken sind Pau­sen nach etwa 60 bis 90 Minu­ten sinn­voll. Ver­mei­den Sie unter­wegs direk­ten Kon­takt zu frem­den Hun­den, solan­ge der Impf­schutz noch unvoll­stän­dig ist.

Wel­pen­si­che­re Woh­nung: was vor dem Ein­zug erle­digt sein muss

Check­lis­te: Woh­nung wel­pen­si­cher machen Vor dem ers­ten Ein­zugs­tag voll­stän­dig prü­fen. Es wird nichts gespei­chert.
Gif­ti­ge Pflan­zen ent­fer­nen
Kabel, Klein­tei­le und Stol­per­fal­len
Haus­halts­pro­duk­te und Lebens­mit­tel

Wenn die ers­te Nacht unru­hig wird

Ers­te Nacht mit Wel­pe beglei­ten

Die ers­te Nacht ver­langt vor allem Ruhe, Nähe und einen ein­fa­chen Ablauf. Ihr Wel­pe muss Schlaf­platz, Geräu­sche, Gerü­che und nächt­li­che Löse­run­den erst neu ein­ord­nen. Mit einem pas­sen­den Schlaf­platz und kla­rer Reak­ti­on auf Jau­len ver­mei­den Sie unnö­ti­gen Stress.

Ein Schlaf­platz in Ihrer Nähe hilft vie­len Wel­pen, weil sie Atem­ge­räu­sche, Bewe­gun­gen und ver­trau­te Stim­men wahr­neh­men. Eine Hun­de­box oder ein begrenz­ter Schlaf­be­reich neben dem Bett kann Sicher­heit geben, solan­ge der Wel­pe nicht ein­ge­sperrt wirkt oder Angst zeigt. Wich­tig ist, dass der Platz bequem, zug­frei und gut erreich­bar ist. Eine Decke mit ver­trau­tem Geruch vom Züch­ter kann den Über­gang erleich­tern. Der spä­te­re Schlaf­platz muss nicht in der ers­ten Nacht end­gül­tig fest­ste­hen. Sinn­vol­ler ist eine schritt­wei­se Umge­wöh­nung, wenn der Wel­pe ange­kom­men ist und nachts bes­ser zur Ruhe fin­det.

Jau­len bedeu­tet in der ers­ten Nacht meist Unsi­cher­heit, Harn­drang oder Über­for­de­rung, nicht Trotz. Reagie­ren Sie kurz, ruhig und gleich­blei­bend, ohne den Wel­pen durch Licht, Spiel oder hek­ti­sches Hoch­he­ben zusätz­lich zu akti­vie­ren. Muss er raus, brin­gen Sie ihn wort­arm an den Löse­platz und danach direkt zurück zum Schlaf­be­reich. Vie­le Wel­pen brau­chen anfangs alle zwei bis drei Stun­den eine kur­ze Run­de. Wenn Ihr Wel­pe stark erbricht, Durch­fall hat, apa­thisch wirkt oder trotz Nähe nicht zur Ruhe kommt, soll­te eine Tier­arzt­pra­xis ein­ge­schal­tet wer­den.

Die ers­te Nacht mit Wel­pe: Schlaf­platz, Win­seln und nächt­li­ches Raus­ge­hen

  • Wo schläft der Wel­pe?

    In den ers­ten Wochen ist ein Schlaf­platz in Ihrer Nähe oft hilf­reich. Eine pas­sen­de Hun­de­box oder ein siche­rer Schlaf­be­reich neben dem Bett kann dem Wel­pen Ori­en­tie­rung geben, ohne dass er frei durch die Woh­nung läuft.

    • Die Box soll­te so groß sein, dass der Wel­pe auf­ste­hen, lie­gen und sich dre­hen kann.
    • Eine ver­trau­te Decke vom Züch­ter kann beru­hi­gen, wenn sie nach Mut­ter und Geschwis­tern riecht.
    • Nach eini­gen Wochen kann der Schlaf­platz schritt­wei­se an den gewünsch­ten Ort ver­legt wer­den.
  • Wenn der Wel­pe jault: was tun?

    Jau­len ist in den ers­ten Näch­ten häu­fig ein Zei­chen von Stress, Unsi­cher­heit oder dem Bedürf­nis nach Nähe. Es ist kein bewuss­ter Unge­hor­sam.

    • Ruhig blei­ben: kur­ze, lei­se Anspra­che und ein ver­läss­li­cher Ablauf hel­fen mehr als hek­ti­sches Reagie­ren.
    • Nähe geben: eine Hand kurz an die Box oder in die Nähe des Schlaf­plat­zes legen kann Sicher­heit ver­mit­teln.
    • Kei­ne Auf­re­gung: viel Reden, Licht anma­chen oder hek­ti­sches Her­um­lau­fen kann den Wel­pen zusätz­lich akti­vie­ren.
    • Nicht jedes Jau­len sofort mit Spiel oder Hoch­he­ben beant­wor­ten: prü­fen Sie zuerst ruhig, ob der Wel­pe raus muss oder ob Nähe aus­reicht.
  • Wie oft nachts raus?

