Wel­pen Ernäh­rung rich­tig pla­nen

Neu­tra­ler Fut­ter­ver­gleich mit kla­ren Regeln für Men­ge, Rhyth­mus und Risi­ken.

Weißer Golden Retriever Welpe sitzt auf einem Jutenteppich in einer hellen Küche vor Schüsseln mit Trockenfutter und Nassfutter sowie einem Welpenfütterungsplan

Wel­pen­fut­ter aus­wäh­len, ohne Risi­ken zu über­se­hen

Beim ers­ten Wel­pen­fut­ter tref­fen vie­le Ent­schei­dun­gen auf ein­mal zusam­men: Wel­che Men­ge ist rich­tig, wie oft soll der Napf gefüllt wer­den und wel­che Fut­ter­art passt zum jun­gen Hund? Gera­de in den ers­ten Mona­ten reagie­ren Wel­pen emp­find­li­cher auf Fut­ter­wech­sel, unaus­ge­wo­ge­ne Ratio­nen und unge­eig­ne­te Lebens­mit­tel. Eine fal­sche Ein­schät­zung kann Ver­dau­ungs­pro­ble­me, Wachs­tums­feh­ler oder unnö­ti­ge Tier­arzt­kos­ten aus­lö­sen.

Inhalts­ver­zeich­nis

Alters­ge­rech­te Füt­te­rung schützt Ver­dau­ung, Wachs­tum und All­tag

Füt­te­rungs­plan für Wel­pen rich­tig ein­ord­nen

Ein Wel­pe braucht kei­nen star­ren Napf­plan, son­dern eine Füt­te­rung, die zu Alter, Wachs­tum, Fut­ter­art und Kör­per­kon­di­ti­on passt. Gera­de in den ers­ten Mona­ten ent­schei­det der rich­ti­ge Rhyth­mus dar­über, ob der Magen ent­las­tet wird, der Blut­zu­cker sta­bil bleibt und der jun­ge Hund genug Ener­gie für eine gesun­de Ent­wick­lung bekommt. Der fol­gen­de Abschnitt zeigt, wie Mahl­zei­ten, Por­ti­ons­kon­trol­le und Fut­ter­um­stel­lung sinn­voll zusam­men­spie­len.

Die täg­li­che Fut­ter­men­ge soll­te immer als Ori­en­tie­rungs­wert ver­stan­den wer­den, nicht als fes­te Rechen­for­mel für jeden Wel­pen. Ver­pa­ckungs­an­ga­ben, Kör­per­ge­wicht und Alter hel­fen beim Start, erset­zen aber nicht den Blick auf die tat­säch­li­che Ent­wick­lung: Nimmt der Wel­pe zu schnell zu, wirkt er rund­lich oder sind die Rip­pen kaum tast­bar, ist die Rati­on meist zu hoch. Bleibt er auf­fal­lend dünn, frisst schlecht oder wächst ungleich­mä­ßig, soll­te die Füt­te­rung tier­ärzt­lich geprüft wer­den.

Beson­ders bei gro­ßen Ras­sen ist das Wachs­tum sen­si­bel, weil zu viel Ener­gie das Gewicht schnel­ler stei­gen las­sen kann, als Kno­chen und Gelen­ke belast­bar nach­rei­fen. Sinn­voll ist des­halb eine ruhi­ge Fut­ter­rou­ti­ne mit meh­re­ren klei­nen Mahl­zei­ten, regel­mä­ßi­ger Gewichts­kon­trol­le und einer lang­sa­men Umstel­lung, wenn ein neu­es Fut­ter gewählt wird.

Füt­te­rungs­plan für Wel­pen nach Alter und Ras­se­grö­ße

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Ers­te Woche nach dem Ein­zug: Bis­he­ri­ges Fut­ter zunächst bei­be­hal­ten

Fut­ter­wech­sel in der Ein­ge­wöh­nungs­pha­se kön­nen Durch­fall oder Erbre­chen begüns­ti­gen. Blei­ben Sie mög­lichst 7 bis 14 Tage beim bis­he­ri­gen Fut­ter, sofern Ihr Wel­pe es gut ver­trägt. Danach kann die Umstel­lung schritt­wei­se über 7 bis 10 Tage erfol­gen.

Füt­te­rungs­plan für Wel­pen nach Alters­pha­se mit Mahl­zei­ten pro Tag, Por­ti­ons­hin­weis und wich­ti­gen Füt­te­rungs­hin­wei­sen.
Alters­pha­se Mahl­zei­ten pro Tag Por­ti­ons­grö­ße Wich­ti­ger Hin­weis
8 bis 12 Wochen
Ers­te Wochen im neu­en Zuhau­se
4 pro Tag Richt­wert: 4 bis 6 % des Kör­per­ge­wichts pro Tag. Die genaue Men­ge hängt von Fut­ter­typ, Ener­gie­ge­halt und Kör­per­kon­di­ti­on ab. Start­pha­se Bis­he­ri­ges Fut­ter bei­be­hal­ten. Gleich­mä­ßi­ge Abstän­de, zum Bei­spiel mor­gens, mit­tags, nach­mit­tags und abends, scho­nen Ver­dau­ung und Blut­zu­cker.
Monat 3 bis 6
Wachs­tums­pha­se mit mehr Akti­vi­tät
3 pro Tag Richt­wert: 3 bis 4 % des Kör­per­ge­wichts pro Tag. Her­stel­ler­an­ga­ben prü­fen und die Men­ge lau­fend an Wachs­tum und Akti­vi­tät anpas­sen. Ent­wick­lung prü­fen Wöchent­lich wie­gen und Kör­per­kon­di­ti­on beob­ach­ten. Rip­pen soll­ten tast­bar sein, aber nicht deut­lich her­vor­ste­hen.
Ab Monat 6
Bis zur Umstel­lung auf Erwach­se­nen­fut­ter
2 pro Tag Richt­wert: 2 bis 3 % des Kör­per­ge­wichts pro Tag. Maß­geb­lich blei­ben die Her­stel­ler­an­ga­ben und die indi­vi­du­el­le Kör­per­kon­di­ti­on. Rou­ti­ne Fes­te Fut­ter­zei­ten, zum Bei­spiel mor­gens und abends, unter­stüt­zen All­tag und Stu­ben­rein­heit. Kei­ne gro­ße Mahl­zeit kurz vor inten­si­ver Bewe­gung.
Erwach­sen, je nach Ras­se
Nach Umstel­lung auf Erwach­se­nen­fut­ter
2 pro Tag Nach Ver­pa­ckungs­an­ga­be des Erwach­se­nen­fut­ters. Men­ge je nach Akti­vi­tät, Gewichts­ent­wick­lung und Kör­per­kon­di­ti­on anpas­sen. Ras­se­spe­zi­fisch Der pas­sen­de Zeit­punkt hängt stark von der spä­te­ren Grö­ße ab. Die Über­sicht unten gibt eine gro­be Ori­en­tie­rung.
* Por­ti­ons­an­ga­ben sind Richt­wer­te. Ras­se, Akti­vi­tät, Stoff­wech­sel, Fut­ter­typ und Ener­gie­ge­halt beein­flus­sen den tat­säch­li­chen Bedarf. Prü­fen Sie regel­mä­ßig die Kör­per­kon­di­ti­on und fra­gen Sie bei Unsi­cher­heit Ihre Tier­arzt­pra­xis.

