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Welpengesundheit im ersten Jahr
Vorsorge, Warnzeichen und Tierarztkosten für einen sicheren Start.
Welpengesundheit früh richtig einordnen
Ein junger Hund wirkt oft gesund, obwohl Immunsystem, Darm und Bewegungsapparat noch empfindlich reagieren. Viele Fragen entstehen gleichzeitig: Impfung, Futter, Parasiten und mittendrin die Unsicherheit, ob ein Symptom schon ein Fall für den Tierarzt ist. Gerade Durchfall, Erbrechen, starke Müdigkeit oder Fressunlust sollten Sie bei Welpen nicht zu lange beobachten.
Die wichtigsten Bausteine lassen sich planen, lange bevor sie akut werden. Impfung, Ernährung, Parasiten, der Rest dieser Seite zeigt, wie Sie erkennen, welche Punkte Sie selbst vorbereiten können, wann Tierarztberatung nötig wird und warum ein früher Blick auf Hundekrankenversicherung und Vorsorgeleistungen sinnvoll sein kann. Damit treffen Sie die nächste sachliche Entscheidung für Ihren Welpen schneller.
Ernährung steuert Wachstum, Darm und Knochenentwicklung
Welpenfutter richtig auswählen
Welpen brauchen kein größeres Futterangebot, sondern eine Ration, die zu Alter, Endgröße und Wachstumstempo passt. Gerade in den ersten Monaten reagieren Darm, Knochen und Gelenke empfindlich auf zu viel Energie, falsche Mineralstoffverhältnisse oder abrupte Futterwechsel.
Ein bedarfsdeckendes Welpenfutter unterscheidet sich klar von Adultfutter. Es liefert mehr Energie pro Kilogramm Körpergewicht. Bei großen Rassen entscheidet vor allem das Calcium-Phosphor-Verhältnis darüber, ob die Knochen gleichmäßig mitwachsen. Das ist vor allem bei mittelgroßen und großen Rassen relevant, weil zu schnelles Wachstum die Gelenke stärker belasten kann. Entscheidend ist nicht die größtmögliche Gewichtszunahme, sondern eine gleichmäßige Entwicklung entlang der rassetypischen Wachstumskurve.
Futterwechsel sollten langsam erfolgen, weil Welpen häufig mit Durchfall auf abrupte Änderungen reagieren. Bewährt hat sich eine Umstellung über etwa 7 bis 10 Tage, bei der das neue Futter schrittweise unter das bisherige Futter gemischt wird. Selbst zubereitete Rationen oder BARF benötigen bei Welpen eine fachliche Berechnung, da Fehler bei Mineralstoffen und Spurenelementen schneller Folgen haben als bei erwachsenen Hunden.
Grundlagen der Welpenernährung
Alle Welpen-Themen im Überblick →- 1 Höherer Energiebedarf: Welpen benötigen pro Kilogramm Körpergewicht deutlich mehr Energie und Protein als adulte Hunde, das Wachstum verbraucht kontinuierlich Ressourcen.
- 2 Welpenfutter ist kein Marketingbegriff: Es enthält andere Calcium-Phosphor-Verhältnisse und mehr Energiedichte, notwendig für gesunde Knochen- und Gelenkentwicklung.
- 3 Fütterungsfrequenz schrittweise reduzieren: Ab Woche 8 noch 4 Mahlzeiten täglich, mit zunehmendem Alter auf 2 bis 3 Mahlzeiten reduzieren. ⏰ Wk 8 bis 12: 4× täglich
- 4 Futterumstellung schrittweise: Über 7 bis 10 Tage altes mit neuem Futter mischen, abrupter Wechsel verursacht häufig Durchfall.
- 5 BARF nur mit Fachberatung: Rohfütterung erfordert exakte Nährstoffberechnung, Mangelerscheinungen bei Welpen entstehen schneller als bei adulten Hunden und sind schwerer zu korrigieren.
Impfungen schützen erst zuverlässig, wenn die Grundimmunisierung sauber aufgebaut ist
Welpen Impfplan richtig planen
Der Welpen Impfplan richtet sich nach Alter, Gesundheitszustand, Infektionsrisiko und späterem Reisebedarf. Die folgenden Termine helfen Ihnen, die Grundimmunisierung früh zu strukturieren und typische Zusatzkosten realistisch einzuordnen.