    Bla­sen­kon­trol­le ent­wi­ckelt sich erst mit der Zeit. Vie­le Wel­pen kön­nen nachts noch nicht zuver­läs­sig durch­hal­ten, auch wenn sie müde sind.

    • Unter 3 Mona­te: oft alle 2 bis 3 Stun­den raus­ge­hen.
    • Monat 3 bis 4: häu­fig alle 3 bis 4 Stun­den, ers­te län­ge­re Schlaf­pha­sen sind mög­lich.
    • Ab Monat 4 bis 5: vie­le Wel­pen schaf­fen nachts län­ge­re Abstän­de, aber nicht alle gleich früh.
    Richt­wert: Alter in Mona­ten plus 1 ergibt die maxi­ma­le Zeit in Stun­den
  • Hilfs­mit­tel: was wirk­lich hel­fen kann

    Man­che ein­fa­chen Hilfs­mit­tel kön­nen die ers­te Nacht erleich­tern, erset­zen aber kei­ne ruhi­ge Beglei­tung.

    • Geruchs­de­cke vom Züch­ter: Ein Tuch mit ver­trau­tem Geruch kann dem Wel­pen Sicher­heit geben.
    • Lei­se ticken­de Uhr: Man­che Wel­pen reagie­ren beru­higt auf gleich­mä­ßi­ge Geräu­sche. Nut­zen Sie nur siche­re, nicht ver­schluck­ba­re Gegen­stän­de.
    • Lau­warm ein­ge­wi­ckel­te Wär­me­quel­le: Sie kann Kör­per­wär­me simu­lie­ren. Bit­te nie zu heiß und nie direkt an den Wel­pen legen.

Rou­ti­ne statt Reiz­über­flu­tung

Ein­ge­wöh­nung in den ers­ten zwei Wochen

Die ers­ten zwei Wochen nach dem Ein­zug soll­ten ruhig, vor­her­seh­bar und kör­per­lich dosiert ablau­fen. Ihr Wel­pe ver­ar­bei­tet jeden Raum, jedes Geräusch, jede Auto­fahrt und jeden Kon­takt als neu­en Reiz. Begren­zen Sie Besuch, hal­ten Sie fes­te Abläu­fe ein und pla­nen Sie Spa­zier­gän­ge kurz genug, damit Gelen­ke, Wachs­tums­fu­gen und Stress­sys­tem nicht über­las­tet wer­den. Auch Fut­ter, Spiel­zeug und Ruhe­pha­sen gehö­ren zur Ein­ge­wöh­nung: Blei­ben Sie zunächst beim gewohn­ten Fut­ter, wäh­len Sie siche­res Kau­spiel­zeug ohne ver­schluck­ba­re Klein­tei­le und las­sen Sie Ihren Wel­pen regel­mä­ßig schla­fen. Bin­dung ent­steht in die­ser Pha­se nicht durch vie­le Erleb­nis­se, son­dern durch ver­läss­li­che Wie­der­ho­lung.

Ein­ge­wöh­nung, Bewe­gung, Fres­sen und Spiel­zeug beim Wel­pen

Ein­ge­wöh­nung: die ers­ten zwei Wochen rich­tig gestal­ten

  • Besuch ein­schrän­ken: In der ers­ten Woche sind Ruhe und wenig Tru­bel oft hilf­rei­cher als vie­le neue Kon­tak­te. Der Wel­pe braucht Zeit, um Men­schen, Gerü­che und Räu­me ein­zu­ord­nen.

  • Fes­te Tages­struk­tur ab Tag 1: Auf­wa­chen, lösen, fres­sen, spie­len und schla­fen soll­ten mög­lichst wie­der­keh­rend ablau­fen. Rou­ti­ne macht den All­tag für den Wel­pen vor­her­seh­ba­rer.

  • Kin­der und Wel­pe beauf­sich­ti­gen: Wel­pen und Kin­der soll­ten nicht unbe­auf­sich­tigt blei­ben. Ein jun­ger Hund kann erschöpft, über­dreht oder unsi­cher wer­den, ohne dass Kin­der die Signa­le rich­tig ein­ord­nen.