Wann auf Erwach­se­nen­fut­ter umstel­len? Je nach Ras­se­grö­ße

  • Klein­hund
    Chi­hua­hua, Dackel, Mal­te­ser, York­shire Ter­ri­er, unter 10 kg Ab 10 bis 12 Mona­te Klei­ne Ras­sen sind meist frü­her aus­ge­wach­sen. Zu lan­ge Wel­pen­nah­rung kann Über­ge­wicht för­dern, weil sie oft ener­gie­rei­cher ist.
  • Mit­tel­hund
    Labra­dor Retrie­ver, Spa­ni­el, Deut­scher Schä­fer­hund, etwa 10 bis 25 kg Ab 12 bis 18 Mona­te Das Wachs­tum dau­ert län­ger als bei Klein­hun­den. Ein kur­zer Tier­arzt­check vor der Umstel­lung ist sinn­voll.
  • Groß­hund und Rie­sen­ras­se
    Rott­wei­ler, Deut­sche Dog­ge, Bern­har­di­ner, über 25 kg Ab 18 bis 24 Mona­te Gro­ße Ras­sen wach­sen län­ger. Eine zu frü­he Umstel­lung kann ungüns­tig sein, wenn der Hund noch deut­lich im Wachs­tum ist.
7 bis 10 Tage für jede Fut­ter­um­stel­lung: Erset­zen Sie jeden Tag nur einen klei­nen Teil des bis­he­ri­gen Fut­ters durch das neue Fut­ter. Bei Durch­fall, Erbre­chen oder star­kem Juck­reiz soll­te die Umstel­lung gestoppt oder ver­lang­samt wer­den. Fut­te­r­un­ver­träg­lich­kei­ten sind ein häu­fi­ger Grund für unge­plan­te Tier­arzt­be­su­che im ers­ten Lebens­jahr.

Fut­ter­ar­ten wir­ken unter­schied­lich auf All­tag, Kos­ten und Kon­trol­le

Wel­pen­fut­ter sinn­voll ver­glei­chen

Fer­tig­fut­ter bie­tet den größ­ten Vor­teil, wenn es als Allein­fut­ter für Wel­pen dekla­riert ist und zur erwar­te­ten End­grö­ße des Hun­des passt. Dann sind Eiweiß, Ener­gie, Mine­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te grund­sätz­lich auf das Wachs­tum abge­stimmt. Trotz­dem lohnt ein genau­er Blick auf die Füt­te­rungs­emp­feh­lung, denn Tro­cken­fut­ter ist ener­gie­dich­ter als Nass­fut­ter und wird schnel­ler über­do­siert. Nass­fut­ter lie­fert mehr Flüs­sig­keit über die Mahl­zeit, braucht aber mehr Lager­hy­gie­ne und kann je nach Ener­gie­ge­halt teu­rer wer­den.

BARF und selbst zusam­men­ge­stell­te Ratio­nen geben mehr Kon­trol­le über ein­zel­ne Zuta­ten, ver­lan­gen aber auch mehr Fach­wis­sen. Bei Wel­pen reicht ein gutes Bauch­ge­fühl nicht aus, weil Feh­ler im Cal­ci­um-Phos­phor-Ver­hält­nis, bei Ener­gie­zu­fuhr oder Spu­ren­ele­men­ten das Wachs­tum belas­ten kön­nen. Roh­füt­te­rung bringt zusätz­lich Hygie­ne- und Para­si­ten­fra­gen mit sich, beson­ders wenn rohes Fleisch, Inne­rei­en oder Kno­chen regel­mä­ßig gefüt­tert wer­den. Wer die­se Fut­ter­form wählt, soll­te die Rati­on fach­lich prü­fen las­sen und nicht mit Rezep­ten aus Foren oder pau­scha­len Pro­zent­wer­ten star­ten.

Fut­ter­ar­ten für Wel­pen im Ver­gleich

Kei­ne Pro­dukt­emp­feh­lun­gen und kei­ne Affi­lia­te-Links. Die Ein­ord­nung ist mar­ken­un­ab­hän­gig und ori­en­tiert sich an einer bedarfs­ge­rech­ten Wel­pen­er­näh­rung.
Ver­gleich von Tro­cken­fut­ter, Nass­fut­ter und BARF für Wel­pen mit Kos­ten, Vor­tei­len und wich­ti­gen Hin­wei­sen.
Fut­ter­art Kos­ten / Monat Vor­tei­le Was beach­ten?
Tro­cken­fut­ter Kro­ket­ten und Kib­b­le: häu­fig genutzt und gut lager­bar
40–80 € Je nach Qua­li­tät, Ener­gie­ge­halt und Ras­se­grö­ße
  • Ein­fa­che Hand­ha­bung: lan­ge halt­bar, gut dosier­bar und prak­tisch für den All­tag
  • Kann Kau­en för­dern, ersetzt aber kei­ne Zahn­pfle­ge
  • Meist güns­ti­ger als Nass­fut­ter und BARF auf Jah­res­sicht
  • Breit ver­füg­bar, Por­ti­ons­men­gen las­sen sich gut pla­nen
  • Was­ser­auf­nah­me sichern: Tro­cken­nah­rung erhöht den Trink­be­darf
  • Qua­li­tät vari­iert stark: Zusam­men­set­zung, Ener­gie­ge­halt und Mine­ral­stoff­ver­hält­nis prü­fen
  • Bei Ver­dacht auf Unver­träg­lich­keit nicht stän­dig wech­seln, son­dern tier­ärzt­lich abklä­ren las­sen
Nass­fut­ter Dosen oder Fri­sche­beu­tel: hoher Was­ser­an­teil
60–120 € Höhe­rer Bedarf durch Was­ser­an­teil und Ener­gie­dich­te
  • Hohe Akzep­tanz: Geruch und wei­che Kon­sis­tenz wer­den von vie­len Wel­pen gut ange­nom­men
  • Unter­stützt die Flüs­sig­keits­auf­nah­me über das Fut­ter
  • Kann für wäh­le­ri­sche, geschwäch­te oder sehr jun­ge Hun­de leich­ter auf­zu­neh­men sein
  • Hygie­ne beach­ten: geöff­ne­tes Fut­ter kühl lagern und zeit­nah ver­brau­chen
  • Zahn­pfle­ge aktiv ein­pla­nen: Nass­fut­ter bie­tet kei­nen ver­gleich­ba­ren Abrieb beim Kau­en
  • Preis pro Ener­gie­ge­halt liegt oft höher als bei Tro­cken­fut­ter
BARF Roh­füt­te­rung mit genau­er Rati­ons­pla­nung
80–200 € Abhän­gig von Fleisch­qua­li­tät, Ergän­zun­gen und Ras­se­grö­ße
  • Zuta­ten und Her­kunft las­sen sich genau­er steu­ern
  • Kann bei indi­vi­du­ell pas­sen­der Rati­on gut akzep­tiert wer­den
  • Geeig­net für Hal­ter, die Ratio­nen sehr bewusst pla­nen und kon­trol­lie­ren möch­ten
  • Rati­on prü­fen las­sen: Feh­ler bei Cal­ci­um, Phos­phor oder Spu­ren­ele­men­ten kön­nen Wel­pen scha­den
  • Keim­hy­gie­ne ernst neh­men: Roh­fleisch kann Bak­te­ri­en und Para­si­ten über­tra­gen
  • Bei Roh­füt­te­rung ist ein ange­pass­tes Para­si­ten­ma­nage­ment nötig, oft mit kür­ze­ren Kon­troll- oder Ent­wur­mungs­in­ter­val­len
  • Kno­chen nur pas­send und sicher füt­tern. Gekoch­te Kno­chen sind wegen Split­ter­ge­fahr unge­eig­net
⚠ BARF: Para­si­ten­ri­si­ko tier­ärzt­lich ein­ord­nen las­sen
* Kos­ten­an­ga­ben sind Richt­wer­te für mitt­le­re Ras­sen und kön­nen je nach Fut­ter­qua­li­tät, Akti­vi­tät, Alter und End­ge­wicht deut­lich abwei­chen. Klein­hun­de sind meist güns­ti­ger, gro­ße Ras­sen benö­ti­gen deut­lich mehr Fut­ter. Eine Rati­ons­prü­fung ist bei selbst zusam­men­ge­stell­ten Fut­ter­plä­nen beson­ders wich­tig.
Fer­tig­fut­ter oder BARF: Die Ent­schei­dung hängt nicht am Fut­ter­typ, son­dern an der Sorg­falt dahin­ter. Eine berech­ne­te BARF-Rati­on ist siche­rer als schlech­tes Fer­tig­fut­ter und schlech­tes BARF ris­kan­ter als hoch­wer­ti­ges Tro­cken­fut­ter.