Vor jedem Impftermin sollte Ihr Welpe gesund, stabil und möglichst frei von Parasiten sein. Würmer, starker Flohbefall oder akuter Durchfall können das Immunsystem belasten und die Impfantwort schwächen. Sinnvoll ist deshalb eine rechtzeitige Abstimmung mit der Tierarztpraxis, besonders wenn der Welpe aus dem Ausland kommt, noch keinen vollständigen Impfnachweis hat oder in den ersten Tagen nach dem Einzug krank wirkt. Die Tollwutimpfung spielt zusätzlich eine Rolle, sobald Reisen, Grenzübertritte oder der EU-Heimtierausweis relevant werden. Die Tabelle zeigt die üblichen Impftermine, typische Impfungen und grobe Kostenbereiche.
Impfplan für Welpen
| Termin | Zeitpunkt | Impfungen | Kosten ca. |
|---|---|---|---|
| 1. Termin | Wk 8 |
|
40–55 € pro Impfung |
| 2. Termin | Wk 12 |
|
40–55 € pro Impfung |
| 3. Termin | Wk 15–16 |
|
40–55 € pro Impfung |
| 4. Termin | Wk 15–16 |
|
40–55 € pro Impfung |
Parasitenschutz beginnt vor sichtbaren Symptomen
Parasitenschutz beim Welpen planen
Parasiten treffen Welpen häufiger und härter, weil Hautbarriere, Darmflora und Immunsystem noch nicht belastbar wie bei erwachsenen Hunden sind. Flöhe und Würmer wirken harmlos, können bei Welpen aber schnell zu Blutarmut oder Wachstumsproblemen führen, Folgen die ein erwachsener Hund oft besser wegsteckt. Deshalb sollte der Schutz nicht erst starten, wenn Sie den ersten Floh sehen oder der Welpe bereits Magen-Darm-Symptome zeigt.
Ein sinnvoller Parasitenschutz trennt äußere und innere Risiken sauber voneinander. Ektoparasiten wie Flöhe, Zecken und Milben sitzen auf Haut oder Fell und fallen oft durch Kratzen, Unruhe, kahle Stellen oder kleine schwarze Krümel im Fell auf. Würmer leben dagegen im Darm oder in anderen Organen und bleiben anfangs häufig unbemerkt. Gerade deshalb braucht Ihr Welpe einen Plan, der Alter, Gewicht, Herkunft, Kontakt zu anderen Hunden und den Alltag im Haushalt berücksichtigt. Bei Kindern im Haushalt oder bei BARF lohnt ein genauerer Blick, die Tierarztpraxis kann das Risiko dann gezielter einstufen.
Parasitenschutz beim Welpen
Spot-On-Präparate ab Woche 8, je nach Wirkstoff alle 4 bis 8 Wochen erneuern. Zecken sind nicht nur lästig, sondern Vektoren für Borreliose und weitere Erkrankungen.
- 💲 Spot-On: 6 bis 15 €/Monat
- ⚠ Halsbänder erst für ältere Welpen
Haushalte mit Kindern sollten häufiger kontrollieren, enger Körperkontakt erhöht das Übertragungsrisiko von Zecken auf Menschen.
Quelle: AniCura, 2024Der Entwurmungsbedarf ändert sich mit dem Alter, je jünger, desto häufiger:
| Alter | Intervall |
|---|---|
| Bis Wk 12 | Alle 2 Wochen |
| Wk 12 bis Mon 6 | Monatlich |
| Ab Mon 6 | Nach ESCCAP-Risikogruppe (Lebensstil) |
| BARF-Haltung | Alle 6 bis 8 Wochen |
Praktische Konsequenz: Entwurmung und Impftermine gemeinsam planen, nicht am selben Tag durchführen. Der Tierarzt kann den Entwurmungsplan an den Impfplan anpassen.
Vollständige ESCCAP-Erklärung →Direkte Vertiefung nach Parasitenschutz
Gesundheitsthemen gezielt vertiefen
Nach dem Parasitenschutz werden drei Anschlussfragen besonders relevant: Fütterung, Entwurmung und Impfplanung. Diese Themen greifen ineinander, sollten aber jeweils genauer betrachtet werden, damit Sie Alltag, Vorsorge und Tierarzttermine sauber aufeinander abstimmen.
Die richtige Fütterung entscheidet darüber, ob Ihr Welpe gleichmäßig wächst und Nährstoffe bedarfsgerecht erhält. Die Zielseite erklärt, wie Sie Welpenfutter, Futtermenge, Mahlzeitenrhythmus und Futterumstellung praktisch einordnen. Besonders hilfreich ist das, wenn Ihr Welpe empfindlich auf Futterwechsel reagiert, schnell zunimmt oder zu einer großen Rasse gehört.