Spa­zier­gang-Dau­er nach Alter

Faust­re­gel Kur­ze Run­den statt Dau­er­lauf Jun­ge Hun­de wach­sen noch. Dau­er, Unter­grund, Tem­po und Pau­sen soll­ten des­halb zum Alter pas­sen.
Richt­wer­te zur Spa­zier­gang-Dau­er bei Wel­pen nach Alter mit Dau­er pro Run­de, täg­li­cher Häu­fig­keit und Hin­weis.
Alter Dau­er pro Run­de Täg­lich Gesamt und Hin­weis
8 Wochen 8 Minu­ten 4 Mal Etwa 32 Minu­ten pro Tag: kur­ze Erkun­dungs­run­den, viel Schnüf­feln, kein Dau­er­lau­fen.
12 Wochen 12 Minu­ten 4 Mal Etwa 48 Minu­ten pro Tag: neue Rei­ze dosiert ein­bau­en, kei­ne lan­gen Trep­pen­stre­cken.
16 Wochen 16 Minu­ten 3 Mal Etwa 48 Minu­ten pro Tag: Run­den dür­fen län­ger wer­den, lan­ge Läu­fe oder Rad­be­glei­tung blei­ben unge­eig­net.

Fres­sen in den ers­ten Tagen

✓ Was häu­fig nor­mal ist In den ers­ten 1 bis 2 Tagen fres­sen man­che Wel­pen weni­ger als gewohnt. Neue Umge­bung, Auf­re­gung und Müdig­keit kön­nen den Appe­tit kurz­fris­tig beein­flus­sen. Das bis­he­ri­ge Fut­ter soll­te zunächst bei­be­hal­ten wer­den.
✕ Wann Sie tier­ärzt­lich nach­fra­gen soll­ten Wenn ein Wel­pe 24 Stun­den gar nichts frisst, zusätz­lich erbricht, Durch­fall hat, apa­thisch wirkt oder sehr klein und leicht ist, soll­te eine Tier­arzt­pra­xis kon­tak­tiert wer­den. Bei deut­li­cher Schwä­che bit­te nicht abwar­ten.

Spiel­zeug: was von Anfang an geeig­net ist

Geeig­net
  • Kau­spiel­zeug aus Natur­kau­tschuk in pas­sen­der Grö­ße
  • Schnüf­fel­mat­te für ruhi­ge Kopf­ar­beit
  • Gefloch­te­nes Seil­spiel­zeug aus Baum­wol­le
  • Wei­ches Plüsch­tier ohne Klein­tei­le
Nicht geeig­net
  • Spiel­zeug mit abbeiß­ba­ren Augen, Knöp­fen oder Klein­tei­len
  • Laser­poin­ter, weil der Hund kei­nen greif­ba­ren Abschluss bekommt
  • Alte Schu­he oder Socken, weil sie All­tags­ge­gen­stän­de inter­es­san­ter machen kön­nen

Bin­dung auf­bau­en: ruhig, vor­her­seh­bar und kon­se­quent

Erst­aus­stat­tung

Was vor dem Ein­zug bereit­ste­hen muss

Die Erst­aus­stat­tung ist klei­ner als die meis­ten Käu­fer erwar­ten. Schlaf­platz, Fut­ter- und Was­ser­napf, Brust­ge­schirr mit Lei­ne sowie ein bis zwei robus­te Spiel­zeu­ge rei­chen für die ers­ten Wochen voll­stän­dig aus. Was dar­über hin­aus wirk­lich not­wen­dig ist, zeigt sich erst, wenn der Wel­pe da ist und sein Cha­rak­ter sicht­bar wird.

Was nicht feh­len darf, ist eine Trans­port­box. Sie wird nicht nur für die ers­te Fahrt vom Züch­ter benö­tigt, son­dern ist als Schlaf­platz für die ers­ten Wochen und als Rück­zugs­ort auf Lebens­zeit sinn­voll, wenn sie von Beginn an posi­tiv ein­ge­führt wird. Eine Box, in die der Wel­pe frei­wil­lig geht, ist mehr wert als jedes ande­re Beru­hi­gungs­mit­tel.

Das Pro­blem ist der ers­te unge­plan­te Tier­arzt­be­such in Woche drei, der im Bud­get nicht vor­ge­se­hen war. Die voll­stän­di­ge Check­lis­te mit Prio­ri­täts­stu­fen und einer rea­lis­ti­schen Kos­ten­ta­bel­le fin­den Sie auf der Erst­aus­stat­tungs-Sei­te.