Roh­füt­te­rung ver­än­dert die Risi­ko­be­wer­tung beim Wel­pen

BARF beim Wel­pen sicher pla­nen

BARF beim Wel­pen betrifft nicht nur die Fut­ter­aus­wahl, son­dern auch Hygie­ne, Nähr­stoff­ver­sor­gung und Para­si­ten­kon­trol­le. Wenn rohes Fleisch, Inne­rei­en oder Kno­chen regel­mä­ßig im Napf lan­den, muss die Füt­te­rung enger beglei­tet wer­den als bei einem fer­ti­gen Wel­pen­fut­ter. So ver­mei­den Sie typi­sche Feh­ler, die im Wachs­tum deut­lich schwe­rer wie­gen kön­nen.

Roh­fleisch ist kein neu­tra­les Fut­ter­mit­tel, weil es Kei­me und Para­si­ten­sta­di­en ent­hal­ten kann. Tief­küh­len kann bestimm­te Para­si­ten­ri­si­ken sen­ken, ersetzt aber kei­ne sau­be­re Küchen­hy­gie­ne und besei­tigt nicht auto­ma­tisch jedes bak­te­ri­el­le Risi­ko. Tau­en Sie Fleisch getrennt von Lebens­mit­teln für Men­schen auf, rei­ni­gen Sie Napf, Mes­ser und Schnei­de­brett gründ­lich und las­sen Sie Fut­ter­res­te nicht offen ste­hen. In Haus­hal­ten mit klei­nen Kin­dern, Schwan­ge­ren, älte­ren Men­schen oder immun­ge­schwäch­ten Per­so­nen soll­te Roh­füt­te­rung beson­ders streng abge­wo­gen wer­den.

Wel­pen brau­chen bei BARF eine berech­ne­te Rati­on, weil Wachs­tum kei­nen gro­ßen Spiel­raum für Nähr­stoff­feh­ler lässt. Kri­tisch sind vor allem Ener­gie, Eiweiß­qua­li­tät, Cal­ci­um, Phos­phor, Jod, Zink, Kup­fer sowie die Vit­ami­ne A und D. Zu viel Leber kann die Vit­amin A Zufuhr unnö­tig erhö­hen, zu wenig Cal­ci­um kann Kno­chen und Gelen­ke belas­ten. Ein pau­scha­ler Fut­ter­plan nach Pro­zent­wer­ten reicht des­halb nicht aus, wenn Alter, End­ge­wicht und Ras­se­grö­ße nicht sau­ber ein­be­zo­gen wer­den.

Kno­chen gehö­ren bei Wel­pen nicht unkon­trol­liert in den Napf. Gekoch­te Kno­chen sind wegen Split­ter­ge­fahr unge­eig­net, rohe Kno­chen kön­nen bei fal­scher Grö­ße, zu hoher Men­ge oder has­ti­gem Fres­sen eben­falls Pro­ble­me machen. Gera­de jun­ge Hun­de ver­schlu­cken Stü­cke schnel­ler, bekom­men Ver­stop­fung oder rei­zen Magen und Darm. Siche­rer ist eine fach­lich berech­ne­te Mine­ral­stoff­ver­sor­gung, bevor Kno­chen als regel­mä­ßi­ger Bestand­teil ein­ge­plant wer­den.

Para­si­ten­ma­nage­ment gehört bei BARF direkt zur Füt­te­rungs­ent­schei­dung. Wer regel­mä­ßig rohes Fleisch füt­tert, soll­te mit der Tier­arzt­pra­xis klä­ren, ob Kot­un­ter­su­chun­gen oder kür­ze­re Ent­wur­mungs­in­ter­val­le sinn­voll sind. Je nach Risi­ko­pro­fil kann ein Abstand von etwa 6 bis 8 Wochen statt eines Stan­dard­plans nötig wer­den.

Knob­lauch ist kein geeig­ne­tes natür­li­ches Wurm­mit­tel. Er kann bei Hun­den die roten Blut­kör­per­chen schä­di­gen und ersetzt kei­ne wirk­sa­me Para­si­ten­kon­trol­le. Auch Kokos­öl, Kräu­ter­mi­schun­gen oder frei zusam­men­ge­stell­te Haus­mit­tel soll­ten nicht als Schutz vor Wür­mern ein­ge­plant wer­den. Kokos­öl, Kräu­ter und Knob­lauch schüt­zen nicht vor Wür­mern. Was schützt: Rati­ons­prü­fung, Küchen­hy­gie­ne, regel­mä­ßi­ge Kot­kon­trol­le und ein mit der Tier­arzt­pra­xis abge­stimm­ter Ent­wur­mungs­plan.

Pas­sen­de Ver­tie­fung nach Fut­ter­wahl und Roh­füt­te­rung

Sicher wei­ter nach der Füt­te­rung

Nach der Fut­ter­ent­schei­dung ent­ste­hen oft neue Fra­gen zu Gesund­heit, Kos­ten und Para­si­ten­vor­sor­ge. Die fol­gen­den The­men füh­ren gezielt wei­ter, wenn Sie Risi­ken bes­ser ein­schät­zen, Warn­zei­chen frü­her erken­nen oder die lau­fen­den Aus­ga­ben für Ihren Wel­pen rea­lis­ti­scher pla­nen möch­ten.