Würmer bleiben oft lange unbemerkt und können Welpen stärker belasten als erwachsene Hunde. Die Zielseite führt die Wurmkur ausführlicher weiter, mit Risikogruppen, Kotuntersuchung, Entwurmungsintervallen und typischen Anzeichen. Sie eignet sich besonders, wenn Ihr Welpe aus dem Ausland kommt, Kot frisst, gebarft wird oder engen Kontakt zu Kindern hat.
Der Impfplan für Welpen endet nicht mit den ersten Terminen. Die Zielseite erklärt Impfungen über das Welpenjahr hinaus, etwa Auffrischungen, Reisebedarf, Tollwut, Leptospirose und individuelle Risiken durch Hundeschule, Urlaub oder Auslandsaufenthalt. So können Sie mit der Tierarztpraxis klären, welche Impfungen für Ihren Hund wirklich sinnvoll sind.
Vier Impftermine, typische Kosten und warum Entwurmung vorher wichtig ist
Welpen-Impfplan auf einen Blick
Welpen-Impfplan mit vier Terminen bis zur Vollimmunisierung
| Termin | Zeitpunkt | Impfungen | Kosten ca. |
|---|---|---|---|
| 1 | 8. Lebenswoche | Staupe, Parvo, HCC, Leptospirose | 40 bis 55 € |
| 2 | 12. Lebenswoche | Wiederholung + Tollwut | 50 bis 70 € |
| 3 | 16. Lebenswoche | Abschluss Grundimmunisierung | 40 bis 55 € |
| 4 | Ab 15. Monat | Erste Auffrischungsimpfung | 40 bis 55 € |
Akute Symptome bei Welpen brauchen schnelle Einordnung
Wann sofort zum Tierarzt?
Welpen können Flüssigkeit, Energie und Kreislaufstabilität schneller verlieren als erwachsene Hunde. Die Notfall-Ampel ordnet Symptome nach Dringlichkeit, damit Sie zwischen Beobachten, Termin am selben Tag und sofortiger Tierklinik besser unterscheiden können. Sie ersetzt keine tierärztliche Diagnose, macht aber klar, wann Abwarten für den Welpen riskant wird.
Notfall-Ampel für Welpensymptome
-
🚨 Rot: Sofort Notaufnahme, keine Wartezeit
- ⚠Krämpfe, jede Form von unkontrollierten Muskelzuckungen oder Anfällen
- ⚠Bewusstlosigkeit, reagiert nicht auf Ansprache oder Berührung
- ⚠Atemnot, angestrengtes, pfeifendes oder sehr schnelles Atmen
- ⚠Aufgeblähter, harter Bauch⚠ Magendrehung, kann innerhalb weniger Stunden tödlich verlaufen, oft begleitet von erfolglosem Würgen
- ⚠Blasses oder weißes Zahnfleisch, Hinweis auf Kreislaufversagen oder inneren Blutverlust
- ⚠Kein Urinabsatz seit über 12 Stunden, mögliche Harnwegsverlegung
-
⚠ Orange: Heute noch Reguläre Praxis, noch am selben Tag
- 🐾Kein Fressen seit über 12 Stunden, bei Welpen kann das schnell zu Unterzuckerung führen
- 🐾Erbrechen mehr als zweimal täglich, Risiko für Austrocknung steigt schnell
- 🐾Durchfall mit BlutParvo-Verdacht
- 🐾Lethargie ohne Besserung, Welpe wirkt teilnahmslos, lässt sich nicht aktivieren
- 🐾Schlaffe Vorderläufe / plötzliche SchwächeParvo-Verdacht
-
👀 Grün: Beobachten Tierarzt in 24 bis 48 Stunden, falls keine Besserung
- ✓Einmaliges Erbrechen, ohne weitere Symptome
- ✓Kurzer Durchfall ohne Blut, vereinzelt, normale Aktivität
- ✓Leichte Appetitlosigkeit, eine Mahlzeit ausgelassen, sonst munter
- ✓Niesen, vereinzelt, ohne Nasenausfluss oder Husten
Zahnwechsel kurz einordnen, Entwicklung gezielt vertiefen
Zahnwechsel beim Welpen
Der Zahnwechsel gehört zur normalen körperlichen Entwicklung und sollte hier nur knapp eingeordnet werden. Eine ausführliche Begleitung mit Wachstum, Kauen, Verhalten und Zahnpflege passt besser zur Welpenentwicklung.
Zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat verliert Ihr Welpe seine Milchzähne, während die bleibenden Zähne durchbrechen. Mehr Kauen, leichter Mundgeruch oder kurzzeitig weniger Appetit können in dieser Phase vorkommen. Fallen Milchzähne nicht aus, sitzt ein Zahn schief oder zeigt Ihr Welpe deutliche Schmerzen, sollte die Tierarztpraxis das Gebiss prüfen.
Zur vollständigen körperlichen Entwicklung, zum Zahnwechsel und zu typischen Veränderungen in den ersten Monaten lesen Sie mehr in unserem Ratgeber Welpenentwicklung.
Vorsorgekosten früh planen, Versicherungsschutz rechtzeitig prüfen
Welpenversicherung rechtzeitig prüfen
Vorsorge im ersten Jahr verursacht planbare Kosten, Krankheit oder Unfall dagegen nicht. Wer eine Hundekrankenversicherung erst nach Beschwerden prüft, stößt häufig auf Wartezeiten, Ausschlüsse oder Einschränkungen für bereits bekannte Befunde.
Im ersten Lebensjahr entstehen oft mehrere kleinere Tierarztkosten, bevor überhaupt eine Erkrankung behandelt werden muss. Grundimmunisierung, Entwurmungspräparate und Kotuntersuchungen können zusammen schnell einen dreistelligen Betrag erreichen. Je nach Praxis, Region und individuellem Gesundheitszustand Ihres Welpen liegen reine Vorsorgekosten häufig deutlich unter den Kosten einer akuten Behandlung, bleiben aber trotzdem ein fester Budgetpunkt.
Ein Vorsorgebaustein kann sinnvoll sein, wenn ein Tarif Impfungen, Entwurmung oder Kotuntersuchungen anteilig erstattet. Entscheidend sind dabei Jahresbudget, Beitrag, Selbstbeteiligung, Wartezeiten und die Frage, ob bekannte Beschwerden bereits dokumentiert wurden. Als Versicherungsmakler prüfen wir nicht nur einzelne Leistungen, sondern das versicherbare Rest-Risiko Ihres Welpen. So lässt sich besser einschätzen, ob ein Tarif wirklich passt oder nur auf den ersten Blick günstig wirkt.
Vorsorgekosten und Hundekrankenversicherung für Welpen
- Grundimmunisierung (3 bis 4 Termine) 120 bis 200 €
- Entwurmungspräparate, gesamtes Jahr 30 bis 80 €
- Kotuntersuchungen 25 bis 40 €
- Prävention gesamt, erstes Jahr 175 bis 320 €
Als Versicherungsmakler erleben wir, dass die HKV erst nach dem ersten teuren Tierarzttermin angefragt wird. Dann sind Erkrankungen dieser ersten Wochen bereits als Vorerkrankungen ausgeschlossen. Wer den Vergleich vor dem ersten Termin macht, hat die Wahl. Wer danach fragt, hat sie nicht mehr.
Klare Antworten zu Impfplan, Parasiten, Notfällen, Kosten und Versicherung
Welpengesundheit: Fragen kurz beantwortet
Wann wird der Welpe das erste Mal geimpft?
Ein Welpe wird meist ab der 8. Lebenswoche erstmals geimpft. Die Grundimmunisierung umfasst mehrere Termine, typischerweise in Woche 8, Woche 12, Woche 16 und später eine Auffrischung ab dem 15. Lebensmonat. Geimpft wird je nach Schema gegen Staupe, Parvovirose, HCC, Leptospirose und bei Bedarf Tollwut. Der genaue Plan hängt vom Impfnachweis und Gesundheitszustand ab.
Wie oft muss ein Welpe entwurmt werden?
Welpen werden häufig alle 2 Wochen bis zur 12. Lebenswoche und danach monatlich bis zum 6. Monat entwurmt. Der genaue Entwurmungsplan richtet sich nach Herkunft, Haltung, Kotfressen, BARF, Kindern im Haushalt und Parasitenrisiko. Eine Kotuntersuchung kann helfen, die Behandlung gezielter zu planen. Vor Impfungen sollte die Tierarztpraxis prüfen, ob Parasiten den Welpen belasten.
Ab wann darf ein Welpe Spot-On gegen Flöhe und Zecken bekommen?