Fris­ten, Regis­trie­rung und Schutz recht­zei­tig klä­ren

Nach dem Ein­zug rich­tig absi­chern

Nach dem Wel­pen­ein­zug soll­ten eini­ge orga­ni­sa­to­ri­sche Punk­te zeit­nah erle­digt wer­den, weil sie recht­li­che, prak­ti­sche und finan­zi­el­le Fol­gen haben kön­nen. Die Hun­de­steu­er wird bei der Gemein­de oder Stadt ange­mel­det, die Fris­ten unter­schei­den sich je nach Wohn­ort. Die Chip­re­gis­trie­rung soll­te auf Sie als Hal­ter lau­ten, damit Ihr Hund bei Ver­lust ein­deu­tig zuge­ord­net wer­den kann. Prü­fen Sie auch die Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung, da sie je nach Bun­des­land oder Hund vor­ge­schrie­ben sein kann und selbst klei­ne Schä­den schnell teu­er wer­den. Eine Wel­pen­ver­si­che­rung soll­te mög­lichst geprüft wer­den, bevor Beschwer­den, Befun­de oder Dia­gno­sen doku­men­tiert sind, weil bekann­te Erkran­kun­gen den spä­te­ren Schutz ein­schrän­ken kön­nen.

Wich­ti­ge Auf­ga­ben nach dem Wel­pen­ein­zug

  • Hun­de­steu­er anmel­den

    Frist prü­fen

    Die Anmel­dung erfolgt bei der zustän­di­gen Gemein­de oder Stadt. Die Fris­ten und Beträ­ge unter­schei­den sich je nach Wohn­ort. Häu­fig liegt die jähr­li­che Hun­de­steu­er bei 25 bis 160 € pro Jahr. Nach der Anmel­dung erhal­ten Sie in der Regel eine Hun­de­mar­ke.

  • Chip­re­gis­trie­rung prü­fen und umschrei­ben

    Ers­te Woche

    Der Micro­chip soll­te auf Sie als neu­en Hal­ter ein­ge­tra­gen sein. Prü­fen Sie, ob der Chip in einer pas­sen­den Daten­bank regis­triert ist. Ist noch der Züch­ter oder Vor­hal­ter ein­ge­tra­gen, soll­te der Ein­trag zeit­nah geän­dert wer­den. Ohne kor­rek­te Regis­trie­rung hilft der Chip bei Ver­lust nur ein­ge­schränkt.

  • Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung prü­fen

    Je nach Bun­des­land Pflicht

    Die Hun­de­haft­pflicht ist in meh­re­ren Bun­des­län­dern oder für bestimm­te Hun­de vor­ge­schrie­ben. Auch ohne Pflicht ist sie für Hun­de­hal­ter wich­tig, weil Schä­den durch den Hund teu­er wer­den kön­nen. Gute Tari­fe begin­nen häu­fig bei ab etwa 50 € pro Jahr.

    Hun­de­haft­pflicht lesen →
  • Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung früh prü­fen

    Vor bekann­ten Beschwer­den

    Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung und OP-Schutz soll­ten mög­lichst vor bekann­ten Beschwer­den, Befun­den oder Dia­gno­sen geprüft wer­den. Danach kön­nen War­te­zei­ten, Aus­schlüs­se oder Ein­schrän­kun­gen rele­vant wer­den. Ent­schei­dend sind Tarif, Selbst­be­tei­li­gung, Jah­res­gren­zen und die Annah­me­re­geln des Ver­si­che­rers.

    Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung lesen →

Direkt anschlie­ßen­de Hil­fe für die ers­ten Wochen

Den Wel­pen­all­tag gezielt auf­bau­en

Nach den ers­ten Tagen brau­chen Sie kon­kre­te Rou­ti­nen, die den All­tag leich­ter machen. Aus­stat­tung, Stu­ben­rein­heit und Allein­blei­ben grei­fen früh inein­an­der, wer­den aber jeweils anders vor­be­rei­tet. Die­se drei Berei­che hel­fen Ihnen, aus dem ers­ten Ankom­men eine sta­bi­le Anfangs­pha­se zu ent­wi­ckeln.

Weißer Golden Retriever Welpe steht in einem hellen Wohnzimmer neben einem Holztisch auf dem Napf, grünes Halsband, Leine, Bürste und Leckerlis als Welpen-Erstausstattung angeordnet sind
Wel­pen-Erst­aus­stat­tung

Die pas­sen­de Erst­aus­stat­tung ver­hin­dert Fehl­käu­fe und macht den All­tag vom ers­ten Tag an ein­fa­cher. Schlaf­platz, Näp­fe, Geschirr, Lei­ne, Trans­port­lö­sung, Pfle­ge­ar­ti­kel und siche­res Spiel­zeug soll­ten zur Grö­ße, Ras­se und Wohn­si­tua­ti­on pas­sen. Der Rat­ge­ber zeigt, wel­che Din­ge wirk­lich gebraucht wer­den und wo Sie bei Zube­hör bewusst schlank star­ten kön­nen.