Tierärztin verabreicht einem Hund eine Wurmkur mit Applikator in einer Praxis
Wurm­kur beim Hund

Bei Roh­füt­te­rung, engem Kon­takt zu Art­ge­nos­sen oder unkla­rer Her­kunft des Flei­sches wird die Para­si­ten­vor­sor­ge wich­ti­ger. Die Ziel­sei­te erklärt, wann eine Wurm­kur sinn­voll ist, wel­che Rol­le Kot­un­ter­su­chun­gen spie­len und war­um pau­scha­le Ent­wur­mungs­plä­ne nicht zu jedem Hund pas­sen. Beson­ders hilf­reich ist der Rat­ge­ber, wenn Sie BARF mit einem siche­ren Vor­sor­ge­plan ver­bin­den möch­ten.

Junger Welpe läuft auf einer grünen Wiese und steht für Welpengesundheit und Bewegung.
Wel­pen­ge­sund­heit

Ver­dau­ung, Appe­tit, Gewicht und Ver­hal­ten zei­gen früh, ob ein Wel­pe sta­bil in sei­nem neu­en Zuhau­se ankommt. Die Ziel­sei­te hilft Ihnen, nor­ma­le Ent­wick­lung von Warn­zei­chen zu unter­schei­den und typi­sche Gesund­heits­fra­gen im ers­ten Lebens­jahr ein­zu­ord­nen. Das ist sinn­voll, wenn Sie nach der Füt­te­rung auch Durch­fall, Erbre­chen, Müdig­keit oder auf­fäl­li­ges Krat­zen siche­rer bewer­ten möch­ten.

Freundliche Tierärztin in weißem Kittel und blauen Handschuhen untersucht einen Golden Retriever Welpen mit einem Otoskop auf dem Behandlungstisch
Wel­pen Kos­ten

Fut­ter ist nur ein Teil der lau­fen­den Aus­ga­ben im ers­ten Hun­de­jahr. Die Ziel­sei­te zeigt, wel­che Kos­ten für Tier­arzt, Aus­stat­tung, Ver­si­che­rung, Pfle­ge und Trai­ning rea­lis­tisch ein­ge­plant wer­den soll­ten. Das hilft Ihnen, die Monats­kos­ten bes­ser zu kal­ku­lie­ren und teu­re Über­ra­schun­gen zu ver­mei­den, beson­ders wenn Ihr Wel­pe eine gro­ße Ras­se ist oder emp­find­lich auf Fut­ter reagiert.

Fut­ter­ar­ten-Ent­schei­dungs­hel­fer: was passt zu mei­ner Situa­ti­on?

Ent­schei­dungs­hel­fer zur pas­sen­den Fut­ter­art für Wel­pen

🍴 Wel­che Fut­ter­art passt zu Ihnen?
Fra­ge 1 von 3
Wie viel Zeit möch­ten Sie täg­lich für die Fut­ter­vor­be­rei­tung auf­wen­den?
Haben Sie Tief­kühl­raum und möch­ten rohes Fleisch hand­ha­ben? Rele­vant für BARF und rohes Fleisch
Was passt zu Ihrem monat­li­chen Fut­ter­bud­get? Ori­en­tie­rung für eine mitt­le­re Ras­se in etwa Labra­dor Grö­ße

Ergeb­nis des Fut­ter­ar­ten-Ent­schei­dungs­hel­fers

Emp­feh­lung für Sie

Tro­cken­fut­ter

Tro­cken­fut­ter ist meist die ein­fachs­te und güns­tigs­te Wahl mit gerin­gem Auf­wand im All­tag. Für gesun­de Wel­pen ohne spe­zi­el­le Bedürf­nis­se kann es gut pas­sen, wenn Zusam­men­set­zung, Ener­gie­ge­halt und Ver­träg­lich­keit stim­men.

  • Gerin­ger Zeit­auf­wand: abmes­sen, fül­len und fri­sches Was­ser bereit­stel­len
  • Kann mecha­ni­schen Abrieb beim Kau­en för­dern, ersetzt aber kei­ne Zahn­pfle­ge
  • Lan­ge halt­bar, ein­fach zu lagern und gut plan­bar
  • Was­ser­auf­nah­me prü­fen: Tro­cken­fut­ter macht eine siche­re Trin­k­rou­ti­ne beson­ders wich­tig
  • Qua­li­täts­un­ter­schie­de sind groß: Fleisch­an­teil, Dekla­ra­ti­on und Zusatz­stof­fe prü­fen
Ent­wur­mung: Inter­vall risi­ko­ba­siert mit der Tier­arzt­pra­xis abstim­men.
Emp­feh­lung für Sie

Tro­cken­fut­ter und Nass­fut­ter kom­bi­niert

Eine Kom­bi­na­ti­on aus Tro­cken­fut­ter und Nass­fut­ter kann all­tags­taug­lich sein: ein­fa­che Dosie­rung, bes­se­re Akzep­tanz und etwas mehr Abwechs­lung. Wich­tig ist, die Tages­ra­ti­on sau­ber zu berech­nen.

  • Nas­s­an­teil kann die Was­ser­auf­nah­me unter­stüt­zen
  • Hilf­reich bei Wel­pen, die in der Ein­ge­wöh­nungs­pha­se mäke­lig fres­sen
  • Bud­get bleibt meist bes­ser plan­bar als bei rei­ner Roh­füt­te­rung
  • Nass­fut­ter­an­teil ein­rech­nen, sonst steigt das Risi­ko für Über­füt­te­rung
  • Geöff­ne­tes Nass­fut­ter kühl lagern und zeit­nah ver­füt­tern
Ent­wur­mung: Inter­vall risi­ko­ba­siert mit der Tier­arzt­pra­xis abstim­men.
Emp­feh­lung für Sie

Haupt­säch­lich Nass­fut­ter

Nass­fut­ter kann für Wel­pen gut geeig­net sein, wenn Akzep­tanz, Nähr­stoff­pro­fil und Füt­te­rungs­men­ge pas­sen. Es ist meist teu­rer als Tro­cken­fut­ter, bie­tet aber einen hohen Feuch­tig­keits­an­teil und wird von vie­len Wel­pen gern ange­nom­men.

  • Hohe Akzep­tanz durch Geruch und wei­che Kon­sis­tenz
  • Unter­stützt die Flüs­sig­keits­auf­nah­me
  • Kein Tief­kühl­auf­wand wie bei Roh­füt­te­rung
  • Zahn­pfle­ge aktiv ein­pla­nen: Nass­fut­ter bie­tet kaum mecha­ni­schen Abrieb
  • Küh­lung nach dem Öff­nen ein­hal­ten und nicht eis­kalt füt­tern
Ent­wur­mung: Inter­vall risi­ko­ba­siert mit der Tier­arzt­pra­xis abstim­men.
Emp­feh­lung für Sie

BARF mit guter Vor­be­rei­tung

BARF ist mög­lich, braucht aber Pla­nung, Hygie­ne und eine sau­be­re Nähr­stoff­be­rech­nung. Bei Wel­pen ist die Wachs­tums­pha­se beson­ders sen­si­bel. Ohne geprüf­ten Plan sind Fehl­ver­sor­gun­gen deut­lich wahr­schein­li­cher.