Viele Spot-On-Präparate gegen Flöhe und Zecken sind je nach Produkt ab der 8. Lebenswoche oder ab einem bestimmten Körpergewicht zugelassen. Entscheidend sind Alter, Gewicht und Wirkstoff, nicht nur der Wunsch nach schnellem Schutz. Zecken können Krankheitserreger wie Borrelien übertragen, Flöhe verursachen Juckreiz und können Bandwürmer begünstigen. Die Tierarztpraxis sollte das passende Präparat auswählen.
Wann muss ich mit meinem Welpen sofort zum Tierarzt?
Sofort zum Tierarzt oder in die Tierklinik müssen Sie bei Krämpfen, Atemnot, Bewusstlosigkeit, blassem Zahnfleisch, starkem Kreislaufabfall oder einem aufgeblähten harten Bauch. Auch blutiger Durchfall, wiederholtes Erbrechen und starke Lethargie sind bei Welpen ernst zu nehmen. Welpen können schneller austrocknen und unterzuckern als erwachsene Hunde. Bei rascher Verschlechterung zählt jede Stunde.
Mein Welpe hat Durchfall: soll ich zum Tierarzt?
Mit einem Welpen sollten Sie bei Durchfall zum Tierarzt, wenn Blut sichtbar ist, der Welpe jünger als 12 Wochen ist oder zusätzlich Erbrechen, Fieber, Schwäche oder Fressunlust auftreten. Kurzer Durchfall nach Futterwechsel kann harmloser sein, sollte aber nicht lange beobachtet werden. Parvovirose kann bei jungen Hunden mit blutigem Durchfall und Mattigkeit beginnen und ist ein Notfall.
Was kostet die Grundimmunisierung beim Welpen?
Die Grundimmunisierung beim Welpen kostet häufig etwa 120 bis 200 Euro für mehrere Impftermine. Einzelne Impfungen liegen je nach Praxis, Region und Kombination oft im Bereich von 40 bis 70 Euro. Zusätzlich können Erstuntersuchung, Chipkontrolle, EU-Heimtierausweis oder Beratungskosten anfallen. Die genaue Rechnung richtet sich nach GOT-Satz, Impfstoff, Aufwand und Gesundheitscheck.
Wann darf der Welpe nach draußen bevor er vollständig geimpft ist?
Ein Welpe darf vor abgeschlossener Grundimmunisierung kontrolliert nach draußen, sollte aber riskante Orte meiden. Sichere Sozialkontakte, Tragen auf dem Arm und kurze Kontakte auf sauberen Flächen sind meist sinnvoller als völlige Isolation. Hundewiesen, stark frequentierte Grünflächen, stehende Gewässer und Kontakt zu ungeimpften Hunden erhöhen das Infektionsrisiko. Die Tierarztpraxis kann das regionale Risiko einordnen.
Übernimmt die Hundekrankenversicherung Vorsorgekosten wie Impfungen oder Entwurmung?
Einige Hundekrankenversicherungen übernehmen Vorsorgekosten wie Impfungen, Entwurmung oder Kotuntersuchungen anteilig, wenn ein Vorsorgebaustein enthalten ist. Nicht jeder Tarif zahlt diese Leistungen, und häufig gelten Jahresbudgets, Wartezeiten oder feste Höchstbeträge. Entscheidend ist das Bedingungswerk, nicht die Tarifbezeichnung. Für Welpen lohnt der Vergleich vor dokumentierten Beschwerden besonders.
Weiterführen nach Warnzeichen und Vorsorge
Nächste Entscheidungen sicher treffen
Wenn Sie die gesundheitlichen Grundlagen kennen, rücken drei weitere Fragen näher: Welche Krankheiten sind bei Welpen typisch, wie entwickelt sich der Körper weiter und wann lohnt sich Versicherungsschutz? Diese Seiten helfen, Risiken früher einzuordnen und finanzielle Entscheidungen nicht erst im Krankheitsfall zu treffen.
Viele Beschwerden wirken anfangs harmlos, können bei Welpen aber schnell ernster werden. Die Zielseite ordnet typische Welpenkrankheiten ein, darunter Magen-Darm-Probleme, Infektionen, Parasitenfolgen und Atemwegssymptome. Sie hilft Ihnen, Krankheitszeichen besser vorzubereiten und den richtigen Zeitpunkt für Tierarzt oder Tierklinik klarer einzuschätzen.