Junge Frau trainiert geduldig mit einem kleinen weißen Welpen die Stubenreinheit im Garten
Stu­ben­rein­heit

Stu­ben­rein­heit ent­steht durch Timing, Beob­ach­tung und kon­se­quen­te Wie­der­ho­lung. Nach Schla­fen, Fres­sen, Spie­len und Auf­re­gung muss ein Wel­pe meist schnell raus. Der Rat­ge­ber erklärt, wel­che Signa­le Sie erken­nen soll­ten, wie fes­te Löse­zei­ten hel­fen und war­um Stra­fen bei Miss­ge­schi­cken das Trai­ning eher erschwe­ren als ver­bes­sern.

Junger Schäferhund-Welpe sitzt ruhig und entspannt allein in einer Wohnung und wartet auf seine Halterin
Allei­ne las­sen

Allei­ne las­sen soll­te sehr lang­sam auf­ge­baut wer­den, bevor Beruf, Ter­mi­ne oder All­tag Druck erzeu­gen. Ein Wel­pe muss erst ler­nen, dass kur­ze Tren­nun­gen sicher und vor­her­seh­bar sind. Der Rat­ge­ber zeigt, wie Sie mit weni­gen Sekun­den begin­nen, Über­for­de­rung ver­mei­den und das Trai­ning pas­send zum Alter Ihres Wel­pen stei­gern.

Die ers­ten 7 Tage nach dem Ein­zug: Was wann erle­digt wer­den muss

  1. Tag 1 Ein­zug und ers­te Erkun­dung
    Den Wel­pen ruhig ankom­men las­sen: kei­ne Besu­cher, kein Tru­bel, kei­ne lan­gen Pro­gramm­punk­te. Schlaf­platz ein­rich­ten, direkt nach der Ankunft kurz nach drau­ßen gehen und das bis­he­ri­ge Fut­ter vom Züch­ter zunächst bei­be­hal­ten.
  2. Tag 1 bis 3 ⭐ Wel­pen­ver­si­che­rung prü­fen
    Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung und OP-Schutz mög­lichst früh prü­fen, idea­ler­wei­se vor bekann­ten Beschwer­den, Befun­den oder Dia­gno­sen. Nach ers­ten Auf­fäl­lig­kei­ten kön­nen je nach Tarif und Ver­si­che­rer War­te­zei­ten, Aus­schlüs­se oder Ein­schrän­kun­gen rele­vant wer­den. Auch die Hun­de­haft­pflicht soll­te direkt geklärt wer­den, da sie je nach Bun­des­land oder Hund vor­ge­schrie­ben sein kann.
  3. Tag 3 bis 7 Ers­ter Tier­arzt­ter­min
    Gesund­heits­check ver­ein­ba­ren, Impf­sta­tus im EU-Heim­tier­aus­weis prü­fen las­sen und Ent­wur­mung, Kot­un­ter­su­chung sowie den wei­te­ren Vor­sor­ge­plan bespre­chen. Notie­ren Sie sich direkt eine Tier­arzt­pra­xis oder Tier­kli­nik für den Not­fall.
  4. Woche 1 bis 2 Hun­de­steu­er anmel­den
    Die Frist rich­tet sich nach der Sat­zung Ihrer Gemein­de oder Stadt. Häu­fig muss der Hund inner­halb weni­ger Wochen ange­mel­det wer­den. Die Kos­ten lie­gen je nach Wohn­ort oft bei 25 bis 160 € pro Jahr. Die Hun­de­mar­ke erhal­ten Sie nach der Anmel­dung.
  5. Ab Woche 2 Wel­pen­schu­le anfra­gen
    Fra­gen Sie früh­zei­tig nach einem pas­sen­den Wel­pen­kurs. Gute Grup­pen ach­ten auf klei­ne Grup­pen­grö­ßen, ruhi­ge Anlei­tung, pas­sen­de Impf­an­for­de­run­gen und kon­trol­lier­te Kon­tak­te. Vie­le Plät­ze sind meh­re­re Wochen im Vor­aus belegt.
  6. Fort­lau­fend Stu­ben­rein­heit trai­nie­ren
    Von Tag 1 an fes­te Raus­geh­zei­ten nut­zen: nach dem Auf­wa­chen, nach dem Fres­sen, nach dem Spie­len und vor dem Schla­fen. Unfäl­le ruhig rei­ni­gen, nicht bestra­fen und bei Geruchs­rück­stän­den einen geeig­ne­ten Enzym­rei­ni­ger ver­wen­den. Vie­le Wel­pen wer­den mit kon­se­quen­ter Rou­ti­ne schritt­wei­se zuver­läs­si­ger.