  • Vol­le Kon­trol­le über Zuta­ten, Her­kunft und Rati­ons­auf­bau
  • Nähr­stoff­ba­lan­ce fach­lich prü­fen las­sen: Wel­pen haben ande­re Anfor­de­run­gen als erwach­se­ne Hun­de
  • Roh­füt­te­rung erfor­dert kon­se­quen­te Küchen­hy­gie­ne und sau­be­re Lage­rung
  • Kno­chen nur nach fach­li­cher Anlei­tung füt­tern, da Ver­let­zungs- und Ver­stop­fungs­ri­si­ken bestehen
Wich­tig: BARF bei Wel­pen soll­te vor dem Start mit Tier­arzt­pra­xis oder spe­zia­li­sier­ter Ernäh­rungs­be­ra­tung geplant wer­den.
Emp­feh­lung für Sie

BARF gut geeig­net

Sie brin­gen gute Vor­aus­set­zun­gen für BARF mit: Zeit, Tief­kühl­ka­pa­zi­tät, Bud­get und Bereit­schaft zur Pla­nung. Für Wel­pen soll­te die Rati­on fach­lich berech­net wer­den, damit Ener­gie, Cal­ci­um, Phos­phor, Spu­ren­ele­men­te und Vit­ami­ne zum Wachs­tum pas­sen.

  • Vol­le Kon­trol­le über Zuta­ten, Her­kunft und Qua­li­tät
  • Rati­on kann indi­vi­du­ell ange­passt wer­den, wenn sie fach­lich berech­net ist
  • Gut plan­bar für Hal­ter, die Hygie­ne und Vor­be­rei­tung kon­se­quent umset­zen
  • Pflicht vor dem Start: Nähr­stoff­plan mit Tier­arzt­pra­xis oder Ernäh­rungs­be­ra­tung erstel­len
  • Roh­fleisch erhöht das Para­si­ten­ri­si­ko (ESCCAP): Kot­kon­trol­len, Ent­wur­mung und Hygie­ne eng mit der Tier­arzt­pra­xis abstim­men
BARF Ein­stieg: Nicht frei nach Gefühl star­ten. Bei Wel­pen ist eine über­prüf­te Rati­on wich­ti­ger als bei erwach­se­nen Hun­den.

Schnel­les Han­deln zählt mehr als siche­re Selbst­be­wer­tung

Gif­ti­ge Lebens­mit­tel für Wel­pen: Risi­ken, Sym­pto­me und Sofort­hil­fe

Ver­gif­tungs­ver­dacht ist beim Wel­pen immer zeit­kri­tisch, weil gerin­ges Kör­per­ge­wicht, unrei­fer Stoff­wech­sel und schnel­le Auf­nah­me über den Magen das Risi­ko erhö­hen kön­nen. Ent­schei­dend ist nicht, ob bereits Sym­pto­me sicht­bar sind, son­dern was auf­ge­nom­men wur­de, wie viel davon fehlt und wann es pas­siert ist. Bei Scho­ko­la­de, Xylit, Trau­ben, Rosi­nen, Zwie­beln, Knob­lauch, Alko­hol oder kof­fe­in­hal­ti­gen Pro­duk­ten soll­ten Sie des­halb nicht abwar­ten und kei­ne Haus­mit­tel ein­set­zen.

Die wich­tigs­te Regel lau­tet: Ver­pa­ckung sichern, Men­ge schät­zen, Uhr­zeit notie­ren und sofort tier­ärzt­lich Rück­spra­che hal­ten. Selbst aus­ge­lös­tes Erbre­chen kann gefähr­lich sein, wenn die Sub­stanz, der Zeit­punkt oder der Zustand des Wel­pen dage­gen spre­chen. Beson­ders kri­tisch sind Stof­fe mit ver­zö­ger­tem Ver­lauf, weil ein Wel­pe nach der Auf­nah­me zunächst nor­mal wir­ken kann und sich schwe­re Fol­gen wie Unter­zu­cke­rung, Kreis­lauf­pro­ble­me oder Nie­ren­schä­den erst spä­ter zei­gen.

Gif­ti­ge Lebens­mit­tel für Wel­pen im Über­blick

  • Schwe­re­grad:
  • Hoch
  • Sehr hoch
  • Töd­lich mög­lich
Gif­ti­ge Lebens­mit­tel für Hun­de mit Risi­ko­ein­schät­zung, typi­schen Sym­pto­men und Schwe­re­grad. Bei Ver­dacht auf Auf­nah­me immer sofort tier­ärzt­lich abklä­ren las­sen.
Lebens­mit­tel Risi­ko­dosis Typi­sche Sym­pto­me Schwe­re­grad
Scho­ko­la­de Zart­bit­ter ist ris­kan­ter als Voll­milch­scho­ko­la­de
Das Risi­ko hängt von Kakao­an­teil, Men­ge und Kör­per­ge­wicht ab. Wirk­stoff: Theo­bro­min. Schon klei­ne Men­gen kön­nen für Wel­pen kri­tisch sein. Unru­he, Erbre­chen, Durch­fall, Herz­ra­sen, Zit­tern, Krämp­fe oder Kol­laps Sehr hoch
Trau­ben und Rosi­nen Frisch, getrock­net oder in Back­wa­ren
Kei­ne siche­re Men­ge bekannt
Bereits klei­ne Men­gen kön­nen pro­ble­ma­tisch sein. Nicht abwar­ten, son­dern sofort tier­ärzt­lich klä­ren las­sen.
Erbre­chen, Schwä­che, Fress­un­lust, Bauch­schmer­zen, stark ver­min­der­ter Harn­ab­satz, Nie­ren­ver­sa­gen Töd­lich mög­lich
Zwie­beln und Knob­lauch Frisch, gekocht, getrock­net oder als Pul­ver
Kei­ne Selbst­be­rech­nung. Auch wie­der­hol­te klei­ne Men­gen kön­nen ris­kant sein, weil rote Blut­kör­per­chen geschä­digt wer­den kön­nen. Erbre­chen, Durch­fall, Schwä­che, blas­se Schleim­häu­te, schnel­ler Herz­schlag, Blut­ar­mut Sehr hoch
Maca­da­mia-Nüs­se Roh, gerös­tet oder in Gebäck
Schon weni­ge Nüs­se kön­nen Beschwer­den aus­lö­sen. Der genaue Wirk­me­cha­nis­mus ist nicht voll­stän­dig geklärt. Schwä­che, Zit­tern, Fie­ber, Erbre­chen, unsi­che­rer Gang, Pro­ble­me mit den Hin­ter­bei­nen Sehr hoch
Avo­ca­do Frucht­fleisch, Scha­le, Kern und Blät­ter
Alle Tei­le ent­hal­ten Per­sin, einen für Hun­de pro­ble­ma­ti­schen Stoff. Der Kern bringt zusätz­lich aku­tes Ver­schluckungs- und Ver­stop­fungs­ri­si­ko. Erbre­chen, Durch­fall, Schwä­che Hoch
Xyli­tol (Xylit) Kau­gum­mi, Bon­bons, Light-Pro­duk­te, Gebäck, man­che Erd­nuss­but­ter
Extrem nied­ri­ge Risi­ko­schwel­le
Bereits etwa 0,1 g/kg kann Unter­zu­cke­rung aus­lö­sen. Ab etwa 0,5 g/kg ist Leber­ver­sa­gen mög­lich.
Erbre­chen, Schwä­che, Zit­tern, Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit, Krämp­fe, Bewusst­lo­sig­keit, Leber­ver­sa­gen Töd­lich mög­lich
Kof­fe­in Kaf­fee, Tee, Ener­gy Drinks, Cola und Kakao
Wel­pen und klei­ne Hun­de reagie­ren emp­find­lich. Men­ge, Kon­zen­tra­ti­on und Kör­per­ge­wicht ent­schei­den über das Risi­ko. Herz­ra­sen, Unru­he, Zit­tern, Erbre­chen, Krämp­fe, Kol­laps Sehr hoch
Alko­hol Wein, Bier, Spi­ri­tuo­sen, Likör­pra­li­nen, gären­der Teig
Kei­ne siche­re Men­ge
Für Wel­pen kön­nen bereits klei­ne Men­gen gefähr­lich wer­den. Auch gären­der Teig ist ein Not­fall­ri­si­ko.
Koor­di­na­ti­ons­ver­lust, Erbre­chen, Atem­not, Unter­küh­lung, Koma, Atem­still­stand Töd­lich mög­lich