Wachstum, Zahnwechsel, Bewegungsdrang und Ruhebedarf verändern sich in den ersten Monaten spürbar. Die Zielseite zeigt die Welpenentwicklung nach Lebensphasen und erklärt, welche körperlichen Veränderungen normal sind. Das ist hilfreich, wenn Sie Kauen, Schlaf, Gewicht, Koordination oder Verhalten Ihres Welpen besser einordnen möchten.
Eine Hundekrankenversicherung sollte möglichst vor den ersten bekannten Beschwerden geprüft werden. Die Zielseite erklärt, welche Welpenversicherung zu Vorsorge, Krankheit, Operationen und möglichen Wartezeiten passt. Sie sehen dort, worauf Sie bei Tarifgrenzen, Selbstbeteiligung, Vorerkrankungen und Vorsorgeleistungen achten sollten.
Hund mit Vorerkrankung absichern
Welpengesundheit entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch einen guten Rhythmus aus Vorsorge, Beobachtung und rechtzeitigem Handeln. Ernährung, Impfplan, Parasitenschutz und Zahnwechsel geben die Grundstruktur vor. Akute Symptome entscheiden darüber, ob Beobachten reicht oder ob Tierarztpraxis beziehungsweise Tierklinik nötig werden. Gerade im ersten Jahr hilft ein klarer Plan, weil Welpen schneller auf Infektionen, Verdauungsprobleme und Kreislaufbelastungen reagieren.
Für Sie zählt vor allem, Veränderungen früh einzuordnen und Kosten realistisch mitzudenken. Planbare Vorsorge lässt sich meist gut kalkulieren, während Krankheit, Unfall oder Operationen schnell höhere Beträge auslösen können. Eine Hundekrankenversicherung sollte deshalb geprüft werden, bevor Beschwerden dokumentiert sind. Am Ende zählen die Tarifdetails. Wartezeiten und Ausschlüsse für bekannte Befunde entscheiden, was die Versicherung im Ernstfall wirklich zahlt.
Weitere Fragen zur Welpengesundheit
Mein Welpe hat Zecken: kann er Borreliose bekommen?
Ein Welpe kann nach einem Zeckenstich mit Borrelien in Kontakt kommen, auch wenn nicht jeder Stich zu einer Erkrankung führt. Entfernen Sie die Zecke möglichst früh mit geeignetem Werkzeug und beobachten Sie die Stichstelle sowie Allgemeinbefinden, Lahmheit, Fieber oder Mattigkeit. Zeckenschutz sollte alters- und gewichtsgeeignet gewählt werden. Bei unklaren Symptomen nach einem Zeckenstich ist tierärztliche Abklärung sinnvoll.
Mein Welpe wurde geimpft und frisst jetzt nichts mehr
Leichte Müdigkeit oder weniger Appetit kann nach einer Impfung kurzzeitig vorkommen, sollte bei Welpen aber nicht lange anhalten. Frisst Ihr Welpe länger als 12 Stunden nicht, wirkt er matt, erbricht, bekommt Durchfall oder zeigt Schwellungen im Gesicht, sollte die Tierarztpraxis informiert werden. Akute Atemprobleme, Kollaps oder starke Schwäche nach einer Impfung sind ein Notfall.
Was kostet Welpe gesund halten im ersten Jahr wirklich?
Die planbaren Vorsorgekosten im ersten Welpenjahr liegen häufig bei etwa 175 bis 320 Euro, ohne akute Erkrankungen oder Unfälle. Dazu zählen Grundimmunisierung, Entwurmungspräparate und mögliche Kotuntersuchungen. Hinzu kommen je nach Hund Chip, EU-Heimtierausweis, Parasitenmittel, Futterberatung oder zusätzliche Untersuchungen. Eine unerwartete Behandlung kann diese Summe deutlich übersteigen, besonders bei Durchfall, Verletzungen oder Infektionen.
Welche HKV zahlt auch wenn der Welpe noch ganz jung erkrankt?
Eine Welpenkrankenversicherung zahlt bei jungen Welpen nur, wenn der Tarif das Eintrittsalter zulässt, die Wartezeit erfüllt ist und die Erkrankung nicht bereits bekannt war. Viele Tarife unterscheiden zwischen Unfall, Krankheit, Operation und Vorsorge. Bekannte Beschwerden vor Vertragsbeginn gelten häufig als Vorerkrankung und können ausgeschlossen sein. Deshalb sollte der Schutz möglichst vor dem ersten auffälligen Befund geprüft werden.
Über den Autor
Daniel Moser
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