Kla­re Ant­wor­ten zur ers­ten Nacht, Ein­ge­wöh­nung, Anmel­dung und Absi­che­rung

Fra­gen zum Wel­pen­ein­zug

Wenn Ihr Wel­pe in der ers­ten Nacht jault, reagie­ren Sie ruhig, kurz und ohne hek­ti­sche Auf­merk­sam­keit. Jau­len ent­steht meist durch Tren­nung, Unsi­cher­heit, Harn­drang oder neue Rei­ze. Eine Geruchs­de­cke, ein Schlaf­platz in Ihrer Nähe und ein kla­rer Nacht­ab­lauf hel­fen oft bes­ser als lan­ges Trös­ten. Muss der Wel­pe raus, gehen Sie wort­arm mit ihm zum Löse­platz und danach direkt zurück.

Ein Wel­pe soll­te nur kurz und alters­ge­recht spa­zie­ren gehen, weil Gelen­ke, Wachs­tums­fu­gen und Reiz­ver­ar­bei­tung noch emp­find­lich sind. Als Richt­wert gilt häu­fig: pro Lebens­wo­che etwa eine Minu­te je Run­de, ver­teilt auf meh­re­re kur­ze Gän­ge. Ein acht Wochen alter Wel­pe läuft daher eher rund acht Minu­ten pro Run­de. Schnüf­feln, Lösen und ruhi­ges Erkun­den sind wich­ti­ger als Stre­cke.

Der Wel­pe soll­te in der ers­ten Nacht mög­lichst in Ihrer Nähe schla­fen, zum Bei­spiel in einer Hun­de­box oder einem Korb neben dem Bett. Nähe gibt Sicher­heit, ohne dass der Wel­pe frei durch die Woh­nung lau­fen muss. Der Schlaf­platz soll­te ruhig, zug­frei und bequem sein. Ein spä­te­rer Wech­sel an den end­gül­ti­gen Schlaf­platz gelingt meist bes­ser schritt­wei­se.

Ein Hund muss je nach Gemein­de meist inner­halb von weni­gen Tagen bis eini­gen Wochen nach dem Ein­zug zur Hun­de­steu­er ange­mel­det wer­den. Die genaue Frist, die Höhe der Steu­er und das Ver­fah­ren regelt Ihre Stadt oder Gemein­de. Häu­fig erfolgt die Anmel­dung online, beim Bür­ger­bü­ro oder beim Steu­er­amt. Nach der Anmel­dung erhal­ten Sie meist einen Steu­er­be­scheid und eine Hun­de­mar­ke.

Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung soll­ten Sie mög­lichst direkt nach dem Ein­zug und vor dem ers­ten auf­fäl­li­gen Tier­arzt­be­fund prü­fen. Beschwer­den, Dia­gno­sen oder doku­men­tier­te Befun­de vor Ver­trags­ab­schluss kön­nen als Vor­er­kran­kun­gen gel­ten. Das kann zu Aus­schlüs­sen, Risi­ko­zu­schlä­gen oder Ableh­nung füh­ren. Ver­glei­chen Sie Tari­fe nach War­te­zeit, Selbst­be­tei­li­gung, Jah­res­gren­ze, OP-Leis­tung und ambu­lan­ter Erstat­tung.

Für den Wel­pen­ein­zug sind min­des­tens zwei Wochen Urlaub sinn­voll, bes­ser sind drei bis vier Wochen mit ver­läss­li­cher Betreu­ung. In die­ser Zeit lernt der Wel­pe Schlaf­rhyth­mus, Löse­zei­ten, All­tag, Ruhe und ers­te kur­ze Tren­nun­gen. Ein zu schnel­ler Wech­sel in lan­ge Abwe­sen­hei­ten erschwert Stu­ben­rein­heit und Bin­dung. Pla­nen Sie auch nach dem Urlaub eine Betreu­ungs­lö­sung ein.

Ein Wel­pe schläft häu­fig etwa 16 bis 20 Stun­den am Tag, beson­ders in den ers­ten Lebens­mo­na­ten. Schlaf ist wich­tig für Wachs­tum, Reiz­ver­ar­bei­tung, Ler­nen und ein sta­bi­les Ver­hal­ten. Vie­le Wel­pen wir­ken über­dreht, wenn sie eigent­lich müde sind. Ach­ten Sie des­halb auf fes­te Ruhe­zei­ten, einen geschütz­ten Schlaf­platz und ver­mei­den Sie dau­ern­de Beschäf­ti­gung durch Besuch, Spiel oder Trai­ning.

Eine Hun­de­haft­pflicht ist in meh­re­ren Bun­des­län­dern für alle Hun­de Pflicht, in ande­ren nur für bestimm­te Hun­de oder als gefähr­lich ein­ge­stuf­te Ras­sen. Ber­lin, Ham­burg, Nie­der­sach­sen, Sach­sen-Anhalt, Schles­wig-Hol­stein und Thü­rin­gen ver­lan­gen sie grund­sätz­lich für Hun­de­hal­ter. Ande­re Län­der knüp­fen die Pflicht an Grö­ße, Gewicht, Ras­se oder Ein­stu­fung. Auch ohne Pflicht ist eine Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung drin­gend sinn­voll.