Ver­dacht auf Ver­gif­tung: sofort han­deln

  1. Sofort Tier­arzt oder Tier­kli­nik anru­fen. Das gilt auch, wenn noch kei­ne Sym­pto­me sicht­bar sind.
  2. Auf­ge­nom­me­ne Sub­stanz, Men­ge und Uhr­zeit notie­ren. Ver­pa­ckung oder Foto bereit­hal­ten.
  3. Kein Erbre­chen selbst aus­lö­sen. Das nur nach aus­drück­li­cher tier­ärzt­li­cher Anwei­sung tun.
089 / 19240: Gift­not­ruf Mün­chen
Wich­ti­ger Hin­weis: Dosis­an­ga­ben sind Richt­wer­te und erset­zen kei­ne tier­ärzt­li­che Ein­schät­zung. Alter, Gewicht, Vor­er­kran­kun­gen, auf­ge­nom­me­ne Men­ge und Zeit seit der Auf­nah­me kön­nen das Risi­ko stark ver­än­dern. Bei Ver­gif­tungs­ver­dacht zählt schnel­le tier­ärzt­li­che Hil­fe.

All­er­gie­sym­pto­me früh erken­nen, bevor sie teu­er wer­den

Fut­ter­all­er­gie beim Wel­pen ein­ord­nen

Eine Fut­ter­mit­tel­all­er­gie zeigt sich beim Wel­pen oft nicht direkt nach der ers­ten Mahl­zeit, son­dern ent­wi­ckelt sich über Wochen oder Mona­te. Das macht die Ein­ord­nung schwie­rig, weil Juck­reiz, wei­cher Kot oder Ohr­pro­ble­me auch ande­re Ursa­chen haben kön­nen. Wer früh tier­ärzt­lich abklärt, ver­mei­det blin­de Fut­ter­wech­sel und sichert wich­ti­ge Befun­de recht­zei­tig ab.

Eine Fut­ter­mit­tel­all­er­gie ist nicht das­sel­be wie eine ein­fa­che Unver­träg­lich­keit. Bei einer All­er­gie reagiert das Immun­sys­tem auf bestimm­te Fut­ter­be­stand­tei­le, häu­fig auf Pro­te­ine. Eine Unver­träg­lich­keit kann dage­gen ohne all­er­gi­sche Reak­ti­on ent­ste­hen, etwa durch schwer ver­dau­li­che Zuta­ten, zu schnel­le Fut­ter­um­stel­lung oder eine zu gro­ße Por­ti­on. Für Hal­ter sieht bei­des ähn­lich aus, medi­zi­nisch ist die Tren­nung aber wich­tig, weil Behand­lung und Füt­te­rungs­stra­te­gie unter­schied­lich aus­fal­len.

Typi­sche Hin­wei­se ent­ste­hen oft an Haut, Ohren und Ver­dau­ung. Vie­le Hun­de zei­gen anhal­ten­den Juck­reiz, lecken die Pfo­ten, krat­zen an den Ohren oder bekom­men wie­der­keh­ren­de Ohr­ent­zün­dun­gen. Auch Durch­fall, Blä­hun­gen, Erbre­chen oder wech­seln­der Kot kön­nen auf­tre­ten. Ein­zel­ne Sym­pto­me bewei­sen noch kei­ne All­er­gie, beson­ders bei Wel­pen kom­men Para­si­ten, Infek­te, Stress nach dem Ein­zug oder Füt­te­rungs­feh­ler eben­falls infra­ge.

Eine belast­ba­re Dia­gno­se braucht meist eine kon­se­quen­te Aus­schluss­di­ät. Dabei bekommt der Wel­pe über meh­re­re Wochen nur eine genau aus­ge­wähl­te Pro­te­in- und Koh­len­hy­drat­quel­le oder ein geeig­ne­tes hydro­ly­sier­tes Spe­zi­al­fut­ter. Lecker­lis, Kau­ar­ti­kel, Fut­ter­res­te und Zusät­ze müs­sen in die­ser Zeit eben­falls pas­sen, sonst ver­liert der Test an Aus­sa­ge­kraft. Blut­tests oder Schnell­tests lie­fern bei Fut­ter­mit­tel­re­ak­tio­nen nicht immer eine siche­re Ant­wort und soll­ten eine tier­ärzt­lich beglei­te­te Diät nicht erset­zen.

Die Kos­ten ent­ste­hen sel­ten durch eine ein­zel­ne Rech­nung, son­dern durch meh­re­re Schrit­te. Unter­su­chung, Haut- oder Ohr­kon­trol­le, Kot­un­ter­su­chung, Bera­tung zur Diät, Kon­troll­ter­mi­ne und Medi­ka­men­te gegen Juck­reiz oder Ent­zün­dun­gen kön­nen zusam­men schnell 150 bis 300 Euro errei­chen. Kom­men wie­der­keh­ren­de Ohr­ent­zün­dun­gen, Haut­in­fek­tio­nen oder eine län­ge­re Dia­gnos­tik hin­zu, steigt der Auf­wand deut­lich. Genau des­halb lohnt es sich, Sym­pto­me nicht mona­te­lang nur mit Fut­ter­wech­seln zu tes­ten.

Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung kann bei All­er­gie­ver­dacht hel­fen, wenn der Ver­trag recht­zei­tig besteht und der gewähl­te Tarif ambu­lan­te Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und Behand­lun­gen ein­schließt. Bereits bekann­te Beschwer­den gel­ten häu­fig als Vor­er­kran­kung oder wer­den zumin­dest kri­tisch geprüft. Sinn­voll ist der Blick auf pas­sen­de Tari­fe des­halb bevor Juck­reiz, chro­ni­scher Durch­fall oder wie­der­keh­ren­de Ohr­pro­ble­me in der Pati­en­ten­ak­te ste­hen.

Direk­te Ant­wor­ten zu Füt­te­rung, Risi­ken, BARF und Ver­si­che­rung

Fra­gen zur Wel­pen Ernäh­rung

Ein Wel­pe soll­te je nach Alter zwei bis vier Mahl­zei­ten pro Tag bekom­men. Unter zwölf Wochen sind meist vier klei­ne­re Por­tio­nen sinn­voll, ab dem drit­ten Monat rei­chen oft drei Mahl­zei­ten, ab etwa sechs Mona­ten kom­men vie­le Hun­de mit zwei Mahl­zei­ten gut zurecht. Fes­te Füt­te­rungs­zei­ten hel­fen, Ver­dau­ung, Ener­gie­le­vel und Stu­ben­rein­heit bes­ser ein­zu­schät­zen.

Ein Wel­pe braucht eine Fut­ter­men­ge, die zu Alter, Kör­per­ge­wicht, erwar­te­ter End­grö­ße und Ener­gie­ge­halt des Fut­ters passt. Her­stel­ler­an­ga­ben lie­fern den Start­wert, ersetzt wer­den sie aber nicht durch pau­scha­le Pro­zent­re­geln. Kon­trol­lie­ren Sie Gewicht, Rip­pen, Tail­le und Wachs­tum regel­mä­ßig. Bei gro­ßen Ras­sen ist eine zu ener­gie­rei­che Füt­te­rung kri­tisch, weil schnel­les Wachs­tum Kno­chen und Gelen­ke belas­ten kann.

Tro­cken­fut­ter, Nass­fut­ter und BARF kön­nen geeig­net sein, wenn die Nähr­stoff­ver­sor­gung zum Wachs­tum des Wel­pen passt. Tro­cken­fut­ter ist prak­tisch und gut dosier­bar, Nass­fut­ter wird oft gut akzep­tiert, BARF ver­langt eine berech­ne­te Rati­on. Ent­schei­dend ist die Ver­sor­gung mit Ener­gie, Eiweiß, Cal­ci­um, Phos­phor, Spu­ren­ele­men­ten und Vit­ami­nen. Bei BARF soll­te die Rati­on tier­ärzt­lich oder ernäh­rungs­fach­lich geprüft wer­den.

Gif­tig oder gefähr­lich für Hun­de sind vor allem Scho­ko­la­de, Kakao, Xylit, Trau­ben, Rosi­nen, Zwie­beln, Knob­lauch, Maca­da­mia-Nüs­se, Alko­hol und kof­fe­in­hal­ti­ge Pro­duk­te. Bei Wel­pen rei­chen wegen des gerin­gen Kör­per­ge­wichts oft klei­ne­re Men­gen für schwe­re Sym­pto­me. Erbre­chen, Zit­tern, Schwä­che, Durch­fall, Krämp­fe oder auf­fäl­li­ge Müdig­keit sind Warn­zei­chen. Bei Ver­dacht soll­ten Sie sofort eine Tier­arzt­pra­xis oder Tier­kli­nik anru­fen.

Ein Wel­pe kann grund­sätz­lich früh roh gefüt­tert wer­den, aber BARF soll­te im Wachs­tum nur mit pro­fes­sio­nel­ler Rati­ons­be­rech­nung erfol­gen. Kri­tisch sind Cal­ci­um, Phos­phor, Jod, Zink, Kup­fer, Ener­gie­zu­fuhr und Vit­amin A. Feh­ler fal­len bei Wel­pen stär­ker ins Gewicht als bei erwach­se­nen Hun­den. Roh­fleisch bringt zusätz­lich Hygie­ne, Keim­druck und Para­si­ten­ri­si­ken mit sich, wes­halb ein Para­si­ten­plan zur BARF-Füt­te­rung gehört.

Eine Fut­ter­all­er­gie beim Wel­pen zeigt sich häu­fig durch Juck­reiz, Pfo­ten­le­cken, wie­der­keh­ren­de Ohr­ent­zün­dun­gen, Haut­rö­tun­gen, Erbre­chen oder wei­chen Kot. Die­se Sym­pto­me bewei­sen aber kei­ne All­er­gie, weil Para­si­ten, Infek­te, Stress und Fut­ter­wech­sel ähn­lich wir­ken kön­nen. Eine ver­läss­li­che Abklä­rung erfolgt meist über eine kon­se­quen­te Aus­schluss­di­ät mit geeig­ne­ter Pro­te­in­quel­le oder hydro­ly­sier­tem Fut­ter unter tier­ärzt­li­cher Beglei­tung.

Bei BARF kann ein enge­res Para­si­ten­ma­nage­ment sinn­voll sein, weil rohes Fleisch Para­si­ten­sta­di­en oder Erre­ger über­tra­gen kann. Ob Kot­un­ter­su­chun­gen, kür­ze­re Ent­wur­mungs­in­ter­val­le oder ein indi­vi­du­el­ler Plan bes­ser pas­sen, hängt von Fut­ter­quel­le, Hal­tung, Kon­takt zu ande­ren Hun­den und Gesund­heits­zu­stand ab. Vie­le Tier­arzt­pra­xen ori­en­tie­ren sich bei Roh­füt­te­rung an einem höhe­ren Risi­ko­pro­fil als bei fer­tig erhitz­tem Fut­ter.

Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung kann Kos­ten bei Fut­ter­all­er­gie über­neh­men, wenn der Tarif ambu­lan­te Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und Behand­lun­gen ein­schließt und der Ver­trag vor den ers­ten Sym­pto­men bestand. Häu­fig ent­ste­hen Kos­ten durch Unter­su­chung, Haut­kon­trol­le, Ohr­be­hand­lung, Kot­un­ter­su­chung, Aus­schluss­di­ät-Beglei­tung und Medi­ka­men­te gegen Juck­reiz. Bestehen­de Beschwer­den gel­ten oft als Vor­er­kran­kung und kön­nen aus­ge­schlos­sen oder ein­ge­schränkt wer­den.

Nächs­te Schrit­te für den Wel­pen­all­tag

Füt­te­rung prak­tisch wei­ter­den­ken

Nach den wich­tigs­ten Ernäh­rungs­fra­gen rücken All­tag, Aus­stat­tung und finan­zi­el­le Absi­che­rung stär­ker in den Mit­tel­punkt. Die­se The­men hel­fen Ihnen, den Start mit Wel­pe sau­ber zu orga­ni­sie­ren, pas­sen­de Fut­ter­plät­ze ein­zu­rich­ten und mög­li­che Tier­arzt­kos­ten durch frü­he Gesund­heits­fra­gen rea­lis­ti­scher ein­zu­ord­nen.

Golden Retriever Welpe erkundet neugierig einen geflochtenen Weidenkorb mit Decke auf dem Holzboden eines modernen hellen Wohnzimmers
Wel­pen­ein­zug

Der Ein­zug ent­schei­det oft dar­über, wie ruhig die ers­ten Tage ver­lau­fen. Die Ziel­sei­te zeigt, wie Sie Schlaf­platz, Füt­te­rungs­zei­ten, Ruhe­pha­sen und ers­te Rou­ti­nen vor­be­rei­ten, ohne den Wel­pen zu über­for­dern. Beson­ders hilf­reich ist sie, wenn Sie den Wech­sel vom Züch­ter oder Tier­heim ins neue Zuhau­se pla­nen und Ihrem Hund mit Struk­tur mehr Sicher­heit geben möch­ten.

Weißer Golden Retriever Welpe steht in einem hellen Wohnzimmer neben einem Holztisch auf dem Napf, grünes Halsband, Leine, Bürste und Leckerlis als Welpen-Erstausstattung angeordnet sind
Wel­pen-Erst­aus­stat­tung

Eine pas­sen­de Erst­aus­stat­tung macht Füt­te­rung, Pfle­ge und Trai­ning im All­tag leich­ter. Die Ziel­sei­te hilft Ihnen, Näp­fe, Lie­ge­platz, Lei­ne, Geschirr, Trans­port­box und Pfle­ge­zu­be­hör sinn­voll aus­zu­wäh­len. So kau­fen Sie nicht zu viel, ver­mei­den unge­eig­ne­te Pro­duk­te und schaf­fen eine Grund­aus­stat­tung, die zur Grö­ße, zum Alter und zum All­tag Ihres Wel­pen passt.

Junge Frau hält Husky-Welpen im Arm, passend zur Welpenversicherung und frühen Absicherung
Wel­pen­ver­si­che­rung

Gesund­heits­fra­gen ent­ste­hen bei Wel­pen oft frü­her, als vie­le Hal­ter erwar­ten. Die Ziel­sei­te ord­net ein, wann eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung sinn­voll sein kann und wel­che Rol­le ambu­lan­te Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik, All­er­gien und OP Kos­ten spie­len. Das hilft Ihnen, den Schutz recht­zei­tig zu prü­fen, bevor ers­te Sym­pto­me als Vor­er­kran­kung gewer­tet wer­den kön­nen.

Wel­pen Ernäh­rung sicher ent­schei­den

Eine gute Wel­pen Ernäh­rung ist kei­ne Fra­ge des Prei­ses. Pas­sen­de Nähr­stof­fe, kla­re Rou­ti­nen und ein wach­sa­mer Blick auf Ver­träg­lich­keit machen den Unter­schied. Tro­cken­fut­ter, Nass­fut­ter, BARF und selbst gekoch­te Ratio­nen kön­nen funk­tio­nie­ren, wenn Ener­gie, Mine­ral­stof­fe, Hygie­ne und Kör­per­ent­wick­lung zusam­men­pas­sen. Beson­ders im Wachs­tum zählt eine ruhi­ge Ent­schei­dung mehr als stän­di­ges Aus­pro­bie­ren.

Blei­ben Sie bei Beschwer­den wie Durch­fall, Juck­reiz, Fut­ter­ver­wei­ge­rung oder Erbre­chen vor­sich­tig und holen Sie früh tier­ärzt­li­chen Rat ein. Gif­ti­ge Lebens­mit­tel gehö­ren kon­se­quent außer Reich­wei­te, Roh­füt­te­rung braucht Fach­pla­nung und All­er­gie­sym­pto­me soll­ten doku­men­tiert wer­den. So bekommt Ihr Wel­pe einen siche­ren Start. Und Sie wis­sen früh genug, wann Fut­ter, Ver­dau­ung oder Kos­ten tier­ärzt­li­che Hil­fe ver­lan­gen.

Wei­te­re Fra­gen zur Wel­pen­füt­te­rung

Mein Wel­pe hat nach dem Fut­ter Durch­fall. Was tue ich jetzt?

Durch­fall nach Fut­ter­auf­nah­me soll­te ernst genom­men wer­den, wenn er län­ger als 24 Stun­den anhält, blu­tig ist oder mit Erbre­chen, Schwä­che oder Fie­ber auf­tritt. Stop­pen Sie kei­ne lebens­wich­ti­ge Ver­sor­gung, aber ver­mei­den Sie wei­te­re Fut­ter­ex­pe­ri­men­te. Notie­ren Sie Fut­ter­art, Men­ge, Zeit­punkt und mög­li­che Extras wie Kau­ar­ti­kel. Bei Wel­pen droht schnel­ler Flüs­sig­keits­ver­lust, des­halb ist eine frü­he tier­ärzt­li­che Ein­schät­zung sinn­voll.

Selbst gekoch­tes Wel­pen­fut­ter braucht eine berech­ne­te Rati­on, damit Ener­gie, Eiweiß, Cal­ci­um, Phos­phor, Fett­säu­ren, Jod und Spu­ren­ele­men­te stim­men. Fleisch, Reis und Gemü­se rei­chen für einen wach­sen­den Hund nicht aus. Kri­tisch wird es, wenn Rezep­te aus dem Inter­net ohne Anpas­sung an Alter, End­ge­wicht und Ras­se­grö­ße genutzt wer­den. Eine tier­ärzt­li­che Ernäh­rungs­be­ra­tung schützt vor Man­gel­ver­sor­gung und Wachs­tums­pro­ble­men.

Fut­ter­ver­wei­ge­rung ist beim Wel­pen ein Warn­si­gnal, wenn sie län­ger als eine Mahl­zeit anhält oder mit Erbre­chen, Durch­fall, Müdig­keit, Bauch­schmer­zen oder Fie­ber ver­bun­den ist. Jun­ge Hun­de haben weni­ger Reser­ven als erwach­se­ne Hun­de. Prü­fen Sie, ob Fremd­kör­per, gif­ti­ge Lebens­mit­tel, Zahn­pro­ble­me, Infek­te oder Stress mög­lich sind. Bei auf­fäl­li­gem All­ge­mein­be­fin­den soll­te der Wel­pe am sel­ben Tag tier­ärzt­lich unter­sucht wer­den.

Stän­di­ges Krat­zen kann am Fut­ter lie­gen, ist aber bei Wel­pen nicht auto­ma­tisch eine Fut­ter­mit­tel­all­er­gie. Häu­fig kom­men Flö­he, Mil­ben, Haut­in­fek­tio­nen, Umwelt­rei­ze, Ohr­ent­zün­dun­gen oder Pfle­ge­pro­duk­te infra­ge. Fut­ter ist wahr­schein­li­cher, wenn Juck­reiz, Ver­dau­ungs­pro­ble­me und wie­der­keh­ren­de Ohr­pro­ble­me zusam­men auf­tre­ten. Sinn­voll ist eine tier­ärzt­li­che Abklä­rung, bevor Sie meh­re­re Fut­ter­sor­ten tes­ten und die Dia­gno­se dadurch erschwe­ren.

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