Vom Ankom­men zur ver­läss­li­chen Ver­sor­gung

Die nächs­ten Pflich­ten sicher klä­ren

Nach dem Ein­zug ver­schiebt sich der Fokus von Vor­be­rei­tung zu dau­er­haf­ter Ver­ant­wor­tung. Füt­te­rung, Haf­tung und Gesund­heits­schutz beein­flus­sen den All­tag schnell und soll­ten nicht erst bei Pro­ble­men geklärt wer­den. Die­se drei The­men hel­fen Ihnen, Ver­sor­gung, recht­li­che Absi­che­rung und finan­zi­el­le Vor­sor­ge sau­ber zu ord­nen.

Weißer Golden Retriever Welpe sitzt auf einem Jutenteppich in einer hellen Küche vor Schüsseln mit Trockenfutter und Nassfutter sowie einem Welpenfütterungsplan
Wel­pen­er­näh­rung

Die rich­ti­ge Wel­pen Ernäh­rung unter­stützt Wachs­tum, Ver­dau­ung und Ener­gie­haus­halt in einer emp­find­li­chen Ent­wick­lungs­pha­se. Nach dem Ein­zug soll­te Fut­ter nicht hek­tisch gewech­selt wer­den, weil Stress und neue Umge­bung den Magen belas­ten kön­nen. Der Rat­ge­ber erklärt Fut­ter­men­ge, Füt­te­rungs­zei­ten, Umstel­lung und typi­sche Feh­ler, damit Ihr Wel­pe sta­bil in die neue Rou­ti­ne fin­det.

Frau trainiert mit Hund auf einer Wiese beim Sonnenuntergang – Symbolbild für verantwortungsvolle Hundehalter und Haftpflichtschutz
Hun­de­hal­ter­haft­pflicht

Die Hun­de­hal­ter­haft­pflicht schützt vor Scha­den­er­satz­for­de­run­gen, wenn Ihr Hund Per­so­nen ver­letzt oder frem­des Eigen­tum beschä­digt. Gera­de jun­ge Hun­de reagie­ren noch unbe­re­chen­bar, sprin­gen hoch, lau­fen los oder knab­bern Din­ge an. Die Sei­te erklärt Pflicht, Leis­tungs­um­fang, wich­ti­ge Deckungs­sum­men und typi­sche Scha­den­fäl­le, damit Sie Ihre Haf­tungs­ri­si­ken rea­lis­tisch ein­schät­zen kön­nen.

Junge Frau hält Husky-Welpen im Arm, passend zur Welpenversicherung und frühen Absicherung
Wel­pen­ver­si­che­rung

Eine Wel­pen­ver­si­che­rung hilft, Tier­arzt­kos­ten für Krank­heit oder Ope­ra­ti­on plan­ba­rer zu machen. Nach dem Ein­zug ist der Zeit­punkt güns­tig, weil noch kei­ne spä­te­ren Befun­de doku­men­tiert sein soll­ten. Die Sei­te zeigt Unter­schie­de zwi­schen OP-Schutz und Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung, erklärt War­te­zei­ten, Selbst­be­tei­li­gung, Jah­res­gren­zen und bekann­te Beschwer­den als mög­li­che Gren­ze.

Wel­pen­ein­zug ruhig und sicher gestal­ten

Ein gelun­ge­ner Wel­pen­ein­zug ent­steht durch Vor­be­rei­tung, Geduld und kla­re Abläu­fe. Der ers­te Tag soll­te nicht voll­ge­packt sein, son­dern Ihrem Wel­pen Ori­en­tie­rung geben. Die meis­ten Feh­ler in der ers­ten Woche ent­ste­hen nicht durch fal­sches Han­deln, son­dern durch zu viel auf ein­mal. Ruhig star­ten, Rou­ti­nen auf­bau­en, den Rest ergibt die Zeit. Gera­de in den ers­ten Tagen zählt weni­ger Pro­gramm, son­dern Ver­läss­lich­keit.

Die Pflicht­auf­ga­ben nach dem Ein­zug klin­gen nach Papier, haben aber ech­te Fris­ten. Tier­steu­er, Chip, Haft­pflicht. Zwei Wochen rei­chen nor­ma­ler­wei­se. Gleich­zei­tig braucht Ihr Wel­pe Zeit, um anzu­kom­men, zu schla­fen und sei­nen neu­en All­tag zu ver­ste­hen. Wenn Sie Ruhe bewah­ren, Warn­zei­chen ernst neh­men und Über­for­de­rung ver­mei­den, schaf­fen Sie eine sta­bi­le Grund­la­ge für die gemein­sa­me Anfangs­zeit.

Wei­te­re Fra­gen zum Wel­pen­ein­zug

Was pas­siert ohne HKV bei teu­rem Tier­arzt­be­such?

Ohne Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung oder OP-Schutz zah­len Sie teu­re Tier­arzt­kos­ten in den ers­ten Wochen voll­stän­dig selbst. Das betrifft genau die Fäl­le, die vie­le neue Wel­pen­be­sit­zer unter­schät­zen: Eine Par­vo-Behand­lung kann 1.000 bis 3.000 Euro kos­ten, eine Atem­wegs­er­kran­kung nach dem Ein­zug etwa 200 bis 600 Euro.

Der kri­ti­sche Punkt ist der Zeit­punkt. Wer erst nach dem ers­ten Tier­arzt­ter­min eine HKV anfragt, muss damit rech­nen, dass genau die dort doku­men­tier­te Erkran­kung als Vor­er­kran­kung gilt. Dann kann der Wel­pe zwar noch ver­si­chert wer­den, aber nicht für das Pro­blem, das bereits in der Akte steht.

Aus der Pra­xis zeigt sich: Vie­le Anfra­gen kom­men in Woche zwei oder drei, wenn die ers­te Rech­nung bereits vor­liegt. Dann ist das Zeit­fens­ter für voll­stän­di­gen Schutz oft schon klei­ner.

Fress­un­lust ist in den ers­ten 24 bis 48 Stun­den nach dem Ein­zug häu­fig eine Stress­re­ak­ti­on, solan­ge der Wel­pe wach, ansprech­bar und sonst unauf­fäl­lig wirkt. Neue Umge­bung, Trans­port, frem­de Gerü­che und feh­len­de Wurf­ge­schwis­ter kön­nen den Appe­tit kurz­fris­tig brem­sen.

Blei­ben Sie beim Fut­ter vom Züch­ter und wech­seln Sie in die­ser Pha­se nicht auf ein neu­es Fut­ter. Stel­len Sie den Napf hin, war­ten Sie etwa zehn Minu­ten und räu­men Sie ihn dann wie­der weg. Beob­ach­ten, Locken oder stän­di­ges Anbie­ten macht vie­le Wel­pen eher unsi­cher.

Sofort zur Tier­arzt­pra­xis soll­ten Sie, wenn Ihr Wel­pe län­ger als 24 Stun­den gar nichts frisst, apa­thisch wirkt, zit­tert, erbricht, Durch­fall hat oder unter 2 kg wiegt. Klei­ne Ras­sen haben ein erhöh­tes Risi­ko für Unter­zu­cke­rung.

Allei­ne-las­sen-Trai­ning soll­te erst begin­nen, wenn der Wel­pe im neu­en Zuhau­se zur Ruhe kommt und sich sicher ori­en­tiert. Star­ten Sie mit sehr kur­zen Momen­ten von weni­gen Sekun­den, ohne gro­ßes Ver­ab­schie­den oder Begrü­ßen. Der Wel­pe soll ler­nen, dass kur­ze Tren­nung nor­mal und harm­los ist. Län­ge­re Abwe­sen­hei­ten sind erst sinn­voll, wenn kur­ze Schrit­te zuver­läs­sig stress­arm funk­tio­nie­ren.

Vor dem Ein­zug brau­chen Sie weni­ger Zube­hör, als vie­le Ein­kaufs­lis­ten ver­mu­ten las­sen. Wirk­lich wich­tig sind eine siche­re Trans­port­box oder ein Hun­de­korb, Fut­ter- und Was­ser­napf, Brust­ge­schirr mit Lei­ne, ein vor­be­rei­te­ter Schlaf­platz und zwei bis drei robus­te Spiel­zeu­ge.

Der häu­figs­te Feh­ler ist das fal­sche Fut­ter zum Start. Besor­gen Sie genug Züch­ter­fut­ter für min­des­tens zwei Wochen, auch wenn Sie spä­ter umstel­len möch­ten. Ein Fut­ter­wech­sel direkt in der Ein­ge­wöh­nung kann Durch­fall, Blä­hun­gen oder Fress­un­lust aus­lö­sen.

Bis Woche zwei soll­ten Hun­de­steu­er, Chip­re­gis­trie­rung und Hun­de­haft­pflicht geklärt sein. Die Hun­de­steu­er muss in vie­len Gemein­den inner­halb von zwei Wochen ange­mel­det wer­den. Nicht nötig sind fünf Spiel­zeu­ge, ein Hun­de­bett für 200 Euro oder gro­ße Vor­rä­te an Kau­ar­ti­keln.

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